Jochen Weeber , Fariba Gholizadeh Was ist bloß mit Gisbert los?

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Inhaltsangabe zu „Was ist bloß mit Gisbert los?“ von Jochen Weeber

Gisbert hat viele Freunde und fühlt sich sehr wohl in seiner Giraffenhaut. Eines Tages hört er, wie hinter seinem Rücken zwei Hyänen über seine braunen Flecken tuscheln - und spürt, wie er plötzlich kleiner wird! Dann findet das Nilpferd sein Trompetenspiel furchtbar schief. Und wieder schrumpft er ein Stück. Schließlich fühlt er sich so klein, dass er sogar unter das Sofa passt. Doch als ihm seine Freunde eines Tages ein Stück Kuchen und eine Postkarte vor die Tür stellen, weiß Gisbert endlich, was mit ihm los ist

Wörter können sehr verletzten. So sehr, dass man immer kleiner und kleiner wird. Manchmal ist es denen die die falschen Wörter wählen

— Kinderbuchkiste
Kinderbuchkiste

Sehr empfehlenswert! Dieses Buch nimmt Angst, tröstet und vermittelt schon kleinen Kindern, wieviel Bedeutung Worte haben können!

— Grischdl
Grischdl

Ein ansprechendes, problemorientiertes Bilderbuch über Mobbing unter Kindern und einen achtsamen Umgang miteinander

— lauchmotte
lauchmotte

Gefühle sichtbar machen

— StefanGemmel
StefanGemmel

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  • Wörter können klein machen. Sehr klein!

    Was ist bloß mit Gisbert los?
    Kinderbuchkiste

    Kinderbuchkiste

    08. February 2017 um 19:19

    Ein Buch über Gefühle und wie Wörter klein machen können, aber einen auch wachsen lassen! Gisbert ist eine kleine "große" Giraffe die viel Spaß im Leben hat. Er hat Freunde und fühlt sich wohl in seinem Leben bis er plötzlich am einem Montag hinter sich zwei Hyänen tuscheln hört, die sich über ihn lustig machen. Das trifft ihn so sehr, das er ein kleines Stückchen kleiner wird. Er fühlt sich richtig schlecht, weiß aber gar nicht so recht wieso. Als Dienstags in der Musikschule das Nilpferd auch noch über sein Trompetenspiel lästert wird er noch kleiner. Am Mittwoch auf dem Spielplatz  lachen ihn zwei Strauße aus weil er so ein langer Lulatsch ist. Prompt wird er wieder kleiner. Zuhause sind die Eltern sehr besorgt doch immer wenn sie ihn in den vergangenen Tagen gefragt haben was mit ihm los sei hatte er immer nur geantwortet "Ich weiß auch nicht, was mit mir los ist." So auch am Donnerstag, als er vom Turnen nach hause kommt. Beim Turnen haben sich die Affen über ihn lustig gemacht weil er sich an die Kletterstange hängen wollte. Und auch dieses mal wurde ein wieder ein Stück kleiner. Am Freitag erging es ihm nicht anders. Er blieb auf der Wasserrutsche in einer Kurve hängen und gleich wieder zum Gespött der anderen. Als er am Samstag mit den anderen in ihrem Spielhaus spielen wollte ließen sie ihn nicht herein, weil er angeblich zu viel Platz brauchte, dabei war er ja nun schon ziemlich klein. Wieder wurde er ein Stück kleiner und passte nun sogar unter das Sofa. Und weil er so schlechte Erfahrungen in dieser Woche gemacht hatte blieb er in der darauf folgenden Woche zuhause. Er wurde immer trauriger und trauriger. Egal wie sehr die Eltern sich bemühten ihn aufzumuntern er blieb traurig. Eines Abends stellten seine Freunde ihm ein kleines Geschenk vor die Tür. Danach ging es ihm etwas besser. Es ging ihm immerhin so gut, dass er den Eltern erzählen konnte was mit ihm los war. Und tatsächlich ging es ihm danach noch viel besser. Es ging ihm bald so gut, dass er sich wieder auf den Spielplatz traute. Dort wurde er herzlich von seinen Freunden begrüßt. Ja, mehr noch einer sagte, das es schön ist das er wieder da ist, einer lud ihn ins Spielhaus ein und ein anderer meinte, dass er ihnen gefehlt hat. Jedem fiel etwas anderes ein was ihm gefehlt hat als Gisbert nicht da war. Plötzlich passierte etwas völlig unerwartetes. Was, das verrate ich hier nicht. Die Bilder sind farbenfrohe und sehr liebevoll gezeichnet. Sie bringen die Situationen und Gefühle exzellent herüber, lassen mitfühlen, mit erleben. Der Spott, das Lustigmachen etc. ist genauso klar erkennbar wie Freude und Zuversicht. Die Bilder sind fokussiert auf das Wesentliche, dabei wirken kleine Details, die sparsam eingesetzt sind, stützend, ergänzend und bereichernd, der jeweiligen Situation angepasst. Manchmal auch sehr witzig, so dass es Spaß macht sich in die Geschichte zu begeben. Bild und Geschichte bilden eine Einheit, die den jeweiligen Part stärkt und auch bereichert. Ein wunderschönes Buch über die Kraft der Worte und den Gefühlen, die damit verbunden sind. Kindern zeigt es auf, wie schnell man einen anderen mit Worten verletzen kann. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere Leser dieses Buches bei nächster Gelegenheit daran und überlegt bevor er lästert bzw. etwas Gemeines sagt. Wörter können sehr verletzten. Diese Verletzungen gehen oft tief und hinterlassen nicht selten Narben. Es wäre schön wenn durch dieses Buch etwas Sensibilität  hierfür wecken kann.

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  • Eine schöne Geschichte über Wörter die kleinmachen, und Wörter die wachsen lassen

    Was ist bloß mit Gisbert los?
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    24. June 2016 um 12:38

    Gisbert ist eine kleine Giraffe. Er hat viele Freunde und gute Eltern. Alles in allem geht es ihm gut und er fühlt sich wohl in seinem Leben. Doch eines Tages hört er hinter seinen Rücken zwei Hyänen tuscheln. Über ihn. Sie machen sich lustig über seine braunen Flecken.  Gisbert weiß nicht, wie ihm geschieht, er erlebt das zum ersten Mal, aber dieses Tuscheln von zwei seiner Freunde macht ihn unsicher und lässt ihn schrumpfen. Vor allem innen. Das ist, so jedenfalls interpretiere ich die Absicht der beiden Autoren, der Beginn einer Entwicklung, die dann im Laufe der Woche für Gisbert ihren Lauf nimmt. Angeknackst in seinem Selbstbewusstsein und schon verletzt, ohne es zu diesem Zeitpunkt selbst zu wissen, erlebt er weitere Bemerkungen von anderen Freunden als verletzend und schrumpft immer weiter.Seine besorgten Eltern  spüren, dass etwas mit ihrem Sohn nicht stimmt, doch der verschließt sich und bleibt eine ganze Woche zu Hause. Als seine Freunde, die ihn wohl vermissen, ihm ein kleines Paket vor die Tür stellen, da wird Gisbert schlagartig klar, was mit ihm los ist und er erzählt seinen Eltern die ganze Geschichte.Diese Öffnung wirkt wie eine Befreiung für Gisbert und schon am nächsten Tag macht er sich wieder auf den Weg zum Spielplatz. Dort begrüßen ihnen die Freunde herzlich, freuen sich, dass er wieder da ist. Und mit neuem Selbstbewusstsein nimmt er auch seine Freuden anders wahr und sie ihn. Plötzlich haben sie gute Worte für ihn. Und Gisbert ist wieder groß geworden.Eine schöne Geschichte über Wörter die kleinmachen, und Wörter die wachsen lassen.

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  • Auch kleine Kinder verstehen so die Macht der Worte!

    Was ist bloß mit Gisbert los?
    Grischdl

    Grischdl

    04. May 2016 um 21:50

    Wenn ein so sensibles Thema Basis für eine wunderschöne Geschichte wie diese ist, kann man nur sagen "Danke an den Autor und die Illustratorin"! Sehr empfehlenswert und wirklich schon für kleine Kinder geeignet, ob als Begleiter für Eltern, zum Trost oder auch als Mutmacher! Sehr sehr schön!

  • Mobbing unter Kindern - es gibt Lösungswege!

    Was ist bloß mit Gisbert los?
    lauchmotte

    lauchmotte

    15. February 2016 um 16:30

    Der Giraffenjunge Gisbert fühlt sich wohl in seiner Kinderwelt, bis er eines Tages hört, wie zwei Hyänen über ihn tuscheln. Deutlich spürbar wird er sofort einige Zentimeter kleiner und fortan lässt ihn jedes unfreundliche Wort weiter schrumpfen. Erklären kann er sich dies zunächst nicht, bis eines Tages ein Geschenk von seinen Freunden vor der Haustür liegt. Gilbert ist ein glücklicher Giraffenjunge im Kindergartenalter. Er spielt mit seinen Freunden und genießt das sorgenfreie Leben. Doch die hinter seinem Rücken über ihn tuschelnden Hyänen, das misslungene Vorspiel auf der Trompete und viele weitere, alleine eigentlich unbedeutenden Hänseleien und Misserfolgserlebnisse nagen an Gisberts Selbstwertgefühl. Er schrumpft und schrumpft. Jede Demütigung lässt ihn kleiner werden, ohne dass er irgendetwas dagegen unternehmen könnte. Den besorgten Eltern kann er den Grund für seine Veränderung nicht sagen, er weiß ja auch nicht, was mit ihm los ist! Traurig und resigniert hockt er daheim. Unerwartet stellen ihm die Freunde ein Geschenk vor die Tür und mit der freundlichen, wohlwollenden Geste verändert sich etwas in Gisbert, so dass er endlich mit seinen Eltern darüber sprechen kann, was ihn bewegt. Der Giraffenjunge steht stellvertretend für all die Kinder, die sehr genau wissen, was es heißt, gehänselt, ausgegrenzt oder gar gemobbt zu werden. Wie auch bei Gisbert und seinen Freunden muss dahinter keine böse Absicht stehen. Ein unbedarfter Kommentar aus einer augenblicklichen Laune heraus ist manchmal ausreichend, um den anderen zu verletzten. Kinder, die im Kindergartenalter noch sehr Ich-bezogen sind, lernen erst allmählich, sich in andere hinein zu versetzen und emphatisch zu handeln. So kann es vorkommen, dass ihnen in der nächsten Minute leid tut, was sie eben getan haben. Wie der Sinneswandel bei Gisberts Freunden zustande kommt, erfahren wir leider nicht. Haben sie bemerkt, wie schlecht es Gisbert inzwischen geht? Oder haben die Eltern Gisberts eine vermittelnde Rolle eingenommen? Wie dem auch sei, aus Gilberts Sicht ist die Frage nach dem Grund weniger relevant. Für ihn zählt einzig, dass der Kreislauf aus Ablehnung, Selbstabwertung, Rückzug und dadurch wiederum verstärkte Ablehnung durch die anderen endlich durchbrochen wird. Beispielhaft zeigt Gisbert mit seinem Verhalten auf, wie entlastend ein Gespräch mit Personen des Vertrauens ist und ermutigt damit von Mobbing betroffene Kinder, sich Rat und Hilfe bei Erwachsenen zu holen. Anschaulich werden in Wort und Bild die Sichtweisen der Betroffenen dargelegt und Lösungswege aufgezeigt, ohne irgendwem Schuld zuzuschreiben oder Vorwürfe zu erteilen. Die farbenfrohen Illustrationen sind sehr ansprechend und erzielen ihre Wirkung durch die unterschiedlichen Perspektiven, die die Wahrnehmung Gisberts behutsam widerspiegeln. Aufgrund der ausdrucksstarken Körperhaltung und Mimik ist die Gefühlswelt der Tiere auch für jüngere Kinder gut nachvollziehbar. Fazit: "Was ist bloß mit Gisbert los?" ist als problemorientiertes Bilderbuch bestens geeignet, um mit Kindern über einen respektvollen, achtsamen Umgang ins Gespräch zu kommen. Es ist für Kinder ab 3 Jahren geeignet und bietet sich für eine Verwendung im Unterricht der Grundschule bis Klasse 2 an.

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  • Genialer Schachzug

    Was ist bloß mit Gisbert los?
    StefanGemmel

    StefanGemmel

    29. January 2016 um 19:26

    Wer kennt das nicht: Wenn andere sich umdrehen oder sich sogar gegen einen stellen, dann fühlt man sich klein und hilflos. Dieses Gefühl wird in diesem Buch wunderbar - und sehr unaufdringlich - in Szene gesetzt. Ausgerechnet einer Giraffe (!!) passiert das: Mit jeder neuen Abweisung wird sie kleiner und kleiner. Durch die gelungene Kombination von Text und Bild versteht auch der jüngste Zuhörer, was es bedeutet, sich nicht in seiner gewohnten Form präsentieren zu können. Die süße Giraffe funktioniert als Identifikationsfigur wunderbar. Und die Auflösung der Geschichte tut auch uns Großen (!!) gut. Ein wunderbares Buch, das ich gern weiter empfehle.

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