Jockel Tschiersch Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe

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Inhaltsangabe zu „Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe“ von Jockel Tschiersch

Eine wunderbare Geschichte vom Fortgehen und vom Ankommen – und vom großen Wagnis der Liebe. Wie jedes Jahr gewinnt Ewald Fricker auch beim diesjährigen Sommerfest der Allgäuer Kiesgrube, in der er arbeitet, den Pokal im Wettplanieren. In Ratzisried hält man ihn für einen Deppen, doch Ewalds großer Traum ist es, an der Deutschen Meisterschaft im Präzisions-Planieren an der Ostsee teilzunehmen. Dieser Traum platzt, als Kiesgrubenchef Karl Zwerger der Belegschaft mitteilt, dass er in Insolvenz gehen muss. Nur seine Disponentin und Geliebte Rita Zieschke weiht er ein, dass die Pleite vorgetäuscht ist: Zwerger hat das Geld beiseite geschafft, um mit Rita ein neues Leben zu beginnen. Kurzerhand fährt Ewald nachts heimlich vom Hof, in Richtung Norden. Am nächsten Morgen fehlt die Planierraupe, und Zwerger schickt Rita mit seinem Porsche los, um ihn und die Raupe wieder herbeizuschaffen. Bald stößt Rita auf Ewalds Spur, doch es gelingt ihm immer wieder, Rita ein Schnippchen zu schlagen – und schon befinden sich die beiden auf einer Reise, die sie nicht nur an die Ostsee führt, sondern auch mitten ins Herz ihrer Sehnsüchte und Träume ...

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  • Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe

    Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. March 2014 um 10:25

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele Dieses Buch ist… schräg. Schräg und wahnsinnig witzig und unterhaltsam. Ewald Fricker ist der Dorfdepp seines kleinen Dorfs im Allgäu. Er ist Analphabet, lebt bei Mama und ist nun wirklich alles andere als selbstständig. Außerdem ist er Planierraupenfahrer. Und als er sich kurzerhand die uralte, firmeneigene Planierraupe schnappt, um zur Deutschen Meisterschaft im Präzisions-Planieren auf Usedom zu fahren, schickt sein Chef ihm die schöne Rita im Porsche 911 hinterher und für die beiden beginnt ein Roadmovie der ganz anderen Art. Ich hatte ernsthafte Probleme in die Geschichte hineinzufinden. Warum? Wegen des Dialekts von Ewald und Co. Da habe ich doch erstmal eine ziemlich lange Eingewöhnungsphase gebraucht, bevor ich einen wirklichen Lesefluss entwickeln konnte und sich mir auch die Situationskomik, der Wortwitz und überhaupt der ganze Humor, den der Autor in diesen Roman gepackt hat, so wirklich erschlossen hat. Wenn man aber einmal in der Geschichte von “Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe” drin ist, lässt sie einen kaum noch los. Denn die knapp 250 Seiten strotzen, wie bereits gesagt, nur so vor Humor und die Geschichte entwickelt auch einen völlig unerwarteten Tiefgang, der mich wirklich positiv überrascht hat. Auch die Figuren in diesem Roman sind toll. Nicht nur Ewald und Rita, auch all die anderen Figuren werden von Jockel Tschiersch zum Leben erweckt, der Autor schildert sie mit Liebe zum Detail, sodass ihr Facettenreichtum in ihre teilweise doch sehr schrägen Eigenarten voll zur Geltung kommen und sie einfach sehr lebensnah wirken – da macht es richtig Spaß sich in die Geschichte fallen zu lassen und diese Figuren auf ihrer Reise quer durch Deutschland zu begleiten. Alles in allem hat mir Jockel Tschierschs “Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe” nach einer etwas längeren Eingewöhnungsphase ausgesprochen gut gefallen, der Roman strotzt nur so vor Humor und bietet auch unerwartet viel Tiefgang. Eine dicke Empfehlung für alle Fans solcher Bücher.

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  • Rezension zu "Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe" von Jockel Tschiersch

    Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe
    libri

    libri

    24. September 2012 um 07:54

    Mein Faible für Bücher mit seltsamen Titeln hat dieses Buch in meine Bibliothek gebracht. Jetzt hab ichs gelesen und wurde nicht enttäuscht. Irre Geschichte, toll geschrieben. Hab mich beim Lesen gut unterhalten gefühlt.

  • Rezension zu "Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe" von Jockel Tschiersch

    Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe
    cosima73

    cosima73

    02. July 2012 um 17:04

    "Ich bin zufrieden mit dem, wie’s ist. Wenn man erst mal anfängt mit dem Unzufriedensein, dann sucht man immer weiter, bis man dann so unzufrieden ist, dass einem gar nichts mehr gefällt. Und dann ist man bloss noch zufrieden, wenn man unzufrieden ist." Diese weisen Worte stammen von Ewald Fricker, der in einem kleinen Ort im Allgäu in einer Kiesgrube arbeitet und mit seiner Planierraupe, einer Fiat-Allis FL 10 C, das alljährliche Wettplanieren gewinnt. Ewalds Welt ist klein, sie besteht aus seiner nörgelnden, fast schon bösartig zu nennenden Mutter, seiner Planierraupe und seinem Akkordeon, das er meisterhaft spielt, obwohl er keine Noten lesen kann. Ewald ist sein ganzes Leben nicht aus Ratzisried rausgekommen, wo er nur als Dorfdepp bekannt ist. "Irgendwo ist jeder Mensch daheim. Jeder hat irgendeinen Marktplatz-Fleck auf der Seele. Kenn keinen, der’s nicht hätt." Doch dieses Jahr ist etwas anders. Dieses Jahr hat Ewald Fricker ein besonderes Ziel: Er möchte an die Ostsee, um da an der Deutschen Meisterschaft im Präzisions-Planieren teilzunehmen. Er lässt sich durch nichts aufhalten und fährt eines Nachts mit seiner Raupe und seinem Akkordeon los Richtung Norden. Rita Zieschke, Disponentin der Kiesgrube und Geliebte des Chefs soll den Abtrünnigen samt Raupe zurückholen. Rita Zieschke muss bald einsehen, dass Fricker nicht von seinem Plan abzubringen ist. "Sie schlitterte hier in etwas hinein, was nicht auf ihre Idee und ihre Initiative zurückging, und Rita mochte es nicht, wenn sie zum Reagieren verdonnert wurde, von wem auch immer." Eine abenteuerliche Reise beginnt, welche nicht nur quer durch Deutschland führt, sondern beide auch mit ihren Ängsten und Sehnsüchten konfrontiert. Eine Geschichte von einem, der ein Ziel hat und es verfolgt. Zwar kann er weder lesen noch schreiben, aber er spielt sein Akkordeon wie kein anderer und er weiss, wie mit einer Planierraupe umzugehen. Dass er seinem Ruf als Dorfdepp zum Trotz über eine eigene Weisheit verfügt, erstaunt nicht nur seine Mitreisende Rita Zieschke. Als diese merkt, dass er auch das Herz auf dem rechten Fleck hat, muss sie ihr Bild vom Leben und den Männern revidieren. Fazit: Eine kleine Geschichte ohne grosse Höhepunkte oder packende Spannung, die einem immer mal wieder ein Schmunzeln entlockt. Man fiebert mit Ewald Fricker mit und wünscht ihm seine Meisterschaft. Um das zu erleben, muss man weiterlesen – und tut es gerne.

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  • Rezension zu "Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe" von Jockel Tschiersch

    Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe
    Sturmhoehe

    Sturmhoehe

    09. April 2012 um 11:15

    Ich bekomme das Dauergrinsen gar nicht aus meinem Gesicht! Ewald (gelegentlicher Planierraupenfahrer, wohnt noch bei seiner Mutter, Analphabet und alles andere als selbständig) überrascht als "Dorfdepp". Er überrascht mit seiner unglaublich philosophisch-poetischen Ader, die sich durch das ganze Buch zieht. Auf den ersten Seiten würde man niemals ahnen, dass sich ein Tiefgang daraus entwickeln könnte! Ewald: "Jetzt fahrn's halt einfach wieder nach Haus." Rita: "Wenn ich wüsste, wo das ist ..." Ewald: "Da muss man erst irgendwohin fahren, damit man merkt, dass man nirgendwo daheim ist." Unglaublich spannend zu lesen, wie sich die Protagonisten im Laufe des Buches verändern. Aus dem Dorfdeppen wird ein mutiger Mann, der Entscheidungen treffen kann. Aus dem reichen und selbstbewussten Firmenbesitzer ein Häufchen Elend mit nichts mehr übrig. Aus der betrogenen Ehefrau eine selbstbewusste Geschäftsfrau. Und aus der Sekretärin, rechte Hand des Chefs und vom Schicksal vertriebene Ostseedame, eine Frau, die weiß was sie will und sich ihrem Leben stellt. Wunderbar zu lesen, wie sich die Personen im Laufe der Geschichte weiterentwickeln! Ich mag den Stil von Jockel Tschiersch sehr, Personen zu beschreiben. Er schreibt ihnen Ecken und Kanten, sowie einzigartige (oder seltsame; wie die philosophisch-Strumpfhosenfetischsten-Ader eines LKW Fahrers) Eigenschaften zu. Im Prinzip eine satirische Entwicklungsgeschichte mit vollem Erfolg! Jockel: 10 Punkte!

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  • Rezension zu "Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe" von Jockel Tschiersch

    Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe
    thursdaynext

    thursdaynext

    *Ein Analphabeten Roadmovie* Wie immer ist der Weg das Ziel. Solche Storys mag ich.Besondere Charaktere aus dem echten Leben peppen die nette Geschichte um den gutmütigen Allgäuer Burschen Ewald Fricker, mit ausgefeilt genialen Dialogen zusätzlich auf. So wird aus : _Zweimal Kaffee und Brötchen und bisschen Butter , zweimal *Frühstück Ohio* oder *Los Angeles* wenn wenn Wurst, Käse, Ei und Marmelade dazukommen. Mit Saft ist es dann *San Francisco* mit Milch *Oklahoma* aber das Rührei macht daraus *Wyoming* plus ne Pulle Bier heisst es dann *Detroit* , bei Korn *Chicago*._ Wer dann in der tiefsten Meck - Vorpommerschen Provinz ein *U.S. Complete* bestellt wird _auf der außerplanmässigen Dienstreise für ein Allgäuer Kiesunternehmen satt und kann weiterplanieren ....._ Egal ob es Provinzperlen oder die eher unangenehmen Bgleiterscheinungen des eingeengten Horizonts der Pampa Bewohner sind. Der Autor stellt sie vor ohne arroganten Blick von oben, liebevoll , detailiert mit hohem Wiedererkennungswert. Abgedreht, bodenständig mit feinem Humor und zwei Weisheiten: Eine Planierraupe ist haltbarer als ein Porsche und wer seine Expartnerin ablinkt wird es früher oder später auch mit der neuen so halten. Nette, spassige Unterhaltung die sich dank zurückhaltendem Idioms gut lesen lässt.

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  • Rezension zu "Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe" von Jockel Tschiersch

    Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe
    Bellami

    Bellami

     

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  • Rezension zu "Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe" von Jockel Tschiersch

    Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe
    Träumerin

    Träumerin

    02. March 2012 um 18:21

    Ewald Fricker ist in seinem kleinen Allgäuer Dorf, Ratzisried, als Depp verschrien. Zu unrecht, denn er ist ein sehr aufmerksamer Zeitgenosse, der eben lieber nichts sagt, als was falsches zu sagen. Seine Leidenschaft, außer dem Akkordeon spielen, ist Planierraupe fahren und das macht er beruflich in der ortsansässigen Kiesgrube. Und sein Traum ist es bei der ersten deutschen Weltmeisterschaft im Präzisions-Planieren mit zu machen. Als sein Arbeitgeber überraschender Weise aber auf dem alljährlichen Sommerfest den Konkurs verkündet, achtet niemand mehr auf Ewald und dieser macht sich mit seiner Raupe auf zur Ostsee. Nach Regionalkrimis, jetzt Überregionalromanzen. Natürlich eine völlig abstruse Geschichte, aber vielleicht deshalb zu leicht zu lesen. Und die Charaktere die Ewald aus seinem Dorf kennt und auf seiner Reise kennen lernt, sind umso realer. Auch wirkt er selbst auf seiner Reise und den damit verbundenen Abenteuern manchmal gar philosophisch. Trotz allem finde ich, hätte die obligatorische Liebesgeschichte nicht sein müssen. Aber ich glaube langsam, dass alle Lektoren Texte ohne Liebesgeschichte sofort rauswerfen ... Alles in allem eine leichte Geschichte, die so manchen zum Reflektieren übers eigene Leben anregen könnte.

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  • Rezension zu "Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe" von Jockel Tschiersch

    Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    02. March 2012 um 14:55

    Ein Allgäuer Roadmovie Das jemand sich auf ein exotisches Fortbewegungsmittel, z.B. einen Traktor setzt und sich zu einem fernen Ziel hin aufmacht, dass ist nichts weltbewegend neues. Wie aber Jockel Tschiersch seine Charaktere im Buch Schritt für Schritt in der Tiefe ihrer Persönlichkeiten „entblättert“ und damit zwei grundsätzliche Kräfte der menschlichen Entwicklung (jene nach einem „weiter als das, was ist“ und jene der „Befriedung der eigenen Wurzeln“) in unterhaltsam lesbarer Form und durchaus berührend ihren Weg „mit der Raupe“ finden lässt, dass ist im Rahmen der Roadmovies durchaus von Qualität. Nicht nur Ewald, Bauarbeiter, Raupenfahrer, Analphabet, mit einer fordernden Mutter geschlagen (bei der er noch wohnt) überrascht sein Umfeld (und den Leser) mit vielfacher philosophischer „Tiefeneinsicht“ in das Leben, auch alle anderen Figuren des Romans sind, bis in die Nebenfiguren hinein, mit Liebe zum Detail und überraschenden Wendungen ausgestattet. Eingebettet in ein allgäuer Lokalkolorit, welches in bester Weise dem Roman Atmosphäre gibt, ohne aufdringlich den Ablauf zu stören. Der Kiesgrubenbesitzer Karl Zwerger (nomen est omen), auch nur einer, der verzweifelt echtes Leben sucht statt der nicht wirklich erfüllenden Lebensweise als „Chef im Dorf“, sitzend im „gemachten Nest“. Auch das dicke Steak beim Lieblingsitaliener kann ihn da nicht auf Dauer innerlich beruhigen. Seine Frau, aus der Form geraten, einige Zeit durchaus leicht debil wirkend, entpuppt sich als echte Unternehmenstochter und versteht es schon längst insgeheim, sich nicht völlig von ihrem wankelmütigen Mann abhängig zu machen (der gerade seine Insolvenz vortäuschen will und ihr mit Scheidungspapieren kommt). Rita, die Sekretärin und Geschäftsführerin in einem kommt durchaus kurz ins Wanken, ob es nicht angenehm wäre, mit ihrem Chef und Liebhaber an ferne Ufer auszubrechen. Doch alles kommt anders. Eine Insolvenz ohne vollständigen Fuhrpark? Das geht nicht. Aber wo ist die kleine Fiat Planierraupe? Nun, es wird sich herausstellen, dass Ewald, der Maschinenversteher und Planiermeister, sich auf den Weg gemacht hat. Vordergründig nach Mecklenburg Vorpommern zur deutschen Meisterschaft der Planierraupen, eigentlich aber hinaus in das, was ein eigenes Leben sein könnte und was er sich nicht wieder einfach wegnehmen lassen will. Er, der nur als Depp gilt und von allen Seiten her schmerzhaft bereits vorgeführt wurde (vor allem in einem Bauwagen auf dem Marktplatz). Umgehend setzt Karl Zwerger Rita in seinen geliebten Porsche mit dem Auftrag, die Raupe wieder vor Ort zu bringen. Doch auf all diesen Wegen kommt dann doch alles ganz anders, was nicht nur der Porsche leidvoll zu spüren bekommen wird. So anders, dass selbst das Ende des Weges zwischen Karl, Ewald und Rita nicht wirklich absehbar sein wird. Eines verbindet alle diese Personen zutiefst. Am Ende des Buches werden sie nicht mehr die sein, die sie zu Anfang waren. Nicht bei allen wird sich diese Entwicklung zum Besten auswirken, aber eines macht Tschiersch im Buch sehr deutlich: Niemand kann in seinem Leben ungestraft sich seinen inneren Wünschen und Entwicklungen verschließen. Auch nicht auf Kosten anderer. Es braucht Ziele für den eigenen Weg, den Mut, dafür das sattsam bekannt Umfeld auch einmal zu verlassen und es braucht ebenfalls den Mut, sich dem zu stellen, woher man kommt, also auch zurückzukehren. Gerade wenn dieser fehlt, enden viele Wege im Nichts (wie Heinz, der LKW Fahrer leidvoll in die Seiten des Buches setzt.) Weniger eine Satire (auch wenn durchaus mit Humor hier und da geschrieben), eher ein nachdenklich stimmendes Stück Entwicklungsgeschichte ist es, welche Jockel Tschiersch in klarer und kraftvoller Sprache dem Leser vor Augen führt. Eine Geschichte, das die stetige Kraft einer (inneren) Planierraupe im Leben mehr bewirkt als kurzfristige Energieschübe und Fluchtreflexe, die doch nur versickern, wenn sie rein oberflächlich verbleiben.

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  • Rezension zu "Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe" von Jockel Tschiersch

    Rita und die Zärtlichkeit der Planierraupe
    Anita27a

    Anita27a

    28. February 2012 um 09:24

    Ein witziges Roadmovie aus dem Allgäu. Ewald ein gutmütiger, recht einfach gestrickter Zeitgenosse ist nicht besonders schlau, jedoch ein begnadeter Planierraupenfahrer. Seine Kollegen nehmen ihn wie so oft einmal wieder auf den Arm, als sie behaupten, ihn bei der Planierraupenmeisterschaft an der Ostsee angemeldet zu haben.Als der Chef bei der jährlichen Betriebsfeier verkündet, er habe Konkurs anmelden müssen und der von ihm für den Transport versprochene Tieflader ausbleibt, setzt sich Ewald kurz entschlossen auf seine Planierraupe und fährt los- an die Ostsee. Nun beginnt eine witzige Verfolgungsjagd, denn der Boss schickt Ewald und seiner Planierraupe ausgerechnet seine sehr attraktive Geliebte Rita mit seinem Porsche hinterher. Sehr gelungen, sehr kurzweilig, witzig und manchmal einfach nur schön. Kann ich nur weiterempfehlen.

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