Jodi Ann Bickley One Million Lovely Letters

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Inhaltsangabe zu „One Million Lovely Letters“ von Jodi Ann Bickley

Manche Bücher können das Leben ein bisschen verändern. Dieses Buch gehört dazu. Die Story einer jungen Frau, die andere glücklich macht.

— KatrinM
KatrinM
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  • Mit einem Brief Glücksgefühle verbreiten

    One Million Lovely Letters
    KatrinM

    KatrinM

    10. March 2015 um 22:10

    Beispiele von Menschen, die andere einfach nur glücklich machen wollen, gibt es vor allem im Film. "Die fabelhafte Welt der Amélie" ist ein Beispiel dafür. Jodi Ann Bickley liefert mit ihrem Buch "One Million Lovely Letters" ein Beispiel aus der realen Welt. In dem autobiografischen Buch, das im Februar 2014 auf Englisch erschienen ist, erzählt sie ihre tragische Geschichte, die eine so überraschende Wendung nahm. Es ist eine Geschichte von der Kraft der Worte. Ein Zeckenbiss verändert das Leben der 22-jährigen Jodi Ann im Jahr 2011 von Grund auf. Sie erkrankt an einer schweren Hirnentzündung und macht eine lange Genesungsphase durch, die immer wieder von Rückschlägen geprägt ist. Jodi Ann durchlebt derart harte Zeiten voller Zweifel und Schmerzen, dass sie sogar an Selbstmord denkt. Ein Brief, den Jodi Ann im Jahr 1993 an ihre verstorbene Großmutter schreibt, steht am Anfang der Geschichte. Es war ihr erster "lovely letter". Ihre Mutter beschreibt Jodi Ann als eine warmherzige Frau, die sich für andere aufopfert und dabei zu wenig an sich denkt. Die beiden haben ein liebevolles Verhältnis, zumal der Vater - Tony - sich früh aus dem Staub gemacht hat. Jodi Ann liebt die Poesie und das Schreiben, am liebsten will sie Schriftstellerin werden. Vor allem aber ist sie ein gutherziger, liebevoller Mensch. Sie fängt damit an, Zettel mit netten Botschaften in Büchern zu hinterlassen, die sie aus der Bibliothek ausgeliehen hat. Sie legt auch Zettelchen auf Stühle in der Schule mit Sprüchen wie "Halt durch, es ist fast Essenszeit!" oder "Du bist wunderbar. Denk daran, was du am Wochenende vor hast!". Dabei fühlt sie sich wie ein geheimer guter Samariter. Doch mit den ersten Liebeskapriolen schleicht sich eine Essstörung in Jodi Anns Leben, sie leidet mehrere Jahre an Bulimie und muss in psychotherapeutische Behandlung. Schließlich trifft sie Wil und ihr Leben scheint eine positive Wendung zu nehmen. Just in diesem Moment, während eines Musikfestivals auf der Isle of Wight, verändert ein kleiner Zeckenbiss Jodi Anns gesamtes Leben. Die unendlich lange Zeit, die sie im Krankenhaus verbringt, macht Jodi Ann teilweise wütend, teilweise depressiv. Sie glaubt zwischendurch nicht mehr an ihre Genesung. Ihre Mutter steht zu ihr wie ein Fels in der Brandung, doch Jodi Ann hat trotzdem Selbstmord-Gedanken. Letztendlich entscheidet sie sich aber, etwas Magisches zu tun, etwas Gutes, etwas Sinnvolles. Und so setzt sie die Internetseite www.onemillionlovelyletters.com auf, mit dem Ziel, fremden Menschen, die es nötig haben, einen liebevollen Brief zu schreiben. Jodi Ann sagt: "Wenn ich so nur einen einzigen Menschen davor bewahre, sich umzubringen, ist es ein Erfolg." Jodi Ann beginnt zu schreiben. Viele Menschen schicken ihr E-Mails und bitten sie um einen Brief, entweder für sich selbst oder - oft - für eine andere Person. Und Jodi Ann setzt sich an ihren Tisch, nimmt ein Stück Papier und schreibt ein paar liebevolle Zeilen an die betreffende Person. In der zweiten Hälfte des Buches sind viele dieser Briefe abgedruckt, und es ist rührend, was ein doch so einfacher Brief bewirken, ja auslösen kann. Seitdem hat Jodi Ann so viele Menschen glücklich gemacht, dass man es nicht mehr zählen kann. Meiner Meinung nach birgt das Buch und die Idee von "One Million Lovely Letters" viele Gedanken, die man in seinem eigenen Leben umsetzen kann. Es ist einfach, nett zu Menschen zu sein, wenn man nur will. Einen Fremden auf der Straße anlächeln, einem Hilfsbedürftigen helfen, einen Einsamen besuchen. "Liebe andere Menschen mit allem, was du hast,." Es gibt viele Beispiele, die einem nach der Lektüre einfallen. Jodi Ann ist zwar noch eine junge Frau, spickt ihren Text aber mit so vielen Lebensweisheiten, dass man meinen könnte, er stamme von einer weisen Alten. Das Buch gibt es zurzeit nur auf Englisch, aber mit normalen Englisch-Kenntnissen ist es dennoch nicht allzu schwer zu verstehen. Jodi Ann Bickley hat einen klaren, direkten Stil, die Briefe sind in einer an Schreibschrift erinnernden Schriftart gedruckt. Und jeder, der selbst einmal einen solchen Brief bekommen möchte, kann Jodi Ann schreiben: onemillionlovelyletters@gmail.com

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