Jodi Picoult Auf den zweiten Blick

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Inhaltsangabe zu „Auf den zweiten Blick“ von Jodi Picoult

Der Polizist Will liest in Los Angeles eine junge Frau auf, die nicht weiß, wer sie ist. Er hilft ihr und versucht, ihre Identität herauszufinden. Bald meldet sich Alex Rivers, der berühmte Schauspieler, und identifiziert sie als seine schwangere Frau Cassie. Als er ihr den liebevollen Ehemann vorspielt, kehren in ihr bedrohliche Erinnerungen an die Beziehung mit ihm zurück …

Ein wundervolles Buch über Vertrauen und Missbrauch. Wen kann man trauen?

— IdelaSI

Sehr berührender Roman über eine scheinbar perfekte Ehe - regt zum Nachdenken an.

— lui_1907

Gewinnt zum Ende hin. Am Anfang ein bisschen durcheinander. Eine Frau findet zu sich selbst und rettet sich aus einem Teufelskreis

— Schokolatina

Gefiel mir bis jetzt am wenigsten von Picoults Bücher

— hi-speedsoul

Packend wie alle Bücher von Jodi Picoult.

— Nadia67

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  • Rezension zu "Auf den zweiten Blick" von Jodi Picoult

    Auf den zweiten Blick

    Storyteller98

    22. June 2014 um 23:09

    Nachdem ich bereits viele der Picoult-Romane gelesen habe, kann ich von diesem sagen, dass es mich nicht enttäuscht hat. Aber auch nicht übermäßig begeistert. Es ist wohl schwierig, noch beeindruckender zu schreiben als in beispielsweise "Ein Lied für meine Tochter" oder "In den Augen der anderen". Dieser Roman verschafft einen intensiven und ehrlichen Blick auf das Thema häusliche Gewalt – wie immer wählt die Autorin somit ein wichtiges Thema, das wohl jeden Leser ansprechen und mehr oder weniger betreffen mag. Sympathisch an diesem Buch fand ich vor allem auch den Einblick in das Leben des Indianerstammes, welches man gemeinsam mit Protagonistin Cassie entdecken kann. Besonders das Ende des Romans sagte mir sehr zu, denn es ist authentisch und passend. Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, jedoch mit einigen Schwächen im Vergleich zu anderen Büchern der Autorin.

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  • Der erste Eindruck ...

    Auf den zweiten Blick

    BuchBarbie

    ... kann täuschen. Cassie Barrett kommt auf einem Friedhof zu sich - ohne sich erinnern zu können, wie sie heißt, wo sie wohnt und wie sie auf den Friedhof gekommen ist. Nach ein paar Tagen holt sie ihr Ehemann auf der Polizeistation ab - der Hollywoodstar Alex River. Stück für Stück kehrt Cassies Erinnerung zurück ... Jodi Picoult erzeugt beeindruckende Bilder, schafft Atmosphäre und beleuchtet die Thematik aus sämtlichen Blickwinkeln. Als Leser folgt man ihr wie ein kleines Kind. Was mir gefällt, mich überrascht oder hängen bleibt sind Sätze wie: "Er beobachtete, wie sie einen Stein auflas und ihn mit aller Kraft wegschleuderte, als wolle sie die Sonne zerschmettern." Mein erstes Buch dieser Autorin, von der ich unbedingt mehr lesen will!

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    • 3
  • gutes Buch, aber andere sind besser

    Auf den zweiten Blick

    MvK

    10. April 2014 um 20:38

    "Der Polizist Will liest in Los Angeles eine junge Frau auf, die nicht weiß, wer sie ist. Er hilft ihr und versucht, ihre Identität herauszufinden. Bald meldet sich Alex Rivers, der berühmte Schauspieler, und identifiziert sie als seine schwangere Frau Cassie. Als er ihr den liebevollen Ehemann vorspielt, kehren in ihr bedrohliche Erinnerungen an die Beziehung mit ihm zurück …" »Ein vielschichtiges Buch – Abenteuerroman, Liebesgeschichte und Liebeserklärung in einem.« Norddeutscher Rundfunk Es gefiel mir nur mäßig ... ist sehr langatmig geschrieben und nicht so spannend wie andere Bücher von ihr. Aber ich kenne Jodi Picoult auch anders und vor allem besser. Es ist mit Sicherheit kein schlechtes Buch, aber eben nicht eines ihrer besten.

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  • Auf den zweiten Blick

    Auf den zweiten Blick

    MissRichardParker

    17. July 2013 um 10:12

    Am Anfang wusste ich nicht recht ob ich dieses Buch lesen sollte. Der Klappentext klang etwas einfach und oberflächlich. Aber zum Glück habe ich dann das Buch trotzdem gelesen und wurde überascht! Es ist sehr spannend, super geschrieben und erlaub wieder einmal einen Blick in eine Kultur die ich bis dahin nicht kannte. Die Indianer.
    Ich kann dieses Buch sehr weiteremfpehlen

  • Wenn aus einem Traum ein Albtraum wird

    Auf den zweiten Blick

    Bücherwahnsinn

    23. June 2013 um 15:01

    Ein wirklich gutes Buch, aber nicht mehr. Das ist das erste was ich gedacht habe als ich es heute Nacht ausgelesen hatte. Warum das so ist? Gute frage. Ich weiss es eigentlich selber nicht so genau woran es lag. Denn... Es liest sich wie gewohnt, nämlich locker und flüssig. Allerdings muss man, wie in ihren anderen Büchern auch, zwischen den Zeilen lesen können. Es ist sicher kein Buch welches man nur zur Unterhaltung lesen sollte, denn es ist emotional, und es rüttelt an unseren Einstellungen, unseren Ansichten und regt zum nachdenken an. Auch wenn das Buch leise und zärtlich geschrieben ist, gibt es Stellen die dennoch sehr laut sind und alles andere als zärtlich.  Was Jodi Picoult auch hier beibehält ist das Dilemma. Das seelische, emotional und vor allem moralische! Es gibt in ihren Geschichten einfach kein nur gut oder schlecht, kein nur schwarz oder weiss. Genau wie das Leben ist auch diese Geschichte wieder alles andere als einfach. Und sind wir selber ehrlich zu uns selber, merken wir schnell, das wir wie gewohnt erst total vorschnell urteilen, aber hören wir etwas genauer hin, versuchen uns in die jeweiligen Situationen, Personen zu versetzen, ist halt alles nicht mehr so einfach wie wir das gerne hätten. Auch wenn wir aus der Distanz einfach sagen können; So was würd ich nie mit machen, da wär ich schneller weg als er A sagen könnte, merken wir, das es eben dann doch nicht sooo einfach gelingen könnte wie wir es wollen würden. Wir sollten doch nur zu genüge wissen wie schwer wir es manchmal haben etwas, sei es noch so banales an uns zu ändern. Aus Bequemlichkeit, aus Angst, aus Unwissenheit, Befangenheit, und so weiter. Musster, und gerade solche die über Jahre hinweg zementiert wurden, sind einfach nur sehr schwer aufzubrechen.  In diesem Buch geht es um Cassi, eine junge Anthropologie die versucht ihren Fund des Lebens zu finden. Von der Uni dazu verdonnert nach Tansania zu reisen um ein Grabfeld für die Studenten vor zu bereiten, gerät sie schon am Anfang dieser Aufgabe ins Visier von Dreharbeiten, einfach weil ihr Zelt denen im Weg steht und zu beginnt eine Liebesgeschichte, die aus einem Hollywood-Film stammen könnte, doch nach der Rückkehr nach L.A., verheiratet mit dem beliebtesten Star von Hollywood, beginnt ein Leben welches sie sich so sicher nicht vorgestellt hat. Der Mann den sie geheiratet hat, den sie über alles liebt, ist ein anderer als den sie nun vor sich hat. Ihr Leben wird zu einem Albtraum aus dem sie nicht zu erwachen traut.  Es ist schwierig ohne zu spoilern hier weiter drauf ein zu gehen. Aber die Autorin hat es sicher geschafft ein Thema auf das Papier zu bringen, welches in unserer Kultur sehr oft vor kommt, und wo Betroffene auf totales Unverständnis treffen. Sie, die betroffenen, reden es schön, erfinden Ausreden und Entschuldigungen oder sie lügen wie gedruckt, nur um den Schein zu wahren. Um es sich selber vielleicht sogar so, erträglicher zu machen, denn sie sind selber schuld, sie haben es provoziert oder zu wenig aufgepasst und so weiter. Hilfe fruchtet meistens gar nicht, und wenn, nur sehr schwer, oder es sind Fälle von denen man irgendwann in der Zeitung liest.  Ja, das hört sich nach einem wirklich sehr interessanten Roman an, es geht eben nicht nur um Liebe, Abenteuer und ein paar Irrungen und Wirrungen, dein, es geht um ein Problem wo viele hilflos davor stehen. Und doch konnte mich das Buch nicht so vereinnahmen wie die anderen die ich bis jetzt gelesen habe. Wenn ich ehrlich bin, liegt es vielleicht sogar an mir, schliesslich bin ich nicht in der besten Leseform. Vielleicht ist es auch weil der Schluss für mich einfach viel zu einfach, zu kurz und schon fast emotionslos ist, zum Vergleich des Restes. Es kam mir so vor als hätte Jodi Picoult keinen Bock mehr kurz vor Schluss und wollte einfach nur noch fertig werden. Und ein solcher Schluss lässt mich irgendwie total unbefriedigt zurück. Irgendwie wie vor den Kopf geschlagen.  Meine Lieblingsstelle:  Es gibt Millionen von Menschen auf der Welt, hat sie ihm erklärt, und die Geister werden dafür sorgen, das du den meisten nie zu begegnen brauchst. Aber es gibt einen oder zwei darunter, mit denen dein Schicksal verknüpft ist, und die Geister werden dafür sorgen, das sich eure Wege solange kreuzen, bis sie schliesslich miteinander verbunden sind und ihr alles richtig macht.  S. 98 FAZIT Dennoch ist der Roman sicher empfehlenswert. Aber zu viele erwarten sollte man nicht. Da hat sie andere Bücher die weitaus besser gelungen sind. 

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  • Auf den zweiten Blick - offenbart sich die brutale Wirklichkeit

    Auf den zweiten Blick

    bookie2010

    08. May 2013 um 23:14

    Cassie Barrett erwacht mit einer Platzwunde am Kopf auf dem Friedhof. Sie hat vergessen, wer sie ist. Will, Polizist mit indianischen Wurzeln, findet sie. Früh ahnt er, dass sich ihre Wege immer wieder kreuzen werden. Wie sich herausstellt, ist Cassie mit einem berühmten Schauspieler verheiratet, der sie aufrichtig zu lieben scheint. Doch da gibt es auch noch eine dunkle Seite, die sich Cassie nach und nach offenbart. Dieses Buch ist weder Krimi noch Thriller im klassischen Sinne. Es erzählt von brutaler Gewalt, Verzweiflung, Ohnmacht, Liebe. Schmerz. Spannend bis zum Schluss auf eine besondere Art.

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  • Rezension zu "Auf den zweiten Blick" von Jodi Picoult

    Auf den zweiten Blick

    Ignatia

    19. January 2013 um 19:12

    Ein Buch was zum nachdenken anregt. Oft ist es nicht so, wie es scheint. Das Thema Gewalt in der Ehe wird hier gut dargestellt und regt zum nachdenken an :(

  • Rezension zu "Auf den zweiten Blick: Roman" von Jodi Picoult

    Auf den zweiten Blick

    Pergamentrascheln

    28. October 2012 um 15:40

    “The first thing the groundskeeper saw when he went to tend to the small cemetery behind St. Sebastian’s was the body that someone had forgotten to bury.” Will, Halbindianer und Polizist in LA, findet eine verletzte, junge Frau, die ohne Gedächtnis auf einem Friedhof aufgewacht ist. Sie weiß nicht wer sie ist, wie sie auf den Friedhof gekommen ist und was mit ihr passiert ist. Will nimmt sie erstmal bei sich auf und veröffentlicht eine Suchanzeige, auf die sich der angebliche Ehemann von Cassie meldet, Alex Rivers, erfolgreicher und berühmter Schauspieler. Bei ihm scheint Cassies Leben perfekt zu sein, sie leben in einem großen Haus, mit Angestellten und allem Luxus. Alex kümmert sich liebevoll um sie und scheint der perfekte Ehemann zu sein. Doch dann beginnt Cassie sich zu erinnern und die Fassade der Perfektheit zu bröckeln. Sie befindet sich in tödlicher Gefahr, aus der sie sich nur befreien kann, wenn sie sich selbst überwindet. Auf Deutsch heißt das Buch “Auf den zweiten Blick”. Ich hatte es mir dieses Jahr in Australien gekauft, da ich schon immer ein Buch von Jodi Picoult lesen wollte. Mit diesem Buch hatte ich allerdings ein etwas älteres erwischt, es wurde bereits 1995 veröffentlicht, hat aber bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüßt. Jodi Picoult versteht es meisterhaft Themen die in der Gesellschaft polarisieren oder einen gewissen Brennpunkt besitzen in ihren Büchern aufzugreifen. Sei es Homosexualität, Organspende, oder Minderheiten wie die Amish People. Welches Thema “Picture Perfect” behandelt verrate ich jetzt aber nicht :) Lasst euch überraschen, aber ich kann euch sagen, es ist heftig und mir stockte beim Lesen der Atem. Die Kurzbeschreibung klang schon richtig interessant und wie sich das Buch dann entwickelte hätte ich nicht vorher gesehen. Es bleibt spannend bis zur letzten Seite, weil man bis zum Ende mitfiebert, ob Cassie die richtige Entscheidung trifft. Es fällt mir jetzt ein bisschen schwer über das Buch zu schreiben, weil man so schnell Gefahr läuft etwas zu verraten… In der Mitte ungefähr musste ich das Buch mal weglegen, weil mir das einfach zu langatmig war. Da folgen so viele Erinnerungen aufeinander, das man schon gar nicht mehr mitkommt, in welcher zeitlichen Reihenfolge die Erinnerungen stattfinden. Aber das Thema ließ mich nicht los, daher musste ich doch weiterlesen. Das Ende lässt einen ein bisschen unbefriedigt zurück, da man gerne noch wissen mächte, wie es mit Will weitergeht, aber die Entscheidung, die Cassie trifft, ist meiner Meinung nach die richtige. Cassie ist ein Mensch, in den man sich leicht reinversetzen kann und dadurch ihre Handlungsweisen verstehen kann, was für dieses Buch wirklich wichtig ist. Anfangs bringt man Alex noch Sympathie entgegen, das schlägt gegen Ende aber in richtigen Hass um. Durch Will taucht man noch ein bisschen in die Welt der Indianer in Amerika ab, was ich ganz interessant fand, das soll nun aber keinen abschrecken, es handelt sich dabei nicht um eine vollständige anthropologische Studie. :) Die ganze Geschichte geht einem schon ganz schön unter die Haut. Ein Buch, das einem zeigt, wie verletzend Liebe sein kann.

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  • Rezension zu "Auf den zweiten Blick" von Jodi Picoult

    Auf den zweiten Blick

    WildRose

    18. October 2012 um 16:51

    Ich habe inzwischen die meisten Picoult-Bücher gelesen. Ich bewundere Jodi Picoult für ihr großes Talent, über Themen zu schreiben, mit denen sich jeder identifizieren kann: Familie, Hoffnung, Verzweiflung und vor allem Liebe. "Auf den zweiten Blick" fand ich allerdings nicht ganz so gut wie die meisten anderen Romane der Autorin (z.B "Sing you home", "House rules", "Zerbrechlich"), da es einzig um das Porträt einer Liebesbeziehung ging. In ihren anderen Büchern gibt es ja immer mehrere Themen, z.B Krankheiten, Recht, Behinderungen usw. "Auf den zweiten Blick" konnte mich daher nicht ganz so begeistern wie diese Werke. Ich fand einfach, dass gelegentlich die Spannung fehlte; außerdem schaffte ich es nicht, mich mit der Protagonistin, Cassie, zu identifizieren oder auch nur "anzufreunden". Zwar finde ich das Thema häusliche Gewalt sehr interessant, doch ich denke, die Idee, die hinter dem Buch steht, ist besser und überzeugender als der Roman selbst, der für mich etwas vorhersehbar und etwas zu eintönig erzählt war.

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  • Frage zu "Der Kuss des Engels" von Sarah Lukas

    Der Kuss des Engels

    TheBelladonnaEyes

    Hallo ihr lieben,
    ich suche ein Buch, dass über eine Frau geht, die einen Mann heiratet, der nicht der ist für den sie ihn immer gehalten hatte.

    • 4
  • Rezension zu "Auf den zweiten Blick" von Jodi Picoult

    Auf den zweiten Blick

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. September 2011 um 21:37

    Leider bin ich auch weiterhin von Jodi Picoult nicht überzeugt. :(
    Zuerst erinnert mich das Buch an den Bestseller "Lauf, Jane, lauf" von Joy Fielding, aber dann stellt sich ja heraus, dass es doch um ein anderes Thema geht.
    Streckenweise ist mir das Buch zu langweilig. Die Spannung fehlt einfach.

  • Rezension zu "Auf den zweiten Blick" von Jodi Picoult

    Auf den zweiten Blick

    RomeosJuliet

    09. February 2011 um 17:01

    Als Cassie aufwacht, findet sie sich auf einem Friedhof wieder und weiß nicht, wie sie dorthin gelangt ist. Doch das ist nicht das einzige, das sie nicht weiß. Kurze Zeit später stellt sie fest, dass sie ihr Gedächtnis verloren hat. Nach Hilfe suchend läuft sie dem Polizisten William über den Weg und kurz darauf steht Cassie ihrem Ehemann Alex gegenüber. Alles scheint wieder in Ordnung, doch dann kehren langsam die Erinnerungen wieder zurück. Wieder einmal führt uns Jodi Picoult mit ihrem Roman „Auf den zweiten Blick“ in eine fremde Welt: Die Welt der Indianer. William Flying Horse ist Polizist mit einer indianischen Vergangenheit, die er vergessen will. Er trifft auf Cassie, die genau das hat: ihre Vergangenheit vergessen. Dieser Kontrast ist Ausgangspunkt für eine außergewöhnliche Chemie zwischen den beiden Charakteren, die allerdings leider nicht für das gesamte Buch anhält. Stattdessen rückt Alex Rivers in den Vordergrund, ein vielschichtiger und facettenreicher Charakter, der nicht ganz zu durchschauen ist. Durch ihn und die vergessenen Erinnerungen entsteht die für Jodi Picoult typische, unterschwellige Spannung, die sich über das gesamte Buch hinweg zieht. Auch von Picoults eigener, sehr metaphorischer Sprache, die man auch in ihren anderen Romanen findet, wird man in „Auf den zweiten Blick“ nicht enttäuscht. Tatsächlich lässt sich aufgrund des Klappentextes auch inhaltlich zunächst weniger erwarten, aber sicher nicht eine so komplexe und alles andere als plumpe Geschichte, die ein Thema abhandelt, das gerade erst an die Öffentlichkeit gelangt. Picoult beschreibt mit ihrer gewohnten Präzision die verschiedenen Facetten häuslicher Gewalt, ohne dabei in Stereotypen oder Klischees zu verfallen und wird damit dem sehr ernsten Thema durchaus gerecht. Gleichzeitig zeigt sie dem Leser die krummen und verworrenen Wege auf, die Liebe manchmal gehen und rechtfertigen kann, in einer Person: Cassie. Auch wenn man sie nicht immer versteht und ihre Handlungen nachvollziehen kann, entwickelt man dennoch Sympathie und Mitgefühl für sie. Und obwohl Alex in gewissem Sinne wohl der „Bösewicht“ sein sollte, schafft Picoult es, eine objektive Sicht auf das Thema zu behalten, so dass auch für Alex so etwas wie Mitgefühl und Verständnis möglich ist und man erst so die Komplexität dieses Themas begreift. Auch vom Ende wird der Picoult-Fan nicht enttäuscht, denn wieder einmal ist es kein Happy-Hollywood-End, sondern ein realistisches, dem Thema und der Geschichte angemessenes Ende. Im Zuge der Geschichte lernt man quasi „ganz nebenbei“ die Welt der Indianer kennen und entwickelt Verständnis für die außergewöhnliche Lebensweise eines außergewöhnlichen Volkes. Insgesamt ein sehr schönes, anrührendes Buch, das gerade durch die Komplexität des Themas und die vielen Kleinigkeiten, wie beispielsweise die Indianerlegenden, überrascht, bezaubert und nachdenklich stimmt.

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  • Rezension zu "Auf den zweiten Blick" von Jodi Picoult

    Auf den zweiten Blick

    rennmaus

    25. April 2010 um 21:36

    Ein Polizist findet eine Frau, die sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern kann. Kurz darauf kommt ein berühmter Schauspieler und stellt sich als ihr Ehemann vor. Kurz darauf befindet sie sich in einer luxuriösen Welt. Doch mit der Zeit, erkennt sie, dass ihr Mann sie misshandelt hat und sie findet den Grund dafür heraus, warum sie weggelaufen ist. Sie läuft wieder davon und muss sich entscheiden, für oder gegen ihre Liebe, die ihr doch nicht gut tut. Dies ist nicht mein erstes Buch von Jodi Picoult aber ich war diesmal etwas enttäuscht. Die Thematik ist für mich nur oberflächlich abgehandelt wurden und die Gefühle kamen schlecht rüber. Trotzdem lesenswert.

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  • Rezension zu "Auf den zweiten Blick" von Jodi Picoult

    Auf den zweiten Blick

    cherubina

    31. December 2009 um 09:04

    Mit sehr viel Fingerspitzengefühl widmet sich Jodi Picoult dem Thema "Gewalt in der Ehe". Sehr einfühlend beschreibt sie die fast unmerklichen Spirale die einen tiefer und tiefer in Abhängigkeit und Co-Abhängigkeit zieht. Man könnte dem Buch einen oberflächliche Umgang mit der Thematik vorwerfen, eine "ist ja nicht so schlimm" - Dartellung. Ich betrachte es jedoch aus folgendem Blickwinkel: Gewalt muss nicht immer brutal benannt oder dargestellt werden um die Tiefe der Machtlosigkeit, Hilflosigkeit und Entwürdigung zu begreifen. Ich denke Jodi Picoult hat eine erträgliche Version geschrieben, die es auch betroffenen Frauen ermöglichen, diese Geschichte zu lesen. Für mich ist es ein weiteres sehr gut gelungenes Buch, dass sich wieder einmal einem Thema widmet, das in unserer Gesellschaft nur zu gerne totgeschwiegen wird.

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  • Rezension zu "Auf den zweiten Blick" von Jodi Picoult

    Auf den zweiten Blick

    Aldona

    04. December 2009 um 09:45

    Ich war etwas enttäuscht von diesem buch, da ich mir was anderes darunter vorgestellt habe und es hier auch ziemlich langatmig erzählt wird, wobei jodi picoult eigentlich immer sehr ausführlich und detaliert ihre bücher schreibt, ist mir doch das etwas langweilig gewesen.
    die idee an sich und die handlung waren ja gut nur daß es zwischendurch ziemlich langweilig wurde

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