Jodi Picoult Bis ans Ende der Geschichte

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Inhaltsangabe zu „Bis ans Ende der Geschichte“ von Jodi Picoult

Jodi Picoult über Schuld und Vergebung
Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Ihre Mutter ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen und Sage fühlt sich schuldig, weil sie am Steuer saß. Josef Weber, ein 90-jähriger Mann aus ihrer Trauergruppe, kommt sie ab und an besuchen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft. Doch als Josef ihr eines Tages ein lange vergrabenes, schreckliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma. Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?
(1 mp3-CD, Laufzeit: 10h)

Die Geschichte einer Bäckerin wird in einen schockierenden historischen Einblick in das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte verwoben.

— L1sera

Ein Buch(Hörbuch) das einen nicht kalt lässt und einen daran erinnert dass das schreckliche auf der Welt nicht in Vergessenheit geraten darf

— Evan

Das Thema Holocaust aus drei Perspektiven. Fesselndes Hörbuch, das Geschichte in die Gegenwart einbettet.

— black_horse

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  • Eine berührende Geschichte mit Nachhall ...

    Bis ans Ende der Geschichte

    engineerwife

    31. August 2017 um 16:45

    Dieser Roman, bestehend aus verschiedenen Handlungssträngen, nimmt sich gleich zwei heikler Themen an, nämlich der Judenverfolgung im Dritten Reich sowie der Sterbehilfe im hier und heute. Ein Strang spielt in der Gegenwart und handelt hauptsächlich von Sage, einer einsamen jungen Frau, die sich mit ihren Schuldgefühlen und ihrem narbengezeichneten Gesicht vor der Welt versteckt. In einem weiteren Strang lernen wir ihre Großmutter Minka und die Hartmann Brüder kennen, die das Grauen der Nazizeit auf verschiedenen Seiten erleben. Tja, und dann ist da noch diese zauberhafte erfundene Geschichte, die einen wunderbaren Weg findet Menschen zu einen, die eigentlich nicht vereint sein sollten … Ich konnte gar nicht aufhören zu hören, so sehr hat mich die Geschichte gefesselt. Man hatte sie vor sich, die Bilder im Warschauer Ghetto und im Konzentrationslager Ausschwitz. Aber gleichzeitig konnte man auch den Duft aus der kleinen Backstube wahrnehmen, in der Sage jede Nacht ihr Kunst walten lässt. Trotz der traurigen Themen schaffte es die Autorin mal wieder ein warmherziges und eindringliches Buch zu schreiben, das mir so schnell nicht aus dem Kopf gehen wird. Mit jedem ihrer Bücher greift sie stets ein Thema auf, das berührt und unter die Haut geht. Ich bin großer Fan von Jodi Picoult und kann zu fast all ihren Bücher, wie eben auch zu diesem, eine absolute Lesempfehlung aussprechen. 

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  • Eie berührende Geschichte, die unter die Haut geht

    Bis ans Ende der Geschichte

    dermoerderistimmerdergaertner

    18. March 2017 um 16:46

    Sage Singer ist eine junge Bäckerin, die bei einem Autounfall vor drei Jahren ihre Mutter verloren hat. In einer Trauergruppe lernt sie den 90-jährigen Josef Weber kennen. Trotz des Altersunterschiedes entsteht zwischen den beiden so etwas wie Freundschaft, bis Josef eines Tages Sage um einen sehr ungewöhnlichen Gefallen bittet und dadurch seine Nazi-Vergangenheit ans Licht kommt...Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört und bin froh darüber. Wie fast immer in den Romanen von Jodi Picoult wird die Geschichte aus der Sicht verschiedener Personen erzählt. Beim Hörbuch waren es jedesmal auch verschiedene Sprecher, die alle sehr gut gewählt waren. Besonders eindrucksvoll waren die Geschichten und Sprecher von Sages Oma und Josef. Ihre Passagen gingen mir so sehr unter die Haut, dass ich manchmal eine Pause brauchte. Aber auch Sage und Leo konnten mich absolut überzeugen.Das Buch wirft die große Frage auf: „Sollen die Kriegsverbrecher des 2.Weltkriegs auch heute noch, Jahrzehnte später, bestraft werden?“ Ich muss zugeben, dass ich zuerst noch Mitleid mit Josef hatte, doch nach den Rückblicken in die Vergangenheit, hatte ich keine mehr.Die verschiedenen Handlungsstränge sind geschickt miteinander verknüpft und laufen zum Schluss zusammen.Fazit: Ein Buch/Hörbuch, das ich nicht so schnell vergessen werde. Es hat mich zum Nachdenken gebracht und mich tief berührt. Ich habe schon einige Romane von Jodi Picoult gelesen, aber für mich ist „Bis ans Ende der Geschichte“ bisher ihr bestes Buch. Vielen Dank an das Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House für dieses tolle Hörbuch.

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  • Sehr emotionaler Roman der zum Nachdenken anregt.

    Bis ans Ende der Geschichte

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. January 2017 um 13:11

    Als ich das Hörbuch kaufte und die Zusammenfassung des Inhalts las, dachte ich es sei nur eine Geschichte über Sterbehilfe, Schuld und Sühne, aber es ist noch viel mehr. Die junge Sage Singer ist eine Art Außenseiterin und versteckt sich am liebsten in Ihrer Backstube. Sie geht wöchentlich zu einer Trauerrunde wo sie den über 90 Jährigen Josef Weber kennen lernt. Sie freundet sich mit ihm an und nach einiger Zeit offenbart sich Josef als ehemaliger SS Offizier der "müde" ist vom Leben und Sage bittet ihm beim Sterben zu helfen. Was Josef nicht weiß oder zumindest dem Leser offen bleibt , Sage ist selbst Jüdin und ihre Großmutter eine Überlebende des Holocausts. Überfordert mit der Situation wendet sich Sage an das FBI bzw. an die Behörde für Kriegsverbrecher in der USA und trifft auf Leo Stein, der mit der Aufklärung von NS Verbrechen beschäftigt ist. Nach und nach offenbart sich was Sages Großmutter selbst in Ausschwitz erlebt hat, welche Rolle Josef dabei spielte und die Frage ob man jemanden irgendwann vergeben kann getreu dem Motto " Die Zeit heilt alle Wunde". Das Buch fesselt, da das Buch aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und somit differenzierte Einblicke in die Geschichte gibt. Besonders bedrückend sind die Schilderungen aus Auschwitz und auch wenn es nur fiktiver Roman ist, nimmt einen das ganz schön mit. Ich fand das Buch super spannend, da man bis zum Ende nicht genau sagen kann wie es ausgeht und man sich selbst immer wieder fragt, hat Josef einen friedlichen Tod verdient oder muss er für seine Verbrechen ins Gefängnis. 

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  • Konzept für mich ungeeignet

    Bis ans Ende der Geschichte

    Devona

    10. May 2016 um 18:19

    Dieses Buch zu besprechen, ist nicht ganz einfach. Zunächst ein allgemeiner Kritikpunkt. Der oben stehende Klappentext ist der, der von Randomhouse/Hörverlag zu Buch und Hörbuch veröffentlicht wird. Es gibt einen Zweiten zur vollständigen Lesung (die ich gehört habe) bei audible, den ich weitaus passender finde, leider aber erst in Nachhinein gelesen habe. “Sage Singer ist eine Einzelgängerin. Einziger Kontakt außerhalb ihrer Arbeit als Bäckerin ist eine Trauergruppe, die sie besucht, um den Unfalltod ihrer Mutter zu verarbeiten. Dort lernt sie den 90-jährigen Josef Weber kennen, einen allseits beliebten und engagierten Mann. Die beiden freunden sich an und Josef offenbart Sage, dass er einem Tötungskommando der SS angehörte und nicht mehr leben will. Er bittet Sage, ihm bei seinem Selbstmord zu helfen, was rechtliche und moralische Konsequenzen nach sich ziehen wird. Doch Sage reagiert verhalten, denn ihre Großmutter ist eine Holocaust-Überlebende. Hat Josef den Tod verdient? Und wie wird Sage die Frage nach Schuld und Vergebung, nach Strafe und Gerechtigkeit, nach Hilfe und Gnade für sich beantworten?” Schuld, Vergebung, Strafe, Gerechtigkeit, Hilfe und Gnade sind an sich schon schwierige Themen, der Holocaust aber nochmal eine ganz andere Sache und das sollte man dem Leser im Klappentext auch nicht vorenthalten. Auf dieses Thema muss man sich bewusst einlassen WOLLEN und sich auch bewusst dafür entscheiden können. Ich persönlich möchte mich auf dieses Thema eigentlich nur im Rahmen eines Sachbuches einlassen. Genau das macht für mich auch das Dilemma dieses -keineswegs schlecht geschriebenen- Buches (übrigens mein Erstes von Jodi Picoult) aus. Die Autorin verknüpft drei Handlungsebenen: eine Rahmenhandlung um Sage in der Gegenwart, darin eingebettet die Holocaust-Auschwitz-Geschichte ihrer Großmutter Minka und eine fiktive Fantasy-Geschichte, die (das erfährt man recht schnell) Minka ersonnen hat, um das Grauen ihres Lebens zu verarbeiten und als Versuch, ihr Überleben in Auschwitz zu sichern. Darüber hinaus gibt es auch noch Rückblenden in Josefs Vergangenheit, der nicht nur bei einem Tötungskommando der SS, sondern auch Schutzhaftlagerführer in Auschwitz war. Ein Spagat, der nicht wirklich funktioniert. Glaubwürdig und wirklich lesenswert ist allein Minkas Geschichte und das ist auch gut so: es ist die berührende, aufwühlende und recht gut recherchierte Holocaust-Geschichte eines jungen, jüdischen Mädchens und ihrer Familie mit all den Stationen, die diese Menschen durchliefen: gesellschaftliche Ächtung, Leben in zugewiesenen Stadtteilen, Tragen des Judensterns, schlussendlich Deportation ins Ghetto und von dort zur “Endstation” Auschwitz. Es wird nichts beschönigt, nichts ausgelassen, wie auch Sachbücher zum Thema mit Berichten von Überlebenden ist Minkas Geschichte keine leichte Lektüre und macht betroffen, zumal sie – wie alle anderen Teiles des Buches auch – in Ich-Form vorgetragen wird. Und aus diesem Grund bekomme ich diesen im Buch zwar fiktiven Teil – der sich aber genauso in realen Berichten spiegelt – nicht mit der Rahmenhandlung in Unterhaltungslektüre-Stil in Einklang. Das passt nicht und ist dem Thema nicht angemessen. Mag sein, dass man das als Nicht-Deutscher etwas anders sieht. Überflüssig sind die klischeehaften Nebenpersonen wie Adam und Mary, überflüssig ist die Therapiegruppe von Sage und ihre ellenlangen Monologe zum Brotbacken. Besonders am Anfang des Hörbuches hatte ich permanent das Gefühl, mir wird ein Backbuch vorgelesen, aber auch später nehmen die Beschreibungen von Back-Aktionen en Detail wahnsinnig viel Platz ein. Die Intention der Autorin für die von Minka ersonnene Fantasy-Geschichte um Ania und Aleks ist verständlich und nachvollziehbar, für mich nimmt diese Geschichte allerdings ebenfalls zu viel Raum ein und lenkt von der eigentlichen Handlung ab, letztendlich interessiert sie auch nicht wirklich. Dann auch noch eine Liebesgeschichte, nein, eigentlich zwei. Und natürlich überraschende Wendungen, die -wie immer- für sehr aufmerksame Leser keine sind. Es ist von Allem ein wenig zu viel und daher ist das ganze Konstrukt leider auch unglaubwürdig. Die Rückblenden in Josefs Vergangenheit sind ebenso schonungslos  und direkt wie die Auschwitz-Berichte von Minka. Er beschreibt seinen Weg aus einer normalen deutschen Familie mit 2 normalen, aber völlig verschiedenen Söhnen bis hin zu der abgestumpften, mordenden Bestie, zu der er wird. Der Bestie, die sich mit Unmengen Alkohol betäuben muss, weil sie nicht erträgt, was sie tut, aber trotzdem am nächsten Morgen wieder auf dem Rand des Massengrabes sitzt, um die in die Grube getriebenen Frauen und Kinder im Minutentakt zu erschießen. Josef erzählt, wie er zu dem wurde, der er ist. Ein Versuch der Autorin, das Unfassbare irgendwie begreifbar zu machen. Das ist Robert Merle in “Der Tod ist mein Beruf” allerdings besser gelungen. Inwieweit man sich auf das Thema Schuld-Vergebung-Gerechtigkeit-Sühne einlassen mag, wird je nach Lebensanschauung/Konfession des Lesers variieren, da kann man Grundsatzdiskussionen führen oder auch besser nicht, ich fühle mich dazu nicht berufen. Auch  Jodi Picoult lässt ihren Roman kein abschließendes Urteil fällen, das ist gut so und überlässt dem Leser das Finden eines eigenen Standpunktes. (Den von Sage habe ich nicht verstanden.) Auf jeden Fall war der wichtige Punkt “Verantwortung” bedauerlicherweise zu wenig beachtet, es ging doch mehr um die emotionale Ebene der “Schuld”, was ich bei einem solchen Thema als zu einseitig empfinde. Die Leseleistung aller Sprecher ist respektabel, die Stimmen haben im Wechsel gut funktioniert und auch zum jeweiligen Charakter gepasst. Keine Wünsche offen, nichts zu meckern. Rundum ein gut gelungenes Hörerlebnis. Fazit: Die fesselnde Kerngeschichte um Minka und ihre Familie ist sehr berührend geschrieben und lesens- bzw. hörenswert. Der Rest eher nicht, bzw. ist das Geschmackssache. Für mich funktioniert das Einbetten eines so ernsten Themas wie Holocaust/Auschwitz in unterhaltende und mit teilweise anderen und oberflächlicheren Thematiken überfrachtete Rahmenhandlungen überhaupt nicht. www.buchimpressionen.de  

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  • Die Vergangenheit nicht vergessen

    Bis ans Ende der Geschichte

    black_horse

    13. February 2016 um 21:33

    Jodi Picoults Bücher greifen zumeist sehr heikle Themen auf und beinhalten oft auch die Tätersicht (z.B. in "19 Minuten"). Mit "Bis ans Ende der Geschichte" nimmt sich die Autorin erstmals eines historischen Themas an und dann gleich auch eines sehr schwierigen. Dabei beginnt dieser Roman in der Gegenwart, in einer Trauergruppe, in der die junge Jüdin Sage Singer den 90-jährigen Josef Weber kennenlernt. Die beiden verstehen sich ganz gut und Weber beichtet Sage, dass er im 2. Weltkrieg an den Verbrechen gegen die Juden beteiligt war. Er erzählt seine Geschichte und bittet Sage um Vergebung. Was Weber nicht weiß: Sages Großmutter ist Überlebende von Auschwitz. Und auch die Großmutter erzählt Sage ihre Erinnerungen an diese grausame Zeit. Dazu kommen noch Sages eigene schwierige Verhältnisse. Aber die junge Frau fasst sich ein Herz und meldet Weber. Ein umfangreicher Stoff für einen Roman. Für mich wirkte er gerade in der Gegenwart etwas überladen. Das mag aber auch an der gekürzten Hörbuchfassung liegen. Der historische Teil ist sehr gut recherchiert und eindrucksvoll beschrieben. Ein wichtiges Thema, dass man nicht oft genug aufgreifen kann. Ich habe gelesen, dass es momentan wieder Bemühungen um Prozesse gegen Täter gibt. Es ist also auch in der Realtität ein ganz aktuell. Die Hörbuchfassung wird von 4 Sprechern abwechselnd gelesen. Dadurch kommen die unterschiedlichen Perspektiven gut zum Tragen. Auf jeden Fall eine Hörempfehlung, vielleicht sogar besser für die ungekürzte Version.

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  • Eine moralische oder persönliche Entscheidung

    Bis ans Ende der Geschichte

    tootsy3000

    05. October 2015 um 21:22

    Ganz große Klasse! Jodi Picoult hat es mal wieder geschafft mich mit ihrer Erzählweise und ihrer Art schwierige Themen in eine Geschichte zu packen zu überzeugen. Aus dem Klappentext ging noch nicht klar hervor in welche Richtung sich der Roman bewegen wird. Die Wendung und den Weg den die Handlung im Laufe des Zuhörens einschlug war aber wieder mal Picoult-mäßig gut durchdacht. Sage Singer ist nach einem Autounfall schwer entstellt und verbringt ihre Nächte allein in einer Backstube und ihre Tage einsam in ihren vier Wänden. Erst als sie sich mit Josef Weber anfreundet, wagt sie sich wieder etwas aus ihrem selbsterschaffenen Kokon heraus. Beide sind einsam und helfen sich gegenseitig durch ihre isolierten Tage. Als Josef sie eines Tages von seiner schrecklichen Vergangenheit erzählt und welche Rolle er dabei gespielt hat möchte sie nur das Richtige tun. Mit Hilfe von Leo Steinberg versucht sie Josefs wahre Identität aufzudecken und ihn seiner gerechten Strafe zuzuführen ….. Jodi Picoult währe nicht Jodi Picoult, wenn die Geschichte nicht tragische Wendungen und traurige Wahrheiten beinhalten würde. Die Handlung spielt sich nicht nur zwischen Sage und Josef ab. Man wird zurückversetzt in der Zeit, erfährt die tragische Geschichte von Sages Großmutter und welch schreckliche Rolle Josef dabei gespielt hat. Man fühlt mit Sage mit, ist hin und her gerissen, möchte toben, ist erschüttert um am Ende nicht mehr genau zu wissen, ob man genau so gehandelt und gedacht hätte wie sie. Von den Sprechern her empfand ich jede Stimme für die jeweilige Rolle passend. Ob aus der Ich-Perspektive oder in nacherzählender Form, alle fünf Darbietungen fesselten mich und hatten meine ganze Aufmerksamkeit. Das Klangschema war schön abwechselnd, von jugendlich bis hin zu alt und schleppend. Das Cover gefällt mir auch. Die junge Frau von hinten, symbolisiert für mich Sage, die ihr Gesicht vor den Menschen versteckt. Die beschriebenen Blätter stehen für die Geschichte ihrer Großmutter. Mein Fazit: Diese Kombination aus Moral, Vergebung, Aufarbeitung und Gerechtigkeit fand ich sehr gut gemacht. Der Stoff regt zu Diskussionen an. Man muss mit Sages Entscheidung nicht konform gehen, kann sie aber in gewisser Weise doch irgendwie verstehen, oder sich zumindest selber fragen wie hätte ich entschieden.

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