Bis ans Ende der Geschichte

von Jodi Picoult 
4,5 Sterne bei161 Bewertungen
Bis ans Ende der Geschichte
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (140):

Ich liebe diese Autorin so!

Kritisch (3):
Yunikas avatar

Schreibstil war gut. Am Anfang passiert nichts und am Ende überschlagen sich die Ereignisse. Die Charaktere fand ich unsympathisch.

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Inhaltsangabe zu "Bis ans Ende der Geschichte"

Sage Singer ist eine junge, leidenschaftliche Bäckerin. Als sie den allseits beliebten pensionierten Lehrer Josef Weber kennenlernt, entwickelt sich trotz des großen Altersunterschieds eine enge Freundschaft zwischen ihnen. Doch als Josef ihr eines Tages ein lange vergrabenes, schreckliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem Dilemma. Denn wo verläuft die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783328100515
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:576 Seiten
Verlag:Penguin
Erscheinungsdatum:22.08.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 31.08.2015 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    fantasyinbookss avatar
    fantasyinbooksvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Das Buch sollte wirklich eine Schullektüre sein!
    Unglaublich und total emotional

    Kann Spoiler enthalten!

    Ich sage das nicht gerne, aber dieses Buch sollte eine Schullektüre sein. Es geht hierum den zweiten Weltkrieg und seine 'Nachwirkungen' und ich bin immer noch sprachlos! Egal wie vorbereitet ich auf Frau Picoults Geschichten bin, sie schockieren mich jedes mal aufs Neue. Teils positiv, teils negativ, aber vor allem bereiten sie mir ein totales Gefühlschaos. Die Personen sind alle realistisch gestaltet und durch die Erzählweise fühlt man direkt mit ihnen. Man steckt also mittendrin in dem Schlamassel und setzt sich damit selbst mit ethischen Hintergründen und Moral auseinander. Auch in dieser Geschichte wusste ich nicht recht wie ich mit der Handlung umgehen sollte und war so ratlos wie die Protagonistin Sage.
    Ich muss als einzigen Makel anführen, dass mich die vielen Perspektivenwechsel teilweise etwas gestört haben. Ich bin kein großer Freund von zu vielen Erzählsichten, weshalb vor allem vier Personen und ein 'Märchen' etwas zu viel für mich waren.
    Was ich dennoch schön fand war, dass diese Perspektivenwechsel durch kursive/fette Schrift oder Schriftarten noch einmal unterschieden wurden.
    Wäre dieses Buch nicht so überaus anspruchsvoll, dann hätte ich es sicherlich innerhalb einiger Tage verschlungen, aber ich musste das Ganze Stück für Stück verdauen.
    Auch fand ich es (ein weiteres Mal) bemerkenswert wie es Frau Picoult gelang einen roten Faden durch das ganze Durcheinander zu bringen. Jede Seite war wichtig für das Ende und den kompletten Ausgang. Jede Figur spielte eine Rolle, die man nicht außen vor lassen durfte und ihren Zweck erfüllte.

    Ich muss sagen, dass Frau Picoult mich mit jedem Buch mehr in den Bann zieht und ich noch Wochen über ihre Bücher nachdenke. Ich kann nur sagen, dass ich auch dieses Buch hier weiterempfehle! Es ist keine leichte Lektüre und vor allem kein kleiner Zeitvertreib, doch eine Geschichte, die gelesen werden sollte!

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    rainbowlys avatar
    rainbowlyvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Wow, sehr erschütternde Erzählung - leider mit einigen Macken für mich
    Ergreifende Rückblenden!

    Fakten

    Autor: Jodi Picoult

    Verlag: C.Bertelsmann

    Erscheinungsdatum: 31.08.2015

    Genre: Roman

    Seiten: 576

     

    Inhalt

    Sage Singer stammt aus einer jüdischen Familie hat jedoch bereits beide Elternteile verloren und verkriecht sich in ihrer Backstube. Bis sie Josef Weber trifft. Der über 90-jährige vertraut ihr ein lang gehütetes Geheimnis an und erbittet ihre Hilfe.

      

    Sprache

    Ich habe mir das Buch blind auf den Wunschzettel gepackt, denn Jodi Picoult schreibt einfach großartig. Ich liebe ihre eigenständigen Geschichten, immer mit speziellen Themen und speziellen Charakteren. Das trifft auch wieder auf dieses Buch zu. Allerdings war ich am Anfang etwas erschlagen. Es startet wirklich mit vielen einzelnen Erzählsträngen, die ich zu Anfang absolut nicht zuordnen konnte. Das besserte sich aber im Laufe des Buches, als ich verstand welcher Erzählstrang wo hin gehört, welcher Charakter welche Rolle einnimmt und in welcher Zeit und an welchem Ort jede Erzählung spielt. Im Mittelteil konnte mich das Buch dann vollends packen!

     

    Charaktere

    Hier möchte ich eigentlich nur zu Sage Singer etwas schreiben. Denn alles, was ich zu den anderen Charakteren schreiben könnte, würde einfach die Story spoilern, deshalb lasse ich das sein.

    Und da ist auch schon eines meiner Probleme mit dieser Geschichte: Sage ist mir leider von Anfang an nicht sympathisch. Sie hat sich von der kompletten Welt zurückgezogen, verkriecht sich in ihrer Backstube, lässt ihre Familie nicht an sich heran, gibt sich selbst die Schuld an allem - irgendwie weltentrückt und unerreichbar für mich. Auch ihre Gedankengänge und Handlungen konnte ich nicht wirklich nachvollziehen.

     

    Fazit

    Dieses Buch enthält eine ergreifende Geschichte der NS-Zeit, die mich absolut fesseln konnte. Es ist schrecklich zu lesen, was diesen Menschen widerfahren ist und noch schrecklicher zu sehen, wie wenig die Menschheit daraus gelernt hat. Diese ausführlichen und bedrückenden Rückblenden in die Vergangenheit haben für mich diese Geschichte ausgemacht.

    Die Story in der Gegenwart allerdings konnte mich nicht begeistern. Sage war mir zu fahrig und unnahbar, Josef nicht greifbar und Sages beste Freundin und Ex-Nonne Mary? Echt total schräg.

    Deshalb lege ich dieses Buch mit gemischten Gefühlen beiseite. Die Geschichte, die der Klappentext verspricht, konnte mich leider nicht überzeugen. Der Blick in die deutsche Vergangenheit hat mich aber tief getroffen.

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    YvetteHs avatar
    YvetteHvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch über Freundschaft, Rache und Vergebung. Regt zum Nachdenken an!
    Wie geht Vergebung?

    Klappentext:

    Sage Singer ist eine junge, leidenschaftliche Bäckerin. Als sie den allseits beliebten pensionierten Lehrer Josef Weber kennenlernt, entwickelt sich trotz des großen Altersunterschieds eine enge Freundschaft zwischen ihnen. Doch als Josef ihr eines Tages ein lange vergrabenes, schreckliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem Dilemma. Denn wo verläuft die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?

    Meine Meinung:

    Jodi Picoult hat in diesem Buch schwierige Themen aufgegriffen und sehr gut umgesetzt, so dass der Leser nachdenklich zurückbleibt.

    In einem eingängigen Schreibstil beschreibt die Autorin eine Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg, die in der heutigen Zeit seinen Abschluss finden soll.

    Die Frage, die sich der Leser immer wieder stellt und die im Buch eine wichtige Rolle spielt ist: Wie geht es weiter und welches Ende bekommt die Geschichte?
    Es geht um Freundschaft, Rache, Gnade und Vergebung. Aber wer kann/darf vergeben und kann man die Taten wirklich vergeben?

     
    Lebendige und gut ausgearbeitete Protagonisten lernt man in diesem Buch kennen und kann mit ihnen fühlen, leiden, lieben und hoffen. Für manche Sachen hat man Verständnis, für andere eher weniger oder gar nicht - aber darf man einfach verurteilen?

    Die Handlung teilt sich in die Gegenwart mit geschichtlichem Hintergrund und die erfundene Geschichte einer Protagonistin, die trotzdem Bezug zur Realität hat. Alles ist gut nachzuvollziehen und der rote Faden geht niemals verloren.

    Am Ende bleibt der Leser sehr nachdenklich und vielleicht auch ein wenig "erstarrt" zurück und überlegt, ob er dieses Ende der Geschichte genauso gewählt hätte.
    Wie das Ende aussieht und ob es Antworten auf die oben genannten Fragen gibt müsst ihr selbst herausfinden!

    Mein Fazit:

    In diesem Buch hat Jodi Picoult wichtige und schwierige Themen aufgegriffen und gefühlvoll umgesetzt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und

    5 Sterne.

    Kommentare: 1
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    Tintenschoens avatar
    Tintenschoenvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch, das einen nicht mehr loslässt!
    Ein fesselnder Roman, der zum Nachdenken anregt.

    Hat mich nachhaltig beschäftigt: BIS ANS ENDE DER GESCHICHTE - Jodi Picoult ——————————————— Weder der Klappentext noch der seichte Anfang lässt erahnen mit welcher Wucht dieser Roman später „zuschlägt“. Er handelt vom dritten Reich und dem Holocaust und erzählt die Geschichten zweier (fiktiver) Zeitzeugen: Eines deutschen SS-Offiziers und einer Auschwitz Überlebenden. Doch dieser Roman verdeutlicht nicht nur Gut und Böse- Schwarz und Weiß - sondern nimmt auch auf all das Bezug, dass dazwischen liegt: Alle Schattierungen von Grau! Und es wirft Fragen auf, die einen nachhaltig beschäftigen: Was macht uns zu einem guten/bösen Menschen? Wie konnte aus „normalen“ Menschen brutale Bestien werden, deren Gräueltaten bar jeder Vorstellungskraft liegen? Ab wann hat man sich jegliches Recht auf Vergebung verspielt? Es geht um Schuld und Sühne, Vergeltung und Vergebung und liest sich wie ein grausames Märchen, dass am Ende doch leider wieder auf tatsächlich statt gefundener Weltgeschichte beruht. Extrem aufwühlend und beschämend und gerade deshalb sehr lesenswert. Lediglich die um den Erzählkern gesponnene Liebesgeschichte, hätte für mich in diesem Buch nicht sein müssen.

    Kommentare: 2
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    geschichtsmagies avatar
    geschichtsmagievor 9 Monaten
    Regt die Gedanken an

    Zuletzt habe ich „Bis ans Ende der Geschichte“ von Jodi Picoult beendet. Hierbei handelt es sich um einen Roman, der Ende August 2015 im Penguin-Verlag erschienen ist.


    Sage Singer ist eine junge, leidenschaftliche Bäckerin. Als sie den allseits beliebten pensionierten Lehrer Josef Weber kennenlernt, entwickelt sich trotz des großen Altersunterschieds eine enge Freundschaft zwischen ihnen. Doch als Josef ihr eines Tages ein lange vergrabenes, schreckliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem Dilemma. Denn wo verläuft die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?


    Zunächst muss ich zugeben, dass es mir sehr schwer fällt, diese Rezension hier zu verfassen, ohne zu spoilern. Wie man sieht, lässt sich dem Klappentext noch nicht entnehmen, welches Geheimnis Josef Weber Sage verrät. Doch ebendieses Geheimnis ist eigentlich Gegenstand des gesamten Buchs – es geht um nichts anderes. Allerdings werde ich im Folgenden versuchen, dieses Geheimnis nicht zu nennen, sondern lediglich zu umschreiben.

    Der Einstieg in das Buch fiel mir etwas schwer, da die Handlung zunächst etwas zu stagnieren scheint. Sage Singer berichtet von ihrem Alltag und freundet sich langsam mit Josef Weber an, wobei mir beide Charaktere etwas suspekt waren. Im Nachhinein ist ihr Verhalten aber plausibel.

    Erst als Josef Weber sein Geheimnis offenbart, kommt die erzählte Geschichte richtig ins Rollen. Betrachtet werden im Laufe des Buchs zwei Zeitstränge: einer aus der Gegenwart und einer zur Zeit des Nationalsozialismus. Diese Zeitstränge werden dem Leser durch vier verschiedene Erzählperspektiven dargelegt: Sage Singers und Leo Steins – außer, dass er ein wichtiger Nebencharakter ist, lässt sich nichts sagen, ohne zu spoilern – in der Gegenwart und Josef Webers sowie Minkas – Sages Großmutter – in der Vergangenheit. Zusätzlich werden stückweise Passagen aus der Geschichte, an der Minka zur NS-Zeit geschrieben hat, eingeschoben, die zwar mit der Handlung an sich nichts zu tun haben, mir aber geholfen haben, das komplexe Thema rund um Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade besser fassen zu können.

    Insgesamt konnte ich mit jeder der wichtigen Figuren mehr oder weniger sympathisieren, selbst mit Josef Weber, mit dem man zweifellos nicht sympathisieren sollte. Aber genau dies zeigt, wie Herz und Verstand in einer solchen moralischen Debatte gegeneinander ankämpfen. Mit Abstand konnten mich aber die Erzählungen von Minka packen und zugleich auch schocken. Mit brutaler Ehrlichkeit wird hier dargestellt, wie es damals zur NS-Zeit zugegangen ist, so dass es mich zu Tränen gerührt und nachts nicht schlafen lassen hat. Alles in allem wird in „Bis ans Ende der Geschichte“ damit etwas so Wichtiges angesprochen, weshalb man allein deshalb nicht die Augen vor diesem Buch verschließen sollte. Die Frage nach Gerechtigkeit und Vergebung lässt mich persönlich immer noch nicht los, obwohl ich das Buch bereits beendet habe. Der Roman regt zum Nachdenken über Themen an, die viel öfter in Büchern zum Ausdruck kommen sollten. Neben diesem lehrreichen Aspekt wird aber natürlich die Geschichte an sich nicht außen vor gelassen. Es bleibt spannend mit einigen Plot-twists bis zum Ende.

    Bezüglich des Schreibstils von Jodi Picoult kann ich persönlich sagen, dass dieser dem aus „Kleine große Schritte“ von ihr sehr ähnelt. Wieder wendet die Autorin einen sehr ausdrucksstarken Wortschatz an, schafft es aber ebenso, große Emotionen mit wenig Worten im Leser hervorzurufen.

    Zusammengefasst merkt man bestimmt, dass ich absolut nichts Negatives anzumerken habe und definitiv begeistert von „Bis ans Ende der Geschichte“ bin. Es handelt sich hierbei um einen unglaublich tiefgründigen, berührenden, emotionalen und packenden Roman, den jeder in seinem Leben mal gelesen haben sollte.

    Vielen Dank an den Penguin-Verlag und die Verlagsgruppe Random House bzw. die Betreiber des Bloggerportals für dieses Rezensionsexemplar! ♥

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    Kroete4s avatar
    Kroete4vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Super Buch, aber wo bitte steht geschrieben, dass es sich um die NS-Zeit handelt?!
    Das Buch hat Spuren hinterlassen

    Zunächst muss ich sagen: Ich war ziemlich überrascht als ich gemerkt habe, in welche Richtung sich das Buch wendet. Denn es geht zum größten Teil um den Nationalsozialismus. 
    Auf dem Klappentext steht: „Als Josef ihr eines Tages ein lang verschwiegenes, entsetzliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen“. Nun ja, das verrät nicht sehr viel.


    Von dieser Irritation abgesehen war das Buch eins der besten Bücher das ich je gelesen habe. Die Autorin schafft es, dieses schreckliche (schon oft behandelte Thema) in einen Roman zu verpflechten, der absolut lesenswert ist. Mich hat das Buch sehr mitgenommen und tagelang begleitet, nachdem ich es beendet hatte. Da ich selber schon in Auschwitz war, konnte ich mir alles bildlich sehr gut vorstellen. 


    Man muss sich dafür entscheiden, ob man diese Art von Geschichten lesen möchte, aber ich bin froh es getan zu haben und kann es nur weiterempfehlen!



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    annepeis avatar
    annepeivor 9 Monaten
    Jodi Picoult "Bis ans Ende der Geschichte"

    "Deshalb lesen wir doch Literatur, oder? Um uns daran zu erinnern, dass wir, egal, was wir erleiden, nicht die Einzigen sind."


    Die junge Sage Singer lernt in ihrer Trauergruppe einen alten Mann kennen und obwohl sie sonst Schwierigkeiten mit anderen Menschen hat, freunden sie sich an. Nach einer Weile gesteht er ihr, dass er im 2. Weltkrieg in der SS war und bittet Sage als Jüdin um Vergebung und um Sterbehilfe. Doch steht ihr überhaupt zu, so etwas zu vergeben? Und wie könnte sie es, da doch ihre eigene Großmutter eine Auschwitz Überlebende ist.
    .
    In dem Buch erzählen 5 Perspektiven. Die zwei aus der Vergangenheit sind sehr eindringlich und schonungslos. Mir gefiel es, wie sie genau gegenübergestellt sind und schließlich zusammenlaufen, das zeichnet ein umfassendes, ungeschöntes Bild dieser Zeit. Dies allein würde schon eine vollständige Geschichte ausmachen, aber die Perspektiven aus der Gegenwart verdeutlichen die Aktualität des Themas. 
    Was mir weniger gefiel, war die 5. Perspektive, die es nicht gebraucht hätte, da sie nichts zur Handlung beiträgt und vieles nur wiederholt wird.
    .
    Bewertung: 4 von 5 Synagogen


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    Sarah_Knorrs avatar
    Sarah_Knorrvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Dieser fesselnde Roman lässt einfach nicht los. Eine Geschichte, die mitten ins Herz trifft.
    Dieser fesselnde Roman lässt einfach nicht los.

    Zum Cover: Das Cover wurde sehr schlicht, aber sehr schön gestaltet. Die weiß-blaue Farbe und die beiden Vögeln wirken sehr friedlich und dementsprechend könnte man von einer schönen Geschichte ausgehen. Aber es ist ein wenig irreführend, denn die Geschichte, die einen erwartet, ist wirklich heftig.

    Zum Inhalt: Auf ersten Blick wirkt dieser Roman nicht als ein Meisterwerk, der den Leser am Ende sprachlos lässt. Sage hat schon viel in ihrem Leben mitmachen müssen und wird durch Josef Webers Geständnis auch mit der eigenen Familiengeschichte konfrontiert. Sie wird in ein moralisches Dilemma katapultiert, welches ihre eigenen Probleme in den Hintergrund schiebt. 
    Die Autorin setzt sich in diesem Roman nicht nur mit Sage und ihrer Familie auseinander, sondern auch mit dem schlimmsten Verbrechen während des Zweiten Weltkrieges - dem Holocaust, dem Genozid. Ich bin sehr historisch-interessiert, dementsprechend hatte ich auch dies bezüglich Erwartungen.

    Zum Schreibstil:
     In diesem Roman gibt es zwei Zeitstränge und vier Perspektiven - Sage, ihre Großmutter Minka, Josef Weber und Leo Stein. Zudem gibt es noch die Kapitel, die aus dem selbst geschriebenen Märchen von Minka stammen. Am Ende der Geschichte fügt sich dann alles zusammen und bildet ein Gesamtwerk.
    Die Perspekitven sind durch verschiedene Schreibarten und Schreibstile gut übersichtlich. Auch die vorhanden Absätze, Dialoge und die kurzen Sätze ermöglichen einen guten Leseverlauf.
    Dieser Roman zeigt auch, dass sehr viel Recherche voraussetzt, denn die Passagen über den Holocaust sind derart detailliert und gleichzeitig glaubwürdig geschildert.
    Außerdem ist es Jodi Picoult gelungen eine gefühlsvolle und emotionale Geschichte zu schreiben.

    Mein Fazit:

    "Bis ans Ende der Geschichte" war mein erstes Buch von Jodi Picoult und ich muss sagen, dass dieser Roman meine Erwartungen absolut übertroffen hat. Jodi Picoult hat mit diesem Roman eine unglaublich bewegende und warmherzige Geschichte geschrieben, die einen als Leser beeindruckt und bewegt. 
    Dieser Roman, der ganz still und leise in einer dörflichen Idylle beginnt, entwickelt sich zu einem grandios ausgearbeiteten Roman. Jodi Picoult verbindet auf wunderbare Weise einen spannenden und flüssigen Schreibstil mit tiefgehenden Themen, die einen beim Lesen sehr bewegen.
    Dieser Roman hat mich mitten im Herz getroffen. Eine Kriegsgeschichte, aber dann anders! Dementsprechend gebe ich diesem schönen, sensiblen und fesselnden Roman 5 von 5 Sternen. Einfach nur empfehlenswert!!

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    Bookpoints avatar
    Bookpointvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Roman, der sehr leise beginnt, sich im Laufe der Geschichte zu einem absoluten Meisterwerk aufbaut und den Leser fassungslos zurücklässt
    Ein Buch, das den Leser fassungslos zurücklässt...

    “Bis ans Ende der Geschichte” war mein erstes Buch von Jodi Picoult und ich muss sagen, dass diese Geschichte meine Erwartungen absolut übertroffen hat. Picoult ist eine wunderbare Autorin, die es nicht nur schafft den Leser mit ihrer Geschichte zu berühren, sondern auch zum Nachdenken anzuregen. Dieser Roman, der ganz still und leise in einer dörflichen Idylle beginnt, entwickelt sich zu einem grandios ausgearbeiteten Roman. Allerdings sagt der Klappentext nichts über die Tragweite dieses Buches aus und schon gar nicht, über das Gefühlschaos, welches dem Leser widerfährt.

    Sage Singer arbeitet als Bäckerin in der Bäckerei einer ehemaligen Nonne. Mit ihren 25 Jahren lebt sie sehr zurückgezogen und alleine. Bei einem tragischen Autounfall verlor Sage ihre Mutter und seitdem zeichnet eine Narbe ihr Gesicht. In einer Trauergruppe lernt sie den Neunzigjährigen Josef Weber kennen. Schon nach kurzer Zeit haben die beiden ein sehr enges Verhältnis zueinander und Josef fängt an, Sage seine Geschichte zu erzählen, die bewusst oder unbewusst mit Sages Familiengeschichte verbunden ist.

    Zu Beginn der Geschichte hatte ich es ein wenig schwer. Sage schien für mich nicht wirklich greifbar. Josef hingegen war mir schon zu Beginn der Geschichte äußerst sympathisch, bis er seine dunkle Vergangenheit offenbart. Am meisten bewegt hat mich jedoch die Lebensgeschichte von Minka. Wie in den meisten Romanen konnte mich die Vergangenheit mehr mitreißen. Der Roman regt zum Nachdenken an, und immer wenn man denkt, es kann nicht schlimmer werden, setzt die Autorin noch einen obendrauf.

    Es gibt in diesem Roman zwei Zeitstränge und vier Perspektiven (Sage, ihre Großmutter Minka, Josef Weber und Leo Stein). Zudem gibt es noch die Kapitel, die aus dem selbst geschriebenen Märchen von Minka bestehen. Dies hat mir besonders gut gefallen. Am Ende der Geschichte fügt sich dann alles zusammen und bildet ein Gesamtwerk.

    Fazit: Jodi Picoult hat einen Roman geschrieben, der sehr leise beginnt, sich im Laufe der Geschichte zu einem absoluten Meisterwerk aufbaut und den Leser zum Schluss fassungslos zurücklässt.

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    leserattebremens avatar
    leserattebremenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine sehr schöne und bewegende Geschichte, die sehr nachdenklich stimmt.
    Sehr bewegend und mitreißend geschrieben

    Sage Singer arbeitet als Bäckerin am liebsten nachts. Auch um sich zu verstecken, denn seit einem Autounfall trägt sie eine große Narbe im Gesicht. Zudem hat sie schon jung beide Eltern verloren, ein Schicksalsschlag mit dem sie nur schwer umgehen kann. In einer Trauergruppe lernt sie den über 90-Jährigen Josef Weber kennen und freundet sich mit dem freundlichen Mann an, der so viel Verständnis für sie zu haben scheint. Doch eines Tages erzählt er ihr von seinem dunkelsten Geheimnis, verbunden mit einer Bitte, die Sage unerfüllbar scheint. Sie muss sich damit auseinandersetzen, wie man Unaussprechliches vergeben soll und inwieweit der Mensch eigentlich ein Anrecht auf Gnade hat.
    Jodi Picoult hat mit „Bis ans Ende der Geschichte“ wieder eine unglaublich bewegende und warmherzige Geschichte geschrieben, die einen als Leser beeindruckt und bewegt. Sage hat schon viel in ihrem Leben mitmachen müssen und wird durch Josef Webers Geständnis auch mit der eigenen Familiengeschichte konfrontiert. Sie wird in ein moralisches Dilemma katapultiert, das ihre eigenen Probleme in den Hintergrund schiebt und ihr trotz aller Schwierigkeiten neues Selbstbewusstsein gibt, was ich sehr faszinierend fand. Picoult beschreibt die ganze Geschichte äußerst glaubwürdig. Sie setzt sich in dem Buch nicht nur mit Sage und ihrer Familie auseinander, die jüdischen Glaubens ist, aber diesen Glauben fast nie praktiziert hat. Sie zeigt auch, dass dieses Buch sehr viel Recherche voraussetzt, denn die Passagen über den Holocaust sind derart detailliert und gleichzeitig glaubwürdig geschildert, das die Autorin vermutlich viel Zeit investieren musste, um diese so gestalten zu können.
    Jodi Picoult hat ein besonderes Talent für Bücher, die noch lange in einem nachhallen. Sie verbindet auf wunderbare Weise einen spannenden und flüssigen Schreibstil mit tiefgehenden Themen, die einen beim Lesen sehr bewegen. Für mich ist das ein absolutes Ausnahmetalent und so kann ich auch „Bis ans der Ende der Geschichte“ nur uneingeschränkt allen weiterempfehlen. 

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