Jodi Picoult Bis ans Ende der Geschichte

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Inhaltsangabe zu „Bis ans Ende der Geschichte“ von Jodi Picoult

Sage Singer ist eine junge, leidenschaftliche Bäckerin. Als sie den allseits beliebten pensionierten Lehrer Josef Weber kennenlernt, entwickelt sich trotz des großen Altersunterschieds eine enge Freundschaft zwischen ihnen. Doch als Josef ihr eines Tages ein lange vergrabenes, schreckliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem Dilemma. Denn wo verläuft die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?

Dieser fesselnde Roman lässt einfach nicht los. Eine Geschichte, die mitten ins Herz trifft.

— Sarah_Knorr

Ein wundervolles Buch

— IdelaSI

Sehr schwieriges Thema, manchmal fast nicht zu ertragen, die Wendung am Ende war mir zu absehbar.

— Germania

Ein Roman, der sehr leise beginnt, sich im Laufe der Geschichte zu einem absoluten Meisterwerk aufbaut und den Leser fassungslos zurücklässt

— Bookpoint

Dieses Buch lässt mich nicht los. Nach dem beenden hab ich viel nachdenken müssen. Absolute leseempfehlung. Überraschend traurig Herz zerreißend

— Cinderella11k

Ich hatte Gänsehaut und Tränen in den Augen. Eine sehr bewegende und fesselnde Geschichte.

— Bellchen

Eine sehr schöne und bewegende Geschichte, die sehr nachdenklich stimmt.

— leserattebremen

Superschön.

— Suse33

Was für ein Buch!!! Absolutes Highlight seit langem. Wobei ich es nicht als schön bezeichnen möchte - sondern als sehr, sehr gut.

— Schuemel

Die Geschichte zum Anfang sehr zäh, konnte dann aber ab der Mitte voll überzeugen! Gänsehaut pur

— lui_1907

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interessant, informativ, fesselnd, aber auch schwer verdauliche oder abschweifende Passagen, ergeben eine gelungene Geschichte

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  • Dieser fesselnde Roman lässt einfach nicht los.

    Bis ans Ende der Geschichte

    Sarah_Knorr

    12. September 2017 um 20:06

    Zum Cover: Das Cover wurde sehr schlicht, aber sehr schön gestaltet. Die weiß-blaue Farbe und die beiden Vögeln wirken sehr friedlich und dementsprechend könnte man von einer schönen Geschichte ausgehen. Aber es ist ein wenig irreführend, denn die Geschichte, die einen erwartet, ist wirklich heftig.Zum Inhalt: Auf ersten Blick wirkt dieser Roman nicht als ein Meisterwerk, der den Leser am Ende sprachlos lässt. Sage hat schon viel in ihrem Leben mitmachen müssen und wird durch Josef Webers Geständnis auch mit der eigenen Familiengeschichte konfrontiert. Sie wird in ein moralisches Dilemma katapultiert, welches ihre eigenen Probleme in den Hintergrund schiebt. Die Autorin setzt sich in diesem Roman nicht nur mit Sage und ihrer Familie auseinander, sondern auch mit dem schlimmsten Verbrechen während des Zweiten Weltkrieges - dem Holocaust, dem Genozid. Ich bin sehr historisch-interessiert, dementsprechend hatte ich auch dies bezüglich Erwartungen.Zum Schreibstil: In diesem Roman gibt es zwei Zeitstränge und vier Perspektiven - Sage, ihre Großmutter Minka, Josef Weber und Leo Stein. Zudem gibt es noch die Kapitel, die aus dem selbst geschriebenen Märchen von Minka stammen. Am Ende der Geschichte fügt sich dann alles zusammen und bildet ein Gesamtwerk.Die Perspekitven sind durch verschiedene Schreibarten und Schreibstile gut übersichtlich. Auch die vorhanden Absätze, Dialoge und die kurzen Sätze ermöglichen einen guten Leseverlauf.Dieser Roman zeigt auch, dass sehr viel Recherche voraussetzt, denn die Passagen über den Holocaust sind derart detailliert und gleichzeitig glaubwürdig geschildert.Außerdem ist es Jodi Picoult gelungen eine gefühlsvolle und emotionale Geschichte zu schreiben.Mein Fazit:"Bis ans Ende der Geschichte" war mein erstes Buch von Jodi Picoult und ich muss sagen, dass dieser Roman meine Erwartungen absolut übertroffen hat. Jodi Picoult hat mit diesem Roman eine unglaublich bewegende und warmherzige Geschichte geschrieben, die einen als Leser beeindruckt und bewegt. Dieser Roman, der ganz still und leise in einer dörflichen Idylle beginnt, entwickelt sich zu einem grandios ausgearbeiteten Roman. Jodi Picoult verbindet auf wunderbare Weise einen spannenden und flüssigen Schreibstil mit tiefgehenden Themen, die einen beim Lesen sehr bewegen.Dieser Roman hat mich mitten im Herz getroffen. Eine Kriegsgeschichte, aber dann anders! Dementsprechend gebe ich diesem schönen, sensiblen und fesselnden Roman 5 von 5 Sternen. Einfach nur empfehlenswert!!

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  • Ein Buch, das den Leser fassungslos zurücklässt...

    Bis ans Ende der Geschichte

    Bookpoint

    21. July 2017 um 09:59

    “Bis ans Ende der Geschichte” war mein erstes Buch von Jodi Picoult und ich muss sagen, dass diese Geschichte meine Erwartungen absolut übertroffen hat. Picoult ist eine wunderbare Autorin, die es nicht nur schafft den Leser mit ihrer Geschichte zu berühren, sondern auch zum Nachdenken anzuregen. Dieser Roman, der ganz still und leise in einer dörflichen Idylle beginnt, entwickelt sich zu einem grandios ausgearbeiteten Roman. Allerdings sagt der Klappentext nichts über die Tragweite dieses Buches aus und schon gar nicht, über das Gefühlschaos, welches dem Leser widerfährt. Sage Singer arbeitet als Bäckerin in der Bäckerei einer ehemaligen Nonne. Mit ihren 25 Jahren lebt sie sehr zurückgezogen und alleine. Bei einem tragischen Autounfall verlor Sage ihre Mutter und seitdem zeichnet eine Narbe ihr Gesicht. In einer Trauergruppe lernt sie den Neunzigjährigen Josef Weber kennen. Schon nach kurzer Zeit haben die beiden ein sehr enges Verhältnis zueinander und Josef fängt an, Sage seine Geschichte zu erzählen, die bewusst oder unbewusst mit Sages Familiengeschichte verbunden ist. Zu Beginn der Geschichte hatte ich es ein wenig schwer. Sage schien für mich nicht wirklich greifbar. Josef hingegen war mir schon zu Beginn der Geschichte äußerst sympathisch, bis er seine dunkle Vergangenheit offenbart. Am meisten bewegt hat mich jedoch die Lebensgeschichte von Minka. Wie in den meisten Romanen konnte mich die Vergangenheit mehr mitreißen. Der Roman regt zum Nachdenken an, und immer wenn man denkt, es kann nicht schlimmer werden, setzt die Autorin noch einen obendrauf. Es gibt in diesem Roman zwei Zeitstränge und vier Perspektiven (Sage, ihre Großmutter Minka, Josef Weber und Leo Stein). Zudem gibt es noch die Kapitel, die aus dem selbst geschriebenen Märchen von Minka bestehen. Dies hat mir besonders gut gefallen. Am Ende der Geschichte fügt sich dann alles zusammen und bildet ein Gesamtwerk. Fazit: Jodi Picoult hat einen Roman geschrieben, der sehr leise beginnt, sich im Laufe der Geschichte zu einem absoluten Meisterwerk aufbaut und den Leser zum Schluss fassungslos zurücklässt.

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  • Sehr bewegend und mitreißend geschrieben

    Bis ans Ende der Geschichte

    leserattebremen

    15. May 2017 um 09:58

    Sage Singer arbeitet als Bäckerin am liebsten nachts. Auch um sich zu verstecken, denn seit einem Autounfall trägt sie eine große Narbe im Gesicht. Zudem hat sie schon jung beide Eltern verloren, ein Schicksalsschlag mit dem sie nur schwer umgehen kann. In einer Trauergruppe lernt sie den über 90-Jährigen Josef Weber kennen und freundet sich mit dem freundlichen Mann an, der so viel Verständnis für sie zu haben scheint. Doch eines Tages erzählt er ihr von seinem dunkelsten Geheimnis, verbunden mit einer Bitte, die Sage unerfüllbar scheint. Sie muss sich damit auseinandersetzen, wie man Unaussprechliches vergeben soll und inwieweit der Mensch eigentlich ein Anrecht auf Gnade hat. Jodi Picoult hat mit „Bis ans Ende der Geschichte“ wieder eine unglaublich bewegende und warmherzige Geschichte geschrieben, die einen als Leser beeindruckt und bewegt. Sage hat schon viel in ihrem Leben mitmachen müssen und wird durch Josef Webers Geständnis auch mit der eigenen Familiengeschichte konfrontiert. Sie wird in ein moralisches Dilemma katapultiert, das ihre eigenen Probleme in den Hintergrund schiebt und ihr trotz aller Schwierigkeiten neues Selbstbewusstsein gibt, was ich sehr faszinierend fand. Picoult beschreibt die ganze Geschichte äußerst glaubwürdig. Sie setzt sich in dem Buch nicht nur mit Sage und ihrer Familie auseinander, die jüdischen Glaubens ist, aber diesen Glauben fast nie praktiziert hat. Sie zeigt auch, dass dieses Buch sehr viel Recherche voraussetzt, denn die Passagen über den Holocaust sind derart detailliert und gleichzeitig glaubwürdig geschildert, das die Autorin vermutlich viel Zeit investieren musste, um diese so gestalten zu können. Jodi Picoult hat ein besonderes Talent für Bücher, die noch lange in einem nachhallen. Sie verbindet auf wunderbare Weise einen spannenden und flüssigen Schreibstil mit tiefgehenden Themen, die einen beim Lesen sehr bewegen. Für mich ist das ein absolutes Ausnahmetalent und so kann ich auch „Bis ans der Ende der Geschichte“ nur uneingeschränkt allen weiterempfehlen. 

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  • Eine Geschichte, die nie in Vergessenheit kommen soll

    Bis ans Ende der Geschichte

    Clasunde

    30. April 2017 um 21:05

    Titel: Bis ans Ende der Geschichte Autor: Jodi Picoult Seitenanzahl: 576 Verlag: Penguin Verlag Preis: 10 Euro Genre:  Roman Inhalt Sage Singer ist eine junge, leidenschaftliche Bäckerin. Als sie den allseits beliebten pensionierten Lehrer Josef Weber kennenlernt, entwickelt sich trotz des großen Altersunterschieds schnell eine enge Freundschaft zwischen ihnen. Doch dann offenbart Josef ihr ein langes vergrabenes, entsetzliches Geheimnis. Das stellt Sage vor die schwerste Entscheidung ihres Lebens... Cover: Das Cover ist schlicht gehalten. Es zeigt zwei Vögel und viele Äste. Die Farben sind sehr schön gehalten und machen das Buch echt spannend. Aber dazu muss ich sagen, er macht einen glücklichen Eindruck, aber ob es zu dem Buch passt, wo es doch eine traurige Geschichte hinter Schreibstil: Zu Beginn war der Schreibstil sehr verwunderlich. Mal normal dann kursiv. Aber je mehr man dann gelesen hat, umso mehr verstand man das ganze. Auch das abwechseln der Personen war einfach nur passend. Teilweise wir es für mich anstrengend zu lesen, das die Schrift sehr klein war. Meine Meinung: An sich hat mir das Buch gefallen. Was für mich aber negativ ist, dass die Kapitel sehr lang waren und auch die Schrift teilweise schwer zu lesen war, da es eine sehr kleine Schrift war. Aber sonst hat mir das Buch gefallen Ein Buch über so ein Thema zu schreiben finde ich sehr lobenswert. Es wird über die Erlebnisse im Konzentrationslager berichtet. Ich finde die Geschichte wurde sehr rüber gebracht. Es ist ein sehr schweres Thema, aber ich konnte mich voll und ganz hinein versetzten. Konnte mir die Zeit, die damals erlebt wurde sehr gut nach empfinden. Ich finde es total klasse, dass so ein wichtiges Thema mal endlich in einem Roman zu lesen ist, denn ich finde so ein wichtiges Thema sollte nie in Vergessenheit geraten. Ich finde wer sich um Geschichte sehr interessiert, sollte diesen Roman lesen, Ich empfehle echt nur das Buch. Man erfährt mehr als in der Schule damals. Denn es regt einen Echt auch zum Nachdenken nach dem lesen an. Von mir bekommt das Buch 4 von 5 Sternen.

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  • Eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte

    Bis ans Ende der Geschichte

    Malibu

    24. April 2017 um 15:27

    Das Thema Holocaust ist einfach schrecklich, ob man es erlebt hat oder nicht, man mag es sich nicht vorstellen. Die bekannte Autorin greift das Thema auf in ihrer Geschichte rund um Sage Singer und Josef Weber.Sage ist eine junge Bäckerin, sie übt ihren Beruf mit Leidenschaft aufs. Sie lernt den überall beliebten pensionierten Lehrer Josef Weber kennen. Doch trotz ihres großes Altersunterschiedes entwickelt sich eine Freundschaft zwischen ihnen - bis sie hinter sein Geheimnis kommt. Er bittet sie um einen großen Gefallen, welchen sie ihm eigentlich nicht erfüllen kann. Wenn sie es tut, hat das nicht nur moralische sondern auch gesetzliche Folgen. Sie steht vor einem Dilemma, denn wo sind die Grenzen zwischen Verbrechen, Vergehen, Gerechtigkeit, Vergebung oder Gnade?Also gleich vorweg - das ist keine Lektüre für Zwischendurch. Sie geht unter die Haut und hinterlässt auch große Beklemmung. Wer hier dem Klappentext folgt, kann sich nicht ganz sicher sein, was einem erwartet. Es fehlt der entscheidende Hinweis, dass es eine Geschichte aus dem Holocaus ist. Eigentlich ist es eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte. Wir haben hier die junge Sage, eine Jüdin, die mit dem Judentum eigenlich gar nichts groß zu tun haben will. Sie schanzt sich von der Menschheit ab, indem sie nachts bäckt, wo sie niemandem über den Weg läuft. Das tut sie, weil eine Narbe ihr Gesicht verunziert und sie sich absolut hässlich fühlt und das niemandem antun möchte. Dennoch hat sie eine Affäre mit einem verheirateten Mann, der sie scheinbar hübsch findet und sie auch liebt. Eigentlich ist sie bodenständig, intelligent und fest ins Leben integriert. In einer ihrer Schicht lernt sie Josef kennen, den alten pensionierten Lehrer. Sie trifft sich öfters mit ihm und auch bei ihm daheim zum Kaffee. So bittet er sie um einen Gefallen und erzählt ihr aus seiner Vergangenheit, wie er dem Reich gedient hat. Da erinnert sie sich, dass ihre Großmutter Opfer des Holocaust war, eine Überlebende hiervorn ist. Sie hört sich auch ihre Geschichte an, als diese sie erzählt.Mich selbst hat etwas gestört, dass der Hinweis auf dem Klappentext fehlt, um was speziell es hier geht, nämlich dem Holocaust. Doch vielmehr geht es um die Schuldfrage, um die Vergebung und Gnade und was verzeihbar ist und was nicht, was ist gerechtfertigt? Die Geschichte ist ohne Frage schwer vedaulich, wenn man sich richtig hineinliest. Sie ist keine leichte Lektüre, zumal es drei verschiedene Geschichten in einem sind. Einmal das Heute, das Damals und dann wäre da noch die Geschichte der Oma, die diese geschrieben hat. Alles gehört natürlich zusammen und muss auch so sein, dennoch hinterlassen allesamt ein beklemmendes Gefühl, mir selbst ist hier und da ein Tränchen gerollt. Denn so traurig es auch ist, es ist noch trauriger, dass dies tatsächlich passiert ist.Die Autorin schreibt wie immer flüssig, locker und man kann sich total mit der Protagonistin identifizieren. Sie hat hier ein schwieriges, moralisches Thema aufgegriffen. Man findet zwar leicht hinein, aber nur schwer wieder hinaus. Ich wusste jetzt lange nicht, wie oder was ich dazu schreiben soll, es hat mich doch sehr mitgenommen - denn die Geschichte ist auch ein Teil unserer Geschichte. Manchmal kam es mir auch in die Länge gezogen vor, so dass es den Lesefluss etwas gestoppt hat.Empfehlen kann ich dieses Buch denen, die wissen worauf sie sich einlassen und nicht ganz so schwache Nerven in Hinsicht auf unsere Geschichte haben.

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  • Leseempfehlung

    Bis ans Ende der Geschichte

    Amber144

    06. March 2017 um 20:37

    Eine absolute Leseempfehlung. Ich habe viele Bücher von Jodi Picoult und bisher hat mich noch keines enttäuscht. Auch dieses Buch hat mich die Nächte nicht schlafen lassen, weil ich es auf der einen Seite beenden wollte, damit ich weiß was passiert, aber auf der anderen Seite wollte ich es nicht beenden, weil es einfach so wunderschön war. Schockierend, aber wunderschön.

  • Bewegend!

    Elsas Stern. Ein Holocaust-Drama

    _Sahara_

    Inhalt:Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs wird die junge Jüdin Elsa nach Auschwitz deportiert. Die Begegnung mit dem skrupellosen KZ-Arzt Erich Hauser verändert ihr Leben auf grausame Weise.Fast 35 Jahre bewahrt sie das Geheimnis, bis sie eines Tages ihrem Peiniger in einem New Yorker Restaurant wiederbegegnet. Elsas Tochter Leni erfährt erst aus dem Tagebuch ihrer Mutter von der tragischen Geschichte ihrer Familie, die in Auschwitz mit Menschenexperimenten begann …Lenis Gedanken werden daraufhin von einem unweigerlichen Ziel bestimmt: Dr. Hauser für seine Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen.Meinung:Ein wichtiges Thema, welches nicht in Vergessenheit geraten soll. Aus diesem Grund greife ich hin und wieder zu Büchern, die den Holocaust thematisieren. Hier wusste ich im Vorfeld, dass es sich bei der Geschichte um Fiktion handelt. Die Geschichte um Elsa und ihre Familie sind frei erfunden. Die Begebenheiten in Auschwitz sind es wahrlich nicht.Die Autorin hat jahrelang für dieses Buch recherchiert und dabei auch mit ehemaligen Insassen von Auschwitz gesprochen. Ich kann es nicht beurteilen, ob die Fakten die sie in dem Buch anführt ihre Richtigkeit haben. Ich vertraue darauf, dass sie stimmen.Ich finde die Geschichte von Elsa sehr berührend, vor allem da sie ja auf wahren Tatsachen beruht. Allerdings bin ich mit ihr nicht so 100 Prozent warm geworden. Sie hat mich meist mit ihrer Naivität genervt.Was ich zudem noch zu kritisieren habe, sind die Zufälle in der Geschichte. Die waren mir dann doch zu unglaubwürdig.Fazit:Eine fiktive Geschichte über die dunkelste Zeit des letzten Jahrhunderts. Ich finde das Buch ist auf jeden Fall lesenswert!©_Sahara_

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    • 9
  • Die Vergangenheit ist immer da

    Bis ans Ende der Geschichte

    cosima73

    04. March 2017 um 09:12

    Sage Singer hat ihre Mutter bei einem Autounfall verloren und ist seit da durch eine Narbe gezeichnet. Sie entzieht sich gerne den Menschen, so dass ihr der Beruf der Bäckerin, den sie mit Leidenschaft ausübt, gerade recht kommt. Regelmässig besucht sie eine Trauer-Selbsthilfegruppe, wo sie auf Josef trifft. Josef ist auch Kunde in der Bäckerei, in der Sage arbeitet. Immer sitzt er da mit seinem Dackel und hat sein kleines Notizbuch auf dem Tisch. Zwischen Josef und Sage entsteht eine Freundschaft. Beide waren sie allein, beide fühlen sie sich verstanden. Es ist ein Unterschied, ob man die Vergangenheit mit jemandem teilt oder sie allein durchlebt. Es fühlt sich weniger nach Wunde, eher nach Verband an. Eines Tages bittet Josef Sage um einen Gefallen: Sie soll ihn umbringen. Er erzählt ihr von seiner Vergangenheit als SS-Soldat. Sein Tod soll Sühne sein für seine Schuld. Sage steht vor einem Dilemma. Ist die Erfüllung dieses Wunsches moralisch legitim? Gesetzlich ist sie sicher nicht. Bis ans Ende der Geschichte ist ein sehr vielschichtiger Roman. Er behandelt die unterschiedlichsten Themen, die alle für sich romanfüllend gewesen wären: Trauer nach einem Verlust, der Umgang mit eigenen Schwächen, Vergangenheitsbewältigung nach dem Holocaust – auf beiden Seiten, denn Sages Grossmutter ist eine Überlebende des Regimes. Jodi Picoult schafft es, sehr glaubwürdige und stimmige Charaktere zu erschaffen, die alle ihre Geschichten als Erzählstränge in den Roman einbringen und diese langsam zu einem Netz weben. Das Buch regt zum Nachdenken an, es stellt viele ethische Fragen, auf die man Antworten finden muss und will. Ab und an hat der Roman Längen, ganze Abschnitte erscheinen als sehr weit hergeholt und wenig zielführend, haben aber am Schluss ihren Sinn im Ganzen. Ein sehr durchdachtes, gut durchkomponiertes literarisches Werk, das sich dann und wann etwas zu sehr in die Länge zieht durch die Beschreibung zu vieler Details. Damit steht Jodi Picoult aber nicht alleine da, diese – wenn man es denn so nennen will – Schwäche teilt sie mit ganz Grossen der Literatur. Fazit:Ein kunstvoll durchkomponiertes, mit plastischen Figuren beseeltes, zum Nachdenken anregendes Werk, das einige Längen aufweist. Sehr empfehlenswert.

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  • Bis ans Ende der Geschichte von Jodi Picoult

    Bis ans Ende der Geschichte

    Summer_Rain

    21. February 2017 um 13:25

    Das Cover ist ein wenig irreführend, denn die Geschichte, die einen erwartet ist wirklich heftig. Es ist also kein Buch für "zwischendurch". Ich möchte nicht spoilern, daher in aller Kürze: es geht um die Frage nach Schuld und Vergebung, um das Naziregime, die Überlebenden sowie deren Nachfolgegeneration. Im Mittelpunkt stehen Sage, eine Bäckerin, die sich die Schuld am Tod ihrer Mutter gibt und daher isoliert und ihre etwas ungewöhnliche Freundschaft zu Josef Weber, einem alten Senioren, der viel für die Gemeinde getan hat. Eines Tages offenbart Josef Sage ein schreckliches Geheimnis seiner Vergangenheit und richtet eine schier unerträgliche Bitte an sie- ihm zu verzeihen und ihm beim Sterben zu helfen. Eine weitere Rolle spielt Sages Großmutter Minka, eine Holocaustüberlebende und die Verarbeitung ihres Traumas. Picoult lässt ihre Figuren abwechselnd zu Wort kommen, besonders die Schilderungen von Minka sind eindringlich, schmerzhaft und gehen ans Gemüt. Es war mein erstes Buch von Picoult und mit Sicherheit nicht mein letztes. Ich kann dieses Buch nur uneingeschränkt weiterempfehlen, auch weil Picoult dafür sehr viel Recherche im Vorfeld geleistet haben muss und einen wirklich besonderen Schreibstil hat.

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  • Fesselend und emotional

    Bis ans Ende der Geschichte

    MoniqueH

    20. February 2017 um 11:34

    Dieses Buch hat mich mitte im Herz getroffen. Eine Kriegsgeschichte aber dann andes. Sage arbeitet in einer Bäckerei und begegnet da ein Kunden der ihr vertraut und seine Lebensgeschichte erzählen will. Im Anfang weiss Sage nicht ob sie es machen soll aber sie wird von Josef überredet und trifft ihm öfters. Die Geschichte von Josef ist aber nicht schön. Josef war ein Nazi und seine Geschichte erzählte von viele Kriegsverbrechen der er mitbegangen hat. Sage zweifelt öfters ob sie weiter zu hören will, macht es aber doch. Ein Buch über die schreckliche Sachen im Krieg. Der Storyteller hat Blut an seine Hände und alles Jahren nicht erzählt. Ein Buch das mann nicht auf einmal liest, man muss es öfters weg legen. Aber doch ein schönes Buch, was geschrieben werden sollte. Sowas darf nicht nochmal passieren.

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  • Lesenswert

    Bis ans Ende der Geschichte

    sayeda

    06. February 2017 um 20:40

    Eine andere Sicht der Dinge. Ein wichtiges Buch über die Deutsche Geschichte. Es berührt, macht nachdenklich und manchmal ist unfassbar, was beschrieben wird.

    Es gibt jedoch auch leichte Szenen, was dann wohltuend ist.

    Das Buch wirft Fragen nach Schuld und Versöhnung, Gerechtigkeit wie auch das Vergessen und Erinnern auf.

    Es scheint gut recherchiert.

    Unbedingt lesen!

  • Bis ans Ende der Geschichte Rezension

    Bis ans Ende der Geschichte

    Jacxln

    25. January 2017 um 17:35

    Dieses Buch wurde mir freundlicherweise vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür. Sage Singer ist eine Bäckerin, die seit einem Autounfall von einer Narbe im Gesicht geziert ist. Auf Grund dieser Narbe vermeidet sie eigentlich den Kontakt zu Menschen, denn sie ist es satt, angestarrt zu werden. Nachdem Josef Weber, ein pensionierter Lehrer anspricht, ist sie überrascht davon, dass er sie nicht direkt auf die Narbe anspricht. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Freundschaft und schließlich beichtet ihr Josef seine Vergangenheit und bittet sie um einen Gefallen. Nun muss Sage sich allerdings entscheiden, denn der Gefallen ist ein schwerwiegender und das Geheimnis eins, welches ihre Familie betrifft. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Jodi Picoult hat eine unglaublich eindrucksame Weise, die Orte des Geschehens in ihrem Buch zu beschreiben. Sages's Großmutter Minka verbrachte viel Zeit in Konzentrations- und Arbeitslagern. So ziemlich jeder hat schonmal eine Doku gesehen, die Aufnahmen aus solch einem Lager zeigte. Doch keiner dieser Filme hat mich so tief berührt, wie dieses Buch. Es ist erschrecken ehrlich und auf keinen Fall für diejenigen geeignet, die mit dem Leid anderer Menschen nicht gut klarkommen. Sage für sich ist eine bemerkenswerte Frau. Sie ist gezeichnet, hat viele Verluste erlitten und sehnt sich einfach nur nach Liebe. Die kriegt sie auch, aber ihr Partner ist moralisch gesehen nicht der Richtige und wirklich lieben tut sie auch nicht ihn, sondern das Gefühl, dass er ihr gibt. Sage ist Bäckerin, und die Tatsache, dass dieser Beruf hauptsächlich in der Nacht ausgeführt wird, trägt bestimmt zu ihrer Liebe zu ihm bei. All die Rezepte, die sie backt, hat sie von ihrem Vater, der ebenfalls Bäcker war, gelernt oder selbst erfunden. Sie ist erstaunlich stark, und obwohl sie nicht sehr selbstbewusst ist, schafft sie es, sich auch durchzusetzten. Josef wiederum ist ein sehr offener Mensch, zumindest wirkt er immer so. Im ganzen Dorf ist er als der nette, alte Lehrer bekannt. Doch niemand kennt seine Vergangenheit, bis er sich Sage anvertraut. Und diese Vergangenheit ist wirklich keine leichte und im Laufe der Geschichteerfährt man, dass er Sage in bestimmten Dingen angelogen hat. Noch auf den letzten Seiten "platzt" eine dieser Lügen und ich muss sagen, dass ich mit der Wahrheit nicht gerechnet habe. Das Buch enthält viele Wendungen, mit denen man so nicht rechnet und das hat mir wirklich gut gefallen. Auch der Schreibstil von Jodi Picoult war leicht zu lesen und ich kam nie aus dem Lesefluss raus. Das Buch kriegt von mir 4,5 von 5 Sternen, was nahezu perfekt ist :)

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  • Ein Roman, den man nicht vergisst

    Bis ans Ende der Geschichte

    eulenmatz

    04. January 2017 um 12:40

    INHALT: Sage Singer ist eine junge, leidenschaftliche Bäckerin. Als sie den allseits beliebten pensionierten Lehrer Josef Weber kennenlernt, entwickelt sich trotz des großen Altersunterschieds eine enge Freundschaft zwischen ihnen. Doch als Josef ihr eines Tages ein lange vergrabenes, schreckliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das allerdings nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem Dilemma. Denn wo verläuft die Grenze zwischen Hilfe und einem Vergehen, Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade? MEINUNG: Dieses Buch lässt sich eigentlich mit einem Wort gut beschreiben: Intensiv. Wie so häufig bei Jodi Picoults Romanen umfasst auch dieser Roman wieder eine Menge an Seiten. Nach meiner Meinung hätten es auch noch mehr sein können. Hier waren einfach keine Seite und kein Wort zu viel. Ich habe fast alle auf Deutsch erschienenen Romane von ihr gelesen und in diesem Jahr ist es auch schon mein drittes Buch und wieder war es ganz anders. Der Klappentext verrät nicht, was für eine große Thematik diesem Roman zu Grunde liegt. An dieser Stelle muss ich dies vorweg greifen, denn sonst fällt es sehr schwer, dass Buch zu rezensieren. Josef Weber ist ein ehemaliger Nazi-Offizier und Sages Großmutter ist eine polnische Jüdin, die im Konzentrationslager gewesen ist. Die Geschichte von Sage Großmutter dominiert in meinen Augen fast den ganzen Roman, der in drei Teile aufgeteilt ist. Die Geschichte hat mich am meisten berührt und gleichzeitig schockiert. Die Handlung um Sage ist dabei fast zur Nebensache geworden, obwohl auch sie ihre Probleme hat. Die Freundschaft zwischen Josef und ihr fand ich weniger gut ausgearbeitet, obwohl später klar wird, warum er Sage ausgewählt hat. Dadurch, dass Sage sich an das FBI wendet, um Josef zu melden oder zu verraten (kann man sehen wie man möchte), bekommt man auch Einblick in die Spezialabteilung, die in den USA für solche Verbrechen zuständig ist. Hier lernt Sage auch Leo Stein, den zuständigen FBI-Agenten kennen. Die Liebesgeschichte hätte in meinen Augen nicht sein müssen, war aber auch in Ordnung und den beiden auch vergönnt. Meiner Meinung nach muss man gar keine fiktiven Horror-Geschichten schreiben und lesen, der Holocaust bietet genug Geschichten, die einen fassungslos und verstört zurück lassen. Jodi Picoult beweist wieder eine exzellente Recherche. Auch wenn es Sages Großmutter nicht wirklich gegeben hat, steht sie stellvertretend für jede polnische Jüdin dieser Zeit und man ist sich beim Lesen bewusst, dass so ein Schicksal ausgesehen haben könnte. Jodi Picoult greift auch die Thematik der Aufarbeitung auf. Dabei stellt sie heraus, dass jeder und jede Überlebende anders mit den Geschehnissen umgeht und das man dies respektieren muss. Jodi Picoult stellt ihre Charaktere in ihren Romane häufig so dar, dass es keiner wirklich ausschließlich gut oder ausschließlich böse ist. Im Verlauf ihrer Romane gerate ich immer mehr in den Zwiespalt, dass ich mich nicht wirklich für eine Seite entscheiden kann. Diesmal war es anders. Es fällt schwer mit einem Nazi Mitleid zu haben, auch wenn Picoult sehr ausführlich aufgezeigt hat, wie man dort damals quasi „reingerutscht“ und wenig Möglichkeiten hatte sich der Gehirnwäsche zu entziehen. Am Ende gibt es eine Wendung, die ich aber schon voraus gesehen habe, was nicht schlimm war. Doch sie hat großen Einfluss auf Sages Entscheidung bzw. auf das, was danach kommt. Mir hat am Ende die Aufarbeitung von Sages letztendlicher Entscheidung gefehlt, denn damit muss sie jetzt leben. Ich bin auch jetzt noch zwiegespalten, ob es die richtige war. Das Buch schockiert und berührt einen. Man ist schlicht und einfach fassungslos, auch wenn schon häufig über die Schicksale dieser Zeit gelesen hat. Mich schockiert es immer wieder aufs Neue. Dennoch gibt es auch Hoffnung, wie man diesen Erlebnissen leben kann. Die Frage, die Picoult in diesem Roman aufwirft ist: Ist man auf ewig ein schlechter Mensch, nur weil man einmal oder eine Zeitlang etwas getan hat, was falsch war? Kann man solchen Menschen verzeihen? Fragen, die nicht so richtig zu beantworten sind. FAZIT: Jodi Picoult hat mal wieder bewiesen, dass sie es kann und dass sie nicht umsonst eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist. Trotz einiger kleiner Kritikpunkte hat mich dieses Buch von der ersten Seite an gefangen genommen und wir in mir noch lange nachhallen, was natürlich auch der Thematik des Buches geschuldet ist. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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    • 2
  • Eine Geschichte, die unter die Haut geht

    Bis ans Ende der Geschichte

    Benni_Cullen

    02. January 2017 um 12:07

    Ich wusste gar nicht, was mich hier erwartet. Der Klappentext spricht zwar von einem lang vergrabenen Geheimnis, welches zum Vorschein kommt, geht aber nicht darauf ein, in welche Richtung dieses Geheimnis gehen soll. Deshalb fing ich mit der Geschichte an, ohne zu wissen, wo es mich hinführen wird und am Ende stand ich da und war einfach nur überwältigt von einem Roman, welcher mich ganz tief bewegte und die unterschiedlichsten Emotionen hervorrief.Es fällt mir zum ersten Mal schwer, den Inhalt kurz und bündig zusammenzufassen, da die Autorin mehrere Handlungsstränge erzählt, die am Ende wirklich perfekt zusammen kommen und ganz hervorragend miteinander harmonieren - literarisch ist das wirklich auf der allerhöchsten Messlatte und verdient einfach Respekt. Im Wesentlichen geht es um Sage Singer, eine Bäckerin, die ein sehr geringes Selbstwertgefühl hat und sich deshalb auch nicht wirklich traut, ihr Leben zu leben. Diese lernt den bereits pensionierten Lehrer Josef kennen, der ihr Leben aufgrund des angesprochenen Geheimnisses von Grund auf ändert. Hinzu kommt die Lebensgeschichte von Sage's Großmutter und deren fiktive Geschichte, die im Roman als das Buch der Großmutter vorgestellt wird. Insgesamt erhält man so also vier bis fünf Erzählstränge, die alle unterschiedlicher nicht sein könnten, aber trotzdem zusammen ein eindrucksvolles Bild ergeben.Sage als Hauptfigur war für mich eine Protagonistin, mit der ich mich eher weniger identifizieren konnte. Aufgrund ihres Äußeren als auch ihrer Vorgeschichte, hält sie nämlich gar nichts von sich selbst und hat deshalb auch nicht wirklich die Motivation, mit anderen in Kontakt zu treten oder ihr Leben mal in die Hände zu nehmen. Schade, denn man liest als Leser das Potenzial heraus. Schön ist allerdings, dass im Laufe der Geschichte Sage immer mehr an sich und den Aufgaben, vor die sie gestellt wird, wächst und so zu einer Figur wird, die nicht mehr ganz so überkritisch ist wie am Anfang und trotzdem einige Aspekte ihres Lebens reflektiert. Diese Entwicklung freute mich als Leser und war wohl mit einer der Gründe, warum ich das Buch nicht aus den Händen legen wollte.Ich verzichte in dieser Rezension absichtlich auf die Benennung der Thematik, um die es in "Bis zum Ende der Geschichte" geht, denn ich möchte niemanden abschrecken. Hätte man mir diese nämlich verraten, wäre ich vielleicht nicht ganz so motiviert an das Lesen herangegangen. Denn wie man sich es denken kann, ist das, um was es geht wirklich ein sehr emotionales, aufwühlendes und ernstes Thema, das man aufgrund des Buches noch einmal völlig anders erlebt als jemals zuvor und sich noch einmal intensiver mit den Ereignissen der damaligen Zeit beschäftigt. Ich hatte dabei ganz starke Erinnerungen an "Solange am Himmel Sterne stehen", denn thematisch überschneiden sich die Bücher, obwohl sie völlig anders aufgebaut sind und deshalb auch unterschiedliche Stärken haben.Mein Fazit:Was soll ich also sagen? "Bis zum Ende der Geschichte" nahm mich mit auf eine Reise, die sehr intensiv und gefühlvoll war und auf der ich viel über die Figuren, aber auch ein kleines Stückchen über mich lernte. Durch den literarisch hervorragend aufgebauten Stil des Buches, den unterschiedlichen Handlungssträngen (die übrigens auch alle unterschiedliche Schriftarten inne halten), die schlussendlich alle zusammenführen und die sehr diversen Charaktere, die alle zur Geschichte beitrugen, war der Roman nicht irgendein Buch, welches ich gelesen habe, sondern eine Erfahrung, die ich wohl nie vergessen werde und an die ich mich auch noch in zehn Jahren erinnere -das sind Bücher, die man nicht vergisst, die einem so unter die Haut gehen, dass man gar nicht kann und die einen deshalb auch nie ganz loslassen werden - das möchte ich aber auch gar nicht und genau deshalb gibt es von mir auch volle Punktzahl und eine ganz dringende Leseempfehlung.

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  • Bis ans Ende der Geschichte

    Bis ans Ende der Geschichte

    Bjjordison

    27. November 2016 um 13:47

    Das Buch gehört für mich sicher zu einem meiner Highlights in diesem Jahr. Sehr toll und überzeugend. Es ist die Geschichte von Sage, die regelmäßig zu einer Trauergruppe geht. Sage ist 25 Jahre alt und lebt sehr zurückgezogen als Bäckerin. In dieser Trauergruppe trifft sie auf den 90jährigen Josef Weber. Dieser hat ein sehr dunkles Geheimnis, welches nicht gleich offenbart wird. Obwohl beide sehr unterschiedlich sind, haben die zwei eines, dass die beiden verbindet und zwar die Trauer. So kommen die beiden zusammen und treffen sich zum Reden. Die Geschichte hat mich wirklich sehr berührt, weil die ganze Handlung sehr berührend beschrieben wird und auch die Lösung der Geheimnisse sehr traurig ist. Ich finde es sehr gelungen, was die Autorin hier geschrieben hat und wie sie der ganzen Handlung eine große Tiefe verpasst hat. Großer Pluspunkt sind auch die ganzen Charaktere, die wirklich sehr unterschiedlich sind und keiner von denen war mir langweilig, weil jeder irgendwie ein kleines Geheimnis hatte, dass hat die ganzen Personen noch zusätzlich interessant gemacht. Die Geschichte wird aus der Perspektive von diversen Personen erzählt, außerdem gibt es noch Abschnitte aus der Geschichte von Sages Oma. Es war sehr gut gemacht, da man hier sehr viele Personen, Gefühle und Eindrücke des ganzen bekommt. Am traurigsten hat mich die Perspektive von Sages Oma gemacht, da es wirklich sehr brutal, was sie damals durchmachen hatte müssen. Interessant wäre hier zu erfahren, wo die Autorin diese ganzen Details herhat, da es wirklich sehr realistisch gewirkt hat. Das Ende war überraschend und man hat hier als Leser doch auch nachträglich noch nachzudenken, denn wir würde man in Sages Situation reagieren. Ich habe jetzt doch einige Zeit gebraucht bis ich die Thematik verdaut hatte. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen, da ich die ganze Geschichte wirklich sehr gelungen fand. Zusätzlich schreibt die Autorin sehr detailverliebt, was manche Geschichten langatmig machen kann, aber hier sehr passend ist. Fazit: 5 von 5 Sterne. Sehr gefühlvolles Buch, dass wirklich sehr unterhaltsam und interessant ist. Kann ich nur weiterempfehlen.

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