Das Herz ihrer Tochter

von Jodi Picoult 
3,9 Sterne bei381 Bewertungen
Das Herz ihrer Tochter
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Maggis avatar

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Das hat mich jetzt wirklich enttäuscht...

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Inhaltsangabe zu "Das Herz ihrer Tochter"

June Nealon war eine glückliche Frau. Bis Shay Bourne in einem einzigen Augenblick ihrem Glück ein Ende bereitete. Für den Mord an ihrem Mann und ihrer ersten Tochter erwartet Bourne nun die Todesstrafe. Doch mit einer ungeheuerlichen Tat will er das Leben ihrer zweiten Tochter retten und alles wieder gutmachen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492263764
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.10.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.09.2009 bei DHV Der HörVerlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    steffi5437s avatar
    steffi5437vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wunderbares spannendes Buch!
    Ein Doppelmörder möchte mit einer Organspende seine Tat wieder gutmachen!

    Das Buch handelt von June, deren Mann und erste Tochter von einem Mann namens Shay Bourne,ermordet wurden!
    Junes zweite Tochter ist schwer herzkrank und braucht dringend ein neues Herz!
    Shay Bourne wartet in der Todeszelle auf seine Hinrichtung!  
    Er möchte nach seinem Tod, sein Herz Junes herzkranker Tochter spenden! 


    Das Buch hat mich sehr bewegt und ich konnte sehr mit June und ihrer Tochter mitfühlen!  
    June und ihre Tochter standen nun vor der schweren Entscheidung, ob sie das Herz des Mörders annehmen sollen!  


    Eine aufwühlende und lesenswerte Geschichte! 

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Das hat mich jetzt wirklich enttäuscht...
    Pathetische Besserwisserei

    Die Geschichte von Shay Bourne, ein zum Tode verurteilter Doppelmörder. Er beschließt, sein Herz der Tochter der Mutter und Ehefrau seiner Opfer zu spenden und es beginnt eine Erzählung über „Wunder“ die er vollbringt. In der Öffentlichkeit entsteht der Eindruck, als wäre er ein „neuer Messias“. Eine jüdische Anwältin, die ihn verteidigen soll, geht dem Geheimnis auf die Spur. Die Autorin versteht diesen Roman, was sie unermüdlich im Nachwort beschreibt, als ein Plädoyer für die Menschlichkeit und Offenheit gegenüber anderen Religionen, in diesem besonderen Fall dem Gnostizismus (Thomas-Evangelium, Manichäismus), den sie vorgibt entdeckt zu haben. Der Inhalt erinner doch recht stark an Stephen Kings „Green Mile“, jedoch kitschiger, vorhersehbarer, und die Charaktere sind konstruierte „counterparts“. Der Roman ist sehr gut und spannend erzählt, die Story ist unterhaltend. Was stört, ist die besserwisserische Art der Autorin, die aus den gezogenen Schlussfolgerungen im Roman, die ihre eigenen sind, trieft und die Buchseiten nässt.

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    A
    Alina_Bindrimvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Innerhalb von zeei Tagen gelesen. Es ist nichts so einfach, wie es am Anfang scheint,
    Zwischen Todesstrafe und Organspende

    Ein Mann ermordet ein kleines Mädchen und ihren Vater. Er bekommt die Todesstrafe, möchte jedoch der schwerkranken Schwester seines Opfers sein Herz spenden. Im Laufe ded Buches wird seine Schuld in Frage gestellt und seine Motive, sein Herz zu spenden, diskutiert. Am Anfang schien alles ganz einfach, doch im Laufe des Buches tauchen immer mehr moralische Fragen auf, wie die Vertretbarkeit der Todesstrafe, die Frage nach Schuld und Unschuld oder eben der moralischen Aspekte von Organspende. 
    Das Buch ist nicht nur sehr gut geschrieben, sondern regt auch stark zum Nachdenken an.

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    B
    Bounty2vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Fesselnde Geschichte die zum Nachdenken anregt.
    Mutter tut alles für ihre Tochter

    Ich fand die Grundidee hinter der Geschichte sehr gut. Es ist eine Geschichte die auch wahr sein könnte. Mich hat sie sehr berührt. Das Buch ist sehr fesselnd und leicht und verständlich zu lesen. Die Geschichte bewegt zum Nachdenken und man möchte unbedingt wissen wie es ausgeht. Was mich jedoch an dem Buch gestört hat, und warum es einen Stern Abzug gibt, ist, dass es tief in die Religion rein geht. Es wird immer wieder über Religion geredet, was mich an und für sich nicht stören würde, aber in diesem Buch wird jedoch sehr genau darauf eingegangen. Für mein Interesse hätte es hier ein bisschen weniger sein können, sonst ist das Buch super und kann ich nur weiter empfehlen. 

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    KerstinThs avatar
    KerstinThvor 2 Jahren
    Heftiges Thema – guter Roman

    New Hampshire, 1996. June und Kurt Nealon sind frischverheiratet und erwarten ihr gemeinsames Kind.  Sie haben sich unter tragischen Umständen kennengelernt. Kurt war der Polizeibeamte, der June mitteilte, dass Jack, ihr Mann und Vater ihrer Tochter Elizabeth, bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Nach diesem Schicksalsschlag scheint die Familienidylle wieder hergestellt zu sein. Da die Geburt von Claire bevorsteht engagieren die Nealons einen Zimmermann, Shay Bourne, der Claires Zimmer herrichten soll. Doch das Schicksal meint es mit June nicht gut. Eines Tages als sie nach Hause kommt sind Kurt und Elizabeth tot. Sie wurden erschossen – von Shay Bourne. Kurt soll Shay dabei erwischt haben, wie er sich an Elizabeth vergangen hat. Shay Bourne wird wegen Doppelmordes zur Todesstrafe verurteilt. Nun, elf Jahre später, sitzt er im Gefängnis und erfährt, dass Claire, die Halbschwester seines Opfers, dringend eine Herzspende benötigt. Shay beschließt Claire sein Herz zu spenden. Nun beginnt das Chaos. Shay Todesstrafe muss umgeändert werden, da er sonst kein Organspender sein kann. Außerdem geschehen plötzlich Wunder im Gefängnis und Shay wird für den Messias gehalten. Es beginnt ein riesen Medienrummel. Wie wird das Ganze ausgehen? Kann Shay Claire sein Herz spenden? Will sie dieses überhaupt? Es ist immerhin vom Mörder ihrer Schwester. Und was hat es mit diesen Wundern auf sich?

    Es ist mal wieder ein bewegender Roman von Jodi Picoult. Er wird aus vier Perspektiven erzählt. Zunächst aus Junes Sicht. Dann erzählt Michael. Er war Geschworener bei Shays Verhandlung und ist nun sein Seelsorger. Maggie, die Anwältin von Shay berichtet ebenfalls. Und zu guter Letzt gibt es die Geschichte von Lucius DuFresne, einem Mitgefangenen von Shay. Dieser zeigt dem Leser, wie es in einem Hochsicherheitstrakt in den USA so vor sich geht. In diesem Roman geht es in erster Linie natürlich um die Tatsache der Todesstrafe. Sollte wirklich Gleiches mit Gleichem beglichen werden? Ein weiteres Thema ist der Glaube und die Religion. In diesem Roman soll Shays Wunsch nach Organspende durch seine Religion begründet werden. So beginnt eine heftige Diskussion, was Religion ist und wie weit sie gehen darf/kann. Und natürlich hat dieser Roman auch etwas mit Organspende zu tun. Allerdings ist dies hier doch eher eine „Nebensache“. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Er ist wieder einmal sehr angenehm geschrieben und durch die ständigen Perspektivwechsel wird er auch nicht langweilig. Ich finde es gut, dass sich Picoult immer solch wichtigen Themen widmet und auch gerne mal über Tabus spricht. Außerdem gefällt mir, wie sie sich in die Recherche für ihre Romane stürzt, um diese sehr realistisch wiedergeben zu können und einen gewissen Wahrheitsgehalt erzeugen zu können. Hierzu empfehle ich den Kommentar von Jodi Picoult am Ende des Buches.

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    jackiherzis avatar
    jackiherzivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Grundidee, aber zu viele Diskussionen über Religion für mich.
    Zu viel Religionsdiskussion versaut das Potenzial der Geschichte

    Kurzbeschreibung: Der zur Todesstrafe verurteilte Shay Bourne hat vor elf Jahren June Nealons Mann und Tochter getötet. Nun will er Junes zweiten Tochter, die schwer herzkrank ist, sein Herz spenden um Erlösung zu finden.

    Lieblingszitat: "Ich wusste genau, wie sie sich fühlte. Wenn du anders, bist siehst du mitunter die Millionen Menschen nicht, die dich so akzeptieren, wie du bist. Du nimmst nur die eine Person wahr, die das nicht tut" (Seite 49 - mehr gibt es in meiner Lesechronik https://www.lovelybooks.de/bibliothek/jackiherzi/lesestatus/1324099406/ :-) )

    Meine Meinung:
    Erzählt wird die Geschichte fast ausschließlich aus vier Perspektiven: Shays Seelsorger, seine Anwältin, ein Zellennachbar von ihm und June Nealon selber. Mir gefällt es sehr, dass Jodi Picoult ihre Geschichten immer von allen Seiten und Perspektiven ausleuchtet. Auch die Grundidee von dem Buch hat mir wirklich gefallen. Vor allem die Diskussion über die Todesstrafe, Unschuld und Schuld. Allerdings geht es zu mindestens einem Drittel um Religionen, die Bibel, Gott, Jesus etc. Und da ich Atheistin bzw. wirklich uninteressiert an Religion bin, hat mich das echt gelangweilt, zum Teil sogar richtig genervt. Zwischendurch war ich kurz davor aufzuhören, aber zum Glück gab es dann doch noch die wirklich guten, zum Nachdenken anregenden Teile der Geschichte.

    Empfehlung: Besonders für alle die gerne über Religion und Glauben diskutieren. Perfekter ist es dann nur noch, wenn ihr gegen die Todesstrafe seid :D

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    Damarels avatar
    Damarelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Weniger wäre mehr gewesen. Selbst für mich etwas zu viel des Dramas...
    Das Herz ihrer Tochter... und der Mörder ihrer Familie...

    June hat in ihrem Leben viele Schicksalsschläge zu verkraften. Ihr  erster Ehemann ist früh bei einem Autounfall gestorben und hat sie mit der kleinen Tochter Kate zurückgelassen. Doch das Glück scheint zurückzukehren, als June den Polizisten Kurt heiratet, der ihrer Tochter ein liebevoller Ersatzvater ist. Eine zweite Tochter soll die Familienidylle perfekt machen. Doch das Schicksal schlägt ein zweites Mal erbarmungslos zu, als June im 7. Monat schwanger ist und einen Aushilfshandwerker engagiert. Shay Bourne lässt von ihrer Familie nicht mehr übrig, als das ungeborene Kind in ihrem Bauch. Kaltblütig bringt er Kurt und Kate um...
    Doch auch Junes zweite Tochter steht elf Jahre später schon mit einem Fuß im Grab. Sie braucht ein Spenderherz oder wird sterben. Und als June dabei ist alles zu verlieren, tritt pötzlich wieder der Mörder ihrer Familie auf den Plan, der immer noch in der Todeszelle sitzt und der kleinen Claire sein Herz spenden will, wenn die Strafe vollstreckt wird.
    Soll Junes einziges Kind wirklich mit dem Herz des Mörders ihrer Familie herumlaufen? Und ist Shay Bourne wirklich so ein Monster, wie man vermutet?

    Das sind die zwei essentiellen Fragen, um die sich der Roman dreht. Der Handlungsablauf ist wohldurchdacht und die Autorin bringt mit ihrem Schreibstil die Gefühle und das Dilemma der Protagonistin gut an den Leser. Man ist drinnen, man ist dabei, das Kopfkino läuft.
    Doch dieser Roman war für mich leider nur knappes Mittelmaß. Wie gesagt, der Schreibstil war mitreißend wie immer, das Thema tiefgreifend und erschütternd, aber die Auflösung hat das Ganze für mich leider fast auf das Niveau eines Groschenromans gezogen. Hätte der Handlungsverlauf den Weg genommen, nach dem es im ersten Moment aussieht, dann wäre der Roman sicher etwas vorhersehbarer gewesen, aber auch realistischer und die Botschaft der Geschichte über Schuld, Sühne und Vergebeung wäre für mich sehr viel stärker gewesen. So vorkommt das Ganze am Ende für mich leider zu einem fantasy-angehauchten Kitschstück. Diesmal war es einfach alles ein wenig zu viel. Die ständigen Schicksalsschläge, die June erleiden muss, ihre anscheinend völlige Naivität, wen sie sich da ins Haus geholt hat und Shay Bournes eigentliches Gutmenschentum.
    Das erzählerische Talent reißt einiges raus, aber leider nicht diesen Plot.

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    dowi333vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Nicht das beste Buch, dass ich von Jodi Picoult gelesen habe, aber dennoch wert, es in die Hand zu nehmen.
    Geschenktes Herz

    June Nealons erster Mann Jack starb bei einem Autounfall; den sie und ihre Tochter Elizabeth überleben. Doch selbst nach diesem tragischen Schicksalsschlag gelingt es June wieder glücklich zu werden. Sie verliebt sich in den Polizisten, der sie aus dem Autowrack rettete. Zusammen mit Kurt Nealon erwartet sie nun ein Kind. Zusammen mit ihm wird ein recht renovierungsbedürftiges Haus erworben, in dem die Arbeiten aber nur langsam voran gehen. Wie aus heiterem Himmel taucht aber Isaiah Matthew Bourne, genannt Shay, auf. Er bietet seine Hilfe bei der Renovierung an.

    Doch dann bereitet Shay ihrem Glück in einem einzigen Augenblick ein Ende. Der Handwerkter tötet ihren Mann und ihre erste Tochter und erwartet hierfür die Todesstrafe.
    Shay soll Elizabeth missbraucht haben, als Kurt ihn zur Rede stellen wollte, erschoss er ihn und und das Kind. June hat erneut (fast) alles verloren, doch im Interesse ihres ungeborenen Kindesmuss sie weitermachen.

    11 Jahre später lebt sie mit ihrer zweiten Tochter Claire noch immer in dem Haus. Und als ob June noch nicht genug Schicksalsschläge verkraften musste, ist Claire auch noch herzkrank. Ihr Herz setzt immer wieder aus, sie benötigt dringend ein Spenderherz.

    Währenddessen wird Shay der Hinrichtungstermin bekannt gegeben und er beschließt Claire sein Herz zu schenken. Eine Geste der Wiedergutmachung. Er kämpft. Nicht um sein Leben, sondern um seinen Tod, damit Claire sein Herz erhält. Doch wird June dieses „Geschenk“ überhaupt annehmen.

    Wieder einmal eine tragische Gesichte, in der erneut alles ganz anders ist, als es auf den ersten Blick scheint. Das Buch hat mich stellenweise stark an "The Green Mile" von Stephen King erinnert. Mit Erzählweise und Dramaturgie ist es dann aber wieder ein typischer Picoult-Roman.
    Insgesamt nicht das beste Buch, dass ich von ihr gelesen habe, aber dennoch wert, es in die Hand zu nehmen.

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    Bücherwahnsinns avatar
    Bücherwahnsinnvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Jodi Picoult hat mit diesem Roman die Emotionen und die Gedankenwelt wieder einmal durcheinander gebracht. Fantastisch!
    Das Herz ihrer Tochter - Todesstrafe als Erlösung?

    Das Buch lag jetzt doch schon ne Weile auf meinem SuB, ich hab gar nicht mehr gewusst das es da wartet, bis mir das Buch für den Beitrag "SuB am Samstag" wieder in die Hände fiel und es logischer Weise auf meinem dringend lesen SuB platz nehmen durfte. Lange musste es nun nicht warten wie man sieht. Aber gerne fang ich wie immer mit dem Titel und dem Cover an.


    Der Titel, egal ob der deutsche oder der englische, passen super zum Buch, schliesslich geht es darum, das Shay sein Herz nach seiner Exekution Claire spenden will um wenigstens noch etwas gutes zu tun. Was das Cover angeht. Es ist schlicht, ein zartes Mädchen von der Seite, also ein Ausschnitt davon.


    Und zu Jodi Picoult kann ich immer nur wieder das selbe sagen, eine fantastische Frau die einen wirklich genialen Schreibstil hat und treffsicher in Themen wühlt die in unserer Gesellschaft und Kultur tabuisiert werden oder zu grossen Diskussionen führen. Das Buch ist nicht in übliche Kapitel geteilt sondern aus der Sichtweise der 4 Protagonisten. 

    as wäre MICHAEL der Priester, welcher als Seelsorger von Shay eingesetzt wird. Dann kommt auch ein Mithäftling und Freund, wenn man das so nennen kann wenn man in Einzelzellen sitzt, LUCIUS. Und dann kommtauch noch MAGGIE hinzu, die Anwältin der ACLU, eine Organisation die sich gegen die Todesstrafe einsetzt. JUNE dürfen wir natürlich nicht vergessen, sie ist die Mutter der beiden Opfer. Sie erzählen uns die Geschichte von Shay. 

    Was die Geschichte angeht, sie ist wieder mal so vielschichtig wie ein Thema, das man genauer betrachtet, sein kann. Als erstes geht es um die Todesstrafe. Hat auch ein Mensch, der dazu verurteilt wurde eine 2. Chance verdient? Kann eine gute Tat, nachträglich die schlechte wieder aufwiegen? Ist die Todesstrafe überhaupt gerechtfertigt? Oder stellen wir uns dann selbst auf die selbe Stufe wie denjenigen den wir hinrichten? Dies alleine würde bei den meisten Menschen schon zu einer sehr hitzigen Diskussion führen, aber wenn dann noch das Thema Religion und Glaube dazu kommt... KABOOOOM! Ich kenne solche Diskussionen, denn ich liebe es zu philosophieren, vor allem weil ich meistens anderer Meinung bin als die meisten. 

    Shay, oberflächlich gesehen würde man ihn wohl als gesellschaftlichen Aussenseiter betrachten. Vorverurteilen, oder zumindest nicht erstaunt sein wenn man genau diese Geschichte hört. Junge in verschiedenen Pflegefamilienen hin und her gereicht, Brandstiftung und in den Jugendknast gekommen, da kann man nachher ja nicht erwartetn da so ein Kind gut werden kann. Oder? So oder So, Shay hatte von Anfang an keine Chance gehabt, da will er einfach noch etwas gutes aus seinem Leben machen und sein Herz spenden nach dem er hingerichtet wurde. Dem Mädchen, dem er die Schwester genommen hat, die Familie, die sie verdient hätte zu haben. 

    Dafür setzt sich Maggie ein, denn sie will für Shay kämpfen das er so sterben kann, wie es erforderlich ist um danach sein Herz spenden zu können. Aber das ist nicht einfach weil viele Hürden genommen werden müssen, nicht zuletzt die, das June das Herz überhaupt will für ihre Tochter, schliesslich kommt das Herz vom Mörder ihrer Tochter und Ehemann! Michael, soll eigentlich dazu fungieren ihm das ganze auszureden, denn der Gefängnisdirektor hat keine Lust auf den ganzen Komplikationen, die daraus wohl entstehen würden, vom Medienrummel ganz zu schweigen. Doch Pfarrer Michael hört ihm zu, spricht mit ihm anstatt die Forderung des Direktors zu erfüllen und gerät dadurch in eine Glaubenskrise. Irgendwann stellt sich für ihn die Frage wer hier für wen die Erlösung bringen wird. 

    Rund um die Geschichte um Shay werden natürlich auch noch die Leben der Protagonisten beleuchtet. Jeder geht anders mit dem Fall, mit Bourne um, mit jedem passiert etwas, etwas das sie nie gedacht hätten das es eintreffen würde, denn alle, alle haben sie das Gefühl sie seinen sattelfest mit ihrer derzeitigen Ansichten verankert. Doch auch ihr Weltbild wird erschüttert...

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    buchstabentraeumes avatar
    buchstabentraeumevor 3 Jahren
    Das Herz ihrer Tochter

    Ich finde, dass bei diesem Buch eindeutig der Schwerpunkt falsch gesetzt wurde. Zu viel Religion, mit diesem Thema kann ich einfach nichts anfangen. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin mehr auf den moralischen Konflikt von June eingeht und auch Claires Rolle bei der Entscheidung stärker ausgestaltet wird.

    Dass Jodi Picoult so offensichtlich bei Stephen King abgeschaut hat, finde ich schon ziemlich anmaßend und eigentlich hat sie das gar nicht nötig.

    Besonders gestört hat mich der Epilog. Dazu möchte ich aber an dieser Stelle nicht mehr verraten, um niemanden zu spoilern.

    Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch letztendlich bewerten soll, habe mich dann aber für drei Sterne entschieden. Das liegt daran, dass ich vor allem den Beginn des Buches doch sehr gelungen fand, dass ich an vielen Stellen gut unterhalten wurde und Jodi Picoult doch auch einen sehr angenehmen Stil hat.

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