Jodi Picoult Das Herz ihrer Tochter

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Inhaltsangabe zu „Das Herz ihrer Tochter“ von Jodi Picoult

June Nealon war eine glückliche Frau. Bis Shay Bourne in einem einzigen Augenblick ihrem Glück ein Ende bereitete. Für den Mord an ihrem Mann und ihrer ersten Tochter erwartet Bourne nun die Todesstrafe. Doch mit einer ungeheuerlichen Tat will er das Leben ihrer zweiten Tochter retten und alles wieder gutmachen.

Ein wunderbares spannendes Buch!

— steffi5437
steffi5437

Das hat mich jetzt wirklich enttäuscht...

— Fritz_Nitzsch
Fritz_Nitzsch

Innerhalb von zeei Tagen gelesen. Es ist nichts so einfach, wie es am Anfang scheint,

— Alina_Bindrim
Alina_Bindrim

Fesselnde Geschichte die zum Nachdenken anregt.

— Bounty2
Bounty2

Eine tolle Grundidee, aber für mich gibt es viel zu viele Diskussionen über Religion

— jackiherzi
jackiherzi

Tolle Grundidee, aber zu viele Diskussionen über Religion für mich.

— jackiherzi
jackiherzi

Eine berührende Geschichte, die einen echt zum Nachdenken bringt. J. Picoult ist eine Meisterin darin, ihre Leser ganz gefangen zu nehmen.

— Tintenklex
Tintenklex

Weniger wäre mehr gewesen. Selbst für mich etwas zu viel des Dramas...

— Damarel
Damarel

Nicht das beste Buch, dass ich von Jodi Picoult gelesen habe, aber dennoch wert, es in die Hand zu nehmen.

— dowi333
dowi333

Jodi Picoult hat mit diesem Roman die Emotionen und die Gedankenwelt wieder einmal durcheinander gebracht. Fantastisch!

— Bücherwahnsinn
Bücherwahnsinn

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  • Ein Doppelmörder möchte mit einer Organspende seine Tat wieder gutmachen!

    Das Herz ihrer Tochter
    steffi5437

    steffi5437

    14. May 2017 um 21:08

    Das Buch handelt von June, deren Mann und erste Tochter von einem Mann namens Shay Bourne,ermordet wurden!Junes zweite Tochter ist schwer herzkrank und braucht dringend ein neues Herz!Shay Bourne wartet in der Todeszelle auf seine Hinrichtung!  Er möchte nach seinem Tod, sein Herz Junes herzkranker Tochter spenden! Das Buch hat mich sehr bewegt und ich konnte sehr mit June und ihrer Tochter mitfühlen!  June und ihre Tochter standen nun vor der schweren Entscheidung, ob sie das Herz des Mörders annehmen sollen!  Eine aufwühlende und lesenswerte Geschichte! 

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  • Pathetische Besserwisserei

    Das Herz ihrer Tochter
    Fritz_Nitzsch

    Fritz_Nitzsch

    06. April 2017 um 13:25

    Die Geschichte von Shay Bourne, ein zum Tode verurteilter Doppelmörder. Er beschließt, sein Herz der Tochter der Mutter und Ehefrau seiner Opfer zu spenden und es beginnt eine Erzählung über „Wunder“ die er vollbringt. In der Öffentlichkeit entsteht der Eindruck, als wäre er ein „neuer Messias“. Eine jüdische Anwältin, die ihn verteidigen soll, geht dem Geheimnis auf die Spur. Die Autorin versteht diesen Roman, was sie unermüdlich im Nachwort beschreibt, als ein Plädoyer für die Menschlichkeit und Offenheit gegenüber anderen Religionen, in diesem besonderen Fall dem Gnostizismus (Thomas-Evangelium, Manichäismus), den sie vorgibt entdeckt zu haben. Der Inhalt erinner doch recht stark an Stephen Kings „Green Mile“, jedoch kitschiger, vorhersehbarer, und die Charaktere sind konstruierte „counterparts“. Der Roman ist sehr gut und spannend erzählt, die Story ist unterhaltend. Was stört, ist die besserwisserische Art der Autorin, die aus den gezogenen Schlussfolgerungen im Roman, die ihre eigenen sind, trieft und die Buchseiten nässt.

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  • Zwischen Todesstrafe und Organspende

    Das Herz ihrer Tochter
    Alina_Bindrim

    Alina_Bindrim

    11. March 2017 um 13:58

    Ein Mann ermordet ein kleines Mädchen und ihren Vater. Er bekommt die Todesstrafe, möchte jedoch der schwerkranken Schwester seines Opfers sein Herz spenden. Im Laufe ded Buches wird seine Schuld in Frage gestellt und seine Motive, sein Herz zu spenden, diskutiert. Am Anfang schien alles ganz einfach, doch im Laufe des Buches tauchen immer mehr moralische Fragen auf, wie die Vertretbarkeit der Todesstrafe, die Frage nach Schuld und Unschuld oder eben der moralischen Aspekte von Organspende. Das Buch ist nicht nur sehr gut geschrieben, sondern regt auch stark zum Nachdenken an.

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  • Mutter tut alles für ihre Tochter

    Das Herz ihrer Tochter
    Bounty2

    Bounty2

    31. January 2017 um 03:13

    Ich fand die Grundidee hinter der Geschichte sehr gut. Es ist eine Geschichte die auch wahr sein könnte. Mich hat sie sehr berührt. Das Buch ist sehr fesselnd und leicht und verständlich zu lesen. Die Geschichte bewegt zum Nachdenken und man möchte unbedingt wissen wie es ausgeht. Was mich jedoch an dem Buch gestört hat, und warum es einen Stern Abzug gibt, ist, dass es tief in die Religion rein geht. Es wird immer wieder über Religion geredet, was mich an und für sich nicht stören würde, aber in diesem Buch wird jedoch sehr genau darauf eingegangen. Für mein Interesse hätte es hier ein bisschen weniger sein können, sonst ist das Buch super und kann ich nur weiter empfehlen. 

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  • Heftiges Thema – guter Roman

    Das Herz ihrer Tochter
    KerstinTh

    KerstinTh

    06. October 2016 um 09:49

    New Hampshire, 1996. June und Kurt Nealon sind frischverheiratet und erwarten ihr gemeinsames Kind.  Sie haben sich unter tragischen Umständen kennengelernt. Kurt war der Polizeibeamte, der June mitteilte, dass Jack, ihr Mann und Vater ihrer Tochter Elizabeth, bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Nach diesem Schicksalsschlag scheint die Familienidylle wieder hergestellt zu sein. Da die Geburt von Claire bevorsteht engagieren die Nealons einen Zimmermann, Shay Bourne, der Claires Zimmer herrichten soll. Doch das Schicksal meint es mit June nicht gut. Eines Tages als sie nach Hause kommt sind Kurt und Elizabeth tot. Sie wurden erschossen – von Shay Bourne. Kurt soll Shay dabei erwischt haben, wie er sich an Elizabeth vergangen hat. Shay Bourne wird wegen Doppelmordes zur Todesstrafe verurteilt. Nun, elf Jahre später, sitzt er im Gefängnis und erfährt, dass Claire, die Halbschwester seines Opfers, dringend eine Herzspende benötigt. Shay beschließt Claire sein Herz zu spenden. Nun beginnt das Chaos. Shay Todesstrafe muss umgeändert werden, da er sonst kein Organspender sein kann. Außerdem geschehen plötzlich Wunder im Gefängnis und Shay wird für den Messias gehalten. Es beginnt ein riesen Medienrummel. Wie wird das Ganze ausgehen? Kann Shay Claire sein Herz spenden? Will sie dieses überhaupt? Es ist immerhin vom Mörder ihrer Schwester. Und was hat es mit diesen Wundern auf sich? Es ist mal wieder ein bewegender Roman von Jodi Picoult. Er wird aus vier Perspektiven erzählt. Zunächst aus Junes Sicht. Dann erzählt Michael. Er war Geschworener bei Shays Verhandlung und ist nun sein Seelsorger. Maggie, die Anwältin von Shay berichtet ebenfalls. Und zu guter Letzt gibt es die Geschichte von Lucius DuFresne, einem Mitgefangenen von Shay. Dieser zeigt dem Leser, wie es in einem Hochsicherheitstrakt in den USA so vor sich geht. In diesem Roman geht es in erster Linie natürlich um die Tatsache der Todesstrafe. Sollte wirklich Gleiches mit Gleichem beglichen werden? Ein weiteres Thema ist der Glaube und die Religion. In diesem Roman soll Shays Wunsch nach Organspende durch seine Religion begründet werden. So beginnt eine heftige Diskussion, was Religion ist und wie weit sie gehen darf/kann. Und natürlich hat dieser Roman auch etwas mit Organspende zu tun. Allerdings ist dies hier doch eher eine „Nebensache“. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Er ist wieder einmal sehr angenehm geschrieben und durch die ständigen Perspektivwechsel wird er auch nicht langweilig. Ich finde es gut, dass sich Picoult immer solch wichtigen Themen widmet und auch gerne mal über Tabus spricht. Außerdem gefällt mir, wie sie sich in die Recherche für ihre Romane stürzt, um diese sehr realistisch wiedergeben zu können und einen gewissen Wahrheitsgehalt erzeugen zu können. Hierzu empfehle ich den Kommentar von Jodi Picoult am Ende des Buches.

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  • Zu viel Religionsdiskussion versaut das Potenzial der Geschichte

    Das Herz ihrer Tochter
    jackiherzi

    jackiherzi

    22. September 2016 um 23:07

    Kurzbeschreibung: Der zur Todesstrafe verurteilte Shay Bourne hat vor elf Jahren June Nealons Mann und Tochter getötet. Nun will er Junes zweiten Tochter, die schwer herzkrank ist, sein Herz spenden um Erlösung zu finden. Lieblingszitat: "Ich wusste genau, wie sie sich fühlte. Wenn du anders, bist siehst du mitunter die Millionen Menschen nicht, die dich so akzeptieren, wie du bist. Du nimmst nur die eine Person wahr, die das nicht tut" (Seite 49 - mehr gibt es in meiner Lesechronik https://www.lovelybooks.de/bibliothek/jackiherzi/lesestatus/1324099406/ :-) ) Meine Meinung: Erzählt wird die Geschichte fast ausschließlich aus vier Perspektiven: Shays Seelsorger, seine Anwältin, ein Zellennachbar von ihm und June Nealon selber. Mir gefällt es sehr, dass Jodi Picoult ihre Geschichten immer von allen Seiten und Perspektiven ausleuchtet. Auch die Grundidee von dem Buch hat mir wirklich gefallen. Vor allem die Diskussion über die Todesstrafe, Unschuld und Schuld. Allerdings geht es zu mindestens einem Drittel um Religionen, die Bibel, Gott, Jesus etc. Und da ich Atheistin bzw. wirklich uninteressiert an Religion bin, hat mich das echt gelangweilt, zum Teil sogar richtig genervt. Zwischendurch war ich kurz davor aufzuhören, aber zum Glück gab es dann doch noch die wirklich guten, zum Nachdenken anregenden Teile der Geschichte. Empfehlung: Besonders für alle die gerne über Religion und Glauben diskutieren. Perfekter ist es dann nur noch, wenn ihr gegen die Todesstrafe seid :D

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  • Das Herz ihrer Tochter... und der Mörder ihrer Familie...

    Das Herz ihrer Tochter
    Damarel

    Damarel

    18. January 2016 um 14:45

    June hat in ihrem Leben viele Schicksalsschläge zu verkraften. Ihr erster Ehemann ist früh bei einem Autounfall gestorben und hat sie mit der kleinen Tochter Kate zurückgelassen. Doch das Glück scheint zurückzukehren, als June den Polizisten Kurt heiratet, der ihrer Tochter ein liebevoller Ersatzvater ist. Eine zweite Tochter soll die Familienidylle perfekt machen. Doch das Schicksal schlägt ein zweites Mal erbarmungslos zu, als June im 7. Monat schwanger ist und einen Aushilfshandwerker engagiert. Shay Bourne lässt von ihrer Familie nicht mehr übrig, als das ungeborene Kind in ihrem Bauch. Kaltblütig bringt er Kurt und Kate um... Doch auch Junes zweite Tochter steht elf Jahre später schon mit einem Fuß im Grab. Sie braucht ein Spenderherz oder wird sterben. Und als June dabei ist alles zu verlieren, tritt pötzlich wieder der Mörder ihrer Familie auf den Plan, der immer noch in der Todeszelle sitzt und der kleinen Claire sein Herz spenden will, wenn die Strafe vollstreckt wird. Soll Junes einziges Kind wirklich mit dem Herz des Mörders ihrer Familie herumlaufen? Und ist Shay Bourne wirklich so ein Monster, wie man vermutet? Das sind die zwei essentiellen Fragen, um die sich der Roman dreht. Der Handlungsablauf ist wohldurchdacht und die Autorin bringt mit ihrem Schreibstil die Gefühle und das Dilemma der Protagonistin gut an den Leser. Man ist drinnen, man ist dabei, das Kopfkino läuft. Doch dieser Roman war für mich leider nur knappes Mittelmaß. Wie gesagt, der Schreibstil war mitreißend wie immer, das Thema tiefgreifend und erschütternd, aber die Auflösung hat das Ganze für mich leider fast auf das Niveau eines Groschenromans gezogen. Hätte der Handlungsverlauf den Weg genommen, nach dem es im ersten Moment aussieht, dann wäre der Roman sicher etwas vorhersehbarer gewesen, aber auch realistischer und die Botschaft der Geschichte über Schuld, Sühne und Vergebeung wäre für mich sehr viel stärker gewesen. So vorkommt das Ganze am Ende für mich leider zu einem fantasy-angehauchten Kitschstück. Diesmal war es einfach alles ein wenig zu viel. Die ständigen Schicksalsschläge, die June erleiden muss, ihre anscheinend völlige Naivität, wen sie sich da ins Haus geholt hat und Shay Bournes eigentliches Gutmenschentum. Das erzählerische Talent reißt einiges raus, aber leider nicht diesen Plot.

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  • Geschenktes Herz

    Das Herz ihrer Tochter
    dowi333

    dowi333

    26. November 2015 um 18:29

    June Nealons erster Mann Jack starb bei einem Autounfall; den sie und ihre Tochter Elizabeth überleben. Doch selbst nach diesem tragischen Schicksalsschlag gelingt es June wieder glücklich zu werden. Sie verliebt sich in den Polizisten, der sie aus dem Autowrack rettete. Zusammen mit Kurt Nealon erwartet sie nun ein Kind. Zusammen mit ihm wird ein recht renovierungsbedürftiges Haus erworben, in dem die Arbeiten aber nur langsam voran gehen. Wie aus heiterem Himmel taucht aber Isaiah Matthew Bourne, genannt Shay, auf. Er bietet seine Hilfe bei der Renovierung an. Doch dann bereitet Shay ihrem Glück in einem einzigen Augenblick ein Ende. Der Handwerkter tötet ihren Mann und ihre erste Tochter und erwartet hierfür die Todesstrafe. Shay soll Elizabeth missbraucht haben, als Kurt ihn zur Rede stellen wollte, erschoss er ihn und und das Kind. June hat erneut (fast) alles verloren, doch im Interesse ihres ungeborenen Kindesmuss sie weitermachen. 11 Jahre später lebt sie mit ihrer zweiten Tochter Claire noch immer in dem Haus. Und als ob June noch nicht genug Schicksalsschläge verkraften musste, ist Claire auch noch herzkrank. Ihr Herz setzt immer wieder aus, sie benötigt dringend ein Spenderherz. Währenddessen wird Shay der Hinrichtungstermin bekannt gegeben und er beschließt Claire sein Herz zu schenken. Eine Geste der Wiedergutmachung. Er kämpft. Nicht um sein Leben, sondern um seinen Tod, damit Claire sein Herz erhält. Doch wird June dieses „Geschenk“ überhaupt annehmen. Wieder einmal eine tragische Gesichte, in der erneut alles ganz anders ist, als es auf den ersten Blick scheint. Das Buch hat mich stellenweise stark an "The Green Mile" von Stephen King erinnert. Mit Erzählweise und Dramaturgie ist es dann aber wieder ein typischer Picoult-Roman. Insgesamt nicht das beste Buch, dass ich von ihr gelesen habe, aber dennoch wert, es in die Hand zu nehmen.

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  • Das Herz ihrer Tochter - Todesstrafe als Erlösung?

    Das Herz ihrer Tochter
    Bücherwahnsinn

    Bücherwahnsinn

    13. October 2015 um 13:29

    Das Buch lag jetzt doch schon ne Weile auf meinem SuB, ich hab gar nicht mehr gewusst das es da wartet, bis mir das Buch für den Beitrag "SuB am Samstag" wieder in die Hände fiel und es logischer Weise auf meinem dringend lesen SuB platz nehmen durfte. Lange musste es nun nicht warten wie man sieht. Aber gerne fang ich wie immer mit dem Titel und dem Cover an. Der Titel, egal ob der deutsche oder der englische, passen super zum Buch, schliesslich geht es darum, das Shay sein Herz nach seiner Exekution Claire spenden will um wenigstens noch etwas gutes zu tun. Was das Cover angeht. Es ist schlicht, ein zartes Mädchen von der Seite, also ein Ausschnitt davon. Und zu Jodi Picoult kann ich immer nur wieder das selbe sagen, eine fantastische Frau die einen wirklich genialen Schreibstil hat und treffsicher in Themen wühlt die in unserer Gesellschaft und Kultur tabuisiert werden oder zu grossen Diskussionen führen. Das Buch ist nicht in übliche Kapitel geteilt sondern aus der Sichtweise der 4 Protagonisten.  as wäre MICHAEL der Priester, welcher als Seelsorger von Shay eingesetzt wird. Dann kommt auch ein Mithäftling und Freund, wenn man das so nennen kann wenn man in Einzelzellen sitzt, LUCIUS. Und dann kommtauch noch MAGGIE hinzu, die Anwältin der ACLU, eine Organisation die sich gegen die Todesstrafe einsetzt. JUNE dürfen wir natürlich nicht vergessen, sie ist die Mutter der beiden Opfer. Sie erzählen uns die Geschichte von Shay.  Was die Geschichte angeht, sie ist wieder mal so vielschichtig wie ein Thema, das man genauer betrachtet, sein kann. Als erstes geht es um die Todesstrafe. Hat auch ein Mensch, der dazu verurteilt wurde eine 2. Chance verdient? Kann eine gute Tat, nachträglich die schlechte wieder aufwiegen? Ist die Todesstrafe überhaupt gerechtfertigt? Oder stellen wir uns dann selbst auf die selbe Stufe wie denjenigen den wir hinrichten? Dies alleine würde bei den meisten Menschen schon zu einer sehr hitzigen Diskussion führen, aber wenn dann noch das Thema Religion und Glaube dazu kommt... KABOOOOM! Ich kenne solche Diskussionen, denn ich liebe es zu philosophieren, vor allem weil ich meistens anderer Meinung bin als die meisten.  Shay, oberflächlich gesehen würde man ihn wohl als gesellschaftlichen Aussenseiter betrachten. Vorverurteilen, oder zumindest nicht erstaunt sein wenn man genau diese Geschichte hört. Junge in verschiedenen Pflegefamilienen hin und her gereicht, Brandstiftung und in den Jugendknast gekommen, da kann man nachher ja nicht erwartetn da so ein Kind gut werden kann. Oder? So oder So, Shay hatte von Anfang an keine Chance gehabt, da will er einfach noch etwas gutes aus seinem Leben machen und sein Herz spenden nach dem er hingerichtet wurde. Dem Mädchen, dem er die Schwester genommen hat, die Familie, die sie verdient hätte zu haben.  Dafür setzt sich Maggie ein, denn sie will für Shay kämpfen das er so sterben kann, wie es erforderlich ist um danach sein Herz spenden zu können. Aber das ist nicht einfach weil viele Hürden genommen werden müssen, nicht zuletzt die, das June das Herz überhaupt will für ihre Tochter, schliesslich kommt das Herz vom Mörder ihrer Tochter und Ehemann! Michael, soll eigentlich dazu fungieren ihm das ganze auszureden, denn der Gefängnisdirektor hat keine Lust auf den ganzen Komplikationen, die daraus wohl entstehen würden, vom Medienrummel ganz zu schweigen. Doch Pfarrer Michael hört ihm zu, spricht mit ihm anstatt die Forderung des Direktors zu erfüllen und gerät dadurch in eine Glaubenskrise. Irgendwann stellt sich für ihn die Frage wer hier für wen die Erlösung bringen wird.  Rund um die Geschichte um Shay werden natürlich auch noch die Leben der Protagonisten beleuchtet. Jeder geht anders mit dem Fall, mit Bourne um, mit jedem passiert etwas, etwas das sie nie gedacht hätten das es eintreffen würde, denn alle, alle haben sie das Gefühl sie seinen sattelfest mit ihrer derzeitigen Ansichten verankert. Doch auch ihr Weltbild wird erschüttert...

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  • Das Herz ihrer Tochter

    Das Herz ihrer Tochter
    buchstabentraeume

    buchstabentraeume

    15. September 2015 um 10:58

    Ich finde, dass bei diesem Buch eindeutig der Schwerpunkt falsch gesetzt wurde. Zu viel Religion, mit diesem Thema kann ich einfach nichts anfangen. Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin mehr auf den moralischen Konflikt von June eingeht und auch Claires Rolle bei der Entscheidung stärker ausgestaltet wird. Dass Jodi Picoult so offensichtlich bei Stephen King abgeschaut hat, finde ich schon ziemlich anmaßend und eigentlich hat sie das gar nicht nötig. Besonders gestört hat mich der Epilog. Dazu möchte ich aber an dieser Stelle nicht mehr verraten, um niemanden zu spoilern. Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch letztendlich bewerten soll, habe mich dann aber für drei Sterne entschieden. Das liegt daran, dass ich vor allem den Beginn des Buches doch sehr gelungen fand, dass ich an vielen Stellen gut unterhalten wurde und Jodi Picoult doch auch einen sehr angenehmen Stil hat.

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  • Ein Urteil über Leben und Tod

    Das Herz ihrer Tochter
    TochterAlice

    TochterAlice

    22. June 2015 um 08:28

    ... fällt zunächst der Mörder Shay Bourne und tötet die siebenjährige Elizabeth und ihren Stiefvater, den Polizisten Kurt Nealon. June Nealon, die Mutter und Ehefrau verliert fast alles, was sie hat - es bleibt ihr nur ihr ungeborenes Kind Claire. 11 Jahre später: Claire leidet an einer schweren Herzkrankheit und braucht dringend ein Spenderherz, Shay befindet sich noch immer in der Todeszelle - seit Jahren der einzige zum Tode Verurteilte im Bundesstaat New Hampshire. Er wünscht nicht den Tod durch die Giftspritze, sondern durch den Strang - um so das Herz der Schwester der von ihm ermordeten Elisabeth zu spenden und Vergebung zu erlangen. So die Ausgangssituation - was folgt, ist ein Hin und Her, in dem religiöse Erkenntnisse eine tragende Rolle spielen. Shay verbringt in seiner Zelle offenbar Wunder. Selbst sein Beichtvater - vor elf Jahren einer der Geschworenen, die ihn zu Tode verurteilt haben, hält es für möglich, dass er der Heiland ist, da auf einmal aus Wasser Wein wird, ein Mithälftling scheinbar von Aids geheilt wird und weitere erstaunliche Dinge geschehen. Häppchenweise wird der Leser aus unterschiedlichen Erzählperspektiven - aus der Sicht des Priester Michael, Shays Anwältin Maggie, June Nealon, dem Mithäftling Lucius sowie der kleinen Claire Nealon an erstaunliche Entwicklungen herangeführt - vieles ist nicht so, wie es scheint. Oder doch? Die einzelnen Positionen sind mit großer Eindringlichkeit und sehr plastisch geschildert - jedes einzelne Wort lässt den Leser spüren, welche seelischen Qualen durchlitten, welche Zweifel durchlebt werden. Jodie Picoult hat mit Worten nicht geschrieben, sondern gemalt und sie ist mit ihrer farbigen Darstellungskraft in mein Leser-Herz eingedrungen. Eine Geschichte, die den Leser packt und festhält. Trotz des grausamen Themas ist sie aus meiner Sicht auch und gerade für Mütter und für Töchter geeignet: Picoult vereint in ihrem Text Schrecken und Spannung mit Herzenswärme. Leider übertreibt sie jedoch zeitweilig und zum Ende des Romans immer mehr. Es ist einfach zu viel des Guten, das die Autorin in ihre Geschichte gepackt hat. Die spannende und eindringlich geschriebene Leseprobe entpuppt sich leider als überladenes Gegenwartsmärchen. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass Leserinnen - denn es ist eindeutig eher ein Buch für Frauen - die anders als ich realitätsferne und etwas absurde Entwicklungen zu schätzen wissen, dieses Buch aufgrund der erzählerischen Kraft der Autorin lieben werden.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. 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    Das Herz ihrer Tochter
    The iron butterfly

    The iron butterfly

    22. May 2015 um 11:03

    June Nealon erlebt eine der schlimmsten Situationen im Leben eines Menschen, sie verliert durch ein grausames Verbrechen ihre kleine Tochter Elizabeth. Ein Handwerker, der von der Familie für Renovierungsarbeiten engagiert wurde, tötete auch Kurt Nealon, Junes zweiten Ehemann. In der Gerichtsverhandlung stellt die Recherchearbeit dar, dass Shay Bourne wohl Elizabeth missbrauchte und vom Stiefvater, der Polizist war, dabei überrascht wurde. Bei Handgreiflichkeiten konnte Shay Bourne Kurts‘ Waffe ergreifen und diese für sein Verbrechen an Elizabeth und Kurt nutzen. Shay Bourne wird im Staate New Hampshire von den Geschworenen zum Tode durch eine tödliche Injektion verurteilt. June, die zum Zeitpunkt des Verbrechens mit dem gemeinsamen Kind schwanger war, erlebt erneut einen niederschmetternden Verlust, da sie Jahre zuvor bei einem Autounfall ihre große Liebe Jack verlor. Sie und Elizabeth überlebten den Unfall und fanden in Kurt Nealon nicht nur ihren Retter am Unfallort, sondern auch einen neuen Vater und Mann. Shay Bourne hat dieser Idylle ein jähes Ende bereitet und June findet ausschließlich in ihrem noch ungeborenen Kind, der Tochter Claire, Halt, um weiterzuleben. Elf Jahre nach dem Verbrechen hat sich die Realität für keinen der Beteiligten maßgeblich gebessert, denn Claire, June kleine Tochter, ist herzkrank und benötigt dringend eine Transplantation. Shay Bourne erlebt eine andere Situation, die nicht minder niederschmetternd ist, er ist ein Todeskandidat und sitzt mit anderen Schwerverbrechern, die nichts mit ihm gemeinsam haben im Gefängnis. Selbst ein Pflegekind, welches von Familie zu Familie gereicht wurde, litt Shay an einer bipolaren Störung, die nie behandelt wurde. Sinnesreize überfluten seine Wahrnehmung, er kann sich schlecht in Worte fassen, kann nur schlecht lesen oder gar schreiben. Ein Brand im Haus seiner Pflegeeltern wird ihm in Jugendzeiten angelastet und führt zu einer Jugendstrafe, danach scheint er als wandernder Zimmermann nach Arbeit zu suchen. Ein Paradekandidat für ein Schwerverbrechen. Shay entscheidet, als er im Fernsehen durch Zufall eine Berichterstattung über Claires dringend notwendige Herztransplantation sieht, ihr sein Herz zu geben. Schließlich steht seine Exekution kurz bevor und dies erscheint ihm die ausgleichende Gerechtigkeit für seine Schuld an Junes Verlust der geliebten Elizabeth zu sein. Jodi Picoult erzählt diese Geschichte aus der Sicht von verschiedenen Personen. Zum einen ist da June, die unsagbar viele Verluste erleiden musste und um ihre Zukunft mit Claire kämpft. Sie hat Entscheidungen zu treffen, die niemand alleine treffen will und doch steht sie alleine da. Michael, anfänglich Student und Geschworener im Prozess um Shay Verurteilung, später Priester aus Überzeugung und Seelsorger für Shay. Im Prozess war er der letzte Geschworene, der Shay zum Tode verurteilte und seine Zweifel haben ihm seinen Glauben näher gebracht. Als Seelsorger erhofft er sich nicht nur Erlösung von seinen Zweifeln, sondern auch die Chance Shay mit Hilfe des Glaubens auf seine bevorstehende Hinrichtung zu unterstützen. Lucius, Gefängnisinsasse, Mörder an seinem Geliebten, Künstler und irgendwann auch das, was man in einer Gefängnisatmosphäre Shays Freund nennen kann. Lucius beobachtet und erlebt Shay im Gefängnis. Durch seine Augen erlebt der Leser wundersame Begebenheiten, die Shay in ein anderes Licht rücken. Maggie, Rechtsanwältin bei der Amerikanischen Bürgerrechtsunion ACLU, Singlefrau mit den üblichen Selbstbewusstseinsstörungen und einer unbändigen Intelligenz. Sie wird Shay helfen, denn wenn er durch eine tödliche Injektion hingerichtet wird, ist sein Herz unbrauchbar und nicht mehr für Claire als Organspende geeignet. Gewohnt gut recherchiert und formuliert, hat sich Picoult in „Das Herz meiner Tochter“ die Themen Glaube, Religion und die umstrittene Todesstrafe in den USA vorgenommen. Die Erzählweise ist aufgrund der unterschiedlichen Blickwinkel eher aufschlußreich, als verwirrend. Inhaltlich führt alles selbstverständlich nur schwer auf ein Happy-Ending zu und doch sind da einige Ansätze, die mir weniger gefielen. Die Protagonisten wirken wie für die Geschichte "gestrickt", klischeehaft teilweise. Oder Shay, der zu Beginn eher als Person dargestellt wird, die sich nur schwer äußern kann, die introvertiert und kompliziert zu sein scheint, entpuppt sich phasenweise zum Retorikkünstler. Das wirkte für mich teilweise am Protagonisten „vorbeierzählt“. „Too much“ war mir auch der ganze religiöse Schwall, wobei die Thematik um Religionsfreiheit und die Thomasevangelien sehr interessant gestaltet wurde, aber diese Andeutungen in Richtung wundersamer Ereignisse, die Paralellen zwischen Shay und Jesus, naja… Trotzdem liest sich Picoult immer wieder mal ganz gut, weil sie mutig Themen aufgreift und sie vorstellt, ohne Partei zu ergreifen. Sie lässt genug Spielraum für Überlegungen, stößt Interesse an und hinterlässt auch die eine oder andere Frage zum Thema, die man hinterher gerne diskutieren kann oder für die eigene Wissenserweiterung recherchiert. Ein ordentlicher drei-Sterne-Roman.

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  • Unglaublich gut!

    Das Herz ihrer Tochter
    Domita

    Domita

    18. March 2015 um 09:13

    Das Herz ihrer Tochter, zuerst mal, ich habe das Buch geliebt! Ich würde am liebsten den ganzen Tag noch weiterlesen. Wobei ich es sowieso schon in kürzester Zeit durchgelesen habe.   Das Buch erzählt die Geschichte von einem Häftling, der zu Tode verurteilt wurde und jetzt der Schwester seines Opfers sein Herz spenden möchte. Es fängt damit an, dass die Mutter ihr Ehemann und ihre Tochter Elisabeth einen Autounfall haben, bei dem der Vater stirbt, Elisabeth ist gerade mal 2 Jahre alt und der damals zuständige Polizist besucht sie immer häufiger. Irgendwann kommen die beiden zusammen und heiraten sogar. Kurz darauf, Elisabeth ist mittlerweile 7 geworden, ist die Mutter wieder schwanger, sie erwartet ihre zweite Tochter. Da das Haus zu klein ist, wollen sie anbauen und irgendwann steht ein Mann vor der Tür, der anbietet die unfertigen Arbeiten zu vollenden und so passiert es dann auch. Eines Abends hat er allerdings sein Werkzeug vergessen und er kommt wieder. Die Mutter ist gerade beim Ultraschall und der Vater ist mit Elisabeth allein zuhause. Irgendwie kommt es dann dazu, dass der Vater und Elisabeth erschossen werden und der Arbeiter ihre Unterhose in der Tasche hat. Er wird zu Tode verurteilt und die Geschichte setzt 11 Jahre später wieder ein. Die zweite Tochter heißt Claire und hat ein Herzleiden, ihr geht es immer schlechter und aus irgendeinem Grund kommt diese Geschichte ins Fernsehen und der Häftling erfährt davon, wobei ihm plötzlich klar wird, dass er ihr sein Herz spenden möchte. Die Geschichte ist unglaublich gut geschrieben und wechselt immer wieder die Perspektive. Mal wird aus der Sicht des Täters, mal aus der Sicht seiner Anwältin, seines Seelsorgers, der Mutter und sogar aus der Sicht Claires erzählt. Sehr lesenswert!!!

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  • Ein Nehmen und Geben...

    Das Herz ihrer Tochter
    LeseBlick

    LeseBlick

    13. January 2015 um 19:58

    Inhaltsangabe Das Herz eines Mörders für das Leben ihrer Tochter. June Nealon war eine glückliche Frau. Bis Shay Bourne in einem einzigen Augenblick ihrem Glück ein Ende bereitete. Für den Mord an ihrem Mann und ihrer ersten Tochter erwartet Bourne nun die Todesstrafe. Doch mit einer ungeheuerlichen Tat will er das Leben ihrer zweiten Tochter retten und alles wieder gutmachen. Meine Bewertung Nach einer längeren Jodi Picoult Pause war ich unheimlich gespannt auf dieses Buch, denn bisher konnte mich noch kein Roman enttäuschen. „Das Herz ihrer Tochter“ behandelt die Themen Todesstrafe und Organtransplantation, dass heißt es versprach interessant zu werden. Im Buch geht es um Shay, einen zum Tode verurteilten Mörder. Seine Opfer waren der Polizist und Ehemann von June Nealon, sowie ihre siebenjährige Tochter Elizabeth. Der Gefängnisinsasse Shay beschließt nach seiner Exekution sein Herz zu spenden. Das Herz soll an June Nealon’s andere, herzkrankte Tochter Claire gehen. Für den Leser in erster Linie ein Gewissenskonflikt. Dies war er auch für mich! Er nahm zwei Leben, will durch sein Herz jedoch ein anderes am Leben erhalten… Woran man als Leser nicht denkt, ist, dass ein Herz nach einer Exekution durch die Giftspritze nicht mehr zu gebrauchen ist. Im Buch geht es also um Shay, der auf jeden Fall sein Herz spenden möchte, seine Anwältin, die alles Mögliche versucht, um Shay diesen letzten Wunsch zu ermöglichen und um einen Pfarrer, der Shay begleitet und der eine ganz besondere und folgenreiche Verbindung zu Shay hat. Und auf der anderen Seite beschreibt Jodi Picoult die Situation aus June’s Sicht, der ein Herz für ihre kranke Tochter angeboten wurde, nur leider von dem Mörder ihres Mannes und ihrer anderen Tochter. Am interessantesten fand ich das Thema „Zellgedächtnis“. Nimmt ein Mensch, der ein Spenderorgan empfängt, Eigenarten vom Spender an oder ist das ein Hirngespinst? Vielleicht lag es daran, dass Picoult einen Pfarrer in die Geschichte einbrachte, denn das Thema Religion nahm gerade im ersten Drittel absolute Überhand und ich konnte mich damit überhaupt nicht arrangieren. Leider konnte man aufgrund des Klappentextes rein gar nicht auf dieses Thema schließen. Ein weiterer Faktor, der mich wirklich negativ stimmte, waren Einwürfe von übernatürlichen Geschehnissen. Ich kam mir kurzzeitig vor wie in einer Zaubershow. Schade. Im Großen und Ganzen konnte die Autorin das Ruder noch einmal herumreißen, doch es fehlte eindeutig an den großen Emotionen, wie man es von Jodi Picoult kennt. Wie immer schafft sie es jedoch, den Leser zum Nachdenken anzuregen! Fazit Ein Buch mit einer interessanten Grundidee. Leider konnte Picoult dieses Mal nicht ihr Talent beweisen, welches sie sonst in ihren Büchern immer zum Ausdruck bringt. Aus der Idee hätte man um einiges mehr herausholen können. Das Thema Todesstrafe kam mir eindeutig zu kurz und hätte intensiver besprochen werden können. Ich freue mich trotzdem auf meinen nächsten Roman der Autoren. Die Wahl ist auf „19 Minuten gefallen“. (2,5 Sterne mit Potenzial zu 3 Sternen)

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