Die Wahrheit meines Vaters

von Jodi Picoult 
3,9 Sterne bei377 Bewertungen
Die Wahrheit meines Vaters
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Hat mich vor allem wegen der fehlenden Gefühlsebene richtig enttäuscht...

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Inhaltsangabe zu "Die Wahrheit meines Vaters"

Delia Hopkins verbrachte eine glückliche Kindheit, daran bestand bisher nie ein Zweifel. Doch als eines Tages die Polizei ein schreckliches Geheimnis über ihre Familie offenbart, holt eine Vergangenheit Delia ein, von der sie nicht einmal wußte, daß es sie gab …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492263160
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:537 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:17.04.2009

Rezensionen und Bewertungen

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    Miiis avatar
    Miiivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sehr schöner Roman über Elternliebe, der sich zwischenzeitlich zwar ein wenig gezogen hat aber nichtsdestotrotz sehr tiefgründig war
    ein kleines auf und ab

    Das Buch fängt relativ harmlos aber das steigert sich dann doch mit jeder Seite mehr und ehe man sich versieht, findet man sich in solch einem Geschehen wieder, das man kaum das Buch aus der Hand legen möchte.
    Eine kleine Erinnerung, die Delia nicht mehr loslässt (Ein Zitronenbaum und ein Mann der sie Grilla nennt und durch die Luft wirbelt) verändert von heute auf morgen ihr Leben.

    Auf einmal sieht sich der Leser selbst mit der Frage konfrontiert, wie weit er für sein eigenes Kind bzw. dessen Wohl gehen würde? Zu sagen "Ich würde alles für jemanden tun" ist sehr leicht ausgesprochen aber doch schwieriger umzusetzen als man denkt.
    Es ist wirklich sehr tiefgründig, man bekommt Einblick in insgesamt fünf verschiedene Personen, was offen gesagt auch ein bisschen viel ist. Hier hätte man dann doch vielleicht ein zwei streichen und die anderen ein wenig genauer bzw. ausführlicher machen können.

    Nichtsdestotrotz hat es sich zwischenzeitlich unglaublich gezogen. Vor allem weil einige Themen immer wieder aufgerollt worden sind. Delia war mir offen gestanden mehr als nur einmal unsympathisch und in Anbetracht dessen, dass sie zu den Hauptcharakteren gehört, war das schon ein wenig anstrengend.
    Dennoch ein schönes Buch.

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    Janine2610s avatar
    Janine2610vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Interessantes Thema! Nur leider sind die Charaktere gefühllos beschrieben und manche Buchszenen empfand ich als reine Seitenfüller.
    Was man aus Liebe tut ...

    Der Klappentext:

    Delia Hopkins steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Eric, liebt das Leben mit ihrer kleinen Tochter Sophie und kann trotz des frühen Todes ihrer Mutter auf eine unbeschwerte Kindheit zurückblicken. Seit sie jedoch die vergilbten Hochzeitsbilder ihrer Eltern gesehen hat, spuken Erinnerungen durch ihren Kopf, mit denen sie nichts anzufangen weiß. Bevor sie mit ihrem Vater Andrew, dem angesehenen Leiter eines Altenheims, darüber sprechen kann, steht die Polizei vor der Tür und offenbart ein schreckliches Geheimnis über ihn. Delias Welt zerfällt vor ihren Augen, denn offenbar ist sie nicht die, für die sie sich gehalten hat ... Was geschieht, wenn einem plötzlich die eigene Vergangenheit geraubt wird?

    Meine Meinung:

    Was man aus Liebe tut, muss nicht immer besonders logisch sein. Oder legal. In Andrew Hopkins' Fall war es gegen das Gesetz. Verdenken konnte ich ihm seine Taten allerdings nicht, denn als ich nach und nach die Gründe dafür erfahren habe, war ich immer mehr der Überzeugung, dass ich genauso gehandelt hätte. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht von der teilweise erschütternden Wahrheit verraten, das soll schon jeder selbst herauslesen, wie Andrew versucht hat, das Leben seiner Tochter Delia zu "retten". Ich möchte lieber erklären, warum das Buch von mir nur drei Sterne bekommen hat ...

    ~ Es ist immer leichter, einen Menschen zu verurteilen, als sich zu überlegen, was ihn vielleicht so weit gebracht hat, eine illegale oder moralisch verwerfliche Tat zu begehen, weil er glaubt, dass er dann besser dran ist. ~

    (S. 377)

    Die Handlungen der Figuren (in der Gegenwart) konnte ich größtenteils nicht nachvollziehen. Warum? - Weil mir manche Entscheidungen für erwachsene Menschen etwas überstürzt und kindisch erschienen sind. Mit ein Grund für das Unverständnis der Handlung, war wahrscheinlich auch die Tatsache, dass die Autorin ziemlich stark an den Emotionen der Buchfiguren gespart hat. Es wird fast alles so nüchtern und gefühllos beschrieben - das hat mir gar nicht gefallen. Auf diese Weise habe ich zu keinem der Hauptcharaktere eine gewisse Nähe aufbauen können. Die Geschichte/die Buchfiguren waren nur aus der Distanz zu betrachten, so richtig einfühlen konnte ich mich leider in niemanden.
    Zusätzlich erschwert wurde der Nähe-Aufbau durch die Kapitelwechsel. In jedem neuen Kapitel wird aus der Sicht einer anderen wichtigen Person erzählt - und davon gab es gar nicht mal so wenige, fünf waren es mindestens.

    ~ Ich könnte ihr aus eigener Erfahrung sagen, dass Menschen, die wir lieben, manchmal Entscheidungen treffen, die wir nicht nachvollziehen können. Aber wir sind trotzdem in der Lage, diese Menschen weiterhin zu lieben. Nicht das Verständnis zählt, sondern die Vergebung. ~
    (S. 86)

    Was mir wiederum gefallen hat, waren die Einblicke, die man über alkoholkranke Menschen bekommen hat. Der Alkohol spielt in diesem Buch eine tragende Rolle, genauso wie eine Verhandlung vor Gericht (aber die ist ja fast schon Markenzeichen von Jodi Picoult) und ich persönlich fand es sehr interessant, zu dieser Thematik auch einmal mehr lesen zu können. Ebenso, aber das hat mir nur zum Teil gefallen, tauchen im Text immer wieder bedeutungsschwere Sätze, Gespräche und Fragen auf, über die man vermutlich stundenlang philosophieren könnte. Für mich war das manchmal etwas zu viel, aber ich glaube, das ist sowieso eher Geschmacksache.

    Dann gab es da noch Gefängnisszenen, die zwar zum Teil heftig zu lesen waren, mir aber dennoch wie reine Seitenfüller vorgekommen sind, da sie mit dem eigentlichen Problem mit Delia nicht viel zu tun hatten.
    Ganz genauso wie ein Abschweifen vom Thema sind bei mir die Szenen angekommen, in denen eine Indianerfrau mit Delia Kontakt hatte. Die alte Indianerin hat von abgehobenen Dingen gesprochen, die in ihrem Glauben verankert sind, mit dem ich aber nicht viel anfangen konnte. Es kamen auch einige indianische Ausdrücke vor, die unaussprechlich waren und mich eigentlich nur gelangweilt haben.

    ~ »Ja!« falle ich ihr ins Wort. »Er ist ein Lügner. Er hat mich achtundzwanzig Jahre belogen, wollen Sie das von mir hören? Aber die Alternative war die Wahrheit, und die will niemand hören.« ~
    (S. 457)

    Und zu guter Letzt muss ich noch erwähnen, dass es in dieser Geschichte auch um eine Dreiecksbeziehung geht. Interessanterweise lese ich in letzter Zeit viele Geschichten mit Dreiecksbeziehungen, aber diese hier ist mir irgendwie auf die Nerven gegangen. Eben, weil ich, wie oben schon erwähnt, die Handlungen so mancher Charaktere nicht nachvollziehen konnte, wegen deren fehlender Gefühle.

    Alles in allem also eine kleine Enttäuschung für mich. Mein Gesamteindruck war allerdings gar nicht so negativ, wie man durch meine zahlreichen Kritikpunkte jetzt vermuten könnte, unbedingt weiterempfehlen möchte ich Die Wahrheit meines Vaters aber auch nicht.

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    j125s avatar
    j125vor 2 Jahren
    Viel zu emotionslos

    Inhalt:
    Delia Hopkins hat keinen Grund zur Klage. Sie hat eine kleine Tochter, wird bald heiraten und ihr Beruf füllt sie aus. Sie hat ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Vater, der sie nach dem Autounfall der Mutter allein aufgezogen hat. Doch dann nimmt die Polizei ihren Vater fest und plötzlich zweifelt Delia an ihrem ganzen Leben.

    Meine Meinung:

    Bei Jodi Picoult weiß ich vorher nie, was ich bekomme. Es kann ein wirklich gutes Buch sein, oder auch ein schlechtes. Auf jeden Fall bekommt man immer spannende Konflikte, über die ich mich gern in der entsprechenden Leserunde austausche.

    Der Einstieg in dieses Buch fiel mir sehr leicht, was wirklich bemerkenswert ist. Oft dauert es ein wenig, bis ich in die Geschichten von Picoult hineingefunden habe und erst im Verlauf gefällt es mir besser. Hier war ich sofort angekommen und konnte ganz flüssig lesen.

    Im Verlauf der Geschichte nahm meine Unlust und Unzufriedenheit dann leider zu, bis ich am Ende keine einzige Entwicklung mehr mochte. Ich hasse Dreiecksgeschichten wie die Pest und als sich hier eine solche abzeichnete, war ich sofort ernüchtert. Natürlich kann ein Buch mir dann trotzdem gefallen und so habe ich weitergelesen, aber leider war es wie erwartet. Die Dreiecksgeschichte hat mir alles versaut.

    Des Weiteren erscheinen die Charaktere oftmals sehr emotionslos. Ich konnte für keinen Sympathien aufbringen, nicht einmal für das Kind und das will was heißen. Die Kleine hat aber auch manchmal geredet als wäre sie 15 statt fünf Jahre alt.

    Manche Szenen waren für meinen Geschmack etwas zu ausführlich, auch wenn sie spannend waren. Ich denke hierbei zum Beispiel an das Gefängnis, wo sich actionreiche Szenen abgespielt haben, die sich aber trotzdem eher wie eine Geschichte in der Geschichte lasen. Andere Szenen hingegen waren für mich eher störend und ich konnte ihre Bedeutung für das gesamte Buch nicht so richtig nachvollziehen.

    Man muss Picoult zu Gute halten, dass man durch ihren angenehmen Schreibstil immer gut durchs Buch kommt, wenn man sich (bei Nicht-Gefallen) dazu überwinden kann, überhaupt zum Buch zu greifen. Viel wichtiger ist aber noch die Auswahl ihrer Themen. Wahrscheinlich wird sie deshalb nie nur einen Stern von mir bekommen, weil sie es immer schafft den Leser zum Nachdenken zu bringen, auch wenn es in diesem Fall enttäuschend wenig war.

    Fazit:
    Für mich leider kein empfehlenswertes Buch der Autorin, da mich vor allem die Dreiecksgeschichte und die Emotionslosigkeit sehr gestört haben.

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    janinchens.buecherwelts avatar
    janinchens.buecherweltvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Hat mich vor allem wegen der fehlenden Gefühlsebene richtig enttäuscht...
    Emotionen sucht man hier leider vergebens

    Von Jodi Picoult sind wir Leser es ja gewohnt, dass sie ihre Bücher mit schwereren Thematiken schmückt. So ist es auch in „Die Wahrheitmeines Vaters“. Es geht um Familiengeheimnisse, Alkoholsucht und Lügen, um Recht und Gerechtigkeit, Magie und Indianer. Ein breites Spektrum, welches auf knapp 530 Seiten abgehandelt werden möchte.
    Leider möchte Picoult hier zu viel, die Themenvielfalt ist einfach zu groß und zu breit gefächert, als dass eines davon tiefgründiger behandelt werden könnte. Das große „Geheimnis“ wird ziemlich zu Anfang schon aufgelöst. An sich wäre das gar nicht mal so schlimm, wenn darauf hin noch mehr Drama folgen würde. Das war nicht der Fall.

    Wie gewohnt, präsentiert uns die Autorin die Geschichte aus der Sicht mehrerer Charaktere. Keiner davon kann meiner Meinung nach als Protagonist bezeichnet werden, da sie alle mehr oder weniger ihre eigene Geschichte mitbringen. Das ist auch mein Problem gewesen. Jeder schaut hauptsächlich auf sich selbst und sein Wohlergehen, da bleibt die eigentliche Handlung schon mal auf der Strecke. Es ist ein arges Durcheinander an Erzählsträngen, da zwischenzeitlich auch Personen auftauchen, bei denen ich mich im Nachhinein frage, was sie zur Handlung beigetragen haben bzw. beitragen sollten. An solchen Stellen wäre mir eine Erläuterung der Autorin ganz lieb, einfach um nachvollziehen zu können, was sie uns vermitteln wollte.

    Einige Kapitel wurden unnötigerweise zu sehr ausgeschmückt oder zu detailliert beschrieben. Auch hier bleibt die Frage nach dem „Warum?“, weil es der Handlung keinen Fortschritt gebracht hat.
    Umso ärgerlicher war es für mich, dass bei all den Details, die zur Geschichte nichts beigetragen haben, die Gefühlsebene vollkommen ausgeblendet wurde. Es ist nicht so, dass hier Gefühlsduselei angebracht gewesen wäre, aber in Anbetracht des Buchthemas wären Gefühle an diversen Stellen schon notwendig gewesen. Schade, dass die Autorin das völlig übergeht, das hätte alles ein bisschen authentischer gemacht. Schließlich erzählt sie von Menschen und nicht von Robotern.

    Einen Pluspunkt gibt es für Picoults Schreibstil. Das Buch lässt sich flüssig lesen, Seite um Seite verflog geradezu. Das Thema des Buches ist an für sich sehr interessant und man hätte da doch noch eine ganze Menge mehr herausholen können. Somit gibt es für die Grundidee auch ein Lob.

    Das Ende war absehbar und hielt für mich keinerlei Überraschung bereit. Aber auch hier wieder die Kritik an dem statischen Ablauf der Ereignisse, ohne Gefühlsregungen, ohne Emotionen. Das wirkt aufgesetzt und nicht ehrlich.

    Fazit

    Manchmal sollte man sich auf das Wesentliche konzentrieren und bei 1-2 Erzählsträngen bleiben, diese dafür aber gründlich abhandeln, anstatt alle im Kopf umher schwirrenden Ideen in ein Buch zu packen. Somit kann ich von „Die Wahrheit meines Vaters“ nur als Flop des Monats sprechen, welches sicher nicht allzu lange in meiner Erinnerung bleiben wird. 

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    Krimifee86s avatar
    Krimifee86vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Jodi Picoult wie sie leibt und lebt – sehr berührend und sehr ansprechend, kurzum grandios!
    Das Zitronenbäumchen der Erinnerung

    Klappentext: Was geschieht, wenn du plötzlich nicht mehr der bist, für den du dich gehalten hast? Mitreißend erzählt Jodi Picoult die zutiefst berührende Geschichte einer Frau, die gezwungen ist, über den Wert ihrer Erinnerung und ihrer Liebe neu nachzudenken.
    Eine kleine, harmlose Erinnerung läßt Delia Hopkins keine Ruhe: Es ist ein Zitronenbäumchen, das sie nicht mehr aus ihrem Kopf bekommt. Delia steht kurz vor ihrer Hochzeit mit Eric, liebt das Leben mit ihrer kleinen Tochter Sophie und kann trotz des frühen Todes ihrer Mutter auf eine unbeschwerte Kindheit zurückblicken. Seit sie jedoch die vergilbten Hochzeitsbilder ihrer Eltern gesehen hat, spuken Erinnerungen durch ihr Hirn, mit denen sie nichts anzufangen weiß. Bevor sie mit ihrem Vater Andrew, dem angesehenen Leiter eines Altenheims, darüber sprechen kann, steht die Polizei vor der Tür und offenbart ein schreckliches Geheimnis über ihn. Delias Welt zerfällt vor ihren Augen, denn offenbar ist sie nicht die, für die sie sich 32 Jahre lang gehalten hat.

    Cover: Ich mag das Cover sehr gerne, auch wenn es mal wieder nicht zum Buch passt. Denn Delia Hopkins wird ganz anders beschrieben als die Frau auf dem Cover und sowas stört mich immer sehr. An sich mag ich das Cover aber wie gesagt, denn es spiegelt zumindest Delias Charakter wider, ihre Ruhe, Gelassenheit, bzw. auch Nachdenklichkeit.

    Schreibstil: Jodi Picoult schafft es immer wieder, die Leser mitzureißen und sie emotional tief zu berühren. Ich weiß nicht genau, wie sie es schafft, aber das eigentliche Thema ihres Romans ist meistens gar nicht so wichtig, viel mehr geht es um die übermittelte Emotionalität.
    Zu den Charakteren: Mir hat Delia gut gefallen, solange sie sich mit sich selbst beschäftigt hat und über sich selbst nachgedacht hat. Ansonsten war sie leider in dem Roman eine Art Überfigur, um die sich alle Gedanken und Gefühle der anderen Charaktere drehten, was nicht nur anstrengend, sondern auch unrealistisch war.
    Eric… Tja, schade, wie er sich so entwickelt hat, wobei ich ihn von Anfang an nicht sonderlich mochte.
    Fitz: Toll. Den mochte ich wirklich sehr, sehr gerne.
    Andrew: Ebenfalls toll. Insbesondere in der Zeit, während er im Gefängnis war, hat er mir sehr gut gefallen. Ich fand es spannend, seine Gedanken und Gefühle zu verfolgen und wie sich seine Einstellungen geändert haben, je länger er im Gefängnis war.
    Geliebt habe ich außerdem die Indianer-Frau, deren Namen ich leider vergessen habe. Aber sie war ein toller Charakter, der der Geschichte noch einmal eine andere Wendung geben konnte, was mir gut gefallen hat.

    Die Story: In dem Roman geht es um Delia, die kurz vor der Hochzeit mit Eric steht, als die Polizei / ihr Vater ihr ein schreckliches Geheimnis offenbahrt, das ihr ganzes Leben durcheinander bringt. ACHTUNG, es folgt ein Spoiler (wobei, kein richtiger, denn das Geheimnis wird bereits auf den ersten Buchseiten offenbahrt): Delia wurde als Kind von ihrem eigenen Vater entführt und ihre Mutter, die sie all die Jahre für tot gehalten hat, lebt. Delias Vater wird nach Arizona ausgeliefert, wo ihm der Prozess gemacht werden soll. Delia, ihre kleine Tochter, Eric (als Verteidiger Andrews) und der Journalist Fitz, ein enger Freund von Delia und Eric, machen sich ebenfalls auf den Weg.
    Es folgt ein Wirrwarr der Gefühle, zwischen Delia und Andrew, Delia und Eric, Delia und Fitz, Delia und ihrer Mutter und eigentlich jedem mit jedem. Das Ganze aber sehr einfühlsam erzählt, sodass es nie langweilig wird und man immer wissen will, wie es weitergeht / für welche Option die einzelnen Charaktere sich entscheiden.
    Das einzige, was mich an der Geschichte sehr stört: Delia als Hauptcharakter. Denn sie ist wirklich genau das. Ein absoluter Hauptcharakter, der den Mittelpunkt aller anderen Charaktere bildet. Das Leben der anderen dreht sich einzig und allein um Delia und ihr Glück, während sie das Glück und die Gefühle der anderen teilweise eher mit den Füßen trampelt. Sie wird als eine Art Übermensch dargestellt, - so toll kann kein Mensch sein und das macht es dann leider einfach unrealistisch und veranlasst mich zu einem Punktabzug.
    Positiv hervorheben muss ich noch den Neben-Erzählstrang rund um Andrews Gefängnisaufenthalt. Das hat mir fast am besten an der Geschichte gefallen, denn dieser Erzählstrang war nicht nur wahnsinnig spannend, sondern auch emotional sehr ansprechend und aufwühlend. Schön, dass die Autorin dies so ausführlich dargestellt hat.

    Fazit: Insgesamt ein Roman, der sehr einfühlsam geschrieben war und mich sehr berührt hat. Weniger gefallen hat mir leider die „Übermacht“ Hauptcharakterin. Das war für mich zu viel des Guten und deswegen muss ich einen Punkt abgeben. Es bleiben vier Punkte für einen dennoch tollen Roman, den ich nur weiterempfehlen kann.

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    Bücherwahnsinns avatar
    Bücherwahnsinnvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Nicht das stärkste Buch von ihr aber wieder ein tolles Thema, welches rege Diskussionen auslösen kann. Schwarzweiss denken ist nicht!
    Die Wahrheit meines Vaters - Wenn plötzlich dein ganze Leben in Frage gestellt wird!

    Das Buch stand lange in meinem SuB, aber es war einfach an der Zeit wieder mal einen Picoult zu lesen, denn ich mag sie wirklich, auch wenn nicht alle Bücher von ihr herausragend sind. Bei mir variieren sie zwischen 3 und 5 Eulen. Also von Gut bis Herrausragend. Dieses liegt, wie ihr schon sehen könnt, in der Mitte davon.  

    Erst möchte ich wie immer auf den Titel und das Cover eingehen. Das Cover ist ok, halt wieder ein Gesicht, zwar ein hübsches aber es ist halt irgendwie nichtssagend. Da wären mir bessre Motive in den Sinn gekommen. Der Titel ist auch ganz ok, auch wenn mit da der Originaltitel doch besser gefallen hat, "Vanishing Acts". 
    Jodi Picoult's Schreibstil ist auch wie immer gewohnt leicht und flüssig zu lesen. Auch in dieser Geschichte kommt sie ohne Schnickschnak. Die Kapitel sind dieses mal so unterteilt das sie die Überschrift der jeweiligen Person trägt die grade dran ist ihre Geschichte, ihre Sicht der Dinge zu erzählen. Und so erfahren wir immer nicht nur etwas über die jeweilige Person selber sondern über die Verknüpfungen und die Vergangenheit der Protagonisten. 

    Die Hauptgeschichte dreht sich um Delia und ihren Vater Andrew. Sie beiden haben eine Vergangenheit von der nur der Vater etwas weiss, denn Delia war zu klein um diese noch im Kopf zu haben und Andrew hat sie auch nie aufgeklärt. Doch eines Tages klingelt die Polizei an der Tür und nimmt ihren Vater mit, er wird verhaftet wegen einer Tat die er vor über 28 Jahren begangen hat. Delias Leben gerät dadurch aus den Fugen. Sie zweifelt an ihrer Vergangenheit, weiss plötzlich nicht mehr wer sie ist, fühlt sich alleine und hilflos. Doch die Geschichte um diese Verhaftung wird im Laufe des Buches aufgelöst, Schritt für Schritt erfahren wir mehr und mehr über die Tat des Vaters und seine Motive. 
    Neben dieser Geschichte erfahren wir natürlich mehr über die Geschichten von Eric, ihremVerlobten und Fitz, dem besten Freund. Eigentlich eine tolle Freundschaft zwischen den dreien doch auch sehr kompliziert, denn Eric ist trockener Alkoholiker und muss Delia immer wieder aufs neue Beweise das er es schafft, es auch zu bleiben. Erst da verlobt sie sich mit ihm. Er ist auch gleichzeitig der Vater von Delias Tochter Sophie. Fitz, ein gemeinsamer Freund aus Kindertagen ist immer da wo die beiden sind, früher als Kinder und auch jetzt noch. Er ist immer für die beiden da, für Delia wohl noch etwas mehr als für Eric. 

    So verschmelzen die beiden Geschichten in eine einzige und bedienen eigentlich mehere Themen worüber man sich mal Gedanken machen sollte. Doch die Hauptgeschichte um Delia und ihren Dad ist wohl eine der kniffligsten in der Geschichte. Wie immer schafft es Jodie Picoult es Themen aufzugreifen die einen wunden Punkt in der Gesellschaft treffen und gleich einen Aufschrei auslösen sobald es zur Sprache kommt, da die meisten wohl zu oberflächlich urteilen. Aber schaut man eben etwas tiefer und geht auch mit sich ehrlich um und fragt sich was man selber wohl getan hätte, dann ist es, wenn man ehrlich ist, doch nicht mehr so einfach. 

    Fragen wie...

    Ist es wichtig zu wissen wer man war, um zu wissen wer man ist?  Ist die Vergangenheit eine ganz andere als angenommen, ist die Gegenwart dann ein Trugbild? Muss man sich neu erfinden wenn man das alte ich verloren hat? Darf Liebe alles? Wenn ja, was, und wenn nein, was nicht? 

    Mein Fazit

    "Die Wahrheit meines Vaters" ist sicher nicht einer der stärksten Romane von ihr, einfach weil er zwischendurch etwas langatmig war. Ein paar Seiten weniger hätten es auch getan. Aber das Thema ist auch heute noch hoch aktuell und dürfte auch bei den Lesern wieder zu rege Diskussionen führen. Auch Liebe und Vertrauen spielt in diesem Buch eine grosse Rolle. Ich kann euch das Buch dennoch nur empfehlen.

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    Amerdales avatar
    Amerdalevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: nicht das beste Buch der Autorin
    Die Wahrheit meines Vaters

    Meine Rezension: https://amerdale.wordpress.com/2015/10/07/gelesen-jodi-picoult-die-wahrheit-meines-vaters/

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    FoxMulders avatar
    FoxMuldervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch, eine sehr gute Story. Kurzweilig, spannend und mit einem überraschenden Ende.
    Sehr gutes Buch

    Das war ein echt gutes Buch. Es war schon das zweite, was ich von dieser Autorin gelesen habe. Das erste war "19 Minuten" und auch davon war ich begeistert. Ich kann die schlechten Kritiken nicht bestätigen, aber nunja, Bücher, Film, Gemälde ... alles eine Geschmackssache. Ich empfehle dieses Buch.

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    Ennis avatar
    Ennivor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Es war nicht schlecht, aber überladen. Der Schreibstil gefällt mir, aber die Autorin wollte zu viele Geschichten in einem Buch erzählen...
    Leider nicht meins - überladen und zu viele Parallelen

    Fazit:

    Wenn es euch gefällt, dass ein Buch sehr viel mehr als die Hauptgeschichte zu bieten hat, klare Empfehlung von mir. Für mich war es jedoch einfach überladen und teilweise gefielen mir starke Parallelen überhaupt nicht.

    Inhalt:

    Delia hatte eine wirklich schöne Kindheit. Ihr liebevoller Vater gab ihr alles, was sie brauchte. An ihre verstobene Mutter konnte sie sich kaum erinnern. Bei ihrem Tod war sie erst vier Jahre alt. Nun hat sie selbst eine Tochter in diesem Alter und wird in Kürze deren Vater Eric heiraten. Doch dann ändert sich plötzlich alles.  Delia heißt gar nicht so - sondern Bethany Mathews. Ihr eigener Vater hatte sie damals entführt, ihrer Mutter weggenommen. Für Delia bricht eine Welt zusammen. Einerseits liebt sie ihren Vater sehr, der nun einer Anklage wegen Entführung entgegensieht. Andererseits ist sie selbst Mutter - wie würde sie reagierten, wenn Eric ihr das Kind entzieht?

     

     

    Meine Meinung:

    Jodi Picoult hat einen wirklich sehr schönen Schreibstil. Dennoch entsprach dieses Buch weniger meinem Geschmack.

    Erzählt wird aus vielen verschiedenen Perspektiven, wobei hier auch teilweise ein Wechsel der Erzählart erfolgt. Als Hauptprotagonistin kommt zunächst Delia in Betracht, wobei jedoch auch ihr Verlobter Eric sowie der beste Freund Fitz kaum noch als Nebenprotagonisten dargestellt werden können. Die Erlebnisse dieser drei Personen werden in der Ich-Perspektive geschildert. Ausnahmen bilden die Eltern von Delia. Hier ist es, als würden beide einen Brief an Delia schreiben. Einer, der im Fall ihres Vaters hoffentlich niemals abgeschickt wird... Diese Art hat mir wirklich gut gefallen.

     

    Die Charaktere waren gut herausgearbeitet, aber ich mochte eigentlich niemanden so richtig. Mit Delia bin ich überhaupt nicht warm geworden. Sie war für mich so uninteressant. Das einzig Besondere in ihrem Leben waren eigentlich "ihre" Männer, die anscheinend sehr viel mehr in der Frau sahen als ich... Ihr Verlobter Eric, der Alkoholiker, war auf jeden Fall weitaus spannender. Ebenso wie das Gefühlsleben von Fitz, obwohl ich seine dümmliche Schwärmerei für Delia ziemlich erbärmlich fand. Er liebt sie, kann ihr das aber nicht sagen, weil er sie dann vielleicht komplett verlieren könnte. Stattdessen begnügt er sich seit Jahren mit der Rolle des "besten Freundes". Riskiert aber für die Frau wirklich alles. Eric handelt genauso. Beide Männer tanzten nur nach ihrer Pfeife - und wehe wenn nicht. Dann straft sie den jeweiligen Mann einfach mit Nichtbeachtung. Das machte mir Delia auch nicht sympathischer... Die beiden waren dennoch Persönlichkeiten, die (wenn es nicht gerade um ihre Traumfrau ging) rational und verständlich gehandelt hatten.

     

    Für meinen Geschmack wurden definitiv zu viele Geschichten behandelt. Es gab sicherlich eine gewisse Struktur dahinter, dennoch war es teilweise recht wirr aufgrund von Erinnerungen, die den Leser in die Vergangenheit führten. Natürlich durften diese nicht fehlen, ich habe wirklich überhaupt nichts gegen Rückblenden! In diesem Fall waren sie jedoch teilweise zu ausführlich, ab und an sogar überflüssig. In jedem Fall wurde der Fortgang der Handlung gestört.

    Ich glaube, dass die Autorin einfach zu viel erzählen wollte. In diesem Buch stecken so viele Einzelschicksale, mit denen man locker eigene Bücher hätte füllen können.

    Zwei Beispiele: 

    Ihr Vater landet bis zum Prozess im Gefängnis. Dort erlebt er verständlicherweise ein paar weniger schöne Dinge. Alles kein Problem - aber muss man nun die Geschichte mehrerer anderer Häftlinge auch noch erfahren? Meiner Meinung nach nicht - das ist einfach nicht relevant und am Thema vorbei. Wenn sie gerne ein Buch über die Gefangenschaft schreiben möchte, soll sie das tun. Wäre sicherlich eine gute Story (zumindest die Parts in diesem Buch waren sehr interessant), aber hier ging es um Kindesentführung.

    Die Geschichte um die Indianerin Ruthann war völlig überflüssig. Vielleicht um Delias Wurzeln mütterlicherseits auch noch irgendwie in das Buch zu packen, aber in dem Ausmaß unnötig.  War wirklich interessant, woran das Volk der Hopi so glaubt - aber auch das könnte ein eigenes Buch füllen.

     

    Abschließend noch mein Knock-out-Kriterium: Zu viele Parallelen für mich. Zu auffällig und offensichtlich, um realistisch zu sein. Irgendwie plump.

    Ihr Vater hatte sie entführt, da die Mutter alkoholkrank war. Ich fand, dass dies zu sehr der heutigen Geschichte von Delia geähnelt hat... Delias Tochter ist 4 Jahre alt und ihr Verlobter Eric  EBENFALLS Alkoholiker. Genau wie dessen Mutter.  Delia war lange vermisst, ihr Beruf: Vermisste Personen aufspüren...

     

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    KerstinnIs avatar
    KerstinnIvor 4 Jahren
    Die Wahrheit meines Vaters- Jodi Picoult

    Delia hat ein zufriedenstellendes Leben. Sie hat eine kleine Tochter, einen verlobten, einen besten Freund und ihren Vater in der Nähe.

    Ihre Mutter ist gestorben, als sie ein kleines Kind war- so hat sie gedacht. Nach und nach kommt die Wahrheit ans Licht. So endet ihr Vater vor Gericht, verteidigt von Delias verlobten. Und Delia weiß nicht mehr, was sie glauben soll und wer sie ist...

     

    Es ist ein klassischer Picoult Roman, die Kapitel werden von den verschiedenen Protagonisten erzählt, dieser ständige Perspektivenwechsel macht die Geschichte locker und kurzweilig. Der Schreibstil ist, wie immer, gut, flüssig und leicht zu lesen. Auch die Handlung ist ähnlich den anderen Picoult Büchern, eine Liebesgeschichte, etwas Dramatik, eine Gerichtsverhandlung. Nichts wirklich neues. Mir fehlte der "Pfeffer". Die Geschichte plätschert so dahin, wirkliche Spannung kam bei mir nicht auf.

    Der Leser bekommt einige Einblicke in den Gefängnisalltag, in indianische Kulte, in eine Wohnwagensiedlung der USA. Alles recht nett, aber echte Spannung fehlte.

    Die Protagonisten sind alle nett. Aber wirkliche Tiefe fehlte auch hier. Nett ist die Idee mit dem Spürhund Greta. Aber es ist eben alles nur nett.

    Nette Geschichte, nette Leute, nette Idee, nettes Buch. Mehr aber auch nicht.

     

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