Die einzige Wahrheit

von Jodi Picoult 
4,3 Sterne bei221 Bewertungen
Die einzige Wahrheit
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (190):
engineerwifes avatar

Ich finde es immer wahnsinnig spannend in die Welt der Amish abzutauchen ... danke für diesen Einblick, Frau Picoult!

Kritisch (4):
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kein Thema für Mütter mit kleinen Kindern :'-( [Muss Sterne vergeben, habe das Buch aber aufgrund des Themas abgebrochen ...]

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Inhaltsangabe zu "Die einzige Wahrheit"

Tiefe Verzweiflung erfasst die junge Katie. Doch in der kleinen Amisch-Gemeinde von Lancaster County kann sie niemandem ihr Geheimnis anvertrauen. Deshalb betet sie zu Gott, dass das hilflose Bündel vor ihr im Stroh für immer aus ihrem Leben verschwinden möge – und steht wenig später unter Mordverdacht. Vor dem faszinierenden Hintergrund der Lebenswelt einer Amisch-Gemeinde erzählt Jodi Picoult von Liebe und Tod, Verrat und bewegender Treue: ein meisterhafter psychologischer Thriller und die Geschichte einer mitreißenden Freundschaft zweier ungewöhnlicher Frauen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492245241
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:464 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.09.2005

Rezensionen und Bewertungen

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    kleopatakvor einem Monat
    Empfehlenswert: Spannend und tiefgründig zugleich!

    Nach meinem Besuch bei den Amish-People wurde mir dieses Buch geschenkt. Während des Lesens sind Erinnerungen wieder an die Oberfläche gekommen und durch das Buch konnte ich einen noch weitgehenderen Einblick in das Denken, Zusammenleben und den Alltag der Menschen bekommen.

    Ich finde das Buch ist sehr spannend geschrieben und würde sich auch gut als Krimi verkaufen. Die Handlung fesselt einen von Anfang an: man kann und will das Buch nicht mehr aus der Hand legen! Trotzdem ist dies ein Buch, welches man auch öfters lesen kann. Es regt zum Nachdenken an und besitzt einen tiefgründigen Hintergrund, auf den man sich einlassen kann, aber nicht muss.

    Schon sehr schnell identifiziert man sich mit der jungen Katie, die es nicht immer ganz leicht hat. Man versteht ihren Zwiespalt, ihre Verwirrung, ihre Angst; Und ihr Handeln ist jederzeit nachvollziehbar in Anbetracht der amishen Lebens- und Weltanschauung. Innerhalb des Buches lernt mal immer mehr über das Alltagsleben der Amish-People, ihre Werte, ihre Gesellschaft und ihre Traditionen und Bräuche. Allein wegen dieser Beschreibungen lohnt sich das Buch. Mich interessiert es ungemein, dass Menschen in der (gleichen) westlichen Welt leben wie wir, und doch so ein anderes Leben führen. Ohne Handy, Computer oder E-Reader, für uns kaum vorstellbar! Und doch will man nach einiger Zeit am liebsten so schnell wie möglich in das nächste Flugzeug steigen, moderne Technik hinter sich lassen und Katie zur Seite stehen.

    Fazit: Das Buch ist unheimlich fesselnd und sowohl für Viel- als auch für Wenigleser geeignet. Es enthält nicht nur Spannung sondern regt auch zum Nachdenken an und ist dabei in einer leichten, zugänglichen und verständlichen Sprache geschrieben. Ich würde es jederzeit empfehlen!

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    MissNorges avatar
    MissNorgevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht überzeugend ...
    Katie, das Amisch-Mädchen

    ✿ Kurz zur Geschichte ✿
    Tiefe Verzweiflung erfasst die junge Katie. Doch in der kleinen Amisch-Gemeinde von Lancaster County kann sie niemandem ihr Geheimnis anvertrauen. Deshalb betet sie zu Gott, dass das hilflose Bündel vor ihr im Stroh für immer aus ihrem Leben verschwinden möge – und steht wenig später unter Mordverdacht. Vor dem faszinierenden Hintergrund der Lebenswelt einer Amisch-Gemeinde erzählt Jodi Picoult von Liebe und Tod, Verrat und bewegender Treue: ein meisterhafter psychologischer Thriller und die Geschichte einer mitreißenden Freundschaft zweier ungewöhnlicher Frauen.
    (Quelle: Amazon)


    ✿ Meine Meinung ✿
    Mein erstes Buch von Jodi Picoult und leider kann ich mich den vielen "guten Meinungen" nicht zu 100% anschließen. Pluspunkt des Buches sind die Beschreibungen der Lebensweise, der Ansichten und der schweren Alltags der Amische. Die ganze Art und Weise dieser Menschen finde ich sehr interessant und ich lese gerne darüber, hier hat mich die Autorin gut unterhalten und mir viele wertvolle Einblicke gewährt. Minuspunkte sind für mich, das viel wiederholt wird. Ja, nach der dritten oder vierten oder fünften oder ... Wiederholung weiß ich nun als Leserin, das die Hauptperson, Katie, darauf plädiert, das sie ihr Neugeborenes nicht getötet hat. Diese ständige erneute Nennung nervte mich irgendwann. Zudem waren mir alle Charaktere zu blass und zu weit weg. Ich wäre gerne tiefer in die Gedankenwelt von Katie, dem Amisch-Mädchen, eingetaucht, um sie noch besser zu verstehen, bzw. um mit ihr zu leiden. Hier wurde man als Leser oftmals außen vor gelassen. Je weiter ich in der Story vorankam, umso unglaubwürdiger und konstruierter wirkte alles auf mich. Zum Ende hin hoffet ich noch an eine Wendung, an eine Begebenheit die mich vollends überraschen würde, doch nichts dergleichen geschah. Leider, hier hätte man noch punkten können. 

    ✿ Fazit ✿
    Och menno, ich bin ein wenig enttäuscht von der Plumpheit der Umsetzung, dabei ist das Thema Amische und uneheliche Kinder eigentlich sehr außergewöhnlich. Hier hätte, meiner Meinung nach, die Autorin mehr aus dem Plot machen können.

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    janinchens.buecherwelts avatar
    janinchens.buecherweltvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein spannender Roman, der uns in die Welt der Amischen mitnimmt, fesselnd und einnehmend geschrieben.
    Spannende und interessante Einblicke ins Leben der Amischen

    Dies war mein erstes Buch über und mit Amischen und ich war schon ganz gespannt, mit welchen Abgründen uns Jodi Picoult diesmal den Atem stocken lassen würde. Und das geschah in der Tat des Öfteren.

    Die Welt und das Leben der Amischen kann man sich in der heutigen hektischen und lauten Zeit kaum vorstellen. Kein Auto, kein fließender Strom, Lebensmittel selbst anbauen oder schlachten - Zustände wie im letzten Jahrhundert. Und doch funktioniert das Leben der Amischen, scheinbar ohne das sie etwas aus der, wie sie es bezeichnen, englischen Welt vermissen. Schließlich kann man nichts vermissen, was man nie hatte. Doch was passiert, wenn man einmal in die "andere Welt" hineinschnuppert, Blut leckt und quasi von der verbotenen Frucht probiert? Dann endet man womöglich wie unsere Protagonistin Katie. Im Zwiespalt zwischen zwei Welten und wegen Mordes angeklagt.

    "Man verhält sich nicht amisch, wie Mr. Callahan das unterstellt hat. Man lebt amisch. Man ist amisch." (S. 304)

    An dieser Stelle kommt Ellie ins Spiel, eher zufällig als mit Vorsatz. Sie ist Anwältin und nimmt sich Katies Fall an. Dass dieses Zusammentreffen auch ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird, ahnt sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die beiden könnten auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein und so scheint eine aufrichtige Freundschaft oder zumindest ein ehrliches Mandanten-Verteidiger-Verhältnis kaum möglich. Doch als Ellie aufgrund der Kautionsbedingungen bei Katie einziehen muss, lernt sie nicht nur das Leben der Amischen näher kennen, sondern auch Katie. Ihre unbändige Loyalität ihrer Familie und Gemeinde gegenüber fasziniert Ellie, obwohl gerade diese bei der Aufklärung ein unüberwindbares Hindernis zu sein scheint.

    "Für euch geht es immer nur darum sich irgendwie hervorzutun. Wer ist der Reichste, der Beste. Für uns geht es darum, mit den anderen eine Einheit zu bilden. Wie die Stoffstücke in einem Quilt. Betrachtet man uns einzeln, machen wir nicht viel her. Aber zusammen sind wir etwas Wunderbares." (S. 155)

    Katie ist hin- und hergerissen zwischen Erinnerungslücken, bewusstem und unbewusstem Verdrängen von Ereignissen sowie ihrer Angst, ihren Gott verärgert zu haben. Ihre Handlungen sind oft widersprüchlich und dem Leser bleibt unklar, ob sie im Bezug auf ihre Anklage die Wahrheit bzw. die ganze Wahrheit sagt. Doch was genau ist die Wahrheit? Und gibt es immer die einzige Wahrheit?


    "Der einzige Ort, wo die Wahrheit dich vor einer Verurteilung wegen Mordes bewahren würde, wäre eine vollkommene Welt. Und ein Gerichtssaal ist weit davon entfernt. Da geht es vom ersten Augenblick an nicht darum, was wirklich passiert ist, sondern darum, wer die beste Geschichte hat, die er den Geschworenen überzeugend verkaufen kann." (S. 271)

    Picoults Schreibstil ist gewohnt spannend. Einzig die etwas lang geratenen Kapitel stören den Lesefluss etwas. Das ist auch der einzige Punkt, der mir negativ aufgestoßen ist. Mein Highlight des Buches waren wieder mal die Tage der Gerichtsverhandlungen. Hier wird vermehrt auf ethische Glaubensgrundsätze der Amischen eingegangen, die teilweise mit den staatlich festgelegten Abläufen einer Verhandlung kollidieren. Doch inwiefern muss oder soll der Glaube und/oder dessen Ausleben von Angeklagten vor Gericht berücksichtigt werden?

    Der Ausgang der Geschichte bzw. des Falles bleibt bis zum Ende hin spannend. Was bleibt sind zwei starke Frauen, die sich doch ähnlicher sind, als zu Beginn gedacht und die aus ihrer gemeinsamen Zeit gestärkt und mit neuem Mut hervorgehen.

    Ein rundum gelungener, fesselnder Roman, der den Leser in die Welt der Amischen mitnimmt, uns deren Lebensweise näherbringt und zumindest mich überrascht hat, indem diese Glaubensgemeinschaft nicht als lächerlich dargestellt wird. Jodi Picoult räumt mit einigen Vorurteilen auf und teilweise macht sie mit ihrer Geschichte Lust, dieses Leben selbst mal kennenzulernen. Mal für einige Zeit der hektischen Welt zu entfliehen und sich auf sich selbst und die Natur zu besinnen. Für immer wäre es dennoch nichts für mich, dafür bin ich zu sehr mit der "englischen Welt" verwurzelt. 

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    Janine2610s avatar
    Janine2610vor einem Jahr
    Gibt es immer nur DIE EINE Wahrheit?

    Der Inhalt:

    Eingebettet in die wogenden Weizenfelder von Lancaster County, scheint die Idylle der kleinen Amisch-Gemeinde vollkommen. Doch ein erschütternder Fund bereitet dem Frieden ein jähes Ende: In der Scheune der rechtschaffenen Fishers wird die Leiche eines Neugeborenen entdeckt. Und alles deutet darauf hin, dass die junge, noch unverheiratete Katie die Mutter des toten Kindes ist. Als Katie unter Mordverdacht gestellt wird, kommt Ellie, eine entfernte Verwandte und Staranwältin aus Philadelphia, um die Verteidigung zu übernehmen. Auch Ellie steht an einem Wendepunkt in ihrem Leben: Sie ist froh, Abstand von ihrem Partner und ihrer Karriere gewinnen zu können und wirklich gebraucht zu werden. Aber ihre Aufgabe ist alles andere als leicht, denn Ellie muss sich an das gottgefällige Leben ohne Strom und Telefon erst gewöhnen - und Katie gibt die Wahrheit nur zögerlich preis ...

    Meine Meinung:

    Gibt es immer nur DIE EINE Wahrheit? Oder kann es nicht auch sein, dass jeder seine eigene gültige Wahrheit hat, geprägt durch die subjektive Wahrnehmung? - Genau diese Frage stellt in Jodi Picoults »Die einzige Wahrheit« das Zentralthema dar.

    Die Autorin hat sich für diese Thematik ein ganz besonderes Setting mit Buchfiguren, von denen man wahrscheinlich noch nicht so viel gelesen oder gehört hat, ausgedacht. Es geht um eine Amisch-Farm im US-Bundesstaat Pennsylvania, in der die junge unverheiratete Katie ein Baby zur Welt gebracht und es getötet haben soll. In weiterer Folge taucht dann noch Ellie, eine erfolgreiche Anwältin, auf, um für Katie die Verteidigung zu übernehmen und die Wahrheit ans Licht zu bringen. Dieser Fall ist insofern bemerkenswert, weil Amische unter den "Englischen" eine ganz besondere Stellung einnehmen: Sie gelten sozusagen als heilig. Niemand würde annehmen, dass jemand aus dieser Gemeinde zu so einer Straftat fähig wäre, insbesondere keine so unschuldig wirkende 18-Jährige wie Katie.

    ~ Ihre Gemeinde lebte unauffällig inmitten der normalen Welt, wie eine kleine Luftblase, unberührt von allem anderen. ~
    (S. 14)

    Allein diese Umstände haben mich schon wahnsinnig neugierig auf den Verlauf der Geschichte gemacht!
    Begonnen hat das Ganze schon sehr spannend: Man erlebt mit Katie die Geburt ihres Babys mit und erfährt ebenso ihre anschließende Bewusstlosigkeit. Nach ihrem Erwachen ist das Baby verschwunden ...
    Was ist in der Zwischenzeit passiert? Hat Katie dissoziiert? Hat sie sich das alles nur eingebildet? Wurden ihre Gebete erhört und hat Gott alles wieder in Ordnung gebracht?

    ~ Man sieht nur das, was man sehen will. ~
    (S. 344)

    Für mich war es anfangs sehr schwer, mich in Katie hineinzuversetzen, da mir die amische Lebensweise ja völlig fremd ist. Bevor ich mir nicht den Wikipedia-Artikel über diese Leute durchgelesen habe, ist mir das also ziemlich schwer gefallen. Die 18-jährige Katie kam mir lange so vor wie ein kleines naives Mädchen, das unglaublicherweise das absolut Offensichtliche leugnet - und das trotz all der erdrückenden Beweise. Dazu dachte ich mir erst: Ignoranz in seinem vollen Ausmaß! - Das kann doch nur dazu führen, dass all die Leute glauben werden, sie sei psychisch nicht ganz auf der Höhe. Oder nicht?

    ~ Wenn man sich an etwas nicht erinnerte, lag das daran, dass es nie passiert war? Oder daran, dass man sich wünschte, es wäre nie passiert? ~
    (S. 238)

    Erst später, im weiteren Verlauf, konnte ich Verständnis für die junge Frau entwickeln. Ich fand die Entwicklung, Aufklärung und schlussendlich auch die Lösung echt gut durchdacht und schlüssig sowieso. Picoult hat es hier, im Gegensatz zu ein paar ihrer anderen Werke, echt geschafft, die Spannung dauerhaft hoch zu halten und immer wieder neue Fragezeichen bei mir entstehen zu lassen.

    Besonders interessiert hat mich die Sprache der Amischen, die teilweise immer wieder in die Gespräche mit eingeflossen ist. Die Amischen reden kein reines Englisch, es ist eher so eine Mischung aus Deutsch und Englisch und nennt sich Deitsch.
    Was ich am Anfang als schwierig empfunden habe, war, mir so viele Namen merken zu müssen, denn man wird in meinen Augen zu Beginn regelrecht erschlagen davon und läuft deswegen Gefahr, Buchfiguren zu verwechseln.

    ~ Wenn du einen Fehler machst und bereust, wird dir vergeben. Du wirst mit offenen Armen wieder aufgenommen. Wenn du lügst und immer weiter lügst, gibt es keinen Platz mehr für dich. ~
    (S. 272)

    Alles in allem bin ich aber hochzufrieden mit der Geschichte gewesen. Die brisante Thematik und die für mich ganz neuen Informationen über die Amisch-Gemeinde haben mich gut beschäftigt und unterhalten. Meiner Meinung nach also definitiv eine Empfehlung wert!

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    Bella5s avatar
    Bella5vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: toller Roman!
    Einfach toll geschrieben

    „Die einzige Wahrheit“ ist tatsächlich der erste Picoult – Roman, den ich gelesen habe. Und gleich ein „Volltreffer“. Der Roman ist einfach toll geschrieben und konzipiert, lesenswert von der ersten bis zur letzen Seite und nie vorhersehbar.

    Ich konnte das Buch gar nicht mehr beiseite legen!

    Inhaltlich geht es eigentlich um zwei Frauen. Eine Staranwältin aus der Großstadt geht buchstäblich über Leichen, um ihre Fälle zu gewinnen. Sie scheint effizient und tough zu sein, selbst ihre Beziehung zum Juristen Stephen ist ein effizientes Arrangement.

    Eines Tages fährt die Anwältin Ellie  zum Ausspannen an den Ferienort ihrer Kindheit, East Paradise. Sie möchte bei Leda, einer abtrünnigen Amischen, die einen Mennoniten ehelichte und deshalb von ihrer Gemeinschaft ausgeschlossen wurde, wohnen.

    Doch Leda hat eine Bitte: Ellie soll ihre Nichte Katie Fisher vor Gericht verteidigen. Die Jugendliche wird beschuldigt, ihr Neugeborenes getötet zu haben, und alle Indizien sprechen gegen die 18jährige. Katie gehört zu den Amish People, einer christlich – pazifistischen Glaubensgemeinschaft, die „Deitsch“ (Pennsylvania Dutch) spricht und sich bewusst von den „Englischen“ distanziert. Die Amischen, von denen es viele Untergruppen gibt, führen ein schlichtes Leben als Farmer und verzichten bewusst auf manche technische Errungenschaften. Auch ihre Kleidung unterscheidet sie von den anderen Amerikanern, bei den Frauen ist es vor allem die Haube, genannt „Kapp“.

    Ellie übernimmt den Fall. Laut richterlicher Anordnung muss sie jedoch wegen Katies Fluchtgefahr bei den Fishers einziehen. Das junge Mädchen behauptet, sich nicht an die Schwangerschaft und die Geburt erinnern zu können. Hat sie ihr Baby wirklich getötet?

    Ellie zieht den Psychologen Coop, einen alten Studienfreund, hinzu. Der Fall wird immer verworrener, Ellie kommt jedoch auf der Farm zur Ruhe, obwohl sie bei der harten Arbeit hilft. Sie erhält einen wahren Einblick in das Leben der Amischen, lernt gute und schlechte Aspekte der Religion, für welche das Individuum nichts und die Gemeinschaft alles bedeutet, kennen. Und die Enddreißigerin freundet sich mit Katie an…

    Picoult überzeugt durch ihre feine Figurenzeichnung und eine vielschichtige story mit Tiefgang. Ich bin eigentlich kein Fan von übersinnlichen Phänomenen in nicht  - Fantasyromanen. Picoult gelingt es jedoch, eine feine Abstufung vorzunehmen, sodass man als Leser von Esoterik weitgehend verschont bleibt. Die Autorin vermittelt Gefühle und Gedanken wunderbar, und umschifft Klischeeklippen durch plot twists und Wendungen ganz wunderbar. Ihre differenzierte Erzählung artet zum Glück nie in Amisch – Kitsch aus. Kleine , feine Details webt sie in die Geschichte ein, die gegen Ende noch wichtig werden. Und ganz am Ende wurde ich wirklich überrascht!

     

    Fazit:

    Ein toller Roman! Die Erzählung hat ganz klar 5 von 5 Sternen verdient.

    Kommentare: 4
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    Carlalis avatar
    Carlalivor 4 Jahren
    Bewegendes Buch über das Leben der Amish

    Dieses Buch erzählt die Geschichte eines jungen Amish-Mädchens, welches ungewollt schwanger wurde, die Schwangerschaft vertuschte und schließlich ein Kind alleine in einer Scheune zur Welt brachte. Sie wollte dieses Kind nach der Geburt töten, doch dann ist sie nach der Geburt zu schwach und schläft ein. Als sie wieder aufwacht ist das Kind weg und wird am nächsten Morgen tot aufgefunden.

    Natürlich kommt es zu Ermittlungen und eine Anwältin wird geschickt um das Mädchen, von dessen Unschuld sie selbst nicht überzeugt ist zu verteidigen.

     

    Dieses Buch hat mich zutiefst berührt, einfach weil es die Welt der Amish aus einem völlig neuen Licht beleuchtet. Bevor ich dieses Buch gelesen habe, wusste ich gerade mal das die Amish-People mit Pferdekutschen fahren und meist Bauern sind. Nachdem ich es gelesen hatte war ich fasziniert von dieser mir fremden Art zu Leben und habe mir sogar in Amerika ein Amish-Museum angeschaut.

    Es ist wirklich faszinierend zu lesen wie viele Regeln die Amish-People zu befolgen haben und wie streng ein Regelverstoß geahndet wird.

    Jodi Picoult erzählt eine Geschichte über zwei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

    Auf der einen Seite ist da die junge Katie, welche in der kleinen Amish-Gemeinde in Lancaster County lebt und auf der anderen Seite ist da Elli, welche das Mädchen verteidigen möchte und dabei nicht nur gegen Katies Vater, sondern auch gegen die Glaubemnsrituale der Amish kämpfen muss.

    Jodi Picoult schreibt diese Geschichte unglaublich emotional und dadurch, dass sie die Geschichte immer abwechselnd aus der Sicht von Katie oder Elli schreibt wird der Leser immer wieder aufs Neue mit den unterschiedlichen Denkweisen konfrontiert.

    Ein Buch welches mich von Anfang bis Ende berührt hat und mich noch lange fasziniert hat.

    Ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen!

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    Nelly87s avatar
    Nelly87vor 4 Jahren
    [ Rezension ] Die einzige Wahrheit

    [ Inhalt ]
    Katie Fisher ist ein junges 18-jähriges amisches Mädchen, das mit ihrer Familie auf einer Milchfarm lebt. Eines Nachts wird sie mit Schmerzen in Rücken und Bauch wach. Sie schleicht sich in den Kuhstall und bringt alleine und mitten in der Nacht einen Sohn zur Welt, von dem niemand weiß, da niemand von der Schwangerschaft wusste. Katie betet zu Gott, er möge ihr helfen, dass das Baby verschwindet, dann fällt sie in Ohnmacht - als sie wieder erwacht ist das Kind verschwunden. Sie glaubt an ein Wunder Gottes, geht wieder ins Haus und legt sich wieder ins Bett.  Am nächsten Tag wird das Baby im Kuhstall gefunden - tot und eingewickelt in einem Hemd, versteckt unter ein paar Decken.  Schnell steht Katie unter Mordverdacht und steht vor einem "englischen" Gericht, einer Welt, in der sie sich nicht auskennt. Da kommt Hilfe von unerwarteter Seite: ihre Cousine Ellie, eine Großstadt-Anwältin, die eigentlich in der Gegend Urlaub macht, nimmt sich des Falles an. Ellie erwirkt bei der Kautionsverhandlung, dass Katie bis zur Mordverhandlung zuhause auf ihrer Farm bleiben kann, solange Ellie nicht von ihrer Seite weicht. Also muss die Anwältin ein Verteidigung vorbereiten, weit ab von jeglicher Elektrizität, Fax-Geräten oder Handys. Doch nicht nur die äußeren Umstände machen Ellie ihre Arbeit schwer, auch Katie als Angeklagte ist mehr ein Hindernis als eine Hilfe. Denn die scheint sich zuerst an nichts zu erinnern, doch mit der Zeit stellt sich die Frage, wieviel Katie wirklich weiß. 

    [ Cover ]
    Das Cover zeigt ein junges amisches Mädchen, welches auf den Knien an der Wand lehnt. Wahrscheinlich soll es Katie, die Hauptprotagonistin der Story darstellen. Ich finde das Cover eigentlich ganz gut gewählt, wenn man die Geschichte kennt. Wenn man auch die anderen Bücher von Jodi Picoult kennt, die der Piper-Verlag veröffentlicht hat, dann erkennt man sofort, dass es sich um ein Picoult-Buch handelt. Auch für "Picoult-Neulinge" finde ich das Cover doch ansprechend.
    [ Positives ]
    Die Geschichte des Buches hat mich von Anfang an in den Bann gezogen. Ich fand den Glauben und die Lebensweise schon immer spannend, vielleicht einfach deshalb, weil eine solche Lebensweise für mich einfach unvorstellbar wäre. Jodi Picoult stellt wunderbar die verschiedenen "Glaubens-Stufen" dar und zeigt auf, dass in jeder Religion jeder für sich ganz alleine entscheiden muss, wie weit für ihn Gottes Gebote gehen. Auch die Ansichten der Amischen über Sünde, Bekenntnis und Vergebung wurden gut deutlich und verständlich. Wirklich gefallen hat mir die Ausgestaltung der (meisten) Personen. Sofort ins Herz geschlossen habe ich die Anwältin Ellie, die eigentlich nichts anderes wollte, als Urlaub zu machen, um die kürzliche Trennung von ihrem Freund zu verarbeiten. Doch ihre Natur lässt es einfach nicht zu, einem bedürftigen Menschen Hilfe zu verweigern. Auch besonders aufgefallen ist mir Katies Vater, der zwar nur eine Nebenrolle spielt, und manchmal mit seinen Entscheidungen einen sehr harten Eindruck hinterlässt. Doch am Schluss zeigt sich, dass auch er das Herz am rechten Fleck hat. Auch in diesem Buch schaffte es Jodi Picoult (allerdings dieses mal weniger als sonst, siehe unten), Gefühle zu vermitteln und auch in dieser Hinsicht war es vor allem Ellie, der ich die größten Emotionen entgegenbrachte. Ihre Verzweifelung über die ständige wechselnden Geschichte, die Katie ihr auftischt, war für mich mehr als nachvollziehbar.

    [ Negatives ]
    Das Buch wird in wechselnden Perspektiven beschrieben, entweder aus Sicht von Ellie (dann Ich-Form) oder aus der einer dritten Person, die variiert. Das hat mich jetzt nicht so aus den Schuhen gerissen, mir persönlich wäre eine einheitliche Erzählweise lieber gewesen. Da mit dieser Variante eben die Geschichte aus mehreren Sichtweisen erzählt werden kann, ist es anfangs ein wenig schwer, in die Geschichte reinzufinden, da man mit Namen und Orten überflutet wird. Das hat mir den Einstieg in die Geschichte etwas vermiest.
    Die Story geht eigentlich direkt los, gleich im ersten Kapitel bringt Katie ihr ungewolltes und geheimgehaltenes Baby zur Welt. Doch als Ellie dann auf die Farm kommt, steckt die ganze Sache ein wenig fest. Es passiert nicht mehr viel und die Story zieht sich ewig hin. 150 Seiten weniger wäre wahrscheinlich nicht mal aufgefallen.
    Absolut nicht gefallen (und ich suche immer noch den Sinn dahinter) hat mir die ganze Sache mit den Geistern - zunächst sieht Katie den Geist ihrer toten Schwester. Bei ihr konnte man vielleicht noch sagen, die ist geistig verwirrt. Aber als dann auch Ellie, die toughe Großstadt-Anwältin Geistern sieht... also nee. Wenn ich Science-Fiction lesen will, dann lese ich Science-Fiction. Aber ich wollte nen schönen Roman lesen...
    Schließlich, unter wahrscheinlich ist das der wichtigste Manko-Punkt überhaupt: Jodi Picoult hat es dieses Mal nicht geschafft, mich so in ihren Bann zu ziehen, wie man das von ihr gewöhnt ist. Die großen Gefühle haben total gefehlt. Mein größter Gefühl hatte ich gegen Katie, die irgendwann einfach nur nich genervt hat. 
    Auch was das Ende angeht, war ich nicht zufrieden. Ich hätte mir gewünscht, dass auf das Ende und die Auflösung der Geschichte ein wenig hingearbeitet worden wäre. Aber nein.... Plötzlich überschlägt sich die Geschichte innerhalb von 10 Seiten. Man hat das Gefühl bekommen, als hätte die Story jetzt einfach zu Ende gehen müssen und Frau Picoult gemerkt, dass sie nicht mehr genug Platz gehabt hätte.

    [ Fazit ]
    Wer Jodi Picoult kennt und schätzt, der weiß: Sie kann es besser! Die Idee war super, an der Umsetzung mangelt es an vielen Ecken und Enden.Wer Picoult noch nicht kennt, sollte die Finger von "Die einzige Wahrheit" lassen.

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    Kruemelfiechs avatar
    Kruemelfiechvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Gut, aber es gibt besseres...
    Mittelmaß

    Das Buch war okay, die Geschichte ist ganz gut... aber so wirklich... gefangen hat es mich nicht. Ich liebe das Gefühl, wenn ich so gefangen von einem Buch bin, dass ich am liebsten die nächsten 2 Tage zuhause bleiben würde um es durch zu kriegen... war bei dem Buch aber nicht so.

    Musste wirklich zwei mal anfangen und mich durch quälen...gegen ende fand ichs dann auch gut, aber so wirklich fesselnd war es nicht.

    Das Thema ist irgendwo zwar real, gibt genügend Familien (sei es streng gläubige oder wie auch immer) in denen sowas passiert, aber ich finde es war irgendwie ein wenig unrealistisch dargestellt.


    Ich hoffe ihr versteht meinen Gedankengang den ich grad versucht habe aufzuschreiben :-D

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    MvKs avatar
    MvKvor 5 Jahren
    gutes Buch

    "Tiefe Verzweiflung erfasst die junge Katie. Doch in der kleinen Amisch-Gemeinde von Lancaster County kann sie niemandem ihr Geheimnis anvertrauen. Deshalb betet sie zu Gott, dass das hilflose Bündel vor ihr im Stroh für immer aus ihrem Leben verschwinden möge – und steht wenig später unter Mordverdacht. Vor dem faszinierenden Hintergrund der Lebenswelt einer Amisch-Gemeinde erzählt Jodi Picoult von Liebe und Tod, Verrat und bewegender Treue: ein meisterhafter psychologischer Thriller und die Geschichte einer mitreißenden Freundschaft zweier ungewöhnlicher Frauen."


    Spannend erzählt und recht interessant, über das Leben der Amish-People mehr zu erfahren. Das Buch nimmt den Leser bis zum Schluss auf eine Achterbahnfahrt mit und es werden Fragen aufgeworfen nach Selbstbestimmung, Glaubensfreiheit, heimliche Liebschaften, Schwangerschaftsverleugnung. Man sehnt sich förmlich nach der Wahrheit.






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    MissRichardParkers avatar
    MissRichardParkervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Einzigartig SUPER! Unbedingt lesen!!!!!!!!
    Einfach super!

    Ein extrem spannendes und gefühlvolles Buch mit einem Einblick in eine bisher unbekannte Welt der amischen Gemeinde.
    Man kann es tatsächlich nicht aus der Hand legen und fühlt beim Lesen richtig mit. Jodi Picoults Bücher sind spannender als jeder Krimi.

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