Jodi Picoult In den Augen der anderen

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Inhaltsangabe zu „In den Augen der anderen“ von Jodi Picoult

Jacob hasst die Farbe Orange. Und er hasst es, wenn sein gewohnter Tagesablauf gestört wird. Routinen sind für ihn lebenswichtig, denn er leidet unter dem Asperger-Syndrom. Doch dann wird seine Erzieherin erschlagen, und Jacob wird des Mordes verdächtigt. Die von seiner Mutter Emma mühsam erkämpfte Normalität bricht zusammen. Alle Beweise sprechen gegen Jacob. Doch Emma nimmt den Kampf auf. Denn es geht darum, ihren Sohn vor dem Gefängnis zu bewahren - und um die Rechte von Menschen, die anders sind.

Ein wundervolles Buch das uns zum nachdenken über den Umgang mit Menschen mit Behinderungen anregt.

— IdelaSI
IdelaSI

Gutes Buch, nur der Schluss hat mich etwas enttäuscht

— Antje-Katrin_Schmidt
Antje-Katrin_Schmidt

Eine allein erziehende Mutter mit einem Sohn der das Asperger-Syndrom hat, eine Form des Autismus, und einen "normalen" Sohn, Theo.

— Suhani
Suhani

Tolles Buch! Super Schreibstil, man legt es nicht gerne aus der Hand!

— Tanie
Tanie

Dieses Buch mag ich besonders gerne von Picoult. Es ist so faszinierend geschrieben aus der Sicht eines jungen Mannes mit Aspergersyndrom.

— Pue
Pue

Eine sehr spannende und bewegende Geschichte zu einem besonderen Thema. Regt zum Nachdenken an und lässt einen eigene Maßstäbe überdenken.

— -Leselust-
-Leselust-

Spannender Roman um einen geheimnisvollen Kriminalfall aus der Sicht von verschiedenen Personen beschrieben. Schon mal ein Autist gewesen?

— little_june
little_june

Gute Idee, tolles Thema - mit ein paar Wiederholungen zu viel!

— frannzi_bookworm
frannzi_bookworm

Auf ein neues - eine berührende Geschichte mit viel Ehrlichkeit und Wahrheit. Wieder ein wertvoller Roman zu einem besonderen Thema

— Nanni87
Nanni87

Wow. Ich habe selten ein Buch gelesen dessen Geschichte einen so berührt und mitgenommen hat. Einmalig!

— betterbooks
betterbooks

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  • Berührend und spannend

    In den Augen der anderen
    KerstinTh

    KerstinTh

    07. September 2016 um 11:26

    Jacob ist 18 Jahre alt und hat das Asperger-Syndrom, er ist Autist. Deshalb benötigt er auch einen geregelten Tagesablauf. Dabei soll ihm seine Sozialtherapeutin Jess helfen. Jacob hat ein Faible für Krimis und Pathologie. Eines Tages, als er zu seiner Therapiesitzung unterwegs ist, findet er Jess tot auf. Daraufhin ist natürlich sein Drang Verbrecher aufzuklären geweckt. Leider macht er sich dadurch sehr verdächtig und die Polizei sieht sofort in ihn Jess‘ Mörder. Jacobs Mutter Emma kann sich dies nicht vorstellen und es beginnt ein dramatischer Kampf, um Jacobs Unschuld zu beweisen.   Hierbei handelt es sich um einen sehr guten und berührenden Roman. Der Leser ist von der Handlung gefesselt und fiebert mit Emma mit. Geschrieben ist er, wie meistens bei Picoult,  aus verschiedenen Sichtweisen. Die einzelnen Handlungspersonen erzählen aus ihrer eigenen Sicht. Ich kann diesen Roman sehr empfehlen.

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  • Dein Sohn ist des Mordes angeklagt. Deine Angst ist, er könnte es wirklich getan haben ...

    In den Augen der anderen
    Suhani

    Suhani

    06. August 2016 um 23:12

    Das Buch hat mich in zweierlei Hinsicht gefesselt.  Zum Einen, die Geschichte an sich. Eine allein erziehende Mutter mit einem Sohn der das Asperger-Syndrom hat, das ja eine Form des Autismus ist und einen "normalen" Sohn, Theo.  Jacob, der ältere der beiden Söhne mit der Behinderung hat ein Faible für Kriminalgeschichten und da kann es schon mal vorkommen, das das Zuhause auf einmal einem Tatort gleicht, in dem ein blutiger Mord passiert ist, wenn Emma nach hause kommt. Aber statt einen Schrecken zu bekommen, oder sich über die "blutige" Schweinerei aufzuregen, versucht sie den "Mord" zu lösen. Alles nur, um sich dann von Jacob den "wahren" Tathergang erklären zulassen. Das ist noch das leichteste in ihrem Alltag.  Viel schlimmer kommt es immer wieder dann, wenn Jacob aus seiner kleinen Welt heraus geschleudert wird - und sei es auch nur, wenn wieder irgendetwas nicht da ist, wo es für ihn hingehört, oder noch schlimmer, wenn jemand was in seinem Zimmer verändert hat. Dann bekommt er Attacken, die Emma nur entgegenwirken kann, wenn sie in in schwere Decken einwickelt und sich noch selbst auf ihn legt, oder sich mit ihm in eine dunkle Ecke einsperrt. Immer und überall muss sie für ihren Sohn kämpfen. In der Schule bringt sie mit viel Energie und Hartnäckigkeit durch, das Jacob einige extra Privilegien bekommt, so das er einen eigenen Raum bekommt, wo er sich zurück ziehen kann, wenn er wieder mit einer Situation nicht fertig wird, oder damit er vom Lehrpersonal akzeptiert wird. Alles in Emmas Alltag ist schwierig, denn sie muss ja auch alles andere in ihrem Leben ihrem Sohn Jacob anpassen - und dann ist da noch ihr anderer Sohn Theo, jünger als Jacob und normal, dem sie nicht immer gerecht werden kann und somit auch immer wieder ein schlechtes Gewissen deswegen hat. Theo hat sich zwar damit abgefunden, das sein Bruder was "besonderes" ist und hat auch ganz automatisch die Rolle eines "großen" Bruders übernommen, versucht auch seine Mutter zu unterstützen wo er kann aber doch ist auch er ein Junge, der  - zumindest ab und zu - ein ganz normales Leben führen möchte. Doch als Jacob nun auch noch als Mörder einer echten Tat verdächtig wird, ist nichts mehr so wie es war und das Chaos beginnt. Chaos für Jacob, der aus seiner Welt gerissen wird, zu Anfang noch alles von seinem Verständnis aus toll findet, weil es eine Kriminalgeschichte ist, aber nicht versteht WIE ernst es ist und wie er sich immer weiter reinreißt. Chaos für Emma, die mit allen Mitteln gegen die Justiz ankämpft, da Jacob nicht wie ein normaler Verdächtiger behandelt werden kann. Als Unterstützung hat sie da nur einen Anwalt, der eigentlich nur kleine Aufträge bis her angenommen hat und sich zu Anfang selbst überfordert fühlt - aber Emma kämpft sowohl um ihren Sohn, als auch darum, das der Anwalt sich selbst mehr zutraut, denn eine andere Unterstützung wird sie nicht bekommen. Chaos für Theo, der miterleben muss, wie sein Bruder verhaftet wird und ins Gefängnis kommt. Der versucht seine Mutter zu helfen und doch in der Zeit nur sieht, wie alles an ihm vorbei zieht, da sich keiner um ihn kümmern kann. Ja und zum anderen hat mich die Schreibweise gefesselt. Die Geschichte wird nicht nur aus einer Perspektive erzählt, sondern Emma, Theo, der Anwalt und auch Jacob erzählen die Geschichte abwechselnd aus ihrer Sicht. Aber dabei wird nicht einfach die Situation, in der sich gerade alle befinden, von jedem wiederholt, sondern weiter erzählt. So bekommt man von jedem mit, wie derjenige gerade fühlt und wie sein Verständnis die Situation aufnimmt und kommt so den Personen viel näher als es sonst der Fall sein würde. Die Geschichte wird von allen immer weiter getragen und so weiß man als Leser wie jeder einzelne sich fühlt, denkt und die Situation versteht. Bei allem weiß man aber bis zum Ende hin nicht, wer nun der Mörder ist und wie es zu dem Tod des Opfers gekommen ist. Auch ich hatte mehrere Verdachte und Gedanken zu den Verdächtigen, oder wie alles passiert sein konnte, doch immer wieder verunsicherte mich in der Richtung die Geschichte wieder und meine Gedanken gingen wieder in eine andere Richtung, ließen mich andere Möglichkeiten finden - und gerade das und dann die Geschichte um Emma und ihre kleine, wirklich anstrengende Welt macht das Ganze zu einem Komplettpaket, das mich so schon lange an keinem Buch mehr gefesselt hat. Das liegt bestimmt auch daran, das die Autorin nicht nur einfach das Krankheitsbild aus Büchern sich erlesen hat, sondern auch mit autistischen Kindern und Jugendlichen beschäftigt hat und diese ihr erlaubten auch einiges aus ihrem Leben zu verwenden. Außerdem durfte sie ebenso Justizbeamte und Kriminaltechnikern über die Schulter schauen und hat noch viele andere Personen mit ins Boot geholt, die ihr die Umstände in allen Situationen näher bringen konnten. Fazit: Am Ende fehlt mir zwar ein klares Polizeiergebnis, aber nichtsdestotrotz eine klare Kaufempfehlung von mir für alle, die jetzt neugierig geworden sind!

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  • Abgebrochen

    Schuldig
    buchjunkie

    buchjunkie

    Trixie ist 13 und der Augenstern ihres Vaters Daniel. Er arbeitet als freiberuflicher Comiczeichner, seine Frau Laura unterrichtet Studenten an der Universität. Wie brüchig das Glück der Familie ist, wird bald ersichtlich. Trixie kommt völlig aufgelöst von einer Party nach Hause und erzählt unter Tränen, dass sie von ihrem Exfreund Jason vergewaltigt wurde. Wenig später stirbt Jason unter merkwürdigen Umständen. Da er keines natürlichen Todes gestorben ist, werden polizeiliche Ermittlungen veranlasst. Im Laufe dieser Ermittlungen haut Trixie von zu Hause ab und flieht nach Alaska. Dort lebte ihr Vater als Kind und Jugendlicher. Und nun muss er sich seiner Vergangenheit stellen und seiner Frau ein erschütterndes Geständnis machen.... Ich habe schon viele Romane von Jodie Picoult gelesen, und alle haben mir gut bis sehr gut gefallen. Doch dieses Buch habe ich im letzten Drittel abgebrochen, als Trixie von zu Hause geflüchtet ist. Die Story beginnt langsam , steigert sich dann, wird spannend und flacht wieder ab. Und das ständig! Es geht um das,Thema der Vergewaltigung, was schon ausreichend wäre. Es geht aber immer auch um Daniels Vergangenheit und Gefühlswelt, und das meiner Meinung nach zu ausschweifend. Ich verlor das Interesse, las immer nur ein paar Seiten und kam 300 Seiten lang nicht richtig in die Story rein. Der Schreibstil von Jodie Picoult ist gewohnt gut, die Handlung ist nicht schlecht, aber vielleicht waren 400 Seiten zu viel dafür. Mich konnte dieses Buch nicht packen, ich bin viel besseres gewohnt von Picoult. Ich breche auch wirklich nur ganz selten ein Buch ab , aber ich hatte absolut keine Lust mehr auf die letzten hundert Seiten.Mich hat nur noch interessiert, wer Jasons Tod zu verantworten hatte, und dass hab ich schnell noch nachgelesen. Jodie Picoult hat ja wirklich viele Romane geschrieben, da sei ihr ein weniger guter auch gestattet!

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    • 5
  • Regel 4 - Ich muss meinen kleinen Bruder beschützen

    In den Augen der anderen
    little_june

    little_june

    17. January 2016 um 20:43

    Bei dem Buch "In den Augen der Anderen" von Jodi Picoult handelt es sich um einen Roman in dem die Hauptperson ein junger autistischer Mann darstellt, der des Mordes angeklagt wird. Jacob ist 18 Jahre alt, Schüler und hat ein sehr hohes Interesse für die Kriminaltechnik und Pathologie. Jacob ist Autist. Damit er in seinem Umfeld nicht ständig (Wut-)Anfälle bekommt, hat er einen sehr stringenten Tagesablauf, der nicht verändert werden darf und bestimmten Regeln folgt. Zu Beispiel jeden Tag um 16.30 Uhr seine Lieblingsserie Crime Busters zu sehen von der er alle Folgen auswendig kennt und sie jedes Mal wieder eigenständig anhand der Bilder vom Tatort löst. Zweimal pro Woche trifft er sich mit seiner Sozialtherapeutin Jess mit der er "normale" Alltagssituationen übt, die ihm teilweise total absurd, unverständlich und unsinnig erscheinen. Die Therapie läuft immer im selben Rhythmus, bis zu dem Tag an dem Jess tot aufgefunden wird. Das Buch ist in einem Erzählstil geschrieben, der mit den unterschiedlichen Sichtweisen der Akteure spielt. Jeder Akteur hat seine eigenen Ansichten, Charaktereigenschaften, Denkweisen und Eigenarten. Diese Akteure sind Jacob, seine Mutter Emma, sein jüngerer Bruder Theo, sowie der Polizeibeamte Rich und Jacobs Anwalt. Man erhält im Laufe des Buches, durch den beachtenswerten Schreibstil von Jodi Picoult, einen Einblick in das Denken, Erleben und Wahrnehmen der Welt durch die Augen eines autistischen Jungen. Fazit: Ich empfehle das Buch jedem, der einen spannenden (Kriminal-)Roman über einen jungen autistischen Mann lesen will und wie er und sein Umfeld dies erleben. Ein fesselnder Schreibstil, der einen wunderbaren Spannungsbogen bis zum Ende aufrechterhält und durch einen Zufall zur Aufklärung des Falles führt.

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  • Leidenschaft, die zum Verhängnis wird!

    In den Augen der anderen
    Kerry

    Kerry

    Der 18-jährige Jacob Hunt ist anders, als andere Jungen in seinem Alter. Er hasst die Farbe Orange, hasst es, wenn sein Tagesablauf gestört wird, hasst alles, was nicht nach Plan läuft. Doch Jacob kann nichts dafür, er hat das Asperger-Syndrom. Zwar steht ihm seine Mutter Emma immer zur Seite und auch sein jüngerer Bruder Theo hilft ihm (widerwillig), aber dennoch ist das Leben nicht so einfach. Der Vater hat sich, nachdem Jacobs Krankheit diagnostiziert wurde, aus dem Staub gemacht. Zwar zahlt er regelmäßig Unterhalt, doch sonst ist er nicht für seine Familie da. Wie es häufig bei Menschen mit dem Asperger-Syndrom vorkommt, hat auch Jacob Spezialinteressen, die ihn mehr fesseln, als alles andere. In seinem Fall ist es Ermittlungsarbeit der Polizei. Mit Vorliebe baut er auch selbst Tatorte nach und lässt seine Familie die Fälle lösen. Auch liebt er die TV-Serie "CrimeBusters", die Tatorte nachstellen und lösen und er verpasst nie eine Folge, obwohl er sie schon alle auswendig kennt. Um sein Sozialverhalten zu verbessern, trifft er sich zweimal wöchentlich mit der 23-jährigen Jess, seiner Sozialtherapeutin. Zwar studiert diese noch, doch die Arbeit mit ihr hilft ihm sehr, sodass es ihm möglich ist, leichter mit seiner Umwelt zu agieren. Dann verschwindet Jess eines Tages, ihr Haus weist Spuren einer Entführung auf, doch sie selbst bleibt verschwunden. Kurz darauf wird ihre Leiche gefunden und Indizien am Fundort führen direkt zu Jacob ... Leidenschaft, die zum Verhängnis wird! Der Plot wurde realistisch und abwechslungsreich erarbeitet. Besonders gut hat mir die Darstellung des Asperger-Syndroms bei diesem jungen Mann gefallen, für den seine Mutter gekämpft hat und jeden Tag kämpft, damit er ein möglichst normales Leben im Rahmen seiner Möglichkeiten führen kann, doch wie "beschränkt" diese Möglichkeiten sind, ist hier sehr gut dargestellt. Die Figuren wurden facettenreich und authentisch erarbeitet. Besonders gut hat mir hier die Figur des Jacob gefallen, der zwar hochintelligent ist, jedoch auf Grund seiner Erkrankung Schwierigkeiten mit dem "normalen" Leben hat. Den Schreibstil empfand ich als sehr packend, ebenso den Plot, sodass ich mich hier kaum von dem Buch lösen konnte.

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    • 3
    KruemelGizmo

    KruemelGizmo

    04. November 2015 um 18:00
  • Asperger

    In den Augen der anderen
    KarinFranke

    KarinFranke

    Der 18jährige Jacob ist hochintelligent, leidet aber an dem Aspergersyndrom. Als die junge Studentin Jess, die als seine Therapeutin arbeitet, ermordet wird, gerät er unter Verdacht. Es kommt zur Gerichtsverhandlung. Das Buch ist aus verschiedenen Perspektiven geschrieben: aus der Sicht Jacobs, was dem Leser einen guten Einblick in seine Denk- und Handlungsweisen gibt, aus der Sicht des jüngeren Bruders, der von kleinauf zur Rücksichtnahme gegenüber Jacob gezwungen war und sich immer zurückgesetzt fühlte, aus der Sicht der alleinerziehenden Mutter, die alles für ihren älteren Sohn tun würde, aber oft an seiner Behinderung verzweifelt, aus der Sicht des Ermittlers und der des Anwalts, also von zwei Außenstehenden, die Mühe haben, Jacobs Verhalten zu verstehen. Der Autorin ist es gelungen, eine spannende Geschichte rund um ein ernstes Thema zu weben, man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Einzig das Ende ist mir persönlich etwas zu abrupt, ich hätte mir eine etwas längere Ausführung gewünscht. Trotzdem 5 Sterne, weil unbedingt lesenswert.

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    • 2
  • Einfühlsamer Roman mit einigen Längen

    In den Augen der anderen
    LikeALion

    LikeALion

    31. August 2015 um 11:42

    Als großer Fan von Jodi Picoult hat es auch dieser Roman schnell in mein Bücherregal geschafft. Dennoch muss ich leider sagen, dass mich die Autorin mit diesem Werk nicht so überzeugen konnte wie bisher. Der 18-jährige Jacob leidet unter dem Asperger-Syndrom, einer Form des Autismus, die es im unmöglich macht soziale Interaktionen zu verstehen oder seine täglichen Routinen zu verändern. Passiert dies bekommt er einen Anfall, bei dem er nicht nur sich selbst sondern auch andere verletzen kann. Durch die Fürsorge seiner Mutter Emma Hunt und seines Bruders Theo lebt Jacob ein nahezu normales Leben mit festen Regeln und Tagesabläufen. Bis seine "Nachhilfelehrerin" Jess, die ihn dabei unterstützt mit alltäglichen Situationen besser umzugehen, verschwindet und schließlich tot aufgefunden wird - mit Jacobs Decke um den Schultern. Wie für Jodi Picoult typisch verfolgt der Leser die Handlung aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Emma, Theo, Jacob, Detective Rich und der Anwalt Oliver schildern uns ihre Sicht der Dinge und ihre Gedanken. Ich finde es richtig und wichtig, dass sich Jodi Picoult in ihren Romanen immer wieder Themen widmet, die mehr Aufmerksamkeit verdienen. Wie zum Beispiel dem Autismus und dem Asperger-Syndrom. Super recherchiert und mit einer Menge an Einfühlungsvermögen schildert sie zu anfangs Jacobs Leben, dann die Mordanklage und schließlich auch den Prozess. Dennoch liegt hier für mich auch die Schwäche des Romans. Die zu anfangs bereits erwähnten Eigenheiten des Asperger-Syndroms werden während der Handlung und besonders während des Prozesses mehrfach erwähnt. Diese ständigen Wiederholungen haben mich beim Lesen sehr gestört und auch zunehmend gelangweilt. Besonders das letzte Drittel des Romans enthielt einige unnötige Passagen.  Alles in allem hat Jodi Picoult einen weiteren empfehlenswerten Roman mit einer Menge an Fachwissen über das Asperger-Syndrom, viel Empathie und einem interessanten Plot geschaffen. Alle Charaktere waren hervorragend ausgearbeitet, ihr Schreibstil bildhaft und angenehm zu lesen. Lediglich einige unnötige Längen sowie zwei inhaltliche Fehler konnten mich nicht überzeugen.

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  • Beim nächsten Mal wieder...

    In den Augen der anderen
    frannzi_bookworm

    frannzi_bookworm

    26. August 2015 um 07:57

    Vorweg die Anmerkung: Ich liebe Bücher von Jodie Picoult – ich finde die Mischung aus Übernatürlichem, moralischem und ethischem Verhalten und ganz normalen „Beziehungsthemen“ großartig. Von diesem Buch war ich aber über weite Strecken etwas enttäuscht. In dem Buch „In den Augen der anderen“ (Originaltitel „House Rules“ – ich empfehle stets die Originalausgabe zu lesen) geht es um die Familie Hunt. Die Familie, das sind Emma und ihre Söhne Jakob und Theo. Der Vater der beiden verließ die Familie schon früh, kurz nachdem herauskam, dass Jakob – der ältere der beiden Söhne – unter einer besonderen Form von Authismus leidet. Eigentlich führen die drei Hunts ein völlig normales Familienleben, das aber von Jakobs Krankheit und den ständigen finanziellen Sorgen einer alleinerziehenden Mutter getrübt wird. Jakob benötigt aufgrund seiner Krankheit besonders viel Betreuung, er erhält spezielle Therapien und seine Ernährung ist genau auf seine Bedürfnisse umgestellt. Theo leidet sehr unter der Situation zuhause, zeigt es aber zuhause selten. Er beginnt, in fremde Häuser einzubrechen und dort Dinge zu stehlen, für die seine Mutter kein Geld hat, weil jeder Cent in Jakobs Behandlung investiert wird. Jess Ogilvy ist Jakobs Tutorin. Mit seiner Krankheit einhergeht, dass für ihn soziale Kontakte und vor allem normales soziales Verhalten nahezu unmöglich sind. Mit Jess trainiert er dieses Verhalten, das für andere Menschen völlig normal scheint. Als Jess tot aufgefunden wird, gerät nach und nach Jakob unter starken Verdacht, sie ermordet zu haben. Weil er dem Leben in einem Gefängnis nicht gewachsen ist, wird er unter Hausarrest gestellt, bis der Prozess zu Ende ist. Oliver Bond – der Anwalt, den Emma für Jakob engagiert – ist sehr jung und hat wenig Erfahrung vor Gericht. Seine Strategie ist es, Jakob für unzurechnungsfähig erklären zu lassen – was Emma mit Vehemenz sein ganzes Leben lang zu verhindern suchte. Aber es scheint der einzige Ausweg zu sein. Schnell fällt dem Leser auf, dass Jakob selbst während der ganzen Zeit nicht einmal gefragt wird, was wirklich geschehen ist, obwohl immer wieder betont wird, dass er – aufgrund seiner Krankheit – nicht in der Lage sei zu lügen. Würde ihn auch in Wirklichkeit niemand fragen, ob er Jess getötet hat? Ich weiß nicht... Stattdessen erhält der Leser sehr lange und detailreiche Schilderungen des Asperger-Syndroms und dessen Ausformungen. Aus diesem Grund wirkt der Prozess häufig in die Länge gezogen und auch die Aussagen wiederholen sich wieder und wieder. Selbst als Jakob beschließt selbst auszusagen, kommt noch immer nicht der wahre Tathergang ans Licht. Die Wendung – und somit die detaillierte Schilderung des ganzen Vorfalls – kommt erst spät und ein paar Wiederholungsschleifen weniger hätten dem Buch meiner Meinung nach gut getan. Das Thema des Buches selbst – Authismus und die spezielle Form des Asperger-Syndroms – finde ich durchaus spannend. Jodie Picoult greift immer wieder Themen und Krankheiten oder Umstände auf, die in anderen Romanen oftmals zu kurz kommen und ihre detailverliebte und genaue Beschreibung der Probleme und Symptome machen sie für mich zu einer sehr guten Autorin. Man merkt, dass sie sich ernsthaft mit den Themen ihrer Romane auseinandersetzt. Dieses mal war das ganze etwas zu viel für mich – beim nächsten Mal bin ich sicher wieder Feuer und Flamme :)

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  • Mein Leben für deins

    In den Augen der anderen
    MiraBerlin

    MiraBerlin

    In diesem Buch geht es um Jacob, der an dem Asperger-Syndrom leidet. Sein ganzer Tagesablauf muss streng befolgt werden, denn wenn dies nicht der Fall ist, rastet Jacob aus. Dementsprechend schwer ist es für ihn auch, sozialen Kontakt zu anderen Menschen aufzubauen, worunter die ganze Familie leidet - nicht zuletzt Theo, sein jüngerer Brüder. Um ihm sein Leben so angenehm wie möglich zu gestalten, greift seine Mutter, Emma, auf alle möglichen Varianten zurück, in der Hoffnung, dass irgendwas anschlagen könnte. So gelangt Jacob auch an Jess, eine Psychologie-Studentin, die sich auf seine Krankheit spezialisieren möchte. Für ihn ist sie ein enorm wichtiger Bestandteil in seinem Leben und Jacob fühlt sich auch einfach mit ihr verbunden. Aber plötzlich ist Jess to und der Verdacht gerät schnell auf Jacob, welcher mehr oder weniger in den Prozess hineinschlittert aufgrund seiner mangelnden menschlichen Erfahrungen. Und so beginnt Emmas Kampf gegen die Justiz und für die Menschenwürde, damit Jacob einen gerechten Prozess bekommt und nicht ins Gefängnis muss... Dieses Buch war das erste, was ich von der Autorin gelesen habe. Dementsprechend wusste ich auch nicht, was mich erwarten würde. Einzig und allein der Schreibstil ist genial. Jodi Picoult ist in der Lage, sich in jede Rolle hineinzufühlen und aus deren Sicht zu schreiben, wie sie durch die häufigen Perspektivwechsel beweist. Immer wieder musste ich über Jacobs Aussagen schmunzeln, die zwar nicht falsch waren, aber immer wieder bewiesen, wie metaphorisch die menschliche Sprache doch ist. Gerade der psychologische Aspekt ist hier sehr gut vertreten worden. Dank dieses Buches weiß ich jetzt viel mehr über die Forensik und das Asperger-Syndrom, was mich beides sehr interessiert. Man merkt, dass die Autorin Ahnung von dem hat, über das sie schreibt, wodurch der ganze Roman auch sehr authentisch aufgebaut ist. Auch wenn dieses Buch sehr lang ist, war es nie so, dass ich das Ende herbei ersehente, weil es eher so war, dass ich mich in dieses Buch einfand, auch wenn ich nur stille Beobachterin war. Auch der Zweifel der Menschen wird gut dargestellt, weil Emma irgendwann nicht mehr weiß, was sie glauben soll: ist ihr Kind den wirklich der Mörder? hat sich die ganze Arbeit überhaupt gelohnt, ihm ein möglichst normales Leben zu ermöglichen? Dementsprechend gibt es auch keine wirkliche Hauptfigur, weil man über jede Figur so viel erfährt, dass man das Gefühl hat, als würde man die Personen schon Ewigkeiten kennen. Das Ende lässt einen grübelnd zurück und wird mich auch noch eine Weile beschäftigen. Dieses Buch ist kein Buch für zwischendurch, weil man einfach so viel daraus mitnimmt. Es ist wirklich einmalig und dementsprechend für mich auch eine absolute Leseempfehlung. Jeder, der sich auch nur ein wenig für Psychologie und den Umgang mit psychischen Erkrankungen bei Gericht interessiert, sollte dieses Buch gelesen haben!

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    • 3
  • Der schmale Grat zwischen Anderssein und Tätersein

    In den Augen der anderen
    Kiwi-Lena

    Kiwi-Lena

    Emma und ihre beiden Söhne Jacob und Theo führen ein Leben, das ihnen über die Jahre hinweg vor allem eines eingebracht hat: Blicke, die von Mitleid bis Entsetzen reichen. Denn Jacob leidet am Asperger-Syndrom, das eine Art des Autismus’ ist. Er ist hochintelligent, besessen von forensischem Wissen und hat einen Humor, der trockener nicht sein könnte. Doch ebenso reagiert er auf emotionale Signale überhaupt nicht und auf die kleinsten Veränderungen in seinem Umfeld hingegen hypersensitiv. Dies macht ihn für Außenstehende zu einer tickenden Zeitbombe. Als eines Tages Jacobs Erzieherin Jess, eine der wenigen Bezugspersonen des Teenagers, ermordet aufgefunden wird, gerät die Welt aus den Fugen. Für Jacob. Für Emma. Für Theo. Denn die Anklage gegen Jacob scheint ein fataler Irrtum. Doch Beweise lügen nicht. Jacob allerdings ebenso wenig. Denn stets die absolute Wahrheit sagen zu müssen, ist Teil seines Krankheitsbilds. Ein Kampf David gegen Goliath beginnt. Mit "In den Augen der anderen" setzt Jodi Picoult ein ausdrucksvolles Ausrufezeichen hinter die wichtigen, uns alle betreffenden Thematiken „Integration und Inklusion“. Anhand eines fiktiv kreierten Schicksals betont sie beispielhaft, dass es auch und vor allem in der Realität keinen reinen Schwarz- oder Weißton gibt. Filigran, behutsam und nichtsdestotrotz schmerzhaft ehrlich portraitiert Jodi Picoult die Figuren ihres Romans: Die liebende Mutter, die vor den Scherben ihres Lebens steht und dennoch kämpft wie eine Löwin. Der an Autismus leidende Junge, der die Welt nicht so wahrnimmt wie die Menschen um ihn herum. Der jüngere Bruder, den Pflichterfüllung und Erwartungsdruck zermürben. Fundierteste Recherchen und eine empathischen Art schicksalshafte Dramen auszugestalten, die den Atem anhalten lassen, führen dazu, dass die Autorin mit diesem Buch ins Mark trifft. Sie schaut hin, wo andere wegsehen – in vielerlei Hinsicht. Sie taucht die Hintergründe eines Krankheitsbilds, von dem viele Familien betroffen sind, in die größtmögliche Bandbreite an Schattierungen. Dadurch wird beinahe investigativ ein Gesamtbild geschaffen, das berührt. Jodi Picoult fokussiert die Tatsache, dass nicht nur der Asperger-Patient selbst Betroffener ist, sondern dessen gesamte Familie. Diesen Radius zu ziehen, finde ich ausgesprochen wichtig. Denn während sich der Betroffene mit seiner Krankheit arrangiert haben mag, ist es sein unmittelbares Umfeld, das das entgegengebrachte Unverständnis emotional verarbeiten muss. Als wäre die Thematik des Asperger-Sydroms allein nicht schwere Kost genug, ergänzt die Autorin diese um den Fall einer Mordanklage. Ein Gerichtsprozess, dessen Für und Wider allen Beteiligten in den Knochen steckt und den Leser auffordert, das eigene Verständnis hinsichtlich Recht und Unrecht zu beleuchten. In der Summe ein Roman, der mit brachialer Schwere Einzug in die Bücherregale der Leser hält. Manchmal genügt ein kleiner Perspektivwechsel und schon verstehen wir einander besser. Eine Botschaft, der Jodi Picoult Nachdruck verleiht.

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    • 2
  • In meinen Augen ...

    In den Augen der anderen
    arunaa

    arunaa

    16. January 2015 um 23:01

    ... hat Jodi Picoult wieder einmal eine Thematik ins Bild gesetzt, die ich so nicht kenne und kannte. Autismus mit dem Asperger Syndrom. Jakob ist der Autist und ein so liebenswerter Mensch, der angeklagt wird seine Tutorin ermordet zu haben. Durch Jakob bekommt man einen Einblick in die Welt, Gedanken und nicht vorhandenen bzw. logisch analysierten Emotionen eines Autisten mit Asperger-Syndrom. Man kann es verstehen, aber sich nicht annähernd vorstellen. Jeder einzelne Charakter aus Jakobs Umfeld wird hier dargestellt, mit seinen eigenen Gedanken und Worten. Auch Jakob! Ich habe jeden für sich ins Herz geschlossen, weil jeder auf seine Weise, nach Wissen und Gewissen handelt. Alle sind gefangen in einem Albtraum. Es ist packend und lehrend geschrieben, man erfährt viel über diese Erkrankung, über die Menschen die es betrifft, lernt sie zu verstehen. Dennoch musste ich auch stellenweise lachen, weil Jodi ihren Charakteren eine Individualität gibt und sie so nicht steif wirken, sondern ganz normal denken und sich ausdrücken. So bekommt die ganze Geschichte Leben. Ich hatte das Gefühl ein Teil von Jakobs Umwelt zu sein. Die letzten Seiten habe ich gezogen, weil ich nicht gehen wollte. Jakob und Oliver sind meine Lieblinge, mit ihnen habe ich so viel gelacht. Ich werde sie sehr vermissen und bald wieder in ihre Welt eintauchen.

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  • Rezension zu "In den Augen der anderen" von Jodi Picoult

    In den Augen der anderen
    Ines_Mueller

    Ines_Mueller

    "Meine Mutter erzählt mir das nach der Schule. Sie starrt mich an, während sie mir das erzählt, als wolle sie irgendetwas an meinem Gesicht ablesen - fast so, wie ich es mache, wenn ich mir die Augenbrauen eines anderen anschaue, den Mund und die Pupillen, um so vielleicht Hinweise auf eine Emotion zu entdecken." Zwar habe ich schon einiges von der Autorin Jodi Picoult gehört, hätte aber wohl freiwillig nie zu einem ihrer Bücher gegriffen. Ein Glück also, dass das Mängelexemplar von "In den Augen der anderen" mich im Supermarkt anlächelte und ich kurzerhand zugriff, denn dieses Buch hat mich wahrlich begeistert. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Da wäre Jacob, der unter dem Asperger-Syndrom leidet. Seine Mutter, deren Leben sich Jacobs Bedürfnissen untergeordnet hat. Sein Bruder Theo, der unter mangelnder Aufmerksamkeit leidet. Oliver, ein junger Staatsanwalt, der eher zufällig in das Geschehen taumelt. Und der Polizist Rich, der den Fall untersucht. Sie alle zeigen verschiedene Blickwinkel der Geschichte auf, wodurch der Leser geradezu in das Geschehen gesogen wird und immer am Ball bleiben kann. Konfrontiert wird man dabei mit allerlei Vorurteilen und ungerechtem Verhalten, was mich teilweise regelrecht wütend machte, wenn jemand wieder ignorant auf Jacobs Verhalten reagierte. Der Schreibstil ist als eher schlicht zu bezeichnen und besteht größtenteils aus den Gesprächen der einzelnen Charaktere, doch dadurch wird ein guter Einblick in das Leben mit dem Asperger-Syndrom geboten. Leise, aber eindringlich werden die taglichen Ungerechtigkeiten, die Jacob erdulden muss, beschrieben, ebenso wie seine Mutter und Theo darunter zu leiden haben. Das ständige Auf und Ab im Familienleben der drei war sehr spannend mitzuerleben und zu keinem Zeitpunkt langweilig. Besonders gelungen finde ich die Beschreibungen im Zusammenhang mit dem Asperger-Syndrom. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mich vorher niemals mit diesem Thema auseinandergesetzt habe, doch mit Hilfe von Jodi Picoult kann ich solche Menschen nun ein kleines bisschen besser verstehen. Sachwissen, aber auch Beschreibungen des normalen Alltags bieten ein guten Einblick in Jacobs Verhalten. Auch die Kapitel, die aus seiner Sicht beschrieben wurden, fand ich sehr gut gelungen, da sie direkt in die Denkweise und das Seelenleben eines Menschen mit dem Asperger-Syndrom entführen. Auch die Beschreibung des Prozesses, der gut und gerne die Hälfte von "In den Augen der anderen" andauert, sind gut gelungen und schüren die Spannung des Lesers. Allerdings muss ich bemängeln, dass die Auflösung bereits im ersten Drittel des Buches deutlich zu erkennen ist, sodass die Spannung etwas abnimmt. Fazit: Eindringliche Schilderung eines Lebens mit dem Asperger-Syndrom, sowohl aus der Sicht des Betroffenen als auch aus der der Familie verknüpft mit Ignoranz und Missverständnis. Wirklich empfehlenswert! Nur wegen der Auflösung, die ich sehr schnell erkannt hatte, segelt "In den Augen der anderen" knapp an der vollen Punktzahl vorbei.

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    • 6
  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) Buchhandlung_am_Schaefersee (36/30) Buchrättin (31 / 30)  Buecherschmaus (0/40) Buecherwurm1973 (16/40) Cadiya (20/20) Caillean79 (30 / 30) Calypso49 (17/20) Caroas (16/30) Ceciliasophie (7/20) Chiara-Suki (7/20) ChrischiD (29 / 20) Coconelle (6/20) Code-between-lines (36/30) creativeartless (11/20) crimarestri (3/20) Cuchilla_Pitimini  Cuileuni (1/20) CupcakeCat (18/30) Curin (4/30) czytelniczka73 (34 / 30) daneegold (27/40) DaniB83 (14/40) Daniliesing (21/40) Danni89 (24/20) danzlmoidl (2/20) darigla (5/20) DarkChocolateCookie (12/20) Darkshine (3/20) DaschaKakascha  Deengla (25/40) Deli (21/40) dieFlo (4/40) digra (30 / 30) disadeli (20 / 20) divergent (36 / 30)  Donata (24/20) Donauland (5/20) DonnaVivi (23 / 20) Dorina0409 (12/20) Dreamworx (40 / 40) Dunkelblau (15/40) eifels  eldora151 (10/40) Elektronikerin (14/20) Elke (21/20) el_lorene (32/40) EmilyThorne (0/40) EmmaBlake (4/30) Eternity (30/30) Evan (20 / 20) fairybooks (20/20) Finesty22 (4/20) Fornika (40/30) Fraenzi (0/20) 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  • Nicht schlecht, aber...

    In den Augen der anderen
    MagicMoment

    MagicMoment

    13. October 2014 um 18:04

    "In den Augen der anderen" ist das erste Buch, das ich von Jodi Picoult gelesen habe. Über den Inhalt wurde bereits genug geschrieben, daher verzichte ich mal auf eine Zusammenfassung. Ich habe dieses Buch gerne und auch innerhalb weniger Tage durchgelesen. Der Schreibstil ist flüssig und das Leseerlebnis durch den Perspektivwechsel lebendig gestaltet. Das Thema "Asperger-Syndrom" finde ich auch sehr interessant, dennoch gebe ich diesem Buch nicht mehr als 3 Sterne. Dies liegt in erster Linie daran, dass mich ab der Sache mit dem Mord gestört hat, dass niemand (weder Emma, noch Oliver oder sonst wer) Jacob fragt, ob er den Mord begangen hat oder was eigentlich genau passiert ist. Ich finde diese Tatsache extrem abwegig, denn schließlich würde doch jeder wissen wollen, was eigentlich geschehen ist. Ob Jacob darauf eine vernünftige Antwort geben kann, weiß man natürlich nicht. Aber dass es niemand wenigstens mal versucht hat, es herauszufinden, halte ich für total absurd. Dann ist dieses Buch leider sehr langatmig. Ich würde es nicht langweilig nennen, aber vieles wiederholt sich einfach immer und immer wieder. So wird während der Verhandlungstage unendlich oft erklärt, was das Asperger-Syndrom ist und wie sich dieses bei Jacob äußert. Die eigentliche Handlung wird oft unterbrochen, da immer wieder in die Vergangenheit gesprungen wird und Dinge aus Jacobs Kindheit erzählt werden. Dies ist zwar alles interessant und informativ, aber irgendwann möchte man als Leser auch einfach mal mit der eigentlichen Handlung voran kommen. Dies geschieht leider nur sehr schleppend. Durch die verschiedenen Perspektivwechsel weiß der Leser eigentlich auch schon von Anfang an, was genau mit Jess passiert ist und wer inwiefern daran beteiligt war, das hat der Geschichte ziemlich viel an Spannung genommen. Insgesamt also ein gut zu lesendes Buch, das durchaus lesenswert ist, aber für mich manchmal nicht so ganz nachvollziehbar ist. Ich würde/werde aber auch jeden Fall noch weitere Bücher der Autorin lesen.

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  • Grandios

    In den Augen der anderen
    smilee_lady1988

    smilee_lady1988

    Das Thema, welches Jodi Picoult in diesem Buch wieder behandelt, ist sehr interessant: Das Asperger-Syndrom. Man merkt, dass sie sich darüber informiert hat, bevor sie das Buch geschrieben hat. Für mich persönlich ist das bei solchen Themen sehr wichtig - ich denke, man merkt, wenn ein Autor sich nicht genug damit auseinandergesetzt hat. Auf jeden Fall hat sie das Thema super umgesetzt. Die Handlung hat eine klare Struktur und man hat immer einen roten Faden, an dem man sich orientieren kann. Wie die Mutter den Alltag mit einem kranken und einem gesunden Kind meistert, welche Sorgen sie plagen etc. wird gut geschrieben und man kann sich in Emma einfühlen. Auch wie die Mitmenschen auf jemanden wie Jacob reagieren, der nichts für seine Krankheit kann, finde ich gut geschildert. Man fängt an zu überlegen, wie man selbst in gewissen Situationen reagieren würde - und ich muss zugeben, dass ich diese Frage nicht beantworten kann. Ich finde es bewundernswert, dass Emma, auch nachdem Jacob des Mordes verdächtigt wird, nicht aufgibt. Sie kämpft für ihren Sohn wie eine Löwenmutter und setzt sich für seine Rechte ein. Man kann schnell vergessen, dass ein Mensch mit einer Krankheit wie das Asperger-Syndrom, andere Bedürfnisse hat, als ein gesunder Mensch. Der Prozess und die damit verbundenen Hürden sind auch gut geschildert worden. Ich konnte mir gut vorstellen, wie schwierig es sein muss, eine Verhandlung zu führen, in denen ein kranker Mensch, auf den jeder Beweis hindeutet, der Verdächtige ist - als Richter, Anwalt oder Angehöriger. Alles in allem gut geschrieben! Ich mag Jodi Picoults Schreibstil sehr. Er ist flüssig zu lesen, man kann sich in die Personen hineinfühlen und man fängt an, über gewisse Dinge nachzudenken - wie bereits erwähnt. Für mich ein klarer Punkt, weshalb ich ihre Bücher immer wieder lesen werde. Ein kleiner Kritikpunkt habe ich trotz allem: Das Ende ist für mich nicht ganz klar - das hätte ich mir ein wenig anders gewünscht. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht. Dieses Buch ist absolut zu empfehlen. Daher, trotz des kleinen Kritikpunktes, 5 Sterne

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