Jodi Picoult Kleine große Schritte

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Inhaltsangabe zu „Kleine große Schritte“ von Jodi Picoult

Jodi Picoult - bewegend wie nie Ruth Jefferson ist eine äußerst erfahrene Säuglingsschwester. Doch als sie ein Neugeborenes versorgen will, wird ihr das von der Klinikleitung untersagt. Die Eltern wollen nicht, dass eine Afroamerikanerin ihren Sohn berührt. Als sie eines Tages allein auf der Station ist und das Kind eine schwere Krise erleidet, gerät Ruth in ein moralisches Dilemma: Darf sie sich der Anweisung widersetzen und dem Jungen helfen? Als sie sich dazu entschließt, ihrem Gewissen zu folgen, kommt jede Hilfe zu spät. Und Ruth wird angeklagt, schuld an seinem Tod zu sein. Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren, das vor allem eines offenbart: den unterschwelligen, alltäglichen Rassismus, der in unserer ach so aufgeklärten westlichen Welt noch lange nicht überwunden ist …

Beeindruckend, aktuell und regt zum Nachdenken an! Großartiger Roman!

— buchjunkie

Ein aktuelles Thema spannend und bewegend umgesetzt

— nati51

Rassendiskriminierung- kein Thema mehr?

— Die-Rezensentin

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  • Ein wichtiges Thema, das uns alle angeht

    Kleine große Schritte

    Lilli33

    18. October 2017 um 08:16

    Gebundene Ausgabe: 592 SeitenVerlag: C. Bertelsmann Verlag; Auflage: 1. Auflage (2. Oktober 2017)ISBN-13: 978-3570102374Originaltitel: Small Great ThingsPreis: 20,00€auch als E-Book und als Hörbuch erhältlichEin wichtiges Thema, das uns alle angehtInhalt:Ruth Jefferson ist 44 Jahre alt, Witwe und alleinerziehende Mutter eines prächtigen Siebzehnjährigen. Sie arbeitet seit zwanzig Jahren als Hebamme und Säuglingsschwester und macht ihren Job sehr gut. Doch sie hat einen Fehler: Sie ist nicht weiß. Dies passt dem rassistischen Ehepaar Bauer gar nicht, und so wird Ruth von ihrer Vorgesetzten die Behandlung des Neugeborenen Davis untersagt. Als dieser Atemnot bekommt, ist Ruth allein auf der Station. Soll sie versuchen, dem Kind zu helfen und damit ihren Job zu riskieren? Oder soll sie tatenlos zusehen und warten, bis jemand kommt? Eigentlich keine Frage … Aber es hilft alles nichts, das Kind stirbt und Ruth wird des Mordes angeklagt.Meine Meinung:Ich bin ein großer Fan von Jodi Picoult. Was ich an ihren Büchern am meisten liebe, ist das Dilemma, in das sie ihre Protagonisten regelmäßig steckt. Es gibt in der Regel zwei Seiten und man kann als Leser beide Seiten verstehen. Damit wird man gezwungen, selbst nachzudenken und sich seine eigene Meinung zu bilden. Bei „Kleine große Schritte“ ist das Dilemma, helfen oder nicht, schnell abgehakt und ich konnte mich sofort hundertprozentig auf eine Seite stellen. Es ist ganz klar, dass Ruth übel mitgespielt wird und die Familie Bauer die Bösen sind. In diesem Punkt hat die Autorin also meine Erwartungen leider nicht erfüllt.Trotzdem konnte sie mich auch mit ihrem neuesten Werk wieder fesseln und gut unterhalten. Das liegt einmal am wunderbaren Schreibstil, der die Seiten nur so vorbeifliegen lässt, aber auch am Thema Rassismus, das ja leider immer noch - und nicht nur in den USA - aktuell ist. Jodi Picoult zeigt uns anhand des Alltags ihrer Protagonistin, wie Farbige immer noch ausgegrenzt werden. Vieles davon war mir selbst auch nicht bewusst und ich danke der Autorin dafür, dass sie mich darauf aufmerksam gemacht hat.Wie von Jodi Picoult gewohnt, wird die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Die Perspektive wechselt zwischen Ruth, Turk Bauer, dem Vater des toten Babys, und Ruths Pflichtverteidigerin Kennedy. Dabei kann es schon mal vorkommen, dass man einzelne Szenen und Dialoge zwei Mal liest. Dadurch wird aber deutlich, dass manche Ereignisse von verschiedenen Menschen ganz anders erlebt werden.Auch wenn vieles sehr geradlinig erzählt wird, hat die Autorin doch auch ein paar Überraschungen auf Lager, die immer wieder kleine Wendungen in die Geschichte bringen und die Spannung aufrechterhalten.Bereits einige Wochen vor diesem Roman ist die Vorgeschichte dazu erschienen, die Ruths Kindheit beleuchtet und gut auf das Thema einstimmt.Prequel:Das Mädchen mit den roten Schuhen★★★★☆Herzlichen Dank an den C. Bertelsmann Verlag und das Bloggerportal, die mir freundlicherweise ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellten.

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  • Schwarz und weiss

    Kleine große Schritte

    buchjunkie

    Ruth Jefferson ist 44 Jahre alt , alleinerziehende Mutter eines 17-jährigen und eine der besten und erfahrensten Hebamme des Mercy-West Haven Hospitals in Connecticut.Als sie eines Tages ein Neugeborenes versorgen will, schreitet der Vater des Kindes ein und will ihre Vorgesetzte sprechen.Die Eltern des Babys gehören einer rechtsradikalen Verbindung an und wollen nicht, dass ihr Baby von einer Schwarzen angefasst wird .Ruth ist schwarz und auf der Akte des Babys klebt ein knallrosa Post-it :KEINE BEHANDLUNG DIESES PATIENTEN DURCH AFROAMERIKANISCHES PERSONALDoch als Ruth an einem stressigen Tag allein in der Säuglingstation Dienst hat und der Junge eine Atemnot erleidet , gerät sie in ein moralisches Dilemma. Darf sie sich der Weisung der Klinikleitungwidersetzen , um dem Kind zu helfen?Nach kurzem Zögern folgt sie ihrem Gewissen-aber für den Jungen kommt jede Hilfe zu spät.Doch es kommt noch schlimmer: Der Vater verklagt Ruth, schuld am Tod des Babys zu sein.Es folgt ein nervenaufreibendes Verfahren und Ruths bisherige Welt bricht zusammen.Dieser Roman hat mich sehr beeindruckt.Jodie Picoult hat hervorragend recherchiert und einen großartigen Roman vorgelegt, der sich sehr gut lesen lässt, über den man aber auch nachdenkt.Erzählt wird die Geschichte abwechselnd von drei Personen.RUTHRuth hat nach dem Tod ihres Mannes ihren Sohn Edison alleine großgezogen und ist stolz auf ihn, weil er ein sehr guter Schüler ist.Sie hat hart gekämpft für das Leben , dass sie beide als Schwarze führen. Mit Leib und Seele ist sie Hebamme und diese Anklage bringt ihr Leben durcheinander.TURKTurk ist der Vater des verstorbenen Babys und gehört zusammen mit seiner Frau Brit einer rechtsradikalen Verbindung an.Er war der für mich schwierigste Charakter . Er ist trauernder Vater und liebender Ehemann. Doch gleichzeitig verachtet er Schwarze,Juden oder Homosexuelle und hat in der Vergangenheit auch rassistische Gewalttaten begangen. Er ist fest davon überzeugt, dass Ruth seinen Sohn getötet hat.KENNEDYKennedy ist die weiße Anwältin von Ruth. Sie gibt ihr Bestes , um Ruth vor dem Gefängnis zu bewahren, denn die Anlage lautet auf Mord. Sehr beeindruckend fand ich ihr Abschlussplädoyer.Ein großer Teil des Buches schildert die Gerichtsverhandlung , die rasant zu lesen ist. Doch auch die Vergangenheit der drei Hauptprotagonisten wird immer wieder erzählt, so dass man ihre Denkweise und ihre Gefühle besser verstehen kann  bzw. im Falle von Turk nur noch den Kopf schütteln kann.Einfühlsam und klar wagte sich die Autorin an das Thema Rassismus, das jeden von uns betrifft.„Kleine große Schritte“ ist ein überaus gelungener Roman zu einem seit Jahrhunderten aktuellem Thema!Ein absolut empfehlenswertes Buch!

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    • 8
  • Rassendiskriminierung- kein Thema mehr?

    Kleine große Schritte

    Die-Rezensentin

    06. October 2017 um 15:38

    Ich bin seit Jahren Fan von Jodi Picoult, habe all ihre Bücher verschlungen, nur das letzte hat mir nicht so gefallen. Nun war ich gespannt, was mich bei `Kleine große Schritte` erwarten würde. Und ich muss sagen: Jodi Picoult hat wieder zu ihrer alten Form zurückgefunden!!Ruth Jefferson arbeitet seit zwanzig Jahren als Hebamme im Mercy- West Haven Hospital. Sie hilft, Kinder auf die Welt zu bringen, kümmert sich um Neugeborene, assistiert bei OPs und geht ganz in ihrem Beruf auf.Dass sie schwarz ist, war bisher nie ein Problem, bis der Vater eines Säuglings ihr untersagt, sein weißes Baby anzufassen. Ruth bekommt von der Stationsschwester die Anweisung, den kleinen David nicht zu behandeln, sich von ihm komplett fernzuhalten. Als David jedoch um sein Leben kämpft und niemand außer Ruth da ist, gerät sie in Gewissenskonflikt. Kann sie verantworten, das Baby durch Unterlassung eventuell sterben zu lassen oder soll sie ihren Job riskieren und ihn behandeln?Trotz aller Maßnahmen stirbt das Baby! Die bisher völlig unbescholtene Ruth wird wegen Mordes angeklagt und natürlich verändert das ihr ganzes Leben.Jodi Picoult lässt uns, wie immer, die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Ruth, ihre Anwältin Kennedy und Turk, der Vater des Jungen schildern alles aus ihrer Sicht. Turk ist total rassistisch, betreibt eine eigene Website, die sich intensiv mit dem Thema `Nichtarier` beschäftigt. Der Prozess beginnt und es war wieder mal höchst interessant zu lesen, wie sich der Charakter der Menschen verändern kann. Früher mochten alle Kollegen Ruth sehr gerne und waren auch tlw. mit ihr befreundet, doch davon ist nach der Anklage nicht mehr viel geblieben. Das Krankenhaus, dem sie zwanzig Jahre treu gedient hat, wirft sie den Löwen zum Fraß vor, nur damit niemand auf die Idee kommt, das Krankenhaus zu verklagen.Erschütternd zu lesen, dass Schwarze in USA heute immer noch in vielen Dingen des alltäglichen Lebens diskriminiert werden. Einfach nur, weil sie eine andere Hautfarbe haben. Das war auch der Anwältin Kennedy nicht bewusst, erst als sie sich näher damit befasst, versteht sie es und versteht auch Ruths Wut, die seit Jahren in ihr schwelt.Jodi Picoult beschreibt den Prozess, aber auch die Gefühlslage der drei Protagonisten in ihrem unverwechselbaren Schreibstil. In den anderen ihrer Romane konnte ich meist jede der Handlungsweisen verstehen, wenn sie aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt wurde. Hier war das allerdings anders. Turk Bauer war mir direkt unsympathisch aufgrund seiner Einstellung. Sein Hass richtete sich ja generell gegen jeden Schwarzen, Asiaten oder Schwulen. Jeder, der nicht arisch war, fiel durch. Egal, ob er irgendetwas getan hatte oder nicht. Einfach dadurch, das er lebte.Die ganze Zeit fieberte ich mit, wie die Geschworenen sich am Ende des Prozesses entscheiden werden, denn Kennedy hat manche Dinge herausgefunden, die sie in ihren Befragungen der Zeugen gut anbringt.Als es schon sehr gut aussieht, gibt gerade Ruth durch ihre Aussage der Sache eine ganz neue Wendung und man fragt sich, was das soll.Jodi Picoult hält so viele kleine Überraschungen für den Leser bereit, die das Ganze in ein anderes Licht tauchen.`Kleine große Schritte` hat mir wieder sehr gut gefallen! Ein aktuelles Thema, spannend umgesetzt und trotz der knapp 600 Seiten hatte ich das Buch schnell durch, weil es mich von Anfang bis Ende gefesselt hat.

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    • 2
  • Absolut lesenswert!

    Kleine große Schritte

    DesireeMe

    12. August 2017 um 11:48

    Wenn ich mal wieder in einem Lesetief stecke, holt mich Jodi wieder raus! Das Buch hat es mal wieder geschafft, meine Gedanken vollständig auszufüllen, über Dinge nachzudenken, die davor für selbstverständlich gehalten wurden, die Perspektive zu wechseln, Diskriminierung und Rassismus mit neuen Augen zu betrachten. Es hat mir das Gefühl vermittelt, ein Stück weit gewachsen zu sein, wieder was fürs Leben gelernt zu haben. Ich kann jedem nur empfehlen, dieses Buch zu lesen. Nicht nur, weil es gut geschrieben ist oder die Handlung spannend war, sondern weil die Story zum Nachdenken über das eigene Handeln anregt und einen nicht so schnell wieder loslässt. 

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