Jodi Picoult Lone Wolf

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Inhaltsangabe zu „Lone Wolf“ von Jodi Picoult

A compelling emotional drama of love and guilt that grips from the very first moments, by the UK's bestselling women's fiction author.
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  • Heule mit den Wölfen

    Lone Wolf
    Wortmagie

    Wortmagie

    01. June 2016 um 18:26

    Luke Warren liebte die Freiheit. Er rannte und lebte mit Wölfen, erforschte sie. Luke ist der führende Wolfsexperte der USA, eine Koryphäe auf seinem Gebiet, der Millionen von Menschen mit seiner intimen Verbindung zu wilden Wölfen in Erstaunen versetzte. Für seine Familie war dieses Leben schwer zu ertragen, denn Beständigkeit konnte Luke ihnen nicht bieten. Es kostete ihn seine Ehe – seine Frau Georgie verließ ihn und gründete eine neue Familie. Sein Sohn Edward floh ans andere Ende der Welt. Nur seine Tochter Cara schien Lukes Leben unter Wölfen zu verstehen. Als Luke und Cara nach einem schweren Autounfall ins Krankenhaus eingeliefert werden und sich abzeichnet, dass Luke nicht mehr aufwachen wird, finden sich seine Kinder plötzlich in der Situation wieder, entscheiden zu müssen, ob die lebenserhaltenden Maschinen abgeschaltet werden sollen. Doch wie entscheidet man für einen Mann, für den zwar jedes Leben kostbar war, der jedoch niemals seine Freiheit aufgegeben hätte? Edward und Cara müssen Jahre der Distanz, der Enttäuschung und des Schmerzes überwinden und erneut zusammenwachsen, um gemeinsam herauszufinden, was ihr Vater gewollt hätte. Jodi Picoult ist brillant. Sie ist eine der einfühlsamsten, sensibelsten Autor_innen, die ich kenne. Es lohnt sich für mich immer, zu einem ihrer Romane zu greifen. „Lone Wolf“ ist da keine Ausnahme. Ich liebe es, dass sie sich stets die unterschiedlichen Perspektiven ihrer Figuren zu Nutze macht, in sie hineinschlüpft und so eine komplexe, schwierige Situation gefühlvoll von allen Seiten beleuchtet. In „Lone Wolf“ verwendet sie abwechselnd die Ich-Perspektiven aller Familienmitglieder, um die Beziehungen zwischen ihnen überzeugend darzustellen. Die Warrens sind eine erschreckend kaputte, aber beeindruckend echte Familie. Sicherlich sind sie nicht gewöhnlich, ihre Probleme trifft man allerdings vermutlich in vielen Familien an. Lukes Beruf trieb es auf die Spitze, aber ich glaube, dass er weder der Erste noch der Letzte ist, der sich in seiner eigenen Familie nicht Zuhause fühlt und einen Ersatz dafür sucht. In der Geschichte agiert er als Schlüsselfigur; die Kapitel aus seiner Sicht sind Wegweiser, die die Aufmerksamkeit der Leser_innen auf einen bestimmten Aspekt der Familiendynamik lenken, indem sie die Parallelen zur Dynamik eines Wolfsrudels herausarbeiten. Diese Kapitel halfen mir, zu begreifen, was Luke an Wölfen so ungemein faszinierte, dass er ihnen sein ganzes Leben widmete. Ich bin jedoch überzeugt, dass er den Fehler beging, sich auf die Unterschiede zwischen Menschen und Wölfen zu konzentrieren, statt die Gemeinsamkeiten beider Spezies zu genießen. Obwohl ich absolut verstehe, warum Luke Menschen nie ganz vertraute, war er wirklich ein furchtbarer Ehemann und Vater, der meiner Ansicht nach die falschen Prioritäten setzte. Es ist erstaunlich, in wie vielen Punkten sich ein Rudel und eine Familie ähneln – bedauerlicherweise war Luke nie in der Lage, das zu erkennen. Er konnte Liebe, Nähe und Anerkennung nur zu seinen Bedingungen geben, was seine (Ex-) Frau verletzte und seinen Sohn ungeheuer unter Druck setzte, seinen Erwartungen entsprechen zu müssen. Edward sah sich im Gegensatz zu seiner kleinen Schwester Cara in Lukes Gegenwart allzeit als ungenügend, schwach und klein. Während Cara aus ihrer Beziehung Stärke, Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit schöpfte, sich von ihm beschützt und ernst genommen fühlte, litt Edward massiv unter der wilden Dominanz ihres Vaters, weil er ein Bild von Männlichkeit vermittelte, dem Edward nicht gerecht werden konnte. Cara war darüber hinaus die einzige, die nie das Gefühl hatte, mit den Wölfen konkurrieren zu müssen, was ihre Mutter letztendlich dazu veranlasste, sich scheiden zu lassen. Ich kann voll und ganz nachvollziehen, warum Georgies Liebe zu ihrem Mann nicht ausreichte, um die Ehe am Leben zu erhalten. Manchmal ist Liebe eben nicht genug. Ich hätte an ihrer Stelle ähnlich empfunden. Da seine Kinder Luke so verschieden wahrnahmen, ist es kaum verwunderlich, dass sie sich nicht einig sind, ob Luke gewollt hätte, dass die lebenserhaltenden Maschinen abgeschaltet werden. Jodi Picoult verwendet ihren Konflikt, um eine der ältesten Fragen der Menschheit zu stellen: was macht ein Leben lebenswert? Reicht es einem Mann, der unter Wölfen lebte und jedes Leben als wertvoll erachtete, zu atmen? Ist das bereits ein Leben? Ich fand diese Problemstellung sehr anspruchsvoll und habe für mich selbst bis zum Schluss keine Antwort darauf gefunden. Ich hoffte allen negativen Anzeichen zum Trotz, dass Luke einfach wieder aufwachen und Edward und Cara aus ihrer grausamen Verantwortung befreien würde. Ich lasse an dieser Stelle offen, ob sich meine Hoffnung erfüllte, kann aber verraten, dass das Ende des Buches wundervoll ist, mich unheimlich berührte und sogar zum Weinen brachte. Jodi Picoult hat es wieder einmal geschafft. Sie schickte mich auf eine emotionale Achterbahnfahrt und forderte mich heraus, lud mich ein, mich in ihre außerordentlich realistischen Figuren hineinzuversetzen und erstaunte mich detailliertem und gut recherchiertem Fachwissen über faszinierende, hochintelligente Tiere. Am Fall der Warrens zeigt sie, dass es völlig egal ist, was vorgefallen ist, Familie bleibt immer Familie. Man kann nicht einfach aufhören, sie zu lieben, selbst wenn man fürchterlich enttäuscht und verletzt ist und sich wünscht, alle Gefühle in sich abzutöten. Niemand ist tatsächlich ein einsamer Wolf. Wenn ihr euch eine Lektüre wünscht, die euch wirklich zwingt, andere Perspektiven einzunehmen und tief in die Emotionen einer bestimmten Situation einzutauchen, liegt ihr mit Jodi Picoult goldrichtig. „Lone Wolf“ wird euch lehren, was es bedeutet, mit den Wölfen zu heulen.

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  • Leseempfehlung!

    Lone Wolf
    Jisbon

    Jisbon

    21. May 2016 um 02:06

    "Lone Wolf" war mein erstes Buch von Jodi Picoult. Ich kannte bisher nur den Film "Beim Leben meiner Schwester", von dem ich sehr begeistert war, und habe ein paar Bücher von ihr auf der Wunschliste, gekauft hatte ich aber noch nichts von ihr. "Lone Wolf" war ein absoluter Spontankauf im Urlaub. Die Situation, mit der Picoult den Leser hier konfrontiert, ist eine sehr verfahrene. Die Familie Warren ist vollkommen zerrüttet; da ist Cara, ein siebzehnjähriges Mädchen, das ihren Vater über alles liebt und die letzten vier Jahre bei ihm gelebt hat, dafür aber ihrem Bruder nicht verzeihen kann, dass er gegangen ist. Georgie, die Mutter, hat eine neue Familie gegründet, während Edward sechs Jahre lang in Thailand gelebt hat und sich nur sehr sporadisch bei seiner Mutter gemeldet hat. Und dann ist da noch Luke – ein Mann, der die Gesellschaft von Wölfen der seiner menschlichen Familie vorzieht. Der mit ihnen schläft, isst, balgt. Ein Mann, der lieber ein Wolf wäre als ein Mensch… und sich viel einfacher in ein Rudel integrieren kann als in eine menschliche Gruppe. Ich muss sagen, dass Lukes Leben mit den Wölfen mich sehr fasziniert hat. Für mich persönlich ist es absolut nicht verständlich, wie man mit Wölfen leben, die Raufereien ertragen und darüber seine Familie vernachlässigen kann, aber es war glaubhaft geschildert. Lukes Beweggründe werden klar, man kann seine Leidenschaft spüren, man merkt, dass er sich dem Rudel zugehörig fühlt und dass er „in seinem Element“ ist. Auch die Interaktionen mit den Wölfen waren in meinen Augen sehr realistisch geschildert und man kann einige interessante Fakten aus dem Buch ziehen. In ihrer Danksagung erwähnt Jodi Picoult, dass sie sich intensiv mit Shaun Ellis (der drei Jahre lang mit Wölfen zusammenlebte und dann Der mit den Wölfen lebt] verfasste) unterhalten und von ihm viel erfahren hat – und ich finde das merkt man. Alles wirkt sehr gut recherchiert und einfach echt. Die Wölfe benehmen sich wie Wölfe. Dabei stellt die Autorin sie weder als blutrünstige Monster noch als sanfte Lämmchen dar, sondern sie schafft es, ein Bild zu vermitteln, das ich persönlich für realistisch halte. Das macht die Kapitel aus Lukes Sicht sehr interessant; sie tragen zwar nicht direkt zum Fortgang der Handlung bei, helfen aber, Luke und seine Handlungen, die die ganze Familie beeinflusst haben, besser zu verstehen. Ich fand es ein wenig schade, dass in seinen Kapitel seine menschliche Familie kaum thematisiert wurde, aber da sie wohl hauptsächlich dazu dienten, seine Liebe zu den Wölfen zu erklären, war es okay. Der schwere Unfall, der Luke ins Koma befördert, passiert direkt am Anfang der Geschichte. Die Ärzte sind wenig optimistisch, dass er noch einmal zu Bewusstsein kommen wird und wenn, wäre er nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen. Nun bilden sich zwei Fronten: Edward ist der Meinung, selbst wenn sein Vater wieder aufwachen würde, würde er dieses Leben nicht für lebenswert erachten, während Cara ihn nicht aufgeben möchte und sich an die winzige Chance klammert, dass er wieder aufwachen könnte. Die Autorin hat es meisterhaft geschafft, beide Seiten glaubhaft zu schildern. Man kann beide Positionen nachvollziehen und verstehen, warum die Geschwister so handeln, so fühlen, diese Entscheidung treffen wollen. Als Leser fragt man sich unweigerlich, wie man selbst in einer solchen Situation, die man wohl nicht einmal seinem ärgsten Feind wünscht, handeln würde – und ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass ich es wirklich nicht weiß. Vom emotionalen her habe ich Cara vollkommen verstanden: Wie kann man einen Menschen, den man liebt, nach so kurzer Zeit gehen lassen, ihn quasi „aufgeben“? Aber von einem rationalen Standpunkt aus musste ich Edward zustimmen – wenn es kaum noch Chancen gibt, ist es eher eine Qual, die lebenserhaltenden Maßnahmen nicht abzuschalten… Picoult macht aus dem Leser einen Spielball: Er ist hin und hergerissen, durchläuft eine emotionale Achterbahn, ist im absoluten Gefühlschaos. Dadurch, dass man sich mit wirklich jedem Ich-Erzähler so gut identifizieren kann und jede Position versteht, ist es ein ständiges Auf und Ab, ein Hin und Her. Nicht jeder Autor schafft es, seine Leser emotional so zu involvieren. Dies wird natürlich noch dadurch unterstützt, dass die Geschichte einfach herzzerreißend ist. Die Verzweiflung der Geschwister über die Situation ihres Vaters, dazu noch die Konflikte innerhalb der Familie… ich habe mehrfach, bereits in der ersten Hälfte, Tränen verdrückt, vom Ende ganz zu schweigen. Das Ende hatte ich so erwartet. Ich war die ganze Zeit zu hundert Prozent sicher, dass das Buch so enden würde und auch der Verlauf der Geschichte war keine große Überraschung. Aber Picoult schafft es, die Reise dorthin so emotional zu gestalten und den Leser so in die Welt ihrer Charaktere zu verstricken, dass ich trotzdem nicht mit dem Lesen aufhören wollte und die Geschichte gespannt verfolgt habe. Es ist zwar kein großer Spannungsaufbau da und stellenweise war die Handlung auch ein wenig in die Länge gezogen, aber dafür war ich emotional sehr involviert. Ich habe mit den Figuren gelitten, mit ihnen gehofft und mich in ihr Leben, ihre Geheimnisse, hineinziehen lassen. Der Epilog war für mich – das muss ich leider sagen – unnötig und übertrieben kitschig. Das 'eigentliche' Ende war perfekt für die Geschichte, sodass ich finde, dass Picoult sich diese zwei Seiten hätte sparen können; ich habe wirklich die Augen verdreht und mich gefragt, ob sie das jetzt ernst meint oder nicht. FAZIT "Lone Wolf" ist in meinen Augen ein sehr gutes Buch – es ist sogar ein letztes Jahres-Highlight für mich. Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt und sehr bewegt, außerdem hat mich Picoult als Autorin absolut überzeugt, indem sie es geschafft hat, mich mit jeder Person mitfühlen und ihre komplett unterschiedlichen Standpunkte nachvollziehbar werden zu lassen. Es war definitiv nicht mein letztes Buch von der Autorin, so viel kann ich sicher sagen. Da ich aber das Gefühl hatte, dass die Geschichte stellenweise ein wenig in die Länge gezogen wurde, und der Epilog einfach nur unnötig war, ziehe ich einen halben Stern ab. Dennoch – von mir eine absolute Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Lone Wolf" von Jodi Picoult

    Lone Wolf
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. December 2012 um 15:17

    "Lone Wolf" von Jodi Picoult ist ein Roman über die Entscheidung zweier sehr unterschiedlicher Geschwister, ob die lebenserhaltenden Maßnahmen des im Koma liegenden Vaters abgeschalten werden sollen. Familienvater Luke erforscht leidenschaftlich das Verhalten von Wolfsrudeln. Unter Wölfen fühlt er sich sogar wohler als unter Menschen. Georgie, Ex-Frau von Luke, ist nun mit Anwalt Joe verheiratet und hat mit ihn Zwillinge. Edward, der Sohn von Luke und Georgie, ist vor Jahren nach einem Konflikt ohne Verabschiedung nach Thailand gegangen, wo er seitdem lebt und arbeitet. Zu seiner Familie hat er keinen Kontakt, nur sporadisch mit seiner Mutter Georgie. Seine Schwester Cara lebte nach der Trennung der Eltern erst bei ihrer Mutter und später Joe. Dann entschied sie sich, lieber bei ihrem Vater Luke zu leben. Das ist die komplexe Familiensituation des Romans. Zu Beginn erfährt der Leser von einem schweren Unfall von Luke und Cara. Cara erholt sich von ihren Verletzungen, während Luke im tiefen Koma liegt. Caras Bruder Edward kommt in die USA, und da Cara noch minderjährig ist, soll Edward die Entscheidung bezüglich der Verlängerung oder Abschaltung der lebenserhaltenden Maßnahmen entscheiden. Cara kämpft dagegen an, denn Edward kennt seinen Vater nicht mehr und hat sich vor Jahren eindeutig gegen die Familie entschieden. Cara braucht rechtliche Hilfe, und die Familiensituation wird immer verstrickter. Dieses Buch hat mir gut gefallen. Wie alle Picoult-Romane lebt es von der komplexen Handlung und sehr unterschiedlichen, verstrickten Charakteren. Der Roman wird in wechselnder Perspektive von allen Hauptpersonen erzählt, so gewinnt der Leser Einblick in alle Sichtweisen. In tagebuchähnlichen Rückblicken erfährt der Leser auch viel über die Erlebnisse und Empfindungen des im Koma liegenden Luke. Auch im englischen Original liest sich das Buch sehr angenehm, es ist spannend und trotz der Komplexität der Handlung sehr geradlinig geschrieben. Ich fand den Roman sehr interessant, vor allem aber die Personen und ihre Beziehungen zueinander. Auf jeden Fall kann ich das Buch weiterempfehlen, Picoult-Fans werden ihre Freude dran haben.

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  • Rezension zu "Lone Wolf [ LONE WOLF ] by Picoult, Jodi (Author) Feb-28-2012 [ Hardcover ]" von Jodi Picoult

    Lone Wolf
    Lialiest_

    Lialiest_

    21. October 2012 um 20:11

    The cover looks interesting. You can see many wolves in a forest. The title “Lone Wolf” sounds good, it's the title of Luke Warren's Biography. Cara is a 16 year old girl. She loves her father and hates her brother, because he tore the family into pieces. Edward left the family because he wanted to protect his sister.. Cara and her father Luke had a car crash. Cara has a broken shoulder, but her father is brain injured. Now her brother, who left the family 6 years ago, comes and her mother. The broken family has to make decisions and have to talk, but it isn't easy. The topic is great. The book is like other ones from Jodi Picoult. People are in court, the book is written in different point of views, everybody tells his story. I think this is a great idea. I like Jodi Picoult's writing style. I liked the book and I would recommend you to read it.

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  • Rezension zu "Lone Wolf [ LONE WOLF ] by Picoult, Jodi (Author) Feb-28-2012 [ Hardcover ]" von Jodi Picoult

    Lone Wolf
    WildRose

    WildRose

    10. October 2012 um 16:25

    "Lone Wolf" ist ein weiterer guter Jodi-Picoult-Roman. Wieder einmal beschäftigt die Autorin sich mit sehr interessanten Themen und moralischen Fragestellungen, wieder einmal wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Ich finde "Lone Wolf" ist ebenso gut geschrieben wie beispielsweise zwei der zahlreichen anderen Picoult-Romane, "Sing you home" und "House Rules", allerdings war es diesmal ziemlich schwierig für mich, mit den Charakteren mitzufühlen und mich in sie zu hineinversetzen. Die Perspektiven wechselten für meinen Geschmack fast ein wenig zu häufig und es kamen zu viele Personen vor, sodass ich mich mit niemandem wirklich identifizieren konnte. Jodi Picoult hat sehr gut recherchiert, und "Lone Wolf" ist auf jeden Fall spannend und lesenswert. Ich finde den Roman sehr gelungen, auch wenn ich andere Bücher Picoults wie z.B "Sing you home" und "House Rules" noch um eine Spur besser finde. Doch jeder findet ja ein anderes Themengebiet besonders interessant, also empfehle ich allen Picoult-Fans, "Lone Wolf" zu lesen.

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  • Rezension zu "Lone Wolf [ LONE WOLF ] by Picoult, Jodi (Author) Feb-28-2012 [ Hardcover ]" von Jodi Picoult

    Lone Wolf
    Danny

    Danny

    08. July 2012 um 10:35

    Edward, der sein Elternhaus vor Jahren verlassen hat, nachdem es mit seinem Vater Luke, einem angesehen Zoologen, dessen Lebensinhalt das Erfoprschen des Rudellebens von Wölfen ist, zu einem erbitterten Streit kam, muss nun nach Hause zurückkehren. Sein Vater und seine jüngere Schwester Cara liegen nach einem, schweren Autounfall im Krankenhaus. Während Cara relativ leicht verletzt ist, liegt Luke durch seine schweren Kopfverletzungen im Koma, ohne Aussicht auf Erwachen. Nun sind beide Geschwister gezwungen eine Entscheidung zu treffen - erhalten sie ihn am Leben, oder lassen sie ihn gehen? *** In diesem neuen Roman widmet sich Picoult der schweirigen Frage der lebenserhaltenden Maßnahmen. Gewohnt unemotional und distanziert führt sie den Leser in Lukes Leben, dass dominiert wird von seiner Liebe zu den Wölfen und seinem Leben als Mitglied seiner Rudel. Dabei gibt Picoult faszinierende und gut recherchierte EInblicke in die Dynamik eines solchen Rudels. Für mich waren dies, um ehrlich zu sein, die wahren Höhepunkte des Romans. SIe schildert uns das Geschen aus der Sicht seines ältesten Sohnes Edward, der gezuwngen ist eine Entscheidung für einen Menschen zu treffen, mit dem er eigentlich bereits abgeschlossen hat. Doch nun muss er sich mit seiner Vergangenheit und seinem Vater auseinandersetzen. Und sie schildert uns das Geschen aus der Sicht der jungen Cara, die mit Schuldgefühlen kämpft und ihren Vater nicht gehen lassen will. Unermüdlich kämpft sie für das Leben. Doch was würde Luke für sich selbst wollen? Und sind beie überhaupt in der Lage für Luke eine Entscheidung zu treffen, wenn beide noch immer mit der Vergangenheit und ihren widersprüchlichen Gefühlen für Luke kämpfen? Kann man solch eine Entscheidung treffen, während man von Schuldgefühlen, Schmerz oder Enttäuschung bestimmt wird? Gibt es überhaupt eine richtige Entscheidung. An sich hat mir der Roman gut gefallen. Das Thema ist brisant und gut umgesetzt. Doch leider wurde ich diesmal mit den Charakteren überhaupt nicht warm. Das fand ich ein wenig schade. Dennoch ein wirklich gelungenes Buch.

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