Neunzehn Minuten

von Jodi Picoult 
4,5 Sterne bei885 Bewertungen
Neunzehn Minuten
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (798):
engineerwifes avatar

Was für ein Albtraum für Mitschüler, Lehrer, Eltern und für Peter selbst ... die Autorin kann es einfach!

Kritisch (16):
Sallianos avatar

Nicht gerade Jodi Picoults bestes Buch! Hatte mir mehr erhofft und bin leider nicht so recht überzeugt worden.

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Inhaltsangabe zu "Neunzehn Minuten"

»Es ist vorbei, sagte er. Doch das war es nicht, es fing gerade erst an.« Nach seiner unaussprechlichen Bluttat in der Sterling Highschool zweifelt niemand an der Schuld des 17-jährigen Peter Houghton. Doch während der kleine Ort mit den Folgen dieser 19 Minuten zu ringen hat, wird das Rätsel um den Ablauf der Tragödie immer größer … Die Bestsellerautorin Jodi Picoult lotet die Hintergründe von großer Schuld und der verzweifelten Suche nach Gerechtigkeit aus.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492253987
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.06.2009

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Rezensionen und Bewertungen

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    buchfeemelanies avatar
    buchfeemelanievor 3 Monaten
    zu viele Längen

    So, ich war sehr gespannt auf dieses Buch, welches schon länger bei mir im Regal stand.

    Der Schreibstil ist gut und ich bin schnell in das Buch rein gekommen. Die Kapitel sind länger gestaltet. Zu Beginn hatte ich die Befürchtung, dass ich mit den vielen verschiedenen Namen und Personen nicht so gut klar komme und diese schlecht auseinander halten kann. Das hat aber erstaunlich gut geklappt.

    Was mir gut gefallen hat waren die verschiedenen Schikanen, die erst nach und nach in Rückblicken bekannt wurden. Sehr gut hat mir gefallen, wie die problematischen Beziehungen der Jugendlichen zu ihren Eltern aufgebaut waren. Dazu einzelne Situationen, die von den Eltern gut gemeint oder schnell vergessen waren, die das Kind aber lange prägen. Das hat mich wirklich nachdenklich gemacht.

    Jedoch fand ich, dass das Buch viel zu viele Längen hat, in denen nichts wichtiges passiert. Dies hätte mehr zusammengefasst werden sollen, da die Gefahr der Langweile besteht. Habe dann 2 mal etwas quer gelesen, dann ging es spannender weiter.
    Was mir auch nicht so gefallen hat, die eigentlich schreckliche Tat war mir viel zu kurz. Sie hätte für mich deutlich ausführlicher beschrieben sein müssen.
    Das Ende war für mich schon lange zu erahnen. Es hat mir nicht gefallen! Irgendwie war es schon etwas seltsam - wie gesagt hat mich so nicht überzeugt.

    Insgesamt also "nur" ein durchschnittliches Buch mit 3 Sternen

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    Minijanes avatar
    Minijanevor 3 Monaten
    Erschütternder Roman über einen Amoklauf

    Der im Piperverlag 2009 erschienene Roman „ 19 Minuten“, von Jodi Picoult erzählt einfühlsam und fesselnd von dem fiktiven Amoklauf eines 17Jährigen in seiner Schule „Stirling High“ und spielt in der amerikanischen Kleinstadt Stirling/ New Hamshire. Er beleuchtet glaubhaft die Hintergründe, die zu der Tat geführt haben und auch die Folgen dieser unfassbaren Tragödie. Bei den Ermittlungen stellt sich schnell heraus, dass der Protagonist Peter ein Außenseiter war, der von Schulbeginn an aufs Übelste gemobbt wurde. Als schmächtiger, introvertierter Junge konnte er sich nicht wehren oder den Schikanen seiner Mitschüler im Laufe der Jahre durch Schulwechsel entgehen, da man in einer Kleinstadt immer wieder auf die selben Leute trifft. Von Eltern und Lehrern bekommt Peter keinerlei Unterstützung , und seine Schulfreundin Jodie wendet sich in der Pubertät von ihm ab, da sie selber Angst davor hat ein Außenseiter zu sein und unbedingt zu der Clicque der „coolen Kids“ gehören möchte. Die Autorin wechselt immer wieder die Perspektiven, blendet zurück bis in die früheste Kindheit Peters, wo er aufgeregt und erwartungsvoll das erste Mal mit 5 Jahren auf dem Weg zur Vorschule in den Schulbus steigt. Stolz trägt er die „Supermannbrotdose“, die ihm seine Mutter mitgegeben hat in der Hand, doch die älteren Schüler haben ihn schon als Opfer auserkoren und werfen diese Dose unter den Augen seines älteren Bruders Joey, der sich beteiligt statt für ihn einzustehen aus dem Fenster. Das Buch hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, es war fesselnd und bedrückend und hat trotz der Vorhersehbarkeit der Ereignisse noch Eine überraschende Wendung genommen. Ich habe es innerhalb weniger Tage ausgelesen und empfehle es gerne weiter.

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    Chrissy87s avatar
    Chrissy87vor 6 Monaten
    Jodi Picoult - Neunzehn Minuten

    Peter wird seit fast 12 Jahren in der Schule gemobbt. Jetzt weiß er sich nicht anders zu wehren, als bewaffnet in die Schule zu gehen und das Feuer zu eröffnen.
    Womit er nicht gerechnet hat, dass er den Amoklauf selbst überlebt. Er wird verhaftet und ihm wird der Prozess gemacht.
    Das Buch hat mich echt fertig gemacht. Es wird immer abwechselnd die Zeit ab dem Amoklauf bis ein Jahr danach beschrieben und Peters Werdegang von kurz nach der Geburt bis einen Monat vor dem Amoklauf. Und aus meiner Sicht war das perfekt. Immer wenn man Peter richtig "gehasst" hat, kam ein Rückblick und ich hätte am liebsten mit ihm geweint. Und immer wenn man gerade so richtig Mitleid mit Peter hatte, ging es wieder in die Gegenwart und man wurde mit seinen Taten konfrontiert.
    Dieses Buch zeigt wunderbar auf das Peter nicht nur Täter, sondern auch Opfer ist und die Toten und Verwundeten (nicht alle) nicht nur Opfer sondern auch Täter sind.
    Schlussendlich hatte ich wenig Mitleid mit den Mobbern. Dieses Buch zeigt das man nicht Jahre lang verbal und körperlich auf jemanden einprügeln kann und sich dann anschließend wundert, das sich derjenige wehrt (auch wenn die Art wie sich Peter wehrt vollkommen falsch ist und auch er mit den Konsequenzen leben muss).
    Erschreckend fand ich auch, dass im Nachhinein keiner bzw. so gut wie niemand mitbekommen haben will, dass Peter Tag ein Tag aus als Zielscheibe herhalten musste.
    Wie gesagt, mich hat das Buch echt aufgewühlt, denn es hat etwas geschafft, womit ich im Leben nicht gerechnet hätte, nämlich das ich die Beweggründe hinter so einer Tat nachvollziehen (NICHT GUTHEISSEN) kann.

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    namelesspeachs avatar
    namelesspeachvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Durchgehend spannend, dramatisch und ergreifend. Leider ein enttäuschendes Ende.
    Empfehlenswert, trotz nicht befriedigendem Ende

    Das Buch hat mir von Anfang an sehr zugesagt. Dieses hat sich auch während des großteils des Buches nicht geändert. Die Geschichte des Amoklaufs und der Auflösung des Falls was die Motive und Hintergründe des Täters angehen waren sehr gut beschrieben. Ich konnte mich gut in das Buch eingefunden und habe mitgefiebert! Das einige was mich an dem Buch gestört hat war das Ende. Es war zwar überraschend und unnerwartet, jedoch waren diese Dinge in diesem Fall nicht nach meinem Geschmack. Ich hätte mir  gewünscht dass das Buch einen richtigen Schlussstrich zieht, jedoch wurden innerhalb der letzten Seiten nochmal jegliche Fakten und Gefühle unangenehm aufgewühlt.

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    jackiherzis avatar
    jackiherzivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Unglaublich authentisch arbeitet Jodi Picoult dieses brisante und aktuelle Thema aus allen Blickwinkeln auf. Einfach nur Wow!
    Unglaublich authentisch und einfühlsam

    Kurzbeschreibung: 19 Minuten braucht der 17-jährige Außenseiter Peter Houghton um mehrere seiner Mitschüler zu ermorden und ein Blutbad in der Sterlin Highschool zu hinterlassen. 19 Minuten, die das Leben einer ganzen Stadt auf den Kopf stellen. 19 Minuten, deren Ablauf und Auslöser erforscht werden müssen.

    Cover: Ich finde über das Cover kann man nicht wirklich viel sagen. Es zeigt Schließfächer und ein Mädchen, das irgendwie fertig aussieht. Das Cover trifft also das Thema des Buches, ist aber kein Eyecatcher. Das braucht das brisante Thema aber auch gar nicht.

    Meine Meinung: Das Buch behandelt ein sehr brisantes und leider auch immer wieder aktuelles Thema. Aber es geht 'nicht nur' um den Amoklauf. Es geht um Mobbing und dessen pyschische Folgen, um Beliebtheit, Unbeliebtheit und den Drang, so zu sein, wie die Gesellschaft es haben will. Und das, hätte nicht besser gemacht werden können. Jodi Picoult beschreibt unglaublich authentisch die Blickwinkel aller beteiligten Personen: Täter, Opfer, Angehörige, Polizisten, Anwälte, Richter. In einem Wechsel von Rückblicken und aktuellen Geschehnissen werden die Hintergründe der Tat aufgearbeitet. Manchmal musste ich das Buch, wenn auch nur kurz einfach aus der Hand legen, weil mir alles so real vorkam, dass ich mich versichern musste, dass das nicht meine Realität war.

    Empfehlung: Einfach für alle. Wirklich, lest dieses Buch. Ich finde außerdem, dass das Buch auch als Schullektüre geeignet wäre. Denn wenn nicht dort, wo hat das Thema sonst so eine Bedeutung?

    Lieblingszitat: "Und wie kommst du in die erlauchten Kreise? Tja, das ist ja gerade der Harken: es liegt nicht an dir. Entscheidend ist, was die anderen davon halten, wie du dich kleidest, was du zum Lunch isst, welche Sendung du guckst, was für Musik du auf deinem iPod hast. Aber eine Frage hat mich schon immer beschäftigt: Wenn nur die Meinung der anderen zählt, kannst du dann überhaupt eine eigene haben?" (Seite 251 - weitere Zitate findet ihr in meiner Lesechronik)

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    Schlehenfees avatar
    Schlehenfeevor 2 Jahren
    Brisantes Thema gut aufbereitet

    Neunzehn Minuten lang hat Peter Houghton an seiner Schule Rache genommen für jahrelange Demütigungen, junge Menschen und einen Lehrer aus dem Leben gerissen. Die Bürger des beschaulichen Städtchens Sterling in New Hampshire sind fassungslos. Im Zuge des Prozesses um Peter werden die Hintergründe der Tat aber auch die Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen ans Licht gebracht.

    Mit ihrem Roman „Neunzehn Minuten“ widmet sich jodi Picoult wieder einem brisanten Thema, das leider nicht an Aktualität verlieren wird: ein Amoklauf an der Schule.

    Gut gefiel mir die zeitliche Aufteilung des Romans: immer abwechselnd wird aus der Vergangenheit erzählt, um die Beweggründe für Peters Tat darzustellen und dann aus der Gegenwart, die schließlich die Ereignisse nach der Tat und den Gerichtsprozess schildern.

    Im Mittelpunkt stehen Peter und seine Familie, seine Sandkastenfreundin und mittlerweile Eine von den Coolen, Josie und ihre alleinerziehende Mutter, die Richterin Alex Cormier. Außerdem spielen der Sheriff und Peters Anwalt eine wichtige Rolle. Von all diesen Charakteren blieb mir Peter am fernsten. Ich konnte nicht nachvollziehen, warum ihn die Demütigungen zu dieser Tat getrieben haben. Dieser Schritt war nicht ganz klar. Seine Hoffnungslosigkeit vor allem im Gefängnis ist extrem beklemmend dargestellt. Die Auswirkungen des Amoklaufs auf Peters Eltern gingen mir ebenfalls nahe, hier zeigt Picoult was sie kann.

    Josie und ihre Mutter Alex fand ich am interessantesten. Josie, die sich verstellt um dazuzugehören und auch darunter leidet. Alex, die immer im Schaten eines lieblosen Vaters stand.
    Als Alex den Vorsitz in Peters Prozess abgibt, rückt sie eher in den Hintergrund, was dem Buch einiges an Konfliktpotenzial nimmt.

    Überhaupt flachte die Spannung ab, als es zum Prozess kam. Peters Schuld war klar, es gibt ein paar juristische Finessen und Anschuldigungen durch Eltern und Überlebende. Die Überraschung rund um Josies Freund Matt war eigentlich keine. Ich hatte keine große Lust mehr, das Buch weiterzulesen.

    Angesichts des komplexen Themas finde ich das Buch richtig und gut. Jodi Picoult konnte aber dadurch auch keine überraschenden Wendungen einbauen oder Sympathien für den Täter wecken. Ich vergebe vier Sterne für einige zähe Passagen und wenig Überraschungen insgesamt.

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    YvetteHs avatar
    YvetteHvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gutes Buch, das einen Amoklauf von allen Seiten betrachtet!
    Wenn neunzehn Minuten das Leben verändern!

    Klappentext:

    »Es ist vorbei, sagte er. Doch das war es nicht, es fing gerade erst an.« Nach seiner unaussprechlichen Bluttat in der Sterling Highschool zweifelt niemand an der Schuld des 17-jährigen Peter Houghton. Doch während der kleine Ort mit den Folgen dieser 19 Minuten zu ringen hat, wird das Rätsel um den Ablauf der Tragödie immer größer … Die Bestsellerautorin Jodi Picoult lotet die Hintergründe von großer Schuld und der verzweifelten Suche nach Gerechtigkeit aus.

    Meine Meinung:


    Ein schwieriges Thema für jeden der Kinder hat bzw. selbst noch Schüler ist.

    Jodie Picoult ist es gelungen, mit einem flüssigen und einfühlsamen Schreibstil, das Thema Amoklauf an einer Schule aufzugreifen und zu hinterfragen. Der Wechsel in den Zeiten von vor dem Amoklauf und danach sind schlüssig und geben ein gut zu verstehendes Gesamtbild ab.

    Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet und man lernt sie gut kennen und verstehen.

    Einen Amoklauf kann sich jeder vorstellen und so ist die Handlung nachvollziehbar. Am Ende gibt es noch eine große Überraschung, die den Blickwinkel noch einmal ändert.

    Mein Fazit:

    Ein gutes Buch, das man mal gelesen haben sollte. von mir gibt es eine Leseempfehlung und

    4 Sterne.

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    thesmallnobles avatar
    thesmallnoblevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch, das den Leser nachdenklich zurücklässt
    Mobbing und seine Auswirkungen

    Sterling, New Hampshire ' ein kleiner, unbekannter, beschaulicher, gar gemütlicher Ort. Unbekannt und beschaulich jedoch nur bis zum 06. März 2007. An diesem Tag nimmt Peter Houghton seine ganz persönliche Rache. Rache an denen, die ihm seit der Vorschule das Leben zur Hölle gemacht haben, die, die ihn bloßgestellt haben, die ihn geärgert, gehänselt und gepiesackt haben.

    Peter Houghton ist am Ende seiner Kräfte. Er ist 17 Jahre alt und ging 17 Jahre durch die Hölle. Nun kann er nicht mehr, er will nicht mehr ' der 6. März wird sein Tag und seine Rache.
    Er betritt die Highschool, nachdem er auf dem Parkplatz ein Auto hochgehen ließ um die Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu lenken, hackte sich in den Schul-PC und machte sich auf den Weg durch die Schule. In neunzehn Minuten nahm er zehn Menschen das Leben, verletzte zahlreiche weitere und wollte sich anschließend selbst töten, doch soweit sollte es nicht kommen. Patrick Ducharme, ein Polizist, findet ihn und nimmt ihn in Gewahrsam.

    Lacy Houghton ist auf dem Heimweg von ihrer Arbeit als Hebamme, als sie im Radio erfährt, dass es an der Schule ihres Sohnes eine Schießerei gegeben hat. Sofort fährt sie dorthin, will wissen, was mit ihrem Sohn ist, ob er verletzt ist. Auf ihre Frage nach Peter Houghton erfährt sie, dass er es ist, der schießt. Eine scheinbar heile Welt bricht zusammen ' was hat Lacy falsch gemacht?

    Richterin Alex Cormier übernimmt den Fall, obwohl ihre Tochter zu den Verletzten gehört und Josie und Peter früher sehr gut miteinander befreundet waren, bis zu dem Tag, als Alex ihre Tochter abholen wollte und sie die zwei im Keller fand, mit Gewehren spielend. Hatte Peter einfach zu freien Zugang zu den Waffen seines Vaters? Josie wurde bei der Tat leicht verletzt, doch bei Befragungen kann sie sich an nichts mehr erinnern. Zu schlimm ist der Verlust ihres Freundes, der eines der Todesopfer ist. Josie versucht langsam, in ein normales Leben zurückzufinden, doch wird ihr dies wirklich gelingen? Wird sie sich an die alte tiefe Freundschaft zu Peter erinnern und letztendlich daran, was wirklich geschehen ist?

    Jodi Picoult gelingt es wieder einmal brilliant, die Geschichte einer furchtbaren Tat zu erzählen, in der alle Seiten Gehör finden und Peter nicht einfach nur Täter ist, sondern auch Opfer. Sie zeichnet das Psychogramm aus vielen verschiedenen Sichtweisen und zeigt so, dass niemand vorschnell urteilen sollte, dass immer eine Geschichte hinter solchen Taten steckt. Picoult macht die Taten dadurch nicht erklärbarer, aber man versteht als Leser einfach etwas besser, etwas mehr. Es gibt einfach nicht nur schwarz und weiß, sondern viele Farbnuancen dazwischen!
    Fans von Jodi Picoult werden sich sicherlich auch über das Wiedersehen mit Jordan McAfee und Nina Frost aus älteren ihrer Bücher freuen!

    'Neunzehn Minuten' ist wie ein Spiegel vor dem eigenen Gesicht. Anfangs ist für den Leser klar, Peter Houghton verdient schlimmste Strafen, er ist ein verwirrter Mörder. Doch nach und nach wird klar, dass man vorschnell geurteilt hat, Peter wurde zu dem gemacht, was er heute ist. Er hatte natürlich andere Möglichkeiten, doch er hat die grausamste gewählt. Eine durchweg atemlos erzählte Geschichte von einem Teenager, der eigentlich nur eines wollte: Aufmerksamkeit und Anerkennung.

    Die Autorin hat für dieses Buch lange und ausgiebig recherchiert, was sich in der Dramatik und Einfühlsamkeit wiederspiegelt. Sie sprach mit amerikanischen Opfern von Schulmassakern, Psychologen, Polizei und Richtern. Gewidmet ist das Buch denjenigen Kindern, die nicht hip und trendy sind, die Außenseiter sind und mit ihrer Rolle klarkommen müssen.

    Ein Buch, das den Leser nachdenklich zurücklässt, das wieder einmal sehr mitreißend geschrieben wurde und das ein aktuelles Thema interessant in einen Roman verknüpft.

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    Kerrys avatar
    Kerryvor 3 Jahren
    Es begann mit einer Superman-Brotbüchse ...

    Der 6. März 2007 wird das Leben in Sterling, New Hampshire, für immer verändern, denn das ist der Tag, an dem der 17-jährige Peter Houghton in der Sterling Highschool Amok läuft und innerhalb von 19 Minuten 10 Menschen tötet und viele verletzt. An Peters Schuld besteht kein Zweifel, wurden doch die Waffen, aus denen die tödlichen Schüsse erfolgten, bei ihm gefunden, doch was veranlasste einen 17-Jährigen dazu, der bisher niemals durch Gewalttätigkeiten aufgefallen war, eine solche Tat zu begehen?


    Lacy Houghton, eine örtliche Hebamme, erfährt auf dem Heimweg über das Radio, dass es einen Amoklauf an der Schule ihres Sohnes gibt und erst vor Ort erfährt sie die Wahrheit: Ihr Junge ist es, der schießt. Doch warum? Was hat sie falsch gemacht? Warum ihr Sohn, der einzige, der ihr geblieben ist, nach Peters älterer Bruder vor einem Jahr tödlich verunglückte?


    Richterin Alex Cormier übernimmt den Fall. Sie selbst ist eine Karrierefrau, immer darauf bedacht, ein gutes Vorbild für andere abzugeben und obwohl ihre Tochter bei dem Amoklauf verletzt wurde, konnte diese Verletzung nicht mit dem Amoklauf direkt in Verbindung gebracht werden, sodass es hier keinen Interessenskonflikt gibt. Ist sie wirklich die richtige, um über Peter zu richten, der vor vielen Jahren der beste Freund ihrer heute 16-jährigen Tochter Josie war? Auch sie kann sich nicht erklären, warum dieser bisher so freundliche Junge plötzlich ausgerastet ist. Sie will, mittels Gesetz, die Wahrheit herausfinden und dann, so glaubt sie, ein gerechtes Urteil fällen - doch steht das Urteil nicht eigentlich schon fest? Haben sich nicht bereits alle, die in Sterling leben, ein Urteil über diesen Jugendlichen gebildet? Eine Frage bleibt bisher jedoch ungeklärt - WARUM???



    Es begann mit einer Superman-Brotbüchse ... Der Plot wurde sehr einfühlsam und authentisch erarbeitet. Auch wenn sich die Bewohner Sterlings anfangs keine Erklärung geben können, warum ausgerechnet Peter Houghton einen Amoklauf beging, wird nach und nach klar, dass Peter seit dem ersten Vorschultag von den anderen Schülern gemobbt wurde, denn er war schon immer anders, als die anderen Kinder, einfühlsam, eher ruhig und in sich gekehrt - er unterschied sich von ihnen und wer nicht zur Führungselite gehörte, wurde als das behandelt, was er war: ein Außenseiter. Mehr als 10 Jahre dauerten Peters Schikanen, bis sich schlussendlich alles entlud, was so lange aufgestaut wurde. Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet und ganz ehrlich, ich kann Peter durchaus verstehen, wie er sich förmlich dazu getrieben fühlte, es allen mit barer Münze heimzuzahlen, auch wenn ich nicht gutheiße, was er getan hat - verstehen kann ich ihn ein Stück weit. Den Schreibstil empfand ich sehr packend erarbeitet, gerade auf den Hinblick, dass die Figur des Peter sich während des Buches fast ausschließlich recht lethargisch zu seinem Leben äußerte, denn ehrlich, er hatte doch nie eine Chance gehabt, oder?

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    Barbara62s avatar
    Barbara62vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein packendes Buch für alle ab 16 Jahren mit einem überraschenden Ende.
    Wie konnte es geschehen?

    An einem ganz normalen Schultag läuft der 17-jährige Peter an seiner High School Amok. Er tötet gezielt zehn Menschen und verletzt weitere 19 schwer.

    Nur wenige Seiten braucht Jody Picoult für diese Schilderung, um sich dann umso mehr den Ereignissen vor und nach der Tat zu widmen. Alle kommen zu Wort: der Mörder, der sein Leben lang von seinen Mitschülern gedemütigt wurde, seine Eltern, seine einzige Freundin Josie, die sich irgendwann von ihm abgewandt hat um beliebt zu sein, deren Mutter, beruflich in den Fall verwickelte Richterin, und viele andere.

    Ein packendes Buch für alle ab 16 Jahren mit einem überraschenden Ende.

    Kommentare: 2
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    The iron butterflys avatar

    Der Wunsch nach Jodi Picoults "19 Minuten" wurde geäußert, hier ist die Wanderbuchrunde dazu ;D

    Alles was man über eine gute Wanderbuchrunde wissen sollte steht hier:
    - Sobald das Buch bei dir eintrifft, schreibst du eine kurze Mitteilung, damit alle TN wissen wo sich das Buch gerade befindet. (Ich versuche die Liste aktuell zu halten ;))
    - Erfrage bitte bei deinem Nachfolger dessen Adresse, sobald das Buch bei dir angekommen ist, so kannst du es zügig weiterschicken, wenn du die Lektüre abgeschlossen hast.
    - Lesezeitraum 2 Wochen (brauchst du länger, dann poste bitte eine kurze Mitteilung, damit wir alle auf dem Laufenden bleiben)
    - Schreib bitte wieder eine Mitteilung, sobald du das Buch weiter auf die Reise zu deiner Nachfolge sendest.
    - Bitte behandelt das Buch gut. Danke :)
    - Geht das Buch verloren, dann teilen sich der Absender und der Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar.
    - TeilnehmerInnen, die sich hier oder in anderen WB-Runden durch mangelnde oder gar keine Kommunikation rar machen, nehme ich nicht mehr auf bzw. lösche diese auch bei laufender Runde. Daher achtet bitte auf die AKTUELLE Reihenfolge. DANKE!

    Wer Interesse hat, schreibt einen kurzen Beitrag hier im Thread und ich nehme sie/ihn in die Liste auf.

    Viel Spaß!

    +++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

    theironbutterfly schickt an:
    1) nirak03 (*angekommen 16.05.12*gelesen und verschickt*)
    2) Fake_Illusion (*angekommen 14.06.12*verschickt 11.07.12*)
    3) Honigmond (*angekommen 23.07.12*gelesen*...)
    4) loewenkind (*angekommen 17.08.12*gelesen*verschickt 28.08.12)
    5) xoxoJade (*angekommen 07.09.12*gelesen* ...)
    6) nettiii (*angekommen 03.10.12*gelesen*verschickt 30.10.12)
    7) fallacy (*angekommen 31.10.12*gelesen*verschickt)
    8) kiwikind (*angekommen 12.12.12*gelesen*verschickt 11.01.13)
    9) Fruehlingsgewitter
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