Jodi Taylor

 4.2 Sterne bei 81 Bewertungen

Lebenslauf von Jodi Taylor

Jodi Taylor war die Verwaltungschefin der Bibliotheken von North Yorkshire County und so für eine explosive Mischung aus Gebäuden, Fahrzeugen und Mitarbeitern verantwortlich. Dennoch fand sie die Zeit, ihren ersten Roman »Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv« zu schreiben und als E-Book selbst zu veröffentlichen. Nachdem das Buch über 60.000 Leser begeisterte, erkannte endlich ein britischer Verlag ihr Potenzial und machte Jodi Taylor ein Angebot, das sie nicht ausschlagen konnte. Ihre Hobbys sind Zeichnen und Malerei, und es fällt ihr wirklich schwer zu sagen, in welchem von beiden sie schlechter ist.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass

 (9)
Neu erschienen am 27.04.2020 als Taschenbuch bei Blanvalet. Es ist der 2. Band der Reihe "Die Chroniken von St. Mary's".

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Neue Rezensionen zu Jodi Taylor

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Rezension zu "Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv" von Jodi Taylor

Leider enttäuscht
Janinezachariaevor 4 Tagen

Eigentlich hatte ich mich wirklich auf dieses Buch „Miss Maxwells kurisoses Zeitarchiv“ von Jodi Taylor gefreut. Es beinhaltet alles, was ich gut finde: Zeitreisen, chaotische Protagonistin und mysteriöse Begebenheiten. Doch das Lesen war anstrengend und ich habe länger dafür benötigt, als gedacht und gehofft.

Madeleine war irgendwie seltsam und zu chaotisch, und obwohl sie ganz neu in dieses Zeitreise-Dings geraten ist, kam sie mir einfach zu „Oberschlau“ vor und unsympathisch.

Als Jugendliche war sie problematisch, und stand plötzlich vor der Wahl und sie wählte die Geschichte, um so den Grundstein für ihr späteres Leben zu legen – natürlich ganz unbewusst.

Dieses „Zeitreise-Ding“ ist ja ganz spannend, aber es war mir zu gefühlslos erzählt, von ihr „Max“ selbst.

Irgendwie bin ich auch mit den anderen Protagonisten nicht warum geworden, was nicht verwundert, wenn man bedenkt, dass Max alles relativ kalt darstellt – zumindest habe ich es so empfunden, vom Schreibstil her.

Vielleicht liegt es an der Übersetzung, aber mal ehrlich: Wie oft kann ich noch ein Buch in Schutz nehmen, weil angeblich die Übersetzung ziemlich langweilig war? Gar nicht mehr, wenn es nach mir geht. Deshalb werde ich leider den zweiten Teil nicht lesen wollen und das Buch wahrscheinlich schneller vergessen, als ich bis 100 zählen kann. Einfach, weil es zu oberflächlich ist und nichtssagend gewirkt hat.

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Rezension zu "Miss Maxwells kurioses Zeitarchiv" von Jodi Taylor

Außergewöhnlich, atemberaubend, abenteuerlustig
Emma.Woodhousevor 4 Tagen

Inhalt:
Max wollte immer Archäologin werden und Abenteuer erleben aber die Realität hat sie dann doch enttäuscht. Bis sich ihre alte Lehrerin bei ihr meldet und ein ungewöhnliches Angebot macht. Sie erzählt ihr von einem außergewöhnlichen Job, den sie so nirgendwo finden wird. Es warten nicht nur viele Abenteuer auf sie sondern auch ein Team, das mehr wie eine Familie ist.
Die Geschichte erwartet sie.

Meinung:
Das Cover und der Titel haben mich magisch angezogen. Ich kann nicht behaupten, das es jetzt außergewöhnlich anders wäre aber irgendwie hat es was. Ich mag dieses strahlende Gelb und der Titel ist einfach ungewöhnlich. Es macht neugierig.

Wenn man die Geschichte beginnt, lernt man sofort Max kennen. Man merkt schnell das sie anders ist und definitiv ihr Päckchen zu tragen hat.
Aber genauso schnell bewirbt sie sich dann auch bei dem Forschungsinstitut und ab dem Moment, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Man bekommt eine Geschichte voller Humor, faszinierenden Charakteren, Zeitreise, historisch spannenden Schauplätzen und ein allumfassendes höheres Ziel.
Als ich mir das Buch gekauft habe, hätte ich nicht im Ansatz damit gerechnet. Es klang lustig, kurzweilig und auch historisch aber da war noch so viel mehr.

Dieses Buch lebt von den Charakteren.
Gerade Max als Hauptcharakter ist unglaublich facettenreich. Manchmal ist sie lustig, ehrgeizig und verbissen. Dann ist sie chaotisch, impulsiv und leidenschaftlich und dann auf einmal total unverständlich. Aber bei allem ist sie immer sie selbst und das merkt man einfach. Sie passt damit auch perfekt nach St. Marys denn dort sind noch andere außergewöhnliche Charaktere. Sie sind alle auf ihre Weise skurril und ergeben dadurch eine durchgeknallte Familie.
Genau das was Max immer gebraucht hat und deshalb würde sie auch alles für sie riskieren.
Natürlich gibt es aber auch Mitglieder, die man nicht so mag und da kann ich euch sagen, ich hätte nicht gedacht, das es jemand schaffen würde, das ich ihn so schnell abgrundtief hasse.

So aufregend und spannend auch die Abenteuer in der Vergangenheit sind, so sehr gehen sie einem auch an die Nieren. Es kann immer passieren das jemand stirbt und darauf muss man einfach gefasst sein.
Aber Max nimmt einen Stellenwert ein der nicht vergleichbar ist und zwar nicht nur im St. Marys sondern auch im Leser Herz. Sie hat in dem Teil immer wieder mit ihren Gefühlen zu kämpfen und es ist unglaublich zu spüren wie da langsam etwas erblüht.
Aber sie geht auch noch durch ihre eigene Hölle und das hat mich fast zerrissen. Es tat so weh diesen Abschnitt zu lesen weil man einfach zu ihr wollte, ihr helfen oder auch einfach nur für sie da sein. Das war so heftig und hat mich ehrlich berührt.
Gerade Max Gefühle so irrational sie manchmal auch sind, werden so stark beschrieben das man sich mit ihr verbunden fühlt. Sie nimmt dich nicht nur zu ihren Abenteuern mit, sie lässt dich auch ihren Schmerz fühlen. Einfach heftig!

Ich kann euch gar nicht sagen, wie schwer es mir fällt, dieses Buch in Worte zu fassen. Es müsste so viel gesagt werden aber wenn man das tut verrät man zu viel. Oder ich finde nicht die Worte um zu erklären wie unglaublich diese Geschichte ist. Ihr habt hier 500 Seiten in denen ihr nicht einmal zum Atem kommt. Es passieren unaufhörlich Dinge, die ihr verarbeiten müsst und müsst die ganze Zeit versuchen bei dem hohen Tempo mitzuhalten.

Dieses Buch ist außergewöhnlich, wundervoll und alles was ich mir je erträumt habe. Ich hab meine neue Lieblingsheldin gefunden.

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Rezension zu "Doktor Maxwells chaotischer Zeitkompass" von Jodi Taylor

Band 2 steigert sich noch etwas gegenüber Band 1
phantastische_fluchtenvor 4 Tagen

Den Historikern des St Mary's Instituts fällt ein Manuskript von Shakespeare in die Hände, in der der Verlauf der Geschichte eine andere Wendung nimmt. Nicht Königin Maria Stuart wird geköpft, sondern Elizabeth I. Während die erste Hälfte des Skripts von dem großen Meister selbst stammt, ist die zweite Hälfte des Schriftstücks eine Fälschung. Doch wer hätte Interesse daran, den Verlauf der Geschichte zu ändern.

Madeleine »Max« Maxwell stellt ein Team zusammen, das den Vorfall untersuchen soll. Denn es scheint, als beabsichtige jemand die Zeit zu manipulieren. Dumm nur, dass im Schottland des 16. Jahrhunderts Frauen nichts zu sagen haben. So muss Max das Zepter aus der Hand geben und mit ansehen, wie Chief Farrell mit der Königin flirtet. Doch Max wäre nicht Max, wenn sie nicht einen Weg finden würde, in das Geschehen einzugreifen und die Zeit zurecht zu rücken. 


 

Kommentar:

Das Buch setzt sich aus mehreren Geschichten zusammen, die fließend ineinander übergehen. Zu Beginn besucht Max mit ihrer Freundin Kal zusammen das London des Jahres 1888. Kal wird das Institut verlassen und jedem Mitglied steht ein letzter Sprung zu einem Ziel seiner Wahl zu. Kals Traum war es schon immer, das viktorianische London zu besuchen und Jack The Ripper zu treffen. Für mich als Leserin ist es unbegreiflich, wie man den Wunsch haben kann, einen brutalen Massenmörder zu treffen, der es auf junge Frauen abgesehen hat. Beide Frauen sind der Meinung, dass sie mit ihrer Ausbildung, ihrem Wissen und ihren modernen Waffen jeder Gefahr gewachsen sind. Welch kolossaler Irrtum.

Nach den anstrengenden Einsätzen soll Max sich, auf Anweisung von Dr. Bairstow, dem Leiter des Instituts, ein paar Tage Ruhe gönnen. Zusammen mit Leon bekommen sie einen Platz in dem sehr teuren und nobel ausgestattetem »Roten Haus«, ein Haus für die Reichen, Mächtigen und Schönen. Doch wo Maxwell ist, gibt es weder Ruhe noch Erholung.

Neben diesen drei Handlungssträngen gibt es noch eine Reise in die Zukunft, etwas, was normalerweise vermieden wird. Während man der Reise in die Vergangenheit historisch relevante und bekannte Ziele ansteuern kann, ist ein Sprung in die Zukunft immer ein Wagnis, denn man weiß nicht, wie sich die Dinge entwickelt haben und wo man im Endeffekt landen wird. 

Um das Ganze etwas aufzuheitern, werden die Anwärter auf eine Dodo Jagd geschickt, in der wir endlich erfahren, warum diese Vögle ausgestorben sind.

Und Peterson und Maxwell stranden in Ninive 650 vor Christus. Ohne Hilfsmittel, Geld und ohne Kenntnis der Sprache müssen sie versuchen zu überleben, bis Rettung eintrifft.

Wie alle diese faszinierenden Ereignisse zu einer Geschichte geknüpft werden, müsst ihr selbst erlesen.

Mir hat Band zwei noch etwas besser gefallen als der erste Band. Maxwell hat ihre Selbstzweifel überwunden und wirkt nicht mehr so anstrengend auf den  Leser.  Sie hat im Institut eine Heimat und eine Familie gefunden und geht in ihrem Beruf auf. Geblieben sind ihre freches und vorlautes Mundwerk und ihre Unfähigkeit, Anweisung zu akzeptieren. Sie handelt stets aus dem Bauch oder aus dem Herz heraus und lässt ihren Gefühlen freien Lauf. Das bekommt vor allem Chief Farrell zu spüren, als er sich mit Maxwell anlegt. Aber auch, wenn es zum Krach kommt, auf den Missionen sind sie ein Team und können sich blind aufeinander verlassen. Und wenn es noch so chaotisch zur Sache geht.

Die wiederkehrenden Nebenfiguren wie Mrs. Patridge, Peterson oder Major Guthrie beleben die Geschichte ungemein und der stetige Wettkampf zwischen den einzelnen Abteilungen sorgt für eine Menge Humor.

Die Geschichte ist sehr gut recherchiert, was man gerade bei der Ermordung Thomas Beckets kontrollieren kann, die tatsächlich so stattgefunden hat. Man liest also nicht nur einen amüsanten, spannenden und manchmal auch traurigen Zeitreiseroman sondern erfährt auch viel über historische Ereignisse. Aber ob das mit den Dodos so stimmt?

Es ist durchaus möglich, diesen Band eigenständig zu lesen, allerdings bemerkt man dann nicht die Entwicklung der einzelnen Charaktere, die gerade bei Max gewaltig ist, sowie ihre tiefe Beziehung zueinander. 

Max ist das wandelnde Chaos, sie ist undiszipliniert, emotional und aufbrausend ich denke jedoch, wer im St. Mary's  Institut arbeitet, kann und darf nicht normal sein. Und dass sie für ihre Freunde und Kollegen einsteht, zeigt sie in diesem Buch auf erschreckende Art und Weise, nichtsdestotrotz sind ihre Handlungen konsequent.

Für mich ist es ein amüsanter und unterhaltsamer Zeitreiseroman, der zwar nicht über die Tiefe eines Romans von Tim Powers verfügt aber unsagbar viel Spaß macht.

Das Cover passt sich dem ersten Band an, sie sind nett, sagen aber über den Inhalt des Romans nichts wesentliches aus.  Aber die fünf Fragen an die Autorin, die innen im Buchdeckel eingeprägt sind, sollte man unbedingt lesen.

Wie schon bei Band eins, finde ich den deutschen Titel nicht so gelungen.  »a symphony of echoes« passt da wesentlich besser. Ich frage mich dann schon, wo da der kausale Zusammenhang besteht und ob die Titelvergeber das Buch auch gelesen haben..

Ich bedanke mich bei Randomhouse für das Rezensionsexemplar, meine Meinung ist subjektiv und keine Werbung.

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