Jody Hedlund Die Assistentin des Fotografen

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Inhaltsangabe zu „Die Assistentin des Fotografen“ von Jody Hedlund

Michigan 1883 Lily Young ist die Assistentin eines Fotografen. Ihre Arbeit führt sie in unzählige Holzfällerdörfer und damit mitten hinein in das bunte Treiben ihrer Zeit. Doch eigentlich hat Lily eine ganz andere Mission: Sie will ihre Schwester finden. Um jeden Preis. In Harrison begegnet sie Connell McCormick. Der ist fasziniert von der waghalsigen Schönheit, doch ihren Kampf gegen die Ausschweifungen in Harrison kann er nicht verstehen. Dabei hätte gerade er die Macht, etwas an den Umständen zu ändern. Aber reicht es nicht, wenn jeder auf sein eigenes Handeln achtet? Unweigerlich verstrickt Connell sich immer tiefer in Lilys Suche. Doch will er wirklich seine Zukunft für sie aufs Spiel setzen? Und kann es ihnen gemeinsam tatsächlich gelingen, Lilys Schwester zu retten?

Was Leichtes für zwischendurch :)

— Minni

Schöner Roman der auf Tatsachen beruht... Toller schreibstil

— meiki

Romantisch, spannend, aufrüttelnd! Ein Roman, der auf historischen Tatsachen beruht. Hat mich sehr überzeugt!

— Smilla507

Wild-romantisch- rau- Michigan 1883- die Zeit der Holzfäller-ein Leckerbissen für Liebhaber historischer Bücher

— Buchraettin

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Hammerharte Realität, hammerhart erzählt. aber Umsetzung + Stil waren leider nicht so mein Fall. Sehr distanziert. Dennoch grausame Realität

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  • Die Assistentin des Fotografen

    Die Assistentin des Fotografen

    KleinerVampir

    05. September 2013 um 11:43

    Buchinhalt: Im Amerika des 19. Jahrhunderts lebt die junge Lily bei einem Fotografen, als dessen Assistentin sie arbeitet. Ihre Arbeit führt sie in zahlreiche Holzfällerstädte in Michigan, wo sie fotografiert und das Leben in den Holzfällerlagern am eigenen Leib erlebt. Doch Lilys eigentliche Motivation ist eine ganz andere: sie sucht ihre Schwester, die vor längerer Zeit verschwand und die sie um alles in der Welt wiederfinden will. Denn Lily hat einen schlimmen Verdacht. Ihre beiden so unterschiedlichen Motive führen sie schließlich nach Harrison, wo sie es sich zur Aufgabe macht, jungen Frauen zu helfen, die sich aus dem Teufelskreis der Prostitution befreien wollen. Lily trifft auf Connell McCormick, einen Holzhändler, der aber ihren Kampf für die Rechte und die Freiheit der gebeutelten Frauen zunächst nicht wirklich versteht. Doch gerade Connell könnte etwas gegen den skrupellosen James Carr ausrichten, der die jungen Frauen unter falschen Versprechungen nach Harrison lockt. Carr besitzt ein „Etablissement“ und das wird von den Holzfällern rege besucht. Wird Connell Lily helfen und seine Zukunft aufs Spiel setzen? Denn der Stich ins Wespennest hätte für ihn weitreichende Folgen… aber könnte Lily ihre Schwester ganz allein retten?   Persönlicher Eindruck: Dieser Roman ist kein historischer Roman wie jeder andere. Das Schicksal vieler Frauen im damaligen Michigan lässt einen als Leser nicht kalt, denn das zentrale Thema ist starker Tobak: Zwangsprostitution, falsche Versprechen und die Ausweglosigkeit junger Frauen, die ein skrupelloser Geschäftsmann gnadenlos ausnutzt, sind damals wie heute aktuell – dieser Missstand ist keinesfalls an die im Buch beschriebene Epoche gebunden. Protagonistin Lily ist eine toughe junge Frau, die sich – obwohl Vollwaise – weiß, gegen die Umstände durchzusetzen und ihr Ziel zielstrebig zu verfolgen. Durch die angenehme Erzählweise und eingängige Sprache kam ich sofort in die Romanhandlung hinein und es baute sich auch bald ein Spannungsbogen auf, dem ich bis zuletzt mit Freude gefolgt bin. Hauptcharaktere und Nebenfiguren wurden sehr plastisch und mit Tiefgang herausgearbeitet und ihre Handlungsweisen waren (ob nun positiv oder negativ) auf den jeweiligen Charakter bezogen absolut nachvollziehbar. Die Schauplätze präsentierten sich bildgewaltig und anschaulich und es war, als stünde man mitten drin. Ich wollte das Buch fast nicht aus der Hand legen und immer weiter lesen, denn die Autorin versteht es vortrefflich, den Leser zu fesseln und zu begeistern. Die christlichen Aspekte des Romans waren dezent und ansprechend in die Handlungen der Dramatis Personae eingeflochten und auch Spannung, Romantik und der Herzschmerz kamen nicht zu kurz. Kurzum: eine Leseempfehlung, nicht nur für diejenigen, die sich gerne in ein vergangenes Jahrhundert entführen lassen – einfach toll!

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  • Eine Frau die Ihren Willen durch setzt....

    Die Assistentin des Fotografen

    meiki

    01. August 2013 um 10:16

    Der Roman spielt 1886 in Michigan. Lily Young hat Ihre Eltern schon sehr früh verloren und hat nur noch Ihre Schwester. Sie wuchsen im Heim auf. Bis Lily Young eine Stelle als Assistentin bei Oren dem Fotografen bekommt. Mit dem sie durch die Holzfäller Lager zieht um dort Fotos zu machen.  Oren wird für Lily eine "Vater" Figur und passt auf Sie auf, da Lily eine Frau ist , die gerne mal mit dem Kopf durch die Wand will.  Sie vermittelt Daisy Ihrer Schwester eine Pflegefamilie . In den glauben das es Ihr dort gut geht. Bis sie einen "Abschiedsbrief" von Daisy bekommt , das Sie die Familie verlassen hat,ohne Adresse nur mit der Andeutung das Sie einen Job in einem Lukrativen Gewerbe wo sie viel Geld verdienen kann. Lily ist klar, das Sie als Prostituierte. Sie hat sich da zur Aufgabe gemacht , Frauen die als Prostituierte Arbeiten und da raus wollen, bei der Flucht zu helfen. Und Ihre Schwester zu finden. Wofür sie alles tun würde. Dort wo die Holzfäller arbeiten sind die Bordelle nicht weit, so guckt sich Lily so weit es geht um und sucht nach Ihrer Schwester. So kommen sie auch in die Stadt Harrison. Wo sie Cornell kennenlernt. Er ist der Sohn eines reichen Holzhändler. Zwischen Ihnen beginnt eine Romanze, die aber unter keinem guten Stern steht. Da sie auf unterschiedlichen Ebenen "kämpfen". Sie möchte das Carr der Bordell besitzer zu rechenschaft gezogen wird und Cornell brauch seine Arbeiter für sein Hölzfäller lager. Da die Bordelle die "einzige" " ablenkung " die sie haben. Er ist in einem großen Zwiespalt... reicht die Liebe aus? Wird Sie Ihre Schwester finden, gewinnen Sie den Kampf gegen Carr? Mein Eindruck, Als ich den Titel gelesen habe, hatte ich erst eine andere Vorstellung von dem Buch. Da es die Assistentin des Fotografen heißt... dachte ich mehr, das die Fotografie mehr im Mittelpunkt steht und auch mehr Oren eine der Hauptrollen spielt. Aber dem war ja nicht so. Aber je mehr ich gelesen habe, desto mehr war ich von dem Roman gefesselt. Lily ist zwar die Hauptfigur in diesem Roman und sie kommt mir  teilweise Naiv , Dickköpfig und Egoistisch rüber- aber wer weis, damals war es vielleicht gut, so einen starken willen zu haben. Gerade als Frau. Auch wenn Sie Ihre Mitmenschen oft in Gefahr gebracht hat. Was sie aber sicher nicht aus "böswilligkeit " gemacht hat. Sondern aus der Liebe zu Ihrer Schwester und Sie in dem Glauben war, das es das richtige ist. Es gab oft stellen in dem Buch , wo ich am liebsten rein gesprungen wäre und Lily geschüttelt hätte. Die Romanze zwischen Cornell und Lily ist auch ein auf und ab. Sie möchten gerne zusammen sein, aber jeder hat seinen Standpunkt.. Ich finde die Schreibweise sehr sehr schön, es lässt sich sehr gut lesen und man ist sofort drinnen im Roman. Es gab von allem etwas, ich habe gelacht, war nachdenklich, kopfschüttelnt und habe auch 2-3 Tränen vergossen. Also im kurzen .--- einer sehr schöner Roman der auf wahren begebenheiten beruht. Ich freue mich auf mehr von der Autorin. Danke das ich dabei sein durfte...

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  • Leserunde zu "Die Assistentin des Fotografen" von Jody Hedlund

    Die Assistentin des Fotografen

    Arwen10

    Und noch eine tolle Neuerscheinung aus dem christlichen Francke Verlag Die Assistentin des Fotografen von Jody Hedlund Zum Inhalt: Michigan 1883 Lily Young ist die Assistentin eines Fotografen. Ihre Arbeit führt sie in unzählige Holzfällerdörfer und damit mitten hinein in das bunte Treiben ihrer Zeit. Doch eigentlich hat Lily eine ganz andere Mission: Sie will ihre Schwester finden. Um jeden Preis. In Harrison begegnet sie Connell McCormick. Der ist fasziniert von der waghalsigen Lily, doch ihren Kampf gegen die Ausschweifungen in Harrison kann er nicht verstehen. Dabei hätte gerade er die Macht, etwas an den Umständen zu ändern. Aber reicht es nicht, wenn jeder auf sein eigenes Handeln achtet? Unweigerlich verstrickt Connell sich immer tiefer in Lilys Suche. Doch will er wirklich seine Zukunft für sie aufs Spiel setzen? Und kann es ihnen gemeinsam tatsächlich gelingen, Lilys Schwester zu retten? Hier die Homepage der Autorin: http://jodyhedlund.com/ Von den Bewerbern hätte ich gerne gewußt, wie euch das Cover gefällt ? Voraussetzung für ein Freiexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension.  Ein großes Dankeschön an den Francke Verlag für die Unterstützung der Leserunde ! Achtung: Alle, die in bisherigen Leserunden auffällig geworden sind, sich nicht beteiligen, keine Rezension schreiben uä. auch in anderen Leserunden auf Lovelybooks werden von der Verlosung für eine gewisse Zeit ausgeschlossen ! Davon ausgenommen sind alle, die sich bei mir gemeldet haben aus wichtigen Gründen.  Sollte es zu Problemen irgendwelcher Art kommen, meldet euch bitte bei mir oder SiCollier, ohne dass wir hinterherschreiben müssen ! Danke schön ! Bitte bewerbt euch bis zum 12.07.2013. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 13.07. im Laufe des Tages.

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    meiki

    01. August 2013 um 09:30
  • Rezension zu "Die Assistentin des Fotografen" von Jody Hedlund

    Die Assistentin des Fotografen

    LaDragonia

    25. July 2013 um 18:53

    Zum Inhalt: Lily Young ist Vollwaise und lebt seit einigen Jahren bei dem Fotografen Oren, mit dem sie im Winter durch Michigans Holzfällerlager zieht um dort zu fotografieren. Gleichzeitig hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, jungen Frauen, die in diesen Lagern der Prostitution entfliehen wollen, bei ihrer Flucht zu helfen. Doch dies tut Lily nicht ganz uneigennützig, hofft sie doch so gleichzeitig irgendwann ihre Schwester Daisy wieder zu finden, die vor einiger Zeit, der Pflegefamilie in der sie untergebracht war, davon gelaufen ist. So kommt Lily auch gemeinsam mit Oren Harrison. Dort findet sie in ihrer Pensionswirtin Vera, dem Journalisten Stuart und vor allem dem Holzhändler Connell McCormick einige Verbündete im Kampf gegen die Prostitution und explizit in Harrison auch gegen James Carr, der die Mädchen unter falschen Vorraussetzungen nach Harrison lockt und sie dort zur Prostitution zwingt. Doch so einfach wie Lily sich das alles vorstellt ist es nicht, da sie schon bald von Carr und seinen Männern bedroht werden. So stellt sich vor allem für Connell bald die Frage ob er seine Zukunft für die Such nach Lilys Schwester und den Kampf gegen Carr aufs Spiel setzen möchte. Meine Meinung: In „Die Assistentin des Fotografen“ hat die US-Amerikanische Autorin Jody Hedlund einige wahre Begebenheiten des späten 19. Jahrhunderts verarbeitet. Natürlich weiß man, das es derlei Ereignisse bzw. Vorkommnisse früher und in manchen Ländern vielleicht sogar heute noch gegeben hat. Aber irgendwie ist es dann doch noch mal etwas ganz anderes wenn man so etwas dann am Ende eines Romans liest. Alleine diese Tatsache macht diesen Roman schon zu etwas Besonderem. Die Charaktere dieses Romans sind von der Autorin einfach wunderbar gezeichnet, wobei hier selbst die Nebencharaktere und Antagonisten in keinster Weise zu kurz kommen. Wobei ich auch sagen muss, das mir Lily manchmal doch ein wenig zu impulsiv war, sie handelte mir zu oft, absolut unüberlegt und würde dann oftmals nur durch das beherzte Handeln ihrer Mitstreiter vor dem Schlimmsten bewahrt. Der Schreibstil der Autorin und die wirklich spannende und fesselnde Handlung machen diesen Roman zu einem echten Pageturner. Ein Buch das zeitweise sogar schon eher als wirklich guter Krimi durchgehen könnte, obwohl es durchaus einige christliche Aspekte aufweist, die aber hier so dezent gesetzt sind, dass sie selbst einen Atheisten in keinster Weise stören dürften. Fazit: Ein großartiger Roman, der das Amerika des 19. Jahrhunderts wunderbar einfängt. Spannend und mit einer gehörigen Portion Romantik an den richtigen Stellen und einem Ende, genauso wie Liebhaber amerikanischer Literatur es gerne mögen. Für mich seine 5 Sterne, die ich vergebe, absolut wert.

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  • Die Liebe einer Schwester

    Die Assistentin des Fotografen

    Smilla507

    25. July 2013 um 15:12

    Michigan im Winter 1883: Lily und Daisy wuchsen als Waisenkinder auf. Als Lily eine Stelle als Assistentin beim Fotografen Oren bekommt bringt sie ihre jüngere Schwester bei einer Pflegefamilie unter. Eines Tages flüchtet Daisy aus der Familie. Im Abschiedsbrief an Lily hinterlässt sie keine Adresse, nur eine Andeutung, dass sie Geld in einem sehr lukrativen Gewerbe verdienen wird. Für die 18jährige Lily ist sofort klar: Ihre Schwester arbeitet als Prostituierte! Auf der Suche nach Daisy begleitet Lily nun den Fotografen Oren in die Holzfällerstädte, denn wo Holzfäller arbeiten sind Bordelle nicht weit. So kommt es, dass Lily und Oren in die Stadt Harrison kommen, wo sie Connell McCormick begegnen. Als Sohn eines reichen Holzhändlers hätte er die Macht etwas gegen Carr, den Besitzer des ansässigen Bordells, zu unternehmen. Doch Holzfäller, die ins Bordell gehen, sind friedlichere und fleißigere Mitarbeiter. Connell muss sich entscheiden: Hilft er Lily bei ihren riskanten Suchen nach ihrer Schwester und stellt sich somit gegen die Prostitution oder bleibt er ein geschäftstüchtiger Holzfällerunternehmer, der die Prostitution weiterhin hin nimmt? Und werden sie Daisy finden? „Und sie konnte Gott nicht genug dafür danken, dass er ihr geholfen hatte, wieder einem armen jungen Mädchen das Leben zu retten. Wenn Jesus es in seiner Zeit auf der Erde zu seiner Mission gemacht hatte, verlorene Menschen zu retten, konnte sie doch wohl kaum etwas anderes machen.“ (Zitat S. 10) Ich muss sagen, dass der Titel ein wenig irreführend ist. Ganz unpassend ist er zwar nicht, weil Lily tatsächlich die Assistentin des Fotografen ist; geht man allerdings nur nach dem Titel denkt man, dass das Thema des Buches die Fotografie ist. Lily ist aber eine sehr impulsive und etwas naive junge Frau, die einen verbissenen Kampf gegen die Prostitution führt und hierauf liegt das Augenmerk des Romans. Dabei wird es immer wieder spannend, denn Lily schafft es mehr als einmal sich mit ihren waghalsigen Rettungsaktionen in Lebensgefahr zu bringen. Connell, der hin- und hergerissen ist, ob er Lily in ihrem Kampf unterstützen soll, muss ihr ständig aus der Patsche helfen. So kommt es, dass sich beide von ihrer ersten sprichwörtlich hinreißenden Begegnung an zueinander hingezogen fühlen. Es knistert gewaltig zwischen den beiden. Manchmal konnte ich als Leserin nur den Kopf über die Unüberlegtheit Lilys schütteln. Sie scheint nicht aus ihren Fehlern zu lernen, doch der Drang ihrer Schwester zu helfen ist stärker. Und irgendwie ist das auch verständlich, denn Menschen, die man liebt, möchte man beschützen. Und wenn es das einzige verbliebene Familienmitglied ist, ist das umso verständlicher. Connell und Lily lernen im Laufe der Zeit hinzu und machen eine Wandlung durch. Die Autorin hat eine sehr schöne Schreibweise. Es gibt oft recht poetische Beschreibungen, wie z.B. „... und zitterte wie eine Wiesenblume im Frühlingswind“. (S. 186) So etwas gefällt mir immer sehr. Zwischendurch gab es einen kleinen Hänger, doch meistens bleibt es spannend und es gibt auch ein paar amüsante, ironische Dialoge und Szenen. Während des Lesens hatte ich oft das Gleichnis vom verlorenen Sohn vor Augen. Die Hauptbotschaft von Jody Hedlund ist aber, dass Gott alles in der Hand hält und seine Liebe niemals aufhört. Etwas, das man sich nie genug vor Augen führen kann. Sie beschreibt auch eine Zeit, in der die Holzfällerei und „weiße Sklaverei“ (Zwangsprostitution) Gang und Gäbe war. Noch heute sind die Themen leider aktuell. Jody Hedlunds ersten Roman, der auf historischen Tatsachen beruht, habe ich sehr gerne gelesen und freue mich sehr auf weitere Bücher von ihr. Ich gebe dem Buch 4,5 Sterne, denn um mit Lynn Austin oder Julie Klassen mitzuhalten fehlt noch ein klein wenig.

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  • Rezension zu "Die Assistentin des Fotografen" von Jody Hedlund

    Die Assistentin des Fotografen

    Danny

    24. July 2013 um 13:44

    Lily Young, welche als Kind bereits ihre Eltern verlor und dannach gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Daisy erst bei Familienmitgliedern und dann schließlich in Waisenhäusern groß wurde, zieht mit dem Fotografen Oren durchs Land, um während der WIntermonate die Holzfäller in den Holzfällerlagern Michigans zu fotografieren. Gleichzeitig hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, junge Frauen aus den Bordellen zu befreien, die zur Prostitution gezwungen wurden. Jene Mädchen bringt sie in Frauenhäusern unter. Stets hofft sie, ihre jüngere Schwester Daisy zu finden, die sie auch in einem der Bordelle vermutet. Und in Harrison scheint sie nun fündig zu werden - einer Stadt die besonders viele Salons und Bordelle besitzt und wo Alkoholmissbrauch, Gewalt und Prostitution an der Tagesordnung sind. Dort trifft sie auch auf Connell McCormick, dessen Familie mehrere Holzfällerlager besitzt. Lily beschließt, gegen die Ausschweifungen der Stadt anzugehen und bittet Connell um Hilfe. Doch wird es ihr gelingen, ihre Schwester zu finden und wird sie mit Connells Hilfe die Zustände in Harrison ändern können? *** Jody Hedlund nimmt den Leser in ihrem Roman "Die Assistentin des Fotografen" den Leser mit in das Michigan Ende des 19. jahrhunderts. Sie zeichnet das Leben in den Holzfällerlagern und den rauen Städten des Landes nach. Ihre handlung beruht wauf gut recherchierten Hintergründen und wahren Begebenheiten, denn einige der hier angesprochenen Personen hat es nachweislich tatsächlich gegeben. Harrison ist ein Ort voller Laster: Habgier, Gewalt, Alkoholmissbrauch und Prostitution beherrschen das Bild dieser Stadt. Die Protagonistin Lily ist eine sehr starke Persönlichkeit, die es sich zur Aufgabe gemacht hat gegen das bestehende Unrecht und die Lasterhaftigkeit zu kämpfen. Ein bewundernswertes Ziel, welches sie auch mit ganzem Herzen in Angriff nimmt und dabei selbst kaum an sich selbst oder die Gefahr denkt, in die sie sich begibt. Allerdings musste ich auch das eine oder andere Mal den Kopf über Lily schütteln. Zum einen über ihre gelegentlich undurchdachten und impulsiven Vorhaben, durch die sie sich selbst und letztendlich auch andere in Gefahr bringt und zum anderen über ihre Kompromisslosigkeit und extrem hohen Ansprüche an die Menschen um sich herum. Vor allem Connell setzt sie immer wieder mit ihren moralischen Grundsätzen so unter Druck, dass mir der Mann schon arg Leid tat. Connel war für mich das absolute Highlight des Romans. Selbst mit einer schweren Familienkonstellation gestraft (einen geldgierigen, herzlosen und brutalen Vater und einen Bruder, der ihm s eine Verlobte stahl), versucht er sich durch seine perfektionistische Art immer und immer wieder die Anerkennung seines Vaters zu gewinnen. Er ist ein sehr ruhiger, manchmal etwas leidenschaftslos wirkender Charakter, in dem aber sehr viel Herz und Leidenschaft steckt, wenn man ihn erst einmal durchschaut hat. Im Gegensatz zu Lily ist er vorausplanender und vorsichtiger, was an sich ja keine schlechten Eigenschaften sind. Auch wenn die Holzfällerindustrie sicher Schaden für das Land bringt und damit das lasterhafte Leben in den Bordellen und Salons einhergeht, so ist es doch eine gute Arbeit für die Männer, die sie ausführen. Sie müssen für sich und ihre Familien auf harte Art und Weise den Lebensunterhalt verdienen und dies sollte man auch schätzen. Dieses Verständnis hat mir bei Lily oft gefehlt. Das Buch ist gespickt mit vielen weiteren liebenswerten Figuren, wie z.B. dem Fotografen Oren oder der Pensionsbesitzerin Vera, als auch dem Journalisten Stuart. Aber auch viele unangenehme Personen treten auf: Connells Bruder Tierney z.B. , der ihm die Verlobte ausspannte und einem Leben aus Alkoholgelagen und Huren fröhnt und dabei seine Frau und sein Kind vernachlässigt. Es ist eine Geschichte vom Kampf um das Gute und Richtige und davon, dass alle an einem Strang ziehen müssen, damit sich Missstände grundlegend verändern. Aber auch eine Geschichte um eine zarte Liebe. Das personifizierte Böse in dieser Geschichte ist der Bordellbesitzer Carr und dessen Ehefrau, die beide junge und hilflose Frauen unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zur Prostitution in ihren Bordellen zwingen. Mit beispielloser Grausamkeit versucht er zudem alle aus dem Weg zu räumen, die ihm dabei gefährlich werden könnten. Jene Person hat es, so wie Hedlund am Ende ihres Buches dem Leser mitteilt, auch tatsächlich gegeben. Der christiliche Grundton ist deutlich spürbar. Ein klein wenig Kritik üben muss ich jedoch an der penetranten Betonung der Unberührtheit und der Tugendhaftigkeit. Das fand ich stellenweise einfach ein wenig zu viel des Guten. Alles in allem jedoch ein wunderschöner Roman, den es lohnt zu lesen. Ich hoffe, es werden noch mehr Bücher dieser Autorin in Deutschland veröffentlicht. Ich danke ganz herzlich Arwen10 für die Verlosung und Erstellung der Leserunde, als auch dem Francke-Verlag für die Verlosung der Freiexemplare.

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  • Eine starke Frau und ein starkes Thema !

    Die Assistentin des Fotografen

    Arwen10

    10. July 2013 um 20:52

    Michigan 1883. Lily Young zieht als Assistentin eines Fotografen durch unzählige Holzfällerdörfer. Immer auf der Suche nach ihrer Schwester Daisy, die um viel Geld zu verdienen von ihren Pflegeeltern davongelaufen ist. Harrison, ein Holzfällerdorf, hat besonders viele Salons und Bordelle. In Harrison trifft Lily auch Connell McCormick, der über mehrere Holzfällerlager das Komando hat. Lily versucht gegen die Ausschweifungen anzugehen und bittet Connell um Hilfe. Wird es ihr gelingen, ihre Schwester Daisy zu finden ? Dieser Roman ist nicht, was er auf den ersten Blick scheint. Das Grundthema ist sehr ernst und beruht auf wahren Tatsachen. Die Holzfällerindustrie hat in den USA nicht nur weite Landstriche verwüstet, sondern war auch Ursache für vielfältige Probleme: Alkoholmißbrauch, Gewalt und Prostitution. Michigan um 1880 war wohl maßgeblich an der Einführung der Zwangsprostitution schuld. Ein Problem, das es heute auch noch überall auf der Welt gibt. Die Autorin möchte mit diesem Roman, die Menschen auf dieses Problem aufmerksam machen. Eingebettet in einem historischen Roman mit christlichen Elementen. Neben diesen schlimmen Zuständen gibt es noch Etwas wie Werte und Moral, ein zarter Glaube an Gott. Wer wird gewinnen ? Lily ist eine unheimlich starke Frau, die für ihre Überzeugungen auch bereit ist, zu kämpfen und bis an ihre Grenzen zu gehen. Mehr als einmal, habe ich mich ziemlich aufgeregt über die Zustände, denen Frauen damals wie heute ausgesetzt sind. Unter Vorspielung falscher Tatsachen werden die jungen Frauen angeworben, um bei ihrer Ankunft in einem Bordell zu landen. Dieser Roman rüttelt auf und ist dabei noch so hervorragend geschrieben, dass man bis zum Schluß gefesselt ist. Eine zarte Liebesgeschichte gibt es als Ausgleich auch dazu. Am Ende bleibt die Frage, was man selbst bereit ist zu tun, wenn man einem Unrecht begegnet. Kämpfen wir oder bleiben wir untätig ? Fazit: Ein aufrüttelndes Thema zum Nachdenken mit einer starken Heldin, die Mut macht !

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