Jody Hedlund Ein Bräutigam aus gutem Haus

(12)

Lovelybooks Bewertung

  • 14 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 12 Rezensionen
(9)
(3)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Ein Bräutigam aus gutem Haus“ von Jody Hedlund

Michigan 1881, in einer Gemeinde von deutschen Auswanderern: Annalisas Mann kommt auf mysteriöse Weise ums Leben. Da die junge Mutter die Farm allein nicht halten kann, lässt ihr Vater in der alten Heimat nach einem neuen Ehemann für sie suchen. Eines Tages erscheint der galante Carl Richards auf ihrer Farm. Er hat zwei linke Hände, zieht Annalisa aber mit seiner charmanten und fürsorglichen Art in den Bann. Durch ihn begegnet Annalisa etwas von der Liebe Gottes, auf die sie schon nicht mehr zu hoffen wagte. In dieser Situation kommt die Ankunft von Annalisas Zukünftigem äußerst ungelegen. Und leider ist Carl nicht der, für den alle ihn halten … (675 Z.)

Wow, was für ein tolles Buch. Wie gewohnt aus diesem Verlag ;)

— leseratte69

Eine interessante Geschichte, die einen durch die bildliche Sprache und tolle Charaktere lebhaft in die Vergangenheit entführt!

— Lovely_Lila

Lesehightlight mit Romantik und Botschaft zum Nachdenken - eine absolute Leseempfehlung!

— KleinerVampir

Ein wunderschöner, spannender und romantischer Roman! Ein absolutes Highlight!

— Smilla507

Wohlfühlbuch Deluxe. Trotz aller Schwierigkeiten setzt sich die Liebe durch und siegt ♥

— MelE

Ein Buch zum "Nächte-durchlesen"! Mein Herbsthighlight! Eine wunderbar spannende und liebevolle Geschichte! Mehr davon!!!!

— heaven4u

Stöbern in Romane

Winterengel

Liebenswerte Geschichte mit Protagonisten die man einfach gerne haben muss :).

H.C.Hopes_Lesezeichen

Leere Herzen

Konnte mich nicht überzeugen

dartmaus

Die Lichter von Paris

Ganz nett, aber mehr nicht.

sanrafael

Mudbound – Die Tränen von Mississippi

Mitreißendes Buch über Rassismus.

EmmaBunny

Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12

Zutiefst menschlich sind diese tollen Erzählungen, die einen inne halten lassen.

talisha

Lied der Weite

Was ist ein gelingendes Leben? Warmherziger Roman um diese Frage; Figuren, die man mit nach Hause nehmen möchte. Großartig!

alasca

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Schön und warmherzig geschrieben

    Ein Bräutigam aus gutem Haus

    Sonnenblume1988

    24. November 2014 um 08:51

    Das Buch spielt im Jahr 1881 in Michigan. Dort lebt eine Gruppe von Deutschen, die nach Amerika ausgewandert ist, um dort ein neues Leben zu beginnen. Unter ihnen lebt auch die schwangere Annalisa. Als sie ihren Mann ermordet vorfindet, steht sie mit einer großen Summe Schulden und ihrer kleinen Tochter Gretchen alleine da. Um zu Überleben benötigt sie nicht nur männlichen Schutz, sondern auch Unterstützung beim Bebauen und Ernten ihrer Felder. Um Annalisa zu helfen schreibt ihr Vater einen Brief an seine in Deutschland verbliebenen Verwandten, in dem er sie bittet, einen Mann für Annalisa nach Amerika zu schicken. Und tatsächlich trifft nach einiger Zeit ein Mann, Carl, aus Deutschland ein: Er ist charmant, herzlich und liebevoll, trotz dem ihm die nötige Erfahrung in der Landwirtschaft fehlt. Er kommt jedoch nicht in der Absicht, Annalisa zu heiraten, sondern um seinen deutschen Verfolgern und seiner eigenen Hinrichtung zu entkommen... Auch wenn die Personen im Buch erfunden sind, orientiert sich der Roman an historischen Ereignissen. Um 1881 wanderte tatsächlich eine deutsche Gemeinde nach Amerika aus, um dort eigenes Land zu besitzen. Die im Buch erwähnten Begebenheiten (z.B. die Typhusepidemie und das Große Feuer) hat es 1881 tatsächlich gegeben. Mit diesem Wissen liest sich das Buch um so eindrucksvoller. Gut gefallen hat mir auch der authentische Glaube an Gott. Carl vertraut Gott bedingungslos. Annalisa glaubt zwar an Gott, kämpft aber mit starken Minderwertigkeitsgefühlen. Sie denkt, dass sie zu unwichtig ist und das Gott sich deshalb nicht um ihre Bedürfnisse kümmert. So ergänzen Carl und Annalisa sich gut. Obwohl mir die Handlung gut gefällt, hatte ich beim Lesen manchmal Passagen, bei denen mir die Spannung und das Tempo gefehlt haben. Annalisa und Carl sind sehr liebenswerte Charaktere, aber manchmal hätte ich mir von beiden ein wenig mehr Überraschung gewünscht. Trotzdem gefällt es mir, dass während der Geschichte beide Charaktere eine starke Entwicklung durchleben. Insgesamt ein schönes Buch, dass Mut macht, nicht immer gleich ja zu sagen sondern auf Gott zu vertrauen und auf seine Wege zu hoffen.

    Mehr
  • Leserunde zu "Ein Bräutigam aus gutem Haus" von Jody Hedlund

    Ein Bräutigam aus gutem Haus

    LEXI

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer neuen Leserunde einladen. Der Francke-Verlag stellt sechs Exemplare des Romans „Ein Bräutigam aus gutem Haus" von Jody Hedlund zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag für die Unterstützung der Leserunde! Michigan 1881, in einer Gemeinde von deutschen Auswanderern: Annalisas Mann kommt auf mysteriöse Weise ums Leben. Da die junge Mutter die Farm allein nicht halten kann, lässt ihr Vater in der alten Heimat nach einem neuen Ehemann für sie suchen. Eines Tages erscheint der galante Carl Richards auf ihrer Farm. Er hat zwei linke Hände, doch mit seiner charmanten und fürsorglichen Art zieht er Annalisa in seinen Bann. Durch ihn begegnet Annalisa etwas von der Liebe Gottes, auf die sie schon nicht mehr zu hoffen wagte. In dieser Situation kommt die Ankunft von Annalisas Zukünftigem äußerst ungelegen. Und leider ist Carl nicht der, für den alle ihn halten … Link zur Leseprobe: http://www.francke-buch.de/uploads/1409640315-149049.pdf Falls ihr eines der sechs Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 30. September 2014, 24 Uhr hier im Thread und beschreibt eure Eindrücke der Leseprobe. Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde innerhalb von vier Wochen zum Austausch in jedem einzelnen Leseabschnitt, wobei nicht einfach der Inhalt zusammengefasst, sondern auch auf die anderen Testleser eingegangen und diskutiert werden soll. Die Zurverfügung-stellung eines Exemplares beinhaltet zugleich auch die Verpflichtung zum Schreiben einer Rezension im genannten Zeitraum, die nicht nur bei Lovelybooks, sondern auch auf einer anderen Internetseite (amazon, Verlagshomepage…) veröffentlicht wird. Ich möchte zudem darauf hinweisen, dass Bewerber mit „privaten (geschlossenen) Profilen“ sowie jene, die noch keine Rezensionen auf ihrer Profilseite veröffentlicht haben, bei einer Auslosung nicht berücksichtigt werden. Beachtet außerdem, dass es sich um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt. Der Glaube an Gott spielt in diesem Buch eine Rolle. Ich freue mich auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun.

    Mehr
    • 170
  • Liebe, Glaube, Hoffnung

    Ein Bräutigam aus gutem Haus

    lesebiene27

    12. November 2014 um 23:51

    Die Geschichte spielt am Ende des 19. Jahrhunderts zu einer Zeit, in der die Ehe ein wichtiger Aspekt zum Überleben für eine Frau war. So wurde es auch für Annalisa und ihre Tochter schwierig, als ihr Mann gestorben ist. Daraufhin beginnt die Familie nach einem neuen Ehemann für die Tochter zu suchen und sie mit einem Mann zu verheiraten, der ihr Ansehen retten und ein ordnungsgemäßes Leben ermöglichen kann. Doch Annalisa verliebt sich in Carl Richards, der plötzlich auf der Farm auftaucht und lernt Gott auf eine neue Art kennen. Das Buch hat auf mich den Eindruck gemacht, als ob es gut recherchiert wurde, was sich nicht nur in der flüssigen Sprache bemerkbar gemacht hat, sondern auch durch die Beschreibung von der Landschaft und die Darstellung der Figuren. Der Schreibstil gefällt mir in diesem Buch außerordentlich gut, weil man als Leser sofort in die Geschichte hineingeworfen wird und sie hautnah miterlebt, weshalb die ganze Story sehr authentisch wirkt. Auch werden die Umgebung und das Geschehen so bildhaft dargestellt, dass man sich in das 19. Jahrhundert hineinversetzt fühlt und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Gleiches gilt für die Figuren in dem Buch, die alle aus dem Leben gegriffen erscheinen und sympathisch sind. Die Atmosphäre wurde zu Beginn düster beschrieben, doch im Laufe der Geschichte hat sie sich aufgelockert und wurde freundlicher, was im Zusammenhang mit dem Gottesglauben der Protagonistin steht. Dies hat mir gut gefallen. Auch hat man einen guten Einblick in das 19. Jahrhundert bekommen können, was ich sehr spannend fand. Das Buch war zwar an manchen Stellen vorhersehbar, allerdings hat mich persönlich das beim Lesen nicht sonderlich gestört. Was ich dagegen nach einiger Zeit auffällig fand, waren die Gedanken der Protagonisten, die sich ständig wiederholt haben. Dies wirkte zwar menschlicher, aber auch ab einen gewissen Grad störend. Dennoch hat mich das Buch völlig überzeugt und es hat mir viel Spaß gemacht es zu lesen. Somit vergebe ich „Ein Bräutigam aus gutem Haus“ 5 von 5 Sternen.

    Mehr
  • Liebe und Glaube überwindet alle Hindernisse.

    Ein Bräutigam aus gutem Haus

    leseratte69

    07. November 2014 um 04:39

    Klappentext Michigan 1881, in einer Gemeinde von deutschen Auswanderern: Annalisas Mann kommt auf mysteriöse Weise ums Leben. Da die junge Mutter die Farm allein nicht halten kann, lässt ihr Vater in der alten Heimat nach einem neuen Ehemann für sie suchen. Eines Tages erscheint der galante Carl Richards auf ihrer Farm. Er hat zwei linke Hände, zieht Annalisa aber mit seiner charmanten und fürsorglichen Art in den Bann. Durch ihn begegnet Annalisa etwas von der Liebe Gottes, auf die sie schon nicht mehr zu hoffen wagte. In dieser Situation kommt die Ankunft von Annalisas Zukünftigem äußerst ungelegen. Und leider ist Carl nicht der, für den alle ihn halten … Meine Meinung Die Story Dieser Roman ist wieder eins meiner Highlights für dieses Jahr. Die mitreißende Story, die authentische Atmosphäre und zu guter Letzt, die authentischen Charaktere, haben das Buch zu einem richtigen Lesevergnügen gemacht. Klar ist auch hier die Handlung und das Ende ziemlich voraussehbar, aber in welchem Liebesroman ist da nicht so? Dennoch haben unverhoffte Wendungen das ganze wieder interessant und spannend gemacht. Die Thematik befasst sich zunächst einmal mit deutschen Auswanderern in Amerika, im 19 Jahrhundert. Der Leser erlebt das ganze Geschehen aus der Sicht von der gerade zur Witwe gewordenen Annalisa, die sich nun mit ihrer kleinen Tochter durchschlagen muss und versucht ihre Farm zu erhalten. Natürlich gibt es auch den bösen Gegenspieler, der mit allem Mitteln versucht, sich ihr Hab und Gut anzueignen und dabei auch vor Gewalt nicht zurück schreckt. Ihre Familie hingegen wartet zu diesem Zeitpunkt auf das eintreffen eines neuen Ehepartners für ihre Tochter. Zum Glück erscheint genau im richtigen Moment der deutsche Carl Richards, der anfänglich für den Bräutigam gehalten wird. Er unterstützt sie wo es nur geht und wie sollte es auch anders sein, verlieben sich beide ineinander. Aber Carl ist nicht der, für den er sich ausgibt. Er ist auf der Flucht vor seiner Vergangenheit, die unweigerlich mit deren Annalisa verknüpft ist. Man erfährt hier, wie die Frauen damals unterdrückt wurden. Ein Leben ohne Ehepartner galt als Schande und so wurden sie mit wildfremden Männern verheiratet, um der Familienehre ja nicht zu schaden.Ob es den Frauen dabei gut ging, schien keinen zu interessieren. Also ich war von der Handlung mehr als begeistert und bin froh das ich das Buch lesen durfte. Der Schreibstil Der Schreibstil ist wirklich leicht und flüssig zu lesen, genau so wie ich es mag. Die Autorin schafft es mit Worten, dem Leser die einst düstere Atmosphäre, die wie ein Fluch über diesen schwebte, zu vermitteln. Im Gegenzug spürt man im Laufe der Geschichte, wie der Glaube an Gott und die Zuversicht, Licht in das ganze Geschehen bringt. Die Charaktere Sie sind alle sehr authentisch und real und konnten mich sofort in ihren Bann ziehen.Die Gefühle der Protagonisten wahren wirklich nachempfindbar und ihre Handlungen machten sie zu Menschen wie du und ich. Kurz und knapp gesagt, Protagonisten zum anfassen und mitleiden. Mein Fazit Ein wunderbares Buch das sich für alle, die gerne historische Liebesroman mit Tiefgang mögen, bestens eignet. Ein Buch über Liebe,Glaube, Hoffnung und vor allem Zuversicht. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und fünf Sternen mit einem dicken Plus dahinter.

    Mehr
  • Zufrieden: Das perfekte Buch für kühle Herbstabende!

    Ein Bräutigam aus gutem Haus

    Lovely_Lila

    06. November 2014 um 23:29

    Inhalt Die 19-jährige Annalisa ist die Tochter von Deutschen, die vor einigen Jahren beschlossen, nach Amerika auszuwandern und seitdem das Darlehen für ihr Land mühsam abzubezahlen versuchen. Als Annalisas Mann Hans ums Leben kommt, ist schnell klar: Annalisa braucht einen neuen Mann, der ihr helfen soll, das Land zu bewirtschaften. Bis ihr neuer Ehemann aus Deutschland eintrifft, soll ihr der charmante Carl Richards auf dem Hof helfen. Er ist anders als alle Männer, die die bereits in jungen Jahren ernüchterte Annalisa bisher kennen gelernt hat. Doch er hat ein Geheimnis… Meine Meinung Für mich eignet sich der Spätherbst aus irgendeinem Grund besonders für historische Romane, denn genau in dieser Zeit lese ich sie mit großer Begeisterung. Der Klappentext hörte sich vielversprechend an – und er hält, was er verspricht. Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, sofort fühlt man mit der sanften Annalisa mit und auch die Umgebung wird stets sehr anschaulich geschildert. Oft sogar so bildlich, dass man meint, den kalten Wind im Gesicht spüren zu können. Der Schreibstil bleibt dabei immer verständlich und angenehm zu lesen. Es gab keinen Satz, der mir unstimmig oder holprig erschien. Jody Hedlung schildert sehr anschaulich in der dritten Person das einfache Leben der Auswanderer, indem wir abwechselnd Annalisa und Carl begleiten. Sie lässt sich genug Zeit dafür und es gibt auch ruhige Szenen, die jedoch immer interessant sind. Man bekommt einen sehr guten Eindruck davon, wie wenig die Menschen damals hatten und wie viel sie dafür arbeiten mussten. Ein Tag begann früh am Morgen und endete nach Sonnenuntergang. Dazu kamen die ständigen Sorgen um das unberechenbare Wetter. Dabei rücken interessante sowie kritische Themen in den Vordergrund: das Schicksal der Auswanderer, die sich in Amerika ein besseres Leben erhofften; die Lage der damaligen Frau, arrangierte Ehen, Gewalt in der Ehe und der Glaube an Gott. Sehr positiv zu bemerken ist auch das Nachwort, das Interessierten nicht nur spannende Zusatzinfos bietet, sondern auch den Leser dazu ermuntert, nie die Hoffnung zu verlieren. Die Protagonistin Annalisa wirkt mir ihren 19 Jahren erstaunlich reif und bereits jetzt ernüchtert vom harten Leben. Dennoch hat sie ihre weiche Seite behalten. Diese kommt besonders zur Geltung, wenn sie sich um ihre kleine Tochter Gretchen kümmert, die an kindlicher Niedlichkeit kaum zu überbieten ist. Annalisa ist wirklich eine tolle Mutter und ermuntert ihre Tochter schon in den ersten Lebensjahren dazu, mitzuhelfen. Trotz ihrer besonnen Art, merkt man wie sehr es sie schmerzt, dass sie von den Männern (sowohl von ihrem Vater als auch ihrem Mann) als unzulänglich angesehen wird, bloß weil sie eine Frau ist. Das damalige Frauenbild wird sehr gut an einer Stelle gezeigt, als sie erzählt wie sehr sie sich durch harte Arbeit bemüht hat, die Liebe ihres Ehemannes zu "verdienen", und wie sie trotzdem gescheitert ist, und dann auch noch denkt, dass es ihre Schuld wäre. Es ist wirklich schlimm, dass die Frauen damals behandelt wurden, als wären sie mehr Leibeigene als Ehefrauen. Es wäre leicht zu sagen, dass ich mir das damals nicht gefallen lassen hätte, doch damals war schließlich die ganze Erziehung anders. Wenn man immer nur eingeschärft bekommt, dass man still zu sein hat und seinem Mann gehorchen muss, dann entwickelt man schließlich ganz ein anderes Selbstbewusstsein. Und damals hatten die Männer viele Wege, eine Frau gefügig zu machen, die damals sogar nicht einmal verboten waren! Carl ist ein ungewöhnlicher Mann für die damalige Zeit und steht im Widerspruch zu fast allen anderen Männern im Buch. Er ist freundlich und höflich, und fragt Annalisa (diese kann es selbst kaum glauben) sogar nach ihrer Meinung. Auch als Leser schließt man ihn schnell ins Herz. Die Charaktere sind also wirklich gut und liebevoll ausgearbeitet, besonders die Hauptpersonen. Von vielen Personen lernt man nach und nach verschiedene (auch unerwartete) Seiten kennen und nimmt sie somit als dreidimensionale Figuren war, die man gerne begleitet. Die Reaktionen der Personen waren sehr stimmig, ihre Emotionen toll dargestellt. Das einzige, was mich gestört hat, waren die innerlichen Zweifel, die mir nach einer Zeit wirklich zu häufig ausgeführt waren. Viele Gedanken und Fragen haben sich da sehr oft wiederholt, mir war es teilweise wirklich schon zu viel der innerlichen Zerrissenheit. Mein zweiter Kritikpunkt ist die Spannung. Diese hat mir bei einigen Passagen gefehlt. Obwohl das Buch an sich interessant war, hatte ich oft nicht den Drang weiterzulesen. Diese Tatsache macht es mir auch unmöglich, an dieser Stelle die volle Punktzahl zu vergeben, denn diese Lesespannung ist mir sehr wichtig. Die Wendungen konnten mich nicht immer überraschen, doch das habe ich mir bei einem solchen Roman auch nicht vordergründig erwartet. Die Liebesgeschichte war dafür sehr toll ausgeführt. Sie entwickelt sich sehr langsam und glaubwürdig, die inneren Zweifel waren sehr gut dargelegt (nur eben wie erwähnt zu häufig) und man konnte sich gut in die Charaktere hineinversetzen. Es gab keine zu frühen Liebesgeständnisse und auch sonst empfand ich niemals eine Handlung als überstürzt oder unpassend. Fazit Eine interessante Geschichte, die einen durch die bildliche Sprache und tolle Charaktere lebhaft in die Vergangenheit entführt. Ich empfehle es an alle, die nicht immer Spannung pur brauchen und wieder einmal eine glaubwürdige Liebesgeschichte lesen möchten. Bewertung: Idee und Inhalt: 8 /10 Ausführung: 8 /10 Sprache: 8 /10 Personen: 8 /10 Protagonistin: 9 /10 Spezialkategorien für dieses Buch: Liebesgeschichte: 2,5/3 Spannung: 1,5/3 Insgesamt: ❀❀❀❀ Ich vergebe 4 zufriedene Lilien an das perfekte Buch für kühle Herbstabende! Ist das Buch Teil einer Reihe? – Nein.

    Mehr
  • Ein Bräutigam aus gutem Haus

    Ein Bräutigam aus gutem Haus

    KleinerVampir

    01. November 2014 um 13:43

    Buchinhalt: Nach dem plötzlichen Tod von Annalisas Mann bewirtschaftet die junge Mutter mehr schlecht als recht allein die gemeinsame Farm. Ihr Vater befürchtet, dass seine Tochter ihre Lebensgrundlage auf längere Sicht hin verlieren wird und schreibt in die alte Heimat nach Deutschland, wo er einen neuen Ehemann für Annalisa finden will. Dann taucht Carl bei Annalisa auf – zwar nicht der erwartete Zukünftige, aber ein Mann mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Er hilft der jungen Frau, die ihr zweites Kind erwartet, auf der Farm und Annalisa ist sofort von ihm angetan. Doch Carl ist auf der Flucht. Und als der zukünftige Bräutigam dann schließlich auch noch auftaucht, wagt Annalisa gar nicht mehr auf ein Happy End zu hoffen…..   Persönlicher Eindruck: Von Jody Hedlund kannte ich schon „Die Assistentin des Fotografen“, was mir auch sehr gut gefallen hat. Mit „Ein Bräutigam aus gutem Haus“ setzt sich der Erfolg der Autorin fort – denn schon auf den ersten Seiten ist man gefangen in einer anheimelnden, berührenden und bewegenden Geschichte, die einen nicht mehr loslässt. Das Setting und die oftmals harte Lebensweise einer jungen Auswandererwitwe im 19. Jahrhundert sind nachvollziehbar und plastisch eingefangen, man hat schon nach wenigen Seiten Kopfkino und fühlt sich in vergangene Zeiten versetzt. Annalisa als weibliche Hauptfigur war mir von Anfang an sympathisch und hat durchaus Identifikationspotential. Man fragt sich immer wieder, wie man selber in einer solchen Situation gehandelt hätte und kommt zu dem Schluß, dass Annalisa trotz aller Zweifel und Ängste ihre Zukunft betreffend eine durchaus toughe Frau ist, die versucht, mit ihren Kindern allein über die Runden zu kommen – wenn man bedenkt, wie begrenz die Möglichkeiten für eine Frau in der damaligen Zeit gewesen sind. Carl als männlicher Gegenpart umgibt ein Geheimnis: man wird nicht so recht schlau aus ihm, obwohl er ziemlich schnell Sympathiepunkte beim Leser sammelt. Durch ihn erfährt Annalena Stück für Stück, dass auch sie wieder glücklich sein darf und was es heißt, geliebt zu werden. Thematisch sind neben der eingängigen Liebesgeschichte auch Auswandererschicksal und arrangierte Ehe genauso ein Thema, wie die Liebe Gottes und der Glaube an seine helfende Hand. Immer wieder hat man als Leser die Gelegenheit, nachzudenken und das Gelesene zu reflektieren. Ein absolutes Highlight für alle, die historische Liebesromane mit Tiefgang und christlicher Botschaft zu schätzen wissen: nicht zu Unrecht ist „Ein Bräutigam aus gutem Haus“ in den USA preisgekrönt. Ich kann das Buch absolut weiter empfehlen!

    Mehr
  • Rezension zu "Ein Bräutigam aus gutem Haus" von Jody Hedlund

    Ein Bräutigam aus gutem Haus

    LaDragonia

    28. October 2014 um 19:32

    Zum Inhalt: Herbst 1880, Forestville Michigan: Annalisa Werner ärgert sich wieder einmal über ihren Mann Hans, der zum wiederholten Male ihr mühsam erspartes Geld verspielt hat. Dabei weiß er doch genau, dass nach der nächsten Ernte das Darlehen für ihr Land zurück bezahlt werden muss, sonst verlieren sie alles. Doch es kommt noch schlimmer für Annalisa. Sie findet Hans Leiche, der auf mysteriöse Weise ums Leben gekommen ist. Nun ist sie plötzlich ganz auf sich alleine gestellt. Da auch ihre Familie keinen anderen Rat weiß, damit sie ihre Farm halten kann, schreibt ihr Vater nach Deutschland in die alte Heimat um einen neuen Ehemann für sie zu suchen. Noch während sie auf ihren Ehemann wartet, erscheint Carl Richards auf ihrer Farm. Obwohl zuerst derart unbeholfen, wird der junge Mann mit seiner fürsorglichen Art zu einer unentbehrlichen Hilfe für Annalisa. Doch Carl ist nicht der der er zu sein vorgibt… Meine Meinung: „Ein Bräutigam aus gutem Haus“ ist jetzt nach „Die Assistentin des Fotografen“ das zweite Buch welches ich von der Autorin Jody Hedlund lese und ich muss gestehen, ich bin wie auch bereits beim letzten Roman, wieder einmal hellauf begeistert. Die Autorin schreibt mit einer Leidenschaft und einer Liebe zum Detail, das es eine Freude ist ihren Roman zu lesen. Ihre Charaktere sind wunderbar authentisch und liebenswürdig gezeichnet und vor allem die kleine Gretchen hatte ich bereits von den ersten Seiten an, in mein Herz geschlossen und habe so manches Mal mit der Kleinen gelitten. Besonders hat mir auch gefallen, wie Jody Hedlund ihrer Protagonistin Annalisa den Glauben nach und nach, durch Carl wieder näher bringt. Sie bringt dies auch dem Leser so dezent rüber, das es selbst einen nicht gläubigen Menschen nicht stören dürfte. In meinen Augen ist Jody Hedlunds neuestes Werk wirklich ein rundum wunderschönes und stimmiges Buch, dem ich sehr gerne seine wohlverdienten fünf Sterne vergebe.

    Mehr
  • Rezension zu "Ein Bräutigam aus gutem Haus" von Jody Hedlund

    Ein Bräutigam aus gutem Haus

    dorli

    28. October 2014 um 11:05

    Forestville, Michigan 1881. Die 19-jährige Annalisa Werner bangt um ihre Existenz. Ihr Ehemann Hans ist auf rätselhafte Weise ums Leben gekommen. Da Hans all ihre Ersparnisse verspielt hat, kann sie ihr Darlehen nicht pünktlich zurückzahlen, verliert womöglich ihr Land. Ihr Vater beschließt daher, dass möglichst schnell ein neuer Ehemann her muss. Während alle auf die Ankunft des Auserwählten aus Deutschland warten, erscheint Carl Richards auf der Bildfläche. Carl musste aus Deutschland fliehen und findet Unterkunft bei der Familie Bernthal/Werner. Doch Carl ist nicht der, für den er sich ausgibt… Jody Hedlund wartet in ihrem Roman „Ein Bräutigam aus gutem Haus“ mit einer wunderbaren Mischung aus Historie, Spannung und ganz viel Romantik auf. Als Grundlage dienen der Autorin dabei die wahren Begebenheiten rund um die deutschen Einwanderer in Michigan im späten 19. Jahrhundert. Jody Hedlund zeichnet ein interessantes Bild voller Licht und Schatten. Die Aussicht auf eigenes Land und Selbstbestimmung lockte die Menschen an. Doch das Leben der Einwanderer ist kein Zuckerschlecken – harte Arbeit, Entbehrungen und derbe Rückschläge infolge von Naturkatastrophen und Krankheiten bringen die Menschen an den Rand der Verzweiflung. Man versteht schnell, dass existentielle Dinge unbedingten Vorrang haben und dennoch fragt man sich, warum nicht auch eine Portion Liebe und Glücklichsein im Leben der Siedler Platz hat. Trotz des ernsten Hintergrunds liest sich das Buch locker und angenehm zügig, die Autorin schreibt frisch und lebendig, die Geschichte ist fesselnd und voller Emotionen. Man ist als Leser sofort mittendrin im Geschehen und fühlt sich als Teil dieser kleinen Gemeinde. Jody Hedlund hat ihre Charaktere ganz hervorragend ausgearbeitet. Annalisa ist geprägt von dem harten Alltag und ganz besonders durch die damals übliche Unterdrückung der Frauen. Eine eigene Meinung wird nicht geduldet, Widerworte werden bestraft. Ihr Vater bestimmt, wen sie heiraten soll. Annalisa ist sogar derart eingeschüchtert, dass sie glaubt, der Liebe Gottes nicht wert zu sein. Carl ist respektvoll, anständig und freundlich. Finanziert von seinem Vater, musste der Sohn eines Barons sich bisher noch nie um seine nächste Mahlzeit sorgen. Er ist Wissenschaftler und Erfinder, aber leider sehr unbeholfen, was die Landarbeit angeht. Der schwierige Alltag schweißt die beiden zusammen. Annalisa und Carl verändern sich – ein Wandel, den Jody Hedlund sehr gefühlvoll gestaltet, die Veränderungen schleichen sich ganz langsam ein. Annalisa fühlt sich immer mehr zu Carl hingezogen. Sie blüht auf, wird freier, entdeckt ihren eigenen Willen und rückt ihre eigenen Bedürfnisse und die ihrer Kinder in den Vordergrund. Carl muss jetzt eigenständig für sein Überleben sorgen und hart für sein Auskommen arbeiten. Er erkennt, wie oberflächlich und belanglos sein Leben früher war und weiß jetzt, dass er seine Ziele auch ohne die Unterstützung seines Vaters erreichen kann. Besonders sein Glaube an Gott hat ihn in dieser schweren Zeit nicht aufgeben lassen und ihn zu einem starken Mann gemacht. Es ist faszinierend, wie Jody Hedlund das Band zwischen diesen beiden Menschen, die aus so gänzlich unterschiedlichen Welten kommen, immer stärker werden lässt. Es entsteht eine Bindung, die es mit allen zukünftigen Anforderungen aufnehmen könnte - wenn Annalisa keinem anderen Mann versprochen wäre. Und wenn Carl nicht gänzlich andere Pläne hätte. Und wenn Carl nicht mit der gewaltigen Lüge über seine wahre Identität leben würde. Für einen spannenden Handlungsverlauf sorgen nicht nur einige unerwartete Ereignisse, auch zahlreiche Nebenfiguren beleben das Geschehen außerordentlich und sind für den Verlauf der Geschichte unverzichtbar. Da ist allen voran die quirlige Gretchen, Annalisas 2-jährige Tochter, so liebenswert und unbekümmert, dass man sie schnell ins Herz schließt. Und Annalisas 12-jähriger Bruder Uli, der sich selbst zum Beschützer seiner großen Schwester ernannt hat. Neben ihrem unaufhörlich gängelnden Vater hat Annalisa es auch dem habgierigen Ward zu tun, der vor rein gar nichts zurückschreckt, um an Annalisas Land zu kommen. Jody Hedlund hat mich mit ihren facettenreichen Schilderungen über das Leben der deutschen Einwanderer in Michigan und der damit verflochtenen fiktiven Handlung begeistert. „Ein Bräutigam aus gutem Haus“ hat mich durchgehend gefesselt und bestens unterhalten.

    Mehr
  • Märchenhaft schön!

    Ein Bräutigam aus gutem Haus

    Smilla507

    Michigan 1881: Gemeinsam mit ihrer 2jährigen Tochter Gretchen und ihrem Ehemann Hans lebt Annalisa in der Gemeinde Forestville. In diesem Städtchen am Huronsee haben sich einige Deutsche Auswanderer angesiedelt. Viele haben sich einen eigenen Hof aufgebaut. So auch Annalisa und ihr Mann. Sie haben nur noch ein Jahr um das Darlehen abzuzahlen. Doch Hans verspielt das Geld lieber. Eines Tages findet Annalisa Hans tot auf dem Feld. Eine klaffende Wunde am Kopf weist darauf hin dass es sich um ein Gewaltverbrechen handeln muss. Da Annalisa nur schwer den Hof alleine bewirtschaften kann fackelt ihr Vater nicht lange und schreibt nach Deutschland mit der Bitte einen Ehemann für seine Tochter zu schicken. Wochen vergehen, da steht plötzlich Carl vor Annalisa. Er ist nicht der versprochene Ehemann, aber er hilft Annalisa auf dem Hof. Ein großes Geheimnis umgibt den gutaussehenden Mann. Und so verliert Annalisa ihr Herz, während sie auf ihren Zukünftigen Ehemann wartet. Aber ein Happy End wie im Märchen – so etwas mag sich die junge Witwe nicht erhoffen. „Sie hatte schon einmal gelernt, dass Märchen nicht wahr wurden. Und sie wollte diese schmerzliche Lektion nicht wiederholen.“ (S. 80) Ich habe eine weitere Lieblingsautorin! Mir hat „Die Assistentin des Fotografen“ bereits gut gefallen, aber mit „Ein Bräutigam aus gutem Hause“ hat sich Jody Hedlund in mein Herz geschrieben! Sehr gefühlvoll, aber mit einer gelungenen Mischung aus Romantik und Spannung hat die Autorin einen wunderschönen Liebesroman geschrieben. Wie ein roter Faden ziehen sich Märchenelemente durch das ganze Buch. Es ist keine leichte Zeit für Frauen, für Witwen schon mal gar nicht. Die Männer hatten das Sagen und Frauen durften keine eigene Meinung haben. Eine Liebesheirat war so gut wie ausgeschlossen. Dies und das beschwerliche Leben auf einem Bauernhof zur damaligen Zeit hat Jody Hedlund gekonnt eingefangen. Ich konnte mich sehr gut in den Roman vertiefen, ja, ich habe ihn regelrecht inhaliert! So schnell hab ich schon lange kein Buch mehr durchgelesen! Zugegeben, der Inhalt klingt kitschig und ein Happy End scheint von Anfang an vorhersehbar zu sein. Zwischendurch wird der Leser allerdings immer wieder von unvorhersehbaren Wendungen überrascht und bis es zum glücklichen Ende kommt lässt sie ihre Protagonisten Annalisa und Carl einige Höhen und Tiefen durchleben. Auch verbal fliegen zwischen den Beiden vor allem zu Beginn die Funken, denn Carl versucht Annalisa mit Humor aus ihrer Reserve zu locken. Der christliche Glaube ist gut in die Handlung eingebettet. Sowohl Annalisa als auch Carl sind gläubig, wobei Annalisa daran zweifelt, warum Gott sich ausgerechnet um sie kümmern sollte. Glücklicherweise gibt es in der Auswanderergemeinschaft ein sehr engagiertes Pastorenehepaar, das sich liebevoll um seine „Schäfchen“ kümmert und Annalisa die Hoffnung auf eine Ehe in Liebe zurückgibt. Ungefähr zeitgleich mit dem Erscheinen von „Ein Bräutigam aus gutem Hause“ in Deutschland erhielt Jody Hedlund für diesen Roman in Amerika den Christy Award. Mehr brauche ich wohl nicht mehr zu sagen, oder? Wer gerne historische (Liebes-)Romane liest ist hier an der richtigen Adresse! Unbedingt lesen!

    Mehr
    • 3

    gst

    28. October 2014 um 10:50
  • Wenn dir die Liebe doch wie in einem Märchen begegnet

    Ein Bräutigam aus gutem Haus

    MelE

    27. October 2014 um 17:25

    "Ein Bräutigam aus gutem Haus" ist eine wundervolle Liebesgeschichte, die mich wirklich begeistert hat. Jody Hedlund war mir als Autorin bisher unbekannt, aber nun da ich ihren Schreibstil schätzen und lieben gelernt habe, werde ich meine Augen offen halten, um weitere Werke zu lesen. Es handelt sich hier um eine kitschig schöne Story, die mein Herz erwärmen konnte, auch wenn man als Leser/in gleich zu Beginn weiß, worauf das Buch zielen wird. Wer Eins und Eins zusammenzählen kann, wird die Wendung, die das Buch nimmt nicht überraschend finden, aber dennoch kommt alles ganz anders als man erwartet und dieses hat mich wirklich fasziniert. Als Leser/in kam mir nur ein Gedanke: "Endlich!" Uns begegnen Frauen, die sich fügen müssen, um den Eltern zu gehorchen. Frauen, die bestraft werden, wenn sie das Wort gegen ihren Ehemann richten. Frauen. die verheiratet werden, da die Eltern ihren zukünftigen Mann als passend empfinden. Mir wurde abwechseln heiß und kalt. Annalisa, die urplötzlich Witwe wird, steht nun alleine da, ohne Mann, der ihr hilft Haus und Hof zu bewirtschaften. Wenn sie es nicht schafft, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt genügend Geld zu erwirtschaften, verliert sie alles udn Gretechen udn sie werden obdachlos. Die Idee, einen nahen Verwandten aus England als Ehemann zu schicken ist rasch ausgeführt. Nun erwarten alle sehnsüchtig den neuen Mann für Annalisa, der auch prompt erscheint und so ganz anders ist als Hans, Annalisas verstorbener Mann. Liebevoll, hilfsbereit und gütig. Selbst Gretchen, Annalisas Tochter wickelt Carl rasch um seinen Finger, dabei ist er nicht der, den er zu sein scheint und damit täuscht er alle in seiner neuen Umgebung, auch Annalisa, die ihr Herz ganz langsam für Carl öffnet. Annalisa, die nicht an die große Liebe wie im Märchen glaubt, wird irgendwann erkennen, das man als Frau wertvoll ist und verdient hat glücklich zu sein. In diesem Buch begegnen uns Männer die ihre Frauen schlagen oder wie Vieh behandeln. Mich schockt es zutiefst und ich bin dankbar für die Zeit in der ich leben darf und mich frei entfalten kann. Ich bin nicht nur dafür da, den Haushalt zu führen und Kinder zu bekommen, sondern darf meine Meinung offen sagen. Ich fühlte mich sehr wohl beim Lesen des Buches, denn es ist gleichzeitig Zeugnis der Liebe Gottes zu uns Menschen. Auch wenn Annalisa sich oft zu klein fühlt, um Gott zu fühlen und zu lieben, ist es oft Gretchen, die ihr immer wieder Mut macht, damit sie aufstehen und weitermachen kann. Annalisa ist nicht nur auf sich allein gestellt, sondern wird zusätzlich noch bedroht, da ein Geschäftsmann ihr Land will und alles dafür tut, um dieses zu bekommen. Also nicht nur Liebesgeschichte, sondern Krimi und auch Drama vereint in einem Buch. "Ein Bräutigam aus gutem Haus" ist also vieles mehr und dadurch so wertvoll. Ein Buch zum Genießen, in dem der Glaube uns auch ganz bewusst durch Carl vor Augen geführt wird. Es zeigt, das Gott unser Leben kennt und uns manchmal auch anders führt als wir erwartet haben. Natürlich ist die Geschichte der deutschen Einwanderer in Amerika auch sehr bildlich beschrieben und wirkt daher wirklich authentisch. Das harte Leben welches die Familien führen mussten, um zu überleben. Die harte Arbeit, die Männern und Frauen auferlegt wurde, um nicht zu verhungern. Carl bringt wirklich viel Schönes in diese Story, denn er ist zwar harte Arbeit nicht gewohnt, aber er tut alles, um Annalisa zu unterstützen. Irgendwann fangen die Buchseiten regelrecht an zu knistern, denn natürlich fühlen sich die beiden Protagonisten sich sehr zueinander hingezogen. Annalisa ist aber einem anderen Mann versprochen und Carl zieht es nach Detroit, sobald dieser erscheint. Wie kann diese Situation also zu Annalisas persönlichen Märchen werden? Von mir eine Leseempfehlung für ein ganz besonderes Buch, welches zurecht den Carol Award gewonnen hat!

    Mehr
  • Ein Bräutigam aus gutem Haus

    Ein Bräutigam aus gutem Haus

    LEXI

    26. October 2014 um 01:40

    Jody Hedlund entführt ihre Leser in das kleine amerikanische Bauerndorf Forestville in Michigan, wo die neunzehnjährige Annalisa auf einem Feld ihren toten Ehemann Hans auffindet. Die hübsche blonde Frau mit den blauvioletten Augen und der freundlichen, sanften Art steht mit einem sechzehn Hektar großen Land unvermittelt alleine da, und ihr Vater wendet sich an seinen Bruder in Deutschland, um mit seiner Hilfe eine neue Ehe für seine Tochter zu arrangieren. Die junge Witwe fügt sich ergeben in ihr Schicksal, scheint es doch die einzige Möglichkeit, die Farm zu retten und mit ihrer kleinen, zweijährigen Tochter Gretchen überleben zu können. Als eines Tages ein dunkelhaariger Fremder mit faszinierenden Augen und einem attraktiven Lächeln bei Annalisa auftaucht, tritt sie ihm zunächst sehr skeptisch entgegen. Doch nach und nach schwinden ihre Bedenken und sie nimmt die Hilfe des fürsorglichen Mannes dankbar an. Carl macht sich nicht nur bei der harten Arbeit auf der Farm unentbehrlich, sondern gewinnt mit seinem einnehmenden Wesen auch die Zuneigung von Annalisa und ihrer kleinen Tochter. Doch die Ankunft des zukünftigen Ehemannes naht, und neben einem dunklen Geheimnis aus Carls Vergangenheit gibt es auch in der Gegenwart eine ernst zu nehmende Bedrohung für Annalisa… Die Autorin hat die Massenauswanderung von Hunderttausend Deutschen, die Mitte des neunzehnten Jahrhunderts nach Amerika emigrierten, zum zentralen Thema dieses Romans gemacht. In ihrer Geschichte um die Familie Bernthal beschreibt sie das harte Leben der Einwanderer, deren unermüdliche Bemühungen, das Land zu roden, zu bebauen und mit Not, Krankheiten und Hunger fertig zu werden. Sie widmet sich hierbei sehr anschaulich der Stellung einer Frau zu dieser Zeit, und bringt auch zwei verheerende Katastrophen des Jahres 1881 in ihre Handlung ein, was ihrer Erzählung zusätzliche Authentizität verleiht. Bei den handelnden Personen liegt das Hauptaugenmerk hauptsächlich auf Annalisa Werner, die als eingeschüchterte, desillusionierte Frau beschrieben wird, ihrer inneren Stärke selber kaum bewusst. Den männlichen Gegenpart bildet der hilfsbereite und fürsorgliche Fremde, dessen Auftreten und äußere Erscheinung so gar nicht zu einem armen Schullehrer zu passen scheinen. Der in flüssigem Schreibstil verfasste Roman hat mich besonders durch die zum Ausdruck gebrachten Emotionen der Protagonisten beeindruckt. Die aufkeimende Zuneigung zwischen Annalisa und Carl wird dem Leser sehr gefühlvoll nahe gebracht, der herzliche Umgang Carls mit der kleinen Gretchen macht ihn für mich zum Sympathieträger dieses Buches. Dem Glauben an Gott wird ebenfalls viel Raum gegeben, wobei Hoffnung und Zweifel oftmals im Widerstreit stehen. Das Geheimnis um Carls Vergangenheit und die Bedrohung Annalisas verleihen dem Buch zudem einen durchgehenden leichten Spannungsfaktor. Die Lektüre des Buches „Ein Bräutigam aus gutem Haus“ hat mir spannende, und vor allen Dingen sehr emotionale Lesestunden bereitet und ich kann diesen wunderschönen Roman aus der Feder Jody Hedlunds uneingeschränkt weiter empfehlen.

    Mehr
  • Sehr romantischer Liebesroman zum Abtauchen

    Ein Bräutigam aus gutem Haus

    Arwen10

    24. October 2014 um 07:24

    Michigan 1881. der Mann der deutschen Auswanderin Annalisa wird ermordet aufgefunden. Da Annalisa den Hof nicht alleine bewirtschaften kann und ihn sonst verliert, sucht ihr Vater in der alten Heimat nach einem neuen Bräutigam. Eines Tages erscheint Carl Richards auf dem Hof. Er hat zwei linke Hände, doch ein gutes Herz. Durch Ihn sieht Annalisa, dass Männer nicht so sein müssen, wie ihr verstorbener Mann. Sie hat Hoffnung, dass sich ihr Leben und das der Kinder endlich zum Guten wenden wird. Da taucht ihr neuer Bräutigam auf und es stellt sich heraus, dass Carl ein Geheimnis hat. Dieser Roman ist wunderbar romantisch und sehr unterhaltsam. Die Autorin versteht es , die Personen wunderbar zu zeichnen. Man spürt Annalisas hoffnungslose Situation und welche Veränderung Carl bewirkt. Zwischen den beiden knistert es gewaltig. Dazu kommt eine Geschichte, die nie langweilig wird. Wer einen tollen Liebesroman lesen möchte, ist hier genau richtig. Die Widrigkeiten des Landlebens und der harten Arbeit kann man spüren und wie die Menschen auch durch Krankheit und andere Katastrophen bedrängt werden. Der christliche Aspekt wird in diesem Roman mehrmals erwähnt, aber so richtig spüren kann man ihn nicht. Der Pfarrer und seine Frau sind nette Leute und Annalisa wie auch Carl denken an Gott, doch im Vordergrund steht eindeutig die Liebesgeschichte, die hier allerdings sehr gefühlvoll für den Leser rüberkommt. Es ist ein leichter netter Roman für Zwischendurch, mir fehlt etwas die Tiefe.

    Mehr
  • Ein Herzensbuch

    Ein Bräutigam aus gutem Haus

    heaven4u

    30. September 2014 um 10:23

    Forrestville, Michigan, 1881: Annalisa und Hans, deutsche Auswanderer aus Essen, versuchen unter harten Entbehrungen ihr Land zu bewirtschaften damit das Land endlich ihnen gehört. Doch eines Tages findet Annalisa ihren Mann auf dem Feld - tot. Was soll nun aus ihr werden mit einer kleinen Tochter und einem weiterem Kind unterm Herzen? Nie wird sie es schaffen die Ernte allein einzubringen. Ihre Familie berät sich und beschließt nach Deutschland zu schreiben um einen neuen Mann für sie zu finden, einer aus der Verwandtschaft. Da taucht plötzlich Carl aus Deutschland auf, er ist auf der Flucht und soll Annalisa helfen bis ihr Bräutigam da ist. Doch Carl ist so anders als die Männer die sie bisher kannte. Lob? Anerkennung? Liebe? Sowas kannte sie bisher nicht und sie blüht langsam auf. Doch dann taucht ihr Bräutigam auf und das Chaos ist perfekt. Denn Carl ist nicht der, der er vorgibt zu sein. Jody Hedlund hat in diesem Buch die Geschichte deutscher Auswanderer nach Amerika zum Thema gemacht. Dabei zeigt sie die schwere Arbeit, welche die Männer und auch ihre Frauen hatten um das Land zu bearbeiten und zu überleben. Vor allem über den Winter mussten viele hungern, weil die Nahrung knapp wurde. Es zeigt dennoch auch die Freiheit, eigenes Land zu besitzen. Ein Umstand der in Deutschland nicht möglich gewesen wäre. Alles Land gehörte den Adligen, sie durften es nur bearbeiten, mussten aber hohe Abgaben leisten. Liebesheiraten waren damals allerdings sehr selten, weil die Ehe eine Zweckgemeinschaft war, damit der Mann jemand hatte, der ihn mit Essen versorgte und das Gemüse anbaute, während er das Feld bestellte. Nicht selten waren die Männer sehr gewalttätig und herrisch ihren Frauen gegenüber. Die Autorin zeigte mit Carl, dass es auch andere Männer gab die ihre Frauen respektierten und liebten. Leider galten Töchter eher als anhängsel und die Väter versuchten sie gut zu verheiraten. Die Töchter hatten selten Mitspracherecht. Dieser Roman war seit langem wieder mal ein Buch was mich derart mitgerissen hat, dass ich es kaum weglegen und erst aufhören konnte als ich die letzte Seite zugeschlagen hatte. Keine Seite ist langweilig, immer wieder fiebert man mit und seufzt wegen der schönen Liebesgeschichte. Ja ein Stück weit ahnt man wie es ausgeht, dennoch gibt es immer wieder Wendungen, die die Geschichte in eine andere Richtung lenken. Man merkt wie es knistert zwischen den beiden Progatonisten, ohne dass es kitschig ist. Die Sprache zieht den Leser in den Bann. Bei all der Liebe wird dennoch auch gezeigt, was Hass und Gier aus einem Menschen machen können. Besonders hervorheben muss man auch den Glauben an Gott, der vor allem für Carl eine sehr große Rolle spielt. Trotz viele Widrigkeiten hält er an seinem Glauben fest. Annalisa hingegen zweifelt daran ob es wirklich einen Gott gibt und ob er sich um arme Witwen wie sie überhaupt kümmert. Warum sollte er? Er hat sicher besseres zu tun. Eine entscheidende Rolle spielt in diesem Roman auch das Pastorenehepaar der Gemeinschaft. Sie leben Glauben vor und sind dennoch nie moralisch und zwingend niemandem etwas auf. Dieses Buch ist mein absolutes Herbsthighlight! Die Autorin gewann kürzlich dafür zu Recht den Carol Award. Eine aufrichtige Leseempfehlung von mir!

    Mehr
  • Leserunde zu "Das Geheimnis des Tanzmeisters" von Julie Klassen

    Das Geheimnis des Tanzmeisters

    Sonnenblume1988

    Ich möchte euch ganz herzlich zu einer Leserunde einladen: Der SCM-Hänssler-Verlag stellt drei Exemplare des Buches „Das Geheimnis des Tanzmeisters“ von Julie Klassen zur Verfügung. Vielen Dank an den Verlag für die Unterstützung der Leserunde!                                            "England zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Der junge Tanzlehrer Alec Valcourt wagt einen Neuanfang. Aus der Weltstadt London zieht er ins beschauliche Beaworthy. Doch dort gibt Lady Amelia den Ton an und hat jegliches Tanzen untersagt. In Amelias Tochter, der schönen und widerspenstigen Julia, findet Alec eine ungleiche Verbündete. Julia fühlt sich von dem eleganten Tanzlehrer angezogen. Doch warum hat dieser London verlassen? Was versucht ihre Mutter zu verbergen? Nach und nach treten alte Geheimnisse ans Licht und das Dorfleben gerät ins Wanken. Gelingt es Julia und Alec, Frieden mit der Vergangenheit zu schließen? " Den Link zur Leseprobe findet ihr hier. Bitte bewerbt euch bis zum 5.August 24 Uhr hier im Thread und beantwortet die Frage, welchen Tanz ihr am liebsten tanzt (bzw. ob ihr überhaupt gerne tanzt). Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde, innerhalb von ca. vier Wochen zum Austausch in allen Abschnitten sowie zum Schreiben einer Rezension. Diese wird bitte nicht nur bei Lovelybooks, sondern auch auf einer anderen Internetseite (amazon, Verlagshomepage…) veröffentlicht. Bitte beachtet außerdem, dass es sich um eine CHRISTLICHE Leserunde handelt. Der Glaube an Gott spielt in diesem Buch eine Rolle. Ich freue mich sehr auf eure Bewerbungen. Wer ohne Verlosung mitlesen möchte, kann dies natürlich auch sehr gerne tun.

    Mehr
    • 259
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks