Joe Abercrombie Königsschwur

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Inhaltsangabe zu „Königsschwur“ von Joe Abercrombie

Ein düsteres Reich, ein verstoßener Prinz und eine gefährliche Mission - Königsschwur hat alles, was ein spannendes Fantasy-Epos braucht! Prinz Yarvi von Gettland ist ein Krüppel, ein Schwächling, ein Niemand. Mit nur einer funktionstüchtigen Hand geboren und von seinem Vater verachtet, muss er sich mit einem bedeutungslosen Diplomatenposten zufriedengeben. Als sein Vater und sein Bruder eines Tages brutal ermordet werden, überwindet Yarvi seine Schwäche und besteigt den Schwarzen Thron von Gettland. Und er legt einen Eid ab: denjenigen, der seine Familie getötet hat, zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen! Doch dann wird Yarvi von seinen engsten Vertrauten verraten ...

Da ich den zweiten Band ausversehen vor dem ersten gelesen hatte, fand ich diesen Teil an manchen Stellen etwas lahm.

— LittleMissCloudy
LittleMissCloudy

Ein Held völlig anderer Art. Abercrombie erzählt in gewohnter Manier. Anders als die Klingen aber durchaus gut

— phantastische_fluchten
phantastische_fluchten

Königsschwur überzeugt mit einer nordischen Welt und den leichten Schreibstil J.A.´s mit dem er eine rasante und spannende Handlung erzählt

— TeamFirered
TeamFirered

Der Aufktakt einer wundervollen Trilogie!

— FlyingTurtle
FlyingTurtle

Abercrombie konnte mich von seinem Schreibstil überzeugen und auf seine anderen Bücher neugierig machen.

— Lesemomente
Lesemomente

Solide Kost vom Meister der Fantasy. Die Charaktere überzeugen leider nicht ganz.

— StephanOrgel
StephanOrgel

Königsschwur ist solide und unterhaltsam geschriebene All-Age-Fantasy, für meinen Geschmack jedoch etwas zu seicht.

— Ajani
Ajani

Ein guter High Fantasy-Einstieg!

— Baneful
Baneful

Konnte mich nicht völlig überzeugen

— weinlachgummi
weinlachgummi

Spannend, voller überraschender Wendungen und großartiger Charaktere!

— Fantasie_und_Träumerei
Fantasie_und_Träumerei

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  • Ein spannendes Abenteuer in einer grausamen Welt

    Königsschwur
    TeamFirered

    TeamFirered

    08. January 2016 um 14:57

    Mit Königsschwur liefert Joe Abercrombie uns einen körperlich Behinderten Helden, etwas worauf ich schon lange gewartet habe. Diese perfekten Protas nerven aber auch manchmal^^ Und perfekt ist Yarvi meiner Meinung überhaupt nicht. Er ist völlig überfordert damit König zu sein und trotz seiner guten Taten, tut und denkt er auch manchmal schlecht, sodass meine Sympathie für ihn sich in Grenzen hält – aber sie ist da. Alle Charaktere überzeugten mich und waren authentisch, jedoch bekam man von Yarvis Kameraden nicht so viel mit über deren Denkweisen und Charakterzüge, was ich schade fand. So konnte ich keinen so ganz ins Herz schließen, aber vielleicht kommt das ja noch in Band 2. Man braucht zwei Hände, um gegen jemanden zu kämpfe, aber für den Stich in den Rücken, genügt wohl eine einzige. (Seite 247)Der leichte und nicht gerade detailreiche Schreibstil ist für einen High-Fantasy Roman eher untypisch, da gerade diese doch vor schönen Beschreibungen sonst glänzen und eher schwerere Kost sind. So war mir Joe Abercormbies Erzählweise mal eine willkommende Abwechslung, obwohl ich detailreiches sonst so liebe. Aber zu viel von einem ist ja auch nicht gut.Königsschwur hat mir besonders dadurch gefallen, das ich es flüssig lesen konnte und es nirgendwo unnötig in die Länge gezogen wurde. Durch die schnelle Handlung, die sich nicht von irgendwelchen Nebenhandlungen aufhalten lässt, fiebert man gespannt bis zum Ende mit, dass noch die eine oder andere Enthüllung in sich hat - obwohl es Anfangs nicht so scheint. Die überraschenden Wendungen haben mir dafür in der Mitte etwas gefehlt, da es hier alles etwas zu hervorsehbar war.Fazit: Ohne umschweifende Einleitung stürzen wir uns mit Yarvi in ein spannendes Abenteuer und dem Wunsch nach Rache. Eine erlebnisreiche Handlung mit traurigen und überraschenden Momenten erwartet euch mit Königsschwur. Es überzeugt vor allem durch den manchmal echt witzigen und leichten Schreibstil, sowie auch seine Welt. Lg Moana

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  • Half a King

    Königsschwur
    FlyingTurtle

    FlyingTurtle

    28. December 2015 um 13:51

    Ein flüssiger, moderner Schreibstil. Eine raue, harsche Welt. Ein gebrandmarkter Protagonist. Eine intelligente Handlung. Viele Überraschungen.  Und das ist gerade mal der erste Teil. Du wirst Yarvi über die Schulter gucken, einem gebrandmarktem und gerissenem jungen Mann der eigentlich König sein sollte, stattdessen allerdings als Sklave auf einem Schiff rudern muss. Er will Freiheit. Und dann will er Rache. Rache. Darum geht's. Darum geht es eigentlich in der ganzen Trilogie. Allerdings muss man dieses Buch gar nicht gelesen haben um das zweite Buch zu lesen. "Königsschwur" erzählt quasi die Hintergrundgeschichte für den zweiten und dritten Teil der Trilogie. Nicht, dass es nicht lesenswert ist.Ganz im Gegenteil, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der Höhepunkt ist allerdings der zweite Teil.

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  • Unterhaltsame (Jugend-)Fantasy und tolle Charaktere

    Königsschwur
    Lesemomente

    Lesemomente

    03. October 2015 um 16:00

    Yarvi wurde mit nur einer funktionstüchtigen Hand geboren – für einen zukünftigen König undenkbar. Von seinem Vater wurde er meist ignoriert oder aber gedemütigt und auch seine Mutter hat kaum ein liebendes Wort für ihn. So gefiel es Yarvi ganz gut, als Gelehrter ausgebildet zu werden und dem Kampfplatz den Rücken zu kehren. Doch all seine Pläne werden zunichte gemacht, als sein Vater und sein Bruder überraschend ermordet werden. Yarvi, der nun König ist, schwört Rache – doch der Verrat kommt aus ganz unerwarteter Richtung… Rache – kein ehrenwertes Motiv! Und doch kann man Yarvi sehr gut verstehen. Der Verrat, den er erleiden musste, ist hart und trifft ihn sehr. Nachdem er einen Anschlag auf sein Leben nur knapp überlebt, landet Yarvi mehr tot als lebendig im Meer und wird dort von Sklavenhändlern herausgefischt. Als Gefangener kann Yarvi wohl kaum seine Rache ausüben und so muss er geduldig sein – und über sich hinauswachsen. Wenn man mich fragen würde, was mich an diesem Trilogieauftakt am meisten überzeugt hat, wäre meine Antwort ganz eindeutig: “Die Charaktere!” Yarvi und die Gefährten, die er im Laufe der Geschichte kennenlernt, haben Ecken und Kanten, Geheimnisse und werden dadurch sehr schnell interessant. Hinter mancher rauen Schale steckt ein weicher und liebenswerter Kern. Und wie in Fantasyromanen so üblich macht sich ein kleiner Haufen bunt zusammengewürfelter Personen gemeinsam auf den Weg. Das Ziel der Reise ist an dieser Stelle klar: Rache an dem Mörder von Yarvis Vater! Was mich während des Lesens etwas irritiert hat: Es gibt in der Geschichte keine fantastischen Elemente. Die Erzählweise ist zwar immer mal wieder angehaucht von Mythen und Gottheiten, aber ansonsten wartet man umsonst auf Magie oder fantastische Wesen. Das tut der Geschichte zwar keinen Abbruch, ich hatte aber dennoch etwas Anderes erwartet. “Königsschwur” ist der Auftakt zu einer neuen Fantasy-Reihe des renommierten Autors Joe Abercrombie und gleichzeitig das erste Buch, aber mit Sicherheit nicht das letzt, das ich von ihm lese. Es überzeugt durch ein geschickt angelegtes Setting und interessante, mitreißende Charaktere. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Geschichte weiter entwickeln wird und werde die Reihe ganz bestimmt weiter verfolgen. 4 von 5 Sternen!

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  • Solide (Jugendroman-)Kost vom Meister der Fantasy

    Königsschwur
    StephanOrgel

    StephanOrgel

    25. September 2015 um 15:28

    Joe Abercrombie schreibt richtig gut, keine Frage. Sein neuester Dreiteiler ist auf Jugendliche zugeschnitten und daher deutlich geradliniger und einfacher gestrickt. Das sollte man als Fan im Hinterkopf behalten, wenn man die Reihe liest. Die Geschichte ist kurzweilig und liest sich schnell von der Hand. Leider überzeugt mich der Hauptdarsteller nicht so richtig, weil er zu glatt nach dem klassischen "Jugendlicher Außenseiter wächst über sich selbst hinaus"-Schema gestrickt ist. Ihm fehlen die Ecken und Kanten die die Charaktere von Abercrombie sonst ausmachen.

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  • Königsschwur

    Königsschwur
    Ajani

    Ajani

    12. August 2015 um 17:49

    Königsschwur ist in jedem Fall ein ungewöhnlicher Fantasy-Roman, denn es gibt keine Zauberer, Elfen oder Orks, und auch keine sonstigen übernatürlichen Mächte. Es spielt auf der Erde, im heutigen Schweden, doch in einer mittelalterlich anmutenden Gesellschaft. Alleine das macht das Buch schon lesenswert. Mit dem Protagonisten Yarvi, einem Prinzen mit verkrüppelter Hand, der verraten und in die Sklaverei verkauft wird, blieb der Autor gefühlt seiner Linie treu, über gebrochene Helden zu schreiben. Eine Disziplin, die er hervorragend meistert. Auch bei Brutalität und Gewalt wurden für mein Empfinden erstaunlich wenig Abstriche gemacht, wenn man bedenkt, dass sich das Buch auch an eine jüngere Zielgruppe richtet. Dafür sind die Charaktere für meinen Geschmack recht einfach und durchschaubar gehalten. Es gibt die Guten, die Bösen und die, die einmal die Seite wechseln. Grautöne sucht man leider vergebens. Auch die Story verläuft eher schnörkellos und linear. Der Schluss ist gut und fügt alle Puzzleteile schön zusammen. Und während ich mir absolut sicher bin, dass jüngere Leser dieses Buch lieben werden, so fehlte mir doch ein wenig das Besondere. 

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  • Ein guter High Fantasy-Einstieg!

    Königsschwur
    Baneful

    Baneful

    22. July 2015 um 10:23

    Meine Meinung: Die Beschreibung des Buches hört sich genauso an, wie ich meine Bücher gerne mag. Dunkel, mit manipulativen Charakteren und Fantasy. Schon nach seinem Erscheinen stand das Buch auf meiner Wunsch- und Leseliste. Ich habe das Buch auch innerhalb weniger Tage fertiggelesen. Allerdings war es ein beschwerlicher Weg.  Das Buch wird aus der personalen Erzählperspektive im Präteritum von Yavri erzählt, dem halben Prinzen, der zum halben König wird, da ihm die Hälfte seiner Hand fehlt. Yavri ist einer dieser Charaktere, die dreidimensional wirken sollen, aber ihre vermeintlichen Ecken und Kanten machen sie nur noch perfekter. Von Yavris Prinzdasein bis hin zu seiner Sklavenzeit macht er eine Entwicklung durch, in der er immer perfekter wird, bis ganz zum Schluss. Leider konnte ich mich überhaupt nicht mit ihm identifizieren und er hat mich die meiste Zeit über genervt.  Als Leser wird man sofort in das Geschehen geworfen. Anhand von Yavris Gedanken und den Dialogen zwischen den Charakteren wird der Leser langsam in das Setting eingeführt. Zum Teil ist die Einführung dennoch etwas langatmig, da man sehr viele Informationen in sehr kurzer Zeit bekommt, sodass man sich erst einmal sortieren muss. Trotz den vielen Informationen werden einige Dinge nicht aufgeklärt, sondern nur nebenbei genannt. Ich vermute, dass im nächsten Band diese Ansätze aufgenommen und weiter ausgeführt werden können.  Die Nebencharaktere sind wie zu oft interessanter als der Protagonist. Daher fand ich es schade, dass der Leser nur Häppchen von ihnen zu sehen bekommt. Aber ein Wiedersehen könnte wohl möglich sein. Jedenfalls hoffe ich das. Bei High Fantasy gehören epische Kämpfe und nervenzerreißende Spannung einfach dazu. Durch die Durchschaubarkeit von vielen Wenden und Plotelementen, war ich nicht oft überrascht. Zudem kommt noch dazu, dass viele der Kämpfe eher unrealistisch ablaufen oder für mich nicht nachvollziehbar sind, weshalb ich kaum mitfiebern konnte. Der Schreibstil ist nicht sehr metaphenreich und eher ziemlich klar und zielorientiert. Schade eigentlich, da dadurch das Setting im Hintergrund bleibt und der Leser sich seine Umwelt nicht besonders gut vorstellen kann. Bewertung: Ein solides High Fantasy Buch, gerade für Einsteiger in dieses Genre geeignet. Für ältere Fantasy-Hasen bietet das Buch leider keine neuen Entdeckungen, weshalb sie schon auch auf der Strecke bleiben könnten. Dennoch ein gutes Buch, das man lesen kann und das auf eine Verbesserung im Folgeband hoffen lässt.

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  • Königsschwur

    Königsschwur
    weinlachgummi

    weinlachgummi

    14. July 2015 um 11:45

    Einen Tag lang König, einen Winter als Sklave, ein Leben für die Rache. Dieser Text steht auf dem Buchrücken und hat sofort mein Interesse geweckt, außerdem stehen Empfehlungen von George RR Martin und Patrick Rothfuss auf dem Buch, wenn dies kein gutes Buch verspricht, dann weiß ich auch nicht. Allein diese 3 Sätze haben bei mir eine Erwartungshaltung an den Roman geschürt, da sie so aussagekräftig sind. Leider würde ich dann enttäuscht von diesem "Fantasy-Epos", ich würde es im High Fantasy Bereich Ansiedeln, aber nur weil es in einer ausgedachten Welt spielt. Diese ist zwar sehr anschaulich durch die Karte ( ich liebe Karten) und auch durchweg interessant und gut durchdacht, so weit man dies nun schon sagen kann. Aber wo sind die Fantasy Elemente? In dieser Welt gibt es viele Götter, oder doch nur eine, da sind sich die Gelehrten nicht so sicher. Aber zu Gesicht bekommt man sie nicht. Ich brauch nicht unbedingt einen Drachen, um zu sagen, das ist Fantasy, aber irgendwas Magisches wäre schon schön gewesen. Der Narr schlägt zu. Der Weise lächelt, beobachtet und lernt. Und schlägt dann zu. Seite 113. Yarvi ist die Hauptperson des Buches und für mich nicht gerade ein großer Sympathieträger. Zu erst dachte ich er wäre der Typ Underdog, um sein Erbrecht betrogen, nach Rache lüstern, gelangt er zu wahrer stärke. Er hat sich zwar entwickelt und dies nicht zu knapp, aber irgendwie ist er doch er selbst geblieben. Was ich hier nicht unbedingt positiv fand. [Vorsicht Näheres eingehen auf die Handlung] Er will unbedingt wieder auf den Thron, ja aber warum. Weil er denkt, er wäre ein guter König, ähm nein, weil er sein Volk beschützen möchte, auch wieder nein, denn dieses lässt er bereitwillig ermorden. Außerdem weiß er, wie hart es als Rudersklave ist und trotzdem gibt er den Befehl, die Männer sollen noch härter rudern, anstatt das er ein ordentliches Essen für sie anordnen oder Kleidung. [ Ende] Dieses Verhalten fand ich einfach nicht in Ordnung. Und so verhält sich für mich auch kein wahrer König, wobei diese Welt wohl eh durch Grausamkeit und Sklaverei glänzt. Die Wut des Narren macht ihn zu ihrem Sklaven....Die Wut des Weisen ist sein Werkzeug. Seite 25 Dies war mein erstes Buch von Joe Abercrombie und sein Schreibstil hier konnte mich nicht völlig überzeugen. Oft waren mir seine Beschreibungen zu ausufernd und es gab für meinen Geschmack zu oft Vergleiche. Dafür hat mir die von ihm geschaffene Welt sehr gut gefallen. Doch wirklich packen konnte er mich nicht. Die Rache Gefühle von Yarvi kamen für mich nicht gut genug raus, da habe ich eine alles verzehrende Rache erwartet und nicht immer mal wieder ein paar Sätze. Yarvi konnte mich als Charakter nicht überzeugen, dafür fand ich Nichts ( ja das ist ein Name) sehr interessant, ich hatten dann auch schnell eine Vermutung, die sich auch bestätigt hat. Dieser Moment hat mir dann sehr gefallen, aber die Emotionen kamen dann doch wieder nicht richtig bei mir an. Das Buch hätte man meiner Meinung nach auch gut als Einzelband stehen lassen können, auch wenn es schade um den Weltenentwurf gewesen wäre. Band 2 werde ich trotz meiner Kritik lesen, da ich gespannt bin, was noch kommt und ob Yarvi sich nicht doch nicht etwas zum Helden mausert. Konnte meiner Erwartungen nicht völlig erfüllen. Interessanter Weltentwurf, bei dem ich etwas die Fantasy Elemente vermisst habe. Hauptcharakter konnte mich nicht überzeugen, sein Handel war mir manchmal zu wider. Trotzdem interessante Storyline, die mir gefallen hat. © Weinlachgummi

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  • Königsschwur von Joe Abercrombie

    Königsschwur
    Miri92

    Miri92

    13. July 2015 um 10:32

    Inhalt: Yarvi ist zwar der jüngere Sohn des Königs von Gettland, aber an der Krone selbst hat er eigentlich kein Interesse. Er möchte die Gelehrtenprüfung ablegen, auf Anspruch, Familie und Titel verzichten und ein Leben als Berater führen. Doch als sein Vater und sein älterer Bruder verraten und getötet werden, hat Yarvi keine Wahl, als den Thron selbst zu besteigen. Er leistet einen Königsschwur, sich an den Mördern seiner Familie zu rächen. Doch er wird selbst verraten, überlebt zwar, wird jedoch als Sklave verkauft. Kann er seinen Schwur trotzdem einlösen und sich den Thron zurückholen, den er zwar nie wollte, der jetzt aber rechtmäßig ihm gehört? Meinung: Mir hat "Königsschwur" sehr gut gefallen. Ich mochte die Welt ihren Aufbau. Das klingt zwar sehr banal, aber mir hat gefallen, dass diese Welt kein einzelnes Land oder einen Kontinent zeigt, der von Wasser umgeben ist, sondern dass die weitestgehend geschlossene Bruchsee in der Mitte liegt und sich die Länder, in denen die Handlung spielt, darum herum liegen. Auch das "nordische Feeling" hat mir sehr gut gefallen. Die Welt in "Königsschwur" ist eine raue, kalte und harte Welt, in denen ebenso raue Menschen leben. Sie ist aber sehr schlüssig und funktioniert, ohne seitenlangen Erklärungen zu einzelnen Dingen. Die Charaktere, besonders Yarvi selbst, machen eine deutliche Entwicklung innerhalb der Geschichte durch. Wobei ich ihn zu Beginn eigentlich sympathischer fand, als zum Ende hin. Die Figuren sind eigentlich alle so, dass man sie nicht unbedingt sofort ins Herz schließt und ich habe zu niemandem eine so feste Bindung aufgebaut, dass ich mir wünschen würde, ich würde ihn oder sie im echten Leben treffen (ja, das kommt manchmal vor :D) und viele der Figuren bleiben eher blass. Aber es gibt natürlich sympathischere und unsympathischere Charaktere und sie fügen sich alle sehr gut in die Welt und in die Geschichte. Außerdem fand ich auch sehr schön, dass dieses Buch - obwohl es High-Fantasy ist - mit unter 400 Seiten nicht besonders dick ist. Und es bleiben zwar offene Fragen und Handlungsstränge, die man weiterverfolgen möchte, aber das Buch (der erste Teil einer Trilogie) endet nicht mit einem Cliffhanger und wenn man möchte kann man ihn auch als Einzelband lesen und wird mit dem Ende leben können. Trotzdem freue ich mich natürlich sehr auf die beiden Folgebände ("Königsjäger" erscheint auch schon am 10. August). Insgesamt denke ich, kann ich dieses Buch jedem Fantasy-Liebhaber empfehlen, aber auch Leser, die sonst nicht allzu oft zu diesem Genre greifen, könnten mit diesem Buch einen Versuch wagen. Die Geschichte spielt zwar in einer anderen Welt, aber es kommen keine übernatürlichen Wesen oder magische Gestalten darin vor. Es herrscht eher ein bisschen Wikingerstimmung. Und zum Schluss möchte ich noch sagen, dass ich bisher die Klingen-Reihe von Joe Abercrombie noch nicht gelesen habe und deshalb keinen Vergleich ziehen kann. Ich habe aber gehört und gelesen, dass viele Leser sehr enttäuscht waren, weil "Königsschwur" eher in den Bereich Jugendfantasy gehört und sich deutlich (in Länge, Anzahl der Charakteren, Aufbau der Welt, etc.)von der Klingen-Reihe unterscheidet. Ich würde die Geschichte auch eher in den Jugendbereich verorten. Trotzdem fand ich den Schreibstil insgesamt unglaublich toll und freue mich schon auf die Fortsetzungen und das Buch erhält 4 Herzen von mir.

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  • Mein Lesehighlight im Juni

    Königsschwur
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    06. July 2015 um 12:12

    Yarvi hat eine Ausbildung zum Gelehrten durchlaufen und steht kurz vor seiner Prüfung. Ein Ziel, auf das er sich sehr freut, denn denken und lernen ist genau das, was er kann. Anders, als man es vom Sohn eines Königs erwartet, ist er kein Kämpfer. Eine seiner Hände ist verkrüppelt, Schwert oder Schild zu halten erfordern von viel Kraft und Geschick, wovon er weder das eine noch das andere besitzt. Den Weg zum Thron hat er sich deshalb aus dem Kopf geschlagen. Doch dann ändert sich plötzlich alles. König Uthrik,von Gettland, sein Vater, und sein Bruder werden in eine Falle gelockt und ermordet. Das Königreich sinnt nach Rache. Der einzige Rächer, der vorhanden ist, ist Yarvi, blass, schmächtig und ein Krüppel.  Man braucht zwei Hände, um gegen jemanden zu kämpfen, aber für den Stich in den Rücken genügt wohl eine einzige. Fast 10 Jahre ist es her, dass ich Abercrombies Roman "Kriegsklingen" gelesen und für so gut befunden habe, dass ich weitere Bücher des britischen Autors lesen wollte. Bis heute hat es angedauert. Und nun bin ich so begeistert vom ersten Band seiner neuen "Shattered Sea"- Trilogie, dass ich dem Roman die volle Punktzahl vergebe und ihn zum Lesehighlight meines Monats Juni gewählt habe.  Warum? Mit Yarvi, seinen Gefährten und Königin Laithlin, hat er Figuren geschaffen, die sich durch Charakter und gut durchdachte Wesenszüge auszeichnen. Figuren, die trotz ihrer teils abstoßenden oder absonderlichen Art, sofort die Sympathien des Lesers erwirken und ihn so mitnehmen in eine extrem spannende Geschichte. Allen voran Yarvi, der leicht aus der Haut fährt, einen teils falschen Kampfgeist besitzt und nicht im entferntesten das ist, was allgemein unter einem sympathischen Protagonisten versteht. Und dennoch konnte er mich vom ersten Moment an fesseln. Ich bin ihm bereitwillig in jeden Kampf, jedes Abenteuer gefolgt, entsetzt, gerührt und vielfach überrascht von Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte. "Kriegsklingen" ist für mich ein perfekter Auftakt für eine vielversprechende Trilogie, die - glücklicherweise!! - schon im August in der deutschen Übersetzung fortgesetzt wird.

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  • Ein fulminantes Abenteuer.

    Königsschwur
    ArikDornstein

    ArikDornstein

    01. July 2015 um 09:38

    Ich benötigte einige Seiten um rein zu kommen, aber dann läuft die Story schön voran. Der Schreibstil ist gewohnt gut. Die Entwicklung der Charaktere ebenfalls gelungen. Auf jeden Fall lesenswert!

  • Der neue Abercrombie

    Königsschwur
    derMichi

    derMichi

    17. June 2015 um 11:14

    Joe Abercrombie hat sich in der Fantastik bisher vor allem mit seiner "Klingentrilogie" und einer Handvoll Einzelromanen aus der selben Welt einen Namen gemacht. Nach insgesamt sechs mächtigen Wälzern kommt sein neues Buch, der Start einer neuen Trilogie, äußerlich regelrecht bescheiden daher. Immerhin schmückt sich der Band äußerlich neben dem üblichen Schwertmotiv mit begeisterten prominententen Leserstimmen von Patrick Rothfuss (Der Name des Windes) und George R. R. Martin (Das Lied von Eis und Feuer). Kann so ein Buch schlecht sein? Mal sehen. Die Handlung dreht sich um den Königssohn Yarvi, der eigentlich kein Anwärter auf den Thron ist, sondern eine Gelehrtenausbildung anstrebt. Als sein Vater und Bruder jedoch heimtückisch ermordet werden, muss er widerwillig den Schwarzen Thron von Gettland besteigen und mehr oder weniger selbst regieren. Sein missgebildete Hand und fehlendes Talent zum Kämpfen machen es ihm nicht leichter, als König akzeptiert zu werden. Wenig später wird Yarvi selbst von einem engen Vertrauten verraten und als Sklave verkauft. Doch auch in dieser scheinbar ausweglosen Situation gibt er nicht auf, sondern schmiedet einen Racheplan, der sich gewaschen hat. So weit, so spannend. Eigentlich eine Geschichte, die man gut und gerne über tausend Seiten auswalzen könnte, doch der Autor hat sich anders entschieden. Die Geschichte spielt sich auf in diesem Genre relativ bescheidenen dreihundertdreiundsechzig Seiten ab, wodurch nie Langeweile aufkommt. Abercrombie spart sich einen wortreichen Prolog, sondern katapultiert den Lesern nach wenigen einführenden Absätzen direkt in die Handlung. Das ist erfreulich, birgt im Allgemeinen aber oft auch die Gefahr von dramaturgischer Hektik. Glücklicherweise hat man kaum Zeit allzu viel darüber nachzudenken, denn die dicht verwobene Geschichte prescht ohne zu viele Schnörkel mutig voran. Auf weitere Handlungsstränge muss man sich nicht konzentrieren, der Fokus bleibt permanent beim Hauptcharakter, was einen überaus angenehmen Lesefluss ermöglicht. Eigentlich fällt kein einziges Kapitel durch unnötige Längen oder Nebenhandlungen auf, was beinahe ein Novum in der postmodernen Fantasy darstellt. An einzelnen Stellen möchte man womöglich noch mehr über die Hintergründe und Geschichte der von den Helden bereisten Länder erfahren. Immer wieder wird von den "Alben" und ihrem vorgeschichtlichen Vermächtnis gesprochen, ohne dass näheres dazu erklärt wird. Auch die unterschiedlichen Kulturen werden nur angerissen, Details tauchen zwar auf, werden aber meist nicht vertieft. Das muss nicht negativ sein, als Fan des Autors weiß man aber, dass er genau diese Dinge auch problemlos kann. Besonders gefällt das "nordische Feeling", das sich von der ersten bis zur letzten Seite ausbreitet. Schon die in der Klappenbroschur eingedruckte Landkarte skizziert raue zerklüftete Landschaften, die sich um "Die Bruchsee" herum gruppieren. Auch die Namensgebung, von der Königsstadt "Thorlby"* bis hin zu Flüssen wie dem "Rangheld" spricht eine eindeutige Sprache. Die zeitgenössische Fantasy bemüht sich oft darum, viele möglichst unterschiedliche Kulturen zu präsentieren, hier ist das jedoch nicht unbedingt nötig. Die Handlung bleibt zu jeder Zeit spannend, denn schon Yarvi ist ein vielseitiger Charakter, den seine Gegner und auch der Leser immer wieder unterschätzen. Stellenweise fühlt man sich an das von allerlei Widrigkeiten geprägte Leben eines Tyrion Lennister erinnert, doch die Hauptfigur ist eigenständig genug um den Vergleich auszuhalten. Davon lebt das Buch, auch als abgebrühter Genrefan kann man ohne weiteres mitfiebern. Denn auch das Ende des Buches hält die eine oder andere Überraschung bereit ... Übertriebene Gewalt und Freizügigkeit fehlt übrigens völlig. Ja, es gibt auch noch andere Eigenschaften, die einen Roman spannend machen. Im August erscheint im selben Verlag der zweite Band der Reihe, der in der englischen Originalausgabe über fünfhundert Seiten haben soll. Auf Deutsch werden das einige mehr sein, also sind eine detailliertere Beschreibung von Yarvis Welt und sehr viele weitere Abenteuer durchaus noch möglich. "Ich mag nur ein halber Mann sein", sagte Yarvi, der damit kämpfte, das Schwert wieder in die mit Schaffell gefütterte Scheide zu schieben. "Aber ich kann einen ganzen Eid schwören."** Originaltitel: Half a King Seitenzahl: 368 Format: 13,6 x 20,6 cm, Broschur Verlag: Heyne Fantasy Hier klicken für Leseprobe! *"bý(r)" ist eine altnordische Endung für Ortsnamen und bedeutet soviel wie "Hof" (vgl. http://www.koeblergerhard.de/an/an_b.html und W. Baetkes "Wörterbuch der altnordischen Prosaliteratur") **Abercrombie, Joe. Königsschwur, S. 51. Heyne, München 2015

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  • Ein halber König?

    Königsschwur
    derMichi

    derMichi

    08. June 2015 um 16:38


  • Ein guter Reihenauftakt

    Königsschwur
    TigorA

    TigorA

    27. May 2015 um 21:32

    Darum geht es: Der König von Gettland und sein Erbe werden ermordet. Der Verdacht fällt natürlich auf den langjährigen Feind, König Grom-gil-Gorm, aus dem Nachbarland. Doch der König von Gettland hatte noch einen zweiten Sohn: Prinz Yarvi soll nun den Platz auf dem schwarzen Thron einnehmen und Krieg gegen Grom-gil-Gorm führen. Da gibt es nur ein Problem: Yarvi hat eine verkrüppelte Hand und ist im Schwertkampf ziemlich nutzlos. Den Großteil der letzten Jahre hatte er mit der Ausbildung zum Gelehrten verbracht. Die schwere Bürde fällt dennoch an ihn und er leistet den Schwur, seinen Vater und seinen Bruder zu rächen und führt eine Kriegsflotte gegen das feindliche Nachbarland. Dort angekommen muss er allerdings feststellen, dass es einen Verräter gibt, der dafür sorgt, dass Yarvi bei einem tödlichen Gerangel ins Meer stürzt. Nur mit Mühe und Not kann er sich retten. Doch am Ufer wartet bereits der Feind auf ihn, der dafür sorgt, dass Yarvi als Rudersklave verkauft wird. Der Schwur, den Mörder seines Vaters und seines Bruders zur Rechenschaft zu ziehen, ist aber stark genug um Yarvi aufrecht zu halten und er ist fest entschlossen, seinen Schwur zu halten. So fand ich es: Ich ahnte schon, dass ich mich bei Joe Abercrombie auf ein wirklich gutes Fantasy-Buch freuen darf und so war es dann auch. Vor sechs oder sieben Jahren hatte ich mal den ersten Band seiner 'Klingen-Saga' gelesen und war damals schon begeistert gewesen. Ärgerlich, dass ich das nie weiter verfolgt habe und der Autor und seine Bücher unverdienter Weise bei mir in Vergessenheit geraten sind. Als ich jetzt aber von seiner neuen Trilogie gehört habe war klar, dass ich es unbedingt nochmal mit einem Buch von ihm versuchen muss. Und was soll ich sagen? Ich hatte großen Spaß mit seinem neuesten Werk auch wenn es vielleicht nicht ganz an 'Kriegsklingen' heranreicht. Mir war er vor allem wegen seiner außergwöhnlichen Charaktere in Erinnerung geblieben und die habe ich auch hier zumindest mit dem Hauptprotagonisten wieder bekommen. Prinz Yarvi hat mit seiner verkrüppelten Hand ein körperliches Manko, für das er von seinem Vater dauernd kritisiert wird. Dementsprechend ist ihm alles verhasst, was mit offenem Kampf zu tun hat. Das ist einfach nicht seine Welt. Yarvi hat dafür sein Gehirn geschult und ist ein schlauer Bursche, der völlig zufrieden damit ist, seine Ausbildung zum Gelehrten zu machen und sämtliche Erbansprüche abzugeben. Doch das wird ihm mit dem Tod seines Vaters und seines Bruders zunichte gemacht und er muss über Nacht ein König werden und ein ganzes Land anführen. Natürlich traut ihm das niemand zu, inklusive Yarvi, der sich aufgrund seiner Behinderung selbst als einen 'halben Mann' bezeichnet. Aber er leistet einen Schwur, seine Familie zu rächen und zieht in den Krieg, was allerdings gehörig schief geht, denn jemand aus seinen Reihen verrät ihn und will den Thron für sich selbst. Wer ihn verrät und was genau passiert, müsst ihr allerdings selber lesen, ich möchte nicht spoilern.  Yarvi überlebt jedenfalls knapp, auch wenn er fortan als Rudersklave sein Leben bestreiten muss. Obwohl er sich selbst nicht viel zutraut, schafft er es irgendwie stark zu bleiben und findet, dank seines schlauen Köpfchens, für alles einen Weg. Er wächst mit der Zeit und er macht eine harte Entwicklung durch. Einige Entscheidungen oder Gedankengänge haben mir nicht immer gefallen, manchmal ging es mir mit Yarvi dann doch eine Nummer zu weit. Aber auch dafür ist der Autor bekannt. Seine Charaktere sind meistens kontrovers und lassen Raum für Diskussionen und Überlegungen. Das wiederum gefällt mir sehr.  So sind auch die meisten Nebencharaktere gestrickt, wenn auch nicht so sehr ausgeprägt wie die Hauptprotagonisten. Im Vergleich zu Yarvi beispielsweise bleiben sie doch ein wenig zu flach. Ich möchte allerdings aufgrund von Spoilergefahr auch über sie nicht mehr sagen. Grundsätzlich hat es mir aber gefallen, wie der Autor seine Charaktere inszeniert hat. Die Geschichte an sich ist schon spannend und bietet viel Potenzial. Allerdings gibt es auch ein paar Passagen, die sich für mich etwas hingezogen haben. Aber durchhalten lohnt sich, denn man wird mit der ein oder anderen Wendung überrascht und kann bei brenzligen Szenen herrlich mit den Protagonisten mitfiebern. Obwohl es auch vorhersehbare Geschehnisse gibt, geschehen aber genauso auch Dinge, die ich nicht vorhersehen konnte. Ich mag es, wie der Autor mit seinem Schreibstil eine düstere Atmosphäre erschafft und gleichzeit aber Humor beweist und auf eine positive Art mit seinen Charakteren spielt. Wenn ich aber wieder den Vergleich zu den älteren Werken ziehe, hat auch diese Rafinesse ein wenig nachgelassen. Man merkt halt schon, dass das Buch ein wenig zu krampfhaft auf eine etwas jüngere Zielgruppe anspielt. Dennoch hatte ich meine Freude daran, denn obwohl es zwar schwächer war als gewohnt, war es immer noch richtig gut. Gut gefällt mir auch, dass dieses Buch ohne seitenlange Schlachten und Kampfszenen auskommt, sondern das Augenmerk auf den Menschen und ihre Geschichte liegt. Über das Ende lässt sich streiten, aber für mich war es durchaus in Ordnung. Mein Fazit: Eine solide Fantasy-Geschichte, die mir ein paar schöne Lesestunden beschert hat, mit einem Antihelden als Hauptcharakter und einer interessanten Story mit ein wenig Luft nach oben. Aber es kommen ja noch zwei Bände und ich bin gespannt, wie es weiter geht. Ich würde Fans von High Fantasy auf jeden Fall empfehlen, sich das Buch und den Autor mal näher anzusehen.

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  • Königsschwur, rezensiert von Götz Piesbergen

    Königsschwur
    Splashbooks

    Splashbooks

    12. May 2015 um 09:15

    Mit der "Klingen"-Reihe wurde Joe Abercrombie weltbekannt und berühmt. Jetzt präsentiert der Heyne-Verlag mit "Königsschwur" eine neue Reihe des Autors. Es ist dabei der Auftakt zu einer Roman-trilogie, deren zweiter Teil im August herauskommen soll. Der Autor wurde 1974 in Lancaster, England geboren. Er studierte an der Manchester-Universität Psychologie, ehe er anfing als freischaffender Fernsehredakteur zu arbeiten. Da er zu Beginn zu viel Freizeit hatte, beschloss er einen Fantasy-Roman zu schreiben, aus dem bald mehrere wurden. Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in Bath. Das Leben und Überleben in den Nordlanden ist kalt und hart. Denn nur, wer ein guter und großer Krieger ist, hat Chancen ein König zu werden. Yarvi ist das nicht. Er hat eine verkrüppelte Hand und wird deshalb zu einem Gelehrten ausgebildet. Doch dann werden sein Vater und sein Bruder, der Thronfolger, umgebracht. Und er wird zu einem König wider Willen. Doch allzu lange hat er diese Aufgabe nicht inne. Er wird verraten und als Sklave verkauft. Doch anstatt einzugehen und zu sterben, hält er durch. Er beginnt sich zu verändern, wird härter. Und plant sein Überleben und seine Rache. Denn wer auch immer hinter allem steckt, soll dafür büßen. Joe Abercrombie ist ein Vertreter der "Dark Fantasy". Das heißt, es geht bei ihm heftig zur Sache. Blut und Inneren werden in dieser Geschichte haufenweise verloren. Das muss man wissen, denn es zeichnet dieses Buch aus.Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/21805/koenigsschwur

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  • Nette Jugendfantasy mit einigen Stolpersteinen

    Königsschwur
    Kaugummiqueen

    Kaugummiqueen

    26. April 2015 um 14:33

    Inhalt Prinz Yarvi von Gettland hat nie damit gerechnet, ein König zu werden. Als zweiter in der Thronfolge und nur mit einer funktionstüchtigen Hand geboren, strebte er stets ein Leben als Gelehrter an. Doch kurz vor seiner Prüfung ereilt ihn die unglaubliche Nachricht: Sein Vater und sein Bruder wurden ermordet - Yarvi ist der neue König von Gettland. Unglücklich fügt er sich seiner neuen Rolle, doch nicht lange. Denn schon kurze Zeit später wird er verraten und entgeht knapp einem Mordanschlag, nur um als Sklave verkauft zu werden. Auf einem Schiff, angekettet an den Riemen, mit Peitschenschlägen, die ihm die Haut aufreißen, schwört er einen heiligen Eid: Rache an den Verrätern zu nehmen und seinen Thron zurückzuholen - auch wenn er nur ein halber Mann ist... Meine Meinung Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, denn ich habe sehr viel Gutes von Joe Abercrombie gehört, daher wollte ich unbedingt ein Buch von ihm lesen. Schon zuvor hatte ich gelesen, dass es sich bei Königsschwur eher um Jugendfantasy handeln und es sich vom Stil her doch etwas von seiner Erwachsenenfantasy unterscheiden würde, aber da ich gerne sowohl als auch lese, ging ich mit einer optimistischen Einstellung an das Buch heran. Alles in allem hat es mir auch gut gefallen. Doch es gab leider auch einige Dinge, die mich an dem Buch gestört haben, weswegen ich es nicht ganz so gut bewerten kann, wie ich es eigentlich gerne möchte. Aber fangen wir erst einmal mit den positiven Aspekten an. Ich mochte Yarvi. Selten werden Invalide (oder Krüppel, um es hart auszudrücken) zu Protagonisten. Es ist ja auch ein schwieriges Thema, da man sich mit dem Protagonisten identifizieren möchte und niemand identifiziert sich gerne mit jemandem, der versehrt ist. Der irgendwie entstellt ist. Aber genau das machte den Reiz bei Yarvi aus, denn ansonsten wäre er ziemlich unspektakulär gewesen. Durch seine angeborene Behinderung ist er etwas Besonderes, auch wenn er in seiner Welt eher immer wie ein Aussätziger behandelt wurde. Obwohl er ein Prinz ist. Diese Behinderung und die Ablehnung der anderen Menschen haben ihn sehr geprägt, so ist er ein stiller und in sich gekehrter junger Mann (Junge? Keine Ahnung, man erfährt leider nie genau, wie alt Yarvi ist), der keine Blicke auf sich ziehen und einfach nur als Gelehrter arbeiten möchte. Durch den Tod seines Vaters und seines älteren Bruders wird ihm all das genommen und aus einem unwilligen Prinzen wird ein unwilliger König. Im Verlauf der Handlung macht er eine enorme Entwicklung durch, die ich einerseits mochte und bewunderte, die mich andererseits aber auch manchmal etwas ärgerte. Aber dazu später mehr. Die Welt, in der Königsschwur spielt, gefiel mir auch sehr gut. Hier ist nichts mit eitel Sonnenschein. Gettland und die umliegenden Länder sind karg und rauh, genau wie ihre Menschen. Es gibt barbarische Opferrituale und Sklavenhandel. Viele Kriege von vielen eitlen Königen werden geführt. Und wer als schwach gilt hat schon in der Welt verloren. Es ist also kein Wunder, dass Yarvi für diese Welt eigentlich nicht der richtige König ist. Man merkt schnell, dass das Weltbild skandinavisch angehaucht ist. Mehrmals fühlte ich mich an Wikinger erinnert, was ich wirklich mochte. Auch die Einstellung der meisten Charaktere war überzeugend und passend. So entpuppen sich einige Feinde noch als wichtigste Verbündete und sowieso spürt man, was es heißt, wahre Freunde an der Seite zu haben. Die Zeit, in der Yarvi als Rudersklave auf dem Schiff Südwind gearbeitet hat, hat mir auch sehr zugesagt, da man durch sie verstand, wie Yarvi härter werden konnte. Spaß hatte ich an der Schiffsführerin Schadikschirram, die immer wieder betonte, was für ein mitfühlender Mensch sie doch sein würde. Auch wenn Joe Abercrombie hier eher für eine etwas jüngere Leserschaft schreibt, so gefiel mir sein Stil hier jedoch ziemlich gut. Er ist eine gelungene Mischung aus "harmloser" Jugendliteratur und der extra Portion Splatter mit Blut und Kraftausdrücken. Ich mag es nämlich nicht, wenn es extrem harmlos zugeht und alles nur vorsichtig umschrieben wird. Dabei darf es aber auch nicht zu blutig oder zu derbe zugehen, wenn man für Jugendliche schreibt und ich finde, dass Joe Abercrombie diesen Mix gut getroffen hat. Kommen wir zu den Punkten, die mich bei dem Buch ein wenig gestört haben. Ich fand den Aspekt der Religion eigentlich sehr interessant und meistens auch gut umgesetzt, aber dass alles den Titel Vater oder Mutter hatte, fand ich mit der Zeit anstrengend. Vater Erde, Mutter Meer, Vater Friede, Mutter Krieg... Außerdem fiel es mir manchmal schwer, bei den ganzen Göttern durchzublicken. Vielleicht hätte Joe Abercrombie da nicht so viel reininvestieren sollen, denn meiner Meinung nach ist er etwas über das Ziel hinausgeschossen. Die Handlung war extrem vorhersehbar. Das ist, glaube ich, das größte Manko des Buches. Und das sage ich nicht als jemand, der schon viel Fantasy gelesen hat und dementsprechend den ein oder anderen typischen Fantasy-Kniff kennt. Yorvi wird verraten - ich wusste schon nach den ersten Seiten, wer den jungen König verraten würde. Und ich sollte Recht behalten. Ein geheimnisvoller Sklave auf dem Schiff Südwind, der von allen nur Nichts genannt wird, erweckt Yarvis Aufmerksamkeit - sofort ahnte ich, was es mit diesem Sklaven auf sich haben würde. Und ich sollte Recht behalten. Selten gab es Überraschungen für mich, ich ahnte schon immer im Vorraus, was passieren würde. Selbst bei nur kleinen Entscheidungen und Informationen, die man als Leser erhielt, war für mich irgendwie immer klar, worauf es im Verlauf der Handlung hinauslaufen würde. Nur das allerletzte Kapitel konnte mich nochmal überraschen. Aber nicht mit dem, was aufgedeckt wurde, das ahnte ich nämlich auch schon, sondern mit dem, wie Yarvi darauf reagierte. Damit hätte ich nicht gerechnet und das war wirklich überraschend. War für mich auf das ganze Buch betrachtet aber einfach zu wenig. Richtig packende, spannende Fantasy lebt von Überraschungsmomenten und die fehlten für mich eindeutig. Yarvi und seine Gefährten sind mir im Verlauf der Handlung schon irgendwie ans Herz gewachsen, daher hatte ich das Gefühl, dass Joe Abercrombie mit dem Leben der Freunde Ene mene miste gespielt hat. Die Tode kamen mir willkürlich vor und auch wenn klar ist, dass so eine Geschichte nicht alle überleben können, fand ich die Tode unnötig und traurig. Zumindest hätte ich mir eher gewünscht, dass eine andere Figur abgetreten wäre, aber auch wie es mit dieser Person ausging war am Ende in Ordnung. Und Yarvi... Ich mochte ihn ja und auch seine Entwicklung fand ich irgendwie toll, aber gegen Schluss fand ich sie doch ein wenig inkonsequent. Einerseits wird er endlich härter und unnachgiebig, andererseits bleibt er der Schwächling und ist unfähig, sich selbst zu schützen, weswegen er seine Freunde in tödliche Gefahren bringt, weil sie ihn retten wollen. Natürlich wäre es unrealistisch gewesen, wenn er auf einmal ein Superheld gewesen wäre, der jeden Kampf gewinnt und nie wieder Hilfe braucht, aber bei zwei Szenen, da kam mir sein Verhalten so dumm und rückständig im Bezug auf seine Entwicklung vor, dass ich ihn gerne gepackt und einmal fest geschüttelt hätte. Es war unbefriedigend. Auch der Schluss war alles andere als das perfekte abgerundete Ende, was es auch nicht sein muss, aber auch das ließ mich leider ein wenig unbefriedigt zurück. Vor allem, da im zweiten Band nicht mehr Yarvi der Protagonist sein wird. Fazit Bei Königsschwur handelt es sich nicht um schlechte Fantasy und für Jugendliche oder Einsteiger ist das Buch sicherlich sehr geeignet, aber leider wies das Buch doch einige Mankos auf, die mein Lesevergnügen trübten. Doch Joe Abercrombie hat einen angenehmen Schreibstil und die Welt und die Figuren, die er erschaffen hat, haben mir gefallen. Den zweiten Band, Königsjäger , der im August 2015 erscheinen soll, werde ich auf jeden Fall lesen, auch wenn es eine andere Protagonistin geben wird, da er bei den Lesern besser ankam als der erste Band. Ich vergebe abschließend 3 von 5 Sternen !

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