Joe Abercrombie Kriegsklingen

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Inhaltsangabe zu „Kriegsklingen“ von Joe Abercrombie

Dies ist die atemberaubende Geschichte von Logen, dem Barbarenkrieger, der eigentlich nur seine Ruhe haben will - wenn er nicht ständig um sein Leben kämpfen müsste. Und die Geschichte von Großinquisitor Glokta, der eigentlich durch nichts zu erschüttern ist - bis er auf eine lebende Legende trifft, die in seiner Stadt eine magische Intrige spinnt, und die das ganze Reich zu erschüttern droht …Mit Bonusmaterial!

Ein gelungenes Buch von einem britischen Autor

— ineskaiser

Toller Auftakt. Interessante, total unterschiedliche Charaktere - die teilweise wider Willen zusammen finden

— MadameLoup

„Kriegsklingen“ von Joe Abercrombie ist ein toller Auftakt zur Trilogie, wo die einzelnen Charaktere gut vorgestellt werden.

— RueSar

Großartige Charaktere die ohne Zurückhaltung und moralischen Grundsätze agieren.

— Lovepotion

Sehr spannend und anregend

— Skyscreamer

Gutes Buch, mit vielen guten Einfällen.

— Lillylovebooks

Interessante Charaktere, unterschiedliche Handlungsstränge, was anderes!

— Zyrin

Hoffe auf den zweiten Band, da der erste gefühlt fast nur Einführung war. Dennoch gut geschrieben und gut ausgearbeitete Charaktere.

— mieken

Gelungener Auftakt einer High-Fantasy-Reihe, die statt auf ausladende Weltenbildung auf starke Charaktere setzt.

— Romanfresser

Zur Geschichte selbst kann ich nicht viel sagen, da ich nach 150 Seiten abbreche. Ich nehme Abercrombie diese Geschichte nicht ab!

— Lee-Lou

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    Kriegsklingen

    ineskaiser

    28. August 2017 um 20:05

    Held der Geschichte ist Logan, ein Babare, der ständig in einen Kampf verwickelt wird und um sein Leben bangen muss.Sich in die Charaktere hineinzuversetzten, ist zwiespältig, weil sie nicht unbedingt sympatisch sind. Aber die Welt an sich ist faszinierend.Dort wird ein Krieg angezettelt und man beginnt sich für die einzelnen Charaktere und ihre Beweggründe zu interessieren. Das Buch fällt nicht sofort auf, der Autor war mir nicht bekannt, aber der Roman ist gut geschrieben und bekommt von mir 4 Sterne.

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  • Kriegsklingen von Joe Abercrombie

    Kriegsklingen

    RueSar

    22. December 2016 um 15:23

    Die „The First Law Trilogie“ von Joe Abercrombie stand schon lange auf meiner Liste von Büchern, die ich unbedingt lesen möchte. Mit dem ersten Teil „Kriegsklingen“ habe ich nun eine Reise begonnen, die wohl nicht so schnell enden wird. Im ersten Band der Trilogie lernt der Leser die verschiedensten Charaktere kennen. Da gibt es den wilden, aber tiefsinnigen Nordmann; den verkrüppelten und verbitterten Inquisitor; den jungen, selbstverliebten Soldaten und noch einige mehr. Und genau diese Charaktere sind für mich auch beinahe das Highlight dieses Buches. Sie sind alles andere als „Ideale“. Sie sind ungehobelt, unsympathisch, ja teilweise beinahe schon abstoßend und dennoch extrem faszinierend. Joe Abercrombie hat es geschafft, seine Protagonisten sehr einzigartig zu gestalten und ihnen somit viel Persönlichkeit und Glaubwürdigkeit einzuhauchen. Jeder Charakter bringt seine ganz eigenen Probleme und eigene Vergangenheit mit und somit entsteht ein sehr unterhaltsamer und abwechslungsreicher Mix an Persönlichkeiten. Die Story jedoch entwickelt sich nur langsam. Der Leser wird zu Beginn mitten in die Problematik der jeweiligen Person hineingeworfen und findet sich somit langsam in der Welt zurecht. Immer abwechselnd begleitet der Leser somit die Charaktere. Am Anfang scheint es noch sehr abwegig, dass diese Personen jemals etwas miteinander zu schaffen haben könnten, aber umso weiter die Geschichte vorschreitet umso wahrscheinlicher erscheint es dem Leser. Jedoch kommt durch das „Vorstellen“ der Protagonisten und deren Probleme die eigentliche Story nur recht langsam voran und benötigt etwas Startzeit. Das Buch ist zwar durchgehend spannend geschrieben, aber dennoch wünschte ich mir gerade am Ende etwas mehr Story. Das langsame Vorankommen der Geschichte wird jedoch durch Joe Abercrombies Schreibstil verschmerzt. Ich empfand das Buch an keiner Stelle als langweilig und konnte es kaum aus der Hand legen. Der Autor schafft es, den Spannungsbogen von Beginn an aufrecht zu erhalten und am Ende sogar noch zu erhöhen. Auch die Umgebung, in der die Geschichte spielt, beschreibt er sehr bildlich. Außerdem sind auch die Kämpfe sehr detailliert und grausam beschrieben. Er scheut sich nicht davor, Folter in allen Details zu Papier zu bringen. Also für alle die nicht so gerne blutige Beschreibungen lesen: überlegt es euch vielleicht doch nochmal, die Trilogie zu lesen. Zusätzlich sollte man sich im Klaren sein, dass die Sprache teilweise sehr rau ist und es Witze gibt, für die man den Humor des Autors teilen muss. Fazit „Kriegsklingen“ von Joe Abercrombie ist ein toller Auftakt zur Trilogie, wo die einzelnen Charaktere gut vorgestellt werden. Jedoch kommt dadurch die Story nur sehr langsam ins Rollen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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  • Ein charakterlastiger High-Fantasy Roman

    Kriegsklingen

    Romanfresser

    16. April 2015 um 11:06

    Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar des Heyne-Verlags zugeschickt bekommen, vielen Dank dafür! Es handelt sich hierbei um den ersten Band der hochgelobten ‚First Law‘ –Trilogie von Joe Abercrombie, die gerade in Deutschland ziemlich populär geworden ist. Wir lernen im Wesentlichen drei wichtige Menschen kennen. Inquisitor Glotka, der selbst einst zum Krüppel gefoltert wurde und nun im Dienst der Inquisition dasselbe tut. Offizier Luthar ist ein relativ arroganter Adelsschnösel, der für Ruhm und Ehre fechten möchte und Probleme mit seiner Disziplin hat. Logan, genannt Neunfinger-Logan hat einst einen Finger in der Schlacht verloren und wurde von seiner Gruppe getrennt, um dem ersten der Magier zu begegnen. Es zieht ein großer Krieg auf, die bestehenden Verhältnisse werden radikal umgemünzt, als ein Diktator aus dem Norden, ein Barbar sich entschließt, dem Königreich mit drei Schädeln den Krieg zu erklären. Logan und der Magi ziehen in Richtung der Stadt, während sich Luthar auf sein Tunier vorbereitet und Goltka gerade einige große Fänge macht und damit die Tuchhändlergilde stürzt. Dann findet das Tunier statt, bei dem Luthar gegen alle möglichen Gegner kämpfen muss und die Inquisition gerade versucht, dem Magi seinen Betrug nachzuweisen. Alles in allem seht ihr oben schon, dass es sich hierbei um einen ganz klassischen High-Fantasy Roman handelt. Wir haben eine eigene Welt, in der die Charaktere und die Welt exponiert werden, wir haben nebenher übrigens noch die alte Gruppe von Logan, die sich wieder auf dem Weg zu ihm macht, in Ansätzen wird auch auf den mythologischen Hintergrund dieser Welt eingegangen – leider liefert der Heyne-Verlag keine Karte mit, was mitunter echt hilfreich gewesen wäre – und wir treffen insgesamt auf eine ziemlich komplexe Welt. Spannend an diesem Buch ist, wie die Lebenswelten der Charaktere aufeinandertreffen, die gegen Ende in einer Heldengruppe zusammenlaufen. Zwei Charaktere, die wiederum völlig gegensätzlich zu allen anderen sind, habe ich noch gar nicht erwähnt, sodass die Heldengruppe am Ende aus sechs grundverschiedenen Charakteren besteht, die in den kommenden Bänden für viel Unterhaltung sorgen werden. So ist es bisher nur eine spannende Exposition der Charaktere und der Welt – wobei der Fokus absolut auf den Charakteren liegt – über die Welt selbst erfährt man nicht besonders viel, also statt langen Naturbeschreibungen gibt es tatsächlich eher Charakterstudien, besonders über ihren Hintergrund erfahren wir eine ganze Menge. Die Charaktere selber sind tatsächlich auch so unterschiedlich wie unterschiedlich sympathisch. Aus der Protagonistin wird man nicht schlau, der Magi ist auch etwas durchsichtig, Logan ist ein absoluter Sympathieträger, bizarrerweise fand ich den Inquisitor auch sehr sympathisch – aber alles in allem sind es Helden, mit denen man gerne einige Bände verbringt. Was diesen Charakteren alle eigen ist, dass sie irgendwelche Konflikte austragen und sich in einer stetigen Entwicklung befinden. Und man erkennt schon, dass diese Charaktere – wie auch der ‚böse‘ Inquisitor allesamt vielschichtig und komplex angelegt sind und nicht klar als gute oder böse Figuren fungieren. Eine Sache ist mir jedoch etwas (unangenehm) aufgefallen – ich weiß nicht, ob es nicht auch schon in anderen Büchern passiert ist, aber hier ist es mir wie gesagt ins Auge gestoßen. Einmal war die Formulierung ‚zu Kreuze kriechen‘ zu lesen. Das ist natürlich ein so feststehender Begriff – allerdings mit einem eindeutig christlichen Hintergrund. Diese Formulierung war hier in der Darstellung der Innenwelt eines Charakters zu lesen – was ich ziemlich problematisch finde, weil der Charakter mit seinem Hintergrund natürlich nichts mit der Kreuzsymbolik des Christentums zu tun hat. Ich weiß nicht, ob das vom Übersetzer hereingebracht wurde oder so schon von Abercrombie stammt, aber ich finde, gerade in der Fantasy-Literatur sollte man darauf achten, auf derartige christlich geprägte Formulierungen zu verzichten, weil sonst die Schlüssigkeit der neuen erschaffenen Welt gebrochen wird. Ich gebe zu, das ist schon Jammern auf hohem Niveau, aber ich wollte es gerne mal loswerden – und vielleicht schärfe ich ja den ein- oder anderen Sinn für solche Formulierungen. Dennoch reicht das natürlich nicht aus, hier die Wertung zu verderben, maximal für ein paar kleine Abzüge in der B-Note reicht das, zusammen mit der fehlenden Karte ist das aber nicht mehr als ein halber Stern. 4,5/5 Sternen - die ich hier gerne auf volle 5 Sterne aufrune gebe ich hier gerne für einen tollen Auftakt einer Fantasy-Reihe, die mehr den Schwerpunkt auf spannende Charakterentwicklung als auf Weltenbildung oder Kampfbeschreibungen legt.

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  • Hervoragender Einstieg in eine großartige Serie

    Kriegsklingen

    Monika_Grasl

    Hierbei handelte es sich um den ersten Band mit dem Titel Kriegsklinge. Man würde dabei vermuten das auf jeder zweiten Seite eine große Schlacht wartet. Aber weit gefehlt. Der Autor schafft es mit lebhaften Figuren - wie einem Inquisitor der seine Aufgabe notgedrungen macht, weil ihm sonst nichts im Leben bleibt und einem Krieger der eigentlich nur überleben will - den Leser dazu zu bringen sich immer weiter in einer eigens erschaffenen Welt zu verlieren. Von Seite zu Seite steigt die Spannung an. Hier mehr darüber zu verraten wäre der Handlung vorgegriffen. Jedoch nur so viel, dass Ende ist überraschender als man erwarten könnte. Fazit: Ein gelungener Einstieg in eine großartige Serie die Potenzial verspricht.

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    • 5
  • Vier Sichten, vier Meinungen, vier Handlungen, vier Wege, ein Ziel?

    Kriegsklingen

    Yanaree

    06. February 2015 um 14:02

    Joe Abercombie hat mit diesem Auftakt der "Klingen"-Reihe ein Meisterwerk geschaffen, welches den Leser von Beginn an fesselt. Der Leser begleitet dem Barbaren Logen auf seiner Flucht aus dem Norden, leidet mit ihm aufgrund seiner blutigen Vergangenheit, bewundert ihn aufgrund seiner Kampf- sowie Überlebenskünste. Ebenso fühlt er mit Luthar, einem jungen Hauptmann, welcher an einem Fechttunier teilnehmen soll. Doch zuvor muss er das Fechten lernen! Von seinem Lehrer wird er tagtäglich gedrillt und gequält und wünscht sich, aufzugeben. Dummerweise wissen schon alle von seinen Bestrebungen, dieses Tunier zu gewinnen ... Inquisitor Gloktar ist ein ehemaliger Kriegsgefangener. In jener Zeit wurde sein Körper verkrüppelt und seine Seele tief verletzt. Dies lässt er nun an jenen aus, die er jagt. Ferro ist eine geflohene Sklavin, welche aus ihre Heimat dorthin flieht, wo bereits Logen, Gloktar und Luthar aufeinander getroffen sind. Haben diese Charaktere trotz ihrer unterschiedlichen Antriebe ein gemeinsames Ziel?

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Kaltherzig

    Kriegsklingen

    LeFabi

    11. September 2014 um 16:23

    Wenn ich ein Buch von Joe Abercrombie zur Hand nehme fühle ich zunächst immer eines: Kälte und Trostlosigkeit. Zunächst möchte ich ein paar Worte zum Inhalt verlieren: Wie vielerorts üblich wird die Geschichte zunächst in drei Handlungssträngen erzählt, welche schließlich zu einem großartigen Epos verwebt werden. Logen ist ein Barbar aus dem Norden. Er hat alles gesehen was es auf dem Schlachtfeld zu sehen gibt. Seine Narben zeugen von großen Siegen, entsprechend gefürchtet und gehasst ist er in seinem Heimatland. Doch niemand hasst ihn so sehr wie er selbst. Man erkennt schnell, dass dieser Krieger schon zu viel gesehen und getan, zu lange gelebt hat, um mit sich selbst im Reinen sein zu können. Fast hat man Mitleid mit diesem brutalen Schlächter, der mehr Leben genommen hat als der Winter. Luthar ist ein ganz anderer Charakter: Aus gutem Hause sucht er seinen Weg im Militär des Königs. Als Adeliger ist für ihn eine Offizierskarriere quasi vorbestimmt. Er ist nicht nur ein Trunkenbold und Schürzenjäger höchster Kunstfertigkeit sondern auch ein recht talentierter Fechter. Daher scheint es nur logisch, dass er am alljährlichen Turnier in der Hauptstadt Adua teilnimmt, um seiner Karriere nochmals einen guten Schups zu versetzen. Inquisitor Glokta ist ein Krüppel. Vor vielen Jahren war er einmal ein junger, aufstrebender Offizier, Luthar gar nicht so unähnlich. Doch das war vor einer Gefangenschaft in den Kerkern des Imperators. Sechs Monate der Folter verwandeln ihn selbst in einen zahnlosen, humpelnden Folterknecht, der ohne jegliche Skrupel die Ziele seines Vorgesetzten verfolgt. Diese drei Charaktere, die unterschiedlicher kaum sein könnten, treffen auf einen der legendären Magi. Dieser macht sich auf, gemeinsam mit ihnen die Welt zu retten. Ob diese Besetzung auch nur eine Chance auf Erfolg hat? Ich kenne kaum einen Autoren, der es schafft seine Welten derart düster und hoffnungslos zu gestalten, ohne dabei überspitzt zu klingen. Doch nicht nur die Welt ist eine archaische. Die Charaktere sind nicht beschönigt, jeder hat seine Fehler. Fast meint man die aus dem Christentum bekannten Todsünden inkarniert anzutreffen. Das ist es was mich an Abercrombie, auf zugegeben morbide Art und Weise, derart fasziniert: Er beschreibt seine Charaktere als zutiefst menschliche Wesen. Nicht im Sinne von Humanität sondern in dem Sinne, dass er den Leser hineinblicken lässt in die finstersten Abgründe des Menschseins. Wesentlich tiefschürfender als die prekäre Ausgangssituation unserer Protagonisten (oder Antagonisten, je nachdem wie man es sehen will) ist deren emotionale und charakterliche Weiterentwicklung im Laufe der drei ursprünglichen Bände.  

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  • Actionreich und wortgewaltig - also Gewalt & viele Worte ......

    Kriegsklingen

    thursdaynext

    Noch ne Fantasy Serie , ein Epos, jaja das brauchts ...... Schwarzhumorig, zynisch und realistisch sollte sie sein lt. etlicher Rezensionen und seit die von mir auserkorenen Hochkaräter der Szene wie George RR und Patrick Rothfuss auf die Folgebände warten lassen herrschte Dürre im heimischen Fantasy Epos Leseland. Vampire Earth ist mit Band 6 nun beendet, Lesefutter fehlte . Abercrombie kam da gerade recht. Aber taugt er? Romantik zumindest sucht man ergebnislos in seinem Auftakt zur dreibändigen Reihe. Weiterer Pluspunkt. Die Länge. Mit knapp 800 Seiten erfreulich ergiebig. Ein fetter Wälzer, der zudem noch vielversprechend mit blutigem Ende beginnt. Kritischere Geister mögen ab und an Längen in der Beschreibung der mittelalterlichen Welt und eine sehr gemähliche Charaktereentwicklung im Einführungsband ausmachen, mir gefiel es. Die Barbaren sind Barbaren aber sensibel genug um billige, wohlfeile philosophische Betrachtungen aufzustellen und einen Ehrkodex zu befolgen. Die Bösen noch nicht ganz ausgereift aber deutlich am Horizont auszumachen, ambivalente Pseudohelden in Menge vorhanden, ein geheimnisvoller Magier taucht auf und der versierte Folterer hat sein Handwerk in den Folterkellern der Gurkhisen am eigenen Leib von der Pike auf gelernt. Sprachlich mühelos zu verfolgen wird der müde Lesergeist nicht mit poetischen Schnörkeln verwirrt , die realistische Beschreibung der Lebensbedingen unter nicht sonderlich zivilisierten Umständen muss genügen. Realistisch natürlich nur für Kenner des genres die keine Schwierigkeiten mit realistischen Magiern und Geisterseher haben. Logen der Barbar, genannt der blutige Neuner ist ein engagierter Verfechter des Realismus, Typus das Glas ist halbvoll, immer dann, wenn er mal wieder ein Gemetzel völlig zerschlagen, verwundet und zerschunden, aber lebend überstanden hat. Gemetzelt wird ausgiebig, fast schon liebevoll, so detailiert beschreibt der Autor. Weitaus geheimnisvoller der Magier Bayaz, scheinbar uralt , dafür noch recht rüstig mit einem anvisierten aber noch im Dunkeln liegenden Ziel vor Augen. Dazu kommen noch Luthar der Degengeck aus gutem Hause, der des Arbeitens ungewohnt und wenig motiviert ein Turnier gewinnen soll und Maljinn, ehemalige Sklavin, „Sie die gegen alles kämpft“ , mittlerweile versierte Mörderin geschickt mit dem Bogen und flink mit dem Messer , gut zu Fuß bei Bedarf. Bei Abercrombie ist Dreck noch dreckig, Blut rot und Intrigen werden von der Inquisition und dem machtgierigen Erzlektor Sult gesponnen. Der König der verkommenden Lande vegetiert vor sich hin und die Zukunft ist düster..... Alles schon mal da gewesen, auch stilistisch anspruchsvoller ausgeführt wobei der Autor immerhin verschiedene Handlungsstränge, die allerdings sehr leicht zu entwirren sind einführt. 796 Seiten zur Einführung in eine neue Welt könnten unter diesen Bedingeungen lästig schwatzhaft und verschwenderisch sein, sind es aber nicht. Zumindest nicht für mich, die ich diese gebrochenen , kampfesmüden verzweifelten Gestalten auf ihrer Reise zur Weltrettung gerne begleitet habe. Deshalb auch die 5 Sterne, statt der solide erschrieben 4 . Den fünften Stern gibt es für den schlichten Lesespaß zur rechten Zeit und dafür, dass noch vor Beendigung des ersten Bandes, der zwote schon bestellt war und Kriegsklingen trotz kleinerer Mängel gefiel, ausreichend Spannung aufgebaut wurde um den Lesfluß mühelos voaranzutreiben und der Weltentwurf sowohl vorhanden, als auch ausreichend gelungen ist. Der Begriff Epos ist aber deutlich zu hoch gegriffen. Hier müsste Herr Abercrombie noch nen deutlichen Ticken zulegen und nachdem ich Band zwei, Feuerklingen, schon gelesen habe würde ich Epos nur verwenden wenn die entscheidende Definition dafür die Länge wäre ........ So bleibt viel Buch für kleines Geld. Auch nicht ganz schlecht.

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    • 3
  • Abercrombie: Kriegsklingen

    Kriegsklingen

    Alondria

    03. May 2014 um 13:33

    Inhalt Das Buch ist aufgeteilt in 3 Teile: "Ende", "Erster Teil" und "Zweiter Teil". Interessanterweise beginnt es mit dem "Ende", wobei dieses Ende nicht das Ende DIESER Geschichte ist, sondern das Ende einer anderen Geschichte, die allein von Logen Neunfinger, einem Babarenkrieger, handelt. Dann beginnt das eigentliche Buch. Es handelt von dem Krieger Logen, dem Inquisitor Glokta und dem Magier Bayaz, die alle getrennte Wege gehen und doch schließlich aus verschiedenen Gründen zusammentreffen. Bayaz ist der Erste der Magi, der seit langem für tot gehalten wird und dementsprechend hat er anfangs Probleme, glaubwürdig zu erscheinen - vor allem Glokta hält ihn für einen Lügner, bis er vom Gegenteil überzeugt wird. Als das Land schließlich vor einem Krieg steht, besser gesagt, schon mitten drin ist, müssen genau diese drei Menschen zusammenhalten, um es zu retten - doch jeder verfolgt seine eigenen Ziele. Meine Meinung Abercrombie schafft eine völlig neue Fantasy-Richtung, in der es nicht nur um Magier ODER Krieger, Liebe ODER Feindschaften geht, sondern in der alles voneinander abhängig ist, in der das eine ohne das andere nicht existieren kann. Der Schreibstil ist einfach zu verstehen und doch nicht langweilig, dementsprechend wird die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht erhalten.

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  • Leserunde zu "Die Lieder der Erde" von Elspeth Cooper

    Die Lieder der Erde

    Niob

    Hallo zusammen!

    Im Kampf gegen den SuB möchten wir gemeinsam "Die Lieder der Erde" lesen.

    Bücher gibt es leider keine zu gewinnen, aber wer sich uns anschließen möchte, ist herzlich willkommen :)

    Wir starten am 23.04.14

    • 138
  • In der Mitte abgebrochen

    Kriegsklingen

    JuliaO

    04. March 2014 um 23:54

    Bei diesem Titel tue ich mich äußerst schwer eine Rezension zu schreiben... Den die Geschichte an sich gefällt mir wirklich sehr gut! Handlung und Setting sind wirklich gelungen. Warum also habe ich das Buch irgendwann in die Ecke gelegt und statt dessen erst mal ein, dann zwei dann immer mehr andere Titel gelesen, bis ich irgendwann nach einem Jahr mal das Lesezeichen raus genommen habe um das Buch in die "zu Verschenken" Kiste zu stecken? Nun ja - mir gefällt der Stil einfach überhaupt gar nicht. Ich lese sehr gerne und sehr viel Fantasy - auch komplett verschiedene Arten und Autoren, aber Abercrombies Sprache fühlt sich für mich "zu modern" an. In einem Setting wie in Kriegsklingen stört es mich wenn alle paar Seiten "Scheiße", "verdammte Scheiße nochmal" und ähnliches steht. Gegen Fluchen habe ich nun überhaupt nichts, aber bitte abwechslungsreicher und eben irgendwie "mittelalterlicher" - besser kann ich es gerade nicht umschreiben. ;)

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  • Charaktere mit Charakter

    Kriegsklingen

    darkchylde

    Das Zusammenfinden einer Gruppe aus unterschiedlichsten Charakteren hat so seine Tradition in Fantasy-Romanen. Und diese Gruppe zieht dann natürlich gegen das Böse in den Kampf. Klassische Fantasy ist meist Schwarz-Weiß-Malerei. Wirklich gute Fantasy sollte aber viele Grautöne haben. Abercrombies Klingen-Trilogie hat dies.  Die Geschichte liest sich fluffig und kurzweilig. Ein bisschen Handlung gibt’s auch, aber in erster Linie faszinieren die einzelnen Figuren und deren Entwicklung. Da sind der kampfesmüde Barbar Neunfinger-Logan, der eigentlich nur seine Ruhe haben will, der zynische und verkrüppelte Inquisitor Glokta, der undurchsichtige Magier Bayaz und einige mehr. Sie sind keine Helden im klassischen Sinn, nicht Gut oder Böse. Und trotzdem sehen sich diese Menschen plötzlich vor die Aufgabe gestellt, ein Königreich zu retten. Ein Königreich, das von Intrigen aufgerieben wird und über dem Magie aus grauer Vorzeit weht.  Ich mochte den Schreibstil sehr, der sarkastisch, packend und teilweise wirklich makaber ist. Man findet ein wenig Gemetzel, ein bisschen Magie, eine ganze Menge Zynismus und Spannung und zur Abwechslung mal so gar keine Romantik. Die einzelnen Protagonisten sind teilweise regelrechte Unsympathen, haben Fehler und Macken und oftmals auch gehörig einen an der Waffel. Aber gerade das macht den Charme von Abercrombies Büchern aus. Es ist eben einfach allzu menschlich, nicht perfekt zu sein. Abercrombie erschuf hier eine spannende, neue Welt mit starken Charakteren. Und es war mir eine wahre Freude, sie durch diese Geschichte zu begleiten!

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    • 2

    Arun

    04. March 2014 um 14:31
  • Schwarzer Humor vom feinsten

    Kriegsklingen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. September 2013 um 17:26

    Super, schon lange nicht mehr so ein geniales Buch gelesen. Irgendwie ist es ja zur Zeit anscheinend hip, das die eigentlichen Antagonisten zu Protagonisten werden (Dexter, Breaking Bad) und dieser Fantasy-Roman schwimmt oben auf dieser Welle. Die "Helden" dieses Romans sind ein sadistischer, zynischer Foltermeister, ein blutrünstiger nordischer Berserker, ein arroganter Schnösel und eine gefühlskalte Mörderin. Alles in allem Irgendwie nicht so die klassischen Fantasy-Helden und eigentlich total kaputte Typen, aber trotzdem haben sie alle noch einen letzten Funken Menschlichkeit und Mitgefühl in sich. Und das macht sie dann doch wieder sympathisch. Alleine der triefende Sarkasmus des sadistischen Sand dan Glokta macht dieses Buch lesenswert.

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  • Kriegsklingen

    Kriegsklingen

    vormi

    17. June 2013 um 00:03

    En absolut beeindruckendes Debüt. Eine sehr fantasievolle neue Welt, voll mit fiesen Charakteren. Obwohl es sehr viele Personen sind, kann man sie gut auseinander halten kann. Die Protagonisten sind sehr gut getroffen. Lebensecht sozusagen. Besonders der uralte Hexenmeister hat mir außerordentlich gut gefallen. Ist er es wirklich? Dann müsste er Jahrhunderte alt sein? Es gibt eine unangenehme Gruppe von Inquisitoren. Und, wie ich finde noch der sympathischste, einer dieser Inquisitoren, Glockta, muß nun herausfinden, ob der Magier echt ist. Kann er wirklich zaubern? Glockta muß noch viele Fragen lösen. Und nebenbei aufpassen, daß er in dem politischen Haifischbecken, in dem er lebt und arbeitet, immer den Kopf oben behält. Aber es gibt natürlich noch etliche andere Handlungsstränge. Eine spannende Welt, vielleicht etwas düster, aber unbeschreiblich gut geschrieben. Teil 2 (Feuerklingen) ist noch vor der Mitte dieses Buches auf meinen Wunschzettel gewandert. Fazit - Absolut empfehlenswert mit hohem Suchtpotenzial!

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  • Brillante Abrechnung mit Fantasyklischees und Heldentum

    Kriegsklingen

    minkey

    16. May 2013 um 11:11

    Ich habe gerade 3 Fantasy-Trilogien gelesen, die eine große Gemeinsamkeit besitzen: Die bisherigen Fantasyklischees aufzunehmen und über Bord zu werfen. Zunächst Ninragon von Horus W. Odenthal, anschließend schon was älter: Glen Cooks Chronicles of the Black Company (die deutsche Version) und zuletzt Abercrombies First Law Trilogie (im Original, die Kindle-Version). Ich versuche bzgl. der Handlung weitgehend ohne Spoiler auszukommen, werde aber einiges zu den Charakteren und den Hintergründen, die ich sehe, schreiben. Hier wegen der ähnlichen Thematik ein kurzer Vergleich der 3 Trilogien mit dem Schwerpunkt auf Abercrombie. Zunächst der Klassiker: Der erste Band von Glen Cooks Cronicles of the Black Company wurde bereits 1984 veröffentlicht. Wenn man heutzutage Fantasywerke liest, bei denen die üblichen Fantasy-Klischees in Frage gestellt und das Gut/Böse-Schema aufgebrochen wird, dann nahm das hier bei Glen Cook und seiner Black Company wohl seinen Anfang. Erzählt wird aus der Sicht von Croaker, dem Chronisten der Black Company in knappen, lakonischen Sätzen, die allerdings wegen ihrer Hintergründigkeit dem Leser durchaus einiges abverlangen. Black Company fasziniert vor allem (wie First Law und Ninragon) durch den geschickten Umgang mit den üblichen Fantasyklischees. Dabei steht nicht, wie bei den moderneren Vertretern First Law und Ninragon der Realismus im Vordergrund (mir ist nicht klar, warum Realismus dieser Trilogie so gerne auf die Fahnen geschrieben wird, dazu sind die Klischees viel zu vordergründig), sondern vor allem die Pervertierung der Klischees über die Handlung, bei der die Black Company (stellvertreten durch Croaker) ein Spielball zwischen dem Dominator, seiner Frau (die Lady) und der "guten" Seite (die weiße Rose der Prophezeiung) ist. (Schon die Namen zeigen, dass es hier darum geht, mit Klischees zu spielen.) Bei jeder dieser 3 Trilogien hatte ich Anlaufschwierigkeiten. Dies scheint mir der Thematik geschuldet zu sein, denn der Leser wird hier jedes Mal bei seinen Vorurteilen abgeholt. Dies erwischt den Leser, der eine Abkehr von eben diesen Klischees wünscht, erst mal auf dem falschen Fuss: - Bei der Black Company ist es das starke Gut/Böse-Schema mit entsprechenden Namen: die weiße Rose der Prophezeiung und der urböse Dominator und seine Lady. - Bei Ninragon beginnen wir mit Elfen (Herr der Ringe lässt grüßen), die einen conan-ähnlichen Barbaren vor ihrer Feste finden. - Bei First-Law beginnen wir ebenfalls mit einer Mischung aus Sword&Sorcery (Logan als das Conan-Abbild) mit Bayaz als Gruß aus Herr der Ringe in Form eines Art Gandalfs. Gleichzeitig gibt es für den 'klassischen'-Leser zu vieles, was nicht ins Bild passt: - Bei der Black Company der blutige Umgang mit der Zivilbevölkerung - Beim Ninragon die literarisch opulente Sprache und die Brutalität der Kämpfe - Bei First-Law der frühere Held und jetzige Inquisitor Glokta der mittels Folterung Geständnisse erpresst Am offensichtlichsten sagt Abercrombie in First Law, was er von klassischer Fantasy hält: “The Fall of the Master Maker, in three volumes. They say it's one of the great classics of history. Lot of boring rubbish,' she snorted derisively. 'Full of wise Magi, stern knights with mighty swords and ladies with mightier bosoms. Magic, violence and romance in equals measure. Utter Shit.' She slapped the book off the table and it tumbled onto the carpet, pages flapping.” Erstaunlicherweise kommt bei diesen 3 Trilogien trotz ihres sehr ähnlichen Ansatzes, etwas völlig unterschiedliches heraus. Bei der Black Company, kann man das meiner obigen Beschreibung denke ich schon entnehmen. Es liegt wohl auch daran, dass es ein bereits älteres Werk ist. First-Law und Ninragon merkt man an, dass heutzutage die Fantasy bzgl. ihrem Anspruch was Realismus angeht, einfach weiter ist. Deswegen beschränke ich mich im Folgenden auf die verschiedenen Ansätze von First-Law und Ninragon, die auf den ersten Blick sehr ähnlich sind, sich trotzdem völlig anders präsentieren. Das Bemerkenswerte an First-Law ist, dass Leser immer wieder die realistischen und komplexen Charaktere Abercrombies hervorheben, obwohl es sich um völlig geradlinige, geradezu schablonenhafte Figuren handelt, die sich nicht im geringsten weiterentwickeln. Sie dienen vor allem Abercrombies Ziel die Pervertierung der Fantasy-Klischees, Schwerpunkt Herr der Ringe, zu ermöglichen. Nebencharaktere verkümmern dabei geradezu zu Karikaturen. Nun irren sich die Leser natürlich nicht, die Charaktere wirken tatsächlich komplexer und dadurch auch realistischer als sie sind: Abercrombie schafft es sehr geschickt, seine Hauptcharaktere, die partiellen Helden-Archetypen Jezel und Glokta, der Magier Bayaz als Pervertierung von Gandalf und Logan sozusagen in der Conan-Rolle von verschiedenen Seiten zu beleuchten: Sie entwickeln sich zwar nicht, die Sicht des Lesers auf die Charaktere wechselt aber sehr wohl, eben gerade weil Abercrombie die durch Klischees geprägten Vorurteile des Lesers geschickt zu seinem Vorteil einsetzt. Die Charaktere wirken dadurch am Anfang der Geschichte völlig anders, als die, als die sie die Trilogie beenden. Ohne dass sie sich auch nur in irgendeiner Weise geändert hätten. Es sind nicht die Charaktere die sich entwickeln, sondern der Leser, dessen Vorurteile Stück für Stück zu Bruch gehen. Das ist gerade deswegen so kunstvoll, weil Abercrombie es schafft, die Vorurteile zu zerstören *ohne* seine Charaktere zu entwickeln und so ganz klar macht, dass es von Anfang an der Leser ist, der seinen Vorurteilen mehr Glauben schenkt, als der Wirklichkeit. Abercrombie stellt die Klischees und den Mythos Heldentum ins Zentrum der Trilogie, es ist sein tragendes Thema, dass er mit Bravour meistert. Das Heldentum ist dabei wunderbar thematisiert in Jezel, der alle 'Ausseneigenschaften' eines Helden besitzt und Glokta, mit den 'Inneneigenschaften' eines Helden. Wobei Glokta zugleich eine Sonderrolle zukommt: Er war tatsächlich der Held, wie ihn die klassische Fantasy bewundert. Hier greift Abercrombies Realismus und der Held Glokta wird, gerade weil er sich wie ein Held fühlte und benahm, in den Kerkern des Gegners zu dem Krüppel gemacht, der er bereits am Anfang dieser Trilogie ist. Beide stehen in einer Dreiecksbeziehung zu Ardee West. Logan ist eine ähnliche Person wie die Kombi Jezel/Glokta: Er besitzt zwar alle Eigenschaften eines Helden, aber in 2 getrennten Persönlichkeiten. Bayaz ist sozusagen Gandalf, ein Strippenzieher, der alle erdenklichen Fäden im Hintergrund zieht. Im Gegensatz zu Gandalfs Antagonist Saruman in Herr der Ringe, tritt Bayaz Antagonist nie auf. Bei seiner Einschätzung sind wir auf die manipulativen Informationen Bayaz angewiesen. Trotz dieser starren Konstruktion seiner Charaktere, schafft Abercrombie es, diesen Charakteren Leben einzuhauchen und in seiner Geschichte so, wie er die Klischees und Vorurteile des Leser demontiert, auch den eng mit dem Fantasygenre verbundenen Mythos eines Helden zu demontieren. Ninragon geht bei der Zerstörung der Klischees völlig andere Wege und verfolgt dabei auch andere Ziele. Ähnlich wie First Law beginnt Ninragon als Reminiszenz an Conan, um sich im Verlauf aufzuweiten in epischer Fantasy ala Herr der Ringe, ohne dabei Charaktere ala Gandalf zu übernehmen. Das eigentliche Thema von Ninragon ist es, realistische Fantasy mit den althergebrachten Mitteln der Literatur zu schreiben und dabei die klassischen Themen der Fantasy kritisch zu hinterfragen bzw. realistisch zu interpretieren. Ninragon bedient sich dabei einer sehr viel stärker ausgeprägten metaphorischen Sprachebene als First Law und kann auch als vordergründige Fantasygeschichte gelesen werden, bei der die Pervertierung der Klischees weitgehend übersehen wird, da sie weniger stark in den Charakteren thematisiert wird, als bei First Law. Der klassische Fantasyleser wird dann allerdings seine Mühe haben mit den ausgeprägt realistischen und damit zwangsläufig brutalen Kampfszenen, die dann nicht durch die Botschaften der metaphorischen Ebene gemildert werden. Auch Odenthal gibt eindeutige Anweisungen, wie das Werk zu lesen bzw. zu verstehen ist, seine Version der Elfen spricht auf 3 Bewusstseinsebenen, von der nur eine, die Sprache der Physis, vom Barbaren Auric verstanden wird. Wie die Elfen in seiner Geschichte verwendet Odenthal auch im Ninragon 3 Erzählebenen: Die vordergründige Fantasygeschichte, die die bestehenden Klischees aufgreift und eine Geschichte um einen Sword&Sorcery-Low-Fantasy-Helden in einer epischen High-Fantasy-Welt erzählt, hintergründig einen Entwicklungsroman eben dieses Barbaren und eines Elfen, bei denen im Gegensatz zu den Protagonisten bei Abercrombie eben doch eine Charakter-Entwicklung stattfindet und als dritte Ebene die stark ausgeprägte metaphorische Ebene. Entsprechend unterscheiden sich die beiden Werke sprachlich deutlich: Abercrombie schreibt in einem kommerziellen, modernen, einfachen, gut auch auf Englisch lesbaren Stil. Odenthal verfolgt zwar ebenfalls eine einfache, moderne Sprache bei den vielen Kampfhandlungen, in den Elfenszenen hingegen kommen besagte 3 Sprachebenen voll zur Geltung, d.h. hier wird eine literarisch opulente, symbolträchtige Sprache verwendet, die nicht nur die Fremdartigkeit der Elfen hervorhebt, sondern eben auch die metaphorische Ebene zum Nachdruck bringt. Odenthal lässt den Leser Ninragon dabei als Barbaren beginnen, er versteht die Elfen nur vordergründig und verlangt damit dem Leser einen schweren Einstieg ab. Wie sein Protagonist Auric lernt auch der Leser im Verlauf die Elfen und ihre Sprachen besser zu verstehen und es erschliesst sich ihm immer mehr von der detailreichen Welt, die Odenthal schildert. Dies haben wiederum alle 3 Trilogien gemeinsam: Der Leser erlebt hier nicht nur ein Abenteuer, sondern der Leser wird tatsächlich Teil der Entwicklung, indem er seine eigenen Vorurteile überwindet, mit denen er in allen 3 Trilogien immer wieder konfrontiert wird. Eine weitere Gemeinsamkeit der 3 Trilogien: Im Gegensatz zur Verherrlichung der Heldentaten im Krieg, zeigen sie Schlachten im Sinne eines Anti-Kriegsromans. Am wenigstens auffällig ist das bei Cook, der bei Kampfhandlungen eine große Distanz zum Geschehen hat. Abercrombie und vor allem Odenthal hingegen schildern Kämpfe in Nahaufnahme, hier ist ein Schlachtfeld nicht die Bühne für Helden, sondern und das vor allem bei Odenthal, ein Feld auf dem Menschen geschlachtet werden. Während Cook dabei durch die lakonische Erzählstimme des Chronisten und Abercrombie durch flapsige Witze und schwarzen Humor dem Geschehen die Spitze nehmen, ist Odenthal in seiner Darstellung ernsthaft realistisch, völlig ungeschönt und verlangt auch in dieser Hinsicht dem Leser am meisten ab. Alle 3 Trilogien haben mir sehr gefallen. Abercrombie ist dabei am Leichtesten zu Lesen, er stellt die Pervertierung der Klischees am stärksten in den Mittelpunkt und holt entsprechend den Leser auch am besten bei seinen Erwartungen ab, um ihn dann langsam aber sicher immer mehr den Spiegel der eigenen Erwartungen vorzuhalten und zum Abgrund der Realität zu führen. Cook schreibt sprachlich knapp, ist aber trotz dieser knappen Sprache nicht ganz einfach zu lesen, weil sehr viel zwischen den Zeilen passiert. Dadurch ist seine Trilogie auch weniger zum Eintauchen geeignet, ich konnte mir die Szenen nicht gut vorstellen. Seine Trilogie hat den versöhnlichsten Schluss. Odenthal legt den stärksten Wert auf Realismus, was sich u.a. in brutal geschilderten, umfangreichen Kämpfen niederschlägt und ist vor allem ein Entwicklungsroman mit literarischen Qualitäten für Leser, die gerne auch der hintergründigen Geschichte nachspüren möchten, aber nichts als Zwischendurch-Einschlaflektüre.

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