Eigentlich habe ich nur Interesse an dem Manga gehabt, weil mich die beiden Hauptfiguren optisch an Gojo und Geto aus Jujutsu Kaisen erinnert haben. Der Manga hat sich jedoch als sehr schön entpuppt.
Die Geschichte handelt von Kamakura, einem Mann, der in seiner vermüllten Wohnung lebt und zunehmend in seiner Depression versinkt. Als sein Nachbar Arai den Gestank bemerkt, ruft er gemeinsam mit der Vermieterin nach dem Rechten – und trifft auf einen gebrochenen Menschen. Während die Vermieterin will, dass Kamakura sofort auszieht, entscheidet sich Arai, ihm zu helfen. Er unterstützt ihn beim Aufräumen, nimmt ihn vorübergehend bei sich auf und schenkt ihm damit nicht nur einen sauberen Raum, sondern auch ein Stück Hoffnung.
Was diesen Manga so besonders macht, ist seine ruhige, einfühlsame Erzählweise. Er zeigt auf sehr natürliche Weise, wie schwer es ist, sich aus einer Depression zu befreien, und wie wichtig Mitgefühl und menschliche Nähe dabei sind. Die Beziehung zwischen Kamakura und Arai entwickelt sich sanft und glaubwürdig, ohne unnötige Smut Szenen.
Es ist ein tief berührender Einzelband über Heilung, Empathie und den Mut, Hilfe anzunehmen, wenn man sie am dringendsten braucht. Ein kleines, emotionales Meisterwerk.




