Joe Bausch Knast

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Inhaltsangabe zu „Knast“ von Joe Bausch

Als Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth beugt er sich im Kölner Tatort mit grünem Kittel mürrisch über Leichen. Nach Drehschluss fährt er zurück in sein richtiges Leben: Seit über 25 Jahren arbeitet Joe Bausch als Gefängnisarzt in Werl, einer der größten deutschen Justizvollzugsanstalten. Die Häftlinge vertrauen ihm und lassen ihn tief in die Abgründe ihrer Seele blicken. Hautnah erlebt er Konflikte und Tragödien. Sehr persönlich erzählt Joe Bausch von einer Welt mit völlig eigenen Regeln.

Beim Hörbuch ist die Stimme von Bausch ein großer Vorteil. Recht kurzweilig aber mit gelegentlichen Durststrecken.

— Andreayyy
Andreayyy

Leider nicht wirklich überzeugend. Langweilig aneinandergereihte Erklärungen anstelle von fesselnden Knast-Geschichten. Habe nur 2/3 gelesen

— kuerbiskoepfchen
kuerbiskoepfchen

Meine Erwartungen waren zu hoch, ziemlich langatmig und teilweise langweilend

— ankemi09
ankemi09

Sehr informativ, angenehm geschrieben - sehr empfehlenswert!

— MiSS_SPEECHLESS
MiSS_SPEECHLESS

Ein Blick hinter die Mauern und den Stacheldraht

— Steph86
Steph86

Sehr informativer Einblick in das Leben eines Knastarztes.

— Tamaru
Tamaru

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  • Nicht wirklich überzeugend

    Knast
    kuerbiskoepfchen

    kuerbiskoepfchen

    12. January 2017 um 21:39

    Als ich mir das Buch gekauft habe, hatte ich vielleicht andere Erwartungen. Ich hoffte auf spannende Knast-Geschichten und einen ausführlichen Blick in den Alltag des Knastarztes Joe Bausch. Stattdessen bekommt man zahlreiche Kapitel, die erstmal die Abläufe, Gewohnheiten und geläufigen Begriffe näherbringen sollen. Ich dachte das sei eine Art Einführung, aber diese Art zieht sich durch das ganze Buch und kam mir daher vor wie ein kleines Knast Lehrbuch. Herr Bausch gibt trotzdem einige Beispiele doch auch die konnten mich nicht wirklich überzeugen... Habe das Buch nach einigen Monaten, in denen ich immer wieder versucht habe weiterzukommen, nach 2/3 zur Seite gelegt.

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  • Lesenswert

    Knast
    Steph86

    Steph86

    23. June 2015 um 12:44

    Buchinhalt Als Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth beugt er sich im Kölner Tatort mit grünem Kittel mürrisch über Leichen. Nach Drehschluss fährt er zurück in sein richtiges Leben: Seit über fünfundzwanzig Jahren arbeitet Joe Bausch als Gefängnisarzt in Werl, einer der größten Justizvollzugsanstalten in Deutschland. Die Häftlinge vertrauen ihm. Sie erzählen von den dunklen Seiten, lassen ihn tief in die Abgründe ihrer Seelen blicken. Hautnah erlebt er Konflikte und Tragödien: Ein Mann in U- Haft hat Angst um seine schwangere Frau. Bei Joe Bausch legt er eine Lebensbeichte ab - und erhängt sich später. Ein Drogendealer gesteht ihm einen Mord, weil er weiß, dass sein Arzt an die Schweigepflicht gebunden ist. Persönlich und eindringlich erzählt Joe Bausch zum ersten Mal von einem Kosmos, in dem ganz eigene Regeln gelten. Und er gibt wichtige Denkanstöße, wie Häftlinge resozialisiert und Verbrechen verhindert werden können. Leseeindruck Ich habe während meines Studiums über ein halbes Jahr im Gefängnis verbringen dürfen (habe dort ein Praktikum absolviert). Seit dem ist der Strafvollzug ein Thema, was mich immer wieder magisch anzieht und auch aus diesem Grund habe ich mir das Buch gekauft. Es gibt mittlerweile viele Bücher die sich mit dieser Thematik beschäftigen, doch oft enttäuschen sie dann mit Oberflächlichkeit. Nicht so das Buch von Joe Bausch. Dieser erzählt in gut untergliederten Kapitel aus seiner Sicht den Vollzug. Hier wird er oft sein detailliert und bringt Beispiele. Auch verwendet er eine Sprache, wo man schnell durch das Buch kommt (ich konnte es nicht weglegen und habe es innerhalb von einem Tag durchgelesen). Von mir kann es bei soviel Tiefgründigkeit und guter Schreibkunst nur 5 Sterne geben.

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  • tiefe Einblicke in ein Leben hinter Gittern

    Knast
    sab-mz

    sab-mz

    28. July 2013 um 13:10

    Joe Bausch, der Mediziner und Schauspieler ist, berichtet über seinen Alltag als Gefängnisarzt in der JVA Werl. Werl zählt laut Aussage des Autors zu den JVAs der härteren Sorte. Er beschriebt sich selber absolut treffend als "Ich bin der Hausarzt von Mördern, Totschlägern, Vergewaltigern, Kinderschändern, Erpressern, Betrügern und Dieben. Ich bin RAF-Terroristen begegnet, Wirtschaftskriminellen, Brandstiftern und Frauen, die ihr Baby umgebracht haben. Aber auch vielen Eierdieben." Dies beschreibt treffend die Patienten mit denen Joe Bausch zu tuen hat. Joes Bausch lässt den Leser teilhaben an dem Leben hinter Gittern, das unterscheidet in Menschen mit und ohne Schlüssel. Eine für Aussenstehende kaum nachvollziehbare Welt, die ihre eigenen Gesetze hat. Der Autor versteht es, mit der ihm eigenen Deutlichkeit, die Denkweise vieler Insassen und auch des Personals, das System Justizvollzug, die Unterschiede zwischen den Kriminellen im sozialen Gefüge der JVA, aber auch seine eigenen Gefühle und Gedanken darzulegen. Auch der Einfluss seines Berufs auf seine Familie bleibt nicht aussen vor. Joe Bausch beschreibt auch warum er nicht nur Gefängnisarzt ist, sondern eben auch Gerichtsmediziner im Kölner Tatort, warum er diese 2.Welt braucht. Er rüttelt wach was die Zustände in deutschen Gefängnissen angeht, prangert auch Missstände an und appeliert an die Verantwortlichen Änderungen zu beschliessen. Bei jeder Zeile kann man nachemfinden, dass Joe Bausch nicht nur einen Job macht, sondern mit Leib und Seele seiner Berufung nachgeht. Als Leser taucht man tief ein in eine Welt, die man überhaupt nicht kennt. Durch seine direkte Art lernt man auch die Gefühle und Probleme der Gefangenen und auch des Personals kennen. Meine absolute Leseempfehlung, für alle, die auch mal über den Tellerrand hinausschauen wollen, für alle, die auf politischer Ebene Entscheidungen treffen in Bezug auf den Strafvollzug und auch für Leute wie mich, die Joe Bausch als Schauspieler grossartig finden und etwas lesen möchten über seine 2. Seite des Lebens.

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  • Ein interessanter Einblick in das Gefängnisleben

    Knast
    chiara

    chiara

    27. March 2013 um 14:59

    Nachdem ich mir neben dem Klappentext auch einige Rezensionen zu diesem Buch durchgelesen hatte, war ich mir nicht sicher, ob ich es wirklich lesen sollte. Die damals vorhandenen Rezensionen waren ziemlich kritisch, so dass ich mich nicht traute das Geld für ein gebundenes Buch auszugeben. Mein Zwiespalt wurde beendet, als ich das Buch in der Bibliothek gesehen habe. Jetzt konnte ich es ohne Bedenken lesen. Falls es mir nicht gefallen sollte, hatte ich zumindest kein Geld dafür ausgegeben. Am Ende war ich froh, dass ich „Knast“ gelesen habe. Ein Blick hinter die Mauern eines Gefängnisses zu werfen ohne die eigene Couch zu verlassen, reizt doch schon sehr. Zum meinem Glück habe ich vor dem Lesen den Klappentext ignoriert. Denn er vermittelt dem Leser einen ganz anderen Eindruck vom Inhalt dieses Buches und erweckt daher auch andere Erwartungen. „Knast“ ist im weitesten Sinne ein Sachbuch. Aber wenn man es genau nehmen möchte, ist es eine Mischung aus Biographie und Tatsachenbericht. Denn neben der Schilderung des Knastalltags und der ein oder anderen Lebensgeschichte eines Häftlings erzählt Joe Bausch wie er auf den, für viele Menschen sicherlich ungewöhnlichen, Wunsch kam als Gefängnisarzt zu arbeiten und wie ihm der Schauspielberuf bei der Bewältigung des Alltages hilft. Das Erfreuliche an diesem Buch ist, dass Joe Bausch immer Klartext redet. Er beschönigt nichts sondern informiert den Leser objektiv und auch kritisch über das Leben im Knast. Der Leser merkt schnell, dass Joe Bausch niemand ist, der mit seiner Meinung hinter dem Berg hält oder versucht den Leser irgendwie zu beeindrucken. Der Autor hat es nicht nötig mit medizinischen Fachbegriffen um sich zu werfen oder sich einer hochgestochenen Sprache zu bedienen. So stolpert man beim Lesen auch über das ein oder andere Schimpfwort, das nicht durch drei Punkte abgekürzt sondern wirklich ausgeschrieben ist. Mich hat es sehr fasziniert zu lesen wie der Alltag im Knast funktioniert. Bisher hatte ich immer nur durch Filme oder durch die Nachrichten einen kleinen Einblick in das Gefängnisleben erhascht. Wie realistisch diese waren, sei dahingestellt. Aber mit diesem Buch, das sich nebenbei auch noch sehr gut lesen lässt, bekam ich einen guten Eindruck vom Leben hinter Gittern. Dass die Lebensgeschichten der Gefangenen von Joe Bausch abgewandelt wurden, hat mich nicht gestört. Fazit: Wer gerne einmal einen objektiven Einblick in das Leben in einem Gefängnis werfen möchte, dem kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Auf eine interessante Art und Weise beschreibt Joe Bausch wie der Alltag im Knast funktioniert. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund, so dass der Leser auch für die Missstände in den Gefängnissen sensibilisiert wird. Alles in allem ein gelungenes Buch.

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  • Rezension zu "Knast" von Joe Bausch

    Knast
    monja1995

    monja1995

    07. March 2013 um 14:53

    Klappentext: Als Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth beugt er sich im Kölner Tatort mit grünem Kittel mürrisch über Leichen. Nach Drehschluss fährt er zurück in sein richtiges Leben: Seit über 25 Jahren arbeitet Joe Bausch als Gefängnisarzt in Werl, einer der größten deutschen Justizvollzugsanstalten.Die Häftlinge vertrauen ihm. Sie erzählen von den dunklen Seiten des Lebens, lassen ihn tief in die Abgründe ihrer Seele blicken. Hautnah erlebt er Konflikte und Tragödien: Ein Mann in U-Haft hat Angst um seine schwangere Frau. Bei Joe Bausch legt er eine Lebensbeichte ab – und erhängt sich zwei Tage später. Ein Mörder gesteht weitere Verbrechen, weil er weiß, dass sein Arzt an die Schweigepflicht gebunden ist. Persönlich und eindringlich erzählt Joe Bausch zum ersten Mal von einer Welt mit ihren eigenen Regeln. Mein Umriss: Der Schauspieler und Arzt Joe Bausch erzählt aus seinem Alltag als Arzt im Gefängnis Werl. In diesem Buch erzählt er über viele einschneidende Erlebnisse der Insassen ebenso wie seine eigenen und wie er und die Vollzugsbeamten mit dieser schweren oft fast unlösbaren Aufgabe fertig werden. Auf einige Insassen geht er im Besonderen ein. Ohne jedoch deren Namen und das genaue Verbrechen wegen dem sie einsitzen, zu nennen. Seine eigene Vergangenheit und da insbesondere seine von strenger Erziehung und wenig Zärtlichkeit geprägte Kindheit und Jugend lässt er dabei nicht ausser Acht. Hat er doch festgestellt, dass diese Zeit die Menschen in besonderem Maße prägt und entscheidend dafür ist, wie sie ihr Leben als Erwachsener meistern. Die mentale Belastung seiner Kollegen ebenso wie seine eigene und die seiner Familie bleibt dabei auch nicht unerwähnt. Auch seiner Leidenschaft, der Schauspielerei widmet er einen kleinen Teil dieses Buches. Mein Eindruck: Nüchtern geht Bausch auf die Einzelschicksale der Gefängnisinsassen ein und lässt nicht unerwähnt, dass man sich als Bediensteter in Gefängnismauern ein besonders dickes Fell zulegen muss, um daran nicht zu zerbrechen. Anhand diverser Begebenheiten in seiner Kindheit und Jugend bringt er dem Leser nahe, warum er sich ausgerechnet dafür entschied, als Gefängnisarzt zu arbeiten. Hierzu lässt er dann auch ein paar Begebenheiten einfliessen, die den Leser zum Schmunzeln bringen. Wie zB der kurze Weg zum Arbeitsplatz… Mit den geschilderten Einzelschicksalen gewährt er dem Leser einen Einblick in eine Strafanstalt, wie er sie sonst wohl nie haben würde. Bausch beschönigt und verteidigt nicht, versucht aber zu erklären, warum Strafgefangene so sind, wie sie sind. Mein Fazit: Wer sich weniger für Bausch als Person, sondern mehr für dessen Beruf interessiert, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

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  • Rezension zu "Knast" von Joe Bausch

    Knast
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    13. April 2012 um 01:43

    „Die einen haben einen Schlüssel, die anderen nicht.“ Joe Bausch hat einen Schlüssel, denn er ist nicht nur Schauspieler im Kölner Tatort, sondern auch Gefängnisarzt. Er kann frei entscheiden, ob er eine Tür öffnet oder schließt. Seine Patienten in der JVA Werl können das nicht, ihre Zellentüren haben innen keine Klinke. Ein Gefängnis ist ein im wahrsten Sinne des Wortes abgeschlossener Kosmos für sich. So sind auch die Gefangenen sehr unterschiedlich, haben ihre eigenen Arten, mit der Situation Knast zurechtzukommen. Nur eines ist genauso wie außerhalb der Gefängnismauern: Prominente sind gleicher als andere. Sie haben ein Heer von Anwälten und einflussreiche Kontakte, die ihnen Vergünstigungen einbringen, während die Mehrheit der Gefangenen Schwierigkeiten hat, sich auch nur verständlich zu artikulieren. Gut fand ich Bauschs politische Forderungen nach Veränderungen im Strafvollzug, die kurzfristig zwar Geld kosten, langfristig aber einen Anstieg der Kriminalität verhindern. So könnten beispielsweise Einzelzellen das in den Gefängnissen vorhandene Gewaltpotential erheblich senken. Auch das psychotherapeutische Angebot müsste ausgebaut werden. Die Einblicke in den Knastalltag dagegen fand ich eher enttäuschend, sie blieben mir zu allgemein und oberflächlich. Besonders, weil hier nicht wahre Geschichten erzählt wurden, sondern eine Mischung aus Fiktion und Realität. Ich hatte da mehr erwartet.

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