Veilchens Winter

von Joe Fischler 
4,4 Sterne bei76 Bewertungen
Veilchens Winter
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Positiv (65):
K

Was für ein humorvoller & spannender Start für Valerie Mauser alias "Veilchen" im LKA Innsbruck! Protagonisten/Wortwitz machen Lust auf Mehr

Kritisch (1):
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Handlungen oft nicht nachvollziehbar

Alle 76 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Veilchens Winter"

Auf die feucht-fröhliche Willkommensfeier an ihrem neuen Innsbrucker Arbeitsplatz folgt für Oberstleutnant Valerie "Veilchen" Mauser direkt die Audienz beim Landeshauptmann. Und der Fall, der ihr dort übertragen wird, hat es in sich: Die Entführung einer russischen Oligarchentochter bei einem Skikurs darf keine Wellen schlagen. Die Untersuchungen müssen streng geheim bleiben. Und auch die neuen Kollegen machen der resoluten Ermittlerin das Leben nicht gerade leicht.
Eine Leiche taucht auf, und ehe sie sich s versieht, befindet sich Valerie in einem Fall, der rasant Fahrt aufnimmt und in dem sie mehr als nur einmal selbst ins Fadenkreuz gerät. Zwischen Skihotels, Hochfinanz und Landespolitik wittert Veilchen eine Verschwörung und begibt sich in ihrem neuen Revier schnell auf dünnes Eis.

Zum Glück gibt es den Süßigkeitenladen um die Ecke und ihren früheren Einsatzpartner Manfred Stolwerk. Der ist stets zur Stelle, wenn es brenzlig wird, und sein Hang zum Genuss kommt ihm auch in den unpassendsten Momenten nicht abhanden.
Mit Veilchen und Stolwerk hat Krimidebütant Joe Fischler ein ungleiches, aber äußerst charmantes Ermittlerduo geschaffen. Zwischen Bergidyll und Innsbrucker Altstadtflair steuern die beiden zielsicher auf den grandiosen Showdown zu. Das ist pure Unterhaltung!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783852189673
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Haymon Verlag
Erscheinungsdatum:09.03.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Teewurstvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ich mag Veilchen, aber Stolwerk liebe ich!
    Jeder sollte einen Stolwerk haben!

    Kaum mit Brumm-Schädel nach ihrer Willkommensfeier erwacht, bekommt Valerie „Veilchen“ Mauser es direkt mit einem brisanten Fall zu tun. Die Tochter eines russischen Oligarchen wurde entführt. Die LKA-Frau mit den blonden Afro-Locken, frisch aus Wien in ihre alte Heimat Tirol versetzt, erhält die Anweisung, das Kind zu befreien, dabei aber keinen öffentlichen Staub aufzuwirbeln. Diese Forderung kommt nich von irgendwem, sondern aus den Reihen der Landespolitik. Da kann nur einer helfen: Veilchens früherer Einsatzpartner Manfred Stolwerk, der den Polizei-Dienst quittiert hat. Aber wenn Veilchen ruft, ist Stolwerk zur Stelle. Gemeinsam stürzt sich das ungleiche Duo in die Ermittlungen - und deckt überraschende wie gefährliche Verwicklungen auf.

    "Veilchens Winter" ist der erste Fall für Valerie Moser, aber nicht ihr erster Fall für mich - denn ich habe das Veilchen sozusagen von hinten aufgezäumt und bereits den fünften Band „Veilchens Show“ gelesen. Zum Glück, denn so weiß ich, dass die Ermittlerin sich positiv entwickeln wird. Im vorliegenden Fall ist Veilchen in einem ziemlich desolaten Zustand, abgemagert, einsam, achtet nicht auf sich, ein bisschen wie eine streunende Katze. Hier bedarf es eines liebevollen Menschens!  Gottseidank nimmt sich Stolwerk ihrer an, dessen Herz und Humor proportional zu seiner Kleidergröße riesengroß zu sein scheint. 


     Veilchen ist mir sympathisch, wenngleich ihr kompromissloser Einsatz gegen das Verbrechen mir ein wenig zu selbstzerstörerisch ist. Aber, wie ich ja durch meine Lesereise in Veilchens Zukunft weiß: Das wird besser, auch wenn ihr Spitzname nicht von ungefähr kommt und nichts mit Blümchen zu tun hat. Den Anfang von "Veilchens Winter" habe ich als etwas zäh empfunden - ich bin mir tatsächlich nicht sicher, ob ich weitergelesen hätte, wenn ich nicht schon den fünften Band als Vorgeschmack gehabt hätte. Aber: Hätte, hätte, Fahrradkette, es lohnt sich dranzubleiben, wenn man Krimis mit manchmal schrägem Humor, überraschenden (und machmal auch etwas überzogenen) Wendungen und einem beachtlichen Showdown mag. 

    Veilchen in ihrer Zerrissenheit ist mir sympathisch, aber mein Herz gehört Stolwerk - jeder sollte so einen Freund haben. Ich vergebe vier Sterne, Blutergüsse, Powerriegel oder was auch immer - und werde bestimmt auch noch die anderen Bände der Reihe lesen.

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    StephaniePs avatar
    StephaniePvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Meiner Meinung nach der schwächste Teil der Reihe
    Veilchens Winter

    Valerie „Veilchen“ Mauser tritt ihre neue Arbeisstelle in Innsbruck an und wird direkt mit ihrem ersten, sehr kniffligen Fall beauftragt: eine russische Oligarchentochter wird bei einem Skikurs entführt. Die Ermittlungen gestalten sich ziemlich schwierig und auch ihre neuen Kollegen legen ihr den ein oder anderen Stein in den Weg. Als dann auch noch eine Leiche auftaucht kommt Veilchen nicht nur einmal ins Fadenkreuz.

     

    Joe Fischler ist es mit seinem flüssigen Schreibstil  gelungen einen wirklich lesenswerten Kriminalroman zu verfassen. Die Handlung wirkt gut durchdacht und logisch, obwohl die Geschehnisse zum Teil etwas konstruiert und zu gewollt wirken. Der Autor kann schnell Spannung aufbauen und diese beinahe durchgehend halten. Joe Fischler hat einige unerwartete Wendungen in seine Handlung eingebaut, wodurch die Spannung immer wieder schnell aufgebaut werden kann. Besonders der Showdown ist wirklich gelungen und fesselnd.

     

    Die einzelnen Kapitel sind kurz und logisch aufgebaut. Dadurch können unnötigen Längen und Wiederholungen beinahe gänzlich vermieden werden. An einigen wenigen Stellen sind österreichische Begriffe aufgeführt, welche den Lesefluss allerdings nicht beeinträchtigen.

     

    Die einzelnen Protagonisten sind sehr bildlich beschrieben, allerdings wirken sie zum Teil etwas übertrieben und dadurch unglaubwürdig. Ebenso bildlich sind die Tiroler Orte und Innsbruck beschrieben, was zur Folge hat, dass die Handlungsorte besonders authentisch wirken.

     

    „Veilchens Winter“ ist der erste von bisher vier Teilen rund um die Ermittlerin Valerie Veilchen Mauser. Ich kenne bereits zwei Nachfolger und finde, dass diese besser gelungen sind. Der erste Fall wirkt zum Teil etwas zu konstruiert und die einzelnen Protagonisten sind auch nicht wirklich ausgereift, was in den Nachfolgern viel besser gelungen ist.

     

    FAZIT:

    „Veilchens Winter“ ist meiner Meinung nach der schwächste Teil rund um die Ermittlungen von Valerie Mauser. Ich kann daher leider nur 3 Sterne vergeben und empfehle jedem zu den deutlich besser gelungenen Nachfolgern zu greifen.

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    Igelas avatar
    Igelavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Konnte mich weder begeistern noch überzeugen. Die anderen teile werde ich mir sparen.
    Na ja....

    Valerie Mauser, genannt " Veilchen "ist die neue Leiterin des Bereichs Leib und Leben am Landeskriminalamt Tirol. Erst gerade von Wien nach Innsbruck gezogen und nach einer feuchtfröhlichen Einstands-Party muss sie schon ran. Die fünfjährige Tochter eines russischen Oligarchen ist aus dem Anfänger Skikurs verschwunden. Boris und Janette Marinov haben den Landeshauptmann Huberts Freudenschuss beigezogen und der verdonnert Veilchen dazu, die Ermittlungen zu übernehmen. Und dies unter strengster Geheimhaltung, denn ansonsten sieht er die politischen Beziehungen zwischen Russland und Österreich gefährdet.


    So wirklich bin ich nicht überzeugt von der Handlung, dem Schreibstil und dem Fall. Beginnen wir mit den positiven Seiten: Die Figuren sind gut charakterisiert, zwar ab und zu etwas überspitzt…doch im Grossen und Ganzen haben sie mir gefallen. Zwar hätte ich spielend auf die kleine Souffleuse, in Form eines kleinen Bengelchens, der auf Veilchens Schulter sitzt und immer wieder dazwischen quatscht, verzichten können. Doch gestört hat er…es?… mich nur minimal. Auch eine Art, die Gedanken der Protagonistin dem Leser zu vermitteln. Sehr gut rüber kamen bei mir der österreichische Charme, die Beschreibungen der Orte, vor allem Innsbruck, wo ich persönlich auch schon war.

    Veilchen muss also ein kleines Mädchen finden, und dies aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Gründen, unter grösster Geheimhaltung. Leider gerät diese Suchaktion über viele Seiten immer wieder in den Hintergrund.Der Autor hat es als wesentlich wichtiger erachtet, auf fast drei Ebook Seiten Valeries Haare, ihre Beschaffenheit, Form und Farbe, zu beschreiben. Ebenfalls sehr ermüdend : Die Beschreibung des stillen Örtchens, inklusive Form des Waschbeckens des Oligarchen…diese auf fast 2 Ebook Seiten. Soll das amüsant sein ? Wenn ja, hat es leider meinen Sinn für Humor nicht erreicht. Das einzige, das damit erreicht wurde, ist, dass ich den Fall völlig aus den Augen verloren hatte.

    Der Schreibstil ist kurz und knapp gehalten, vor allem die Dialoge fallen mit abgehackten Sätzen auf. 

    Ab und zu erinnert sich Veilchen immer wieder an ihre Tochter Rebecca, die sie vor Jahren im Stich gelassen hatte. Als so richtig passend habe ich diese Schwenker in die Vergangenheit nicht empfunden…und nach dem dritten Mal, als diese Rebecca erwähnt wurde, hat es mich gelangweilt.

    Ein Krimi, der mich nicht wirklich überzeugen und /oder begeistern konnte. Die weiteren Teile werde ich mir sparen.

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    peedees avatar
    peedeevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Was muss ein Buch tun, um 5 Sterne von mir zu erhalten? Es muss mich einfach gut unterhalten. Das hat dieser Krimi absolut getan.
    Ein toller Einstieg

    Valerie Mauser, Band 1: Oberstleutnant Valerie „Veilchen“ Mauser feiert feuchtfröhlich ihren Einstand an ihrem neuen Arbeitsplatz in Innsbruck. Leider ist das Team nicht wirklich erfreut, eine neue Chefin zu kriegen, und dann erst noch eine aus Wien! Veilchen kämpft noch ein bisschen gegen die Auswirkungen ihrer Einstandsfeier, als sie den ersten Auftrag kriegt: Lizah, die kleine Tochter eines russischen Oligarchen, wurde entführt. Die Ermittlungen müssen unbedingt geheim bleiben…

    Erster Eindruck: Das Cover ist durch seine schwarze Grundfarbe sehr auffällig; der Einsatz von Alpenblumen ist passend, da es auch ein Alpenkrimi ist. Gefällt mir gut.

    Valerie hat mir sehr gut gefallen, ebenso Manfred Stolwerk, genannt Stolwerk. Ich mag es zwar nicht, wenn man sich nur mit dem Nachnamen anspricht, aber das ist hier nun mal so. Valerie und Stolwerk haben früher zusammengearbeitet und sind auch freundschaftlich verbunden. Von ihm hat Valerie ihren Übernamen „Veilchen“, da sie innert kurzer Zeit drei Mal Blutergüsse im Augenbereich kassierte. Veilchen fühlt sich noch etwas verloren am neuen Ort und so kriegt sie Besuch von Stolwerk – der ihr dann auch gleich bei den Ermittlungen hilft.
    Hubertus Freudenschuss ist der Landeshauptmann. Sein Name ist ja schon mal toll, oder? Wie kommt man auf so etwas? Ich denke, dass er auch in den kommenden Bänden eine Rolle spielen wird.
    Der Autor hat die Protagonisten und Örtlichkeiten sehr gut beschrieben, so dass ich ein gutes Bild vor Augen hatte.

    Erpressung, Landespolitik, ein Hotelverkauf, reiche Russen, ein mysteriöser Todesfall in der Vergangenheit, eine verschwundene Akte – dies sind nur einige der angeschnittenen Themen.

    Was muss ein Buch tun, um 5 Sterne von mir zu erhalten? Es muss mich einfach gut unterhalten. Das hat dieser Krimi absolut getan. Zuweilen war die Geschichte etwas realitätsfremd, aber das haben die vielen Stellen, an denen ich herzhaft lachen musste, absolut wettgemacht. Wenn ich da nur an die Situation denke, als Veilchen mit Schmatz, dem IT-Profi, rasant mit dem Auto unterwegs ist und er sie leichenblass anfleht, umgehend anzuhalten… es reicht noch knapp, um die Türe aufzumachen, und schon kam es zu einem Wiedersehen mit dem Mittagessen, ohhhhh! Oder als die beiden von einem Hund namens „Rolf Exitus“ verfolgt werden… wirklich herrlich! Und als Stolwerk auf dem Fahrrad die Verfolgung aufnimmt… aber stopp – mehr will ich nicht verraten. Ich hatte zu Beginn einen Verdacht betreffend Täterschaft, aber ich lag leider falsch. Gut gemacht, Joe Fischler!

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    Ambermoonvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Witze-Krimi voller Klischees und etwas realitätsfern, bekommt erst ab der Mitte die Kurve, aber dafür dann richtig.
    Russischer Winter in Tirol

    Valerie „Veilchen“ Mauser, hochverdienter Star bei der Wiener Kripo, wird ans LKA in ihrer Tiroler Heimat berufen. Vom Neuanfang im „Heiligen Land“ erhofft sie sich ein einfacheres, ruhigeres Leben. Da hat sich Valerie aber böse geschnitten. Gleich am ersten Arbeitstag überträgt ihr der Landesvater höchstpersönlich einen äußerst delikaten Fall. In kürzester Zeit wird Valerie zum Spielball von Politik, Hochfinanz und ausländischem Kapital – in Gestalt eines vor kurzem eingebürgerten Oligarchen und Tiroler Neo-Hoteliers. Ein ungeklärter Todesfall und ein entführtes Kind bringen Valerie gehörig ins Schwitzen – ein mörderisch spannender Fall im gar nicht heiligen Land Tirol!…(Klappentext)

    ❆❆❆❆❆❆❆❆❆❆

    „>>Mama?<<, krähte sie mit sattem Bass. >>Kind, um Himmels willen! Bist du krank?<< Valerie Mauser drehte sich auf die Seite und hustete. (S. 5 – Beginn)

    Ich freute mich riesig darauf diesen Alpenkrimi zu lesen. Mal wieder etwas lockeres und witziges. Das es jedoch so „witzig“ wird hätte ich nicht gedacht.

    Alles beginnt damit, dass Valerie Mauser, genannt Veilchen, von Wien nach Innsbruck versetzt wird. Gemütliche Leut‘, prachtvolle Berge und eine ruhige Kugel schieben. So hatte sie sich das Ganze zumindest vorgestellt..unser Veilchen. Vielleicht deswegen ein Grund weshalb man sich gleich bei der Antrittsfeier einen so mächtigen Schnapsrausch umhängt, sodass man Filmrisse hat und sich alles erstmal durch den Kopf gehen lassen muss.
    In diesem Zustand wird Valerie sogleich vom Landeshauptmann in sein  Büro zitiert. Die Hütte brennt, denn die Tochter des millionenschweren russischen Oligarchen wurde entführt und dieser wird nun erpresst. Forderung: 3 Millionen, keine Polizei. Natürlich muss daher alles äußerst diskret ablaufen, ergo wirklich keine Polizei, sowie auch sonst kein Wort zu irgendwem. Veilchen ist auf sich alleine gestellt und muss nun ohne Hilfe die Tochter finden und die Täter dingfest machen. Nur gut, dass man in Tirol als Kriminalbeamtin keiner geregelten Arbeit nachgeht, sondern machen kann was man will, und so beginnt die Jagd nach den Entführern, die vor nichts zurück zu schrecken scheinen. (persönl. Inhaltsangabe)

    Man erkennt vielleicht meinen leicht ironischen Unterton und das hat auch seinen Grund, denn so richtig ernst nehmen kann ich diesen Krimi nicht. Gut, vielleicht ist das auch so gewollt, aber ein bisschen Realitätsnähe wäre schon wünschenswert gewesen.

    Veilchen, eine der besten Kripo-Beamten, agiert zeitweise weder professionell, logisch noch nachvollziehbar und manche Handlungen und Geschehnisse sind etwas realitätsfern.
    Zudem wird hier einiges an Klischees aufgefahren. Sei es der Hansi Hinterseer-Verschnitt von Landeshauptmann, bis hin zu den Tirolern für die jeder ab Salzburg aus dem Balkan zu kommen scheint. Bischt a Tiroler, bischt a Mensch. Bischt koa Tiroler, bischt a Oasch.

    Was mich jedoch am meisten störte, war die nicht aufhören wollende und oft überzogen wirkende Komik. Die Handlung wird nämlich immer wieder durch, meiner Meinung nach, übertrieben lustige Gedanken oder Slapstickeinlagen unterbrochen und das leider allzu oft.

    „>>Der Groschen war gefallen<< hätte auch allzu abgedroschen geklungen. Noch dazu waren Groschen Geschichte, wie die Schillinge, nur die ‚falschen Fünfziger‘ gab’s noch. Die heißen heute Fuffis. Falsche Fuffis…“ (S. 71)

    Danach folgten zwei „normale“ Sätze und dann wieder eine humoristische Einlage. Mit der Zeit hat mich das nur noch genervt, denn die Handlung wollte dadurch so gar nicht voranschreiten. Hinzu kommt dann auch noch das, aus dem Nichts auftauchende, imaginäre Teufelchen Veilchens, welches auf ihrer Schulter sitzt und, wär hätte das gedacht, ebenfalls witzige Sprüche ablässt. Das war für mich einfach too much. Lustiger Schmäh hin oder her, aber alles hat irgendwann seine Grenzen erreicht. Hier geht der Krimi auf Kosten der Witze und des Humors unter (wer hätte gedacht, dass sowas mal aus meinem Mund kommen würde?).

    Ab der Mitte, mit dem Auftauchen ihres ehemaligen Kollegen Stolwerk, wird es jedoch besser. Viel besser! Die humoristischen Einlagen wirken nicht mehr so übertrieben und wurden auf ein erträgliches Maß reduziert. Die Dialoge sind pfiffig und auch wirklich zum Schmunzeln.
    Auch die Handlung nimmt hier an Fahrt auf und somit auch die Spannung. Am Ende konnte mich der Autor sogar mit einer überraschenden Auflösung begeistern.

    Der Schreibstil selbst ist klar und flüssig und auch die Erzählweise, abgesehen von den übertriebenen Komik-Elementen, lädt zum Weiterlesen ein.
    Wäre es nur von Anfang an so gewesen…ich wäre vor Begeisterung nicht mehr zu halten gewesen.

    Fazit:
    Wenn der Krimi von Anfang an so verlaufen wäre, wie von der Mitte an, dann hätte er wohl volle Punktzahl erhalten. So musste ich mich jedoch durch übertriebene und nicht enden wollende humoristische Einlagen kämpfen, welche die Handlung erheblich bremsten und meistens gar nicht so witzig waren. In der ersten Hälfte geht der Krimi also auf Kosten der Witze und Komik komplett unter.
    Mit den Klischees hätte ich mich noch anfreunden können (vor allem weil sie gar nicht so weit hergeholt sind), doch an diesen teils nicht nachvollziehbaren und realitätsfernen Handlungen hatte ich schon ein bissl zu knabbern.
    Nichtsdestotrotz wird dieser Krimi ab der Hälfte richtig gut -> rasant, spannend, überraschende Wendung. Hier sind auch die Dialoge und so manche Geschehnisse wirklich witzig und zum Lachen. Tja, weniger ist eben oft mehr.
    Lesern die auf humoristische Witze-Krimis stehen und es mit der Realität nicht so genau nehmen, kann ich diesen Alpenkrimi ohne Bedenken empfehlen.
    Ob ich nun auch den 2. Teil dieser Reihe lesen werde, weiß ich noch nicht. Bin noch etwas hin und her gerissen.
    Von mir gibt es zwar eine Leseempfehlung, diese richtet sich jedoch vor allem an die Freunde dieser Art von Krimis.

    © Pink Anemone

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    Sikalvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Humorvoller Krimi mit sympathischen Charakteren.
    Einstiegsszenario

    Gleich zu Beginn muss Valerie Mauser die Sitten der Tiroler in ihrer neuen Wahlheimat kennenlernen und muss nach einer sehr ausgeprägten Einstandsfeier mit einem ordentlichen Kater ins Büro. Dort wird sie auch nicht gerade mit offenen Armen empfangen, immerhin wurde sie einem langjährigen Kollegen vorgezogen. Doch für diverse Büro-Kapriolen hat Valerie – genannt Veilchen - keine Zeit, immerhin wurde die kleine Tochter eines russischen Oligarchen entführt.  Niemand geringerer als der Herr Landeshauptmann Hubertus Freudenschuss (herrlicher Name) ersucht Veilchen, das Kind zu finden. Dabei muss natürlich alles geheim bleiben und – man ahnt es – Veilchen taucht in einen Sumpf aus Korruption und Halbwahrheiten…

     

    Der Autor Joe Fischler schreibt mit einer Leichtigkeit und fesselt den Leser ab der ersten Seite. Mit seinen teilweise humorvollen Dialogen und ausgeprägtem Lokalkolorit konnte ich auch diesen ersten Teil sehr genießen. Valerie und ihr bester Freund sowie ehemaliger Kollege Stolwerk sind ein spezielles Ermittlerduo, die über den Tellerrand schauen und so manche Harakiri-Aktion gerade mal so überstehen. Die besonders hervorstechende Freunderlwirtschaft in unserer Alpenrepublik wird hier zum Lesevergnügen.

     

    Ich lese die Veilchen-Krimis nicht in der vorgesehenen Reihenfolge, sondern einfach so wie sie mir in die Hände fallen und trotzdem finde ich es ein leichtes, in das Buch rein zu kommen. Es handelt sich auch nicht um hochkomplexe Zusammenhänge, sondern einfach um nette Unterhaltung. Und das darf ja auch mal sein …

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    Maria135s avatar
    Maria135vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Krimi der besonderen Art. Spritzig, frisch und leicht zu lesen.
    Ein Krimi der besonderen Art.

    Valerie Mauser, auch Veilchen genannt, kommt als LKA-Leiterin nach Innsbruch, ihre Heimat. Sie wird nicht von allen Kollegen freundlich aufgenommen, vor allem Herr Geyer, der mit diesem Posten geliebäugelt hat, ist ihr nicht gerade wohl gesonnen.
    Kaum wurde sie feucht-fröhlich vom Landeshaupt begrüßt und eingeführt, ist sie schon mit ihrem ersten Fall, eine Kindesentführung, versorgt.


    Veilchen ist in ihrer Art sehr sympathisch und bodenständig. Ich werde auf jeden Fall auch die Folgebände lesen.



    Es war für mich eine Freude, dieses Buch lesen zu dürfen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, gespickt mit der richtigen Portion Spannung und Humor. Einfach ein Krimi der besonderen Art. 



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    MartinaScheinvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Handlungen oft nicht nachvollziehbar
    Handlungen oft nicht nachvollziehbar

    Veilchens Winter war mir teilweise zu wenig nachvollziehbar. Welche Polizistin - zumindest in unseren Breitengraden - ermittelt auf eigene Faust ohne jegliche Absicherung von ›oben‹.

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    Seehase1977s avatar
    Seehase1977vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Gute Mischung aus Humor, Lokalkolorit und Kriminalfall ohne ins Kitschige abzurutschen. Gelungen und lesenswert!
    Veilchens Winter

    Zum Inhalt:
    Valerie Mauser, Spitzname Veilchen, wechselt von der Kripo Wien zum LKA und somit in ihre alte Heimat Tirol. Valerie hofft auf ein ruhigeres und einfacheres Leben in den Bergen. Doch weit gefehlt. Mehr oder weniger direkt nach der feucht- fröhlichen Willkommensfeier wird Valerie zum Landeshauptmann Hubertus Freudenschuss zitiert, mit dem sie sich erst vor wenigen Stunden mit Marillenschnaps verbrüdert hatte. Der Fall um den es geht ist äußerst delikat. Die kleine Tochter des ortsansässigen russischen Oligarchen verschwindet während ihres Skikurses spurlos. Solch ein Fall darf im heiligen Tirol keine unnötige Aufmerksamkeit erregen, weswegen Veilchen angewiesen wird, Undercover zu ermitteln. Dann taucht auch noch eine Leiche auf und Valerie Mauser ist auf einmal mitten in einem brisanten Fall, bei dem sie selbst mehr als einmal ins Fadenkreuz gerät. Gut, dass ihr ehemaliger Kollege Stolwerk ihr zur Hilfe eilt…

    „Veilchens Winter“ ist der Debüt-Alpenkrimi des Autors Joe Fischler. Hier trifft Lokalkolorit und erfrischender Humor auf einen spannenden schlüssigen Krimi. Diese Mischung hat Joe Fischler meines Erachtens perfekt getroffen. Nicht zu kitschig lässt er örtliche Idylle und die österreichische Mundart mit in den Kriminalfall einfließen ohne dass dabei Langeweile aufkommt bzw. Spannung verloren geht. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Das Ende ist schlüssig und lässt alle Fäden perfekt zusammenlaufen. Seite für Seite kommt der Leser zusammen mit Valerie Mauser nicht nur der Aufklärung des Falles immer näher, man erfährt auch nach und nach mehr über Veilchen und ihre Vergangenheit. Auch hier ist es dem Autor perfekt gelungen, die persönlichen Belange der Protagonistin nicht in den Vordergrund zu stellen. Valerie war mir von Anfang an sympathisch, eine nach außen wirkende unkomplizierte junge Frau, die aber eine große Bürde mit sich tragen muss. Witzig fand ich das kleine Teufelchen, welches immer auf ihrer Schulter mitagiert und ihre Handlungen kommentiert. Gut gefallen haben mir auch die Charaktere von Veilchens Namensgeber und Exkollegen Stolwerk, dieser scheint mir ein gemütlicher und gutmütiger Mann zu sein, auf dessen Freundschaft sich Valerie stets verlassen kann. Auch mit dem neuen Kollegen und Computerspezialisten Schmatz hat Joe Fischler einen sympathischen Charakter gezeichnet.

    Mit „Veilchens Winter“ ist Joe Fischer ein tolles Debüt gelungen. Erfrischender Humor und ausreichend Spannung sorgen für beste Krimiunterhaltung. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil und auf ein Wiedersehen mit Veilchen und Stolwerk. Auch wer sich normalerweise von Alpenkrimis abgeschreckt fühlt, sollte hier doch einen Blick ins Buch riskieren. Ich jedenfalls gebe gerne eine Leseempfehlung!

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    Susimuellers avatar
    Susimuellervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: sehr gut recherchiert, spannend, aber auch sehr witzig und ironisch. Die Lebensart der Tiroler hervorragend herüber gebracht.
    Ein Alpenkrimi mit Humor und Teufelchen auf der Schulter

    Veilchens Winter ist der erste Band um die Ermittlerin Valerie Mauser und ihrem Seelenfreund Manfred Stolwerk. Ich hatte vor kurzem den zweiten Band "Veilchens Feuer" gelesen und rezensiert und so gefallen an dem sympathischen, leicht tollpatschigen und vor allem menschlichen Ermittlerteam gefunden, dass ich mir den ersten Band nachgekauft habe. 

    Valerie Mauser, die von ihrem Ex-Kollegen und Seelenfreund Manfred Stolwerk in Ironie auf ihre vielen Veilchen, die sie sich zuzieht, nur Veilchen genannt wird, hat ihren Einstand in die neue Ermittlergruppe beim LKA Innsbruck gerade erst feuchfröhlich gefeiert, als sie erkennen muss, dass es auch im "heiligen Tiroler Land" Intrigen und Vitamin-B Beziehungen gibt. Ihr Vorgänger, der von höherer Stelle aus dem Amt vertrieben wurde, war da einer brandheißen Sache auf der Spur. Dementsprechend misstrauisch und abwehrend begegnen ihr einige ihrer Mitarbeiter.

    Valerie Mauser wird vom Landrat gebeten geheim in einem Fall von Kindesentführung zu ermitteln und wird bald zum Spielball von Politik und zahlungskräftigen Russen. 

    Doch bevor Valerie an dem Fall verzweifeln kann, bekommt sie Besuch ihres Ex-Kollegen Stolwerk, der nach einem psychischen Trauma den Dienst bei der Polizei quittiert hat und nun als Sicherheitschef arbeitet.

    Die Krimis von Joe Fischler bestechen durch ihre Einzigartigkeit an Humor und pfiffigen, wortgewandten Dialogen. Teilweise bestehen ganze Handlungsabschnitte aus Gesprächswechseln.

    Die Ermittler Valerie Mauser und Manfred Stolwerk zeichnen sich durch ihre Nicht-Perfektheit aus.

    Valerie, ist die Kommissarin, die sich plötzlich niergeschlagen im Krankenhaus wiederfindet und bei ihrer schnellen eigenmächtigen Entlassung schonmal mit Stolwerks altem Pullover um die Hüften gewickelt, fliehen muss, da ihre Jeans unauffindbar ist und die danach mit Kopfverband und blutverklebten Haaren weiterermittelt. Bei den Ermittlungen steht ihr stets das "kleine Teufelchen auf der rechten Schulter" beiseite, das ihr ironisch und schwarz humoristische Gedanken souffliert.

    Stolwerk dagegen ist der ruhige, besonnene sehr dicke Seelenfreund, der in Valeries kleiner Wohnung köstliche Malzeiten zaubert, sie ständig ans Essen erinnert und bei seiner Verfolgungsjagd auf dem Fahrrad urkomisch ausgesehen haben muss, wie da sein Hinterteil breit über beide Sattelhälften hinausgeragt hat und er keuchend und knallrot vor Anstrengung auf dem Fahrrad saß.

    Fazit: Ein köstlicher, leicht zu lesender Krimi für alle, die es einmal lockerer mögen und trotzdem einen gut recherchierten Fall aufdecken möchten. 

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    joefischlers avatar

    Mein erster Krimi "Veilchens Winter. Valerie Mausers erster Fall" wird Mitte Januar im Haymon-Verlag erscheinen. Schon jetzt könnt ihr eines von 25 Vorab-Exemplaren (Taschenbuch) gewinnen.

    Worum geht's?
    Valerie "Veilchen" Mauser, Tochter eines gebürtigen Tirolers, hochverdiente Kriminalbeamtin des LKA Wien, zieht nach Tirol, wo sie die Stelle der Leiterin des Ermittlungsbereichs "Leib und Leben" angenommen hat. Die bisherige Karrierepolizistin sehnt sich nach einem einfacheren, ruhigeren Leben im beschaulichen, "heiligen" Alpenland. Doch da hat sie sich böse getäuscht – binnen kürzester Zeit findet sie sich zwischen dem Tiroler Landeshauptmann, einem Spitzenbanker und einem Oligarchen wieder, der in Tirol tut, was andere sich niemals leisten könnten. Der Auftrag, den sie zu erledigen hat, ist unmöglich zu schaffen, ohne in Wespennester zu stechen, und von denen gibt es reichlich. Bald geht es nicht mehr um den Fall, sondern um (ihren) Kopf und Kragen. Da kommt einer gerade recht: Valeries früherer Ermittlungspartner, der übergewichtige Ex-Polizist Manfred Stolwerk, einfühlsamer Genussmensch und listiger Fuchs. Gemeinsam laufen sie zu alter Form auf.

    Weitere Informationen zum Buch und mir selbst findet Ihr auf meiner Homepage www.joefischler.com

    Eine ausführliche Leseprobe gibt es hier: www.joefischler.com/Veilchens-Winter_Joe-Fischler_PDF-Leseprobe.pdf

    Wem gefällt's?
    Freunde spannender, realistischer Handlung, gut gezeichneter Charaktere und humorvoller, flüssig geschriebener Bücher werden die Veilchen-Krimis mögen.

    Für die Teilnahme…
    sagt mir bitte, was euch konkret euch an "Veilchens Winter" und dem Genre reizt.

    Wichtig…
    Der Verlag stellt 25 Taschenbücher zur Verfügung, die bereits Mitte kommender Woche versandt werden sollen. Ich werde die Gewinner noch am Sonntag (7.12.) bekanntgeben und brauche die Postanschrift so schnell wie möglich, um den Termin einhalten zu können.

    Ich hoffe auf zahlreiche Teilnahme und freue mich auf einen regen Austausch. Danke und viel Spaß!

    UPDATE - DIE GEWINNER STEHEN FEST:

    Adlerauge
    Ayda
    Becky1990
    Blaustern
    Booky-72
    Brilli
    Cupcakes2
    dorli
    esposa1969
    Floh
    Gela_HK
    hermine
    hoonili
    irismaria
    kassandra1010
    katze-kitty
    Leserin71
    lisa1997
    logan-lady
    Martha66
    pallas
    Smberge
    TinaHerr
    tinstamp
    tweedledee

    Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern, das Buch kommt so schnell wie möglich und ich freue mich auf einen regen Austausch.

    WICHTIG: Bitte teilt mir eure Adresse so schnell es geht per PN mit – spätestens bis Montag 8.12.2014 24:00 Uhr – der Verlag braucht die Adressen schon am Dienstag.

    An alle, die nicht zum Zug gekommen sind: Vielen lieben Dank für die Teilnahme (& ich hoff, Ihr seid nicht zu traurig :) Alles Liebe!

    Zur Leserunde

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    "Das Setting ist spannend, das Tempo stimmt. Manche der Szenen sind köstlich skurril, die Dialoge witzig, die Figuren besitzen eine ganz eigene Kraft."
    www.krimi-forum.net

    "Flott und lustig erzählt - mehr davon!"
    Steirerkrone, Christoph Hartner

    "ein ansprechendes Krimidebüt"
    Bibliotheksnachrichten, Leopold Haselbacher

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