Ein Konflikt, der unter relativistischen Effekten scheinbar ewig und ohne Ausweg andauert. Eine Liebesgeschichte, die keine Zukunft erwartet. Der Protagonist, ein Sohn amerikanischer Hippies, ist und bleibt ein Spielball des Militärs, das den Pazifisten durch die halbe Galaxis zu unterschiedlichen Kriegsschauplätzen schickt. Einstein fordert seinen Tribut von William Mandella und wirft ihn in weiter und weiter in die Zukunft und entfremdet ihn mehr und mehr von der Entwicklung der menschlichen Gesellschaft. Und trotzdem ist es keine hoffnungslose Geschichte.
Für mich ist das Buch ein Gegenentwurf zu dem älteren Roman „Starship Troopers" von Robert Heinlein. Ob Joe Haldeman diesen "Vorgänger" kannte? Beide Bücher behandeln ein ähnliches Thema, aber sie kommen aus unterschiedlichen Richtungen und gelangen zu gänzlich anderen Schlüssen. Vielleicht möchte ein Literaturwissenschafteler darüber promovieren :-). Ich stelle es mir interessant vor. Wie spiegeln sich die Lebenswelten des älteren Heinlein, der gewonnene 2. Weltkrieg und die Fortschrittsgläubigkeit der 50er Jahre in den USA gegen die Erfahrungen Haldemans im verlorenen Vietnamkrieg, der Ölkrise und den gesellschaftlichen Umbrüchen der 70er Jahre in diesen beiden Werken wider?
Empfehlen möchte ich das Buch allen SciFi-Lesern. Lesen Sie es als actionreiche militärische Science Fiction. Lesen Sie es als dystopische Science Fiction. Lesen Sie es als ein Werk seiner Zeit. Was sagt es uns heute?

























