Joe Haldeman Der ewige Krieg

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Inhaltsangabe zu „Der ewige Krieg“ von Joe Haldeman

Heute Abend zeigen wir Ihnen acht Methoden des lautlosen Tötens.

Es herrscht Krieg. In gigantischen Raumschiffen werden die Soldaten mit Lichtgeschwindigkeit von einem Gefecht zum anderen befördert. Doch während diese Gefechte für sie nur einige Monate dauern, vergehen auf der Erde Jahrhunderte, und bei ihrer Rückkehr in die Heimat stoßen sie auf eine völlig fremde Welt. Einer der berührendsten Antikriegsromane, die je geschrieben wurden – Joe Haldeman zeigt uns, wie Krieg jegliche Logik ad absurdum führt.

Unglaubliches Buch das einen in die Wirren der Raum-Zeit-Kriegsführung katapultiert. Er schafft ein ungemütliches Universum...

— HiasL

Dieses Werk ist atemberaubend. Nicht zuletzt wegen der Zeitdilatation und der daraus entstehenden Konsequenzen.

— EliasBohst

Der interstellare Krieg wird wegen Einstein Relativität über die Jahrhunderte ausgetragen.

— RawQ

Fesselnd, aktuell, absolut gelungen. Ein mit mehreren Awards ausgezeichnetes Werk über die Sinnlosigkeit des Krieges. Lesenswert.

— chuma

Ein wahrer Klassiker der Hard SF! Unglaublich, spannend, grandios!

— Talathiel

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    Der ewige Krieg

    Der_Buchdrache

    31. March 2018 um 00:57

    4.5* »Krieg. Krieg bleibt immer gleich.« Egal, ob man nun von Fallout 3 spricht, von realen Kriegen wie dem Vietnamkrieg oder von Zukunftsvisionen in Science-Fiction-Romanen: Irgendwie ist dieser Spruch doch stets zutreffend. So oft und gern die USA und andere Nationen Krieg auch verherrlichen, so bleibt seine Realität doch stets grausam und unbarmherzig. In »Der ewige Krieg« verarbeitet Joe Haldeman seine Erlebnisse im Vietnamkrieg und setzt, obwohl sein Protagonist viele Hundert Jahre in der Zukunft lebt, doch ein zeitloses Denkmal gegen den Krieg. William Mandella lebt in einer Welt, in der die geistige Elite in einem kosmischen Krieg verpulvert wird. Jeder mit einem hohen IQ wird in die Armee eingezogen und muss gegen die Alienrasse der Taurier kämpfen, welche die Pionierzüge der Menschheit in neue Sternensysteme bedrohen. Dabei sind nicht nur die Taurier eine tödliche Bedrohung, sondern auch die feindliche Umgebung der extraterrestrischen Planeten. Und immer, wenn die Soldaten mit Lichtgeschwindigkeit von Einsatzort zu Einsatzort reisen, vergehen auf der Erde Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte. Wenn sie eines Tages wieder die Heimat sehen dürfen, hat sich das Gesicht der Erde teils bis zur Unkenntlichkeit verändert. Ganz so sicher, wie ich Teile des Romans einordnen soll, weiß ich ehrlich gesagt auch mit einigen Tagen Abstand nicht. Eines steht jedoch fest: Er hat mich unheimlich fasziniert. Der Roman wurde in den Siebzigern geschrieben, was man an einigen Stellen auch merkt. Beispielsweise geht Haldeman von einer maximalen Population von neun Milliarden Menschen aus, was heute als sehr optimistisch bis gar nicht erfüllbar gilt; Schätzungen gehen eher von elf Milliarden aus. Gleichzeitig sind Aussagen zu Homo- und Heterosexualität sowie Gruppensex, die immer wieder Thema sind, für die Zeit der Entstehung sehr brisant, kann ich mir vorstellen. Ganz so einig, wie ich dazu stehen soll, bin ich mir allerdings nicht. Dass die Soldaten so locker mit Sex und Partnerschaft umgehen, finde ich sehr passend. Sie sind tagtäglich mit dem Tod konfrontiert; durchschnittlich erlebt ein Soldat in diesem Krieg einen halben Einsatz, ehe er auf mannigfaltige Art und Weise den Tod findet, nicht selten sogar noch in der Ausbildung. Da erscheint es eigentlich sehr sinnvoll, keine festen Beziehungen einzugehen, aber dennoch nicht auf Sex für Entspannung und Ablenkung zu verzichten. Dann aber heißt es, dass die Regierungen der Zukunft Homosexualität stark fördern, um der Überbevölkerung Herr zu werden. Es gäbe natürlich einfachere Methoden wie Sterilisation oder Medikamente, aber nach genauerem Nachdenken denke ich, dass das Szenario vielleicht doch passen könnte, das Haldeman hier aufbaut. Solche Eingriffe in den Körper könnten viele als zu großen Eingriff in ihre Privatsphäre ansehen. Außerdem wird immer wieder Konditionierung angesprochen. Die Soldaten sind auf bestimmte Reize konditioniert, die ihnen das Töten im Kampfeinsatz erleichtern sollen. Gleichzeitig heißt es auch, dass die Erdbevölkerung durch Propaganda darauf regelrecht konditioniert wird, Homosexualität besser zu finden. Es wird sogar davon gesprochen, dass es bei der Erdbevölkerung allgemein als guter Ton angesehen wird, seine Heterosexualität heilen zu lassen, auch wenn diese nicht direkt verpönt ist und so etwas wie Heterophobie nicht erwähnt wird. Das ist dennoch der Punkt, wo ich dann doch etwas stutzig werde. Haldeman lässt es nicht unreflektiert stehen, sein Protagonist wird mit dieser Entwicklung nämlich auch nicht warm und findet das nicht unbedingt toll. Aber dennoch: Ist das nicht eigentlich fast dasselbe wie heutige Homophobie nur in Grün? Der Roman regt wirklich in vielen Punkten zum Nachdenken und Reflektieren an, was wirklich klasse ist. Mandella kommt immer mal wieder auf die Erde zurück. Dadurch erfährt der Leser, wie sich die Welt in der Zwischenzeit entwickelt hat. Es ist total spannend, diese Entwicklung somit ebenfalls zu verfolgen. Die Ereignisse spielen viele der Szenarien durch, von denen man tatsächlich ausgeht, zum Beispiel globale Kriege um Nahrungsknappheit. Daraus resultieren verschiedene Ereignisse, zum Beispiel die Einführung einer neuen globalen Währung, die im Energiegehalt des Essens gemessen wird, sowie einer neuen Mentalität und Gesellschaftsstruktur. Und so weiter und so fort. Die Entwicklung der Erde baut logisch aufeinander auf, immer, wenn Mandella wieder auf der Erde ist, hat sie sich entsprechend ihren vorherigen Ausgangsbedingungen entwickelt. Irgendwie total krass ist auch, dass quasi die gesamte Wirtschaft der Erde nach und nach auf diesen aufgrund der Zeitdilatation über 1100 Jahre andauernden Krieg ausgerichtet ist. Dementsprechend lange plant auch die Militärführung, nämlich in schlappen Jahrhunderten. Das ist für uns heute irgendwie völlig unvorstellbar und dennoch schafft es Haldeman, das alles plausibel wirken zu lassen. Man stellt sich beim Lesen immer wieder vor, wie es wäre, auf der Erde in dieser oder jener Entwicklungsstufe zu leben. Ist man hochbegabt, wird man in die Armee eingezogen, was quasi mit dem Tod gleichzusetzen ist. Ist man das ist, hat man dennoch keine guten Aussichten, lange zu leben, da die Ressourcen knapp sind und jeder zwar das nötigste, aber kaum jemand mehr als das hat. Morbid faszinierend, darüber nachzudenken. Die ganze Zeit über bleibt natürlich die Frage nach dem Kriegsanlas im Raum hängen. Alles begann damit, dass ein Raumkreuzer der Menschen mit Pionieren an Bord verschwand. Wenig später kehrte eine beschädigte Drohne heim, deren Daten zeigte, dass das Schiff von einer fremden Rasse angegriffen wurde. Warum taten sie das? Wer sind sie? Und woher kommen sie? Für Mandella selbst spielen diese Fragen keine Rolle. Er ist ein pazifistisch veranlagter Soldat, der eigentlich nur überleben will, um endlich die Armee verlassen zu können. Er ist insbesondere am Anfang in seiner Ausbildung eher ein Teil eines Kollektivs, was sich auch in der Erzählweise wiederspiegelt. Wir haben zwar einen personellen Ich-Erzähler, der aber dennoch eher im Hintergrund bleibt und vordergründig berichtend wiedergibt. Eine ungewöhnliche Erzählweise für diese Perspektive, aber es passt eigentlich sehr gut dazu, vor allem, da es der Autor dennoch schafft, Mandella nicht blass wirken zu lassen. Ich wollte mehr Science-Fiction lesen. Das war eine meiner ersten Empfehlungen, die ich erhalten habe, und ich kann diese Empfehlung nur wärmstens weitergeben. Der Roman wird nicht zu Unrecht seit vielen Jahren so gelobt und gilt als Meisterwerk.

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  • Faszinierende Zukunftsvision

    Der ewige Krieg

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. February 2017 um 20:09

    4.5* »Krieg. Krieg bleibt immer gleich.« Egal, ob man nun von Fallout 3 spricht, von realen Kriegen wie dem Vietnamkrieg oder von Zukunftsvisionen in Science-Fiction-Romanen: Irgendwie ist dieser Spruch doch stets zutreffend. So oft und gern die USA und andere Nationen Krieg auch verherrlichen, so bleibt seine Realität doch stets grausam und unbarmherzig. In »Der ewige Krieg« verarbeitet Joe Haldeman seine Erlebnisse im Vietnamkrieg und setzt, obwohl sein Protagonist viele Hundert Jahre in der Zukunft lebt, doch ein zeitloses Denkmal gegen den Krieg.William Mandella lebt in einer Welt, in der die geistige Elite in einem kosmischen Krieg verpulvert wird. Jeder mit einem hohen IQ wird in die Armee eingezogen und muss gegen die Alienrasse der Taurier kämpfen, welche die Pionierzüge der Menschheit in neue Sternensysteme bedrohen. Dabei sind nicht nur die Taurier eine tödliche Bedrohung, sondern auch die feindliche Umgebung der extraterrestrischen Planeten. Und immer, wenn die Soldaten mit Lichtgeschwindigkeit von Einsatzort zu Einsatzort reisen, vergehen auf der Erde Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte. Wenn sie eines Tages wieder die Heimat sehen dürfen, hat sich das Gesicht der Erde teils bis zur Unkenntlichkeit verändert.Ganz so sicher, wie ich Teile des Romans einordnen soll, weiß ich ehrlich gesagt auch mit einigen Tagen Abstand nicht. Eines steht jedoch fest: Er hat mich unheimlich fasziniert. Der Roman wurde in den Siebzigern geschrieben, was man an einigen Stellen auch merkt. Beispielsweise geht Haldeman von einer maximalen Population von neun Milliarden Menschen aus, was heute als sehr optimistisch bis gar nicht erfüllbar gilt; Schätzungen gehen eher von elf Milliarden aus. Gleichzeitig sind Aussagen zu Homo- und Heterosexualität sowie Gruppensex, die immer wieder Thema sind, für die Zeit der Entstehung sehr brisant, kann ich mir vorstellen.Ganz so einig, wie ich dazu stehen soll, bin ich mir allerdings nicht. Dass die Soldaten so locker mit Sex und Partnerschaft umgehen, finde ich sehr passend. Sie sind tagtäglich mit dem Tod konfrontiert; durchschnittlich erlebt ein Soldat in diesem Krieg einen halben Einsatz, ehe er auf mannigfaltige Art und Weise den Tod findet, nicht selten sogar noch in der Ausbildung. Da erscheint es eigentlich sehr sinnvoll, keine festen Beziehungen einzugehen, aber dennoch nicht auf Sex für Entspannung und Ablenkung zu verzichten.Dann aber heißt es, dass die Regierungen der Zukunft Homosexualität stark fördern, um der Überbevölkerung Herr zu werden. Es gäbe natürlich einfachere Methoden wie Sterilisation oder Medikamente, aber nach genauerem Nachdenken denke ich, dass das Szenario vielleicht doch passen könnte, das Haldeman hier aufbaut. Solche Eingriffe in den Körper könnten viele als zu großen Eingriff in ihre Privatsphäre ansehen.Außerdem wird immer wieder Konditionierung angesprochen. Die Soldaten sind auf bestimmte Reize konditioniert, die ihnen das Töten im Kampfeinsatz erleichtern sollen. Gleichzeitig heißt es auch, dass die Erdbevölkerung durch Propaganda darauf regelrecht konditioniert wird, Homosexualität besser zu finden. Es wird sogar davon gesprochen, dass es bei der Erdbevölkerung allgemein als guter Ton angesehen wird, seine Heterosexualität heilen zu lassen, auch wenn diese nicht direkt verpönt ist und so etwas wie Heterophobie nicht erwähnt wird. Das ist dennoch der Punkt, wo ich dann doch etwas stutzig werde. Haldeman lässt es nicht unreflektiert stehen, sein Protagonist wird mit dieser Entwicklung nämlich auch nicht warm und findet das nicht unbedingt toll. Aber dennoch: Ist das nicht eigentlich fast dasselbe wie heutige Homophobie nur in Grün?Der Roman regt wirklich in vielen Punkten zum Nachdenken und Reflektieren an, was wirklich klasse ist. Mandella kommt immer mal wieder auf die Erde zurück. Dadurch erfährt der Leser, wie sich die Welt in der Zwischenzeit entwickelt hat. Es ist total spannend, diese Entwicklung somit ebenfalls zu verfolgen. Die Ereignisse spielen viele der Szenarien durch, von denen man tatsächlich ausgeht, zum Beispiel globale Kriege um Nahrungsknappheit. Daraus resultieren verschiedene Ereignisse, zum Beispiel die Einführung einer neuen globalen Währung, die im Energiegehalt des Essens gemessen wird, sowie einer neuen Mentalität und Gesellschaftsstruktur. Und so weiter und so fort. Die Entwicklung der Erde baut logisch aufeinander auf, immer, wenn Mandella wieder auf der Erde ist, hat sie sich entsprechend ihren vorherigen Ausgangsbedingungen entwickelt.Irgendwie total krass ist auch, dass quasi die gesamte Wirtschaft der Erde nach und nach auf diesen aufgrund der Zeitdilatation über 1100 Jahre andauernden Krieg ausgerichtet ist. Dementsprechend lange plant auch die Militärführung, nämlich in schlappen Jahrhunderten. Das ist für uns heute irgendwie völlig unvorstellbar und dennoch schafft es Haldeman, das alles plausibel wirken zu lassen. Man stellt sich beim Lesen immer wieder vor, wie es wäre, auf der Erde in dieser oder jener Entwicklungsstufe zu leben. Ist man hochbegabt, wird man in die Armee eingezogen, was quasi mit dem Tod gleichzusetzen ist. Ist man das ist, hat man dennoch keine guten Aussichten, lange zu leben, da die Ressourcen knapp sind und jeder zwar das nötigste, aber kaum jemand mehr als das hat. Morbid faszinierend, darüber nachzudenken.Die ganze Zeit über bleibt natürlich die Frage nach dem Kriegsanlas im Raum hängen. Alles begann damit, dass ein Raumkreuzer der Menschen mit Pionieren an Bord verschwand. Wenig später kehrte eine beschädigte Drohne heim, deren Daten zeigte, dass das Schiff von einer fremden Rasse angegriffen wurde. Warum taten sie das? Wer sind sie? Und woher kommen sie?Für Mandella selbst spielen diese Fragen keine Rolle. Er ist ein pazifistisch veranlagter Soldat, der eigentlich nur überleben will, um endlich die Armee verlassen zu können. Er ist insbesondere am Anfang in seiner Ausbildung eher ein Teil eines Kollektivs, was sich auch in der Erzählweise wiederspiegelt. Wir haben zwar einen personellen Ich-Erzähler, der aber dennoch eher im Hintergrund bleibt und vordergründig berichtend wiedergibt. Eine ungewöhnliche Erzählweise für diese Perspektive, aber es passt eigentlich sehr gut dazu, vor allem, da es der Autor dennoch schafft, Mandella nicht blass wirken zu lassen.Ich wollte mehr Science-Fiction lesen. Das war eine meiner ersten Empfehlungen, die ich erhalten habe, und ich kann diese Empfehlung nur wärmstens weitergeben. Der Roman wird nicht zu Unrecht seit vielen Jahren so gelobt und gilt als Meisterwerk.

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  • Unendlich lange Kämpfen...

    Der ewige Krieg

    EliasBohst

    08. December 2016 um 22:00

    Unendlich lange kämpfen ... muss man mit diesem Buch nicht. Dazu enthält eine packende Geschichte eines intergalaktischen Krieges, der an den Vietnam-Krieg angeleht ist. Während Soldaten in Raumschiffen von einem Schlachtfeld zum nächsten geflogen werden, vergehen aufgrund der Zeitdilatation hunderte von Jahren auf der Erde. Nach jedem Gefecht und jedem Flug haben die Soldaten und Ihre Feinde somit ganze Technologiesprünge zu verzeichnen, die die tief schlafenden Soldaten vor neue Herausforderungen stellen. Kein Wunder, dass der Protagonist sich früher oder später die Frage nach dem Sinn stellt. Ein fantastisches Werk von Joe Haldeman, dass man als Science-Fiction-Freund gelesen haben muss!

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  • Wer den Frieden will, der rüste zum Krieg

    Der ewige Krieg

    FelixM

    01. November 2014 um 02:13

    Der ewige Krieg ist DAS Werk, mit dem Joe Haldeman populär geworden ist, seit seinem erscheinen viel zitiert und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Ein Klassiker also, den man einmal gelesen haben sollte. Haldeman kommt aus einer Zeit, in der es für männliche Autoren en vouge war, ihre eigenen Kriegserlebnisse schriftlich irgendwie zu verarbeiten. Das Buch ist ganz eindutig unter dem Eindruck des Vietnamkriegs entstanden, aus dem Haldeman gerade eben zurückgekehrt war. Dem Autor gelingt es, in diesem Werk den ganzen Wahnsinn des Kriegs zu schildern, auch wenn er eben in eine andere Dimension gehoben wird und unter völlig fremden Gesetzen stattfindet. Man merkt Haldeman zwei Dinge an: Erstens erkennt man, dass der Autor eigene Erfahrungen mit dem Militär hat und zweitens erkennt man auch, dass er fundierte Ahnung von Physik besitzt. Damit bekomt die SciFi, die Haldeman schildert einen wissenschaftliche Touch, ohne, dass sie gefahr läuft, hochtrabend zu klingen. Oder so, dass man als Laie irgendwann fragend dasitzt. Haldeman beleuchtet in seinem Buch den ganzen Wahnsinn von Krieg durch die Augen von William Mandella, skizziert die Machtlosgígkeit des Einzelnen, die Macht der Propaganda, und die Sinnlosigkeeit des Kriegs auf eine monumenatle Art und Weise. Wer Military-SF mag, kommt um dieses Meisterwek nicht herum!

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  • Rezension zu Der ewige Krieg von Joe Haldeman

    Der ewige Krieg

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. August 2014 um 11:48

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele Joe Haldeman, selbst Veteran des Vietnamkriegs, hat mit “Der ewige Krieg” eine eindringliche und bewegende Geschichte über die Tragödien und Sinnlosigkeiten des Krieges. Dabei beschreibt der Autor schonungslos und offen, mit geradezu brutaler Sprache den ewigen Krieg, in den die Menschheit im 23. Jahrhundert mit irgendwelchen Aliens gerät, und deutet auch dessen Folgen an – für die Veteranen und die auf der Erde Zurückgebliebenen gleichermaßen. Dabei legt die Geschichte ein nahezu halsbrecherisches Tempo vor. Die Handlung rast nur so dahin, Figurenentwicklung gibt es eigentlich keine, alles bleibt austauschbar, ganz bewusst wohl entwickeln sich hier kaum einzelne Charaktere aus der Menge heraus, Figuren wie Schauplätze bleiben quasi universell austauschbar. Das schadet der Geschichte aber nicht, sie ist trotzdem, oder auch gerade deswegen, schnell und flüssig gelesen und man wird als Leser geradezu mitgerissen von dem rasanten Tempo. Zynisch und stellenweise durchaus böse erzählt der Autor diese Geschichte über die Sinnlosigkeit des Krieges und versieht diese mit wirklich gut durchdachten, sehr faszinierenden Science Fiction Elementen. Ein Antikriegsroman, der unter die Haut geht, ein rasantes Lese”vergnügen”, das schonungslos den Unsinn des Krieges darlegt. Nur das Happy End war nicht so ganz meins.

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  • Rezension zu "Der ewige Krieg" von Joe Haldeman

    Der ewige Krieg

    Babscha

    02. September 2011 um 00:05

    Ende des 23. Jahrhunderts gerät die Menschheit durch einen dummen Zufall in einen Dauerkonflikt mit Aliens aus dem Sternbild Taurus. Jede Seite rüstet permanent auf, man verfolgt sich, beharkt sich, ersetzt laufend die Verluste. Zu Gesicht bekommen hat man sich allerdings noch nie. Junge Leute werden in einem unersättlichen weltumspannenden Militärsystem in den Kriegsdienst gepresst und sinnlos verheizt, Hauptsache, die Maschinerie läuft. Einer von ihnen ist William Mandella, der auch die Geschichte erzählt. Physikalisch perfektionierte Arten der Fortbewegung im All durch geschickte Raum-Zeit-Manipulationen führen dazu, dass auf der Erde Jahrhunderte vergehen, während im Raum kurzweilig ein Ereignis das Nächste jagt. Und da Mandella das Glück hatte, bereits mehrere Schlachten zu überleben, führt dies bei seinen kurzen Stippvisiten zur Erde zu immer verstörenderen Kontakten mit einer Welt, die ihm völlig fremd geworden ist. Nirgendwo findet er, Pazifist durch und durch, noch Halt oder zumindest etwas Erkenntnis. Ganz im Gegenteil: Als gefeiertem Kriegsveteranen werden ihm jetzt die mächtigsten Schlachtkreuzer und Kommandos anvertraut. Und die Kriegstreiberei bleibt natürlich ungebrochen. Nach einem Jahrtausend sinnlosen Kampfes und einer Welt, in der man dem Problem völliger Überbevölkerung zuletzt nur noch mit zwangsweiser Homosexualisierung der Menschheit zu begegnen weiß, läuft zuletzt natürlich alles aus dem Ruder. Mit seinem bereits Anfang der Siebziger-Jahre geschriebenen Kultroman gelingt dem Autor tatsächlich ein aufrüttelndes, ungewöhnliches und nachdenklich machendes Werk über die Sinnlosigkeit des Krieges in einer fortschreitend degenerierenden Gesellschaft, ganz so, wie es durchaus denkbar wäre, wenn es denn endlich mal zu einem Kontakt mit draußen käme. Und das gerade nicht mit der großen Pathetik und den schicksalhaften Entwicklungen und Wendungen großer Weltliteratur, nein, im Grunde empfinde ich das Buch als richtig kleines, gemeines, aber feines Machwerk, das ganz bewusst mit harter, streckenweise brutaler Sprache, triefendem Zynismus und für damalige Verhältnisse auch sexuell recht freizügig die Dinge auf den Punkt bringt. Die -zumindest im All- hastig nach vorne treibende Geschichte lässt -mit der einzigen Ausnahme einer unerwünschten, allerdings dauerhaft angelegten Liebe des Hauptprotagonisten zu einer Frau- auch gar keinen Raum für die Entwicklung oder Akzentuierung einzelner Personen. Alles nicht wichtig, alles austauschbar, keine Zeit für sowas. Und nebenbei ist man echt überrascht sowohl über das für die damalige Zeit bereits äußerst fortschrittliche technische Wissen des Autors und seine visionären Gedankengänge wie auch die allen Ernstes immer mal wieder durchblitzende humoristische, na sagen wir sarkastische Ader und den ansprechenden Wortwitz des Autors, zumeist gerade dann, wenn´s besonders dicke kommt. Haldeman, seinerzeit traumatisiert und schwer verletzt aus dem Vietnamkrieg zurück gekehrt, versteht sein Buch selbst als engagierte, offene und aus tiefstem Herzen kommende Anklage gegen den Irrsinn des Krieges. Wie großartig ihm dies gelungen ist, erschließt sich dem Leser von Seite zu Seite mehr. Ein echter Klassiker mit durchgängig 10/10 verdienten Sternen.

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  • Rezension zu "Der ewige Krieg" von Joe Haldeman

    Der ewige Krieg

    Priestess

    16. November 2010 um 20:39

    Obwohl ich kein Freund von Science-Fiction-Romanen bin, hat mich dieses Buch sehr gefesselt. Die Geschichte eines Krieges, der über Jahrhunderte andauert, fern jeglichen Verstandes, gegen einen nahezu unberechenbaren Feind - und das auch noch in den weiten Fernen des Weltalls. Die Sprache des Romans ist an manchen Stellen sehr salopp und in umgangssprachlichem Stil gehalten, was dem Leser einen wirklicheren Einblick in die Gedanken des Hauptcharakters ermöglicht. Die kurzen Informationen zu den Entwicklungen auf der Erde jagten mir Schauer über den Rücken. Das einzige, was mir überhaupt nicht gefallen hat, war das Ende. Leider hatte ich das Gefühl, daß es auf Teufel komm raus ein Happy Ending geben mußte, was dem Buch an sich zwar nicht geschadet hat, was aber dennoch unnötig erscheint.

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  • Rezension zu "Der ewige Krieg" von Joe Haldeman

    Der ewige Krieg

    rallus

    13. February 2010 um 14:36

    ein immer noch aktueller Science Fiction Antikriegsroman, der die Sinnlosigkeit und die quälende Leere und Nachdenklichkeit während der Einsätze im Galaktischen Krieg zeigt. Ein wie man in der modernen Kriegsführung sieht - sehr aktuelles Buch über die Sinnlosigkeit von Kriegen!

  • Rezension zu "Der ewige Krieg" von Joe Haldeman

    Der ewige Krieg

    tischo

    14. October 2009 um 20:54

    Das Buch ist definitiv ein Antikriegsroman. Der Krieg gegen eine Alienrasse stellt sich als vollkommen sinnlos und irrsinnig heraus. Die Personen sind meiner Meinung nach absichtlich austauschbar.
    Doch davon abgesehen ist es ein packender SciFi Roman und ein absoluter Klassiker.

  • Rezension zu "Der ewige Krieg" von Joe Haldeman

    Der ewige Krieg

    strabo2001de

    18. December 2007 um 12:14

    Ein Antikriegsbuch? Ich bin bei der Fragestellung in meiner Überschrift etwas zwiegespalten. Sicher erkennt man die typischen Elemente von so genannten Antikriegsromanen. Die manipulierten jungen Menschen, das nicht zurecht kommen in der zivilen Welt usw. Das ganze wird hier allerdings etwas klischeehaft dargestellt und überzeugt nicht wirklich. So wie überhaupt die Figuren sehr blass bleiben. Joe Haldemann gelingt es nicht, seinen Hauptpersonen Leben einzuhauchen. Unabhängig vom oben gesagten ist die Story trotzdem interessant, weil nicht viele Autoren sich an das Thema der Zeitdiletation heranwagen.

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