Joe Hammond

 4,1 Sterne bei 66 Bewertungen

Lebenslauf von Joe Hammond

JOE HAMMOND war Autor und Dramatiker. Sein Stück »Where the Mangrove Grows« - ein Stück über Kindesvernachlässigung - wurde 2012 in London uraufgeführt. Ende 2017 erhielt Joe Hammond die Diagnose, an der Motoneuron-Krankheit zu leiden, an der er im November 2019 starb. »Eine kurze Geschichte vom Fallen« ist Gill, seiner Frau, und ihren gemeinsamen Söhnen Tom und Jimmy gewidmet.

Quelle: Verlag / vlb

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Neue Rezensionen zu Joe Hammond

Immer wieder fällt der Autor Joe Hammond hin, das erste Mal als er seinen kleinen Sohn zu Schule bringt. Langsam merkt er, dass etwas mit seinem Körper nicht stimmt. Nach einer kurzen Arzt Odyssee steht fest er leidet an der Motoneuron-Krankheit. Diese ist tödlich, da sie das Nervensystem zerstört.

Hammond weiß nun um seine Endlichkeit und nimmt denn Leser mit auf den diesem Weg- von kurz vor der Krankheit bis zum Jetzt. 


Mit einem etwas gewöhnungsbedürftigen Humor - erlebt man sein Leben - sein Taumeln -sein Fallen - sein immer mehr abhängig und unbeweglicher werden. Hammond nimmt auf seine Weise Abschied von seiner Familie, von seinem Leben und auch von der Welt in der sich ohne Hilfe bewegen konnte. 


Da ist Wut, Traurigkeit und Angst, sprich die ganze Bandbreite inklusive der großen Liebe zu seiner Frau zu seinem Sohn, sowie auch an das Leben.



Fazit:

Ja, mit dem Humor des Autors, Joe  Hammond, muss man erst mal klarkommen, denn er ist sehr direkt, nicht immer nett zu sich und seiner Krankheit. Er will keine Tränen, kein Mitleid und ich glaube auch keine Aufmerksamkeit. Auf mich wirkte es beim Lesen so, wie wenn er durch dieses Buch, sein schreiben sein Weg ist um mit der Krankheit und seinem baldigen Ende umzugehen.

Genau das hat mich beeindruckt. Denn er ist so direkt - läßt den Leser an der ganzen Bandbreite seiner Gefühle teilhaben, seinen Stürzen und seinem immer mehr abhängig sein. Sprich mit seinem Scheitern.

Diese Nähe berührt, beeindruckt und hallt nach.


4  STERNE 

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Cover des Buches Eine kurze Geschichte vom Fallen - Was ich beim Sterben über das Leben lernte (ISBN: 9783959674850)verschnaufpauses avatar

Rezension zu "Eine kurze Geschichte vom Fallen - Was ich beim Sterben über das Leben lernte" von Joe Hammond

Eine kurze Geschichte vom Fallen - Einmalige Erfahrungen des Lebens
verschnaufpausevor einem Jahr


Das Sterben ist meist ein kurzer Prozess. In Filmen zieht dein komplettes Leben in wenigen Sekunden an dir vorbei, bis du möglichst dramatisch an dein Ende kommst. Das echte Leben kann jedoch viel dramatischer sein als jedes Drehbuch: Joe Hammond weiß, dass er stirbt. Nicht sofort, aber mit Sicherheit. In der restlichen Zeit, die er hat, versucht er sich auf den letzten Tag vorzubereiten. In seinem Werk lässt er sein Leben Revue passieren, versucht jeden Moment zu schätzen und seine Familie zu ehren. Das alles ist ihm gelungen.

Mit Anekdoten seiner Vergangenheit, Geschichten über seine Familie und Erzählungen der Gegenwart füllt er die Seiten zur Verarbeitung des bevorstehenden Ereignisses. Dem Lesenden wird trotz des oftmals uneinigen Stils bewusst, dass es um die Dramaturgie des Seins geht - nicht um das Ziel an sich. Die Art und Weise des Prozesses ist einmalig und zeigt Einblicke, die ich vorher nicht erahnt hatte. Dass der Fokus des Buches immer wieder verschoben wird, entpuppt sich als Stilmittel des Realität und wiegt für mich fehlende Bestandteile der Lektüre auf.

Im Gegensatz zum üblichen Ablauf darf und muss Hammond alles miterleben und entscheiden. Wer kümmert sich um mich? Was werde ich alles verpassen? Wo werde ich begraben? Und wie gehe ich damit um? Fragen, die eigentlich sonst keine Antwort finden.

Dabei werden zentrale Themen wie die Würde des Menschen, die Grenzen des Seins und die für ihn wichtigsten Dinge im Leben thematisiert. Hammonds Erzählung gibt die Sicht auf persönliche Erfahrungen, die einmaliger nicht sein könnten. 





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Das Buch hat mich vom ersten Moment an gefesselt. Der Autor, Joe Hammond, erzählt von seiner unheilbaren Krankheit und wie er im Alltag mit ihr umgeht. Es ist sehr beeindruckend, dass sich ein Mensch überhaupt traut, eine solch intime Geschichte zu erzählen. Jedenfalls merkt man von der ersten Seite an, dass es sich hierbei um ein Werk handelt, das authentischer nicht sein könnte.
Besonders der Beginn des Buches geht einem sehr nahe. In diesem Teil erzählt der Autor davon, wie schwierig es für ihn ist von Tag zu Tag mitzubekommen, wie die eigenen Kräfte schwinden und wie die Dinge, die gestern vielleicht noch selbstverständlich waren, heute wie eine unüberwindbare Hürde erscheinen können.
Vielen Dank für dieses ehrliche und ergreifende Werk!

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