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Soeren

vor 4 Jahren

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Nachdem ich von Joe Hils Romanen "Blind" und "Teufelszeug" begeistert war, dachte ich, mit seiner Kurzgeschichtensammlung nichts falsch machen zu können. Zumal sich die Kurzgeschichtensammlungen seines Vaters ebenfalls immer recht gut lasen.

Aber so kann man sich täuschen. Knapp die Hälfte der Geschichten ist richtig gut. Dazu gehören "Best new horror", "20th century ghosts" (Übrigens der Originaltitel des Buches) vom Anfang, aber auch "Das schwarze Telefon", "Das Cape" sowie die deutsche Titelgeschichte "Black box".

Viele der weniger gelungenen Storys - zum Beispiel "Bobby Conroy kehrt zurück" oder "Witwenfrühstück" beginnen interessant, haben aber ein offenes, nichts sagendes Ende und/oder sind im Mittelteil einfach langweillig.

Geschichten wie "Die Masken meines Vaters" (was wollte der Autor damit sagen?) und "Pop Art" waren bizarr. Überhaupt nicht warm wurde ich mit "Die Geretteten", "Der Gesang der Heuschrecken" und "Endspurt."

Als Fazit lässt mich deshalb bloß ziehen, dass Joe Hill eindeutig ein besserer Romancier als ein Kurzgeschichtenschreiber ist. Aber als Fan seiner anderen Bücher sollte man auch einen Blick in diese Geschichtensammlung riskieren. Man sollte bloß nicht mit zu großen Erwartungen darangehen.

Autor: Joe Hill
Buch: Black Box
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