Christmasland

von Joe Hill 
4,2 Sterne bei105 Bewertungen
Christmasland
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (88):
Erdbeerschorschs avatar

nicht übermäßig brutal und blutig, trotzdem fesselnd

Kritisch (7):
Navi_M_Grays avatar

Gute Grundidee mit zu viel Füllblabla

Alle 105 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Christmasland"

Kinder, wollt ihr ewig leben?

Charlie Manx ist ein sehr, sehr böser Mann mit einem sehr, sehr bösen Auto. Er entführt Kinder nach »Christmasland«, wo ewige Weihnacht herrschen soll. Die Kinder erwartet dort jedoch etwas Schreckliches, und es gibt keinen Weg zurück. Mit seinem Meisterwerk moderner Fantastik entführt uns der mehrfach preisgekrönte Bestsellerautor Joe Hill auf einen unvergesslichen Horrortrip.
Vicky, für ihren Vater einfach nur »das Gör«, hat die geheime Gabe, Dinge zu finden – verlorenen Schmuck, verlegte Fotos, Antworten auf unbeantwortbare Fragen. Dazu muss sie sich einfach nur auf ihr Fahrrad schwingen. Über die nahe gelegene alte Holzbrücke gelangt sie dann im Handumdrehen, wohin sie will, an all die meilenweit entfernten Orte, wo sich das Verlorene befindet. Der Kleinen ist klar, dass andere (ihre Eltern!) darüber nur ungläubig den Kopf schütteln würden. Sie glaubt es ja selbst nicht richtig.
Auch Charlie Manx hat eine spezielle Gabe. Er ist so in Kinder vernarrt, dass er sie gleich dutzendweise kidnappt. Über verborgene Wege bringt er sie in seinem unheimlichen Rolls-Royce nach »Christmasland«, wo er ewige Weihnacht zu feiern verspricht. Und da Vicky immer wieder Ärger anzieht, ist es kein Wunder, dass sich ihre Wege und die von Charlie irgendwann einmal kreuzen. Aber sie ist gewitzt genug, dem Häscher zu entkommen.
Das ist jetzt Jahre her, und aus dem einzigen Kind, das Charlie je entwischen konnte, ist eine junge Frau geworden, die am liebsten alles vergessen würde. Nur dass Charlie niemand ist, der etwas vergisst. Eines Tages nimmt er Vicky das Wichtigste in ihrem Leben. Kann sie es wiederfinden? Ein gnadenloser Kampf entbrennt, und Vicky will nur eines: Charlie endgültig vernichten ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453437975
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:800 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:08.12.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 23.09.2013 bei Random House Audio, Deutschland erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,2 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne48
  • 4 Sterne40
  • 3 Sterne10
  • 2 Sterne6
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    Buecher-Liebe-des avatar
    Buecher-Liebe-devor einem Jahr
    Top Buch!

    Über den Inhalt

    Charlie Manx ist ein sehr, sehr böser Mann mit einem sehr, sehr bösen Auto. Er entführt Kinder nach »Christmasland«, wo ewige Weihnacht herrschen soll. Die Kinder erwartet dort jedoch etwas Schreckliches, und es gibt keinen Weg zurück. Mit seinem Meisterwerk moderner Fantastik entführt uns der mehrfach preisgekrönte Bestsellerautor Joe Hill auf einen unvergesslichen Horrortrip.

    Vicky, für ihren Vater einfach nur »das Gör«, hat die geheime Gabe, Dinge zu finden – verlorenen Schmuck, verlegte Fotos, Antworten auf unbeantwortbare Fragen. Dazu muss sie sich einfach nur auf ihr Fahrrad schwingen. Über die nahe gelegene alte Holzbrücke gelangt sie dann im Handumdrehen, wohin sie will, an all die meilenweit entfernten Orte, wo sich das Verlorene befindet. Der Kleinen ist klar, dass andere (ihre Eltern!) darüber nur ungläubig den Kopf schütteln würden. Sie glaubt es ja selbst nicht richtig.

    Auch Charlie Manx hat eine spezielle Gabe. Er ist so in Kinder vernarrt, dass er sie gleich dutzendweise kidnappt. Über verborgene Wege bringt er sie in seinem unheimlichen Rolls-Royce nach »Christmasland«, wo er ewige Weihnacht zu feiern verspricht. Und da Vicky immer wieder Ärger anzieht, ist es kein Wunder, dass sich ihre Wege und die von Charlie irgendwann einmal kreuzen. Aber sie ist gewitzt genug, dem Häscher zu entkommen.

    Das ist jetzt Jahre her, und aus dem einzigen Kind, das Charlie je entwischen konnte, ist eine junge Frau geworden, die am liebsten alles vergessen würde. Nur dass Charlie niemand ist, der etwas vergisst. Eines Tages nimmt er Vicky das Wichtigste in ihrem Leben. Kann sie es wiederfinden? Ein gnadenloser Kampf entbrennt, und Vicky will nur eines: Charlie endgültig vernichten …

    Meine Meinung

    Joe Hill ist der Sohn von Stephen King, da ich dessen  Bücher sehr gerne lese war ich natürlich auch neugierig auch die Werke seine Sohnes. „Christmasland“ ist bereits sein dritter Roman, für mich war er allerdings der erste. Der Schreibstil und die Geschichte erinnern auch tatsächlich sehr an Stephen King. Die Geschichte wird spannend erzählt und obwohl das Buch mit 800 Seiten doch sehr dick ist, wird es nicht langweilig. Zwar ist die Geschichte nicht unbedingt realitätsnah erzählt, das tut dem Gesamtwerk aber keinen Abbruch.

    Man lernt die einzelnen Figuren gut kennen und fiebert mit ihnen, besonders mit der Hauptfigur, dem „Gör“ namens Vicky – sie muss einige brenzliche Situationen durchstehen. An so mancher Stelle fiel es mir direkt schwer, nicht noch schneller lesen zu können.

    Fazit

    Ein Buch, das für Fans von Stephen King durchaus zu empfehlen ist. Es ist mit 800 Seite zwar sehr dick, es wird aber keineswegs langweilig. Von mir gibt es hierfür eine klare Empfehlung.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Meteorits avatar
    Meteoritvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Solider Fantasy-Thriller, aber stellenweise ziemlich langatmig. Dennoch: Joe Hill hat mich überzeugt!
    Komm mit mir ins Christmasland ...

    Rezension zu ,,Christmasland" von Joe Hill


    Der Fantasy-Thriller ,,Christmasland" ist mit 800 Seiten am 08. Dezember 2014 im Heyne Verlag erschienen.

    Inhalt:

    Charlie Manx ist ein sehr, sehr böser Mann mit einem sehr, sehr bösen Auto. Er entführt Kinder nach »Christmasland«, wo ewige Weihnacht herrschen soll. Die Kinder erwartet dort jedoch etwas Schreckliches, und es gibt keinen Weg zurück. Mit seinem Meisterwerk moderner Fantastik entführt uns der mehrfach preisgekrönte Bestsellerautor Joe Hill auf einen unvergesslichen Horrortrip. (Klappentext)

    Cover:

    Die Rolls-Royce Statue auf der Motorhaube eines Wraith ziert das Cover zusammen mit einem roten Nebel.  Für mich ein gelungenes Cover und sehr passend zur Geschichte.

    Charaktere:

    Hauptperson ist Vic McQueen, die seit frühester Kindheit eine magische Gabe besitzt, die nicht jeder Mensch hat: Wenn sie mit ihrem Raleigh losfährt  und in Gedanken bei einem Gegenstand oder Menschen ist, öffnet sich ihr eine Brücke, ihre sogenannte Shorter-Way-Brdige, über die sie fahren kann und dann am Zielort des jeweiligen Gegenstands ankommt.

    Doch Vic ist nicht die einzige, die eine solche Eigenschaft hat.
    Charlie Manx, ein böser Mann, besitzt die Gabe, in seinem Rolls-Royce Wraith ins Christmasland fahren zu können, wo er den Kindern für immer Weihnachten verspricht: Ohne Entkommen. Auch Vic kam in seine Fänge, doch befreite sich und nun ist sie erwachsen und besitzt einen Sohn, und Manx wartet nur darauf sich zu rächen...

    Meine Meinung:

    Was für eine interessante Idee! Und auch noch so passend zur Weihnachtszeit, sodass ich mit diesem Buch doch gleich an Weihnachten anfing. Zugleich war ich neugierig: Schafft der Sohn, was der Vater kann? Nämlich: Großartige Bücher zu schreiben?

    Ein Auto als Horrorelement zu benutzen ist nichts neues, in diesem Falle aber doch wieder etwas besonderes. Die Beschreibungen des Wraith sind gruselig, umso mehr noch, da sich das Auto auch gerne immer wieder verselbstständigt und kleine Kinder einsperrt.

    ,,Nathan schlug mit den Händen gegen die Windschutzscheibe und hinterließ dabei rostrote Abdrücke auf dem Glas.
    'Hilfe!', schrie er, während warmes Blut über sein Gesicht lief. 'HILFE, HILFE, BITTE HELFT MIR!'
    Seltsamerweise grinsten die Kinder zurück, als würde er Faxen machen, und winkten eifrig zurück. Er begann zu schreien wie eine Kuh auf dem Schlachthof, die auf dem dampfenden Blut ihrer Artgenossen ausrutschte, bevor es ihr selbst an den Kragen ging."
    S. 276


    Die Geschichte um Vic, wie sie groß wird und weitere Personen kennenlernt, die auch solche Gaben haben, fand ich interessant. Ein bisschen zu viel wurde es mir dennoch, da der Autor jeden Grashalm aus ihrer Vergangenheit erwähnen musste und die Geschichte damit unnötig streckte. Das hat den Spannungs-Effekt leider gedämpft.

    Interessant finde ich auch die Bezeichnung eines Thrillers, denn für mich glich das Buch eher einem Fantasy-Roman. Besonders diese Fantasy-Inhalte gefielen mir aber gut und Joe Hill hat diese auch gut und oft schaurig erzählt.

    Gruselig fand ich auch immer die Beschreibungen von Charlie Manx oder des Gasmaskenmannes. Gerade mehr solcher Horror-Elemente hätten dem Buch auch gut getan.

    ,,'Tief einatmen', sagte der Gasmaskenmann. 'Dann fühlst du dich besser. Entspann dich einfach. Die Sonne ist untergegangen, die Nacht hat angefangen. Gott ist tot, der Himmel rot.'" S.568

    Fazit:
    Im Endeffekt hat mich das Christmasland überzeugt. So lange wie ich dort bleiben musste, würde ich zwar nicht noch mal hin wollen, aber es war sicher eine tolle Reise mit Vic und ihrem Relaigh.
    Ich bin gespannt, wie die anderen Bücher von Joe Hill so sind. Für dieses Buch gebe ich gerne 3 Sterne, für 4 war es mir dann doch ein wenig zu langatmig.

    ,,Die Fantasie war immer nur eine Realität, die darauf wartete, aktiviert zu werden" S.710

    Kommentare: 5
    31
    Teilen
    Leseratz_8s avatar
    Leseratz_8vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: tolle Idee, mittelmäßige Umsetzung... ich habe 2 Anläufe und dann 20 Tage für dieses Buch gebraucht
    Nosferatu (NOS4A2)

    Joe Hills zweite Chance... vor Jahren habe ich "Teufelszeug" gelesen, den zweiten Roman aus seiner Feder und war nach der Lektüre genauso zwiegespalten wie jetzt...

    Ja, er ist der Sohn seines Vaters, ja, er hat  einen ähnlichen Stil, ja, seine Idee zu "Christmasland" ist toll, aber er reißt mich einfach nicht mit. Ich habe das Gefühl mit unnützen(?) Informationen überschüttet zu werden, doch das Problem ist, ich kann nicht einmal sagen, was ich an dem Roman kürzen würde, alles hat seinen Platz und auch seine Notwendigkeit und doch ist es sooo endlos zu lesen.

    Selbst wenn ich hier eine kurze Zusammenfassung des Inhaltes schreiben will, gelingt es mir nicht, denn der Roman ist komplex und vielschichtig und vielleicht war ich deshalb überfordert. Bereits vor einem Jahr (Weihnachten 2015) hatte ich zu lesen begonnen und das Buch nach ca. 50 Seiten wieder weg gelegt - nicht meine Zeit für dieses Buch. Weihnachten 2016 habe ich es mir wieder vorgenommen, Weihnachten kam und ging und ich hatte nicht begonnen. Dann habe ich mich im Januar aufgerafft und endlich angefangen.

    Ich bin froh, dass ich es gelesen haben, denn es ist eine gute Geschichte, aber ich habe sehr mit ihr gekämpft. Sind mir die Protagonisten sympathisch... ja, vielleicht, manchmal... es macht mich verrückt, den Finger nicht in die Wunde legen zu können.
    Und so ist meine Rezi so, wie ich mich nach diesem Buch fühle - wirr und nicht wirklich aussagekräftig.

    Deshalb will ich allen raten, versucht euch an der Geschichte, vielleicht nimmt sie euch sofort gefangen, und wenn es nicht so ist - seid nicht verzweifelt, denn ihr seid nicht allein ;-))

    Kommentare: 1
    37
    Teilen
    Tauns avatar
    Taunvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Mitreissend erzählt; ein echter page turner...
    Mitreissend von der ersten bis zur letzen Seite

    Joe Hill muss sich den Vergleich mit Stephen King gefallen lassen, und zwar nicht nur, weil er dessen Sohn ist. Jeder Schriftsteller eines Horror-Werkes wird unweigerlich mit dem Meister in diesem Genre verglichen.

    Im Gegensatz zu vielen anderen Schriftstellern braucht Joe Hill diesen Vergleich nicht zu scheuen. Mit "Christmasland" beweist er ein Mal mehr, dass er das Talent von seinem Vater geerbt hat.

    Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite mitreisend erzählt und ein echter page turner. Ich freue mich auf mehr von Joe Hill.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Soerens avatar
    Soerenvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Interessante und abwechslungsreiche Horrorgeschichte, die stellenweise aber zu weitläufig erzählt ist.
    Stellenweise zu weitläufig


    Joe Hills dritter Roman ist gut, keine Frage. Es ist eine interessante, ungewöhnliche und abwechslungsreiche Story. Doch im Gegensatz zu „Blind“ und „Teufelszeug“ lässt er sich in „Christmasland“ beim Erzählen allerdings deutlich mehr Zeit. Es gibt zwar keinen wirklichen Leerlauf, dennoch wird die Geschichte um Vic, Wayne und Lou auf den knapp 800 Seiten vielleicht eine Spur zu weitläufig geschildert. Was Joe vermutlich von seinem Vater übernommen hat. 
    Ist das schlecht? Eigentlich nicht.
    Apropos Vater: In „Christmasland“ gibt es an mehreren Stellen leichte Stephen-King-Anspielungen (zum Beispiel das Shawshank-Gefängnis, den Zirkus Pennywise oder die Erwähnung des wahren Knotens). Offenbar spielen beide Storys im selben Universum. Zwar nur ein kleines Detail am Rande, aber mir hat es sehr gefallen.
    Das Lesen von „Christmasland“ hat Spaß gemacht und ich freue mich schon auf Joes nächsten Roman. 

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    NiWas avatar
    NiWavor 3 Jahren
    It's Christmas all the time!

    Das ganze Jahr über Weihnachten? So manches Kind könnte dieser Gedanke locken. Und genau damit spielt Charlie Manx. Denn Charlie Manx ist böse, richtig böse, und bringt Kinder in sein Christmasland, wo die ewige Weihnacht gefeiert wird und kleine Kinder Schreckliches erwartet.

    Was für eine Horrorstory! Von der ersten Seite an konnte mich Joe Hill begeistern, an sich ketten und hat mir Gänsehaut beschert.

    Joe Hill hat das Weihnachtsthema in eine komplexe Handlung gepackt. Charlie Manx ist das weihnachtliche Grauen, der Grinch aus der Hölle oder ist er doch ein üblicher Serienmörder, der sich an kleinen Kindern vergreift? Es steht auf jeden Fall fest, die Kinder erwartet in Charlie Manx’ alten Rolls Royce auf den Weg ins Christmasland nichts Gutes, sogar wenn Zuckerstangen duften und die Weihnachtslieder geträllert werden.

    Aber auch die Protagonistin Vic kann dem Leser das Fürchten lehren. Ein Kind, das verlorene Gegenstände auftreiben kann, das einen Hang zu Fieberschüben hat und in ihrer kindliche Fantasie Geschichten spinnt. Oder steckt mehr dahinter?

    Denn neben dem Weihnachtsthema beschäftigt sich Hill mit der menschlichen Fantasie und bringt damit interessante Denkanstöße auf’s Tapet. Welche Kraft steckt in jedem einzelnen von uns? Können wir mit unseren Gedanken Bäume versetzen und Träume wahr werden lassen? Immerhin lassen wir täglich aus unseren Vorstellungen Realität werden und sei es nur, wenn wir darüber nachdenken, was wir zum Mittagessen kochen oder welche Kleidung wir tragen werden.

    Den Figuren hat der Autor jedenfalls auf fantastische Weise Leben eingehaucht. Sei es der bösartige Charlie Manx, der einem die Gänsehaut den Rücken runter jagt, „das Gör“ Vic, mit der man Unglaubliches erlebt oder Lou, der lange Zeit als stummer Beobachter zum Fels in der Brandung wird und durch sein gutes Wesen der Gegenpol des Grauens der Geschichte ist.

    Der bildhafte Schreibstil tut sein Übriges. Leise rieselt der Schnee, das Blut spritzt und Motoren heulen auf, während man im Hintergrund ständig die fröhlichen Töne von „Jingle Bells“ wähnt. Gekonnte Perspektivenwechsel lassen den Leser hinter die glitzernde Fassade des Christmaslands blicken, die verborgenen Zusammenhänge erahnen und steigern die Spannung mit jeder gelesenen Seite, die mich immer tiefer und tiefer in den weihnachtlichen Horror gezogen haben.

    Dabei greift Joe Hill viele Elemente des Genres auf, ohne dabei überladen zu wirken. Er kreiert eine komplexe Weihnachtskomposition, die dem geneigten Leser wohliges Grauen beschert und für mich ein grauenvolles Weihnachtshighlight ist.

    Es ist ein Horrorroman vom Feinsten, der den Leser auf die Rückbank eines Rolls Royce setzt , dabei fröhlich Weihnachtslieder summen lässt und gemeinsam mit dem grauenvollen Charlie Manx ins infernalische Christmasland schickt, wo das Entsetzen erst seinen Anfang nimmt.

    Kommentare: 13
    105
    Teilen
    Navi_M_Grays avatar
    Navi_M_Grayvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Gute Grundidee mit zu viel Füllblabla
    Gute Grundidee mit zu viel Füllblabla

    Mein erstes Buch von Stephen King's Sohn Joe Hill. Ich hatte mir zwei seiner Bücher gekauft und da es auf Weihnachten zuging, war Christmasland die erste Wahl. Erinnert Ihr Euch an den Kreuzritter in Indiana Jones und der letzte Kreuzzug? Der, während der eine Typ elendiglich krepiert, in sachlichem Ton sagt "Seine Wahl war schlecht". Wäre eben jener Kreuzritter hier, würde er das gleiche sagen, denn meine Wahl war ebenso schlecht.

    Charles Manx rettet Kinder vor ihren Eltern und bringt sie nach Christmasland. Die Figur Charlie Manx erinnert an so manchen Stellen an Willy Wonka, nur dass Wonka einer anderen Art von Geisteskrankheit verfallen war und meines Wissens nach keine Kinder getötet hat...
    Er heuert einen neuen Lakaien an, der auf den Namen Bing hört. Bing. Wieso nennt man eine Romanfigur nach einer schlechten Suchmaschine?
    Wie dem auch sei erfahren wir von Bing, welches Wundermittel es braucht, um Menschen zu betäuben, sprich willenlos zu machen. Vergesst den Gedanken gleich wieder, denn man bekommt Sevofluran nicht mal bei Amazon.
    Im zweiten Erzählstrang haben wir Vicky, das Gör, McQueen, die als kleines Mädchen ein Raleigh-Fahrrad besitzt, mit dem sie eine alte Brücke herbeizaubern bzw. herbeifahren kann. Später dann hat sie ein Motorrad, das über die selben Kräfte verfügt. Durch diese Brücke kommt sie durch sogenannte Wurmlöcher, oder die Brücke an sich ist ein Wurmloch, in eine Parallelwelt, wo sie auf viele Personen und irgendwann erstmals auf Charles Manx trifft, ihm aber entkommen kann, jedoch soll sie ein zweites Mal auf ihn treffen, was dann nicht so glücklich enden soll...

    Das Buch beginnt mit einem wunderbaren Anfang und zwei Erzählsträngen, die eine wunderbare Spannung aufbauen. Gegen Mitte verliert es sich jedoch in unnötigem Füllblabla und schafft es nicht, die anfängliche Spannung wieder aufzubauen.
    Hätte Joe Hill sich auf die Grundidee konzentriert und die rund 300 Seiten Füllmaterial weggelassen, wäre aus Christmasland wohl eine Art Weihnachtsklassiker geworden. Schade drum.
    Dennoch! Ich freue mich auf "Blind" von ihm.

    Ein konfuser Auszug:
    "(...) und die Vorstellung, dass Marta und ihre Mutter einem Ted Bundy oder Charles Manson in die Hände gefallen sein könnte, der sie zu Tode folterte, machte ihn ganz krank."

    Wieso wird Charles Manson hier mit Ted Bundy verglichen? Wie wir heute wissen, hat Charlie Manson nie selbst handangelegt. Er hat "lediglich" zum Morden verleitet.
    Wären David Berkowitz (Son of Sam), David Carpenter (Trailside Killer) und Donald Gaskins adäquater gewesen? 

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    buchjunkies avatar
    buchjunkievor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Horror vom Feinsten!
    Horror vom Feinsten!

    Vicky hat die geheimnisvolle Gabe, Dinge zu finden-verlorenen Schmuck, verlegte Fotos, Antworten auf unbeantwortete Fragen. Dazu muß sie sich lediglich auf ihr Fahrrad schwingen. Über die nahe gelegene Shorter Way Bridge gelangt sie dann auf unerklärliche Weise an all die meilenweit entfernten Orte, wo sich das Verlorene befindet.
    Der Kleinen ist klar, dass andere ,besonders ihre Eltern, darüber nur ungläubig den Kopf schütteln würden. Sie selbst kann kaum verstehen, was da mit ihr passiert.
    Auch Charlie Manx hat eine seltene Gabe. Er ist so in Kinder vernarrt , dass er sie vor ihren schlechten Eltern beschützen möchte. Dazu entführt er sie in seinem alten Rolls-Royce und bringt sie ins „Christmasland“. Dort will er ihnen ewige Weihnachten und grenzenlosen Spass bieten.
    Als Vicky schon älter ist, begegnet sie bei einem Ausflug über die Shorter Way Bridge Charlie Manx. Doch sie geht nicht auf seine Schmeicheleien und Drohungen ein, sondern schafft es,ihm zu entkommen.
    Das ist jetzt Jahre her ,aus,Vicky wurde Vic, die alles am liebsten vergessen würde. Doch Charlie vergißt nicht, dass sie das einzige Kind war, das je entwischen konnte. Eines Tages nimmt er Vic das Wichtigste in ihrem Leben. Kann sie es wiederfinden? Ein gnadenloser Kampf entbrennt bei dem Vic nur eines will: Charlie Manx endgültig vernichten...

    Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an gepackt und dann nicht mehr losgelassen. Wahnsinn! Einfach großartig!
    Der Autor hat sehr fesselnd geschrieben und zum immer Weiterlesen forderten zum einen die nicht so langen Kapitel auf sowie die Sprachspielerei, ein Kapitel mit dem letzten Wort des vorigen zu betiteln.

    Es ist ein sehr guter, gepflegter und geschmackvoller Horrorroman!
    Die Horrorelemente sind phantastisch, stellenweise auch brutal und unheimlich. Alleine weil es um Kinder geht, wirkt es schon gruselig!

    Joe Hill ist der Sohn von Stephen King und bei diesem Roman erkennt man sehr gut  das Erbgut. Beim Lesen fühlte ich mich so gefangen wie vor 25 Jahren mit meinem ersten Roman von King!

    Die Charaktere sind ausgezeichnet ausgearbeitet . Vic  und ihr Mann Lou waren mir äußerst sympathisch. Aber auch den bösen Charlie Manx konnte ich mir gut vorstellen. Die Nebenrollen sind ebenfalls perfekt besetzt.

    Ich habe mich bei diesem Roman nicht einen Moment gelangweilt. Er ist spannend von Anfang bis zum Ende! Und die Abfolgen erscheinen logisch und stimmig.

    Joe Hill entführt seine Leser zu dem ewigen Kampf von Gut und Böse! 
    Und das macht er großartig!
    Ein überaus empfehlenswertes Buch, wenn man Horror mag! Mich hat es begeistert!

    Kommentare: 9
    37
    Teilen
    lord-byrons avatar
    lord-byronvor 3 Jahren
    Einfach großartig

    Da ich ein sehr großer Fan von Stephen King bin, las ich natürlich auch die Bücher seines Sohnes Joe Hill. Und als mir jetzt das Buch "Christmasland" in die Hände fiel, vielen Dank an das randomhouse Bloggerportal, war ich so richtig in King-Stimmung. Und ich hatte großes Glück, denn von den Büchern von Joe Hill kommt "Christmasland" den älteren Büchern von King am Nähesten.

    Das Buch packte mich praktisch von der ersten Seite an. Vicky, das Gör, wie ihr Vater sie nennt, schloss ich sofort in mein Herz und gewann sie sehr lieb. Ich sauste mit ihr mit ihrem Fahrrad durch die Gegend und begleitete sie über die seltsame Brücke. Aber auch mit einigen anderen Charateren des Buches schloss ich sofort Freundschaft. So wie Lou, Wayne und Maggie. Ich hoffte und bangte mit ihnen und versank so tief in der Geschichte, dass ich nichts mehr um mich herum wahr nahm. Das ist mir schon so lange nicht mehr passiert und es war einfach großartig.

    Der Schreibstil ist genauso packend aber auch ausführlich erzählend wie bei King. Wer das nicht mag, wird auch bei "Christmasland" nicht auf seine Kosten kommen. Ich liebe es, wie Hill die Dinge beschreibt. Man sieht sie nicht  nur vor sich, man ist plötzlich mittendrin. Ich konnte sogar die Gerüche wahrnehmen. Spürte den Regen, die Hitze und die Kälte. Das war der Wahnsinn und es erinnerte mich so sehr an meine Jugend und Bücher wie "Es" oder "Das letzte Gefecht", um nur zwei zu nennen.

    Die Geschichte ist gar nicht so leicht zu erklären, denn es gibt einen bösen Mann, Charlie Manx, der mit seinem Oldtimer durch die Gegend fährt, Kinder entführt und sie in ein imaginäres Land bringt, das er sich ausgedacht hat. Es gibt ganz wenige Menschen, die ähnliche Fähigkeiten haben. So wie Vicky, die Manx gefährlich werden kann, weil auch sie den Weg ins Christmasland findet. Natürlich glaubt Vicky niemand und das macht ihr Leben nicht gerade einfach. So etwas, muss man sich erst mal ausdenken.

    Ich kann gar nicht mehr aufhören zu schwärmen und muss sagen, dass von diesen 800 Seiten keine einzige zu viel war. Hier hat jedes Wort gepasst und alles ist stimmig. Es ist ein Buch das man zu Ende liest und dann am liebsten sofort wieder von vorne beginnen würde. Darum vergebe ich 5 von 5 Punkten, eine absolute Leseempfehlung und den Favoritenstatus. "Christmasland" könnte mein Buch des Jahres 2015 werden.

    © Beate Senft                   

    Kommentare: 8
    30
    Teilen
    Knusperflockes avatar
    Knusperflockevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend. Unheimlich. Wirklich klasse.
    KINDER WOLL IHR EWIG LEBEN??



    Charlie Manx ist ein sehr, sehr böser Mann mit einem sehr, sehr bösen Auto. Er entführt Kinder nach "Christmasland", wo ewig Weihnachten herrschen soll. Die Kinder erwartet dort jedoch etwas Schreckliches, und es gibt keinen Weg zurück. Oder doch? Man sollte nie aufhören, an seine Träume zu glauben...


    Ein wirklich sehr, sehr spannendes Buch. Vor dem Einschlafen sollte man es nicht lesen. Mein Fehler ;)
    Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Alles wirkt natürlich noch dramatischer und noch unheimlicher, da es sich um kleine Kinder handelt, die entführt und deren Seele ausgesogen wird. Was bleibt übrig? Kein Mensch mehr. 

    Kommentieren0
    27
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks