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Soeren

vor 5 Jahren

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Der Roman beginnt ebenso rasant wie cool: Iggy Perrish erwacht nach einer durchzechten Nacht mit Teufelshörner an den Schläfen. Doch nicht nur das: Die Leute verraten ihm plötzlich ihre abgrundtiefsten Geheimnisse und halten auch mit ihrer unverblümten Meinung nicht hinter dem Berg. Jeder sagt ihm ins Gesicht, dass er ihn für den Mörder seiner ein Jahr zuvor gestorbenen Freundin Merrin hält...

Das erste Romandrittel liest sich nahezu in einem Zug und lässt keine Langweile aufkommen. Danach gerät die Geschichte allerdings ein wenig ins Stocken. Den längeren Zeitsprung in Igs Kindheit las ich ja noch gern, aber als dann unnötigerweise die Geschehnisse aus der Sicht von Iggys Bruder Terry und dem Freund Lee geschildert wurden, war es doch ein wenig zu viel des Guten.
Keine Frage, es las sich durchaus gut. In Sachen Schreibstil macht Joe Hill seinem nicht unprominenten Vater alle Ehre. Dennoch brachten diese Unterbrechungen die Handlung letzten Endes nicht wirklich weiter. Massive Kürzungen oder ein völliges Weglassen hätten da nicht geschadet. Das Romanende fand ich persönlich etwas unbefriedigend, aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Fazit: Es ist ein gut geschriebener Roman, aus dem man hätte mehr machen können. An den durchweg guten Debütroman "Blind" (dessen Protagonist in "Teufelszeug" übrigens kurz erwähnt wird) reicht die Geschichte zwar nicht heran, dennoch bin ich schon sehr auf Joe Hills dritten Roman gespannt, der im Frühjahr 2013 in der USA veröffentlicht wurde und hoffentlich auch bald seinen übersetzten Weg in die deutschen Buchläden finden wird.

Autor: Joe Hill
Buch: Teufelszeug
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