Joe McGinniss

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Alle Bücher von Joe McGinniss

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Cover des Buches Das Wunder von Castel di Sangro9783462039580

Das Wunder von Castel di Sangro

 (14)
Erschienen am 18.09.2007
Cover des Buches Fatal Vision0451165667

Fatal Vision

 (1)
Erschienen am 01.03.1999
Cover des Buches Quälende Zweifel9783404133864

Quälende Zweifel

 (1)
Erschienen am 01.07.1998
Cover des Buches Cruel Doubt0671775391

Cruel Doubt

 (0)
Erschienen am 01.06.1992
Cover des Buches Blind Faith0451162188

Blind Faith

 (0)
Erschienen am 01.01.1990
Cover des Buches Never Enough9781847393470

Never Enough

 (0)
Erschienen am 03.11.2008

Neue Rezensionen zu Joe McGinniss

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Rezension zu "Fatal Vision" von Joe McGinniss

Die Chronik einer sich anbahnenden Katastrophe!
Angelsammyvor einem Monat

Dieses Buch besitze ich bereits seit 1991, gute 29 Jahre. Ich hatte zuerst die Verfilmung mit Gary Cole, Karl Malden, Eve Marie Saint und Wendy Schaal gesehen. In den 80er Jahren als Kind. Dieser leider reale Vierfachmord hatte mich tief erschüttert und einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Neben Jack the Ripper hat diese Tragödie mein Interesse an True Crime bereits im Kindesalter getriggert.

Am 17.02.1970 geschah ein grausamer Vierfachmord in Fort Bragg, North Carolina. Dieses Jahr ist es bereits 50 Jahre her.

Colette MacDonald, geborene Stevenson, schwanger mit einem Jungen im sechsten Monat, ihre beiden Töchter, die fünfjährige Kimberly, Kimmy und die dreijährige Kristen, Kristy, wurden brutal ermordet. Erschlagen und erstochen, furchtbar zugerichtet. Nur Jeffrey MacDonald, 27 Jahre alt, Arzt und Green Beret hat das Massaker leicht verletzt überlebt.

Zuerst glaubten ihm seine Schwiegereltern Mildred und Freddy Kassab ( Freddy war Colettes Stiefvater ) und die Polizei, dass Hippies sie im Sharon Tate - Charles Manson-Stil überfallen hätten. Als MacDonald jedoch seine erste Aussage bei der CID machte, bröckelte die Überzeugung der Polizei, dass er unschuldig sei. Zuviele Widersprüche, Logiklöcher, seltsame Paradoxien am Tatort brachten sie schnell dazu, ihn für den Täter zu halten.

Freddy kämpfte jedoch unverzagt für MacDonald weiter. Erdogan wollte die Verhörprotokolle lesen, aber MacDonald hatte immer Ausreden parat, sie ihm nicht zu besorgen.

Verschiedene Vorkommnisse, vor allem MacDonalds teilweise bizarres Verhalten als auch endlich Einsicht in die Protokolle zu erhalten, drehte die Situation. Freddy hatte leider die Beweise schwarz auf weiß, dass sein Schwiegersohn tatsächlich seine geliebte Colette und die Enkelkinder auf dem Gewissen hat. Eine unerträgliche und grauenerregende Erkenntnis für Mildred und Freddy. Er kämpfte dann wie ein Löwe weiter, bis MacDonald endlich 1979 der Prozess gemacht wurde. 1970 kam er nur durch die Schlampereien der Beweissicherer ungeschoren davon. Entweder wurden forensische Spuren gar nicht gesichert und/oder Beweise verschwanden merkwürdigerweise spurlos. MacDonald hatte mehr Glück als Verstand.

Ursprünglich sollte der Journalist und Autor Joe McGinnis MacDonald begleiten, um über seine Unschuld zu berichten. McGinnis war anfänglich auch davon überzeugt, aber je näher er ihn kennenlernte, desto erschreckendere Einsichten gewann er in seinen Charakter. Zunehmend wurde er überzeugt, dass MacDonald schuldig ist.

McGinnis fing an, mit anderen Leuten zu sprechen, unter anderem Colettes Eltern. Das Buch ist ein schonungsloser Report eines grauenvollen Verbrechens. Die Originalaussagen, die MacDonald McGinnis gegenüber äußerte, hat McGinnis unzensiert als Jeffrey MacDonalds Stimme überschrieben, beibehalten. Allein schon dieser Originalton sagt schon viel über den Charakter dieses Mörders aus.

Man erfährt viel über die bitteren Hintergründe dieser Ehe, über den Schmerz der Kassabs und über Colette und die Kinder selbst. Es ist auch das schockierende Psychogramm eines Narzissten und Psychopathen, der sich perfekt bürgerlich tarnte. Es ist die Chronologie einer sich anbahnenden Katastrophe.

Joe McGinnis schreibt sehr empathisch über Colette und die Kinder sowie über Mildred als auch Freddy. Welch einen Kampf sie ausfechten mussten. Welche weiteren Opfer ihnen das abverlangte.

Welch ein Skandal und Versagen hinter den damaligen Ermittlungen der Army steckte... Joe McGinnis schafft jedenfalls die perfekte Mischung aus teilweise nüchterner Reportage, aber auch der Wiedergabe grosser Anteilnahme. Es ging ihm persönlich sehr nahe und diese Betroffenheit des Autoren kann man im Buch deutlich spüren. Zum Glück! Diese unmittelbare Nahbarkeit und das Unfassbare dieser Tode geht dem Leser tief, sehr tief unter die Haut, gräbt sich kilometerweit ins Gedächtnis ein und wird nie mehr vergessen. Das Buch ist ein Meisterwerk des True Crime. Schade, dass es die es diese Reihe schon sehr lange bei Bastei Lübbe nicht mehr gibt!

Colette, Baby Kristy und Kimmy

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Rezension zu "Das Wunder von Castel di Sangro" von Joe McGinniss

Rezension zu "Das Wunder von Castel di Sangro" von Joe McGinniss
BRB-Jörgvor 11 Jahren

Castel Di Sangro? Ein kleines italienisches Städtchen in den Abruzzen. Der örtliche Fußballverein spielt seit Jahren in den Amateurligen, und es grenzt schon an ein Wunder, als der Verein in die Serie C2, die vierte Liga, aufsteigt. Doch selbst hier gelingt noch die Meisterschaft, ebenso wie eine Spielklasse darüber (C1, Dritte Liga), und 1996 findet sich der Verein in der Serie B, der zweiten italienischen Liga, wieder und spielt gegen Mannschaften wie Genua 93, SSC Neapel, AC Venezia oder AC Turin. Hier klinkt sich JoeMcGinnis ein, ein amerikanischer Journalist, der diese Ereignisse bisher nur aus den Medien kennt, den Verein aber fortan für ein Jahr begleitet, dort bald zum Inventar gehört, mit Spielern und Fans auf "Du und Du" ist, bis die Saison ein tragisches Ende findet, McGinnis den Glauben an einen sauberen Fußball verliert, sich damit nicht einverstanden erklärt und plötzlich vom Hof gejagt wird. Eine schöne Geschichte mit einem unschönen Ende also, außergewöhnlich und einmalig, flüssig lesbar geschrieben und von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Eine Liebeserklärung an den Fußball, an Italien und die Italiener. Höchste Punktzahl!

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Rezension zu "Die Unschuld des Mörders" von Joe McGinniss

Rezension zu "Die Unschuld des Mörders" von Joe McGinniss
Desrevor 12 Jahren

Sehr interessant augebaut. Der Autor hat selbst sehr viel Zeit mit Dr. Jefffrey MacDonald verbracht und dadurch hat man das Gefühl alles aus erster Hand zu erfahren. Man erlebt, wie der Schwiegervater vom "größten" Verteidiger zum Ankläger wird. Durch die abwechselnden Sichtweisen, wirkt das Buch sehr lebendig. Wie der Autor am Ende beschreibt ist zwar der Prozess beendet jedoch wird man sich durch die Wahrheit der Geschichte noch einige Tage später mit dem Fall D. Jeffrey McDonald beschäftigen

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