Joe R. Lansdale

 4.2 Sterne bei 461 Bewertungen
Autor von Ein feiner dunkler Riss, Dunkle Gewässer und weiteren Büchern.

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Bissige Biester
Erscheint am 01.11.2018 als Taschenbuch bei Golkonda Verlag.

Alle Bücher von Joe R. Lansdale

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Joe R. LansdaleEin feiner dunkler Riss
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Ein feiner dunkler Riss
Ein feiner dunkler Riss
 (77)
Erschienen am 17.02.2014
Joe R. LansdaleDunkle Gewässer
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Dunkle Gewässer
Dunkle Gewässer
 (70)
Erschienen am 08.09.2014
Joe R. LansdaleDie Wälder am Fluss
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Die Wälder am Fluss
Die Wälder am Fluss
 (45)
Erschienen am 17.12.2013
Joe R. LansdaleDas Dickicht
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Das Dickicht
Das Dickicht
 (23)
Erschienen am 08.02.2016
Joe R. LansdaleKahlschlag
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Kahlschlag
Kahlschlag
 (21)
Erschienen am 10.12.2012
Joe R. LansdaleSchlechtes Chili
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Schlechtes Chili
Schlechtes Chili
 (20)
Erschienen am 14.05.2012
Joe R. LansdaleGauklersommer
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Gauklersommer
Gauklersommer
 (15)
Erschienen am 15.08.2011
Joe R. LansdaleGluthitze
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Gluthitze
Gluthitze
 (15)
Erschienen am 17.06.2013

Neue Rezensionen zu Joe R. Lansdale

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Unzertrennlichs avatar

Rezension zu "Gluthitze" von Joe R. Lansdale

Ein irres Abenteuer
Unzertrennlichvor 9 Tagen

Schreibstil


Durch eine tolle gemeinsame Leserunde mit zwei Bloggerkolleginnen hatte ich das große Glück, nach "Ein feiner dunkler Riss" ein weiteres Buch von Joe R. Lansdale kennenlernen zu dürfen.


"Gluthitze", das auch unter dem Titel "Gauklersommer" erschien, unterscheidet sich hierbei sehr stark von "Ein feiner dunkler Riss", denn hier haben wir nun einen erwachsenden Protagonisten, der sehr schlagfertig, bissig und sarkastisch ist. Daher besitzt das Buch, gerade in den Dialogen, einen ungemeinen Humor - den man hier allerdings mögen muss, um das Buch wirklich genießen zu können.


Zudem ist die Geschichte sehr abgedreht - aber positiv abgedreht, Joe R. Lansdales Schreibstil würde ich als sehr intensiv bezeichnen. Der Autor nimmt teilweise kein Blatt vor den Mund und das hat mir so an diesen Werk gefallen. Es ist schonungslos, es ist bissig und es ist gefährlich, weil der Leser nie weiß, was ihn denn nun auf der nächsten Seite erwartet.


Charaktere


Cason


Cason, der aus dem Krieg zurückgekehrte Säufer mit einer Zwangsstörung. Zu Beginn der Geschichte dachte ich nicht, dass mir dieser Kerl doch noch so ans Herz wachsen kann - aber doch, es ist ihm gelungen, besonders weil er jemand ist, der sich nicht aufgibt, sondern versucht, an sich zu arbeiten.


Das beweist besonders seine Abhängigkeit zu seiner einstigen Freundin Gabby. Als er in sein Heimatstädtchen zurückkehrt, wird schnell klar, dass er noch immer nicht von ihr losgekommen ist und sich an sie klammert.


Cason selbst muss im Laufe der Geschichte über sich hinauswachsen und vor allem sich selbst finden. Diese Charakterentwicklung hat mir gut gefallen, ja, ich habe mich Cason unfassbar nahe gefühlt beim Lesen.


Meine Meinung


"Gluthitze" war für mich von der ersten Seite an ein wahres Abenteuer. Im Gegensatz zu "Ein feiner dunkler Riss", das doch vom Stil zu diesem Buch recht harmlos war, geht es hier gleich sehr bissig und schlagfertig zu. Cason kehrt zurück in seine Heimatstadt Camp Rapture und versucht, hier sein Leben neu zuordnen.


Er fängt bei der Zeitung an und wird dadurch auf einen interessanten Fall aufmerksam, den schon seine Vorgängerin bearbeitet hat. Es geht hier um Caroline, ein Mädchen, das vermisst wird. Wer hier jetzt eine stinknormale Krimihandlung erwartet, der wird wohl enttäuscht werden. Der Autor schafft es nämlich hier tatsächlich, vom üblichen Krimischema abzuweichen. So wusste ich beispielsweise nie, was mich nun auf der nächsten Seite erwartet.


Auch das Miträtseln hat sich als ungemein spannend herausgestellt, denn es gab hier unendlich viele Verdächtige und Möglichkeiten. Irgendwann wird die Geschichte dann auch sehr abgedreht und vor allem sehr mörderisch und bitterböse. Hier habe ich mich bestens unterhalten gefühlt und musste beim Lesen tatsächlich einige Male laut loslachen. Lansdale hat hier komplett meinen Humor getroffen.


Auch die Nebencharaktere haben mir gut gefallen. So haben wir zum einen Casons Bruder Jimmy, der eine Verbindung zu dem verschwundenen Mädchen zu haben scheint, aber auch Booger, den Cason noch aus seiner Zeit im Irak kennt. Booger ist alles andere als ein Sympathieträger, aber irgendwie habe ich ihn im Laufe der Handlung doch noch in mein Herz geschlossen. Genau wie das Nachbarsmädchen Jazzy, das ich hier besonders mochte.


Für mich steht fest: Nach diesem Buch ist Joe R. Lansdale für mich der Quentin Tarantino der Buchszene. Er hat hier tatsächlich ein paar sehr abgedrehte Ideen untergebracht und wusste mich durchgängig zu überraschen. Teilweise war ich so gefesselt von der Geschichte, dass ich alles um mich herum vergessen habe und genau so muss ein gutes Buch für mich sein!


Fazit


"Gluthitze" hat mich bestens unterhalten. Der Humor, die abgedrehte Handlung und die tollen Charaktere haben mich vollkommen überzeugt. Das Buch rasant und mörderisch und bietet einfach ein irres Abenteuer, das einen ungemeinen Unterhaltungswert besitzt. Mehr davon!




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katzenminzes avatar

Rezension zu "Das Dickicht" von Joe R. Lansdale

Geradliniger Wild-West-Krimi
katzenminzevor 20 Tagen

Nachdem mir Lansdales „Ein feiner dunkler Riss“ unglaublich gut gefallen hatte, habe ich nun endlich ein weiteres Buch von ihm gelesen. Ich hatte eigentlich wieder eine feine, ruhige Erzählung mit Krimi-Elementen erwartet aber „Das Dickicht“ entpuppte sich schnell als ein geradliniger, humoriger Wild-West-Krimi. Anfangs habe ich es daher mit ein paar Unterbrechungen gelesen aber bald schon hat mich die Räuberpistole um den jungen Jack, den Liliputaner Shorty und den Kopfgeldjäger Eustache samt halbwegs zahmem Keiler namens Keiler gepackt.

Jacks Schwester ist von einer Bande der gewalttätigsten Ganoven Texas' entführt worden. Seine restliche Verwandtschaft verschied unlängst an den Pocken und einer Begegnung mit Cut Throat Bill. So setzt Jack alles daran, seine einzige lebende Verwandte möglichst heil wieder zu finden. Auch wenn sich der naive und christliche Junge dafür mit dem wildesten und moralisch fragwürdigsten Kerlen einlassen muss, die er finden kann.

Die Story ist recht simpel. Jack wächst an seinen Aufgaben und erweitert seinen Horizont. Die wilden Kerle, die ihm helfen sind gar nicht mal so übel und nebenbei wird viel geschossen, verfolgt, geritten und geflucht.

Die Bande, die Jacks Schwester entführt hat, gehört wirklich zu dem Übelsten, das man sich vorstellen kann. Und auch ein paar andere Charaktere haben eine Vergangenheit zum Alpträume bekommen. Zart besaitet darf der Leser hier nicht sein aber die Truppe, die Sprüche und der Wild-West-Slang lockern die Geschichte immer wieder auf. Einige der Wild-West-Klischees und Sprüche („Der Morgen war so heiß wie ein tollwütiger Hund in einem Wintermantel.“) kann Lansdale nur ironisch meinen. Ich fand es auf jeden Fall witzig.

„Das Dickicht“ ist eine unterhaltsame und recht blutige Geschichte mit sehr liebenswertem Personal. Mir war es etwas zu vorhersehbar und zu linear erzählt aber insgesamt war es ein schönes Abenteuer der besonderen Art.

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Unzertrennlichs avatar

Rezension zu "Ein feiner dunkler Riss" von Joe R. Lansdale

Diskriminierung und Unterdrückung!
Unzertrennlichvor 2 Monaten

Schreibstil


Durch eine liebe Bloggerkollegin, die bereits total begeistert von Joe R. Lansdale ist, bekam ich dieses Buch zugeschickt. Schon lange wollte ich ein Buch dieses Autoren lesen, denn immer wieder habe ich gehört, dass er einen ganz eigenen, sehr atmosphärischen Schreibstil besitzt. Das kann ich nun, nach dem Lesen, nur bestätigen.


Schon nach wenigen Seiten habe ich eine wahre Zeitreise ins Jahr 1958 gemacht. Mich erwartete ein heißer Sommer voller Abenteuer an der Seite eines Jungen, der gerade dabei ist, erwachsen zu werden. Sehr kritisch betrachtet er Autor zudem die Probleme der damaligen Zeit und lässt den Leser die Diskriminierung der Farbigen und auch die Unterdrückung der Frauen am eigenen Leib spüren.


Charaktere


- Stanley -


Wir begleiten hier den 13-Jährigen Stanley, der gerade erst in die Pubertät kommt und vom echten Leben noch keine Ahnung hat. So versteht er beispielsweise nicht, wieso seine Schwester Callie Hausarrest bekommt, als ihr Vater einen seltsamen, gefüllten "Ballon" in ihrem Zimmer findet.


Durch den Fund einer Kästchens, in dem sich Briefe befindet, wird er im Laufe der Geschichte zum jungen Sherlock Holmes. Dabei muss er aber auch verstehen, wie die Welt, in der er lebt, funktioniert. Nichtsdestotrotz hört Stanley hier aber auf sein eigenes Bauchgefühl, freundet sich mit der farbigen Küchenhilfe Rosy und dem ebenfalls dunkelhäutigen Ex-Polizisten Buster an. Das habe ich an ihm geliebt, denn obwohl die Gesellschaft ihm etwas anderes vorzuschreiben versucht, macht er einfach das, was er für richtig hält.


Gemeinsam mit seinem freuen Hund Nub, den ich übrigens auch in mein Herz geschlossen habe, muss Stanley hier nicht nur die Wahrheit über einen viele Jahre zurückliegenden Doppelmord herausfinden, sondern auch die Menschen beschützen, die er liebt!


Meine Meinung


Ich bin froh, endlich die Chance bekommen zu haben, ein Buch von Joe R. Lansdale gelesen zu haben. "Ein feiner dunkler Riss" ist dabei tatsächlich ein gutes Einsteigerbuch. Schon nach wenigen Seiten war ich in Texas der 50er Jahre angekommen. Schon allein die Atmosphäre, die das Autokino ausstrahlt, fand ich atemberaubend.


Die Geschichte selbst beginnt recht ruhig. Wir lernen erst einmal Stanley und seine Familie kennen, die ich tatsächlich alle in mein Herz schließen konnte. Stanleys Vater wirkte am Anfang doch recht streng, doch als Leser habe ich schnell gemerkt, dass es ihm doch nur darum geht, seine Familie zu beschützen.


Allgemein beschreibt der Autor hier erst einmal das damalige Zusammenleben. Ein erschreckendes Beispiel ist hier auch Stanleys bester Freund Robert, der von seinem Vater geschlagen wird. Robert selbst tat mir beim Lesen furchtbar leid, genau wie Rosy, die farbige Haushälterin, die es allerdings im Lauf der Handlung schafft, sich von ihrem gewalttätigen Mann zu befreuen.


Toll fand ich die Entwicklungen innerhalb Stanleys Familie. In erster Linie ist "Ein feiner, dunkler Riss" nämlich ein Roman, der auch Hoffnung spendet und auch zeigt, dass wir alle doch Menschen sind, ganz gleich welche Hautfarbe oder welches Geschlecht wir haben.


Die Krimihandlung, die bereits im Klappentext angeschnitten wird, steht lange Zeit nur im Hintergrund. Es scheint, als würde Stanley selbst nur wenig herausfinden und das, was schließlich offenbart wird, habe ich als Leser bereits erahnt. Erst nach und nach setzen sich einzelne Puzzleteile zusammen, aber das gesamte Bild bekommt der Leser schließlich nicht präsentiert. Dies wäre hier auch eine kleine Kritik, denn es gibt doch in Bezug auf die beiden toten Mädchen einige Fragen, die offen bleiben.


Auch wenn das Buch sehr ruhig erzählt ist, gibt es einige sehr dramatische Wendungen. Einige Abschnitte haben mir förmlich einen Schauer über den Rücken laufen lassen! Auf den letzten Seiten, in der berichtet wird was nach diesem Sommer noch alles passiert ist, musste ich tatsächlich ein paar Mal schlucken. Joe R. Lansdale hat es echt geschafft, dass ich Stanley, seine Familie und auch Buster und Rosy so sehr ins Herz geschlossen habe, dass ich hier ein paar Tränen vergießen musste. Jetzt bin ich auf jeden Fall auf weitere Geschichten des Autoren gespannt!


Fazit


"Ein feiner dunkler Riss" von Joe R. Lansdale ist ein sehr atmosphärischer Roman über die Schattenseiten der 50er Jahre. Gemeinsam mit dem 13-Jährigen Stanley müssen wir nicht nur einen Mordfall aufklären, sondern auch die Ungerechtigkeiten dieser Welt verstehen und bekämpfen.


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Zusätzliche Informationen

Joe R. Lansdale wurde am 28. Oktober 1951 in Gladewater (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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