Joe R. Lansdale

 4,1 Sterne bei 720 Bewertungen
Autor von Ein feiner dunkler Riss, Dunkle Gewässer und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Als Krimiautor ist der Texaner Joe R. Lansdale, geboren 1951 berühmt geworden mit der Serie um Hap Collins, einen weißen, heterosexuellen Kriegsdienstverweigerer, und Leonard Pine, einen schwarzen, schwulen Vietnam-Veteranen. Außer Krimis schreibt Lansdale Horror, Science Fiction, Western und Fantasy, sowohl Romane als auch Shortstories und Comictexte. Neben diversen Auszeichnungen für seine Fantasy- und Horrorromane erhielt er 2000 den Edgar der American Crime Writers Association für den besten Kriminalroman des Jahres.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Joe R. Lansdale

Cover des Buches Ein feiner dunkler Riss (ISBN: 9783518464977)

Ein feiner dunkler Riss

(94)
Erschienen am 17.02.2014
Cover des Buches Dunkle Gewässer (ISBN: 9783453676565)

Dunkle Gewässer

(78)
Erschienen am 08.09.2014
Cover des Buches Wilder Winter (ISBN: 9783965090002)

Wilder Winter

(73)
Erschienen am 07.06.2019
Cover des Buches Die Wälder am Fluss (ISBN: 9783832161521)

Die Wälder am Fluss

(57)
Erschienen am 17.12.2013
Cover des Buches Akt der Liebe (ISBN: 9783453675865)

Akt der Liebe

(47)
Erschienen am 09.08.2010
Cover des Buches Das Dickicht (ISBN: 9783453676770)

Das Dickicht

(41)
Erschienen am 08.02.2016
Cover des Buches Gluthitze (ISBN: 9783518464410)

Gluthitze

(32)
Erschienen am 17.06.2013
Cover des Buches Kahlschlag (ISBN: 9783518463987)

Kahlschlag

(27)
Erschienen am 10.12.2012

Neue Rezensionen zu Joe R. Lansdale

Cover des Buches Moon Lake - Eine verlorene Stadt (ISBN: 9783986760304)
Isa_Hes avatar

Rezension zu "Moon Lake - Eine verlorene Stadt" von Joe R. Lansdale

Isa_He
Moonlake

Das Buch „Moonlake - Eine verlorene Stadt“ ist ein etwas anderer Thriller aus der Feder von Joe R. Lansdale und auch mein erstes Buch von diesem Autor und es wird definitiv nicht das letzte sein.

Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gefallen und ich hatte keine Probleme, in die Geschichte einzutauchen. Ich mochte die Art, wie der Autor die Geschehnisse beschrieb und das ohne etwas zubeschönigen oder ein Blatt vor den Mund zu nehme. Aber auch die bildhaften Beschreibungen des Settings rund um den Moonlake gefiel mir sehr. Man hatte gerade vom See und der Umgebung ein klares Bild vor Augen und auch die etwas mystische Atmosphäre rund um den See hat der Autor sehr gut herübergebracht. Ebenso mochte ich den etwas derben Humor und den Sarkasmas, der sich durch die Geschichte zieht, sodass ich beim Lesen öfters schmunzeln musste.

Die Charaktere wurden vom Autor ebenfalls sehr gut gezeichnet und wirkten auf mich authentisch. Vor allem im Zusammenhang mit dem Setting in Form einer Stadt in Ost-Texas empfand ich wirklich alle Charaktere als sehr passend zu der Geschichte. Den Protagonisten Daniel lernt man bereits als Jugendlichen kennen, als er zum ersten Mal mit dem Moonlake in Berührung kam. Ich empfand ihn als sehr angenehmen Protagonisten und mochte die tiefen Einblicke in sein Leben sehr gerne. Gleiches gilt für seine Entwicklung im Laufe der Story, als er einigen Dingen in der Stadt am Moonlake auf den Grund geht, an die sich sonst niemand heranwagt. Hier kommt er nicht nur mit Themen wie Rassismus in Berührung, sondern auch mit Intrigen und Machtgier, die weit in die Vergangenheit reichen. Gerade als er der Wahrheit immer näher kommt, nimmt die Geschichte richtig an Fahrt und Spannung auf, denn es gibt einige Personen in der Stadt, die nicht wollen, dass die Wahrheiten ans Licht kommen.

Insgesamt hat mir „Moonlake“ wirklich sehr gut gefallen. Das Buch startet zwar etwas ruhig, da man zuerst viel erfährt wie Daniel aufwächst und erst später dann nach Moonlake zurückkehrt. Trotzdem mochte ich die Mischung aus Thrillerelementen mit einer Portion mystisches und auch der derbe Humor hat sehr gut zu der Geschichte gepasst. Daher vergebe ich insgesamt fünf Sterne.


Ein butterweiches Stück vergnüglich-derber Noir-Literatur

Manipulierte Kilometerzähler und undurchschaubare Verträge gehören zu Eds Berufsalltag. Er träumt von einem besseren Leben, während seine alkoholkranke Mutter ihn unermüdlich drängt, mehr aus sich zu machen. Als er einen Cadillac an Frank und dessen attraktive Frau Nancy liefert, eröffnet sich ihm eine unerwartete Gelegenheit.

Joe R. Lansdale hat mit „More Better Deals“ erneut eine wilde Mischung aus schwarzem Humor, verschmitzter Gesellschaftskritik und drückend-schwüler Südstaaten-Atmosphäre geschaffen.

Protagonist Ed ist ein Autoverkäufer mit fragwürdigem Sinn für’s Geschäft und ganz großen Träumen. Deshalb lässt er sich auf ein riskantes Spiel mit der verführerischen Nancy ein. Gemeinsam schmieden sie einen Plan, Nancys Ehemann aus dem Weg zu räumen und dessen Lebensversicherung einzukassieren. Lansdale wäre aber nicht Lansdale, wenn dieses gute Geschäft nicht voll unerwarteter Wendungen und haarsträubender Komplikationen wäre.

Die Geschichte lebt von der undurchsichtigen Dynamik zwischen Ed und Nancy. Sie sind ein Paar, das weniger auf Liebe als auf gegenseitigen Nutzen setzt. Beide sind von großen, aber vielleicht unerreichbaren, Träumen getrieben.

Ed hofft, Nancys Autokino und den Tierfriedhof übernehmen zu können. Er sehnt sich nach einem Leben, das ihm Respekt und Wohlstand bringt. Hingegen entfaltet Nancy ein klassisches Femme-fatale-Szenario. Sie schreckt vor nichts zurück, um ihren tristen Leben zu entkommen. Lansdale erschafft seine Figuren aus einer fesselnden Mischung aus Abgründigkeit und Charme, die sie gefährlich, verwegen, aber auch unterhaltsam und authentisch wirken lässt.

Die Erzählung spielt vermutlich Ende der 1960er-Jahre, als Rassismus und Diskriminierung in der Gesetzgebung der amerikanischen Gesellschaft verankert waren. Ed ist eigentlich ein Schwarzer bzw. ein Mulatte, der zweifellos als Weißer angesehen wird. Dadurch bewegt er sich zwischen zwei Welten, was er zumeist zum Vorteil nutzt, ihm aber auch sehr gefährlich werden kann.

Die tiefere Kritik, die Lansdale an der Gesellschaft übt, bleibt in seiner gewohnt geschliffenen Derbheit vergnüglich, verliert aber nicht an Schärfe. Die Geschichte zeigt das Streben eines Mannes, der sich nicht auf einen Platz verweisen lässt und sich vom Leben nimmt, was ihm seiner Meinung nach zusteht.

Dabei zeigt sich Lansdales Talent, dunkle, tiefsinnige Szenarien mit trocken-derbem Humor und anhaltender Spannung zu unterbrechen. Besonders die Szene, in der Ed und Nancy wiederholt versuchen, Nancys Ehemann zu töten, bleibt in Erinnerung. Die missglückten Bemühungen sind ebenso tragisch wie absurd und regen selbst im Nachhinein noch zum Lachen an. Hier zeigt sich Lansdales meisterliche Hand für schwarzhumorige Spannung. Die Situationskomik, die manchmal sogar an Slapstick denken lässt, führt immer wieder zu einem Schmunzeln, obwohl die Schilderung an sich äußerst brutal ist.

Für mich ist „More Better Deals“ ein rundum gelungenes Leseerlebnis, das die typischen Lansdale-Elemente gekonnt vereint. Es gibt starke Charaktere, bissige Dialoge, unerwartete Wendungen und eine Atmosphäre, die unter die Haut geht.

Der Roman liest sich zudem wie ein butterweiches Stück Noir-Literatur, das man mühelos verschlingt, obwohl der Inhalt äußerst gehaltvoll und mit einer leicht ranzigen Note versehen ist.

Lansdale zeigt wieder, dass er der Meister pulpiger Southern-Gothic-Literatur ist. Er lädt dazu ein, ernste gesellschaftliche Themen mit einem Augenzwinkern zu reflektieren, ohne dabei den Sinn für die Dramatik dahinter zu verlieren. Bei „More Better Deals“ darf man sich jedenfalls auf ein bissig-vergnügliches Abenteuer, mit einem bittersüßen Ende, freuen.

Cover des Buches Moon Lake - Eine verlorene Stadt (ISBN: 9783986760304)
Je_Sis avatar

Rezension zu "Moon Lake - Eine verlorene Stadt" von Joe R. Lansdale

Je_Si
Emotional!!!

Es war sehr interessant und spannend, Daniel auf seine "Reise" zu begleiten. 

Wenn auch sehr emotional. Mit Einblicken in Daniels Vergangenheit bei denen ich so einige Tränen verdrücken musste.

Rassismus ist ein großes Thema und lässt einen mehr als einmal nachdenklich zurück. 


Ein rundum gelungener Roman/Thriller mit Tiefgang.


Von mir eine klare Leseempfehlung 


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Zusätzliche Informationen

Joe R. Lansdale wurde am 28. Oktober 1951 in Gladewater (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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