Joe R. Lansdale Blutiges Echo

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Inhaltsangabe zu „Blutiges Echo“ von Joe R. Lansdale

Zuerst die Geräuschexplosion. Dann das gleißende Licht. Dann die Hitze. Harry Wilkes ist kein normaler Junge. Immer dann, wenn er an den Ort eines Verbrechens gelangt, geschieht es: der Lärm, das Licht, die Wärme. Und die unerträglichen Bilder der Gewalt. Harry kann seit einer Krankheit im Kindesalter sehen, wie Morde verübt wurden, doch anstatt seine Gabe zu nutzen, empfindet er sie als Fluch. Denn um die Schreckensszenarien aus seinem Gedächtnis zu verbannen, betäubt er sich mit Alkohol. Eines Tages taucht Harrys Jugendschwarm Kayla auf und bittet ihn, mithilfe seines besonderen Talents den Mord an ihrem Vater aufzuklären. Harrys Schicksal scheint sich zu wenden …

Ein unheimlicher Thriller, die bewegende Geschichte einer geplagten Seele und ein weiteres literarisches Meisterstück im facettenreichen Werk von Joe R. Lansdale, der auch hier wieder alle Genregrenzen sprengt.

Was für eine geniale Mischung aus Krimi und Komödie mit tollen Charakteren und einer riesen Portion Skurrilität. Großes Kino!

— chuma

Unheimlich und spannend - eine gelungene Mischung!

— DunklesSchaf

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  • Unheimliche Mischung: Blutiges Echo – Joe R. Lansdale

    Blutiges Echo

    DunklesSchaf

    18. June 2015 um 20:48

    Harry Wilkes Leben ist ganz normal. Er wächst in einem kleinen Ort auf, gemeinsam mit seinem besten Freund Joey und verknallt in die süße Kayla. Eines Tages lässt er sich auf eine Mutprobe ein und gemeinsam mit seinen beiden Freunden geht er ins Honkytonk, eine Musikkneipe nicht weit von seinem Zuhause, in dem vor einiger Zeit die Inhaberin ermordet wurde. Als Harry die Kneipe betritt und gegen die Jukebox stößt, löst das Geräusch bei Harry eine Art Vision aus. Er sieht, wie die Inhaberin von einem Mann erstochen wird. Die Vision nimmt Harry mächtig mit und so kommt es, dass er zukünftig mit allen Mitteln vermeidet, dass Geräusche, die Gewalttaten beinhalten, vorkommen, auch wenn der später gefasste Täter mit dem Täter aus seiner Vision übereinstimmt. Erst als Kayla wieder in seinem Leben auftaucht, beschließt er, ihr zu helfen und seine Vision zur Aufklärung des Todes ihres Vaters zu nutzen, mit ungeahnten Folgen… Der Klappentext verspricht einen „unheimlichen Thriller“ und ja, im letzten Drittel ist er das auch, doch davor ist es eher eine unheimliche Coming of Age Story über Harry (eigentlich Harold) Wilkes, einen Jungen bald jungen Mann, der mit der Tatsache leben muss, dass Geräusche bei ihm Visionen auslösen. Übrigens auch nur Visionen von Gewalttaten, keine guten oder positiven Visionen. So wird aus einem behüteten Kind, welche den frühen Tod des Vaters verkraften muss, ein paranoider Erwachsener, der viel zu viel trinkt und zu allen Orten ausgearbeitete Routen nimmt, damit er nicht auf ein Geräusch trifft, dass ihn aus der Bahn wirft. Diese ersten zwei Drittel des Romans zeigen, wie Harry damit umgeht, wo er herkommt und wie er sich sein Leben eingerichtet hat. Als Student trifft er dabei auf Tad, einen Kampfsporttrainer, den ein Schicksalsschlag in den Suff getrieben hat. Gemeinsam beschließen sie, dem Alkohol zu entkommen. Ungefähr zur gleichen Zeit trifft Harry auf Talia McGuire, eine wahnsinnig tolle Frau, die sich doch tatsächlich für Harry interessiert. Es scheint also aufwärts zu gehen. Doch nicht alles ist so wie es scheint. Als Kayla, seine Freundin aus Kindertagen, nun Polizistin, wieder in sein Leben tritt, verändert sich alles. Sie glaubt nicht daran, dass ihr Vater vor vielen Jahren Selbstmord begangen hat und bittet ihn, ihr mit seiner Gabe zu helfen. Und ab hier beginnt der Thriller, denn natürlich hilft Harry, wenn auch erst zögerlich. Eine Vision ist noch lange kein Beweis und aus diesem Grund beschließen Harry, Tad und Kayla, nachdem sie den Täter durch die Vision kennen, Indizien und Beweise zu sammeln, doch das ist gar nicht so einfach. Letztendlich liefern sie sich am Ende ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Täter, bei dem die drei Loser eigentlich nur verlieren können, und rasen in ein fulminantes Finale hinein. Auch wenn die Thrillerelemente erst im letzten Drittel Gewicht bekommen, reißt einen die Geschichte sofort in seinen Bann. Man folgt Harry gerne in sein Erwachsenenleben, man möchte wissen, wie es mit ihm weiter geht. Die mysteriösen Visionen sind Teil der Geschichte und fügen sich nahtlos ein, der Erzählstil nimmt einen mit und lässt einen nicht mehr los. Auch bei diesem Roman/Thriller ist es Lansdale gelungen, mich für einen Tag in eine andere Welt eintauchen zu lassen, aus der ich abends glücklich wieder aufgetaucht bin. Fazit: Ein unheimlicher Roman, der in einem spannenden Thriller endet, mit liebgewonnenen skurrilen Charakteren und einem kleinen Schuss Fantastik. Was will man mehr? Hier ist einfach alles dabei! P.S.: Die Rezension bezieht sich auf die Ausgabe vom Golkonda Verlag (978-3942396837)

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  • Lansdale, wie wir ihn kennen und lieben!

    Blutiges Echo

    Havers

    12. March 2014 um 06:06

    Harold „Harry“ Wilkes wird seit einer Krankheit in Kindertagen von gruseligen Visionen geplagt, die ihn immer dann heimsuchen, wenn er sich an einem Ort befindet, der mit  einem tragischen Ereignis  verknüpft ist. Die Szenarien, die sich dann vor seinem inneren Auge abspielen, werden immer wieder durch bestimmte Geräusche ausgelöst. Den Qualen, die er dabei erlebt, versucht er mit der Hilfe von Alkohol zu entkommen, was natürlich ein Trugschluss ist. Rettung naht in Form von Tad Peters, einem ehemaligen Martial Arts Kämpfer, der seine Familie bei einem tragischen Unfall verloren hat und nun ebenfalls glaubt, seine Probleme in Hochprozentigem ertränken zu können. Harry rettet ihn vor einer Tracht Prügel, sie kommen ins Gespräch, freunden sich an, verbringen viel Zeit miteinander und lösen sich allmählich aus der Alkoholsucht. Dabei wird Tad zu Harrys Mentor und gibt ihm ein spirituelles Instrumentarium an die Hand, mit dem er die Veranlagung, die ihn seit Jahren quält, beherrschen kann. Eines Tages taucht Harrys Sandkastenliebe Kayla auf und bittet um seine Hilfe bei der Aufklärung eines Todesfalles, der sie persönlich hart getroffen hat, denn der Tote ist ihr Vater. Obwohl sie als Polizistin arbeitet, kommt sie im Zuge ihrer Ermittlungen nicht voran und vertraut darauf, dass Harrys Fähigkeit, in die Vergangenheit blicken zu können, ihr weiterhilft. Aber es stellt sich heraus, dass auch Harry von Kaylas Bitte profitiert… „Blutiges Echo“ ist kein typischer Roman, wie wir ihn von Joe R. Lansdale kennen, dafür sind einfach zu viele Mystery-Elemente in die Handlung eingearbeitet. Des Weiteren fehlen in der Geschichte fast komplett die geografischen Bezüge, denn üblicherweise spielt in den Romanen auch Ost-Texas und die Eigenheiten der dortigen Bevölkerung eine nicht unbedeutende Rolle. Nichtsdestotrotz findet man dennoch in „Blutiges Echo“ genau das, wofür der Autor steht: Kurze Kapitel, prägnante Sätze, die sich auf das Wesentliche beschränken, den subtilen Humor, detailliert beschriebene Charaktere und eine temporeiche Handlung, die durch zahlreiche Cliffhanger zum Weiterlesen animiert – kurzum: doch ein echter Lansdale!

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