Joe R. Lansdale Die Wälder am Fluss

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Inhaltsangabe zu „Die Wälder am Fluss“ von Joe R. Lansdale

Anfang der Dreißigerjahre entdeckt der elfjährige Harry in Texas die Leiche einer Schwarzen. Zusammen mit seiner Schwester macht er sich auf die Suche nach dem Mörder. Lansdales Held, der an Tom Sawyer und Huckleberry Finn erinnert, enthüllt sich die Düsternis eines Faulknerschen Südens voll Aberglaube, Gewalt und Rassismus.

Großartiger, atmosphärischer Roman!

— buchjunkie
buchjunkie

entspannend, unaufgeregter Stil, ich hätte etwas mehr Aufregung spannender gefunden

— CorneliaP
CorneliaP

Eine lesenswerte Kombination von Kriminalfall und Sozialkritik!

— Arun
Arun

Sehr gut und sehr packend!

— Beust
Beust

Ein Hammerbuch. Absolute Leseempfehlung!

— guybrush
guybrush

Wieder ein Buch von Lansdale, das mich voll in seinen Bann gezogen hat...

— Virginy
Virginy

Ein wunderbares Buch. Lansdale ist ein fantastischer Erzähler. Viel Liebe zum Detail, tolle Story und einzigartige Protagonisten.

— BerniGunther
BerniGunther

Ein wunderbares Buch im Erzählstil von Mark Twain. Absolut fesselnd! Mit Abstand eines meiner Lieblingsbücher.

— Schlabuttke
Schlabuttke

Spannende Geschichte und ein brillianter Erzählstil. Empfehlenswert!

— shadow_dragon81
shadow_dragon81

Das Buch zieht einen von Anfang an in seinen Bann und lässt einen nicht los. Wunderbar geschrieben!

— Maulbeere
Maulbeere

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  • Ein Buch, das zu fesseln vermag - 4,5 Sterne dafür

    Die Wälder am Fluss
    HibiscusFlower

    HibiscusFlower

    09. August 2017 um 10:23

    Klappentext des Verlages:Anfang der Dreißigerjahre entdeckt der elfjährige Harry in Texas die Leiche einer Schwarzen. Zusammen mit seiner Schwester macht er sich auf die Suche nach dem Mörder. Lansdales Held, der an Tom Sawyer und Huckleberry Finn erinnert, enthüllt sich die Düsternis eines Faulknerschen Südens voll Aberglaube, Gewalt und Rassismus..."Hör zu. Weiße sind nicht besser oder schlechter als Farbige, und Farbige sind nicht besser oder schlechter als Weiße. Sie sind alle Männer und Frauen von irgendeiner Hautfarbe, manche davon sind schlechter als andere, und manche besser. So muss man die Sache sehen. Ich bin kein gebildeter Mann, Harry, aber das weiß ich."(S. 103 - Harrys Vater)Das Leben damals war von Entbehrung und harter Arbeit geprägt, aber auch von strikter Rassentrennung obwohl der amerikanische Bürgerkrieg und somit die Befreiung der Sklaven schon Jahrzehnte zurücklag.Menschen, die so denken wie Harrys Vater Jakob, sind in der Gemeinde rund um die tiefen Wälder in der Nähe des Sabine River ganz selten zu finden. `Eine weniger von denen, die niemand vermissen wird.´ oder ähnliches wird laut, was jedoch Jakob, der neben seiner Farm und seinem Friseurladen als Constable zuständig ist, aber auch den elfjährigen Harry nicht davon abhalten kann, den Mörder dieser farbigen Frau finden zu wollen.Es war die Rezension einer Bloggerin, die mich auf das Buch aufmerksam und zugleich neugierig gemacht hat, denn bis dahin war mir der aus Texas stammende Autor unbekannt.Lansdales´ Verbundenheit mit seiner Heimat spiegelt sich in seiner Kulissenbeschreibung ebenso wieder wie in der ungeschönten Darstellung des Geschehens, obwohl man dies aus der Sicht seines jungen Protagonisten erlebt. Gemeinsam mit Harry geht man zunächst unbedarft, vorsichtig, aber auch aufmerksam, stellenweise mutig und natürlich neugierig in der Geschichte voran. Man ist entsetzt, man mag sich nicht vorstellen, dass Menschen dazu in der Lage sein können und muss feststellen, dass GUT nicht gleich GUT und BÖSE nicht gleich BÖSE ist.Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieses Buch zu fesseln vermag, durch seine Charaktere lebt und die Vergangenheit schonungslos ausleuchtet. Ganz sicher wird dies nicht das letzte Werk des Autors für mich sein.

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  • Ein großartiger Roman

    Die Wälder am Fluss
    NiWa

    NiWa

    03. August 2017 um 17:55

    Texas, 1930er-Jahre. Es ist die Zeit der großen Dürre und der Depression. Außerdem ist es die Zeit als der elfjährige Harry und seine kleine Schwester Tom die Leiche einer schwarzen Frau am Fluss finden. Damit öffnet sich für den Jungen die Welt der Erwachsenen, die aus drückenden Sommern, düsterem Aberglauben und gewaltvollem Rassismus besteht.Joe R. Lansdale präsentiert mit diesem Buch eine gelungene Mischung aus Coming of Age, Krimi, Thriller und zeitgenössischem Roman, die den Leser ins Texas heißer Sommernächte, gewalttätiger Übergriffe und umgreifenden Rassismus entführt.Harry ist gerademal 11 Jahre alt als er gemeinsam mit seiner Schwester Tom die Leiche einer Schwarzen am Sabine River findet. Die Frau ist furchtbar zugerichtet und trotzdem scheint Mord ausgeschlossen zu sein, weil es eben eine Schwarze ist.Harry und Tom erlebt man im Huckleberry-Finn-Stil, der den Leser mitten im Herzen und in der Seele trifft. Der junge Harry ist ein vernunftbegabter Bursche, der viele Regeln der Erwachsenen nicht begreift. Er wird stutzig, weil nicht alle Menschen gleich behandelt werden, schämt sich fremd, als der Ku-Klux-Klan vor der Tür seiner Familie steht und glaubt insgeheim, dass ein mysteriöser Ziegenmann im Wald sein Unwesen treibt.Ich hatte mich auf die Minute in Harry, seine Schwester - eigentlich die ganze Familie - verliebt. Anhand dieser Familie erfährt man, wie schwer das Leben während der Dürre und Depression in den USA gewesen ist. Dabei haben sie in Texas noch richtig Glück gehabt. Die Böden sind fruchtbar geblieben und daher hat es die Texaner nicht ganz so schlimm - im Vergleich zu andern Staaten - erwischt. Trotzdem wird in Harrys Familie emsig gearbeitet, damit man einigermaßen über die Runden kommt. Sein Vater hat auf der Farm zutun, führt einen Friseurladen und geht sogar der Tätigkeit als Constable nach - wodurch er mit der Aufklärung des „Mordes“ beschäftigt ist.Trotz des einfachen Lebens, der harten Arbeit und dem rauen Umgangston, spürt man auf jeder Seite, wie liebevoll diese Familie ist. Man fühlt, wie sie zu ihren Prinzipien stehen und wie wichtig sie sich gegenseitig sind.Außerdem bekommt man ein gutes Bild von der Gemeinschaft, die sich in dem kleinen texanischen Dorf gebildet hat, und dem Leben, das damals alltäglich war. Gemeinsam mit Harry schaut man im Friseurladen vorbei, geht die alte, farbige Maggie auf einen Schwatz besuchen oder versucht den Wasserschlangen im Fluss zu entgehen, weil die nämlich giftig sind.Neben dem greifbaren Flair kommt der Mord zu tragen, der dem ganzen Buch ordentlich Spannung verleiht. Es gibt etliche Szenen, in denen ich mit Harry gebangt habe, mir das Adrenalin durch die Blutbahn schoss oder ich mich gemeinsam mit ihm ins Gebüsch im Wald gedrückt habe. Joe R. Lansdale hat keinen Roman geschrieben sondern er hat eine Geschichte erzählt. Von Anfang bis Ende hat er mich gefangen genommen, durch die dichte Atmosphäre der 30er-Jahre geführt und mich die bedrohliche Stimmung von Rassismus fühlen lassen.Meiner Meinung nach handelt es sich bei „Die Wälder am Fluss“ um einen großartigen Roman, den ich absolut weiterempfehlen kann. 

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    • 13
  • Texas in den Dreissiger Jahren

    Die Wälder am Fluss
    buchjunkie

    buchjunkie

    22. July 2017 um 21:20

    1933 in Texas: Am Sabine River lebt der elfjährige Harry mit seiner Schwester Thomas ja, genannt Tom , und seinen Eltern. Sein Daddy Jacob hat einen Friseurladen und ist nebenbei auch Constable des Ortes.Die Kinder verleben eine relativ unbeschwerte Kindheit, bis sie eines Tages eine schreckliche Entdeckung im Wald machen- eine mit Stacheldraht an einen Baum gefesselte Leiche einer schwarzen Frau.Harry und Tom sind sich sicher, dass das der Ziegenmann gewesen sein muss, der angeblich sein Unwesen in den Wäldern treibt.Der liberale Jacob versucht zu ermitteln, doch schon als er eine Untersuchung der Leiche bei einem weissen Arzt anfordert, stösst er auf rassistisch motivierte Widerstände.Es wird noch eine zweite weibliche Leiche gefunden und die rassistische weisse Bevölkerung verübt an einem Unschuldigen einen Lynchmord.Jacob konnte es nicht verhindern ,fühlt sich schuldig und zerbricht daran.Also macht Harry sich alleine auf die Suche nach dem Mörder.Ein ganz großartiger Roman!Doch was ist es? Ein Krimi wegen der Ermittlungen? Ein sozialkritischer Gesellschaftsroman wegen des vorherschenden Rassismus? Oder einfach ein historischer Roman wegen der Zeit der wirtschaftlichen Depressionen in Amerika?Es ist ein bisschen was von allem!Und erzählt wird diese Geschichte aus der Sicht des 11jährigen Harry, jedoch ohne dabei zu kindlich zu wirken. Er wird zum ersten mal damit konfrontiert, dass Weisse gibt ,die denken, dass Schwarze minderwertige Menschen wären. Er kann das nicht verstehen, weil er so nicht erzogen wurde.„...Es ist leicht zu hassen. Es ist leicht zu sagen, dieses und jenes passiert nur, weil die Farbigen dieses oder jenes tun oder nicht tun, aber das Leben ist nicht so einfach. In diesem Job als Constable habe ich ein paar von den übelsten menschlichen Wesen gesehen, die es gibt, Weiße und Schwarze. Die Farbe sagt nichts über die Bösartigkeit aus. Oder besondere Güte.Merk dir das.“Lansdale schafft eine Atmosphäre , als wäre man dabei.Seine Beschreibungen sind detailliert ohne zu langweilen.Die Personen konnte ich mir gut vorstellen.Der Schreibstil ist einfach hervorragend.Die Geschichte wird relativ ruhig erzählt, ist aber an keiner Stelle langatmig.Ein ganz großartiger und wunderbarer Roman eines sehr talentierten Schriftstellers, den ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann! Und ich werde mal nach weiteren Büchern von Joe R. Lansdale Ausschau halten!

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    • 9
  • Nachdenkliches aus Texas!

    Die Wälder am Fluss
    Arun

    Arun

    02. December 2016 um 17:38

    Die Wälder am Fluss von Joe R. Lansdale Mein zweites Buch nach „Ein feiner dunkler Riss“ von diesem Autor und bestimmt nicht mein letztes. Kurze Beschreibung.Im Rückblick erzählt der inzwischen 80 jährige Harry Crane aus dem Leben seiner Familie in Texas während den Jahren 1933//34Zum Handlungszeitpunkt findet der 11 Jahre alte Harry und seine 9 jährige Schwester Thomasia, Tom genannt im Wald eine übel zugerichtete Leiche einer jungen schwarzen Frau.Harrys Vater der Friseur der kleinen Ansiedlung arbeitet nebenher noch als Constable – Hilfssheriff in ihrem Wohnbezirk. Dieser versucht nun Ermittlungen in die Wege zu leiten.Bei dieser einen Leiche soll es aber nicht bleiben! Der liberal eingestellte Vater von Harry und Tom, geprägt durch ein unschönes Erlebnis in seiner Jugend, versucht Licht in die Mordfälle zu bringen, dabei zerbricht der Vorkämpfer für das Gute an einem bösen Ereignis, welches nicht ohne Folgen für seine Familie bleibt. Meine Meinung.Vor dem Hintergrund der großen Depression in den USA erleben wir den Alltag der einfachen Menschen in Osttexas. Die Tage sind bestimmt von Armut, viel Arbeit, sehr einfachen Lebensverhältnissen und dem allgegenwärtigen Rassismus. Dunkle Geheimnisse kommen nach und nach an die Oberfläche. Es ist nicht alles nur schwarz und weiß, dazwischen liegen noch einige andere Farbabstufungen. Der Autor Joe R. Lansdale versteht es eine tiefgründige, spannende und zugleich sozialkritische Story zu erzählen. Beim Lesen fühlte ich mich oft an zwei andere bekannte Bücher „Früchte des Zorns“ und „Wer die Nachtigall stört“ erinnert. Zwar nicht ganz so düster und depressiv wie das Buch von John Steinbeck aber viel härter und krasser als das Werk von Harper Lee. Die Story von „Die Wälder am Fluss“ könnte dem realen Leben entliehen sein, weit entfernt vom Südstaatenkitsch, wird uns eine lesenswerte Geschichte präsentiert. Eine unbedingte Leseempfehlung meinerseits.

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    • 14
  • Das Ende der Kindheit...

    Die Wälder am Fluss
    Virginy

    Virginy

    Harry blickt zurück auf seine Kindheit im Texas der 30-er Jahre. Zusammen mit seiner kleineren Schwester Tom wächst er auf einer Farm auf, sein Vater ist Friseur und gleichzeitig der Constable des kleinen Ortes, seine Mutter die schönste Frau weit und breit. Das unbeschwerte Leben hat jedoch ein Ende, als er und Tom abends beim Durchstreifen das Waldes die Leiche einer nackten, schwarzen, gefolterten Frau entdecken, die mit Stacheldraht an einen Baum gefesselt wurde. Auf dem Rückweg nach Hause fühlen sie sich beobachtet und verfolgt, beide sind sich einig, das es der Ziegenmann ist, ein seltsames Geschöpf, ein Mann mit dem Unterkörper einer Ziege, der unter einer Brücke am Fluß hausen soll. Nachdem Harry seinen Vater am nächsten Morgen zu der Leiche geführt hat, beginnt der mit der Ermittlung, aber außer ihm scheint sich niemand dafür zu interessieren, immerhin war es ja nur eine Schwarze und als er die Leiche dann auch noch zur Autopsie zu einem Arzt in den Nachbarort bringt, in dem nur Farbige leben, zieht er sich den Zorn des Ku Klux Klans zu. Es bleibt nicht bei einer Toten und als man auch eine Weiße unter den Opfern findet, wird plötzlich der Ruf nach Rache laut... Lansdale hat mich mit diesem Buch mal wieder voll gepackt, auch wenn es mich irgendwie total an "Wer die Nachtigall stört" erinnerte (Ich liebe dieses Buch, Harrys Vater war wie Atticus Finch, dann die beiden Geschwister und die Sache mit dem Ziegenmann, wer das Buch gelesen hat, wird die Parallelen erkennen).  Das alles tat meiner Lesefreude aber keinen Abbruch und ich habe es sehr schnell verschlungen. Mal wieder eine unbedingte Leseempfehlung...

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    • 3
    Virginy

    Virginy

    07. June 2015 um 12:54
  • Atmosphärischer großartiger Texas-Kriminalroman

    Die Wälder am Fluss
    JohannesGroschupf

    JohannesGroschupf

    07. October 2013 um 11:01

    Das östliche Texas, an der Grenze zu Louisiana, Zeit der Großen Depression: eine arme, gewalttätige, rassistische Gegend. In den Wäldern lebt ein unheimlicher Ziegenmann, am Ufer des Sabine River finden zwei Kinder die Leiche einer schwarzen Frau, und es beginnt die Jagd auf den Mörder. Großartig erzählt: atmosphärisch dicht, lebendig, mit wundervollen Naturbildern.

  • Review: Die Wälder am Fluss

    Die Wälder am Fluss
    Medienjournal

    Medienjournal

    01. August 2013 um 22:13

    Mit Die Wälder am Fluss untermauert Joe R. Lansdale für mich ohne Zweifel sein überragendes Schreibtalent und hat mich von Anfang bis Ende zu fesseln verstanden mit der Geschichte eines Jungen, der in seiner Kindheit mehr hat erleben müssen, als viele in ihrem ganzen Leben. Lansdale schickt sich damit mehr und mehr an, einer meiner Lieblingsautoren zu werden. Mehr gibt es unter: Review: Die Wälder am Fluss

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  • Rezension zu "Die Wälder am Fluss" von Joe R. Lansdale

    Die Wälder am Fluss
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    16. January 2013 um 09:20

    Endlich mal wieder ein Thriller, den man auch als Literatur bezeichnen kann.

  • Rezension zu "Die Wälder am Fluss" von Joe R. Lansdale

    Die Wälder am Fluss
    Monsignore

    Monsignore

    06. August 2012 um 21:49

    Ein Menschenleben ist im Texas der 1930er Jahre nichts wert, sofern es farbige Haut hat. Doch wenn mehrere grausam zugerichtete und missbrauchte farbige Frauenleichen gefunden werden, dann kommt bei den rechtschaffenen (weißen) Bürgern ganz schnell der Gedanke auf, dass ein schwarzer Frauenschänder bald Geschmack auf eine weiße Frau bekommen kann .... Grund genug, um einen ansatzweise verdächtigen Schwarzen kuzerhand aufzuhängen. In diesen Strudel rassistischer Ereignisse kommt ein 11jährige Junge mit seiner Familie; sein Vater ist ein aufrechter und gerechter Constable des Ortes, der gegen die Front des Ku-Klux-Clan machtlos ist. Aber nicht der Junge erzählt die atmosphärisch dichte und ereignisreiche Geschichte - vielmehr wird sie vom betagten Altenheimbewohner erzählt, der sich an seine Jugend erinnert. Eine Jugend, die es in sich hatte: Mit einer Grandma samt Schrotflinte, mit giftigen Wasserschlangen, dem mysteriösem Ziegenmann im dunklen Wald, debilen und versoffenen Nachbarn und eben dieser Mordgeschichte, die in den dunklen Wäldern am Fluss für den Erzähler lebensbedrohlich wird.' Wer amerikanische hard boilled-Krimis mag und wer ein Faible für noir-Stoffe hat, der ist hier genau richtig und wird ein Leseerlebnis bekommen, an das er sicherlich lange zurück denken wird.

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  • Rezension zu "Die Wälder am Fluss" von Joe R. Lansdale

    Die Wälder am Fluss
    Archibald Pynchon-Light

    Archibald Pynchon-Light

    31. December 2010 um 11:57

    Der elfjährige Harry Crane lebt während der großen Depression in den dichten Wäldern am Ufer des Sabine River in Texas. Sein Vater ist Friseur und Constable des kleinen Dorfes und wird mit einem besonders brutalen Mord an einer schwarzen Frau konfrontiert. Als kurz darauf auch weiße Frauen ermodet werden, breitet sich Panik in der kleinen Südstaatengemeinde aus, die schnell in Lynchjustiz ausartet. Es beginnt die Hetzjagd auf einen mysteriösen Serienmörder. Zusammen mit seiner kleinen Schwester „Tom“ kommt Harry auf die Spur des unheimlichen Ziegenmannes. Das Buch beschreibt eine archaische Welt aus Gewalt und Rassismus, in der die Familie des jungen Helden täglich um ihr Überleben kämpfen muss, aber trotzdem nie ihre Herzlichkeit, ihre Humanität und ihren Optimismus verliert. Es beschreibt das Aufwachsen in schweren Zeiten und das Ende einer fast unbeschwerten Kindheit. Wunderschöne Szenen vom Heranwachsen in unberührter Natur wechseln mit drastischem Realismus der Rassentrennung in den Südstaaten. Harry erlebt am eigenen Leib, wie viel Mut und Opferbereitschaft es verlangt, in einer erzkonservativen Gesellschaft eine liberale Haltung zu vertreten. Dies allein hätte für ein spannendes Buch gereicht, aber da es gibt noch die immer häufiger werdenden Auftritte des geheimnisvollen Ziegenmannes, die so unerwartet hereinbrechen, dass man erschrocken vor dem Buch zurückzuckt. Joe Lansdale ist einer der bekanntesten Genreschreiber Amerikas, hat unzählige Krimi- und Horrorgeschichten verfasst, von denen einige verfilmt wurden. „Die Wälder am Fluss“ ist sein Meisterwerk. Eine Mischung aus Huckleberry Finn und Stand by me von Stephen King. Es wurde mit dem Edgar Award ausgezeichnet und ist sowohl als Buch als auch in der Hörbuchfassung unbedingt zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Die Wälder am Fluss" von Joe R. Lansdale

    Die Wälder am Fluss
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. May 2010 um 18:23

    Harry Crane ist elf Jahre alt und lebt während der Dreissiger Jahre in einem Ort in Osttexas. Seine Welt ist ein Abenteuerspielplatz und er tobt oft mit seiner kleinen Schwester im Wald und am Fluss rum. Doch eines Tages entdecken die Kinder, die Leiche einer schwarzen Frau die mit Stacheldraht an einen Baum gefesselt ist. Der Vater der Kinder ist Friseur und Constable in einem, doch dieser Fall überfordert ihn vollkommen. Die Ereignisse stürzen die kleine Stadt in Panik, Chaos und Aufruhr. Ein Mann wird gelyncht, aber der Mörder treibt weiterhin sein Unwesen. Der kleine Harry beschliesst selbst zu ermitteln, aber schon bald sind auch er und seine kleine Schwester in Gefahr. Ein spannender Krimi, der die rassistischen und gewaltätigen Verhältnisse in den Südstaaten, während der Dreissiger Jahre aufzeigt. Ich mag sonst keine Krimis, aber dieses Buch ist spitze!

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