Joe R. Lansdale Drive-In

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Inhaltsangabe zu „Drive-In“ von Joe R. Lansdale

Stellt euch ein Autokino vor, das
groß genug ist, viertausend Autos
zu fassen. Dann habt ihr eine
Idee vom Orbit, dem größten
Drive-in von Texas. Jeden Freitag
gibt es dort die All-Night-HorrorShow.
Genau hier sind wir jetzt,
alles ist perfekt. Aber plötzlich
taucht aus dem Nichts dieser
blutrote Komet auf. Schlagartig
ist das Orbit von der Außenwelt
isoliert, eingeschlossen von
einer tödlichen Leere. Es gibt
kein Entrinnen. Die Nahrungsmittel
werden knapp. Erste Fälle
von Totschlag und Kannibalismus
treten auf. Doch das Schlimmste
steht uns erst bevor ...

Hat was, wird aber gegen Ende immer abstruser

— Piepchen

Rausgerotzt und für Kult befunden, kein Meilenstein in Lansdales eigentlich geilen Büchern.

— Archer

Überdrehte, surreale und erfrischend abgedrehte Trilogie, allerdings bald mit Überdosis und entnervtem Hissen der weißen Fahne.

— Litis

Wie zähes Fleisch und spitze Knochen: DriveIn ist keine leichte Kost, blutig und grausam aber auch unglaublich phantasievoll.

— Alexandra_Luchs

Der erste und auch der zweite Teil waren toll, der dritte hingegen war nicht so wirklich meins ...

— Virginy

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  • Rausgerotzter Gehirnfurz

    Drive-In

    Archer

    09. January 2017 um 10:09

    In der Regel wähle ich meine Überschriften mit ein wenig mehr Fingerspitzengefühl. Allerdings ist es dieses Mal gleich ein Test: Wer sich von meiner Überschrift schon abgestoßen fühlt, sollte auf jeden Fall die Finger von dem Buch lassen. Denn bei aller Brutalität ist es genau das, was das Buch ausmacht. Es ist eine Trilogie, dieser fette Schinken Drive In. Und allein darin liegt schon das Problem. Keine Ahnung, was sich Heyne dabei gedacht hat, aber die geballte Ladung Drive In ist eigentlich unerträglich. Dabei ist Teil Eins noch ... ganz nett ist hundertpro der falsche Ausdruck, trifft es aber noch am besten. Der Ich-Erzähler Jack und seine Freunde Bob, Willard und Randy verbringen ihre meisten Freitagabende im Orbit, dem riesigen Drive-In-Kino ihrer Gegend, in der nur Horror- und Splatterfilme gezeigt werden. Doch an einem Abend geht etwas schief. Ein Meteorit (oder so) stürzt auf das Orbit und die Kinogänger sind eingeschlossen im Drive In, umgeben von einer schwarzen Masse, die alle, die sie berühren, auflöst. Am Anfang versuchen die meisten noch, ruhig zu bleiben, doch nach einer gewissen Zeit, als die Vorräte alle sind, eskaliert das Ganze sehr schnell in Bandenbildung, Totschlag, Mord, Kannibalismus. Das allein wäre eine super menschliche Studie der menschlichen Natur gewesen, schön eingerahmt in eine Geschichte, die einem zuckerschock- und drogenvernebelten Gehirn entsprungen sein mochte. Doch davon abgesehen, dass man eigentlich nur auf Distanz gehalten wird (oh, die essen ein rohes Baby, nicht mal gebraten?), ist es nicht genug mit der einen Story. Es müssen nach einem wahrscheinlich unerwarteten Erfolg zwei Sequels hinterhergeschoben werden, die immer abgedrehter und bekloppter werden. Was, die schlucken auch die Scheiße von Teil 2? Dann schreibe ich nur noch Müll, ist ja schließlich Kult. Seit ich mein erstes Buch von Lansdale gelesen habe, war ich begeistert. Der Kerl hat eine Schreibweise, die einen reinzieht und mitreißt, ja, oft dreckig und brutal ist, was in den anderen Büchern auch gepasst hat. Aber hier watet man ständig bis zum Hals in der Scheiße, taucht ab und zu unter und nimmt einen kräftigen Schluck von der Brühe, bis es nicht nur vorne wieder rauskommt, sondern auch aus den blutenden Ohren. Hier wird gekotzt, geschissen und gefickt, viel mehr ist mir eigentlich nicht in Erinnerung geblieben. Mag sein, dass das die Quintessenz des Menschen ist, gute Horrorliteratur ist das nicht. No, Sir, Mr Lansdale, that was ... shit.

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    • 3
  • Das Kino der Qualen ...

    Drive-In

    Marina10

    07. March 2016 um 16:49

    DRIVE IN – Joe R. Lansdale Zum Autor: Joe R. Lansdale (* 28. Oktober 1951 in Gladewater, Texas) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, der sich auf Kriminal-, Horror- und Science-Fiction-Romane sowie auf historische Romane konzentriert. Auf Grundlage seiner Werke entstanden u.a. die Filme Bubba Ho-Tep(2002) und Cold in July (2014). Quelle: Wikipedia Zum Cover: Das Cover zeigt einen Banner, der auf ein Drive In Kino hinweist. Es ist im Hintergrund in grün gehalten, das wohl eine vorbeifahrende Landschaft symbolisieren soll. Cover Kauf? Ich denke nicht, denn das Cover kann in keinster Weise auch nur annähernd darauf hinweisen, was einen im Inneren erwartet Zum Inhalt: Stellt euch ein Autokino vor, das groß genug ist, viertausend Autos zu fassen. Dann habt ihr eine Idee vom Orbit, dem größten Drive-in von Texas. Jeden Freitag gibt es dort die All-Night-Horror-Show. Genau hier sind wir jetzt, alles ist perfekt. Aber plötzlich taucht aus dem Nichts dieser blutrote Komet auf. Schlagartig ist das Orbit von der Außenwelt isoliert, eingeschlossen von einer tödlichen Leere. Es gibt kein Entrinnen. Die Nahrungsmittel werden knapp. Erste Fälle von Totschlag und Kannibalismus treten auf. Doch das Schlimmste steht uns erst bevor ... Quelle: Amazon.de Meine Meinung: Ich habe das Buch lange vor mir her geschoben um einfach auf die richtige Gelegenheit zu warten, es endlich in Ruhe lesen zu können. Ich war gespannt und voller Vorfreude, konnte es wirklich kaum erwarten. Dann begann ich mit den ersten Seiten … und wurde wirklich enttäuscht. Ich las und las und las, Seite um Seite, aber der erhoffte Knall blieb aus! Mein Buch, in das ich solche Hoffnungen auf mein Buch des Jahres gesetzt hatte, war für mich ein persönlicher Flop … Ich konnte es erst gar nicht glauben, aber das Buch konnte null in mich vordringen, es hat mich gelangweilt und teilweise sogar ziemlich abgestoßen. Der Schreibstil wirkte auf mich unheimlich plump, der Inhalt ist jenseits jeglicher Vorstellung. Blut, Gedärme, Kannibalismus und sowas von sinnfrei, dass ich wirklich froh war, als ich mich durchgequält hatte. Klar wusste ich, dass es übersinnlich und zum Teil wohl auch ekelhaft werden würde. Aber das, was mich tatsächlich erwartet hat, hat mich einfach nur abgestoßen. Die Protagonisten ist unwirklich, ekelhaft und wenn sie im Kopf klar sind, sind sie mir so unsympathisch gewesen. Der Plot der Geschichte war unwirklich, billig und völlig ohne jede Handlung … man hatte das Gefühl, die Handlung besteht nur aus Blut und Gewalt, und genau so war es wohl auch. Ich bin viel gewohnt, aber DAS war definitiv nichts für mich! Mein Fazit: Ich hatte so große Hoffnungen und wurde eigentlich nur enttäuscht. Was Lesevergnügen hätte sein sollen, war für mich eher eine Qual. Ich vergebe 2 Sterne, weil die Idee ziemlich gut ist. Die Umsetzung hat mich allerdings leider nicht überzeugt. Marina Sharma

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  • Zu trashig

    Drive-In

    ForeverAngel

    29. November 2015 um 10:49

    Joe R. Lansdale war mir bislang kein Begriff, aber die Möglichkeit, eine komplette Trilogie in nur einem Band zu lesen, war einfach zu verlockend. Kein langes Warten auf die Fortsetzung. Kein Vergessen, was im Band davor geschehen ist. Und bei insgesamt 736 Seiten wären die einzelnen Bände auch nicht sonderlich dick gewesen. Nun aber zu Drive-In selbst. Auf den ersten Blick erinnert der Klappentext an Stephen Kings Die Arena. Ein Ort an dem Menschen versammelt sind wird plötzlich völlig von der Außenwelt abgeschnitten, Lebensmittel werden knapp, Machtkämpfe entstehen, Menschen drehen durch. Drive-In ist dabei aber um einiges blutiger und trashiger als Die Arena und hat auf den zweiten Blick auch bis auf die Grundidee des Isoliertseins nichts mit dem King zu tun. In Drive-In geht es um das größte Autokino Texas, in dem jede Freitagnacht mehrere Horrorfilme gleichzeitig gezeigt werden. Die Menschen kommen zusammen, um sich die B-Movie-Qualitäts-Filme anzuschauen, um im Dunkeln rumzumachen, um Popcorn und zuckrige Softdrinks zu genießen. Einfach, um Spaß zu haben. In einer solchen Nacht taucht plötzlich ein roter Komet am Himmel auf und verschwindet kurz darauf wieder, doch auf der Erde hat sich alles verändert. Das Autokino scheint plötzlich das einzige zu sein, das noch existiert und wer versucht, es zu verlassen, löst sich in Nichts auf. Dabei stelllt sich die Frage, was besser ist: sofor den Schritt ins Ungewisse wagen, oder im Inneren des Kinos seine komplette Menschlichkeit abzustreifen und zum Kannibalen zu mutieren.  Der Ich-Erzähler berichtet von den Ereignissen im Nachhinein und hat dabei einen recht lockeren Umgangston. Er wirkt aufgedreht, wenn nicht überdreht, er spricht mit dem Leser, als wäre der sein Gesprächspartner. Dieser Erzähler bietet dem Leser eine völlige absurde, blutige, trashige Horrorgeschichte, die in etwa so gut gemacht ist wie die Low-Budget-Filme, die die Figuren sich jede Freitagnacht anschauen. Und das ist vermutlich auch Absicht. Drive-In ist mehr Parodie als alles andere, trifft dabei aber leider so gar nicht meinnen Humor. Anders als man vielleicht vermuten möchte spielt nicht die ganze Trilogie im Autokino, sondern ledigleich der erste Band. Das heißt aber nicht, dass die anderen beiden Bände weniger abgedreht sind. Der Plot ist einfach völlig verrückt, ergibt oftmals keinen Sinn, ist blutig und absurd und irrwitzig und zum Kopfschütteln unsinnig. Als hätte Lansdale einen Albtraum gehabt und mit all seinen wirren Verwicklungen und Wendungen niedergeschrieben. Aber ich glaube, genau das zeichnet diesen Roman aus. Ich kenne Filme, die so ähnlich sind, aber auch die gefallen mir nicht. Ich kenne aber auch Leute, die solche Filme lieben und genauso werden sie Drive-In lieben. Mein Problem mit dem Plot ist einfach, dass er so unglaubwürdig ist, dass ich ihn nicht mehr spannend finde, aber witzig finde ich ihn auch nicht. Aber das ist wohl Geschmackssache.    (c) Books and Biscuit

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  • Irgendwann hat man zuviel davon - und wo ist eigentlich Bob?

    Drive-In

    Litis

    26. October 2015 um 17:31

    Cover: Das Cover führt uns mit seiner Aufschrift zum Drive-In. Die Reklametafel prangert vor uns und lockt uns in die nächsten Filme. Der Buchdeckel ist mit Farbakzenten von grün und blau hervorgehoben, die dem Ganzen ein eigenartiges Licht verleihen. Nicht alle 3 Bände handeln vom Drive-In, aber es ist dennoch wie ein roter Faden, der sich durch die Geschichten zieht. Story: Das Buch und die Story dahinter sind so abgedreht und surreal, dass sie sich mit nichts vergleichen lassen. 4 Freunde gehen in ein Autokino namens "Orbit" und plötzlich schlägt ein Komet auf der Erde ein. Was dann geschieht, geht über das menschliche Vorstellungsvermögen hinaus. Und das ist jetzt nicht einfach nur eine Redewendung, sondern ich meine es wirklich so. Das, was der Autor sich da erdacht hat, ist unglaublich, ungewöhnlich und geht auf keine Kuhhaut. Es ist abwegig und losgelöst von allem Bekannten. Anfangs ist man noch fasziniert von der verrückten Welt, die Herr Lansdale hier für den Leser erschaffen hat, aber irgendwann wird dies alles sehr quälend. Es ist einfach zu viel, zu langgezogen und zu überdreht, als dass man durch über 700 Seiten noch eine Faszination aufrecht erhalten kann. Die Charaktere: Jack ist Ich-Erzähler und Hauptprotagonist in der Trilogie. Er erzählt tagebuchartig von sämtlichen Erlebnissen. Dadurch entwickelt er sich für den Leser mit der Zeit zu einem guten alten Freund. Als würde man ihn schon ewig kennen. Die weiteren Protagonisten wechseln von Geschichte zu Geschichte. Das Buch beginnt zunächst mit 3 Freunden von Jack. Im Drive-In lernen sie einen Mann kennen, der sie dann in die nächste Handlung begleitet. Und in der nächsten Handlung kommen dann noch weitere Menschen dazu, die wiederum mit in den nächsten Abschnitt gehen usw. usf. Die einzige Konstante ist Jack. Es gibt überwiegend nur skurille Gestalten. Man hat den Eindruck, dass nur Jack noch normal geblieben ist. Sehr merkwürdig fand ich allerdings, dass Jacks guter Freund Bob im 2. Teil der Trilogie einfach verschwindet. Keine Worte, was mit ihm passiert ist - er wird einfach nicht mehr erwähnt. Ich musste die vergangenen Seiten wieder und wieder lesen, aber konnte einfach nichts zu seinem Verbleib herausfinden. Entweder ist das ein großer Schnitzer des Autors und/oder Verlags oder es ist so gewollt. Letzteres kann ich mir allerdings nicht vorstellen, denn in diesem Buch wird alles bis ins kleinste Detail beschrieben. Daher stellt sich mir die Frage: Was ist mit Bob passiert? Der Schreibstil: Die einzelnen Bände der Trilogie werden mit prägnanten und auch amüsanten Kapitelüberschriften eingeleitet. Durch die gesamte Story zieht sich eine vulgäre und derbe Sprache. Außerdem dreht sich nahezu alles um das Thema Sex. Entweder hat Herr Lansdale nichts anderes im Kopf oder es soll einfach zur Stimmung des Buches passen. Manchmal tat es das, manchmal wirkte es aber auch entrückt und unpassend. Der Autor schmückt sein Geschriebenes mit enorm vielen Metaphern, in den buntesten Farben und Ausprägungen. Oftmals ließ sich dabei ein Schmunzeln nicht vermeiden. Die Handlung ist ansonsten leicht zu verstehen und man kann ihr flüssig folgen. Das Ende: In jedem der 3 Bände gibt es ein eigenständiges Ende, das an und für sich auch so stehen bleiben kann. Trotzdem möchte man wissen (zumindest noch nach dem 1. Teil) wie es weiter geht und Herr Lansdale befriedigt die Neugier. Den Abschluss der Trilogie lässt er allerdings auch offen. Und ehrlich gesagt, sehne ich mich nicht nach einer Fortsetzung. Man hat schlussendlich ein von verrückten Geschichten und Figuren vollgestopftes Gefühl - ein Völlegefühl. Irgendwann muss auch mal Schluss sein. Fazit: Eine überdrehte, surreale und erfrischend abgedrehte Trilogie, von der man allerdings irgendwann eine Überdosis bekommt und entnervt die weiße Fahne hisst. 3 von 5 Isis'

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  • Trashiges Lesespektakel in B-Movie-Qualität.

    Drive-In

    bieberbruda

    15. October 2015 um 16:02

    Willkommen im Orbit: Statt einer Horrornacht im Drive-In sind die Besucher auf einmal selbst in einem Horrorfilm gefangen. Klingt abgedreht? Ist es auch! Die Story: Die Friday-All-Night-Horror-Show im Drive-In "Orion" ist ein Ereignis, das keiner verpassen möchte: Die ganze Nacht werden im riesigen Open Air-Kino trashige Horrorfilme gezeigt, es wird getrunken, gefeiert und geflirtet. Auch für Jack und seine Freunde ist der Besuch ein Muss - doch eines Nachts rast ein merkwürdiger Meteorit auf das Kino zu und isoliert es von der Außenwelt. Was Anfangs noch spaßig ist, wird immer mehr zu einem Horrortrip: Die Lebensmittel werden knapp, Menschen werden wahnsinnig (u.a. Kannibalen, Bibelfreaks) und dann ist da auch noch der Popkorn-King, den es zu besiegen gilt. Als die Freunde endlich einen Weg aus dem Orion finden, ist der Albtraum aber noch lange nicht vorbei... Meine Meinung: Der knapp 700-Seiten-Wälzer ist aufgeteilt in die drei Bände mit je rund 200 Seiten. Die Geschichte kann man sehr gut mit den Filmen der Friday-All-Night-Horror-Show vergleichen: Ein wahres B-Movie-Spektakel voller abgedrehter Ideen, Splattereinlagen und witzigen Dialogen. Und das Tolle daran: Es nimmt sich selbst nicht zu ernst und ist auch noch flüssig & schnell zu lesen. Wer hier einen realistischen oder anspruchsvollen Roman erwartet ist vollkommen fehl am Platz. Wenn man aber auf der Suche nach einem trashigen Horrorroman ist, kommt man voll auf seine Kosten. Was mich vor allem beim letzten Band gewundert hat: Landsdale hat ein merkwürdiges Faible für männliche Geschlechtsteile - ständig geht es um Schwengel, Dödel oder Schwänze?! Auch das Wort "Scheiße" wird in diesem Buch wahnsinnig oft genutzt. Leider war das Ende ziemlich unbefriedigend und ging in eine merkwürdige Richtung, deshalb ziehe ich einen Stern ab. Fazit: Ein trashiges Lesespektakel in B-Movie-Qualität. Wer auf der Suche nach einem abgedrehten Horrorroman ist, kommt man voll auf seine Kosten. Ich vergebe 4 Sterne.

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  • Absolut abgefahren!

    Drive-In

    PMthinks

    15. October 2015 um 12:47

    Inhalt: Jack und Bob fahren zur allfreitäglichen All-Night-Horror-Show ins Orbit, voller Freude auf Splatter und Monster. Doch ein blutroter Komet ändert alles, schirmt das Drive-In von der Außenwelt ab und plötzlich sind Blut und Monster nicht mehr nur auf der Leinwand ... Meine Meinung: Vorab: So eine Rezi hab ich noch niemals schreiben müssen, aber bei Drive-In ist anscheinend alles anders ... Was der Leser hier serviert bekommt, ist abstrus, voller Phantasie und Andeutungen. Lansdale zeigt, wie abgedreht man schreiben kann - etwas, das sicher nicht jedermann gefallen wird. Auch ich hatte meine Schwierigkeiten und hab mich zu guter Letzt ziemlich durchbeißen müssen und das Buch nach über 4 Wochen Lesezeit abgebrochen. Doch das muss ich genauer ausführen, denn: Das heißt nicht, dass das Buch schlecht war. Im Grunde genommen ist Drive-In eine Trilogie, deren Einzelbände nun in einem Buch zusammengefasst wurden, also haben wir es genaugenommen mit 3 Büchern zu tun – und das merkt man deutlich. Die Hauptrolle spielt in allen der Ich-Erzähler Jack, der uns alles schildert und so auch seine Gedanken und Gefühle einbringt. Ich persönlich mochte ihn und seinen Humor (der schon so in meine Richtung geht), nur manchmal war er eben typisch ... Mann. Notgeil, nur auf Titten fixiert, etc. Fangen wir mit Band 1 (im Original The Drive-In: A “B” Movie with Blood and Popcorn, Made in Texas) an, wir fahren ins Orbit, der Komet kommt und die gesamte Geschichte spielt in diesem Drive-In. Mittendrin hatte ich einen kleinen Hänger, als ich dachte, es passiert gar nichts, da Jack lethargisch wurde – und dann kam der Popcorn-King und ich wurde mehr als gut unterhalten. Allerdings mit Haken: Ich hätte mir gewünscht, das Grauen mehr zu fassen zu bekommen. Ich meine: Kannibalismus, Lagerkoller, ein seltsames Monster – all das wurde einfach zu locker-flockig dahingeschrieben. Aber gut – die Charaktere haben davon einiges wettgemacht. Dann kam Band 2 (im Original The Drive-In 2: Not Just One of Them Sequels) und es ging raus aus dem Orbit in eine verstörende Welt voller Dinosaurier und bedrohlicher Filmrollen. Alles wird natürlich versprengt und neue Charaktere kommen hinzu, die wiederum ihre eigene Geschichte erzählen. Durchaus interessant, wobei es dann mit Popalong Cassidy noch abgedrehter als eh schon wird, aber irgendwie auch tiefgründig. Nur der Showdown war mehr als enttäuschend. Und dann stand ich vor meiner größten Herausforderung: Band 3 (im Original The Drive-In: The Bus Tour). Irgendwie fehlen mir immer noch die Worte. Es war unheimlich zäh, sodass ich kaum voran gekommen bin und für ein paar Seiten hab ich mich echt anstrengen müssen. Neue Charaktere, neue Tote und ein fehlender Charakter (Bob?). Im Nachhinein hab ich gesehen, dass das Buch 16 Jahre nach dem 2. Band entstanden war – hätte nicht sein müssen … Irgendwann ging ich dann wirklich soweit, dass ich vorgeblättert habe, um zu sehen, ob die Spannung und das gewisse Etwas der ersten beiden Bände zurückkehrt – Fehlanzeige. Schließlich hab ich entnervt abgebrochen, da ich keinerlei Lust darauf und mich nicht mehr weiter durchmühen wollte. Es war einfach zu verrückt. Viel zu verrückt. Nicht meins. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass Lansdale sehr gut schreiben kann, nur dass dieses Buch sicher nicht für jeden lesbar ist. Ich finde es sogar etwas schade, dass Drive-In meine erste Erfahrung mit ihm war, denn höchstwahrscheinlich werde ich ihm in Zukunft mit Vorsicht begegnen, denn so wirklich meine Welt ist das Abstruse nicht. So kann ich auch nicht das darin sehen, was viele sagten, denn eine große Geschichte erzählte mir Drive-In nicht , wenngleich es sicher seine tiefgründigen Momente hatte, die mir sehr gut gefallen haben. Wer allerdings auf solche bizarren Bücher steht und einen starken Magen sowie einen dunklen Humor hat, könnte hier ein wahres Lesevergnügen vorfinden – alle anderen rate ich zur Vorsicht. Zu meiner Wertung bleibt zu sagen: Ich fände es unfair, die durchaus guten und empfehlenswerten ersten Bände mit dem Abbruch des letzten herunterzuziehen, daher bewerte ich so, wie es von Lansdale vorgesehen war: Band für Band. Band 1 = 4 Monde Band 2 = 4 Monde Band 3 = 1 Mond (Abbruch) Macht glatte 3 Monde für Drive-In. Fazit: Absolut abgefahren

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  • Für mich leider ein wahrer Höllentrip, der jedoch nichts mit schönem Gruseln zu tun hatte..

    Drive-In

    Kendra

    „Drive In“ von Joe R. Lansdale ist ein ziemlich abgedrehter Horrorroadtrip der ganz besonderen Art. Für mich jedoch war es kurzgesagt eine Reise durch die Lesehölle! Da ich den Inhalt einfach nur ziemlich schwachsinnig fand und ich mich daher durch die sage und schreibe 736 Seiten kämpfen musste. Ich dachte schon dass dieses Buch meinem Verstand schaden könnte, da es wirklich einfach geradezu verrückt war und ich mich manchmal fragte wie man denn auf so eine abgedrehte Idee kommen konnte? Oder war es einfach nur ein geniales Buch und ich habe es nicht begriffen, da ich zu „Normal“ für so viel Blödsinn bin? Nun ja das sei dahingestellt…räusper^^ Doch auch der Autor war anscheinend anfangs auch nicht gerade von seinem eigenen Werk begeistert gewesen, wir er uns im Vorwort verraten hat. Das sagt mir bereits alles^^ Auch diese Ankündigung zum Buch hätte mir schon anfänglich zu Bedenken geben müssen: Zitat Seite 10: „Der Humor darin ist wie ein Clownskostüm, in dem ein Leichnam steckt!“ Ähm ja….genau so war es auch, der Humor war so gut versteckt , dass es schon einer Tragödie gleichkam… Der erste Teil der Trilogie handelt davon, dass vier Freunde zum berühmten Orbit Drive - In fahren, das größte Autokino in Texas, das Platz für gesamt 4000 Autos hat. Doch bereits sehr schnell beginnt dieser Ausflug zum Beginn einer ganz besonderen Hölle zu werden, denn nachdem ein merkwürdiger Komet auftauchte, wird das Drive-In von einer Kuppel umgeben , die niemanden lebend herauslässt. Die Jungs´die auch Hauptpersonen sind: Jack, Randy, Bob und Willard müssen mit ansehen wie die Zivilisation und Menschlichkeit nach einer geraumen Zeit vor die Hunde geht….einige von ihnen überfällt aufgrund der Endlosschleife in der sie stecken lähmende Lethargie, andere erliegen dem Wahnsinn. Auch von ihnen werden nicht alle diesem Chaos lebend entkommen können….denn bald schon taucht der Popcorn King auf….(und ab diesem Moment habe ich meinen Verstand ausgeschaltet für dieses Buch)….und beginnt seine Herrschaft über die noch verbliebenen lebenden Menschen. Der Rest hat sich mittlerweile aufgegessen , den Kannibalismus steht an der Tagesordnung (diese Essgewohnheit zieht sich durch das gesamte Buch und wird bald schon zur Gewohnheit). Der 2. Teil dieses Gesamtbandes handelt von der Zeit, nachdem die Überlebenden dem Drive In entkommen sind und sich nun auf einer Straße befinden, die ins Nirgendwo zu führen scheint…Während dessen erhalten die Jungs Zuwachs in ihrer Gruppe und stoßen auf Grace, die selbst von ihren Erlebnissen erzählt…Die neue Formation muss bald einen neuen Kampf bestreiten , wieder einmal mit einem etwas schrägen Charakter: dem Popalong Cassidy (ja genau den meine ich, kennt ihr den etwas nicht???!!! Löl) Zitat Seite 367: „Ich versuchte mir einen Reim auf das Ganze zu machen, aber es ergab einfach keinen Sinn“ Da kann ich nur zustimmend nicken! Im letzten Teil sind wir mit einem Schulbus im Dschungel unterwegs, im Inneren eines Riesenfisches, auf einer Insel und in den Wolken….., was soll ich hierzu noch sagen außer, dass mich am Ende wirklich gar nichts mehr überraschen konnte (und die Moral der Geschichte: Merke – „Etwas Gute hatte diese Lektüre: denn egal wie sehr man den Kopf schüttelte, auch die merkwürdigste Lesereise geht mit Beendigung der letzten Seite zu Ende!“) Für mich leider ein wahrer Höllentrip, der jedoch nichts mit schönem Gruseln zu tun hatte..

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    • 2
  • Was für ein kranker Spaß

    Drive-In

    lord-byron

    Stellt euch ein Autokino vor, das groß genug ist, viertausend Autos zu fassen. Dann habt ihr eine Idee vom Orbit, dem größten Drive-in von Texas. Jeden Freitag gibt es dort die All-Night-Horror- Show. Genau hier sind wir jetzt, alles ist perfekt. Aber plötzlich taucht aus dem Nichts dieser blutrote Komet auf. Schlagartig ist das Orbit von der Außenwelt isoliert, eingeschlossen von einer tödlichen Leere. Es gibt kein Entrinnen. Die Nahrungsmittel werden knapp. Erste Fälle von Totschlag und Kannibalismus treten auf. Doch das Schlimmste steht uns erst bevor ... Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe schon lange nicht mehr so eine verrückte und total abgefahrene Geschichte gelesen wie "Drive-In" Diese Story ist wirklich mit nichts anderem vergleichbar. Auch wenn man vielleicht denkt, dass Lansdale super schreibt und die anderen Geschichten einem gut gefallen haben, vergesst es. Das ist wie Steak und Schokolade miteinander zu vergleichen. Jack geht fast jeden Freitag mit seinen Freunden in das riesen Autokino. Da gibt es immer eine lange Horrornacht in der verschiedene Filme gezeigt werden. Am Anfang läuft noch alles normal und die Jungs haben ihren Spaß. Aber irgendwann taucht dieser rote Komet auf und plötzlich sind die Leute im Drive-In eingeschlossen. Außen herum wabert eine Suppe, die alles tötet was mit ihr in Berührung kommt. Die Leute bekommen Angst und wissen nicht, was sie tun sollen. Und am Anfang gibt es auch noch genug Essen,. auch wenn es sich ausschließlich um Süßkram und Softdrinks handelt. Erstaunlicher weise laufen die Filme immer weiter. Doch bald bricht das Chaos aus und die Menschen benehmen sich schlimmer als die Tiere und als dann noch die Lebensmittel zu Ende gehen, reagiert nur noch Gewalt und Chaos. Jack und seine Freunde versuchen zu überleben, aber einfach ist das nicht. In diesem Buch stecken 3 Bände die zusammen gehören. Jede dieser Geschichten ist wieder ganz anderes, aber alle sind total abgedreht. Ich hatte beim Lesen einen wahnsinns Spaß und am Liebsten würde ich gleich noch einmal von vorne beginnen. Ich hab laut gelacht, mich richtig geekelt, ich war fassungslos, traurig und wütend. Beim lesen habe ich wohl alle Emotionen durchlebt die es gibt. Und das bei praktisch einem Buch. Aber überwogen hat auf jeden Fall der Spaß. Der Schreibstil ist locker, flüssig und sehr derbe. Zarte Seelchen sollten unbedingt die Hände vom Buch lassen, denn es ist nicht umsonst bei Heyne Hardcore erscheinen. Es geht teilweise echt krass zur Sache und Kannibalismus ist echt nichts für jedermann. Ich vergebe 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung für alle Horrorfreunde und Hardcoreleser. Ihr werdet es lieben, denn es ist wirklich mit nichts anderem vergleichbar. Und das Ende....... ja das Ende....... Unglaublich. Endlich mal wieder ein Buch das mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt hat. © Beate Senft

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    • 10

    NiWa

    05. September 2015 um 16:40
  • Wie zähes Fleisch und spitze Knochen

    Drive-In

    Alexandra_Luchs

    03. September 2015 um 19:24

    Das Orbit ist das größte Autokino von Texas, jeden Freitagabend wird dort eine große Horrorshow veranstaltet: auf drei Leinwänden werden non-stop Horrorfilme gezeigt. Es gibt so viel Blut auf der Leinwand wie Popcorn bei den Zuschauern: maßlos viel! Eines Abends wird das Orbit durch einen seltsamen Vorfall von der Außenwelt abgeschnitten, die Besucher sind eingesperrt und beginnen bald durchzudrehen. Aus Angst und Hunger werden Gewalt und Kannibalismus geboren, später kommt ein seltsames Wesen (der “Popcorn King“) dazu und bringt alles auf einen tragischen Höhepunkt! Wer Lansdales atmosphärischen und detaillierten Schreibstil schon aus seinen anderen Büchern liebt, wird auch hier nicht enttäuscht werden. Aber völlig anders als in seinen übrigen Werken beherrscht dieses Buch der blanke Wahnsinn und die rohste Gewalt. Die Beschreibungen sind so widerlich und ekelhaft, dass auch ich zum Teil schwer zu kämpfen hatte. Auch die Personen und der Handlungsort sind für diesen Autor völlig ungewöhnlich: weder bewegen wir uns in einem besonderen historischen Kontext, noch bergen die Protagonisten Konfliktpotenzial. Die aberwitzige Ausgangssituation des Buches schafft es jedoch, den Leser zu fesseln und getrieben von Neugier, Entsetzen oder dem puren Willen dem Ganzen ein bisschen Logik abzugewinnen weiterlesen zu lassen. In drei Abschnitten (ehemals einzelnen Büchern) wird erst der wahnsinnige Vorfall im Autokino, später der Kampf ums Überleben und am Ende die Zuspitzung des Dramas beschrieben. Von Abschnitt zu Abschnitt denkt man als Leser „nein, verrückter kann es nicht mehr werden“ und es kann doch.  Leider gibt es dabei gerade im Mittelteil einige Längen, die Geschichte verliert die Richtung und wirkt zum Teil etwas zäh. Aufgeben sollte der Leser hier trotzdem nicht (was bei mehr als 700 Seiten manchmal schwer fällt), denn am Ende lohnt das „Aha“ und „Wow“. Dafür muss man sich durchbeißen, bricht man ab ist die Geschichte nur eins: ein billiges B-Movie! Hält man durch bis zum Finale, genießt die sprudelnde und fesselnde Phantasie der Geschichte, bekommt man noch einiges geboten. Die Botschaft hinter der Geschichte ist eine Parole zum durchhalten und durchbeißen, plädiert für Menschlichkeit und kratzt noch nebenbei am Ursprung (und Sinn) allen Lebens. Mir hat „Drive In“ gut gefallen und sich heftig in meine Gedanken gebrannt. Für jeden Leser ist das Buch aber nichts: zu grausam, zu hart und immer mit der Gefahr den Faden zu verlieren. Wer Spaß an “Trash” hat und die Tiefe hinter einer platten Fassade genießen möchte, ist hier aber ganz richtig!

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  • Joe R. Lansdale - Drive- In

    Drive-In

    Nachthexe666

    02. September 2015 um 12:12

    Der Einstieg in die Geschichte des Buches gelang mir sehr schnell. Jack wirkte auf mich wie ein ganz normaler Teenager, der zu Highschool geht und sich bisher nur mit den üblichen Schülerproblemen auseinandergesetzt hat.  Geschrieben ist die Geschichte aus der Sichtweise von Jack, sodass ich einen recht guten Einblick in sein Denken und Handeln bekam. Die Sprache des Buches ist recht einfach, eben wie sie auch in Low- Budget- Horrorfilmen verwendet wird. Allerdings passt das auch sehr gut zu den drei Bänden. Der Spannungsbogen wird vom Autor gleich von Beginn an aufgebaut und bis zu den Enden der jeweiligen Bände weiter ausgebaut durch teilweise unvorhergesehene Ereignisse. Die Welten, in der die einzelnen Bände spielten, wirkten teilweise ebenfalls wie die in Low- Budget- Horrofilmen. Dadurch wirkte es teilweise auch, als würde man sich einen solchen Film anschauen. Das Cover ist in Grüntönen gehalten, es zeigt ein Schild mit dem Titel "Drive- In" in roter Schrift und ein paar Palmen. Alles in allem passte es meiner Meinung nach so sehr gut zum Buch und man erweckt beim Leser den Eindruck, man würde selbst gerade in eines fahren. Insgesamt gelingt Lansdale hier ein Buch, das einem Low- Budget- Film sehr ähnlich ist und der mich durchaus überzeugen konnte. Alles in allem bekommt das Buch daher von mir insgesamt                                                                   4 von 5 Sternen

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  • Was für ein kranker Spaß

    Drive-In

    lord-byron

    01. September 2015 um 13:56

    Stellt euch ein Autokino vor, das groß genug ist, viertausend Autos zu fassen. Dann habt ihr eine Idee vom Orbit, dem größten Drive-in von Texas. Jeden Freitag gibt es dort die All-Night-Horror- Show. Genau hier sind wir jetzt, alles ist perfekt. Aber plötzlich taucht aus dem Nichts dieser blutrote Komet auf. Schlagartig ist das Orbit von der Außenwelt isoliert, eingeschlossen von einer tödlichen Leere. Es gibt kein Entrinnen. Die Nahrungsmittel werden knapp. Erste Fälle von Totschlag und Kannibalismus treten auf. Doch das Schlimmste steht uns erst bevor ... Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut und ich wurde nicht enttäuscht. Ich habe schon lange nicht mehr so eine verrückte und total abgefahrene Geschichte gelesen wie "Drive-In" Diese Story ist wirklich mit nichts anderem vergleichbar. Auch wenn man vielleicht denkt, dass Lansdale super schreibt und die anderen Geschichten einem gut gefallen haben, vergesst es. Das ist wie Steak und Schokolade miteinander zu vergleichen. Jack geht fast jeden Freitag mit seinen Freunden in das riesen Autokino. Da gibt es immer eine lange Horrornacht in der verschiedene Filme gezeigt werden. Am Anfang läuft noch alles normal und die Jungs haben ihren Spaß. Aber irgendwann taucht dieser rote Komet auf und plötzlich sind die Leute im Drive-In eingeschlossen. Außen herum wabert eine Suppe, die alles tötet was mit ihr in Berührung kommt. Die Leute bekommen Angst und wissen nicht, was sie tun sollen. Und am Anfang gibt es auch noch genug Essen,. auch wenn es sich ausschließlich um Süßkram und Softdrinks handelt. Erstaunlicher weise laufen die Filme immer weiter. Doch bald bricht das Chaos aus und die Menschen benehmen sich schlimmer als die Tiere und als dann noch die Lebensmittel zu Ende gehen, reagiert nur noch Gewalt und Chaos. Jack und seine Freunde versuchen zu überleben, aber einfach ist das nicht. In diesem Buch stecken 3 Bände die zusammen gehören. Jede dieser Geschichten ist wieder ganz anderes, aber alle sind total abgedreht. Ich hatte beim Lesen einen wahnsinns Spaß und am Liebsten würde ich gleich noch einmal von vorne beginnen. Ich hab laut gelacht, mich richtig geekelt, ich war fassungslos, traurig und wütend. Beim lesen habe ich wohl alle Emotionen durchlebt die es gibt. Und das bei praktisch einem Buch. Aber überwogen hat auf jeden Fall der Spaß. Der Schreibstil ist locker, flüssig und sehr derbe. Zarte Seelchen sollten unbedingt die Hände vom Buch lassen, denn es ist nicht umsonst bei Heyne Hardcore erscheinen. Es geht teilweise echt krass zur Sache und Kannibalismus ist echt nichts für jedermann. Ich vergebe 5 von 5 Punkten, den Favoritenstatus und eine absolute Leseempfehlung für alle Horrorfreunde und Hardcoreleser. Ihr werdet es lieben, denn es ist wirklich mit nichts anderem vergleichbar. Und das Ende....... ja das Ende....... Unglaublich. Endlich mal wieder ein Buch das mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt hat. © Beate Senft

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  • Die Monster hinter den Leinwänden...

    Drive-In

    Virginy

    27. August 2015 um 21:38

    Lange habe ich diesem Buch entgegengefiebert, ich liebe Lansdales Geschichten und seinen Schreibstil, allerdings ist das hier Trash pur, aber das muß ja nicht unbedingt negativ sein. "Drive-In" entführt uns in die Welt des Autokinos, wo jeden Freitag Horrornacht ist, 6 Filme gleichzeitig auf den riesigen Leinwänden. Die Leute sind super drauf, erscheinen zum Teil kostümiert, es gibt Popcorn und Bier, Fummeleien in der Dunkelheit, kurzum, der Horror-Freitag ist das Highlight der Woche. Auch der Ich-Erzähler vertreibt sich mit seinen Freunden die Zeit dort, eine schlechte Idee, wie sich schon bald herausstellen soll, denn erst erscheint ein seltsamer Komet am Himmel, der aber nirgendwo einschlägt, sondern einfach wieder verschwindet und danach bricht die Hölle los. Außer dem Autokino scheint nichts mehr zu existieren, Leute, die das Gelände verlassen, lösen sich im wahrsten Sinne des Wortes in nichts auf... Erstmal bleibt man verhältnismäßig cool, es gibt Essen und Getränke und bestimmt ist das Ganze nur ein schlechter Scherz und die Nationalgarde wird anrücken, aber nichts passiert. Es gibt weder Tag noch Nacht im normalen Sinne, draußen gibt es nichts als Dunkelheit, nur die Beleuchtung im Kino funktioniert und die Filme laufen weiter, erstmal ein Trost, etwas altbekanntes. Aber irgendwann kommt, was kommen muß, das Essen und auch die überzuckerten Getränke gehen zur Neige, die Menschen haben Hunger und Durst, keine Beschäftigung, es kommt zu ersten Schlägereien, zu Morden, und wenn die Leute schon mal tot sind, warum sollte man sie nicht auch gleich essen? Das Menschliche geht mehr und mehr verloren, es gilt nur noch das Recht des Stärkeren und merkwürdige Gestalten streben nach Macht. Kann man in all diesem Chaos überhaupt ein "guter" Mensch bleiben? Lohnt es sich? Sind Freunde noch etwas wert oder ist es besser, für sich allein zu kämpfen? Und sind wir wirklich so abhängig von der Technik und allem, was dazu gehört? All diese und noch mehr Fragen stellt uns Lansdale in "Drive-In". Obwohl das Buch vielleicht etwas platt (mag sein, platt ist das falsche Wort, mir fällt nur gerade kein besseres ein) erscheint, hat es mich doch einige Male zum Nachdenken gebracht, auch wenn die Story an sich nicht besonders realistisch ist, da steckt schon sehr viel, teilweise auch etwas sehr überdrehte Phantasie dahinter. Nichtsdestotrotz hält Lansdale uns den Spiegel vor und was wir darin zu sehen kriegen, ist manchmal sehr erschreckend... "Drive-In" enthält alle 3 Bände der Geschichte, die aufeinander aufbauen. Während die ersten beiden mich begeisterten, auch wenn ich manche Gestalten darin doch etwas arg übertrieben fand (was sicherlich auch beabsichtigt war), konnte ich mich mit dem letzen nicht ganz so anfreunden, mir waren es zu viele kirchliche Anspielungen und die Sprache erinnerte mich in einem bestimmten Abschnitt (wer das Buch gelesen hat, weiß sicherlich, worauf ich anspiele) eher an Aysa, ich konnte das Wort Scheiße echt nicht mehr lesen, das war mir einfach too much, auch das Ende konnte mich nicht wirklich überzeugen... Ein Gesamturteil abzugeben fällt mir etwas schwer, es ist ein anderer Lansdale, eben blutig und trashig, aber damit hatte ich kein Problem, mit der dauerhaften Scheiße-Monotonie, ich nenne es einfach mal so, aber schon, ich fand das nicht unterhaltsam, sondern nach ein paar Seiten einfach nur extrem nervig. Wegen diesem aber doch recht kleinem Teil das ganze Buch schlechter zu bewerten, finde ich auch unfair, deswegen bekommt "Drive-In" von mir 4 von 5 Sternen, wer etwas abgedrehtes sucht, sollte hier unbedingt zugreifen.

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  • Pulp and Popcorn at it's best!

    Drive-In

    Havers

    25. August 2015 um 18:30

    Der Amerikaner Joe R. Lansdale ist ein vielseitiger Autor. Neben seinen Coming-of-Age Romanen hat er sowohl Krimis als auch Western, Fantasy, Sciene Fiction und Horrorromane geschrieben. Zu letzterer Gattung kann man auch die Ende der Neunziger erschienenen Romane der Drive-In Trilogie zählen, bei denen er ohne Frage dystopische Elemente mit einer gehörigen Portion Pulp und Splatter vermischt. Dazu kommt noch wie immer die typische Portion trockener Lansdale-Humor. Neugierig geworden? Wer einen Überblick über die verschiedenen Schaffensgebiete des Autors bekommen möchte, sollte die Drive-In Trilogie unbedingt lesen, wer Lansdale wegen seiner Thriller schätzt, wird hier nur bedingt bedient. Handlungsort ist Texas, wie üblich für Lansdale, und dort ein riesiges Autokino, das Platz für die gesamte Bevölkerung einer Kleinstadt bietet. Jeden Freitag „from dusk til dawn“ gibt es dort einen Horrorfilm-Marathon, der zahlreiche Besucher anzieht. Aber als bei einer dieser Aufführungen plötzlich ein roter Komet am Himmel auftaucht, wird eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die die wildesten Phantasien der Kinogänger bei weitem übertreffen. Schwärze legt sich über die Menschen, es gibt kein Entkommen, und bald wird die Verunsicherung von Gewalt in ihren schlimmsten Formen abgelöst. Und über allem wacht der Popcorn-King… Wege gaukeln die Möglichkeit des Entkommens vor, führen aber nur scheinbar in die Freiheit. Das muss zu seinem Entsetzen auch Jack, der Chronist der Ereignisse feststellen, der mit zwei Freunden einen Ausweg sucht, aber am Ende des Roadtrips feststellen muss, dass er wieder am Ausgangspunkt angelangt ist. Und auch die Welt außerhalb des Drive-In ist gefährlich und bevölkert von grausigen Kreaturen, wobei es fast schon vermessen ist, diese Postapokalypse als Lebensraum zu bezeichnen, denn Anarchie und Gewalt herrscht allenthalben. Lansdales Drive-In ist die Hommage an das Autokino, ein Freizeitvergnügen, das mit Sicherheit Generationen seiner Landsleute durch die Jahre begleitet hat, die typische Plattform für B-Movie Vorführungen. Und genau diese Inhalte transportiert die Trilogie mit ihren Gewaltexzessen und dem Blut, das aus jeder Seite tropft. Pulp und Popcorn at it’s best, aber mit Sicherheit nicht für jeden Leser.

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