Joe R. Lansdale Drive-In: Die Trilogie erstmals in einem Band

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 5 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(1)
(0)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Drive-In: Die Trilogie erstmals in einem Band“ von Joe R. Lansdale

Stellt euch ein Autokino vor, das groß genug ist, viertausend Autos zu fassen. Dann habt ihr eine Idee vom Orbit, dem größten Drive-in von Texas. Jeden Freitag gibt es dort die All-Night-Horror- Show. Genau hier sind wir jetzt, alles ist perfekt. Aber plötzlich taucht aus dem Nichts dieser blutrote Komet auf. Schlagartig ist das Orbit von der Außenwelt isoliert, eingeschlossen von einer tödlichen Leere. Es gibt kein Entrinnen. Die Nahrungsmittel werden knapp. Erste Fälle von Totschlag und Kannibalismus treten auf. Doch das Schlimmste steht uns erst bevor ...

Ein außergewöhlich starkes, mitreißendes Stück Literatur, dass einen packt und nicht mehr loslässt so man bereit ist sich darauf einzulassen

— thursdaynext

Ein nervenzerreißendes Lesevergnügen, das den Leser in die wahnsinnigen Abgründe des menschlichen Geistes entführt.

— Buchherz13
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Blut, Schweiß und Nihilismus

    Drive-In: Die Trilogie erstmals in einem Band

    thursdaynext

    Joe R. Lansdales Drive - In Trilogie ist mit eines der fiesesten, ekelhaftesten und faszinierendsten Bücher die am Horrorgenre angelehnt sind das ich jemals gelesen habe. An Schrecken und Albtraumpotential von Lovecrafts Berge des Wahnsinns reicht es zwar nicht heran. Aber ein derart philosophischer Erguss, der das Leben mit all seinen widerlichen Facetten dermassen feiert ist mir bis dato noch nicht untergekommen. Hier werden Urinstikte und Triebe angesprochen, Charaktere an jenen gemessen und filettiert (teils wörtlich zu nehmen) dass es eine (fragwürdige) Freude ist. Blendet man die Kotze, die Scheiße, den Irrsinn und das blutige Gemetzel aus und hinterfragt bleibt das Leben übrig. Leben, welches unter exakt solchen Bedingungen das Licht der Welt erblickt und unter, seien wir ehrlich, ebenso lächerlichen Bedingungen erst entsteht. Lansdale zelebriert den Überlebenswillen. Er feiert unsere kleine, fragile, armselige Existenz, ist sie doch alles was wir haben. Insofern kann man diesen Splatter HorrorMystery Thriller (Lansdale selbst würde ihn unter Weird Fantasy einordnen) durchaus auch unter zenbuddhistischen Aspekten lesen, sich jegliche Interpretation verkneifen und einfach nur der völlig abgefahren Story folgen sich in ihren Sog reißen lassen und mitschwimmen. Allein schon seine handlungsbestimmenden, zuerst völlig abstrus, dann aber stimmigen Ideen und der Plot sind es wert dieses wirklich stellenweise brutal abstossende Buch über das Menschsein zu zu lesen. Das Hohelied der Menschlichkeit und der Schönheit der Existenz ausgerechnet in einem Horror Splatter und es dringt laut und deutlich an des Lesers Ohr? Yepp, genau diesen Spagat kriegt Lansdale auf faszinierende und überzeugende Art hin. Das ist Kunst. Beuys Fettecke dagegen ist zurecht der Reinigungskraft zum Opfer gefallen, sie konnte weg. Lansdales Statement ist viel tiefschichtiger und durchdringender an der Wahrheit kratzend. Schmerzhaft, schleifend, und doch zum Licht führend. Lansdale selbst sagt im Vorwort über diesen Roman er sei etwas Einmaliges. Viele Leute liebsten diesen Roman ob seines Humors und seiner Leichtigkeit und seinem Unterhaltungswert. Andere halten ihn für das Düsterste was er je geschrieben habe. Ich bin zweigeteilt alle diese Apsekte sind vorhanden und jenach Stimmung auch erfahrbar. Wie Lansdale sagt ist dieser Roman entstanden, indem er seinem Unterbewustsein die Führung überliess. Das Schreiben war für ihn eine mühsame und quälende Angelegenheit. Mühsam zu lesen ist er nicht, quälend durchaus, nicht nur im Hinblick auf die ekelhaften Szenen wie den Kannibalismus, sondern viel mehr hinsichtlich des tiefen Blicks in die Abgründe des menschlichen und den Abründen des Religionsirrsinns der hinter jeder Religion steckt, mal mehr mal weniger vom Zivilisationslack übertüncht. Wie Rost taucht dieser Irrsinn immer wieder auf. Auf ewig ist er der Gewinner. Dietmar Dath, der Übersetzer der Trilogie schreibt im Nachwort: Übrigens: Das Geheimnis grausamer Kunst ist das Mitleid. Sie spricht es nicht aus. Sie bewahrt es in ihrem schwarzen Herzen und weil sie es sicher bewahrt, schlägt dieses Herz sehr stark. Dem ist nichts hinzuzufügen. 28 Dodos meinerseits.

    Mehr
    • 21

    Joachim_Tiele

    29. December 2016 um 15:38
  • Nervenzerreißender Gruselspaß bis zur letzten Seite.

    Drive-In: Die Trilogie erstmals in einem Band

    Buchherz13

    29. October 2015 um 14:29

    Das Orbit ist ein Ort des sorgenlosen Filmgenusses der Massen. Das Orbit fasst bis zu viertausend Autos und ist das größte Drive-In Kino von Texas. Jeden Freitag sorgt dort die All-Night-Horror-Show für Angst und Schrecken. Doch diesen Freitag ist alles anders, denn plötzlich taucht aus dem Nichts ein blutroter Komet auf. Der Komet verschluckt das Orbit und isoliert es von der Außenwelt. Die Grenze ist eine schwarze Leere, die alles verätzt, was mit ihr in Berührung kommt. Tausende von Menschen sind in dem Autokino eingeschlossen. Unter ihnen sind die Freunde Jack, Bob, Randy und Willard in diesem Chaos gefangen. Die einzigen Nahrungsmittel sind Popcorn, Hotdogs und Süßigkeiten, aber sie werden langsam knapp. Es geschehen die ersten Morde und Kannibalismus tritt auf. Aber das Schlimmste steht den Menschen erst noch bevor ... Meine Meinung: Die Drive-In Trilogie von Joe R. Lansdale ist ein Horrortrip der ganz besonderen Art. Der Autor entführt den Leser in ein blutiges Untergangsszenario der uns bekannten Welt, das einen so schnell nicht mehr loslässt. Die Geschichte wird aus der Perspektive des Hauptcharakters Jack berichtet, der den Albtraum im Orbit aufschreibt. Nachdem ein unbekannter Meteorit das Orbit verschluckt hat geraten die Menschen an ihre Grenzen und überschreiten sie. Nach dem vielen ungesunden Essen töten die Menschen sich grundlos gegenseitig im Zuckerschock. Anschaulich und detailliert beschreibt Lansdale die schockierenden und blutigen Taten. Unbekannte Mächte spielen ihr Spiel mit den Ahnungslosen und erschaffen Monster wie den deformierten Popcorn-King aus zwei zusammen geschmolzenen Menschen. Der Hauptcharakter Jack probiert mit den grausamen Umständen seiner neuen Lebenssituation fertig zu werden. Dadurch konnte ich mich einfach und schnell in die Geschichte einfinden. Sofort habe ich mit ihm mitgefühlt und mitgefiebert. Die Geschichte des Orbits und dem Leben danach hat mich unglaublich fasziniert und nicht mehr losgelassen. Sie grenzt fast an Wahnsinn und entwirft doch gleichzeitig eine gar nicht mal so unrealistische Version unserer Welt. Das Ende des Buches hat mich total begeistert und kam wirklich unerwartet. Fazit: Joe R. Lansdale hat mit Drive-In ein Horrorbuch geschaffen, dass den Leser nervlich an seine Grenzen bringt. Dabei reizt er mit seiner blutig wahnsinnigen Geschichte die menschliche Vorstellungskraft gänzlich aus. Das Buch über Kino, Filme, Monster und die menschlichen Abgründe trifft ganz sicher nicht den Geschmack von allen. Aber wer sich gerne schockieren lässt und den Wahnsinn kennen lernen möchte, wird mit diesem Buch alles richtig machen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks