Joe R. Lansdale Gluthitze

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Inhaltsangabe zu „Gluthitze“ von Joe R. Lansdale

Camp Rapture, eine verlorene und verlogene Kleinstadt mitten in Texas, liegt unter einer Hitzeglocke, als ein abgehalfterter Reporter in seine Heimat zurückkehrt und eine Story wittert. Und schon ist er mittendrin in einem Fall von Verführung, Verrat und Menschenopfern.

Eine harte Zeit liegt hinter Cason Statler: Nachdem eine Affäre mit der Tochter seines Chefs ihn um den Pulitzer-Preis gebracht und er im Irak das Grauen gesehen hat, sucht er immer häufiger Zuflucht in Alkohol und Selbstmitleid – und nun also in seiner Heimat Camp Rapture. Eine Kolumne in der Lokalzeitung soll ihn vorübergehend über Wasser halten. Doch so ganz hat der Ehrgeiz Cason Statler nicht verlassen: Als er auf den Fall der verschwundenen Schönheit Caroline Allison stößt, wittert er sofort eine große Geschichte. Schon ein erster Blick hinter die Fassaden von Camp Rapture gibt ihm recht. Statler gräbt weiter, und fördert mehr zutage, als ihm lieb sein kann.

"Gluthitze" ist in deutscher Übersetzung auch unter dem Titel "Gauklersommer" erschienen.

Ein nicht nur spannungsgeladener, sondern auch tiefgründiger und vor allem mitreißender Roman besonderer Güte

— Medienjournal

Ich liebe die Bücher von Joe Lansdale!!!!!!!!!

— romiko

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  • Review: Gluthitze

    Gluthitze

    Medienjournal

    18. October 2016 um 14:30

    Dank bestechender Ausdrucksweise, liebevoll skizzierten Figuren und einem Plot, der erst ganz langsam im Verlauf der Erzählung seine Geheimnisse preiszugeben bereit ist, gelingt Lansdale mit Gluthitze beziehungsweise Gauklersommer erneut ein nicht nur spannungsgeladener, sondern auch tiefgründiger und vor allem mitreißender Roman besonderer Güte. Mehr gibt es unter: http://medienjournal-blog.de/2014/10/review-gluthitze-joe-r-lansdale-buch/

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  • Fragwürdig...

    Gluthitze

    Boris

    26. December 2014 um 15:15

    Keine Rezension...nur eine kurze Bemerkung. Ich habe das Buch ganz gerne gelesen, auch wenn es sprachlich mit ein paar "Ausrutschern" in die vermeintliche Jugendsprache manchmal weh tut. Kann am Übersetzer liegen. Was mich aber wirklich stört: die entscheidenden Hinweise zur Lösung des "Falles" werden mal wieder durch Folter ans Licht gebracht. In diesen Zeiten, in denen ein Untersuchungsausschuss in Amerika der CIA attestiert, alle Folterungen nach 9/11 haben keinerlei Auswirkung auf die Aufklärung von Verbrechen gehabt... OK, die Hauptfigur denkt kurz über Verhältnismäßigkeit der Mittel nach, aber zum Ziel führen diese Mittel dann doch. Kann ich nicht drüber weg lesen....

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  • Das kann er besser ...

    Gluthitze

    Liseron

    21. July 2013 um 13:49

    Das Buch Ein feiner, dunkler Riss war mein erster Lansdale und hat mich begeistert. Gluthitze (erschien bereits unter dem Titel Gauklersommer, der besser passt) hat dagegen einige Schwächen. Zum einen hat es mich genervt, dass der Protagonist, ein verkrachter Journalist bei einer Provinzzeitung, an Kriegstrauma, Alkoholproblemen und Liebeskummer leidend, 260 Seiten wartet, um bei seiner Recherche über eine verschwundene, engelhafte Collegestudentin eine wichtige Zeugin aufzusuchen. Zum anderen ist der Roman für das Genre brutaler amerikanischer Countrythriller zu geschwätzig, die Gewalt an einigen Stellen konstruiert, die Beschreibung des Ortes und der Bewohner bleibt blass.

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  • Der Stich ins Wespennest

    Gluthitze

    hundertwasser

    08. July 2013 um 16:03

    Derb, brutal und spannend – das sind die Adjektive, die das Buch „Gluthitze“ von Joe R. Lansdale wohl am besten beschreiben. Bereits 2010 unter dem Titel „Gauklersommer“ erschienen hat sich der Suhrkamp-Verlag die Rechte für das Taschenbuch gesichert und dieses nun unter einem weniger verräterischen Titel publiziert. Wie bereits bei „Kahlschlag“, dem ersten von Lansdale im Suhrkamp-Verlag erschienen Roman, stellt sich wieder ein einzelner Protagonist einem ganzen System entgegen, um für Gerechtigkeit und Wahrheit zu kämpfen. Diese Verbindung kommt nicht von Ungefähr, schließlich ist Cason Statler der Urenkel der in „Kahlschlag“ agierenden Sunset Jones, die schon vor Generation im texanischen Kaff Camp Rapture ein Verbrechen aufdeckte. In „Gluthitze“ ist es nun an Cason, die Familientradition zu wahren und dem Bösen den Kampf anzusagen. Dieser kehrt aus dem Irak-Krieg zurück und findet bei der örtlichen Dorfgazette eine Anstellung als Kolumnist, wo er schnell seinen Riecher beweist. Statler, früher einmal für den Pulitzer-Preis nominiert, klemmt sich hinter die Geschichte der verschwundenen Caroline, über deren Verbleib sich das Dorf ausschweigt. Schon bald pflastern Gewalt und Leichen den Weg zur Wahrheit, den Cason unbeirrt beschreitet.. „Gluthitze“ ist ein typischer Lansdale: Wie immer in Texas angesiedelt erzählt der amerikanische Autor von einer bigotten Gesellschaft und skrupellosen Morden, charakterisiert einen gescheiterten Reporter und blickt dennoch zuversichtlich in die Zukunft. Leider zählt die Geschichte nicht zu den stärksten Romanen, die Lansdale vorgelegt hat. Der Plot ist zumindest in den ersten Teilen reichlich übersichtlich und lässt einiges an Finesse vermissen, ehe er im letzten Drittel noch einmal aufdreht. Auch kann die Sprache und die Zeichnung der Charaktere von „Gluthitze“ nicht immer überzeugen – zu derb und brutal sind manche Passagen und Protagonisten geraten. Dennoch ist es für mich unerklärlich, warum ein fantasievoller und sprachmächtiger Autor wie Lansdale nach wie vor eher Krimikennern als der breiten Masse ein Begriff ist. In seinen Werken beweist er – mal stärker, mal eher weniger – wie bunt und aufregend Kriminalliteratur sein kann. Zwar mag „Gluthitze“ nicht Lansdales Meisterwerk sein, spannend und originell ist das Buch doch zumeist und passt nicht nur vom Titel her hervorragend zum Sommer und sorgt für einige spannenden Stunden in der Hitze!

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