Joe R. Lansdale Wilder Winter

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Inhaltsangabe zu „Wilder Winter“ von Joe R. Lansdale

Hap Collins: weiß, hetero, Kriegsdienstverweigerer. Leonard Pine: schwarz, schwul, Vietnamveteran. Die beiden ungleichen Freunde haben auch schon bessere Tage gesehen und schlagen sich mit Gelegenheitsjobs auf den Rosenfeldern von Texas durch. Eines schönen Wintermorgens tauchen Haps Ex-Frau Trudy und ein paar Kumpels aus den 60er Jahren auf, die den bewaffneten Kampf gegen das Establishment wiederbeleben wollen. Das Startkapital dazu liegt angeblich im Sabine River: eine Million Dollar aus einem schiefgelaufenen Bankraub. Hap ist in der Gegend aufgewachsen und soll bei der Suche helfen. Doch die Zeiten haben sich geändert, und auch ehemaligen Revolutionären sitzt mittlerweile das Hemd näher als die Hose. So bewahrheitet sich bald das, was Leonard von Anfang an klar war: Wo Trudy ist, gibt's Ärger. Es wird ein wilder Winter.

Kalt und tödlich sind die Winter in Texas.

— Archer
Archer

Die Reihe hat das Potential richtig gut und süchtig machend zu werden!

— rallus
rallus

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  • Altrevoluzzer und Zyniker

    Wilder Winter
    Archer

    Archer

    07. August 2016 um 11:18

    Hap Collins ist jemand aus der weißen Unterschicht, lebt in Texas, arbeitet ab und zu auf den Rosenfeldern und hat einen besten schwarzen, schwulen Freund, Leonard Pine. Beide sind um die 40, zynisch und desillusioniert. Als eines Tages Trudy auftaucht, die Ex-Frau von Hap, weiß Leonard sofort, dass Hap sein Gehirn abschalten wird und nur noch mit seinem ... ihr wisst schon denkt. Er behält recht. Trudy hat einen Plan - zusammen mit ein paar Altrevoluzzern, die aus den 60igern übrig geblieben sind, will sie ein Auto bergen, in dem sich die Beute aus einem Banküberfall befindet. Dafür braucht sie Hap, der in der Gegend, wo das Auto in einen Fluss gefallen sein soll, aufgewachsen ist. Der Plan ist an und für sich nicht schlecht, dumm nur, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht, das Hap und Leonard dann auslöffeln müssen. Es ist kalt in Texas im Winter, kalt und tödlich und am Ende wird jede Menge Blut fließen. Aber Leonard hatte das eigentlich schon vorher gewusst ...Das ist mal eine richtig geile Geschichte. Gerade in Texas, wo auch Ende der 80iger die Leute noch heimliche Ku-Kluxer sind oder zumindest nichts gegen Rassentrennung hätten, sind da zwei Freunde wie Hap und Leonard, die so dermaßen eng sind, dass sie füreinander sogar in tödliche Gefahren gehen. Das Grundgerüst der Geschichte ist nicht unbedingt der Reißer, aber wie das aufgebaut ist, ist außergewöhnlich. Die Sprüche von Hap und Leonard sind rotzfrech, zynisch und saucool, selbst wenn sie in Gefahr schweben oder halbtot sind. Den einen Punkt Abzug gibt's eigentlich nur, weil teilweise zu sehr mit extremen Charakterklischees der anderen Personen gespielt wurde, ansonsten ein Hurra auf Lansdale, der eine kurzweilige und vor allem nicht künstlich langgezogene Geschichte erzählt hat, die einfach nur Spaß macht.

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  • Wilder Winter

    Wilder Winter
    rallus

    rallus

    07. March 2016 um 11:10

    ” Für Euch beide ist alles immer nur Jux. Ihr lebt von einem Tag auf den anderen, seht zu, dass es euch gut geht, und das war’s. Ihr kümmert euch um nichts, was euch nicht unmittelbar betrifft. Wenn etwas keine direkten Auswirkungen auf euch hat, dann ist es unwichtig. ‘Das siehst Du völlig richtig.’ “ Die so angesprochenen sind Hap und Leonard. Der eine schwarz, schwul und ein Ex-GI. Eins von den Dingen ist schon alleine ein Grund im Süden von Amerika zu verzweifeln. Der andere ist weiß, hetero, Kriegsdienstverweigerer und hat ein Frauenproblem. Dieses Problem mit Namen Trudy kommt eines Tages zu ihm und bietet ihm einen Job an. Geld von einem Bankraub. Gewaschenes Geld, da die Versicherung schon bezahlt hat und niemand das Geld in den Sümpfen vom Sabine River gefunden hat. 1 Million Dollar. Da sagt niemand nein, besonders nicht Hap & Leonard, die notorisch klamm sind. Da Hap dort in den Sümpfen aufgewachsen ist, besteht eine große Chance, das Geld auch zu finden. Zu ihnen stossen ein abgehalfterter Chubby und ein tot geglaubter Terrorist. Von Howard dem Spießer-Freund von Trudy ganz abgesehen. Eine tolle Mischung. Joe R. Lansdale hat in seinem ersten – leider zu kurzen – Hap & Leonard Krimi-Thriller den furztrockenen Witz ausgepackt, seine Phantasien gegen Frauen sind sehr ausschweifend und meist negativ: “Die Vorstellung gefiel mir. Sie war köstlich. Sie waren ein tolles Paar mit hochfliegenden Idealen. Ich hoffte, in ihrem Schlafzimmer war es so kalt, dass ihr die Möse zufror. Manchmal bin ich ein wenig kindisch.” Lansdale klopft aber nicht nur Macho-Sprüche, seine Helden sind zum Glück mit ausreichend Intelligenz und Moral gesegnet, so dass der Witz nicht zu tumb daherkommt. Nur leider in der Mitte des 200 Seiten kurzen Buches wird es in der Geschichte etwas zäh und das muss bei einem so kurzen Knaller nicht sein. Das knallige Ende versöhnt mich wieder und ich freue mich, dass der kleine Golkonda Verlag in Berlin diesen guten – leider unbekannten – Schriftsteller in wunderschönen Bänden neu auflegt. Verdient hat er es allemal und ich freue mich auf das nächste Buch der Reihe und so eine Schriftsteller Perle noch im ablaufenden letzten Jahr entdeckt zu haben.

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  • Gelegenheitsarbeit in Texas

    Wilder Winter
    thursdaynext

    thursdaynext

    25. October 2015 um 09:02

    Hap & Leonard hielten nicht ganz was ich mir davon versprach. Dazu sind sie zu schlicht gestrickt. Der Auftakt zu dieser Reihe liest sich locker weg, wandert sicher nicht ins Langzeitgedächtnis, aber ein netter Zeitvertreib war es allemal. Knapp 4 Sterne, mit Option mich am Autor nochmal zu versuchen, wenn eines seiner Bücher in der Stabi ausleihbar ist. Denn diese White Trash Atmosphäre und den Süden, das kann er...

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  • Rezension zu "Wilder Winter" von Joe R. Lansdale

    Wilder Winter
    evilein

    evilein

    30. November 2011 um 11:07

    da bin ich schon etwas im Zwiespalt. Ein richtig harter Krimi um das Finden einer vor langer Zeit verstecken Beute . Sie sind mir nur allesamt etwas überzeichnet, die ganzen harten Kerle, die hier am Werk sind. Und mit Frauen muss der Autor wohl allgemein schlechte Erfahrungen gemacht haben, dann bei den Beiden, die hier mitspielen , handelt es sich um eine Spezies die alle schlechten Eigenschaften auf einmal haben.Aber - spannend war es allemal.

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