‚Trotz des schleichenden Verfalls zeigt sich Venedig stolz und herrschaftlich und ist sich seines Zaubers bewusst.‘ (Seite 7)
Ich war zuletzt im Juni 2017 in Venedig und liebe die Stadt, die so einzigartig, wunderschön und von morbidem Charme ist. Die beste Art, Venedig zu erkunden, ist meiner Meinung nach, sich stundenlang durch die Straßen und Gassen treiben zu lassen, so dass ich ein Buch wie ‚Walking Venedig‘ von vornherein als gelungen empfinde. Nach dem Lesen kann ich sagen, dass dieses Buch sehr beim Entdecken der Stadt helfen kann, und dass man mit den im Buch beschriebenen Routen sehr viel zu sehen und einen authentischen Eindruck von Venedig bekommen kann.
Das Buch ist übersichtlich aufgebaut und nach den sechs Stadtvierteln gegliedert. Zu jedem Sestieri (San Marco, Castello, Cannaregio, San Polo & Santa Croce, Dorsoduro, die Inseln) gibt es eine Tour, die den Venedig-Reisenden zu den schönsten/bekanntesten Orten führt. Innerhalb dieser Tour werden die verschiedenen Stationen näher vorgestellt und zudem Tipps zum Übernachten, Essen etc. gegeben. Weitere Touren, z.B. ‚Venedig an einem Tag‘, ‚Venedig für Kunstfreunde‘ und ‚Venedig - Wochenende mit Kindern‘, finden sich im Teil 1 des Buches. Im Buch finden sich Touren somit für verschiedene Vorlieben, unterschiedliche Zeitpläne und Geldbeutel, so dass jeder einen für sich passenden Rundgang entdecken kann.
Beim Lesen habe ich direkt Lust bekommen, wieder nach Venedig zu reisen und Orte kennenzulernen, die ich bisher noch nicht gesehen habe. Diesbezüglich machen auch die Fotos neugierig auf die Lagunenstadt, obwohl ich einige davon aus fotografischer Sicht nicht ganz überzeugend fand, aber schließlich handelt es sich bei dem Buch nicht um einen Fotoband, und Reiselust wecken die Bilder allemal.
‚Trotz des schleichenden Verfalls zeigt sich Venedig stolz und herrschaftlich [...].'


