Joel F. Harrington

 4,6 Sterne bei 9 Bewertungen

Lebenslauf von Joel F. Harrington

Joel F. Harrington ist Professor für Europäische Geschichte an der Vanderbilt University. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Sozialgeschichte, vor allem zur Zeit der Reformation und der Frühen Neuzeit in Deutschland. Für seine Forschung hat er zahlreiche Förderungen erhalten, darunter von der Fulbright-Hayes Foundation und der John Simon Guggenheim Foundation. Harrington hat in Nordamerika und Europa gelehrt und war u.a. Fellow der American Academy in Berlin sowie Gastprofessor in Cambridge und an der Universität Erlangen-Nürnberg. Harrington ist Autor zahlreicher Publikationen darunter The Unwanted Child (2009), ein preisgekröntes Buch über Findelkinder, Waisen und jugendliche Kriminelle in der frühen Neuzeit. 2014 erschien Die Ehre des Scharfrichters. Meister Frantz oder ein Henkersleben im 16. Jahrhundert.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Joel F. Harrington

Neue Rezensionen zu Joel F. Harrington

Cover des Buches Meister Eckhart (ISBN: 9783827500953)Eric_Maess avatar

Rezension zu "Meister Eckhart" von Joel F. Harrington

Pure Gelehrsamkeit - Die Welt Meister Eckhart’s: Biografie, Sozialgeschichte, Kirche und Einblick in die Welt des Mittelalters.
Eric_Maesvor 12 Tagen

Kennen Sie Albert Magnus, Thomas von Aquin und Meister Eckhart – drei große Namen des 13. Jahrhunderts? Anhand der Geschichte des Gelehrten Magister Eckhart erzählt Harrington mit dieser grandiosen Sozialgeschichte des Mittelalters hier die theologischen Auseinandersetzungen und Sichtweisen vor allem der Dominikaner sowie an der Universität Paris durch die Augen des heute als Mystiker des Mittelalters bekannten Meister Eckharts.

Das Buch ist im Hardcover herausgegeben und mit 544 Seiten sehr detailliert und umfangreich geschrieben. Harrington zeigt hier seine profunde Kenntnis der europäischen Sozialgeschichte besonders im christlichen Erfurt und Paris.

Meister Eckhart studierte über Jahrzehnte die Bibel, er war in die Betriebsamkeit der Welt eingebunden, ein weitgereister Prediger, Universitätsprofessor, Beichtvater, Verwalter und Diplomat. Sein Ziel war die Verbreitung des Evangeliums als dominikanischer Mönch von Erfurt bis Paris bis Straßburg bis Avignon. Heute reklamieren Millionen römisch-katholischer Christen, Zen-Buddhisten, Sufi-Muslime, Advaita-Vedanta-Hindus und jüdischer Kabbalisten und einer Palette weiterer bunter spiritueller Sucher Eckhart für sich. Sogar Atheisten wie Heidegger und Sartre haben ihn bewundert. Was macht diesen Mann aus?

Als Prediger wollte er zuerst praktisch und überzeugend sein. Tugend war für ihn eine Geisteshaltung, die den Handlungen einen Wert verlieh. Der Fokus seiner Predigten lag auf der Reinheit des Herzens und „je größer und je stärker der Kampf ist, umso größer und löblicher ist auch der Sieg und die Ehre des Sieges.“ „Ein geistiges Werk ist besser als ein leibliches.“ Der Mensch musste nach ihm eine innere Einsamkeit lernen. Eckhart war in seinem Geiste immer konservativ und die Verleugnung des Selbst führte zu spiritueller Erfüllung. Sein Ziel war nichts weniger als die Gründung einer eigenen Religionsphilosophie des Christentums. Er nahm hierbei Aristoteles mit ins Zentrum seines Glaubens – Analyse und Debatte waren Kernthemen seiner Theologie.

Er ermunterte aktiv zu subjektiven und vielfältigen Deutungen – solange sie zu größeren Wahrheiten passten. Gott sollte bei ihm keinen Namen bekommen und unaussprechlich bleiben. Gott ging für ihn im Sein auf und konnte also gar nicht gedacht werden, weil der Mensch so unzulänglich ist. Eckhart will mit jedem Individuum den Weg zu dem Einen finden und kam hier an eine Grenze seiner Gelehrsamkeit als auch der Kirche. Wozu ist Religion noch notwendig, wenn jeder seinen individuellen Zugang zu Gott hat? So dass er später behauptet, Gott sollte überhaupt nicht gesucht werden. Meister Eckhart suchte nach praktischen und guten Übersetzungen der lateinischen Bibel.

Es gibt keinen noch so törichten Menschen, der nicht nach Weisheit begehre. … und trotzdem bleibt er in seiner Beschränktheit. (Deutsche Predigt 10).

Eckhart hat nichts weiter als ein theologisches Meisterwerk – einen göttlichen Funken für die Ewigkeit hinterlassen. Die Rezeptionen Eckharts in den nächsten Jahrhunderten ist ein weiter inhaltlicher Aspekt dieses großartigen Buches und geht unter anderem zu C.G. Jung mit der Aussage „Religiös schöpferisch ist nur der Mystiker.“ Und „diesen Leuten versankt die Menschheit ihr Bestes.“

Gott ist Wort und Wahrheit. 5-mal Amen für dieses göttliche Feuerwerk einer Sozialgeschichte und wundersamen gelehrten Biografie über das Leben des Meister Eckhart. Hosianna!

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Cover des Buches Der Scharfrichter - Ein Henkersleben im Nürnberg des 16. Jahrhunderts (ISBN: 9783809441380)A

Rezension zu "Der Scharfrichter - Ein Henkersleben im Nürnberg des 16. Jahrhunderts" von Joel F. Harrington

Der Henker von Nürnberg
Andreas_Oberendervor 9 Monaten

Über Jahrhunderte hinweg kannten die europäischen Gesellschaften Berufe, die als "ehrlos" galten. Eine Berufsgruppe, die als besonders ehrlos angesehen wurde, waren Henker und Scharfrichter. Wer diesen Beruf ausübte, der wurde von seinen Mitmenschen gemieden und geächtet. Da Henker ein sozial isoliertes Dasein führten und Ehepartner aus ehrbaren Kreisen für sie und ihre Kinder unerreichbar waren, entstanden vielfach sogenannte Henkersdynastien. Mitglieder von Scharfrichterfamilien heirateten untereinander, und da Henkerssöhnen der Zugang zu ehrbaren Gilden und Zünften verwehrt war, wurde der Henkersberuf oft vom Vater auf den Sohn vererbt. Die Rückkehr in ehrbare Berufe und Kreise war schwierig, wenn nicht unmöglich.

In der Frühen Neuzeit waren grausame Körper- und Todesstrafen selbstverständlicher Teil der Strafjustiz, und deshalb konnten Landesherrn und städtische Kommunen auf Henker nicht verzichten. Trotz des Stigmas, das ihnen anhaftete, erfüllten Scharfrichter eine wichtige gesellschaftliche Funktion: Mit dem öffentlichen Vollzug von Körper- und Todesstrafen lieferten sie den sichtbaren Beweis für die Handlungsfähigkeit der fürstlichen oder städtischen Obrigkeit. Im 16. Jahrhundert wurde die Strafverfolgung zunehmend eine staatliche Angelegenheit. Um private Selbstjustiz zu unterbinden, mussten Fürsten und Städte einen effektiven Justizapparat aufbauen. Unverzichtbarer Teil dieses Apparats war der Henker. Er vollzog Körper- und Todesstrafen an Delinquenten, die mit ihren Straftaten gegen die gängigen Werte und Normen ihrer Zeit verstoßen hatten.

Wie wurde man Henker, und wie lebte man mit diesem Beruf? Das sind die Hauptfragen, denen der amerikanische Historiker Joel Harrington in seinem Buch nachgeht. Harringtons Held - sofern man einen Henker als Helden bezeichnen kann - ist der fränkische Scharfrichter Frantz Schmidt (1553/54-1634), der von 1578 bis 1618 als festangestellter Henker der Freien Reichsstadt Nürnberg wirkte. In diesen 40 Jahren führte Schmidt ein Arbeitsjournal. In zwei Listen erfasste er die Körper- und Todesstrafen, die er im Auftrag des Nürnberger Magistrats vollzog. Im Laufe seiner "Karriere" richtete Schmidt mindestens 394 Personen hin, davon 10 Prozent Frauen (mehrheitlich Kindsmörderinnen). Unter den Hingerichteten waren allein 172 Diebe. Schmidts Journal ist kein Tagebuch im modernen Sinn. Über sich selbst schreibt Schmidt so gut wie nichts. Das Journal ist im Wesentlichen eine Zusammenstellung von Daten und Fallgeschichten: Namen, Herkunft und krimineller Werdegang der Straftäter (bei denen es sich oft um Wiederholungs- und Intensivtäter handelte); Art und Hergang des Verbrechens; Art der Hinrichtung bzw. Körperstrafe (z.B. Auspeitschen, Verstümmeln). Schmidts Journal bietet Aufschluss über die vielfältigen Formen von Kriminalität, mit denen eine Stadt wie Nürnberg Ende des 16., Anfang des 17. Jahrhunderts tagtäglich konfrontiert war: Diebstahl, Raub, Mord, Kindstötung, Banditentum, Münzfälschung.

Harrington beschränkt sich nicht darauf, nur Schmidts Journal zu analysieren. Er zieht eine Vielzahl weiterer Quellen heran und nutzt das Leben des Henkers Schmidt, um dem Leser eine ganze Welt zu erschließen. Das Leben eines Einzelnen, hier eines Scharfrichters, eröffnet eine Fülle von Perspektiven auf die Zeit um 1600. Harrington zeigt Schmidt in der Welt, in der er lebte. Verbrecher und Kriminelle gehörten zu den alltäglichen Bedrohungen, denen die Menschen im 16. Jahrhundert ausgesetzt waren. Öffentliche Hinrichtungen mit ihrem stark ritualisierten Ablauf boten ein "Theater des Schreckens". Sie sollten abschreckend wirken und das Vertrauen der Bürger in die Zuverlässigkeit ihrer Obrigkeit stärken. Die Strafjustiz wurde professioneller; der Bedarf an technisch versierten Henkern wuchs. Der Henkersberuf wurde anspruchsvoller, und mit den Ansprüchen der Dienstherrn stiegen auch die Verdienstmöglichkeiten. So makaber es klingen mag - Schmidt lebte im "Goldenen Zeitalter des Henkers" und war möglicherweise der bestbezahlte Scharfrichter im Heiligen Römischen Reich.

Harrington verfolgt Schmidts Lebensweg von der Zeit als Henkerslehrling bis zum Eintritt in den Ruhestand 1618 und der nachfolgenden Tätigkeit als Heiler. Nur durch eine unglückliche Fügung wurde Schmidts Vater Heinrich Anfang der 1550er Jahre Henker. Fortan war die Familie geächtet. Mangels beruflicher Alternativen ging Frantz Schmidt bei seinem Vater in die Lehre. Ab 1573 war er als selbständiger Henker tätig, erst in Hof und Bamberg, ab 1578 in Nürnberg. Ein Leitmotiv seines Lebens war der Kampf um die Wiedergewinnung der Familienehre. Schmidt kämpfte gegen das Stigma der Ehrlosigkeit an, indem er seinen Beruf mit Professionalität und Gewissenhaftigkeit ausübte. Selbst seinen kriminell gewordenen Schwager richtete er anstandslos hin. Mit einem betont ehrbaren Lebenswandel - Schmidt war frommer Christ und Abstinenzler - wollte er den Respekt seiner Mitbürger gewinnen. Statusverbesserungen blieben nicht aus: 1584 erhielt Schmidt eine Anstellung auf Lebenszeit, 1593 sogar das Bürgerrecht der Stadt Nürnberg. Im Alter gelang ihm schließlich die langersehnte Wiederherstellung der Familienehre durch ein erfolgreiches Gesuch an den Wiener Kaiserhof. Als er 1634 starb, wurde als sein Beruf "Arzt" angegeben.

In der Biographie des Henkers Frantz Schmidt spiegelt sich die Welt um 1600: Die prekären Lebensverhältnisse; die Allgegenwart von Gewalt und Kriminalität; das aus heutiger Sicht archaisch anmutende Bedürfnis der Gesellschaft nach harter Bestrafung von Straftätern; die Ständegesellschaft mit ihren starren Vorstellungen von Ehrbarkeit und Respektabilität. Harringtons wunderbares Buch ist eine darstellerisch und erzählerisch gelungene Verbindung von Sozial-, Mentalitäts- und Rechtsgeschichte. Nicht nur Fachleute, sondern auch Laien können dieses Buch mit großem Gewinn lesen. Selten wurden das Henkersmilieu und das Alltags- und Berufsleben von Henkern so farbig und anschaulich dargestellt wie hier. Es ist eine faszinierende Abwechslung, die Welt der Frühen Neuzeit einmal nicht aus der Perspektive von Fürsten, ehrbaren Bürgern oder Gelehrten zu betrachten, sondern aus der Perspektive eines sozialen Außenseiters, der von seinen Mitmenschen gebraucht, gleichzeitig aber auch weitgehend gemieden wurde.

Ein tolles, unbedingt lesenswertes Buch! 

(Hinweis: Diese Rezension habe ich zuerst im März 2014 bei Amazon gepostet)

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Cover des Buches Der Scharfrichter - Ein Henkersleben im Nürnberg des 16. Jahrhunderts (ISBN: 9783809441380)Nora3112s avatar

Rezension zu "Der Scharfrichter - Ein Henkersleben im Nürnberg des 16. Jahrhunderts" von Joel F. Harrington

„Der Scharfrichter“
Nora3112vor einem Jahr

„Der Scharfrichter“ von Joel F. Harrington

„Ein Henkersleben im Nürnberg des 16. Jahrhunderts“

 

Klappentext/Inhaltsangabe:

Frantz Schmidt tötete fast 400 Menschen und hat unzählige weitere grausam gefoltert oder verstümmelt. Am Ende seines Lebens hatte der Nürnberger Henker über 700 Menschen Leid zugefügt. Der Historiker Joel F. Harrington hat nun erstmals dessen historisches Tagebuch aus dem 16. Jahrhundert ausgewertet. Dabei erhielt er seltene Einblicke in die Berufspraxis und den Alltag dieses Mannes, der neben seiner Rolle als gefürchteter Scharfrichter zugleich als Wundarzt tätig war.

Eigene Meinung:

Der Klappentext bzw. die kurze Inhaltsangabe werden dem Leben des Scharfrichters Frantz Schmidt bei weitem nicht gerecht, bzw. lässt den Eindruck eines grausamen und bösartigen Peinigers vermuten. Doch weit gefehlt, denn Harringtons gut ausgearbeitete Recherche zeigt einen Menschen mit Gefühlen und Gewissen, dem durchaus etwas am Seelenheil seiner „Klienten“ lag. Aber dazu später mehr.

Harrington beginnt seine Ausführungen zunächst mit einer allumfassenden Erklärung im Vorwort, wie man dieses Buch verständlich liest und räumt mit einigen Begrifflichkeiten, die im Verlauf des Buches des Öfteren vorkommen, zum leichteren Verständnis auf.

Allerdings hat das den Autor nicht davon abgehalten seinen gesamten Bericht mit unzähligen Textpassagen in altdeutscher Schrift- und Mundart zu versehen. Dieser Aspekt beeinträchtigt den Lesefluss enorm, denn nicht immer habe ich den Sinn des altdeutschen Textes in Gänze verstanden bzw. in verständliches Deutsch übersetzen können. Mitunter hatte ich davon einen regelrechten Knoten in Hirn und Zunge. Ab Mitte des Buches habe ich dann weitestgehend meinen Enthusiasmus für diese Textzeilen verloren und sie teilweise ganz übersprungen. Dies ist durchaus möglich, ohne den Zusammenhang zu verlieren.

Harrington geht in Frantz Schmidts Leben chronologisch vor, beginnend mit seinen Kinder- und Jugendtagen im elterlichen Haus und bindet den Vater, der ebenfalls der Tätigkeit eines Scharfrichters nachging, ein. Hierbei erfahren wir auch, wie die Familie Schmidt zum genannten Berufsstand kam und warum dieser Beruf, eher unfreiwilliger Natur, durch den Vater Heinrich und später auch vom eigenen Sohn Frantz ausgeübt werden musste. Denn Scharfrichter war zur damaligen Zeit bei weitem keine ehrbare Beschäftigung, sondern wurde eher verachtet und gefürchtet. Sie besaßen kein Bürgerrecht und wurden allgemeinhin von der Gesellschaft ausgegrenzt. Dies galt sowohl für den Henker als auch für seine gesamte Familie.

Im weiteren Verlauf der Geschichte werden wir zur „Lehrzeit“ durch den Vater, der Wanderschaft nach seiner Ausbildung und der letztendlichen Endverwendung als amtlicher Scharfrichter in Nürnberg unterrichtet. Joel F. Harrington hat trotz weniger überlieferter Fakten eine ausgesprochen interessante und umfassende Lebensgeschichte zum Scharfrichter Schmidt zusammenfassen können. Dies erforderte sicherlich jahrelanges Suchen winzigster Schnipsel aus zahlreichen Antiquariaten und Museen, die einer Schnitzeljagd gleichkommt. Der Autor distanziert sich aber auch klar davon, etwas hinzuzudichten, sondern stellt stattdessen höchstens Vermutungen über die Gefühle und Beweggründe Schmidts an.

Was diesen Scharfrichter so überaus interessant und faszinierend macht, ist die Art und Weise seiner ganz persönlichen Lebensführung und seiner Prinzipien zum Richten der verurteilten Täter. Zu seiner Lebensführung sei gesagt, dass Schmidt während seiner gesamten Amtszeit ein frommer und ehrlicher Mann gewesen sei, der nie einen Tropfen Alkohol getrunken hat, sich nicht im Glücksspiel verlor und sich auch sonst nichts zu Schulden kommen lassen hat. Für die damalige Zeit für einen Henker nicht allzu üblich.

Selbst bei der Vollstreckung agierte „Meister Frantz“ ,wie er im Volksmund genannt wurde, anders als andere Henker. In seinen Berichten bezieht er bewusst soziale Faktoren wie Erziehung, Bildung und  Milieu des jeweiligen Sträflings mit ein um gewisse Taten nachvollziehen zu können oder einige Strafen sogar abmildern oder abändern zu können. Auf der anderen Seite hatte er aber auch kein Erbarmen bei besonders abscheulichen Vergehen und handelte nach dem Grundprinzip der Eigenverantwortung.

„Alle diese Männer haben ihre Entscheidung getroffen, scheint Frantz zu sagen, und somit haben sie ihr Schicksal selbst verschuldet. Jeder Mensch ist zur Sünde verdammt; Gnade zu suchen oder zu erweisen ist eine Entscheidung." (Auszug S.270)

 

Ebenfalls positiv hervorzuheben sind die zahlreichen Bilder und Kupferstiche zum Henkersleben oder sogar Frantz Schmidt selbst betreffend, sowie eine Landkarte seines Wirkungskreises und der Stadt Nürnberg, der er 40 Jahre treu diente.

 

Fazit:

Ich bin kein Historiker oder Geschichtsexperte. „Der Scharfrichter“ war sogar mein erstes Buch mit historischem Charakter, das Mittelalter betreffend. Aber ich empfand diese Lebensgeschichte durchweg interessant und spannend und es wurden mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet.

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