Joel Haahtela

 4 Sterne bei 154 Bewertungen
Autor von Sehnsucht nach Elena, Der Schmetterlingssammler und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Joel Haahtela

Joel Haahtela, geboren 1972, lebt als Schriftsteller und Psychiater mit seiner Familie in der Nähe von Helsinki. Seine bislang fünf Romane wurden für den Runeberg-Preis und den renommierten Finlandia-Preis nominiert. In jedem seiner 6 Bücher findet man ein gewisses Kerngeheimnis. "Es bereits mir doppelt so viel Spaß am Schreiben, da ich nicht nur wie ein Schriftsteller, sondern auch wie ein Detektiv dabei zu Werke gehen kann” sagt dazu der Schriftsteller. Bis jetzt können wir in Deutschland leider erst auf zwei seiner Werke zu greifen.

Alle Bücher von Joel Haahtela

Joel HaahtelaSehnsucht nach Elena
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Sehnsucht nach Elena
Sehnsucht nach Elena
 (80)
Erschienen am 11.05.2010
Joel HaahtelaDer Schmetterlingssammler
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Der Schmetterlingssammler
Der Schmetterlingssammler
 (72)
Erschienen am 03.06.2011
Joel HaahtelaDie Verschwundenen von Helsinki
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Die Verschwundenen von Helsinki
Die Verschwundenen von Helsinki
 (3)
Erschienen am 12.03.2013
Joel HaahtelaIda Pimenoff - A Shadow at The Edge of Every Moment of The Day
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Ida Pimenoff - A Shadow at The Edge of Every Moment of The Day

Neue Rezensionen zu Joel Haahtela

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Rezension zu "Sehnsucht nach Elena" von Joel Haahtela

Sehnsucht nach Elena
DarthEnivor 8 Monaten

**Autor:** Joel Haahtela

**Originaltitel:** Elena

**Inhalt:**

Der Ich-Erzähler ist einsam. Als er einen Spaziergang durch den Park macht, sieht er _sie_. Irgendetwas an ihr scheint ihm vertraut und eine große Sehnsucht erfüllt ihn. Tag für Tag sitzt er im Park und wartet auf die junge Frau. Manchmal hat er Glück und sieht sie, wenn sie durch den Park läuft. Manchmal jedoch kommt sie nicht. Als sie eines Tages ein Buch liegen lässt und er es an sich nimmt, erfährt er endlich ihren Namen, der dort eingetragen ist: Elena.

**Der Autor:**

Joel Haahtela, Jahrgang 1972, lebt als Schriftsteller und Psychiater mit seiner Familie in der Nähe von Helsinki. Seine bislang fünf Romane wurden u.a. für den renommierten Finlandia-Preis nominiert. Leser und Kritiker begeisterte an seinem ersten Roman "Der Schmetterlingssammler" seine Poesie und seine Leichtigkeit. "Sehnsucht nach Elena" ist sein zweiter Roman, der auf Deutsch erscheint.

**Gestaltung:**

Ich finde das Cover sehr ansprechend. Man sieht eine Frau, die auf das weite Meer hinausblickt. Es wirkt alles gräulich und trist, nur ihr Kleid ist orange und sticht hervor. Sie hat die Arme um sich geschlungen und die Füße leicht nach innen gedreht. Den Schirm hält sie von sich gestreckt. Aufgrund dieser Körperhaltung bekommt man das Gefühl, dass sie gerade tief in Gedanken versunken ist. Über das Lesebändchen habe ich mich gefreut. Ich mag es nicht, wenn die Lesezeichen aus dem Buch fallen. Das kann hier nicht passieren. ;-)

**Meine Meinung:**

Als ich das Buch gestern erhalten habe, wollte ich es schon einmal anlesen. Erschrocken stellte ich nach einer Weile fest, dass ich bereits bei der Hälfte des Buches angelangt war ...

Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen. Der Ich-Erzähler berichtet uns über seine Erlebnisse und seine Gedanken. Durch den Schreibstil und die sehr kurzen Kapitel hat man das Gefühl, dass man ein Tagebuch liest.

Nach der Leseprobe hatte ich den Eindruck, dass es sich bei dem Ich-Erzähler um einen Stalker handeln könnte. Nachdem ich das ganze Buch gelesen habe, bin ich der Meinung, dass man ihn nicht als solchen bezeichnen kann. Er ist einsam und jedes Mal, wenn er Elena sieht, schöpft er neue Hoffnung. Möchte er nur nicht mehr allein sein oder liegt mehr dahinter? Der Erzähler gibt uns einige Hinweise, dass etwas in der Vergangenheit geschehen ist. Etwas, dass eine tiefe Leere in seinem Innern hinterlassen hat.

"Eine alte Uhr zu kaufen bedeutet, sich der Vergänglichkeit bewusst zu sein. Sonst könnte man glauben, alles ginge ewig weiter, und nichts würde sich jemals ändern." (Seite 16)

Um dieses Ereignis zu verdrängen, denkt er oft an Elena. Vielleicht zu oft, denn er vernachlässigt alles andere. Als sein Freund Jan überraschend vor seiner Tür steht, stellt der Ich-Erzähler fest, dass er seinen Briefkasten seit einer Woche nicht geleert hat, in der Jans ungelesene Anmeldung immernoch liegt.

Warum fühlt sich der Erzähler zu Elena so hingezogen? Was ist in seiner Vergangenheit geschehen? Wird er Elena näher kennenlernen? Und kann sie ihn aus seinem dunklen Loch holen, sodass er der Einsamkeit entfliehen und neue Freude am Leben finden kann?

Obwohl das Buch eine ruhige Atmosphäre hat, liest man immer weiter, weil man unbedingt wissen möchte, wie es weitergeht.

"Sehnsucht nach Elena" habe ich sicher nicht zum letzten Mal gelesen!

Ich gebe 4 von 5 Sternen.

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dicketillas avatar

Rezension zu "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela

Vom suchen und finden
dicketillavor 5 Jahren

Wer ist Henri Ruzicka , das fragt er sich ,
nachdem er als Alleinerbe in dessen Testament bedacht wurde .
Und voller Fragen betritt er , das bereits mit Efeu umfasste Haus , und tastet sich langsam in das unbekannte Leben .
Er findet unzählige Kästen mit Schmetterlingen , teilweise schon in Staub verfallen , und eine große Auswahl von Büchern .
Kein Foto , kein Hinweis , nur ein Tagebuch mit Reiseeintragungen .
Ruzicka war in den Siebzigern aus Deutschland nach Finnland umgesiedelt . Ein Hinweis führt ihn nach Pirna , eine Stadt in der Nähe von Dresden , und dort begegnet ihm Anna Prinz , und erste Puzzelsteine glaubt er gefunden zu haben , die ihn immer weiter treiben .
Aber diese Suche , wird auch zu einer Suche über eigenen Verlust , Fragen und Antworten , und den Sprung wieder zurück in die Welt .


Die Handlung wird aus Sicht des Erzählers erzählt .
Es ist eine sehr feinfühlige Geschichte .
Der Autor versteht es mit wunderbaren Worten uns in die Handlung hinein zu tragen . Ein noch so kleines Detail beschreibt er , und ich fragte mich oft , wie bekommt man solch einen Schreibstil hin , ohne dass es überladen , oder gar zu dick aufgetragen wirkt . Aber Joel Haahtela ist nicht nur Schriftsteller , sondern auch Psychiater . Daher hat er sicher auch das Gespür und Feingefühl Dinge für uns so leicht ,
und dennoch bedeutend , malerisch an uns Leser weiter zu geben .

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W

Rezension zu "Die Verschwundenen von Helsinki" von Joel Haahtela

Das Buch liest sich wie eine psychoanalytische Detektivgeschichte,
WinfriedStanzickvor 5 Jahren

"An dieser Frau fesselte mich etwas schon von weitem. Vielleicht war es ihre Art zu gehen: unvorhersehbar, unschlüssig, als müsste sie mit jedem Schritt neu entscheiden, wohin sie wollte."

Mit diesem mitten in eine geheimnisvolle Handlung führenden Satz beginnt der namenslose Ich-Erzähler in Joel Haathelas neuem Roman eine atemlos geschilderte Geschichte einer Suche, letztlich der nach dem eigenen Ich.

 

Als der Schirm der beobachteten Frau bei strömendem Regen von einem Windstoß fortgetragen wird, bietet der junge Erzähler, von Beruf Psychiater wie Haathela selbst, seine Hilfe an und die beiden kommen ins Gespräch. Die Frau heißt Magda Roux, stammt aus Paris und ist auf der Suche nach ihrem ehemaligen Ehemann Paul, mit dem sie immer noch in Verbindung steht. Da sie seit über sechs Monaten nichts von ihm gehört hat, ist sie der Spur einer Postkarte gefolgt, die sie aus Helsinki von ihm erhalten hat. Nachdem der Erzähler ihr seine Hilfe angeboten hat, verwickelt er sich bei der Suche nach Paul Roux selbst immer tiefer.

 

Bald schon verschwindet Magda Roux spurlos, doch dadurch hört die atemlose Suche des jungen Psychiaters nicht auf. Denn auf eine ihn fesselnde und nicht mehr loslassende Weise taucht er von einem Tag auf den anderen in das Leben und das Werk einer finnischen Schriftstellerin ein. Diese in Finnland sehr bekannte Raija Siekkinnen war 2004 in der Hafenstadt Kotka auf unerklärliche Weise umgekommen. Ein Buch von ihr fesselt ihn: "Mit jedem Tag sank ich tiefer in die Welt des Buches, die mich selbst dann nicht losließ, wenn ich ihr entfliehen wollte. Sie bestimme alles um mich herum."

 

Spärliche Andeutungen beschreiben die gescheiterte Ehe des Erzählers, der mit feinfühliger Sprache und tiefem Gespür für sich selbst den Geheimnissen des menschlichen  Lebens nachgeht und immer mehr auf die Spur nach sich selbst kommt, „nach der eigenen, einsam hallenden Stimme".

 

Das Buch liest sich wie eine psychoanalytische Detektivgeschichte, spannend und sprachlich auf sehr hohem Niveau. Man kann es bis zum bis zuletzt offenen Ende einfach nicht aus der Hand legen.

 

 

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