Joel Haahtela Der Schmetterlingssammler

(70)

Lovelybooks Bewertung

  • 69 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 15 Rezensionen
(16)
(22)
(25)
(6)
(1)

Inhaltsangabe zu „Der Schmetterlingssammler“ von Joel Haahtela

Am frühen Morgen des 3. April, die Straßen waren noch feucht vom Regen, machte er sich auf den Weg zur Rechtsanwaltskanzlei. In der Manteltasche eines Verstorbenen, eines gewissen Henri Ruzicka, hatte man ein Testament gefunden, das ihn zum Alleinerben einsetzte. Den Namen Ruzicka hatte er noch nie gehört. Aber schon kurz darauf fuhr er hinaus aufs Land, um sich das Haus anzuschauen, das ihm der Fremde hinterlassen hatte. Es sah verwunschen aus, der Efeu wuchs bis übers Dach. Durch die offene Verandatür betrat er einen staubbedeckten Raum voller Bücher und mit einer beeindruckenden Schmetterlingssammlung. Wer war dieser Henri Ruzicka? Und welche Verbindung gab es zwi schen ihnen? Die Spurensuche beginnt, und der Erzähler ahnt bald, dass seine vor über dreißig Jahren verschwundene Mutter die Verbindung zu Henri Ruzicka sein muss.

Empfehlenswert

— Greeneye
Greeneye

Stöbern in Romane

Heimkehren

Berührende Familiengeschichte über das Erleben und die Folgen von Sklaverei

SamiraBubble

Das Glück meines Bruders

Wortreicher Ausflug in die Vergangenheit

Charlea

Das Vermächtnis der Familie Palmisano

ich mochte es nicht, zuviele Namen, Orte, und Details. Erzählstil sehr anstrengend

sabrinchen

Der Tag, an dem wir dich vergaßen

Unterhaltsam und gut geschrieben, aber teilweise auch recht vorhersehbar.

ConnyKathsBooks

Die Geschichte der getrennten Wege

Man muss es wirklich gelesen haben!

mirabello

Töte mich

Dekadente und skurrile Geschichte um eine verarmte Adelsfamilie

lizlemon

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Vom suchen und finden

    Der Schmetterlingssammler
    dicketilla

    dicketilla

    02. March 2014 um 20:33

    Wer ist Henri Ruzicka , das fragt er sich , nachdem er als Alleinerbe in dessen Testament bedacht wurde . Und voller Fragen betritt er , das bereits mit Efeu umfasste Haus , und tastet sich langsam in das unbekannte Leben . Er findet unzählige Kästen mit Schmetterlingen , teilweise schon in Staub verfallen , und eine große Auswahl von Büchern . Kein Foto , kein Hinweis , nur ein Tagebuch mit Reiseeintragungen . Ruzicka war in den Siebzigern aus Deutschland nach Finnland umgesiedelt . Ein Hinweis führt ihn nach Pirna , eine Stadt in der Nähe von Dresden , und dort begegnet ihm Anna Prinz , und erste Puzzelsteine glaubt er gefunden zu haben , die ihn immer weiter treiben . Aber diese Suche , wird auch zu einer Suche über eigenen Verlust , Fragen und Antworten , und den Sprung wieder zurück in die Welt . Die Handlung wird aus Sicht des Erzählers erzählt . Es ist eine sehr feinfühlige Geschichte . Der Autor versteht es mit wunderbaren Worten uns in die Handlung hinein zu tragen . Ein noch so kleines Detail beschreibt er , und ich fragte mich oft , wie bekommt man solch einen Schreibstil hin , ohne dass es überladen , oder gar zu dick aufgetragen wirkt . Aber Joel Haahtela ist nicht nur Schriftsteller , sondern auch Psychiater . Daher hat er sicher auch das Gespür und Feingefühl Dinge für uns so leicht , und dennoch bedeutend , malerisch an uns Leser weiter zu geben .

    Mehr
  • Rezension zu "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela

    Der Schmetterlingssammler
    Chilischoten

    Chilischoten

    Gekauft habe ich das Buch weil ich Schmetterlinge liebe. Ich habe es auch ganz gerne gelesen. Der Ich-Erzähler wird überraschend Erbe eines ihm völlig fremden Mannes. Um etwas über den unbekannten Erblassers zu erfahren, begibt er sich auf Spurensuche. Der Ich-Erzähler reist den mageren Bruchstücken hinterher, begegnet Personen, die mit dem Schmetterlingssammler Kontakt hatten, und versucht auf diese Weise, Licht in ein Leben zu bringen, das mit dem Erzähler selbst zunächst gar nicht zusammenhängt. Obwohl mir einiges zu philosophisch war. Ist "Der Schmetterlingssammler" in einer schönen Sprache verfasst.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela

    Der Schmetterlingssammler
    The iron butterfly

    The iron butterfly

    14. August 2012 um 20:40

    "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela erzählt die Geschichte einer unverhofften Erbschaft und einer Reise des Protagonisten in die eigene Vergangenheit. Als er (an einen Namen des Erzählers kann ich mich nicht erinnern) erfährt, dass ein ihm unbekannter Herr Ruzicka ihn als Alleinerben bedacht hat, vermutet er zuerst einen klaren Irrtum, muss dann aber erkennen, dass eindeutig „Er“ mit einem verarmten Haus und einer Sammlung, dem Verfall anheimfallender Schmetterlinge und der entsprechenden Fachliteratur bedacht wurde. Aber wo liegt die Verbindung zu ihm verborgen, welches Geheimnis steckt hinter einer Postkarte aus Griechenland oder einem Stückchen beflecktem Stoff in einer Schachtel? "Ein Roman, so federleicht, so schillernd und so geheimnisvoll wie ein Schmetterling." so propagiert der Klappentext...dieser Schmetterling ist ein Nachtfalter, von der Sorte, die Zerbrechlichkeit deutlich macht und Trübsal verbreitet. Die Geschichte um den Beschenkten, seine Reise durch Europa, seine Entdeckungen um den Schenker, die Zusammentreffen im Verlauf der Reise…nichts davon ist schillernd oder federleicht. Das Geheimnis dahinter ist finnisch-trübselig und farblos. Schade, schade, schade. Etwas mehr Freude, Glanz oder dieser finnisch-bissige Sarkasmus hätten dieser Entdeckungsreise gut getan, auch wenn es sich um traurige Begebenheiten, verborgen in den Nebeln des Vergessens handelt. Ein Funke Sonnenlicht, ein Quentchen Zuversicht oder gar eine Ladung Witz - Fehlanzeige. Ach herje, wieder eine Geschichte, die mich leer zurücklässt, die mir nichts schenken konnte. Zwei Sterne, weil das Cover so wunderbare Lepidoptera zeigt und vereinzelte Abschnitte zaghafte Ansätze von Poesie und Melancholie erhoffen ließen.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela

    Der Schmetterlingssammler
    chaosbaerchen

    chaosbaerchen

    28. May 2012 um 12:17

    Die Geschichte beginnt ein bißchen mysteriös: Ein Mann im mittleren Alter wird als Alleinerbe eingesetzt und kennt den Erblasser nicht. Da er das nicht glauben kann und auch nicht akzeptieren will, macht er sich auf den Weg und versucht herauszufinden, was ihn mit dem Verstorbenen verbindet und am Ende gelingt ihm dies auch. Ich habe mich ziemlich durch das Buch kämpfen müssen. Es besteht im Grunde nur aus miteinander verworrenen Rückblickszenerien, die durch das, was der Mann auf den Spuren des Erblassers aufdeckt, ans Tageslicht kommen. Die Stimmung ist dabei durchweg melancholisch. Am Ende gibt alles einen Sinn, aber man hat nicht den "Aha"-Effekt, der einen ein Buch zufrieden schließen lässt. Es bleibt ein komisches Gefühl zurück und man fragt sich, was der Autor einem sagen will, das man aber nicht verstanden hat.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela

    Der Schmetterlingssammler
    Sabrina D

    Sabrina D

    30. October 2010 um 09:51

    Ein Mann erhält einen Brief, in dem ihm eine Erbschaft verkündet wird. Problem: Der Erzähler kennt den Toten nicht und macht sich deshalb auf seine Spuren.
    Fazit: Obwohl es nur ein dünnes Buch ist, kam es nicht richtig in Schwung. Erst auf den letzten Seiten wurde mir die Geschichte klar. Also nur knapp an 2 Sterne vorbei!

  • Rezension zu "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela

    Der Schmetterlingssammler
    MinnieMay

    MinnieMay

    22. July 2010 um 15:19

    Wirklich wunderschön und federleicht. Joel Haahtela versteht es wie kaum ein anderer mit Worten umzugehen und Geschichten zu weben...

  • Rezension zu "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela

    Der Schmetterlingssammler
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. February 2010 um 14:49

    Der Hauptprotagonist in Joel Haahtelas Debütroman führt eine recht unterkühlte Ehe mit seiner Frau Eeva. Kurz bevor diese dienstlich verreist, bekommt er einen Brief, der ihm eine geheimnisvolle Erbschaft mitteilt. Den Verstorbenen kennt er nicht, jedoch begibt er sich auf eine Reise, um den Mann hinter dem Schreiben kennenzulernen und macht dabei außergewöhnliche Bekanntschaften. Haahtela greift in seinem Roman jedes noch so winzige Detail, das der Hauptfigur auf seiner Suche von Nutzen ist, auf und führt dies auch geschickt zu Ende, sodass sich die Geschichte nach und nach zu einem fertigen Puzzle entwickelt. Besonders schön fand sich die Szene, in der der Ich-Erzähler in das Haus des Mannes gelangt, dieses kennenlernt und buchstäblich erlebt. Die klare Wortwahl und der damit verbundene Stil des Autors schafft eine kühle Atmosphäre, nicht nur, was die Liebe in diesem Werk angeht. Dennoch fühlt man sich als Leser gerade dadurch wunderbar in das skandinavische Setting hineinversetzt und es macht Spaß, die Geschichte des Erben an einem dunklen Abend mit einer Tasse Tee zu verfolgen. Ein wunderschöner Roman für trübe Tage und Nächte.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela

    Der Schmetterlingssammler
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. September 2009 um 09:06

    »Am dritten April wurde mir in einem Schreiben mitgeteilt, dass ich eine Erbschaft gemacht hatte. Ich las den Brief wieder und wieder und war mir sicher, keinen Mann namens Henri Ruzicka zu kennen. Das Ganze musste ein Irrtum sein, anders konnte ich es mir nicht erklären.« Wer ist der großzügige Fremde, der ihm das Haus mit der erstaunlichen Schmetterlingssammlung hinterlässt? Und welches Geheimnis verbindet den Erzähler mit ihm? Mit 170 Seiten ist "Der Schmetterlingssammler" eine eher kleine Geschichte. Leise und melancholisch, aber mit Liebe zum kleinsten Detail in einer wunderbaren Sprache erzählt, ist es eine Geschichte für zwischendurch, die den Leser zum Nachdenken bringt und den Gedanken Flügel verleiht. Das Ende ist leider etwas platt geraten und hat nicht halb soviel Gefühl wie der Rest der kleinen, geheimnisvollen Geschichte, mit den äusserst sensibel gezeichneten Figuren.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela

    Der Schmetterlingssammler
    marianna

    marianna

    05. September 2009 um 09:21

    Ein eigenartiges Buch. Eine gute Geschichte, eine wunderbare Sprache. Leise, oft melancholisch, mit atemberaubenden Details. Andererseits könnte man sagen: distanziert, präzise und etwas blutleer.
    Ich würde es wieder lesen,- und mir vielleicht ein kleines Rechteck herausschneiden. Aber das versteht ihr erst, wenn ihr es gelesen habt...

  • Rezension zu "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela

    Der Schmetterlingssammler
    turkishrock

    turkishrock

    05. September 2009 um 02:39

    Ein wirklich gutes Buch. Doch das Ende war mir zu philosophisch.

  • Rezension zu "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela

    Der Schmetterlingssammler
    Maggi

    Maggi

    16. July 2009 um 13:08

    Ein schönes, schmales und dadurch schnell gelesenes Buch mit ganz und gar nicht schmalem Inhalt. Eine klare, packende Sprache erzählt ungekünstelt eine Geschichte, der man gerne folgt. Der namentlich nicht erwähnte Protagonist, der ungeahnt eine Erbschaft macht, weiss für seine Erlebnisse und Gedanken zu begeistern und nimmt uns mit auf die Reise, bei der er herausfinden will, wer der Mann war, der ihm ein altes Haus voller Bücher und Schmetterlinge vermacht hat. Hat mir sehr gut gefallen und ich finde das Buch wirklich empfehlenswert.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela

    Der Schmetterlingssammler
    roseF

    roseF

    17. March 2009 um 09:44

    Ein nettes kleines Büchlein für zwischendurch über einen Mann, der eine Erbschaft gemacht hat von einem Mann, den er nicht zu kennenglaubt. So macht er sich auf die Reise nach Erinnerungen an den Mann und bekommt letzten Endes auch heraus, was es mit dieser Erbschaft auf sich hat. Teilweise sehr melancholisch. Aber ganz nach dem Prinzip: Der Weg ist das Ziel, denn er lernt auf seiner Reise Menschen kennen, die ihm nahe kommen, teilweise sehr nahe.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela

    Der Schmetterlingssammler
    goldfisch

    goldfisch

    18. February 2009 um 11:03

    Ein wunderbares Kleinod in den Literaturbergen. Haahtela beschreibt die Suche eines namensloen "Ich-Erzählers", nach Spuren von Henri Ruzicka, der ihm ein Haus und eine Schmetterlingssammlung vermacht hat. Der Erzähler kennt den Mann nicht und begibt sich auf eine Reise um nach Spuren aus dessen Leben zu suchen. Das Buch ist sprachlich einfach wunderbar. Welch ein Glück....es ist nun auch als Taschenbuch auf dem Markt.

    Mehr
  • Rezension zu "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela

    Der Schmetterlingssammler
    BertieWooster

    BertieWooster

    08. September 2008 um 23:04

    Schön geschriebenes Buch über einen Mann, der in der Geschichte eines ihm unbekannten Mannes erforscht, der ihn zum Erben eingesetzt hat und etwas über sich selbst erfährt. Dafür muss er auch durch halb Europa reisen. Dabei kommt er auch mit der Geschichte der DDR und der Diktatur in Berührung. Die Geschichte führt ihn nach Italien zum Gardasee und dann nach Griechenland.

  • Rezension zu "Der Schmetterlingssammler" von Joel Haahtela

    Der Schmetterlingssammler
    HeikeG

    HeikeG

    12. August 2008 um 15:46

    Spurensuche . Schon der wunderschöne Einband dieses großartigen Buches besticht durch eine farbenprächtige Vielfalt "fliegender Edelsteine": der Schmetterlinge. Doch wenn wir sie durch die Lüfte "torkeln" sehen, ist ihr Leben eigentlich fast schon vorbei. Eine lange Zeit des Verborgenen, Unauffälligen ist ihrem kurzen Glanz vorangegangen. Schmetterlinge fungieren in diesem Buch auch als verbindendes Element, auch hier liegt etwas unter der Oberfläche verborgen. . Der namenslose Ich-Erzähler erhält im April 1991 überraschend ein Schreiben, in dem ihm mitgeteilt wird, dass er der alleinige Erbe eines gewissen Henri Ruzicka sei. Dieser hinterlässt ihm ein Haus, ein Grundstück und eine Geldsumme. Noch nie zuvor hat er von ihm gehört. Als er zum ersten Mal das abgelegene, stille, beinahe verfallene Haus besucht, offenbaren sich ihm noch weitere Geheimnisse: eine überwältigende Schmetterlingssammlung, ein Bündel alter Briefe von einer gewissen Anna Prinz aus Pirna - einer kleinen Stadt in der Nähe von Dresden-, ein schwarzes Notizbuch, eine Postkarte aus Kreta, auf der sein Name und seine Adresse notiert sind und eine kleine Holzschachtel, in deren Innerem ein blutgetränktes weißes Stoffstück liegt. Die unerklärliche Erbschaft lässt ihn nicht los. Nach unruhigen Wochen begibt er sich auf dessen geheimnisvolle Spuren. Er kontaktiert Anna Prinz, die immer noch unter der gleichen Adresse wie auf den Briefen wohnt und fliegt zu ihr nach Deutschland. . Joel Haahtela hat einen psychologisch eindrucksvollen und feinfühligen Roman über die Geheimnisse des menschlichen Lebens geschrieben. Das menschliche Interesse am Einzelnen steht bei ihm ganz klar im Vordergrund. Haahtela, der auch als Psychologe arbeitet, ist ein ausgezeichneter Beobachter, der sehr feinfühlige Charakterstudien zeichnet. Sei es das Bild der alten, vom Leben gezeichneten Anna Prinz oder aber die wenigen noch anderen Personen, die der Ich-Erzähler auf seiner weiteren Reise trifft, denn Pirna wird nicht die letzte Station seiner Suche sein. Über eine kurze Zwischenstation am Gardasee in Italien, gelangt er schließlich nach Kreta in eine wunderschöne Meeresbucht, an dessen Strand sich einst etwas Entscheidendes zugetragen haben muss und dessen weit reichende Folgen heute noch spürbar sind, zum Beispiel in dieser Erbschaft. Doch erst nach der Rückkehr in seine finnische Heimat, lüftet sich das Geheimnis um den Zusammenhang zwischen ihm und Henri Ruzicka. . Haahtela erzählt auf großartige Weise, in leisen Tönen, beinahe wie die sphärische Musik seines Landsmannes Sibelius. Erinnerungen überlagern und vermischen sich und erst auf den letzten Seiten vermag der Ich-Erzähler das eigentliche Leben bzw. den Ursprung des Rätselhaften zu entflechten und freizulegen. . In Sandra Doyen hat der Autor eine eindrucksvolle Übersetzerin gefunden, obwohl ich nicht feststellen kann, ob ihr der kleine Fehler unterlaufen ist, die wunderschöne "Sächsische Schweiz" - das Elbsandsteingebirge -, das der Ich-Erzähler gemeinsam mit Anna Prinz aufsucht, als Erzgebirge zu bezeichnen. Bis auf diese geografische Unkorrektheit, eine beeindruckende Übertragung ins Deutsche, welche die geheimnisvolle Aura der gesamten Diktion großartig wiederzugeben vermag. . Fazit: Auf der Suche nach den Spuren eines Unbekannten, der dem namenslosen Ich-Erzähler eine Erbschaft hinterlassen hat, stößt jener auf ein entscheidendes Schlüsselerlebnis aus seiner eigenen Kindheit. Großartige Literatur aus Finnland! . Hintenan möchte dieses wunderschöne Gedicht aus der Feder von Carlo Karges (1951-2002), einem Mitglied der deutschen Rockband NOVALIS, stellen, da es den Ton und auch den Inhalt des Romanes eindrucksvoll wiedergibt: . Schmetterlinge Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß, wie Wolken schmecken, der wird im Mondschein ungestört von Furcht, die Nacht entdecken. . Der wird zur Pflanze, wenn er will, zum Tier, zum Narr, zum Weisen, und kann in einer Stunde durchs ganze Weltall reisen. . Er weiß, dass er nichts weiß, wie alle andern auch nichts wissen, nur weiß er was die anderen und er noch lernen müssen. . Wer in sich fremde Ufer spürt, und Mut hat sich zu recken, der wird allmählich ungestört, von Furcht sich selbst entdecken. . Abwärts zu den Gipfeln seiner selbst blickt er hinauf, den Kampf mit seiner Unterwelt, nimmt er gelassen auf. . Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiß wie Wolken schmecken, der wird im Mondschein, ungestört von Furcht, die Nacht entdecken. . Der mit sich selbst in Frieden lebt, der wird genauso sterben, und ist selbst dann lebendiger, als alle seine Erben.

    Mehr