Joel Levy Lost Cities

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Inhaltsangabe zu „Lost Cities“ von Joel Levy

Es sind die untergegangenen Städte, die immer wieder unsere Fantasie anregen. In diesem Buch werden die einst bedeutendsten, zuweilen rätselumwobenen Metropolen der Weltgeschichte wieder lebendig.

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  • Rezension zu "Lost Cities" von Joel Levy

    Lost Cities

    affler

    08. August 2011 um 18:24

    Wer kennt Sie nicht, berühmte, verschollene und historisch wertvolle Metropolen aus der Geschichte der Menschheit. Babylon, Persepolis, Troja, Pompej, Groß-Simbabwe, Tanis, Angkor, Machu Picchu u.v.m. All diese Metropolen spielten und spielen immer noch eine wichtige Rolle in unserer Geschichte und in unseren Kulturen. Aus all diesen Metropolen sind, aus verschiedenen Weisen und Gesichtspunkten, unsere heutigen (Hoch-)Kulturen entstanden. Sie haben uns in unserer Architektur, in unseren Werten und Normen, in unserem Miteinander und in unserer Kultur geprägt und beeinflusst. Doch was ist mit diesen Metropolen vergangener Tage passiert? Wie konnte es sein das Städte, die teilweise mehr als 1000 Jahre Bestand hatten, auf einmal wie vom Erdboden verschluckt sind und die Zeit nicht überdauert haben? Waren es irdische Kräfte (Vulkanausbruch, Tsunami, …) die das Ende der Metropolen eingeleitet haben oder war es der Einfluss einer anderen Großmacht? Tauchen Sie ein in eine Welt voller Geschichte, Mythen und Wunder und erkunden Sie die Frage selbst. Dieses Buch stellt in 5 Kapiteln, sortiert nach den 5 Kontinenten, die 30 wichtigsten verschollenen Metropolen der Welt, kurz und bündig, aber dennoch informativ, vor. Der Leser erhält einen Einblick in die Geschichte und Mythologie der Städte und Ihre Funktion und Rolle in der Geschichte. Durch den lebhaften Schreibstil des Autors findet sich der Leser auf einer atemberaubenden Spurensuche in der Antike wieder. Geschichte hautnah erleben!

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  • Rezension zu "Lost Cities" von Joel Levy

    Lost Cities

    wolfschwerdt

    18. May 2010 um 20:44

    Dass die deutschsprachige Ausgabe des Buches „Lost Cities of the Ancient World“ den englischen Haupttitel beibehalten hat, ist vielleicht ein wenig ungewöhnlich, macht aber durchaus Sinn. „Lost Cities“ klingt einfach besser als „Verlorene Städte“. Der Untertitel „Versunkene Städte der Vergangenheit“ macht zusammen mit dem Coverbild ohnehin klar, worum es in dem Buch eigentlich geht. Immerhin 29 Städte auf vier Kontinenten stehen beispielhaft für die Jahrtausende alte menschliche Kulturgeschichte. Sie repräsentieren wichtige Schritte der zivilisatorischen Entwicklung, bildeten gewaltige Metropolen mächtiger Reiche, verkörperten faszinierende Kulturen und dokumentieren in ihrer Entwicklung kulturelle Großtaten ihrer Bewohner aber auch katastrophale ökologische Fehler. Ökologischer Raubbau, Veränderungen in den Umweltbedingungen, politische, kulturelle und soziale Umbrüche, Naturkatastrophen, Krieg führten zu Zerstörung und Untergang oder einfach nur zum Bedeutungsverlust der Städte. Das Ergebnis war schließlich nicht nur Verfall. Viele der vor Hunderten oder Tausenden von Jahren niedergegangenen Städte sind schlichtweg dem Erdboden gleich gemacht, von der Natur überwuchert und vergessen worden, für die Menschheit verloren. Joel Levy, der an den Universitäten Edinburgh und Warwick Alte Geschichte, Anthropologie und Psychologie studiert hat, beschreibt mit „Lost Cities“ die wiederentdeckten Orte herausragender menschlicher Kulturleistungen. Dass dazu auch die bekannten Städte wie Pompeji, Babylon, Knossos, Troja oder Machu Piccu gehören, versteht sich von selbst. Aber es geht in diesem Buch nicht um eine lexikalische Auflistung untergegangener Städte des Altertums, sondern vielmehr um deren Lebenszyklen. Levy schildert die „Geburt“ der jeweiligen Stadt und ihre Entwicklung, noch bevor sie den Stand erreicht hat, der sie so berühmt oder bedeutend gemacht hat. Petra beispielsweise, die Hauptstadt der alten Nabatäerkultur, die ihre Blütezeit im 2. und 1. Jahrhundert vor Christus erlebt hatte, war in seiner Frühzeit ein Umschlagplatz für Karawanen. Wahrscheinlich ursprünglich eine unregelmäßig und saisonal errichtete Zeltstadt der Nomaden, lag die Siedlung am Schnittpunkt wichtiger Handelsrouten zwischen Ägypten, der Levante und Mesopotamien, die damit bereits in der Bronzezeit zunehmende Bedeutung erlangte. Bereits seit dem 12. vorchristlichen Jahrhundert wird über Petra berichtet, allerdings in der Regel als von den regionalen Großmächten kontrollierter strategischer Handelsplatz. Im 2. Jahrhundert vor Christus konnten die Nabatäer das durch den Zerfall der Nachfolgereiche Alexanders des Großen entstandene Machtvakuum in der Region nutzen und Petra durch eine sorgfältige Wasserwirtschaft, extensive Landwirtschaft und Kontrolle der Handelsrouten zu einer reichen und mächtigen Metropole machen. In dieser Zeit waren auch die berühmten Felsengräber und aus dem Fels gehauenen mächtigen Grabfassaden, die uns heute so beeindrucken, entstanden. Joel Levy beschreibt aber auch den Prozess und die Ursachen des Niedergangs der Städte. Und somit präsentieren sich die in dem Buch vorgestellten Siedlungen fast als eigenständige Lebewesen, Organismen, in jedem Fall aber als Persönlichkeiten. Die versunkenen Städte stehen aber nicht einfach nebeneinander. Vor allem in der umfangreichen Einleitung stellt Levy die kulturellen Zusammenhänge, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der vorgestellten Städte in den Vordergrund. Er erklärt, was eine Metropole ausmacht, welche der Metropolen- Kriterien die in diesem Buch vorgestellten Orte warum erfüllen und welche nicht. Die Kulturgeschichtliche Entwicklung jeder der fünf Regionen, aus denen Levy eine Reihe von beispielhaften Städten ausgewählt hat wird zudem überblicksartig geschildert, bevor die Beschreibung der einzelnen Orte beginnt. Die Regionen, die sich Levy ausgewählt hat, bilden einen Ring rund um die Erde. Es sind der Nahe und mittlere Osten, Europa, Afrika, Südasien und der ferne Osten und Amerika. Es sind weniger abenteuerliche Beschreibungen sensationeller Ausgrabungen, noch aufregende historische Schlachtengemälde, die hier verbal produziert werden. Es ist die sachliche, aber engagierte Schreibe und vor allem der etwas andere Blickwinkel, durch den das Buch besticht. Selbst Kenner der Geschichte, entdecken hier Neues, vielleicht nicht als reine Information, sondern eher als andere Betrachtungsweise möglicherweise bekannter Dinge. Nicht zuletzt aber finden sich im Anhang nicht nur das selbstverständliche Register, und die Literaturhinweise, sondern auch Listen empfehlenswerter Websites.

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