Joel Shepherd Die Androidin - Auf der Flucht

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Inhaltsangabe zu „Die Androidin - Auf der Flucht“ von Joel Shepherd

Sie ist schön, selbstbewusst – und äußerst gefährlich. Cassandra Kresnov ist eine Androidin, die von der Liga gebaut wurde, um als Elitesoldatin in einem interstellaren Krieg gegen die mächtige und konservative Föderation zu kämpfen.

Aber Cassandra ist als experimentelles Modell weit intelligenter und kreativer als ihre Vorgänger. Was nicht folgenlos bleibt: Sie bekommt moralische Skrupel und flüchtet schließlich, inkognito, auf den Föderationsplaneten Callay, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch schon bald fliegt ihre Tarnidentität auf, und sie muss sich mit List und Gewalt in einer Welt behaupten, die nicht wahrhaben will, dass es sie überhaupt gibt. Denn auf Callay haben Androiden wie Cassandra keine Lebensberechtigung und werden erbarmungslos gejagt.

Ein Science-Fiction-Roman, der an ›Blade Runner‹ von Philip K. Dick erinnert, nur dass er aus der Perspektive des künstlichen Menschen geschrieben wurde.

'Einerseits eine tolle Abenteuergeschichte mit einer Androidin in der Hauptrolle, andererseits eine Dekonstruktion unserer Vorstellungen vom Menschsein – und in beiderlei Hinsicht gleichermaßen gelungen.' Bookgasm

Ein SF mit philosophischen Fragen über Menschlichkeit, einer ungewöhnlichen Protagonistin- garantiert einige fesselnde Lesemomente.

— Buchraettin

Ein geniales Setting, eine starke Protagonistin und einiges an Action & eine Thematik, die zum Nachdenken anregt ...

— Uwes-Leselounge

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  • Spannender Trilogie-Start mit kleinem "Aber"

    Die Androidin - Auf der Flucht

    erdmannlibob

    26. January 2018 um 10:14

    Unterhaltsamer Start einer Cyberpunk-Thriller Trilogie einer als Elitesoldatin geschaffenen Androidin mit Einfühlungsvermögen, die sich ein neues Leben fern der Gewalt in einer futuristischen Grossstadt aufbauen will und schneller als gedacht wieder zwischen die Fronten gerät und auf ihr altes Können zurückgreifen muss. Zumeist aus der Sicht der Androidin erzählt, wechseln sich actionreiche Passagen mit leisen, philosophischen Gedankenspielen über die Existenz und Existenzberechtigung ab. Die vielen und sehr detaillierten politischen Erläuterungen hätten dagegen ruhig etwas kürzer ausfallen dürfen, nehmen sie der ansonsten interessanten Hauptstory doch immer wieder etwas den Wind aus den Segeln. Ansonsten ein spannendes und auch kurzweiliges Buch das neugierig auf den Folgeband macht.

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  • Ein philosophischer Science Fiction

    Die Androidin - Auf der Flucht

    mistellor

    13. January 2018 um 19:21

    Ein philosophischer Science Fiction , das war etwas ungewöhnliches für mich. Ich kenne zwar philosophische Abhandlungen von Issac Asimov , aber die waren doch deutlich unterschiedlich sowohl von den Motiven als auch von der Schreibweise.Aber in einem haben sie etwas gemeinsam : Nämlich die Frage, ob Androiden menschliche Rechte einfordern können und ob man sie als eigene menschliche Rassen anerkennen würde.Cassandra Kresnov, eine Soldaten-Androidin, ausgestattet mit übermenschlichen Kräften, kämpft als kommandierende Soldatin in einem Krieg zwischen der "Föderation" und der "Liga",  Sie ist auf absoluten Gehorsam gedrillt, trotzdem stellten sich im Laufe ihres 5-jährigen Soldatendasein in der "Liga" immer mehr Zweifel ein, und sie entwickelt ein eigenes Gewissen. Als dann noch ihre ebenfalls gezüchteten Bio-Techkameraden durch die "Liga" mutwillig getötet werden, flüchtet sie auf einen anderen Planeten.Ihr Leben und ihre Kämpfe dort wird in Band 1 der Androiden-Trilogie beschrieben.Mehr wird hier nicht verraten.Das Buch ist gut und spannend geschrieben. Selbst die manchmal seitenlangen philosophischen Abhandlung sind sehr spannend, weil auch für den Leser nachvollziehbar. Trotzdem muss ich diesem Band einen Stern abziehen,, da sich im Buch viele guten Gedanken doch immer wiederholen und für Längen sorgen.Trotzdem empfehle ich das Buch gerne weiter.Zum einen, weil der Schreibstil wirklich gelungen ist und zum anderen weil die Beschreibung der Zukunft - unserer Zukunft - phantasievoll und sehr kreativ beschrieben ist. Bei diesem Science Fiction kann ich mir gut vorstellen, dass unsere Zukunft möglicherweise so aussehen könnte.Das Buch erhält von mir 4 Sterne.Und ich beginne sofort mit Band 2.  

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  • Ein SF mit philosophischen Fragen über Menschlichkeit, einer ungewöhnlichen Protagonistin- fesselnd

    Die Androidin - Auf der Flucht

    Buchraettin

    16. July 2017 um 07:37

    Zu Beginn des Buches nennt sich Cassandra noch April. Sie ist auf der Suche nach einem Job, liebt Kunst und das Leben auf diesem Planeten. Aber dennoch, welches Geheimnis verbirgt diese Frau- wer oder besser was ist sie wirklich?Ich liebe Bücher, wo ich schon auf den ersten Seite spüre, wie ich mitten hinein tauchen kann, in die Geschichte und die Seiten dahin geflogen sind, wenn ich aufschaue – genau so ein Buch ist dieses hier. Die Geschichte fesselt mich von Anfang an. Ich bin an der Seite von April, wie sie sich zu Beginn noch nennt. Schnell spürt man als Leser, dass sie kein normaler Mensch ist. Was ist sie? Besonders eine Situation auch noch recht zu Beginn des Buches ließ mich den Atem stocken. Ich kann als Leser hier hautnah bei ihr sein, ohne, dass es eine Ich – Erzählung ist und bei dieser Szene spürt der Leser auch den Schmerz und die Emotionen hautnah- das war schon sehr heftig und ein wenig gruselig. Im Laufe der Seiten klärt sich ihre Vergangenheit, auch ihr echter Name und wer sie eigentlich ist. Es folgt ein Teil, den ich etwas lang fand, aber es passte zu Geschichte, es dreht sich hier dann aber viel um Politik dieser Welt. Es ist Buch, das den Leser auch nachdenklich werden lässt. Modifikationen, Veränderungen des menschlichen Körpers, Androiden, Menschlichkeit, Gewissen. Das sind so Stichpunkte, die zum Nachdenken anregen. Wer ist ein Mensch? Welche Rechte hat eine künstliche Intelligenz? Kann so jemand die gleichen Rechte haben wie ein Mensch? Kann es eine künstliche Intelligenz geben, die irgendwann nicht mehr künstlich ist, da sie in der Lage ist, selbständig zu denken und ein Gewissen entwickelt?Das Lesen des Buches war pures Kopf Kino. Es ist sehr vielschichtig, detailliert, spannend und total fesselnd. Es ist der Auftakt einer neuen Reihe und ich bin begeistert und freue mich schon auf das Weiterlesen.Spannend- fesselndes Kopf Kino. Ein SF mit philosophischen Fragen über Menschlichkeit, einer ungewöhnlichen Protagonistin- garantiert einige fesselnde Lesemomente.

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  • Ein toller Auftakt

    Die Androidin - Auf der Flucht

    MagicAllyPrincess

    12. June 2017 um 20:32

    Inhalt Elitesoldatin Cassandra ist eine Androidin, von der Liga einzig dazu gebaut, um gegen die mächtige Föderation zu kämpfen. Doch Cassandra ist anders, an ihr wurde bei ihrer Erschaffung experimentiert, sodass sie Gefühle hat, extrem intelligent und kreativ ist. So beginnt sie den Sinn ihres Lebens immer mehr zu hinterfragen, bekommt Skrupel und flüchtet schließlich inkognito auf den Föderationsplaneten Callay und dort in die gigantische Stadt Tanusha. Doch schon nach kurzer Zeit fliegt ihre Tarnidentität auf und Cassandra muss für sich, ihr Leben und ihren Platz in der Welt einstehen. Meinung: Auf den Auftakt dieser intergalaktischen Reihe habe ich mich unheimlich gefreut, ich war so gespannt darauf, wie sich Cassandra Kresnov in dieser für sie doch gefährlichen Welt behaupten würde. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir ziemlich leicht. Cassandra oder auch Sandy, wie sie von ihrem früheren Team genannt wurde, befindet sich inkognito in Tanusha einer riesigen Stadt auf dem Planeten Callay. Dieser ist unserer Erde, welche auch in der erdachten Welt von Autor Joel Shepherd immer noch existiert, gar nicht so unähnlich. Es gibt auch dort Parks mit Bäumen und Seen, Vorstadtgebiete mit tollen Häusern, sowie eine große Anzahl an Hochhäusern, Bürogebäuden, jede menge Shops, Restaurants, Hotels und allgemein eine gigantische Infrastruktur. Die Autos hingegen fliegen viele Meter über dem Boden, werden größtenteils von Verkehrsleitsystemen gelenkt und die Menschen, die für die Sicherheit des Planeten zuständig sind, sind so weit möglich, modifiziert worden. Eine Kommunikation über Interface ist Alltag, ebenso die Tatsache, dass sich die Menschen via Kabel in ihrem Hinterkopf mit Systemen etc. verbinden können. In dieser aber dennoch recht beschaulichen Umgebung, möchte Sandy nur eines, einen Job finden und ein friedliches, selbstbestimmtes Leben ohne Kämpfe und Gewalt führen. Zunächst scheint ihr Plan aufzugehen. Cassandra hat die besten Aussichten auf einen tollen Job, sie genießt ihre Freiheit, sieht sich die Metropole an, hat Sex mit Männern, unternimmt viele Sightseeing-Touren, verhält sich somit wie eine normale Touristin und fühlt sich dabei auch unheimlich wohl. Doch dann fliegt ihre Tarnidentität auf, gleich mehrere Fraktionen haben aus unterschiedlichen Gründen Interesse an der Androidin. Dabei wird sie nicht wie ein fühlendes Wesen behandelt, sondern nur wie die gefährliche Maschine, die sie zweifelsfrei auch ist. An ihr wird herum experimentiert und jeder will die GI analysieren. Zu Sandy´s Glück, begegnet ihr recht früh im Verlauf der Geschichte SWAT Teamleiterin Vanessa Rice, die Cassandra hingegen jeglicher Vernunft ziemlich nahe kommt und sie somit vor dem sicheren Tod bewahrt. Dank Cassandras übermenschlichen Heilkräften und ihrer gesteigerten Sinneswahrnehmung kämpft sie sich zurück ins Leben. Im Laufe der Zeit wird Vanessa zu Sandys engster Vertrauten, die Chemie zwischen den Frauen ist großartig. So unterschiedlich die Beiden zunächst scheinen, so ähnlich sind sie sich doch in Vielem. Ich bin absolut begeistert von diesem gigantischen Setting, welches so viele hervorragend ausgearbeitete Details in sich birgt. Außerdem hat es mir Sandys Struktur sowie ihre fantastische Art absolut angetan. Joel Shepherd befasst sich sehr ausgiebig mit dem Seelenheil und auch dem komplexen Innenleben seiner Protagonistin. Obwohl Cassandra künstlich erschaffen wurde, hat sie ein ausgeprägtes Empfindungsvermögen, liebt, besitzt ein "echtes" Bewusstsein und hinterfragt ihr Handeln. Sandy unterscheidet sich somit sehr stark von den meisten GI´s. Viele GI´s sind nur Killermaschinen, einige wenige wurden ebenfalls mit weiteren menschlichen Merkmalen ausgestattet, doch Cassandra ist einzigartig und besonders. Ihr Sexualtrieb ist extrem ausgeprägt, dies hat mich zwar nicht gestört, da sich auch daraus zum Teil recht unterhaltsame Szenen ergeben, dennoch ist Sandy manchmal etwas zu stark darauf fokussiert. Nichtsdestotrotz habe ich Cassandra sehr ins Herz geschlossen. Ich mag es unheimlich, wie sie die Welt betrachtet, wie sie fühlt, denkt und wie sie sich gegenüber allen Personen verhält. Auch Vanessa behauptet sich großartig in ihrer Männerdomäne, sodass sich die Beiden stets auf Augenhöhe begegnen. Vanessa hat Pfeffer, ist unglaublich temperamentvoll, stürmisch, wortgewandt und das reinste Energiebündel. Alle Szenen zwischen den Zweien, habe ich daher auch besonders gerne mitverfolgt. Ich habe diese amüsiert und oft schmunzelnd genossen. Schön ist es auch mitzuerleben, wie sehr Beide für den jeweils anderen da sind und wie sich langsam eine tiefe Verbundenheit entwickelt. Auch die Grundstory an sich hat mich vollkommen überzeugt, die Idee dahinter ist spannend, mitreißend und lässt den Leser absolut mitfühlen. Ich finde diese Zukunftssettings allgemein immer herrlich atemberaubend. Auch die politischen Handlungsstränge rund um Tanusha fand ich durchaus faszinierend. Aber, und hier kommt mein größter Kritikpunkt, wurden diese von Joel Shepherd extrem ausführlich und weitschweifend abgehandelt. Dies zieht sich durch den kompletten Roman hindurch, sodass mir des Öfteren der Kopf geraucht hat und ich wirklich wahnsinnig aufpassen musste, um die vielen Informationen zu speichern und zu verinnerlichen. Der Autor ist auch sehr detailverliebt, was bei manchen Handlungssträngen auch wirklich toll ist, doch oft ist es einfach zu viel des Guten. Das Buch an sich ist so großartig, da hätte es diese Ausführlichkeit meist definitiv nicht gebraucht. Außer natürlich bei den Zwischenmenschlichen Handlungen und in Bezug auf Cassandra, hier fand ich es perfekt. Denn so habe ich Sandy, ihre Wesenszüge und sie intensiv kennengelernt.   Trotz der freigiebigen Beschreibungen, wurde ich dennoch im Dunkeln darüber gelassen, wie das Leben im Weltall auf diese Weise möglich wurde. Und wie es dazu kam, dass sich Millionen von der Erde verabschiedet und ein neues Leben auf den diversen Planeten begonnen haben. Außerdem fehlt mir bisher auch noch das Hintergrundwissen, wie es zur Bildung der Fraktionen kam und wann genau die Liga damit begonnen hat, künstliche Personen zu erschaffen. Ich gehe allerdings sehr stark davon aus, dass meine Neugier in den Folgebänden noch gestillt wird, es bleibt also durchaus spannend. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die politischen Ränkespielchen weiter gehen werden und ich auch dazu noch einiges Wissenswerte und Interessante erfahren werde. Allgemein sind Shepherds Figuren sehr vielschichtig, dadurch erhält das Buch viel Tiefgang, was ich unglaublich gerne mag. Auch der Humor kommt nicht zu kurz, besonders lustig ist es oft, wie die "normalen" Menschen auf Sandy reagieren, wie sie vor ihr Respekt und auch Angst haben. Im Laufe der Zeit entwickeln sich die unterschiedlichsten Beziehungen, was ebenfalls toll mitzuverfolgen war. Auch jemand aus Cassandras Vergangenheit spielt eine entscheidende Rolle. Diese neue Welt ist lebendig, immer in Bewegung, laut, bunt, actionreich und absolut einprägsam. Durch die Seitenweisen Erklärungen und langen Monologe zieht sich das Lesen aber auch, sodass man definitiv genügend, am besten freie Tage, zur Verfügung haben sollte, ehe man sich in das Adroidinnen-Abenteuer stürzt.    Fazit:  Mit dem Auftaktband "Die Androidin auf der Flucht" hat Joel Shepherd einen sehr bildgewaltigen und wortgewandten Sience-Fiction-Roman, welcher ein gigantisches Setting beinhaltet, geschrieben, der mit Sicherheit jedes Sci-Fi-Fanherz höher schlagen lässt. Der Fokus der Geschichte liegt ganz klar auf der künstlich erschaffenen Adroidin Cassandra, ihrem Seelenleben sowie ihrer Fähigkeit zu fühlen und bewusst wahrzunehmen, was mir unglaublich gut gefallen hat. Einzig der sehr ausschweifende, detailreiche Erzählstil und die ausgeprägten politischen Machtspielchen, bremsten meinen Lesefluss des Öfteren. Für diese komplexe Handlung sollte man sich definitiv ausreichend Zeit nehmen.

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  • Was für ein Auftakt - Wow!!!

    Die Androidin - Auf der Flucht

    Uwes-Leselounge

    05. June 2017 um 09:26

    Cassandra Kresnov versucht sich mit einer neuen Identität in der Stadt Tanusha ein eigenes Leben als Computerspezialistin aufzubauen. Sie ist wunderschön, sehr selbstbewusst, aber auch verdammt gefährlich. Denn bei Cassandra handelt es sich um eine Androidin und zugleich um eine Elitesoldatin, die nur zu einem Zweck erschaffen wurde, nämlich im interstellaren Krieg zwischen der Föderation und der Liga zu kämpfen. Die Liga, die als reiner Militärstaat aufgebaut ist, hat mit Cassandra ein experimentelles Modell geschaffen, was so nahe an einen Menschen heranreicht, dass man den Unterschied nicht auf den ersten Blick erkennen kann. Cassandras Plan scheint zunächst auch aufzugehen. Sie hat mehrere Bewerbungsgespräche, wohnt in einem schicken Hotel, geht Essen, tanzen und trifft sich mit Männern. Kurzum sie genießt das freie Leben. Allerdings weiß sie nur zu genau, wie trügerisch das Ganze ist. Hat sie doch sämtliche Erinnerungen an den Krieg und die begangenen Gräueltaten in ihrem Speichersystem. So muss sie immer wieder auf der Hut sein vor ihren Feinden. Als die Liga, sie durch FIA Agenten, letztendlich doch ausfindig macht, bleibt Cassandra nur die Flucht. Quer durch die Stadt geht die Jagd und doch entkommt sie ihrem Gegner nicht. Diese Verfolgung bleibt dem CSD, einer Geheimdiensteinrichtung der Föderation, nicht unentdeckt und so wird eine SWAT-Einheit entsandt, um das Ganze zu untersuchen. Dank Leutnant Vanessa Rice und ihrem Team kann der Unterschlupf der FIA und deren Wissenschaftlern lokalisiert und Cassandra schließlich befreit werden. Als wenig später ein Anschlag auf die Präsidentin des Föderationsplaneten Callay durch FIA Agenten verübt wird, bleibt Vanessa und Cassandra nichts anderes übrig, als gemeinsam zu kämpfen, um schlimmeres zu verhindern.Auf dieses Buch war ich so verdammt neugierig und das Warten darauf hat sich wirklich gelohnt. Der Einstieg gelang mir problemlos und so begleitete ich Cassandra auf dem Weg in ein neues Leben, ohne Gewalt und Tod. Schon nach den ersten Seiten war mir klar, dass ich ihrem Charme und ihrer Art völlig verfallen war. Nicht nur das Cassandra, kurz Sandy, einfach gut aussieht und dank ihrer Existenz als Androidin vieles spielend einfach gelingt, nein, sie hat auch einen tollen Humor, welcher oft in Sarkasmus endet. So musste ich bei einigen Dialogen das eine oder andere Mal grinsen. Cassandra, als experimentelle Kampfmaschine von der Liga entwickelt, um im Krieg gegen die Planetenföderation und Alt-Erde zu kämpfen, ist ein voller Erfolg. Ziel war es, die Androiden stärker und erbarmungsloser zu machen, aber doch denkend und fühlend. Doch was passiert, wenn eine künstliche Intelligenz plötzlich Gewissensbisse bekommt und die gestellten Befehle in Frage stellt? Genau dies geschieht, als Sandy von ihren Vorgesetzten bei Dark Star über den Tod ihrer Kameraden belogen wird. Verletzt und wütend beschließt sie deshalb zu desertieren. Obgleich sich Sandy bewusst ist, dass sie künstlich erschaffen wurde und eine Killerin ist, hat sie genauso Gefühle wie ein Mensch. Sie ist einfühlsam, herzlich, freundlich, aber auch zäh und kämpft verbissen für ihre Prinzipien und ihre Freunde. Diese Gefühle und Widersprüche hat Joel Shepherd hier sehr gut zum Ausdruck gebracht und so bangte ich während der ganzen Zeit mit ihr.Ich habe selten so mit einem Protagonisten mitgelitten, wie in diesem Buch. Gerade eine Szene, in der sich Sandy in der Gefangenschaft durch die Wissenschaftler befindet, ließ mir den Atem stocken! Mehr möchte ich nicht sagen, um euch nicht zu spoilern. Aber das war schon krass. Während ihrem Aufenthalt im Krankenhaus und auch nach der Entlassung aus selbigem wird Sandy von der Föderation wie eine Gefangene behandelt. Nur Vanessa, die sie gerettet hat, sieht mehr in ihr als die Anderen. Aber kann man einem Killer, der übermenschliche Kräfte besitzt, schneller und effizienter als jeder Mensch ist, vertrauen?Vanessa Rice, hat mir auch richtig gut gefallen. Sie ist sehr humorvoll, was gerade in Gesprächen mit Sandy richtig toll war, aber auch eine kampferprobte Agentin und Frau, die mutig, einfühlsam und gut ist, in dem was sie tut. Die Freundschaft zwischen den beiden konnte ich gut nachvollziehen und diese passt absolut in die Story.Ebenso die Gestaltung der Orte und der handelnden Personen konnte mich überzeugen. Einzig der sehr hohe politische Anteil war mir etwas zu viel, was die Geschichte das eine oder andere Mal etwas gebremst hat. So dauerte es auch etwas, bis mir die einzelnen Zusammenhänge zwischen der Liga und der Föderation klar wurden.  Nichtsdestotrotz besticht der Trilogieauftakt durch sehr viel Action, Kampfszenen, aber auch durch viel Gefühl, Humor und tollem Sarkasmus.FAZIT: Die Androidin - Auf der Flucht ist eine actionreiche Geschichte, die mit einem tollen Schreibstil, Humor und Sarkasmus bei mir punkten konnte. Allerdings verzettelt sich der Autor, Joel Shepherd, meiner Meinung nach des Öfteren in zu vielen politischen Details. Trotzdem löste die Story bei mir, auch dank der hochentwickelten Technik, sei es durch hochmoderne Waffen oder fliegende Autos und Gleitern, ein wahres Kopfkino aus.Einen kleinen Hinweis zu diesem Buch möchte ich euch noch geben. Durch die bereits erwähnten politischen Geschehnisse und den recht komplexen Aufbau der Welt ist hier ein hohes Maß an Konzentration gefragt, sodass man dieses nicht mal so nebenbei liest. Auf jeden Fall bin ich gespannt, wie es mit Sandy & Vanessa weitergehen wird. Auch sind für mich noch nicht alle Fragen beantwortet, weshalb ich mich schon sehr auf den 2. Band Die Androidin - Zwischen allen Fronten freue.Sehr gute 4 von 5 Nosinggläser

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