Freaks

von Joey Goebel 
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Freaks
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hannipalannis avatar

Überspitzt dargestellte, sehr sympathische Charaktere und die für Goebel typische Ironie schaffen ein tolles Leseerlebnis. Er kann es eben.

swayaways avatar

Wirklich ein spitzen Buch. Nichts ist verhersehbar und die Charaktere sind einzigartig!

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Inhaltsangabe zu "Freaks"

Kann Musik die Welt verbessern? Verhilft ein neuer Sound zu neuem Sinn? Das wohl nicht – höchstens den Musikern. Vor allem wenn es sich um fünf Außenseiter in einer gottverlassenen Kleinstadt handelt, mit denen niemand etwas zu tun haben will. Aber wenn sie Musik machen, setzen sie ihre eigenen Macken unter Strom und verwandeln sie in den Sound ihrer Befreiung. Eine Tragikomödie mit mehr als einem Ende.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257236620
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:208 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:25.09.2007
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.10.2006 bei Diogenes erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    ErinaSchnabus avatar
    ErinaSchnabuvor 2 Jahren
    Freaks.

    "Vincent" ist ja ein hochgelobtes Buch vom Autor Joey Goebel, welches man nicht verpassen darf. So in etwa liest es sich zumindest, wenn man Rezensionen zu diesem Buch liest. Zufälligerweise begegnete mir einst ein anderer Roman des Autors. "Freaks". Ich dachte mir, ich nehme ihn mal mit und führe ihn mir zu Gemüte. Ich habe es aber nicht weit geschafft. Zu Ende konnte ich ihn nicht lesen. Zeit ist schließlich ein kostbares Gut und sollte nur für gute Literatur aufgewendet werden.

    "Freaks" ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Band in Kentucky. Ungewöhnlich, warum? Weil die Mitglieder sehr verschieden und -nunja- ungewöhnlich sind. Ein Literatur-Kenner würde wahrscheinlich sagen, dass Goebel tief in die Klischee-Kiste gegriffen hat.
    Die Mitglieder der Band sind eine nymphomanische 80-jährige Dame; ein niedliches 8-jähriges misanthropisches Mädchen; ein Afroamerikaner, der sich von seinen dreizehn mit Drogen dealenden Brüdern abgrenzen will, indem er den Intellektuellen mimt; eine Prediger-Tochter, mit Hang zum Satanismus im Rollstuhl und ein irakischer Soldat, der im Krieg einen amerikanischen Soldaten verletzt hat und nun auf der Suche nach ihm ist. Diese konstruierten Charaktere entspringen scheinbar einem Autoren-Hirn, was sich dachte: "Hmm, welche Eigenschaften kann ich meinen Charakteren geben, damit sie besonders auffallen, damit ICH besonders auffalle und in der Welt der Literatur provoziere?"
    Mich hat zumindest gar nichts provoziert. Ich fand den Roman inhaltslos, seine Sprache platt, gewollt cool und vulgär. Scheinbar tiefgründige Passagen, geäußert durch den afroamerikanischen Intellektuellen, lasen sich abgedroschen wie all die Charaktere, die sich in dem Roman tummelten.
    Die Kapitel sind jeweils aus anderen Perspektiven geschrieben, jeder "Freak" kommt mal zu Wort. Ich fand diese Erzähltechnik unheimlich nervig, sie wirkte auf mich nicht sinnvoll. Eine auktoriale Perspektive hätte diesen ganzen Bekloppten einen sicheren, geordneten Rahmen gegeben. Diese Perspektivwechselei jedoch wirkte genauso gewürfelt wie die Charaktere selber. Auffallen um jeden Preis scheint das Motto des Autors gewesen sein.

    Das Buch entsorgte ich letztendlich im Müll. Erde zu Erde, Asche zu Asche, Müll zu Müll.

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    The iron butterflys avatar
    The iron butterflyvor 3 Jahren
    Idealismus prallt auf Realismus

    In einer Kentucky Kleinstadt Alltäglichkeit finden sich fünf Außenseiter par excellence und rotten sich zu einer Band, da sie ihr Faible für Musik als gemeinsamen Nenner haben.

    Luster, ein Afroamerikaner, der mit Klischees zu kämpfen hat, wo er steht, wo er sich bewegt. Durch seine philosophische Art wird er ständig als stoned und abgedreht klassifiziert, vor allem da seine Brüder dem afroamerikanischen Dealer-Klischeebild zu 100% entsprechen. Luster hingegen wirkt regelrecht deplaziert, da er ein völlig drogenfreies Intellektuellendasein führt. Nur seine Umwelt ist damit schlicht überfordert, da niemand seine literarischen Anspielungen oder sein kritisches Denken versteht.

    Ray, irakischer Ex-Soldat, der durch seine unbegründet tuntige Art ständig missverstanden wird. Ist er doch auf der Suche nach dem amerikanischen Soldaten, den er im Irakkrieg angeschossen hat und nicht nach einem Partner. Schließlich ist er verheiratet und hat einen Teenie-Sohn. Witzigerweise ist Ray in der Fuquay-Familie der, der am wenigsten arabisch denkt und so steht er bald ohne Frau und Sohn da.

    Opal, mit ihren 80 Jahren keinesfalls der Ruhepol der Freaks, wie sich die Band vor ihrem ersten Auftritt benennt. Sie ist unangepasst aufmüpfig, flucht, trinkt, qualmt und ist sexuell freizügig jederzeit bereit einen Typen flachzulegen. Im Altersheim fällt sie durch ihre Klamotten auf und in ihrer Therapiegruppe belustigt sie sich eher durch Störmanöver, als dass sie sich von irgendwem beeindrucken lassen würde.

    Opal ist Embers Babysitterin. Wobei wir bei Ember wären; die Achtjährige sieht zwar drollig aus, verbirgt aber hinter der Kleinmädchenfassade ihr teuflisches Problemkindsyndrom. Als ungewolltes Kind reicher erfolgreicher Eltern, ist sie ein ungeliebter Störenfried, dem man weder Aufmerksamkeit noch Zuneigung schenkt. Krisensitzungen mit der Lehrerin gehen die Eltern mit einem Urlaub nach Cancun aus dem Weg, wobei Ember Opal überlassen wird.

    Zuletzt Aurora, die wunderschöne, aufreizende Aurora. 19 Jahre, bildhübsch und begehrenswert kämpft sie jeden Tag mit dem Zwiespalt in den ihre optische Wirkung sie stets und ständig katapultiert. Sie lehnt die Geilheit der Männer ab, will nicht auf ihr Geschlecht reduziert werden und landet doch auf Umwegen als Dezembergirl im Pin-up Kalender ihres degenerierten Chefs vom Hühnchengrill.

    Als Drehbuch entstanden, zum Roman umfunktioniert, provoziert Joey Goebel mit Freaks. Er überzeichnet bewusst die Charaktere und ihre Lebensgeschichten, die dem Leser quasi als Gutenachtgeschichte für Ember erzählt werden. Interessant dabei ist, dass ich nicht zwangsläufig Mitleid mit den Außenseitern haben musste oder mit ihnen symphatisieren sollte. Dies erschien mir nicht Goebels Intention zu sein. Auf mich wirkte die Geschichte der Freaks eher als Fingerzeig auf die breite Masse, die so normal erscheinen will und mit ihrer Ignoranz und Verlogenheit das humanoide Übel darstellt. Eine traurige, bitterböse Reflektion unserer Gesellschaft.

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    MarkusDittrichs avatar
    MarkusDittrichvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Bist du fertig, deprimiert, ein Outsider wie er im Buche steht? Sei froh! Lies und du bist nicht allein!
    Rockmusik als Rettung

    Die Freaks, über die Joey Goebel hier schreibt, sind andere, als wir aus dem Gruselfilm-Klassiker von Tod Browning kennen. Keine Zwerge, Mutanten, keine Frauen mit Damenbart, Skelettmenschen, keine düstere Kirmes- oder Zirkusatmosphäre á la "Elefantenmensch". Und doch stehen die Protagonisten in der Tradition der Outsider: Leadsänger Luster, ein Schwarzer jenseits gängiger Black-Music-Klischees, ein durchgeistigter Mann zwischen Heiligkeit und Irrsinn, ständig am Führen von philosophischen Selbstgesprächen; die verrückte alte Opal, dramaturgisch eine direkte Nachfahrin von Maude aus "Harold and Maude"; die superscharf aussehende Pfarrerstochter, Jungfrau, Fake-Behinderte und gelegentliche Satanistin Aurora; die kleine Ember, ein etwa achtjähriges Kind, doch schon so wütend wie eine ganze Horde Anarchos und sehr am Feuerlegen interessiert; schließlich Ray, ein Iraker, der in die USA gekommen ist, um sich bei einem amerikanischen Soldaten zu entschuldigen den er im Krieg angeschossen hat (!). Witzigerweise wird Ray (Raykeem), der einzige Mann mit Frau und Kind, von allen zunächst für schwul gehalten...
    Allein dieses Cast macht den Roman schon zu etwas Besonderem. Der Kniff besteht nun darin, dass genau diese fünf schrägen Typen, Inbegriffe aller Randgruppen in den USA, gegenseitig jeweils die einzigen Menschen sind, die sich ertragen können, die sich zuhören, die Freunde werden. Sie gründen eine Band, damit normalere Menschen ihre Songs hören - und vielleicht irgend etwas kapieren. Der Plot besteht darin, wie sie sich kennen lernen, proben und den Gig vorbereiten - eine Handlung, die bei weniger mutiger Schreibe nicht gerade originell wäre.
    Stilistisch changiert Goebel gekonnt zwischen verschiedenen Stimmen, denn jedes Kapitel wird aus der Ich-Perspektive eines der Fünf, seltener auch einer Nebenfigur (einmal sogar vom lieben Gott persönlich) erzählt und ist mit dem Namen überschrieben. Das klingt sperrig, aber man gewöhnt sich schon auf den ersten Seiten daran. Mehr noch; dadurch erzählt sich vieles besser! Bitterböses wird so zum Brüllen komisch. Zum Beispiel wenn Autora ihren notgeilen Chef narrt, indem sie sich als sexy Behinderte darstellt, oder wenn Opal den Psychologen der Seniorengruppe mit guten Ideen in Verlegenheit bringt, oder wenn Luster einen Polizisten in Metaphysik verwickelt, als der nichtsahnend wegen Lärmbelästigung bei einer Probe der Band auftaucht.
    Fazit: Jeder sollte das Buch lesen: Nicht nur Literaten, nicht nur wer Rockmusik liebt, sondern jeder Freak da draußen, der noch nicht ganz abgestumpft ist!

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    thursdaynexts avatar
    thursdaynextvor 5 Jahren
    Joey Göebel - Freaks

    Joey göbelt wieder in seinem ihm eigenen besonderen Stil den ich schätze obwohl, oder gerade wegen seiner Unflätigkeiten kann ich nicht sagen. Die Protagonisten sind auch brav skizziert, die Hintergrundstories dazu ausreichend umrissen, aber nach Beendigung von Freaks bleibt ......nichts .....
    Gut geschrieben, zynisch unterhaltsam, teilweise komisch/traurig bleibt es blass, flach.
    Andererseits gibt es Sätze wie diesen:
    ...."Wenn du mit einem realen Menschen zusammensein und dessen Wesenskern spüren willst, musst du mit ihm allein sein. Jedes weiter Paar Augen und Ohren verwässert nur nur diesen Wesenskern. Wenn du mit zwei deiner besten Freunde essen gehst, wirst du nicht mit zwei vollständigen Personen unterwegs sein, und sie werden sich nicht so offen benehmen, wie sie es täten, wenn sie mit dir allein wären. Bist du mit einem Freund oder einer Freundin auf einer großen Party, erlebst du nur einen Bruchteil seiner oder ihrer wahren Persönlichkeit....."

    Zwiegespaltene 3 - 4 Sterne und das Gefühl, dass diesem Buch dennoch irgendetwas fehlt, was ich momentan nicht benennen kann.


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    Stefan83s avatar
    Stefan83vor 6 Jahren
    Goebels Freakshow

    Ursprünglich als Drehbuch konzipiert (für das sich kein Produzent finden lassen wollte), erzählt „Freaks“ die Geschichte einer mehr als ungewöhnlichen Band aus Kentucky – schrille, schräge und vielleicht auch leicht verrückte Außenseiter der Gesellschaft, deren absurdes Treiben allerorten auf Ablehnung stößt und die trotzdem den Traum vom großen Gig nicht begraben wollen.

    Joey Goebel, als neue Entdeckung der amerikanischen Literatur gefeiert. Ein Name, der bereits in einem Atemzug mit John Irving, Thomas Pynchon oder John Updike genannt wird. Vorschusslorbeeren, wohlwollende Kritiken und begeistertes Feedback aus dem Freundeskreis. Es fiel mir ein bisschen schwer, die Lektüre von „Freaks“ wie üblich vorurteilsfrei in Angriff zu nehmen, derart hoch waren die Erwartungen an diesen so kleinen, dünnen Roman. Und letztlich muss man sagen: Dem „Erfolgsdruck“ konnte die Geschichte zwischen den Buchdeckeln nicht ganz standhalten, wenngleich dies nicht nur dem Autor, sondern manchmal schlichtweg meinem eigenen Geschmack anzulasten ist. Fakt ist: „Freaks“ fällt in die Kategorie absurd-komischer Unterhaltungsroman mit Anspruch, welche mir persönlich zur sehr an der Albernheit vorbeischrammt, um ernst genommen zu werden. Die vier Hauptfiguren sind, wiewohl ich Goebels Gedanken und Intentionen hinter ihrer Zeichnung verstehe, einfach zu extrem geraten, wirken schlichtweg zu abgedreht. Die Botschaft hat es in diesem Gewitter von Schenkelklopfern schwer zutage zu treten, was auch dem hohen Erzähltempo zugrunde liegt.

    Goebel springt nicht nur von Schauplatz zu Schauplatz, sondern wechselt zudem stets aufs Neue die Perspektiven. Hier erkennt man sofort den filmischen Aspekt, die ursprünglich für die Leinwand erdachte Funktion der einzelnen, schnellen Schnitte. In Papierform funktioniert das jedoch nur bedingt, da die „Episoden“ einfach zu kurz sind, um einen näheren Draht zu den Figuren herstellen zu können. Desweiteren nötigt das Verhalten der Hauptprotagonisten dem Leser ein hohes Maß an Toleranz ab. Soll heißen: Man sollte eventuell schon selbst ein bisschen „freaky“ sein, wenn man an diesem Quintett seine ungetrübte Freude haben will. Wo der ein oder andere sich also über das lustige Treiben amüsiert, will der etwas gesetztere, ernster durchs Leben gehende Leser vielleicht den betreffenden Witzbold einfach nur an die Wand klatschen. Besonderes hinsichtlich der 8-jährigen Göre Ember traf dies auf mich gleich mehrfach zu. Und auch die notgeile Altersheiminsassin Opal gehört eindeutig in die Kategorie: „Kann man mögen, muss man aber ganz sicher nicht.“

    Kurzum: „Freaks“ ist Geschmacks- und Gewöhnungssache. Wer unbelastet an das Werk herangeht, das Maßband locker hält, wird sicher seine Freude an dem Buch finden. Der Witz sorgt, trotz starker Tendenzen Richtung Klamauk, für einige, gute Lacher. Auch die bitterböse Satire schimmert besonders gegen Ende deutlich durch und gibt dem abgedrehten Treiben zuvor eine gewisse Berechtigung. Dennoch merkt man dem Buch deutlich an, dass sich Goebel hier noch in einer „Testphase“ und am Anfang seiner Schriftstellerkarriere befand.

    Insgesamt ein amüsantes, gewitztes und manchmal auch anrührendes Büchlein von knapp 200 Seiten, das sich einige Durchhänger und Verschrobenheiten zu viel erlaubt, um ganz oben in meiner Bestenliste zu landen. Ganz sicher aber eine Empfehlung für Freunde des Holzhammer-Humors und poppiger New-Hippie-Literatur, die sich jedoch nicht gänzlich auf das RTL2-Niveau hinab begeben wollen.

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    Weeklywonderworlds avatar
    Weeklywonderworldvor 6 Jahren
    Rezension zu "Freaks" von Joey Goebel

    *INHALT:*
    Kann Musik die Welt verbessern? Verhilft ein neuer Sound zu neuem Sinn? Das wohl nicht – höchstens den Musikern. Vor allem wenn es sich um fünf Außenseiter in einer gottverlassenen Kleinstadt handelt, mit denen niemand etwas zu tun haben will. Aber wenn sie Musik machen, setzen sie ihre eigenen Macken unter Strom und verwandeln sie in den Sound ihrer Befreiung. Eine Tragikomödie mit mehr als einem Ende.(Quelle : Lovelybooks)

    *FAZIT:*

    "Freaks" ist wirklich eine ganz andere Musik-Story, die man sonst gewohnt ist.
    Solche Skurile, Lustige und auf anhieb Sympathische Charaktere hat man selten gelesen.
    Sehr schön und berührend erzählt.

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    amazingbookworlds avatar
    amazingbookworldvor 7 Jahren
    Rezension zu "Freaks" von Joey Goebel

    *Inhalt:* Fünf Menschen, die außergewöhnlicher nicht sein könnten gründen eine Rockband. Sie nennen sich selbst "The Freaks" und Außenstehende können das nur berichtigen: Die fünf Außenseiter passen eigentlich gar nicht zusammen. Da wäre zum einen Luster, ein Afroamerikaner mit komischer Frisur. Er führt gerne mal Selbstgespräche im Bus und ist sehr poetisch veranlagt. Aurora ist 19, sitzt im Rollstuhl und bezeichnet sich selbst als Satanisten. Dann wäre da noch Opal, eine 80-Jährige, die auf junge Typen steht und auch im hohen Alter noch die Sau rauslässt. Sie sittet gelegentlich die 8-Jährige Ember, die sich erwachsener aufführt als sie eigentlich ist. Wenn sie als süß bezeichnet wird, kann sie auch gerne mal sehr sauer werden. Und zu guter Letzt Ray, ein irakischer Ex-Soldat, der in Amerika denjenigen Menschen finden will, den er im Golfkrieg angeschossen hat.

    *Meinung:* "Freaks" ist für mich ein Meisterwerk, ein Buch das schon nach wenigen Seiten zu meinen Lieblingen gehört hat.
    Das Buch ist nicht nur extrem witzig, komisch und ironisch, sondern zeigt auch unterschwellig, wie Außenseiter in der Gesellschaft behandelt werden. Die fünf Hauptpersonen werden richtig gut dargestellt: Jeder einzelne hat seinen eigenen, unverwechselbaren Charakter. Man liest einen Satz und weiß schon, wer von den Fünf ihn ausgesprochen haben muss. Sie, genau wie auch die Nebencharakter, sind einfach perfekt ausgefeilt.
    Das Buch zeigt immer wieder die Sichtweisen von jeder Hauptperson und Nebenperson. Beispielsweise wird eine Szene aus Sicht von einem Kellner und aus Sicht der Hauptpesonen beschrieben. Das macht die ganze Geschichte umso interessanter.
    Was soll ich noch zu "Freaks" sagen? Wer auf Rock n Roll, auf Heavy Metal, auf Menschen, die etwas anders sind und auch schwarzen Humor steht, der kann mit "Freaks" gar nichts falsch machen.

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    Dupsivor 7 Jahren
    Rezension zu "Freaks" von Joey Goebel

    Fünf Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
    Und doch haben sie eines gemeinsam, die Gesellschaft scgaut mit scheelem Bliick auf sie.
    "Freaks" ist die Geschichte, wie diese fünf Menschen sich finden. Wie sie Freunde werden und gemeinsam ihren Traum leben. Eine Band gründen und gemeinsam auftreten.

    Eine achtzigjährige Frau, die lieber Sex-Pistols-Shirts und Lederklamotten trägt, als Blümchenschürzen anzuziehen.
    Ein achtjähriges Mädchen, das seinen Eltern egal ist.
    Ein Iraner, der nach Amerika gekommen ist, um sich bei dem Soldaten zu entschuldigen, den er im Golfkrieg angeschossen hat.
    Ein wortgewandter Schwarzer, der den Eindruck macht, ständig unter Drogen zu stehen, obwohl er nüchterner nicht sein könnte.
    Eine neunzehnjährige Schönheit, die im Rollstuhl sitzt.

    Diese fünf Hauptcharaktere sind liebevoll gezeichnet. bei jedem Perspektivwechsel hat man den Eindruck, dass ein neuer Autor schreibt. Die Vielfältigkeit des Autors hat mich überrascht und begeistert. Ein unglaubliches Buch, dass sich um zwei Themen dreht, die mir sehr am Herzen liegen: Musik und Freundschaft.

    Ein Buch, dass man lesen sollte. Einfach toll!

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    einMalTees avatar
    einMalTeevor 7 Jahren
    Rezension zu "Freaks" von Joey Goebel

    Was oder wer ist normal?
    Eine schwere oder gar nicht erst zu beantwortende Frage. Es sind vielleicht viele verschiedene Eigenschaften, die eine große Mengen an Menschen teilen, aber so richtig normal ist niemand. Jeder ist individuell.
    Und doch sind die fünf Charaktere aus Joey Goebels Roman „Freaks“ ein bisschen individueller. Ray, Aurora, Ember, Opal und Luster sind alles etwas schräge Vögel, die zueinander gefunden haben und wohl eine der außergewöhnlichsten Freundeskreise bilden. Denn Ember ist acht Jahre und Opal einundachtzig. Aurora ist bildhübsch, aber immer wieder auf komischen Trips, Luster ist ein etwas weltfremder Hobbyphilosoph und Ray ist in die USA gegangen, um den Soldaten zu finden, den er im Krieg mal angeschossen hat. Es ist vorstellbar, dass wenn alle fünf aufeinander treffen nur etwas Schrägen bei herauskommen kann.
    Abwegig ist es nicht, aber zusammen musizieren sie. Was dabei herauskommt ist ein Mix aus Power-Pop, New Wave, Heavy Metal und Punk Rock. Alles in allem eine eher seltsame Musikrichtung. Als sie endlich einen Raum zum regelmäßigen Proben gefunden haben, gehen die Vorbereitungen zum ersten öffentlichen Konzert los.
    Parallel sind die Alltagsschwierigkeiten und Probleme der einzelnen Musiker nachzulesen, die mal lustig, stirnrunzelnd und auch erstaunlich sind, doch völlig abwegig sind sie nie. Diese unscheinbare Nähe zur Realität ist große Stärke des kurzen Romans. Viel um Musik geht es gar nicht, sondern eher um die Bewältigung des Alltages, wenn er aus den Fugen gerät.
    Der junge Autor Joey Goebel trennt hervorragend zwischen den Erzählperspektiven, die alle zusammen die interessante Handlung ergeben. Besonders anspruchsvoll ist es nicht. Viel mehr ist es angenehme und kurzweilige Unterhaltung, etwas für zwischendurch, aber nicht schlecht.

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    Marlischens avatar
    Marlischenvor 7 Jahren
    Rezension zu "Freaks" von Joey Goebel

    Freaks - eine Rockhymne auf das Anderssein. "Worauf sollen wir trinken, kleine Ember?" - "Auf Vaginas!" Ember ist 8, sieht zuckersüß aus, ihre Seele ist schwarz wie die Nacht. Sie hasst alles und jeden, außer ihre Bandmitglieder:
    * Opal - eine 80jährige Heimbewohnerin, mit einer Vorliebe für die Sex Pistols und jungen Männern
    * Luster - ein Afroamerikaner mit großen Träumen und der Tendenz zu Selbstgesprächen
    * Aurora - eine bildhübsche Jungsatanisten, die mehr oder weniger im Rollstuhl sitzt
    * Ray - ein irakischer Ex-Soldat, der gar nicht so männlich ausschaut, wie er eigentlich ist.

    Diese 5 Menschen verbindet vor allem eines: Ihre Liebe zur Rockmusik. Sie gründen eine Band - die Freaks - und setzen alles daran, berühmt zu werden. Wie werden die Menschen wohl bei ihrem ersten Auftritt reagieren? Werden die Freaks berühmte Rockstars?

    Die Genialität dieses Romans besteht in seiner Multiperspektivität - ein Kapitel wird von verschiedenen Protagonisten beleuchtet - manchmal aber auch von "Nebendarstellern", wie einem Gast im Restaurant, der Lehrerin in der Schule... Goebel spielt mit der Innensicht der Personen selbst und der Außensicht auf diese. Hier ist dieser Aspekt besonders spannend, da unsere Protagonisten solche Personen sind, die sich von der Masse abheben, einfach anders sind. Diesen genialen GEschichten-Eintopf würzt Goebel mit einer richtigen Prise Humor und fertig ist das Lesevergnügen der anderen Art!

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