Joey Goebel Ich gegen Osborne

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Inhaltsangabe zu „Ich gegen Osborne“ von Joey Goebel

Er ist ein Unikat in einer Welt, in der sich jeder durch Originalität abheben will. Er ist als Einziger erwachsen in einer Welt mit kindischen Spielregeln. Und der Einzige, der sich noch nach etwas sehnt und auch dafür kämpft: der Schüler James Weinbach. Mit ›Ich gegen Osborne‹ zieht Joey Goebel der amerikanischen Partygesellschaft den Stecker!

Feiert den Individualismus! Feiert die 90er! Feiert Teenie-Pickel & Highschool-Außenseiter! Ein grandioses Buch, ein wunderbarer Anti-Held!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Das ganze Elend des Teenagerdaseins - melancholisch, glaubwürdig und gut erzählt.

— Hamlets_Erbin

Gesellschaftskritik, die die Gesellschaftskritik selbst kritisiert - ein wahres Meisterstück!

— Lesedetektiv

Wow! Ich bin so dankbar, dass es Bücher wie dieses gibt! Es hat mich zutiefst berührt und betroffen!

— Hazel93

Ein toller Roman über einen misanthropisch veranlagten Außenseiter und einer unerwarteten Wendung der Dinge. Unbedingt lesen!

— BluevanMeer

Hätte teils noch überspitzter + satirischer sein können. Ansonsten: Klasse und vor allem zu Herzen gehend. Gut, dass es solche Bücher gibt!

— loveisfriendship

"Ich gegen Osborne" ist ein überzeichneter Roman über eine postmodere - amerikanische Jungendgesellschaft. Joey Goebel gehört gelesen!

— Nespavanje

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  • Joey Goebel | ICH GEGEN OSBORNE

    Ich gegen Osborne

    Bookster_HRO

    26. September 2017 um 15:10

    INHALT: Nette Geschichte über James Weinbach, einen Schüler der Osborne Highschool in Kentucky, der aus lauter Frust gegen die Oberflächlichkeit seiner Mitschüler rebelliert indem er ihnen nimmt, was ihnen am wichtigsten scheint – den Abschlussball. FAZIT: Joey Goebel hatte vor zehn Jahren mit FRAKS und VINCENT grandiose Romane vorgelegt, die ich jedem nur empfehlen kann. Meine Erwartungen waren also dementsprechend hoch, konnten aber leider nicht erfüllt werden. Goebel blickt aus Erwachsenensicht auf die Highschool-Zeit, der Roman jedoch bleibt ein Jugendroman. Mit sechzehn hätte ich das Buch wohl sehr gemocht, konnte ich doch einige Parallelen zwischen mir und dem (Anti-)Helden Weinbach erkennen, aber jetzt, zwanzig Jahre später, erwachsen und gemäßigt, ließ mich das ganze Tamtam um Party und Sex und Wer-mit-wem nur noch kalt – jetzt hab ich andere Probleme. Eine Handvoll schlauer Sätze und ein paar Lacher, mehr war da für mich nicht zu holen – Zwei Sterne. *** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***

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  • Die Qualen der Adoleszenz

    Ich gegen Osborne

    Hamlets_Erbin

    02. September 2016 um 14:52

    "Doch mit siebzehn hatte ich bereits begriffen, dass man mindestens siebzig Prozent seines Lebens damit zubringt, Sachen zu machen, die man lieber nicht machen würde." (S.9) Der Ich-Erzähler, James Weinbach, lässt uns an einem Tag, genauer gesagt, an einem Schultag seines Lebens teilhaben. Und wie könnte es für einen 17jährigen anders sein: seine Gedanken drehen sich vor allem um das Mädchen, in das er verliebt ist, und um seine allgemeine Abscheu vor Schule & Altersgenossen. Denn James ist anders. Er wirkt fast ein wenig wie aus der Zeit gefallen. Er trägt Anzüge & ist ausgesprochen höflich, verachtet die Musik, die sich allgemeiner Beliebtheit erfreut, unterhält fast freundschaftliche Beziehungen zu seinen Lehrern und scheint der omnipräsenten Sexualisierung der Gesellschaft nichts abgewinnen zu können. Doch wie jeder andere Teenager versteckt auch er sich lediglich hinter einer Fassade und ist im Grunde voller Unsicherheiten, Zweifel und Depressionen. Der Roman, der nach Schulstunden gegliedert ist, rekapituliert das ganze Elend des Teenagerdaseins: Da tobt die Gerüchteküche, da wird Individualität gesucht & sich nach Gemeinschaft gesehnt, da schwankt man zwischen Menschenliebe und Verachtung und da will man so gern verstanden werden, schafft es aber nur in wenigen Momenten, sich wirklich mitzuteilen. Sprachlich holpert die Erzählung hin und wieder, und vielleicht wären ein paar Kürzungen von Vorteil gewesen, aber abgesehen davon ist der Roman überaus gelungen. "Wenn Sie Ihre Mitschüler für gemein halten, warten Sie ab, bis Sie erleben, wozu Erwachsene fähig sind." (S.172)

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  • Rezension: Ich gegen Osborne von Joey Goebel

    Ich gegen Osborne

    Lesedetektiv

    06. March 2016 um 21:15

    Inhalt Ein ganz normaler Schultag. Doch der schüchterne James hat Stress an seiner Highschool Osborne: Er, der im Anzug seines gerade verstorbenen Vaters in die Schule geht, scheint der einzige verantwortungsbewusste Heranwachsende in einer haltlosen, sexbesessenen Gesellschaft zu sein. Er kann seine Mitschüler nicht ausstehen (was auf Gegenseitigkeit beruht), die cool sein wollen und doch nur gefühllos und vulgär sind und sich gegenseitig drangsalieren. Und nun scheint auch noch seine Angebetete, Chloe, die so tickt wie er, während der Ferien in Florida ihre weibliche Seite entdeckt zu haben – und das nicht zu knapp. Notgedrungen nimmt James den Kampf auf: Ich gegen Osborne! Nicht nur gegen den Direktor, den er mit seinem Wissen um dessen Sex-Eskapade mit einer Schülerin erpresst, sondern gegen die ganze Highschool. Der »Outsider der Outsider« beschließt, die Schule so aufzumischen wie noch nie ein Schüler vor ihm. Meine Meinung Gelegentlich habe ich gehört und gelesen, die Cover des Diogenes Verlags seien eintönig und gleich. Dem kann ich mich ganz und gar nicht anschließen. Vielmehr wirken sie alle sehr künstlerisch und Kunst hängt für mich immer mit Selbstausdruck zusammen. Ist das nicht auch Literatur? Eine Form des Selbstausdruckes? Der Minimalismus der Diogenes-Cover beschränkt das Leser-Auge damit auf das Wesentliche und lässt viel mehr Platz für Interpretationen offen! Ein großes Lob für die großartigen Cover an den Diogenes Verlag, der sich selbst treu bleibt! Wo ich mich aber nun leidenschaftlich über das Cover ausgelassen habe, komme ich mal zum eigentlichen Buch.  Gesellschaftskritisch ist wohl ein Wort, das den Schwerpunkt dieses Werkes bezeichnet. Aber eigentlich ist "Ich gegen Osborne" so viel mehr als bloß die kritische Auseinandersetzung mit der Gesellschaft.  Das gesamte Setting der Highschool lässt sich als eine Metapher auf die Gesellschaft verstehen, in der moralische Grundsätze längst nicht mehr so wichtig sind wie früher. Schnelligkeit, Flüchtigkeit und ganz besonders Sexualität spielen eine große Rolle.  Der Protagonist James Weinbach ist ein sehr ungewohnter Charakter, der seine Umwelt genau beobachtet und sich selbst als vollkommen fremd zwischen seinen Mitmenschen fühlt. Er erscheint als eine Art Überbleibsel der alten Zeit; Moral und guter Umgang sind für ihn das höchste Gut. So erlebt der Leser einen Tag aus der Sicht des "Außenseiters der Außenseiter" an der Highschool in einer Welt, von der er ebenso angewidert ist, wie sie ihm gegenüber feindlich gesinnt scheint.  Doch wo der Leser zu Anfang nur Sympathien mit James hegen kann, wird über die 512 Seiten langsam klar, dass auch James' Beschreibungen nicht allzu objektiv sind. Dem Leser wird deutlich, dass Goebel die Welt durch zwei Extreme beschreibt: das Extrem der Gesellschaft und das Extrem des Andersartigen. So beschäftigt sich "Ich gegen Osborne" implizit mit Themen wie Toleranz, Akzeptanz und der Frage, wie man mit dem Wandel der Zeit (und damit der Gesellschaft) umgehen sollte. Und genau diese Zweigeteiltheit macht diesen Roman zu einem fantastischen Leseerlebnis, das stark in Erinnerung bleibt. Fazit "Ich gegen Osborne" äußert Gesellschaftskritik auf sehr ungewöhnliche Art und Weise, indem sowohl direkt Schnelligkeit und Oberflächlichkeit angesprochen werden, als auch stark durch den eigentümlichen Protagonisten auf die Seite der "Ausgestoßenen" kritisch eingegangen wird. Das macht dieses Werk zu einer witzigen, tiefgründigen und damit lang anhaltenden Leseerfahrung. Euch hat die Rezension gefallen? Dann schaut doch mal auf meinem Blog vorbei: http://lesedetektiv.blogspot.de/ Ich freu mich über neue Lesedetektive :)

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  • Die große dumme Hurerei

    Ich gegen Osborne

    Nespavanje

    22. November 2014 um 14:41

    Die Springbreaks sind für James Weinbach nichts weiter als ein weiteres Indiz für die dumme große Hurerei, der sich seine Mitschüler nur zu gern hingeben. Der Siebzehnjährige ist einer von vielen Schülern der Osborne High. James unterscheidet sich von seinen Mitschülern nicht nur Äußerlich, in dem er in der Schule Anzug und Krawatte trägt, und dadurch nicht nur beinahe wie ein Dandy der 50er Jahre wirkt, sondern auch durch seine eher misanthropischen und gesellschaftspessimistischen Einstellungen. Aus reinem Pflichtgefühl heraus ist er höflich und er bedient sich keiner Gangstersprache. Ohne dass er wirklich in die Streber oder Freak Schublade passt, ist er selbst unter den Außenseitern ein eigenartiger Sonderling. Die Einzige, der er sich angetan fühlt ist Chloe. Und anders als James, hatte sie Spaß in den Ferien. Mehr Spaß als es James junge Persönlichkeit eigentlich ertragen kann. Die Geschichte beginnt an einem eigentlich normalen Schultag um 7:47 und endet am selben Tag um 15:34 Uhr. Der Beginn des Tages läutet das vorläufige Ende der scheinbar endlosen Party ein. Doch die nächste ist nicht fern: der Abschlussball an der Osborne Senior Highschool. In einem Beitrag über " Ich gegen Osborne", in einer renommierten Zeitung war von der Dreieinigkeit aus Sex, Suff und Strand in Amerika die Rede, als es um das Frühjahrspektakel, besser bekannt unter der Bezeichnung Spring Break, ging und treffender kann man wohl diese Ausschweifungen nicht beschreiben. 14 Tage Dauergeil, auf der Suche nach dem nächsten Vollrausch oder der nächsten sexuellen Ausschweifungen scheint es für den modernen Jugendlichen nichts Erstrebenswerteres mehr zu geben. Klischee trifft auf Klischee möchte man meinen, und so überzeichnet Joey Goebel die Gesellschaft und setzt ihr einen mindestens genauso überzeichneten Charakter vor. Unweigerlich hab ich mich ständig gefragt: War das bei mir auch so? Ist das jetzt tatsächlich (=zumindest für pubertäre Schüler) das Maß aller Dinge?" In überspitzter Art und Weise führt er viele Ideale und Prioritäten dieser Gesellschaft ad absurdum und dekonstruiert gekonnt den Wahnsinn, der uns mittlerweile nahezu normal erscheint. „Die dumme große Hurerei“ nennt es James und man begleitet nun diesen jungen Mann, knappe 8 Stunden lang durch einen für ihn eigentlich alltäglichen Schultag, und erlebt eine emotionale Achterbahn der Gefühle, wie man sie eben als junger Mensch in diesem Ausmaß anscheinend ständig ausgesetzt ist. „Ich gegen Osborne“ ist der vierte Roman des erst 32-jährigen Schriftstellers, aber mein erster den ich gelesen habe. Kritiker vergleichen nun diesen künftigen Klassiker des Coming out of Age, mit dem Fänger in Roggen. Ich persönlich fand Salingers wohl berühmtestes Werk als lahm und überholt, weswegen mir dieser Vergleich nicht sonderlich gut gefällt, und mir wiederrum die Kritik einbrachte: „Du bist zu alt um diesen Adoleszenzroman zu verstehen. Deine Jugendzeit ist zu lange her.“ Falsch gedacht! Egal ob Klassiker oder moderne Gegenwartsliteratur, gerade die Pubertät die Goebel nicht zu Unrecht mit Satan vergleicht (Zitat aus dem Roman: „Satan, dein Name ist Pubertät.“), ist für den Jugendlichen der sie erlebt aber auch für den Erwachsenen kein Honiglecken. Hier trennt sich meiner Meinung nach auch das Lesepublikum von Goebel. Auf der einen Seite, die armen Teufel, die gerade die Pubertät am eigenen Körper und Geist durchleben und auf der anderen Seite der Erwachsene, der manchmal zu nostalgisch in die eigene Jugendzeit zurückblickt. Ich würde es sehr begrüßen, wenn neben Salingers Werk auch jenes von Goebel in der Schule besprochen wird. Ganz sicher ist, dass es nicht der letzte Roman ist, den ich von Joey Goebel lesen werde und höchstwahrscheinlich werden wir von diesem wirklich talentierten Schriftsteller, bald etwas Neues lesen. Derweil vertreibe ich mir die Zeit mit „Heartland“.

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  • Leserunde zu "Mrs Dalloway" von Virginia Woolf

    Mrs Dalloway

    aba

    Ich freue mich, die nächste Leserunde zu der LovelyBooks Klassiker Zeitreise eröffnen zu dürfen. Mit "Mrs Dalloway" von Virginia Woolf geht es weiter. Zur Ausgabe Mit seinen kühnen Sprüngen in die Bewusstseinsströme der Protagonisten zählt "Mrs Dalloway" längst zu den Klassikern der Moderne. Ob erotische Phantasien beim Einkauf in der Stadt, ob Todesängste oder die Erinnerung an alte Träume – was den Roman so einzigartig macht, ist Virginia Woolfs wacher Sinn für die Brüchigkeit unserer Existenz. Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK. Über Virginia Woolf Virginia Woolf, am 25. Januar 1882 in London geboren, wuchs im großbürgerlichen Milieu des viktorianischen England auf. Ihr Leben lang litt sie unter wiederkehrenden psychischen Krisen. 1912 heiratete sie Leonard Woolf; zusammen gründeten sie 1917 den Verlag "The Hogarth Press". Ihr Haus war ein Zentrum der intellektuellen "Bloomsbury Group". Am 28. März 1941 nahm Virginia Woolf sich unter dem Eindruck der Verwüstungen des Zweiten Weltkrieges und erneut bedroht von einer Verdunkelung ihres Gemüts das Leben. Zusammen mit den S. Fischer Verlagen lade ich euch zu einer Leserunde zu diesem Klassiker ein. Für die Leserunde werden vom Verlag 10 Freiexemplare zur Verfügung gestellt. Diese werden unter den Interessenten verlost. Ihr könnt aber auch mit euren eigenen Exemplaren teilnehmen oder solche bei den Fischer Verlagen erwerben, wenn ihr diese Leserunde auf keinen Fall verpassen möchtet. Wer ein Exemplar gewinnen möchte, antwortet bitte bis zum 28.06.2013 auf folgende Frage: "Clarissa Dalloway führt ein großes Haus im vornehmen Londoner Stadtteil Westminster. Eine ihrer glänzenden Soireen soll an einem Junitag des Jahres 1923 stattfinden. Der Ablauf dieses einen Tages bildet die Gegenwart des Romans, in die Clarissa durch die Stundenschläge des Big Ben immer wieder zurückgeholt wird." Ein Roman an einem einzigen Tag. Kennt ihr noch einen Roman, der an nur einem Tag spielt (oder in einer Nacht)? Mir fällt natürlich "Ulysses" ein, der übrigens als Inspiration für "Mrs Dalloway" gedient hat. Ich bin gespannt auf eure Antworten. Vielleicht sind da auch wieder neue Lesetipps! Eine Bitte: Benutzt die Spoilerfunktion für eure Bewerbungen nicht. Danke! Wichtig: Im Gewinnfall verpflichten sich die Teilnehmer der Leserunde, innerhalb von ca. vier Wochen zum Austausch in allen Abschnitten sowie zum Schreiben einer Rezension.

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    • 363
  • Über das Erwachsenwerden

    Ich gegen Osborne

    winter-chill

    14. February 2014 um 20:58

    Wie schon in „Vincent“ stellt Goebel in seinem neuesten Werk „Ich gegen Osborne“ wieder einen Außenseiter ins Zentrum des Geschehens. Goebel beschreibt in seinem Roman einen Schultag im Leben des Zwölftklässlers James Weinbach. James ist anders als die anderen Schüler, ein Sonderling. Er trägt gerne Anzüge, will Schriftsteller werden, begegnet seinen Mitmenschen mit ausgesprochener Höflichkeit und hört nicht Pop oder Hip-Hop sondern Jazz. Mit den meisten seiner Mitschüler kann er nichts anfangen, zu oberflächlich sind sie ihm, zu sehr auf Party, Sex und Drogen versessen. Nach dem Spring Break möchte James endlich Chloe, in die er verliebt ist, um ein Date fragen. Doch sie scheint sich in den Ferien verändert zu haben. Und generell wird nach diesem ersten Schultag nach den Ferien in James´ Leben nichts mehr so sein wie zuvor. Mir hat der Roman recht gut gefallen, vor allem der Aufbau hat mich fasziniert. Goebel kritisiert in seinem Roman zunächst in erster Linie die amerikanische Party- und Spaßgesellschaft. James dient ihm sozusagen als Gegenpool, als der einzige Vernünftige in einer hedonistischen Welt ohne Moral, Anstand und Klasse. Allerdings kreiert Goebel dann eine Wendung, die auch James´ Verhalten als nicht ganz korrekt entlarvt. Ein wunderbares Buch über das Erwachsenwerden, das uns vielleicht auch ein wenig lehrt, dass man nicht allzu kritisch auf andere herabsehen sollte, dass man erst versuchen sollte hinter die Maske eines Menschen zu blicken.

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  • Osborne .

    Ich gegen Osborne

    Piinquin_x3

    22. August 2013 um 17:28

    Das Buch hat mich richtig fasziniert. Auf seine eigene Art und Weise. Auch meine Klassenkameradinnen, welche das Buch bisher gelesen haben, waren von dem Buch nicht enttäuscht; Im Gegenteil. Ich finde es hebt sich mit seiner Einzigartigkeit ab. James ist tatsächlich ein Unikat. Eines, welches man wohl nicht so schnell wieder findet. Die Idee dahinter, darauf muss man erst einmal kommen. Ein Junge welcher immer mit dem Anzug herumläuft, sich von allen abhebt und bereits spürt, dass sich etwas verändern wird. Auch wenn die Geschichte nur an einem einzigen Tag spielt, wird es nicht langweilig. Die Wortgefechte, die Art und Weise des Protagonisten ... Keine Langeweile. Ich wollte immer und immer weiter lesen :) Selbst wenn ich zugeben muss, dass James nicht nur toll war. Ab und an sogar nervend. Doch am Schluss, war es genau anders. Dass James mir lieber wurde & Chloe konnte ich gar nicht mehr ab :) Wobei ich sie von Anfang an nicht so mochte ... Jedenfalls; Ein sehr guter Roman! Schulalltag einmal anders!

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  • Das wird garantiert ein moderner Klassiker

    Ich gegen Osborne

    Textverliebt

    13. August 2013 um 15:55

    Old School vs. New School James Weinbach ist ein wahrer Gentleman und macht der Alten Schule alle Ehre. Er trägt liebend gerne die Anzüge seines Vaters und ergötzt sich an sanften Jazzklängen. James Weinbach ist allerdings auch 17, besucht die Highschool, ist ein Außenseiter und lebt in einer Zeit, in der seine Mitschüler exzessiv zu dröhnenden Rap-Bässen die Hüften schwingen. Während er den Spring Break zu Hause auf der Beerdigung seines Vaters verbringt, nutzen die anderen die Ferien zum Drogenkonsum, Feiern und Ausleben ihrer neu entdeckten Sexualität. James verachtet seine Mitschüler für ihre Ignoranz und muss erschrocken feststellen, dass sich auch die von James verehrte Chloe im Spring Break in Panama City Beach den profanen Dingen des Teenagerlebens hingegeben hat. “Dannon schien ein wirklich netter Kerl zu sein, doch sein ganzes Auftreten und Erscheinungsbild waren cool, und ich hegte unwillkürlich ein heftiges Misstrauen gegen alles Coole.” – Seite 113 – Als James am ersten Tag nach den Osterferien, nur wenige Tage nach dem Tod seines Vaters, an die Schule zurückkehrt, ahnt er nicht, dass alle seine Mitschüler am Ende des Tages seinen Namen kennen werden. Bis es so weit ist, ist er allerdings ein unscheinbarer Teil eines Universums, dem er nur mit Verachtung entgegnen kann. Die Banalitäten und Oberflächlichkeiten des täglichen Lebens sowie die Gruppenbildung machen ihm derart zu schaffen, dass es nicht lange dauert und er sich als Reaktion auf eine vernichtende Textkritik vollkommen ausrastet und auf seine ganz persönliche Weise mit jedem Schüler abrechnet. Er ahnt nicht, dass er mit seiner gewaltfreien Revolution nicht nur unzählige Schüler ins Unglück stürzt, sondern auch einigen Gleichgesinnten den schönsten Tag ihres Lebens beschert. An der Osborne High wird nichts mehr so sein wie zuvor… Ein Tag im Leben des James Weinbach, Schriftsteller Joey Goebel erzählt einen Tag an der Highschool aus dem Leben des Außenseiters James Weinbach. James möchte sich verzweifelt von seinen Mitschülern abheben, da er jegliche gemeinsame Basis negiert. Seine Mitschüler versuchen alles, um sich in einer Gruppe ihrer Wahl zu integrieren – unter anderem bei den Cheerleadern, den Nerds oder den Coolen –, um der eigenen Unsicherheit einen Schutzschild zu bieten und die Tage an der Highschool unbeschadet zu überstehen. James hingegen verweigert sich dieser zwanghaften Integration, trotzdem muss er sich im Gegensatz zu vielen anderen Teenagern nur rudimentär mit dem Thema Mobbing befassen. Vielmehr begegnet James seiner Umwelt mit viel Arroganz, Verachtung und teilweise auch der von ihm so häufig kritisierten Ignoranz. “Doch sie alle sahen glücklich aus. Sie alle saßen nicht allein in ihrem Auto. Gemeinsam nickten sie rhythmisch mit den Köpfen. Mit einer Hand schnippten sie Zigarettenasche aus dem Fenster, und die andere Hand lag auf ihrem Freund oder ihrer Freundin. Sie berührten einander, weil es für sie ganz natürlich war.” – Seite 431 – Während Joey Goebel die Geschichte von dem ambitionierten und kritischen Schriftsteller James erzählt, erweckt er einen Sonderling mit Ecken und Kanten zum Leben. Ebendieses gibt er ihm auch als Herausforderung mit auf den Weg. Joey Goebel beschreibt einen Außenseiter, der sich eben nicht anpassen will, da er sich nicht mit den Oberflächlichkeiten seiner Umwelt auseinandersetzen möchte – doch genau dieser begegnet er mit unzähligen Vorurteilen. Der Tag des James Weinbach, der zwischendurch wie ein alter knorriger Mann im Körper eines Jugendlichen erscheint, wird mit jeder Menge Scharfsinn, Ironie und Humor erzählt. Ein Roman, der die Klischees der Highschool, aber auch des Lebens, der Außenseiter sowie des Mainstreams nicht besser erzählen könnte.

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  • Ich gegen Osborne

    Ich gegen Osborne

    LestUmZuLeben

    30. March 2013 um 16:48

    Dies war mein erstes Buch, das ich von Joey Goebel gelesen habe und ich muss sagen: Weitere werden folgen! James Weinbach unterscheidet sich in jeder Situation von seinen Mitschülern. Er kämpft mit dem Schulalltag und versucht seine Mitschüler einigermassen zu ertragen. Nach den Spring Break möchte er seine Flamme, Chloe, fragen, ob sie mit ihm ausgehen wolle. Doch alles hat sich verändert. Chloe hat neue Schuhe und war in Panama City, ein beliebter Ferienort für Jugendliche. Sie scheint sich total verändert zu haben. Als wäre das nicht schon genug, wird sein Text in der Unterrichtsstunde "Kreatives Schreiben" von den meisten Mitschülern kritisiert. Es scheint alles immer nur noch schlimmer zu werden, doch bald bietet sich James eine Gelegenheit, es seinen Mitschülern heimzuzahlen..... Das Buch ist wahnsinnig witzig geschrieben, praktisch auf jeder Seite gibt es etwas zu lachen. Auch mag ich den sarkastisch-zynischen Ton von Goebel sehr gern. Zuerst hatte ich die Befürchtung, es könnte vielleicht etwas langweilig werden, da das Buch nur an einem Schultag spielt. Doch nein, es war immer unterhaltsam, lustig und spannend.

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  • Ich gegen Osborne

    Ich gegen Osborne

    murmel

    18. March 2013 um 22:04

    Hauptakteur ist der Individualist und leicht schräge James Weinbach, Anzugträger, seit ein paar Tagen Halbwaise, Jazzmusikhörer, Gentleman. James Weinbach beschreibt den Kosmos in seiner Highschool, die Beliebten, die Freaks, die Außenseiter, ehemalige Bekannte und Freunde. Und dies tut er mit einer Abscheu, sie ist grandios. Er ist verliebt in Chloe. Sie ist ebenfalls etwas eigen, entdeckt allerdings über den Spring Break, dass sie eigentlich auch nur "dazu gehören" möchte. Sie wendet sich ab, zu den coolen Kids, die coolen Kids, die James so sehr hasst, dass er ihnen den Abschlussball versaut und damit eine Lawine von Ereignissen lostritt, die er selber nicht für möglich gehalten hätte. Vier lange Jahre Wartezeit auf ein neues Buch von Joey Goebel und es ist wieder großartig geworden. Dies ist der "Schul"roman, den ich mir in meiner Jugend gewünsch hätte, oder jemanden wie James Weinbach, der allen mal die Meinung geigt. Klar, er ist teilweise schon ein Arschloch, aber Joey Goebel verleiht ihm eine grandiose Sprache. Wie immer, dieser Mann kann einfach schreiben. Hoffentlich dauert das nächste Buch nicht wieder vier Jahre...

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