Johan Harstad

 3.6 Sterne bei 30 Bewertungen
Autor von Darlah, Max, Mischa und die Tet-Offensive und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Johan Harstad

Norwegischer Kultautor: Johan Harstad wurde 1979 in Stavanger, Norwegen, geboren. Er studierte an der Universität Trondheim Literaturwissenschaft und ist heute als freier Schriftsteller tätig.

Beim skandinavischen Verlag Gyldendal erschien 2000 die Anthologie „Postboks 6860“, in der auch erste Texte Harstads enthalten waren. Sein erstes eigenes Werk erschien ein Jahr später, die Kurzgeschichtensammlung „Herfra blir du bare eldre“ (dt.„Von hier an wirst du nur älter“).

Der erste Roman Harstads erschien schließlich 2005, „Buzz Aldrin, hvor ble det av deg i alt mylderet?“, der im darauffolgenden Jahr unter dem Titel „Buzz Aldrin, wo warst du in all dem Durcheinander?“ auch auf Deutsch erschien. Der Roman gilt in Norwegen mittlerweile als Kultbuch und wird hoch gelobt.

Die Werke des Autors werden in mehrere Sprachen übersetzt und begeistern neben den norwegischen Lesern auch die Fans in Deutschland, Dänemark, Spanien und anderen Ländern.

Neben dem Schreiben ist Johan Harstad auch als Grafik-Designer tätig und designt sogar die Umschläge seiner eigenen Bücher. Harstad lebt und arbeitet in Oslo.

Neue Bücher

Max, Mischa und die Tet-Offensive

 (6)
Neu erschienen am 26.03.2019 als Hardcover bei Rowohlt.

Alle Bücher von Johan Harstad

Darlah

Darlah

 (16)
Erschienen am 01.03.2010
Max, Mischa und die Tet-Offensive

Max, Mischa und die Tet-Offensive

 (6)
Erschienen am 26.03.2019
172 Hours on the Moon

172 Hours on the Moon

 (4)
Erschienen am 21.05.2013

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Johan Harstad

Neu

Rezension zu "Max, Mischa und die Tet-Offensive" von Johan Harstad

Lohnt es sich?
TanyBeevor 2 Monaten

Die wichtigste Information vorweg: Dieses Buch hat 1242 Seiten. Da fragt man sich doch: Lohnt es sich? Doch nur mit ja oder nein lässt sich diese Frage nicht beantworten.


Fangen wir mit der Story an: Max Hansen wächst in Norwegen auf, als er 13 ist wandert er mit seiner Familie in die USA aus. Er ist 1977 geboren und besessen von allem, was mit dem Vietnam Krieg zu tun hat, vor allem von dem Film Apokalypse Now. Wir begleiten Max durch sein Leben bis ins Jahr 2012. Und es gibt noch einen zweiten Handlungsstrang, in dem wir vom Leben von Owen erfahren. Aber darüber möchte ich noch nicht zu viel verraten, nur so viel: Der Vietnam Krieg spielt auch hier eine Rolle und Owen ist mein heimlicher Held des Buches.


Es geht auch ganz viel um Kunst und um die Hingabe an die Kunst. Max wird Theaterregisseur, Mischa ist Malerin, Owen Musiker. Ich finde es immer sehr faszinierend von Menschen zu lesen, die so in der Kunst aufgehen, die gar nicht anders können, als so zu leben.
Jeder New York Liebhaber wird mit diesem Buch sehr glücklich sein. Es spielt auf Long Island und in Manhattan. Und es lässt den Leser Einblick nehmen in Orte, die Touristen sonst eher nicht zu sehen kriegen. Ich habe mich ein bisschen in Fire Island und das Apthorp Gebäude verliebt (da sollte man unbedingt Bilder im Internet anschauen, wenn man im Buch soweit ist!!).


 Der Autor Johan Harstad ist ein großer Sprachkünstler. Er schreibt Sätze, die über zwei Seiten gehen und einen geradezu hypnotisieren. Er erschafft wunderbare Figuren und Szenen. Doch jetzt kommt mein aber: er macht es dem Leser nicht gerade leicht. Ich kann nicht sagen, dass ich alle der 1242 Seiten gleich gern gelesen habe. Manche Stellen sind doch recht langatmig. Und wenn man den Roman gelesen hat und Max bei seinen Gedankengängen über das Theater gefolgt ist, dann kommt der Verdacht auf, dass das sogar so gewollt ist! Wer das Buch anfängt, wird relativ schnell verstehen, was ich meine, denn gleich zu Beginn kommt ein solcher Abschnitt. (Keine Sorge, es wird besser!)


Ich denke, mit ein paar Seiten weniger hätte das Buch eine größere Wucht und Eindringlichkeit gehabt.


Trotzdem ist es ein wunderbares Buch mit großartigen Szenen. Wer vor der Seitenanzahl nicht zurückschreckt, dem kann ich es nur empfehlen. Und um auf die Frage vom Anfang zurückzukommen: ja, es lohnt sich, aber man braucht ein bisschen Durchhaltevermögen.

Kommentare: 7
12
Teilen

Rezension zu "Darlah" von Johan Harstad

Für Fans der SciFi der 70er & 80er
pelznasevor 6 Jahren

“Darlah” habe ich zum ersten Mal zufällig in einer Buchhandlung entdeckt. Das Cover sprach mich sofort an (ich liebe Blau ), der Inhalt klang ebenfalls interessant, zumal ich schon immer ein Faible für Science Fiction hatte und außerdem ist es ja mal etwas anderes als die vielen Vampire und Werwölfe. Ich habe “Darlah” damals nicht gekauft, aber losgelassen hat es mich dann doch nicht.  Nun habe ich es gelesen und kann sagen, dass es den Kauf dieses Buches lohnt. Wie gesagt sollte man aber schon etwas für Science Fiction übrig haben und außerdem eine Vorliebe für Jugendbücher, denn in diesen Bereich würde ich “Darlah” zweifellos einsortieren. Immerhin sind die drei Hauptcharaktere ja auch Jugendliche: der 17jähre Antoine aus Paris, die 16jährige Mia aus Norwegen und die 15jährige Midori aus Japan.
“Darlah” nimmt sich weite Teile der ersten Buchhälfte Zeit, die jungen Protagonisten an den Leser zu bringen, sie zu beschreiben, ihr Wesen deutlich zu machen und ihre Lebensumstände zu schildern. Das mag nun viel klingen, da die Drei aber nun nicht gerade 0815-Kids sind, sondern allesamt jeder für sich einen sehr speziellen und oft eigenwilligen Charakter, ausgefallene Hobbys und auch sehr genaue Vorstellungen von ihrer Zukunft haben, hat es mir sehr viel Spaß gemacht, sie kennenzulernen. Dabei geht es interessant und unterhaltsam zu, so dass Langeweile keine Chance hat.  Zudem habe ich die Vorbereitungen der Drei auf den Mondflug mit Spannung und Interesse verfolgt.
Dass dieser Mondflug unter keinem guten Stern steht, das wird aber auch schon in der ersten Hälfte deutlich, so dass ich schon hier sehr neugierig darauf war, was die drei jungen Astronauten erwarten würde. Vor allem auch deshalb, weil hier bereits mal der Begriff “Area51″ fällt und jeder, der einen Hauch Interesse an Alien-Theorien aufbringt, leckt bei diesem Wort alleine schon Blut. So geht es mir jedenfalls immer wieder.
Dass die Expedition gefährlich werden würde, wird vor allem deshalb klar, weil die Geschichte nicht nur bei den Kids spielt, sondern u.A. auch bei einem Altersheim-Bewohner, der einst in “Area51″ gearbeitet hat. Und so senil er anfangs ist, als er im TV von der Mondreise erfährt, ist er sofort wieder klar im Kopf und sieht das Unheil kommen.
Allerdings muss ich auch sagen, dass das Buch sicher auch ohne diesen Herrn Himmelfarb ausgekommen wäre. Nach dem Klappentext nahm ich an, er würde eine größere Rolle spielen, eben auch wenn die drei Jugendlichen auf dem Mond sind, aber das stimmt nicht. Da hätte man Herrn Himmelfarbs Theorien auch jemandem von der NASA oder aus der Regierung überlassen können, denn im Endeffekt bringt Herr Himmelfarb dem Leser nichts außer der Ahnung, dass bei der Mondreise Böses geschehen wird. Das hätte auch ein anderer Charakter übernehmen können.
Den zweiten Teil des Buches nimmt dann die Mondfahrt und das Geschehen auf dem Mond ein. Mir haben die Schilderungen der Reise und der Mondlandschaft und die Beschreibung von “Darlah2″ prima gefallen. Interessant und spannend. Erfreulicherweise hat Johan Harstad ein gesundes Mittelmaß dafür gefunden, denn ich bin ja bekanntlich kein Fan ewig langer, beschreibender Parts in einem Buch. “Darlah” trifft da genau meinen Geschmack.
Und Harstad hält sich auch nicht mit großen Vorreden auf. Dass auf dem Mond etwas nicht stimmt, das merken die drei Kids und die übrige Besatzung sehr schnell und ebenso schnell werden die Ereignisse zur echten Bedrohung.
Die Bedrohung an sich…nun ja, ich finde sie klasse, obwohl sie nicht besonders innovativ ist. Doch Harstad schreibt in seinem Nachwort ja auch, “Darlah” sei ein Gruß an die Sci-Fi-Filme und -Bücher, mit denen er aufgewachsen ist, so in den 70er-, 80er-Jahren. Genau in diesem Stil bewegt sich “Darlah” eben auch, mich hat es ebenfalls an die Filme aus meiner Kinder- und Jugendzeit erinnert. Wunderbar oldschool. Hat man damals solche Filme angeschaut, dann zaubert “Darlah” einem sofort die passenden Bilder von damals wieder vor Augen.

Auch “Darlah” habe ich in zwei Tagen ausgelesen, ebenfalls während ich krank war, weshalb ich denke, dass ich sonst wohl einen oder zwei Tage länger gebraucht hätte, 411 Seiten sind ja kein Pappenspiel. Jedenfalls lässt sich “Darlah” gut und leicht lesen. Mehrere schwarz-weiß Bilder von Teilen der Geschichte alle paar Seiten lockern zusätzlich auf. Was mir aber aufgefallen ist, das sind einige Rechtschreibfehler und einmal wurde sogar ein ganzer Name vertauscht. Da geht es in dem Absatz um Mia und dann steht da plötzlich “Midori”, da bin ich schon ins Stolpern gekommen.

Gesichter oder Teile davon als Covermotiv sind ja gerade schwer angesagt, möglicherweise hat auch “Darlah” deshalb ein solches Motiv. Ein rot leuchtendes Auge wird man in der Geschichte jedenfalls vergeblich suchen, daher hätte ich mir hier eher ein anderes Motiv gewünscht, die Story hätte einige Ideen hergegeben. Ein Hingucker ist dieses rote Auge aber auf jeden Fall, bei mir hat das ja auch gewirkt.
In der rückwärtigen Klappe der Broschur findet man ein paar Infos zum Autoren und zur Übersetzerin.

Fazit:   Mir hat “Darlah” sehr gut gefallen, ich fand es interessant und spannend. Daran sieht man auch, dass es nicht nur ein Buch für Jugendliche ist, denn aus dem Alter bin ich längst heraus. Ich mag nur eben Jugend-Bücher ganz besonders. Wer Gefallen an den Sci-Fi-Filmen und Büchern der 70er- und 80er-Jahre gefunden hat, sollte “Darlah” lesen.

Kommentieren0
1
Teilen

Rezension zu "Darlah" von Johan Harstad

Rezension zu "Darlah" von Johan Harstad
amazingbookworldvor 7 Jahren

Inhalt: Mit einer gigantischen, internationalen Werbekampagne lost die NASA drei Jugendliche aus, die zum Mond fliegen dürfen: Mia aus Norwegen, Antoine aus Frankreich und Midori aus Japan. Eine Weltkarriere winkt, doch nur für die, die auch zurückkehren...

Meinung: Normalerweise lese ich keine Bücher, die mit Raumfahrt, NASA oder sonstigem Science-Fiction zu tun haben. Doch nachdem ich den Klappentext des Buches gelesen habe, musste ich mir das Buch näher anschauen. Und es hat sich in jedem Fall gelohnt. Man muss nicht unbedingt Weltraum-Geschichten lieben (ich z.B. hasse Starwars etc.) um dieses Buch zu lieben. Es kommen zwar einige Fachbegriffe vor, aber es hält sich im Rahmen und alles wird gut erklärt.

Zur Story: Die Erste Hälfte des Buches spielt sich noch auf der Erde ab, die drei Hauptcharaktere werden näher erläutert und man erfährt wie die Jugendlichen ihr Leben zuvor gelebt haben. Die zweite Hälfte finden auf dem Mond statt. War die erste Hälfte bisher noch etwas unspektakulärer, wird es in der zweiten auf jeden Fall spannend und unheimlich ohne Ende. Der Satz auf dem Cover des Buches trifft es einfach 100%ig: >"Unheimlich ist dieses Buch, schrecklich unheimlich" - Aftenposten<
Wobei das Ende dann aber wieder Geschmackssache ist. Viele werden es zu komisch finden, ich fand es perfekt. Und einfach total gruselig. Das hat dieses Buch für mich wirklich besonders gemacht.

Kommentieren0
5
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Zusätzliche Informationen

Johan Harstad wurde am 10. Februar 1979 in Stavanger (Norwegen) geboren.

Johan Harstad im Netz:

Community-Statistik

in 76 Bibliotheken

auf 22 Wunschlisten

von 6 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks