Johan Harstad Darlah

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Inhaltsangabe zu „Darlah“ von Johan Harstad

Tausende Jugendliche aus aller Welt bewerben sich bei der NASA. Beim ersten bemannten Flug zum Mond seit 1976 sollen drei ganz normale Jugendliche die Berufsastronauten begleiten – ein Marketinggag, um Sponsoren anzulocken. Mia aus Norwegen ist eine der Auserwählten. Zusammen mit Midori aus Tokio und Antoine aus Paris fliegt sie zur Mondbasis Darlah 2, nicht ahnend, was sie dort erwartet. Der Einzige auf der Erde, der weiß, dass diese Expedition das Ende von allem sein kann, ist ein ehemaliger Angehöriger der US-Army – ein an Alzheimer erkrankter alter Mann, dem niemand Glauben schenkt.
* Ausgezeichnet mit dem Brage-Preis, dem renommiertesten norwegischen Literaturpreis

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  • Für Fans der SciFi der 70er & 80er

    Darlah

    pelznase

    25. March 2013 um 19:52

    “Darlah” habe ich zum ersten Mal zufällig in einer Buchhandlung entdeckt. Das Cover sprach mich sofort an (ich liebe Blau ), der Inhalt klang ebenfalls interessant, zumal ich schon immer ein Faible für Science Fiction hatte und außerdem ist es ja mal etwas anderes als die vielen Vampire und Werwölfe. Ich habe “Darlah” damals nicht gekauft, aber losgelassen hat es mich dann doch nicht.  Nun habe ich es gelesen und kann sagen, dass es den Kauf dieses Buches lohnt. Wie gesagt sollte man aber schon etwas für Science Fiction übrig haben und außerdem eine Vorliebe für Jugendbücher, denn in diesen Bereich würde ich “Darlah” zweifellos einsortieren. Immerhin sind die drei Hauptcharaktere ja auch Jugendliche: der 17jähre Antoine aus Paris, die 16jährige Mia aus Norwegen und die 15jährige Midori aus Japan. “Darlah” nimmt sich weite Teile der ersten Buchhälfte Zeit, die jungen Protagonisten an den Leser zu bringen, sie zu beschreiben, ihr Wesen deutlich zu machen und ihre Lebensumstände zu schildern. Das mag nun viel klingen, da die Drei aber nun nicht gerade 0815-Kids sind, sondern allesamt jeder für sich einen sehr speziellen und oft eigenwilligen Charakter, ausgefallene Hobbys und auch sehr genaue Vorstellungen von ihrer Zukunft haben, hat es mir sehr viel Spaß gemacht, sie kennenzulernen. Dabei geht es interessant und unterhaltsam zu, so dass Langeweile keine Chance hat.  Zudem habe ich die Vorbereitungen der Drei auf den Mondflug mit Spannung und Interesse verfolgt. Dass dieser Mondflug unter keinem guten Stern steht, das wird aber auch schon in der ersten Hälfte deutlich, so dass ich schon hier sehr neugierig darauf war, was die drei jungen Astronauten erwarten würde. Vor allem auch deshalb, weil hier bereits mal der Begriff “Area51″ fällt und jeder, der einen Hauch Interesse an Alien-Theorien aufbringt, leckt bei diesem Wort alleine schon Blut. So geht es mir jedenfalls immer wieder. Dass die Expedition gefährlich werden würde, wird vor allem deshalb klar, weil die Geschichte nicht nur bei den Kids spielt, sondern u.A. auch bei einem Altersheim-Bewohner, der einst in “Area51″ gearbeitet hat. Und so senil er anfangs ist, als er im TV von der Mondreise erfährt, ist er sofort wieder klar im Kopf und sieht das Unheil kommen. Allerdings muss ich auch sagen, dass das Buch sicher auch ohne diesen Herrn Himmelfarb ausgekommen wäre. Nach dem Klappentext nahm ich an, er würde eine größere Rolle spielen, eben auch wenn die drei Jugendlichen auf dem Mond sind, aber das stimmt nicht. Da hätte man Herrn Himmelfarbs Theorien auch jemandem von der NASA oder aus der Regierung überlassen können, denn im Endeffekt bringt Herr Himmelfarb dem Leser nichts außer der Ahnung, dass bei der Mondreise Böses geschehen wird. Das hätte auch ein anderer Charakter übernehmen können. Den zweiten Teil des Buches nimmt dann die Mondfahrt und das Geschehen auf dem Mond ein. Mir haben die Schilderungen der Reise und der Mondlandschaft und die Beschreibung von “Darlah2″ prima gefallen. Interessant und spannend. Erfreulicherweise hat Johan Harstad ein gesundes Mittelmaß dafür gefunden, denn ich bin ja bekanntlich kein Fan ewig langer, beschreibender Parts in einem Buch. “Darlah” trifft da genau meinen Geschmack. Und Harstad hält sich auch nicht mit großen Vorreden auf. Dass auf dem Mond etwas nicht stimmt, das merken die drei Kids und die übrige Besatzung sehr schnell und ebenso schnell werden die Ereignisse zur echten Bedrohung. Die Bedrohung an sich…nun ja, ich finde sie klasse, obwohl sie nicht besonders innovativ ist. Doch Harstad schreibt in seinem Nachwort ja auch, “Darlah” sei ein Gruß an die Sci-Fi-Filme und -Bücher, mit denen er aufgewachsen ist, so in den 70er-, 80er-Jahren. Genau in diesem Stil bewegt sich “Darlah” eben auch, mich hat es ebenfalls an die Filme aus meiner Kinder- und Jugendzeit erinnert. Wunderbar oldschool. Hat man damals solche Filme angeschaut, dann zaubert “Darlah” einem sofort die passenden Bilder von damals wieder vor Augen. Auch “Darlah” habe ich in zwei Tagen ausgelesen, ebenfalls während ich krank war, weshalb ich denke, dass ich sonst wohl einen oder zwei Tage länger gebraucht hätte, 411 Seiten sind ja kein Pappenspiel. Jedenfalls lässt sich “Darlah” gut und leicht lesen. Mehrere schwarz-weiß Bilder von Teilen der Geschichte alle paar Seiten lockern zusätzlich auf. Was mir aber aufgefallen ist, das sind einige Rechtschreibfehler und einmal wurde sogar ein ganzer Name vertauscht. Da geht es in dem Absatz um Mia und dann steht da plötzlich “Midori”, da bin ich schon ins Stolpern gekommen. Gesichter oder Teile davon als Covermotiv sind ja gerade schwer angesagt, möglicherweise hat auch “Darlah” deshalb ein solches Motiv. Ein rot leuchtendes Auge wird man in der Geschichte jedenfalls vergeblich suchen, daher hätte ich mir hier eher ein anderes Motiv gewünscht, die Story hätte einige Ideen hergegeben. Ein Hingucker ist dieses rote Auge aber auf jeden Fall, bei mir hat das ja auch gewirkt. In der rückwärtigen Klappe der Broschur findet man ein paar Infos zum Autoren und zur Übersetzerin. Fazit:   Mir hat “Darlah” sehr gut gefallen, ich fand es interessant und spannend. Daran sieht man auch, dass es nicht nur ein Buch für Jugendliche ist, denn aus dem Alter bin ich längst heraus. Ich mag nur eben Jugend-Bücher ganz besonders. Wer Gefallen an den Sci-Fi-Filmen und Büchern der 70er- und 80er-Jahre gefunden hat, sollte “Darlah” lesen.

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  • Rezension zu "Darlah" von Johan Harstad

    Darlah

    amazingbookworld

    01. July 2012 um 22:42

    Inhalt: Mit einer gigantischen, internationalen Werbekampagne lost die NASA drei Jugendliche aus, die zum Mond fliegen dürfen: Mia aus Norwegen, Antoine aus Frankreich und Midori aus Japan. Eine Weltkarriere winkt, doch nur für die, die auch zurückkehren... Meinung: Normalerweise lese ich keine Bücher, die mit Raumfahrt, NASA oder sonstigem Science-Fiction zu tun haben. Doch nachdem ich den Klappentext des Buches gelesen habe, musste ich mir das Buch näher anschauen. Und es hat sich in jedem Fall gelohnt. Man muss nicht unbedingt Weltraum-Geschichten lieben (ich z.B. hasse Starwars etc.) um dieses Buch zu lieben. Es kommen zwar einige Fachbegriffe vor, aber es hält sich im Rahmen und alles wird gut erklärt. Zur Story: Die Erste Hälfte des Buches spielt sich noch auf der Erde ab, die drei Hauptcharaktere werden näher erläutert und man erfährt wie die Jugendlichen ihr Leben zuvor gelebt haben. Die zweite Hälfte finden auf dem Mond statt. War die erste Hälfte bisher noch etwas unspektakulärer, wird es in der zweiten auf jeden Fall spannend und unheimlich ohne Ende. Der Satz auf dem Cover des Buches trifft es einfach 100%ig: >"Unheimlich ist dieses Buch, schrecklich unheimlich" - Aftenposten< Wobei das Ende dann aber wieder Geschmackssache ist. Viele werden es zu komisch finden, ich fand es perfekt. Und einfach total gruselig. Das hat dieses Buch für mich wirklich besonders gemacht.

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  • Rezension zu "Darlah" von Johan Harstad

    Darlah

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. January 2011 um 14:17

    Darlah: Rezension Inhalt: Die NASA möchte eine Expedition zum Mond durchführen, zu der ihr allerdings das Geld fehlt. Um Sponsoren zu finden werden drei Jugendliche aus der ganzen Welt ausgelost, die an der Expedition teilnehmen sollen. Die drei Gewinner sind Mia aus Norwegen, Antoine aus Frankreich und Midori aus Japan. Antoine möchte weg von seiner Exfreundin und Midori von ihren Eltern und aus Japan. Nur Mia hat eigentlich überhaupt keine Lust zu der Expedition, wird aber von ihren Eltern dazu überredet. Doch als sie in der Mondbasis Darlah 2 ankommen, müssen sie entsetzt feststellen, dass sie nicht allein sind… Bewertung: Darlah hat mir sehr gut gefallen. Es ist eines von den Büchern, die dadurch fesseln, dass sie sich Zeit nehmen ihre Geschichte zu erzählen und ihre Charaktere aufzubauen, ohne dabei zu früh zu viel zu verraten. Die Sprache, die Johan Harstad verwendet, erscheint auf den ersten Seiten etwas kindlich und flapsig, doch ich konnte mich schnell mit dem ein wenig von der Umgangssprache beeinflussten Stil anfreunden. Wie schon erwähnt nimmt sich das Buch viel Zeit, um seine Charaktere einzuführen und aufzubauen. Die Erwachsenen sind zwar etwas eindimensional, dafür wirken Mia, Midori und Antoine umso lebendiger. Mia ist eine junge, musikbegeisterte Norwegerin, die in einer Punkband spielt. Sie ist unangepasst und hat eine eigene Meinung, was sie mir sehr sympathisch macht. Midori will den engen sozialen Konventionen ihres Heimatlandes entfliehen und sieht die Mondreise als Chance dazu. Antoine wurde von seiner Freundin Simone verlassen und möchte jetzt so weit weg von ihr wie nur irgend möglich. Etwas das mir an Darlah sofort aufgefallen ist, sind die vielen Verweise auf Filme, Bücher und Musik. Mia hört immer wieder die Band „Talking Heads“, ihre eigene Band heißt „Rouge Squardon“, der Name kommt aus „irgendeinem Science Fiction-Film, der in den 70ern bekannt war" (Krieg der Sterne). Das berühmte Zitat „Im Weltall hört dich niemand schreien.“ Aus dem Film „Alien“ taucht in leicht abgewandelter Form auf und die Geschehnisse auf dem Mond erinnern an den einen oder anderen bekannten Slasherfilm. Auf viel Blut wird jedoch verzichtet. Fazit: Darlah ist ein Buch, dass mit den Erwartungen seiner Leser spielt, überrascht und fesselt. Ich würde es jedem ans Herz legen, der Lust auf einen guten Thriller hat.

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  • Rezension zu "Darlah" von Johan Harstad

    Darlah

    Leserrezension2010

    20. August 2010 um 16:21

    A72 Darlah von Johan Harstad Kategorie: Allgemein Was würdest du tun, wenn du die Möglichkeit hättest, auf den Mond zu fliegen? Würdest du die Chance nutzen und als einer der wenigen Menschen so weit von der Erde ein paar Tage leben? Oder würdest du zu viel Angst haben und einfach zuhause bei Familie und Freunden bleiben? Das sind Fragen, die man sich immer wieder stellt, während man dieses Buch liest. Beantworten können sie wahrscheinlich die wenigsten, aber schließlich werden wir auch nicht vor einen derartige Entscheidung gestellt, die unser ganzes restliches Leben verändern könnte. Ganz im Gegensatz zu Mia, Midori und Antoine. Die drei Jugendlichen haben alle, ob freiwillig oder nicht, bei einem Preisausschreiben der NASA mitgemacht und gewonnen: Sie dürfen gemeinsam mit erfahrenen Astronauten zum Mond fliegen. Die Entscheidung fällt allen schwer, doch am Ende entscheiden sich, wenn auch aus verschiedenen Gründen, alle für die Mondexpedition. Nach monatelangem Trainieren und Üben geht es endlich los, doch schon bald wird den Jugendlichen klar, dass sie doch lieber zuhause geblieben wären. „Unheimlich ist dieses Buch, schrecklich unheimlich.“, so beschreibt eine norwegische Zeitung den Roman „Darlah“ und genau so geht es wahrscheinlich jedem Leser. Schon ab dem ersten Kapitel, in dem mit schwarzen Strichen der Name des Doktors unsichtbar gemacht wird, weiß man, dass etwas an der Expedition nicht stimmt und die Mitreisenden jede Menge Probleme bekommen werden. Die weitere Geschichte verläuft im Vergleich zur späteren Handlung zwar eher unspektakulär, man erfährt aber in wechselnder Sichtweise viel über die drei ausgelosten Jugendlichen, wie sie zum Preisauschreiben kommen und welche Gründe sie letztendlich zur Teilnahme bewegen. Ebenfalls unheimlich in diesem Teil der Geschichte ist allerdings die Beschreibung eines alten Mannes, der im Altenheim lebt und dort immer wieder im Fernsehen Berichte über die bevorstehende Mondexpedition sieht. Schon bald wird klar, dass der Kranke etwas darüber und von der großen Gefahr der Reise weiß, er kann allerdings niemanden davon erzählen. Auch als die ersten Astronauten auf dem Mond den Tod finden, von dessen Umständen der Leser mehr weiß, als die restlichen Besatzungsmitglieder, kann man immer noch nur erahnen, was wirklich passiert ist und ist selbst dann wahrscheinlich auf der falschen Spur. Besonders überrascht hat mich das Ende des Buches: Wenn man den Ausgang des Buches schon zu wissen glaubt, kommt es auf den letzten zehn Seiten noch zu einer plötzlichen und unerwarteten Wendung. Ebenfalls überrascht war ich über die für ein Jugendbuch zahlreichen Bilder, die man im Roman findet. Auch wenn ich darüber zuerst etwas skeptisch war, finde ich das jetzt eine gute Idee und die richtige Entscheidung, denn die Pläne der Stationen lassen den Leser das Buch besser verstehen und auch die anderen Bilder machen die Geschichte viel anschaulicher. Das einzige, was mir an dem Buch nicht gefallen hat, ist die ziemlich unrealistische Handlung ab etwa der Mitte des Buches. Zuvor kann zumindest theoretisch alles auch realistisch noch passieren, aber ab diesem Zeitpunkt wird die Geschichte zumindest für mich zu weit hergeholt. Das kann vielleicht daran liegen, dass ich generell SciFi nicht so gerne lese, aber für mich hat der realistische erste Teil und der unrealistische zweite Teil einfach nicht zusammengepasst. Insgesamt gibt es an dem Buch außer der teilweise zu unrealistischen Handlung nichts auszusetzen und ich würde das Buch auf jeden Fall empfehlen. Für SciFi-Fans oder für andere Leseratten ist diese von Johan Harstad anschaulich und spannend erzählte Geschichte auf jeden Fall genau das richtige und sollte in keinem Regal fehlen.

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  • Rezension zu "Darlah" von Johan Harstad

    Darlah

    Buecherkinder

    05. July 2010 um 11:44

    Drei ganz unterschiedliche Jugendliche mit ebenso unterschiedlicher Motivation werden ausgelost, um am ersten bemannten Mondflug nach 1976 teilzunehmen. Was keiner von ihnen weiß, die Ausschreibung ist nur Mittel zum Zweck, um Sponsoren anzulocken. Was sie schließlich auf dem Mond erwartet, damit hatte niemand gerechnet ... Der Autor Johan Harstad liebt ScienceFiction-Filme, das merkt man seinem Erstlingswerk für Jugendliche an, das leugnet er aber auch nicht, zählt er doch im Nachwort rund 20 Filme und Bücher auf, von denen er sich inspirieren ließ. Harstad teilt seinen Roman in drei Teile, eigentlich vier, wenn man den Prolog mitzählt. Gleich mit dem Prolog wird die Spannung aufgebaut und viele Fragen aufgeworfen. Dann beginnt der erste Teil. Die Charaktere werden sehr ausführlich eingeführt, dass dafür allerdings rund 180 Seiten benötigt werden, halte ich bei einem Gesamtumfang von 410 Seiten doch für etwas übertrieben. Wieder werden neue Fragen aufgeworfen, Handlungsstränge angelegt, doch noch immer keine Antworten. Im zweiten Teil geht es dann etwas flotter zu, hier gibt es – da die Verweildauer auf dem Mond auf 172 Stunden festgelegt ist – glücklicherweise keine großen Zeitsprünge mehr. Die Atmosphäre in der Raumstation ist beklemmend und echter Grusel stellt sich beim Leser schnell ein. Ab Seite 350 geht es dann Schlag auf Schlag und ich musste echt überlegen, ob ich nicht lieber bei Tageslicht weiterlesen sollte. Der letzte Teil des Buches umfasst dann nur noch rund 20 Seiten, aber auch hier bekommt der Leser keine Antworten auf seine angestauten Fragen. Den letzten rund sechzig spannungsgeladenen Seiten hätte ich gerne 5 Sterne vergeben. Einen Stern Abzug gibt es für den sehr langatmigen ersten Teil, einen weiteren ziehe ich ab, weil der Autor in meinen Augen zu viele Fragen unbeantwortet lässt, zu viele seiner Handlungsstränge im Nichts enden. Schade, die Geschichte bleibt einfach hinter ihren Möglichkeiten.

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  • Rezension zu "Darlah" von Johan Harstad

    Darlah

    pelznase

    02. June 2010 um 12:22

    „Darlah“ habe ich zum ersten Mal zufällig in einer Buchhandlung entdeckt. Das Cover sprach mich sofort an (ich liebe Blau ;) ), der Inhalt klang ebenfalls interessant, zumal ich schon immer ein Faible für Science Fiction hatte und außerdem ist es ja mal etwas anderes als die vielen Vampire und Werwölfe. Ich habe „Darlah“ damals nicht gekauft, aber losgelassen hat es mich dann doch nicht. Nun habe ich es gelesen und kann sagen, dass es den Kauf dieses Buches lohnt. Wie gesagt sollte man aber schon etwas für Science Fiction übrig haben und außerdem eine Vorliebe für Jugendbücher, denn in diesen Bereich würde ich „Darlah“ zweifellos einsortieren. Immerhin sind die drei Hauptcharaktere ja auch Jugendliche: der 17jähre Antoine aus Paris, die 16jährige Mia aus Norwegen und die 15jährige Midori aus Japan. „Darlah“ nimmt sich weite Teile der ersten Buchhälfte Zeit, die jungen Protagonisten an den Leser zu bringen, sie zu beschreiben, ihr Wesen deutlich zu machen und ihre Lebensumstände zu schildern. Das mag nun viel klingen, da die Drei aber nun nicht gerade 0815-Kids sind, sondern allesamt jeder für sich einen sehr speziellen und oft eigenwilligen Charakter, ausgefallene Hobbys und auch sehr genaue Vorstellungen von ihrer Zukunft haben, hat es mir sehr viel Spaß gemacht, sie kennenzulernen. Dabei geht es interessant und unterhaltsam zu, so dass Langeweile keine Chance hat. Zudem habe ich die Vorbereitungen der Drei auf den Mondflug mit Spannung und Interesse verfolgt. Dass dieser Mondflug unter keinem guten Stern steht, das wird aber auch schon in der ersten Hälfte deutlich, so dass ich schon hier sehr neugierig darauf war, was die drei jungen Astronauten erwarten würde. Vor allem auch deshalb, weil hier bereits mal der Begriff „Area51″ fällt und jeder, der einen Hauch Interesse an Alien-Theorien aufbringt, leckt bei diesem Wort alleine schon Blut. So geht es mir jedenfalls immer wieder. Dass die Expedition gefährlich werden würde, wird vor allem deshalb klar, weil die Geschichte nicht nur bei den Kids spielt, sondern u.A. auch bei einem Altersheim-Bewohner, der einst in „Area51″ gearbeitet hat. Und so senil er anfangs ist, als er im TV von der Mondreise erfährt, ist er sofort wieder klar im Kopf und sieht das Unheil kommen. Allerdings muss ich auch sagen, dass das Buch sicher auch ohne diesen Herrn Himmelfarb ausgekommen wäre. Nach dem Klappentext nahm ich an, er würde eine größere Rolle spielen, eben auch wenn die drei Jugendlichen auf dem Mond sind, aber das stimmt nicht. Da hätte man Herrn Himmelfarbs Theorien auch jemandem von der NASA oder aus der Regierung überlassen können, denn im Endeffekt bringt Herr Himmelfarb dem Leser nichts außer der Ahnung, dass bei der Mondreise Böses geschehen wird. Das hätte auch ein anderer Charakter übernehmen können. Den zweiten Teil des Buches nimmt dann die Mondfahrt und das Geschehen auf dem Mond ein. Mir haben die Schilderungen der Reise und der Mondlandschaft und die Beschreibung von „Darlah2″ prima gefallen. Interessant und spannend. Erfreulicherweise hat Johan Harstad ein gesundes Mittelmaß dafür gefunden, denn ich bin ja bekanntlich kein Fan ewig langer, beschreibender Parts in einem Buch. „Darlah“ trifft da genau meinen Geschmack. Und Harstad hält sich auch nicht mit großen Vorreden auf. Dass auf dem Mond etwas nicht stimmt, das merken die drei Kids und die übrige Besatzung sehr schnell und ebenso schnell werden die Ereignisse zur echten Bedrohung. Die Bedrohung an sich…nun ja, ich finde sie klasse, obwohl sie nicht besonders innovativ ist. Doch Harstad schreibt in seinem Nachwort ja auch, „Darlah“ sei ein Gruß an die Sci-Fi-Filme und -Bücher, mit denen er aufgewachsen ist, so in den 70er-, 80er-Jahren. Genau in diesem Stil bewegt sich „Darlah“ eben auch, mich hat es ebenfalls an die Filme aus meiner Kinder- und Jugendzeit erinnert. Wunderbar oldschool. Hat man damals solche Filme angeschaut, dann zaubert „Darlah“ einem sofort die passenden Bilder von damals wieder vor Augen. Auch „Darlah“ habe ich in zwei Tagen ausgelesen, ebenfalls während ich krank war, weshalb ich denke, dass ich sonst wohl einen oder zwei Tage länger gebraucht hätte, 411 Seiten sind ja kein Pappenspiel. Jedenfalls lässt sich „Darlah“ gut und leicht lesen. Mehrere schwarz-weiß Bilder von Teilen der Geschichte alle paar Seiten lockern zusätzlich auf. Was mir aber aufgefallen ist, das sind einige Rechtschreibfehler und einmal wurde sogar ein ganzer Name vertauscht. Da geht es in dem Absatz um Mia und dann steht da plötzlich „Midori“, da bin ich schon ins Stolpern gekommen. Gesichter oder Teile davon als Covermotiv sind ja gerade schwer angesagt, möglicherweise hat auch „Darlah“ deshalb ein solches Motiv. Ein rot leuchtendes Auge wird man in der Geschichte jedenfalls vergeblich suchen, daher hätte ich mir hier eher ein anderes Motiv gewünscht, die Story hätte einige Ideen hergegeben. Ein Hingucker ist dieses rote Auge aber auf jeden Fall, bei mir hat das ja auch gewirkt. In der rückwärtigen Klappe der Broschur findet man ein paar Infos zum Autoren und zur Übersetzerin. Fazit: Mir hat „Darlah“ sehr gut gefallen, ich fand es interessant und spannend. Daran sieht man auch, dass es nicht nur ein Buch für Jugendliche ist, denn aus dem Alter bin ich längst heraus. Ich mag nur eben Jugend-Bücher ganz besonders. Wer Gefallen an den Sci-Fi-Filmen und Büchern der 70er- und 80er-Jahre gefunden hat, sollte „Darlah“ lesen.

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