Johan Norberg Das Kapitalistische Manifest

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Inhaltsangabe zu „Das Kapitalistische Manifest“ von Johan Norberg

Spätestens seit Erzbischof Wulfstan im Jahre 1014 in einer Predigt in York erklärte: "Die Welt rast ihrem Ende entgegen", glauben die Menschen, dass alles nur schlechter wird und dass früher alles besser war. Vieles in der Diskussion um die Globalisierung beruht zu einem großen Teil auf der Vorstellung, dass die Welt unweigerlich zu Grunde gehen wird. Im Jahr 2000 tat der Erzbischof von Schweden K.G. Hammar es seinem Kollegen von vor tausend Jahren gleich, indem er die Entwicklung auf der Welt mit folgenden Worten zusammenfasste: "Man kann regelrecht zuschauen, wie die Menschheit geradewegs zur Hölle fährt, ohne dass es auch nur im geringsten eine Notbremse gäbe." Insbesondere wird behauptet, die Welt sei immer ungerechter geworden. Der Refrain, der sich durch die Debatte zur Marktwirtschaft zieht, lautet: "Die Reichen werden reicher und die Armen werden ärmer." Dies wird nahezu als ein Naturgesetz betrachtet, nicht als eine These, über die man diskutieren müsste. Schaut man sich jedoch genauer an, was hinter den gängigen Schlagworten steckt und was tatsächlich auf der Welt passiert ist, dann sieht man, dass dies nur die halbe Wahrheit ist. Der erste Teil der Behauptung stimmt, die Reichen sind tatsächlich reicher geworden. Nicht alle und nicht überall, aber insgesamt schon. Wir, die wir das Privileg genießen, in den reicheren Ländern zu leben, sind in den letzten Jahrzehnten beträchtlich reicher geworden. Gleiches gilt ebenfalls für die Reichen in der Dritten Welt. Aber der zweite Teil der Behauptung ist schlicht und einfach falsch. Die Lage der Armen auf der Welt insgesamt ist innerhalb der letzten Jahrzehnte nicht schlimmer geworden. Im Gegenteil, die absolute Armut hat sich verringert, und dort, wo sie quantitativ am größten war - in Asien - haben Hunderte Millionen von Menschen, die noch vor 20 Jahren um das nackte Überleben kämpften, mittlerweile ein sicheres Existenzniveau erreicht und es sogar zu bescheidenem Wohlstand gebracht. Das globale Elend ist geringer geworden, und der Anfang zur Beseitigung der großen Ungerechtigkeiten ist gemacht. Dieses erste Kapitel enthält eine Reihe von Zahlen und Trendbeschreibungen, mit deren Hilfe die weit verbreitete irrige Vorstellung über die in der Welt herrschenden Zustände widerlegt werden soll. Eines der wichtigsten Bücher, die in den letzten Jahren erschienen sind, ist I Asiens tid, eine Reportage, in der der schwedische Schriftsteller Lasse Berg und der Dokumentarfilmer Stig Karlsson ihre erneuten Reisen in jene asiatischen Länder beschreiben, die sie bereits in den 6oer Jahren besucht hatten. Damals waren für sie Armut, tiefes Elend und Katastrophengefahr allgegenwärtig. Wie andere Asien-Reisende fanden sie nichts, was sie an eine hoffnungsvolle Zukunft glauben ließ, die einzige Chance war ihrer Meinung nach vielleicht eine sozialistische Revolution. Als sie in den 90er Jahren wieder nach Indien und China kamen, konnten sie nicht umhin, sich einzugestehen, wie unrecht sie damals hatten. Immer mehr Menschen konnten sich von Armut befreien, das Problem des Hungers verliert an Bedeutung, in den Straßen ist es sauberer. Aus den Lehmhütten sind Ziegelhäuser geworden, die elektrisches Licht und Fernsehantennen auf den Dächern haben. Als die beiden Schweden das erste Mal Kalkutta besuchten, war ein Zehntel der Einwohner obdachlos, und jeden Morgen rückten die Lastwagen der Behörden oder der Missionswerke aus, um die herumliegenden Toten der letzten Nacht einzusammeln. Als sie dann 30 Jahre später wieder auf den Straßen liegende Menschen fotografieren wollten, hatten sie Probleme, überhaupt welche zu finden. Und gleichzeitig verblassen die Klischees. Die Rikscha, dieses merkwürdige, vielen von uns aus den Tintin-Alben bekannte Transportmittel, bei dem sich barfüßige Männer abmühen, Reisende in Wagen durch die Stadt zu ziehen, ist immer seltener im Straßenbild zu finden. Stattdessen fährt man Auto, Motorrad und U-Bahn. Als Lasse Berg und Stig Karlsson jungen Indern ein Foto zeigten, das sie bei ihrem ersten Besuch aufgenommen hatten, wollten diese nicht einmal glauben, dass es sich um den gleichen Ort handelte.

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