Öland

von Johan Theorin 
4,3 Sterne bei177 Bewertungen
Öland
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Es ist sehr spannend und gruselig.

Corsicanas avatar

Interessante Mischung aus Tragik und Krimi

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Inhaltsangabe zu "Öland"

An einem Spätsommertag verschwindet ein kleiner Junge im dichten Nebel der Insel Öland – und wird nie wieder gesehen oder gefunden. 20 Jahre später erhält seine Mutter einen Anruf von ihrem Vater: Es gebe ein neues Beweisstück, und er bittet sie, nach Öland zurückzukehren und die Suche wieder aufzunehmen. Auf Öland geht das Gerücht, der unheilbringende Nils Kant sei der Mörder. Dabei war dieser längst unter der Erde, als der Junge verschwand. Aber ist Kant wirklich tot? Oder geistert er womöglich noch immer über die weite Kalkebene von Öland?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492253680
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:01.03.2009
Teil 1 der Reihe "Öland"
Das aktuelle Hörbuch ist am 17.06.2010 bei Der Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Stupss avatar
    Stupsvor 9 Monaten
    Ein stiller und doch mitreißender Krimi!

    Vor zwanzig Jahren ist der kleine Jens verschwunden und seine Mutter hat diesen Verlust und die Ungewissheit bis heute nicht überwunden. Sie meidet den Ort des Geschehens.
    Nun ist ein Beweisstück, die Sandale des Jungen aufgetaucht, und der Großvater beginnt mit der Mutter Nachfragen zu stellen. Als wieder ein Toter auftaucht, ist der Opa sicher auf der richtigen Spur zu sein. Die Mutter schafft mit der örtlichen Nähe und vielen Gesprächen und Erinnerungen sich von ihrer Trauer zu lösen und hofft auf eine bessere Zukunft.

    Die Geschichte wird aus der Sicht von unterschiedlichen Personen geschrieben, was aber kein Problem ist. Die Schreibweise lässt sich gut und flüssig lesen.

    Der Krimi überzeugt nicht durch Action, sondern lockt mit der Neugierde und den Verständnis gegenüber den Protagonisten. Auch wenn es eher ein stiller Krimi ist, muss man immer weiterlesen. Man scheint mehr zu wissen als die Personen vor Ort, aber der Durchblick lässt auf sich warten.

    Ein toller Krimi, der zum Nachdenken anregt und nicht vom Herzrasen lebt.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Es ist sehr spannend und gruselig.
    Eine spannende Verfolgungsjagd.

    Inhalt

    "An einem Spätsommertag verschwindet ein kleiner Junge im dichten Nebel der Insel Öland - und wird nie wieder gesehen. Zwanzig Jahre später erhält seine Mutter einen Anruf von ihrem Vater: Es gebe ein neues Beweisstück, und er bittet sie, nach Öland zurückzukehren und die Suche wieder aufzunehmen. Dort geht das Gerücht, der unheilbringende Nils Kant sei der Mörder. Dabei war dieser längst tot, als der Junge verschwand. Oder geistert er womöglich noch immer über die weite Kalkebene von Öland?"


    Meine Meinung
    Ich muss zugeben, dass ich diesen Krimi nur gelesen habe, weil es eine Hausaufgabe in Skandinavistik war. Dadurch habe ich mein Interesse für Kriminalromane geweckt. Am Anfang, wird geschildert, was 1972 mit Jens passiert ist. Er läuft Nils Kant in  die Arme. Ich habe echt gedacht, dass Nils ihn umgebracht haben könnte, aber das was wirklich passiert ist, hat mich echt umgehauen. Damit hätte ich wirklich nicht gerechnet. Ich fand die Flachbacks sehr interessant, da diese sich auf das Leben von Nils bezogen haben. Alles was in seiner Kindheit, Jugend und in seinem Erwachsenen Leben passiert ist.
    Ich habe ihn auf der einen Seite gehasst, besonders wegen dem, was er mit seinem jüngeren Bruder gemacht hat.. Später hatte ich ein bisschen Mitleid mit ihm. Alle haben ihn gehasst und für alles verantwortlich gemacht. Okay, Nils hat auch sehr viele schlimme Dinge getan. Im Nachhinein merkt man, dass er ein kleines Muttersöhnchen ist, der zu seiner Mutter zurück möchte und von Anfang an ihre Aufmerksamkeit haben wollte.
    Nach dem Verschwinden von Jens, hat Julia ihren Vater für das Verschwinden von Jens verantwortlich gemacht, da Gerlof auf ihn aufpassen sollte. Durch das Beweisstück, sind sich Vater und Tochter wieder näher gekommen. Das war sehr schön. Anfangs war Julia sehr hoffnungslos und in ihre Trauer eingehüllt. Sie hatte starke Probleme damit, ihren Sohn loszulassen.
    Neben ihrem Vater, bekommt Julia Unterstützung von einem Polizisten namens Lennart. Zwischen den beiden bahnt sich langsam etwas an. Das wäre schön gewesen, wenn da nicht sein dunkles Geheimnis wäre.. Da schafft sie es sich endlich jemandem anzuvertrauen und ihr Herz zu öffnen und was passiert?
    Leider kann ich nicht zu viel verraten, weil sonst die ganze Spannung weg ist..
    Ich bin durch die Flashbacks ein bisschen verwirrt worden. Es ist so viel passiert. Nils hat viele Orte bereist und viele Leute kennengelernt. Auch er musste die Erfahrung machen, dass man nicht jedem trauen kann. Egal was diese Person verspricht.
    Alles in allem, hat mich dieser Krimi ziemlich auf Trap gehalten. Ich fand ihn sehr spannend und gruselig. Ich bin mehrere Male überrascht worden. Es sind Dinge geschehen, die ich niemals erwartet hätte. Leider haben es diese Ereignisse nicht gut mit zwei Personen gemeint...

    Das Buch gehört übrigens zur Öland-Reihe. Es sind insgesamt vier Kriminalromane. Gerlof spielt in jedem von ihnen eine zentrale Rolle.

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    Barbara62s avatar
    Barbara62vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Das Krimidebüt von Johan Theorin ist außergewöhnlich stimmungsvoll, einfühlsam, ruhig und spannend, manchmal jedoch ein wenig ausschweifend.
    Im Nebel verschwunden

    Das Krimidebüt des Göteborgers Johan Theorin ist außergewöhnlich stimmungsvoll, einfühlsam, ruhig und spannend, manchmal jedoch ein wenig ausschweifend. Im Gegensatz zu den Krimis von Henning Mankell oder Håkan Nesser spielen hier polizeiliche Ermittlung kaum eine Rolle.

    Julia, Mutter eines vor 20 Jahren auf der schwedischen Insel Öland spurlos im Nebel verschwundenen fünfjährigen Jungen, Jens, hat nie mehr Fuß im Leben gefasst. Die Klärung der Umstände und gegebenenfalls die Überführung des Täters sind für sie überlebensnotwendig.

    Ein Anruf ihres Vaters, der neue Beweise zu haben glaubt, lockt sie zurück auf die Insel. Welche Rolle spielt der Verbrecher Nils Kant, der doch zum Zeitpunkt des Verschwindens angeblich längst tot war? Fasziniert setzt man mit Julia das Puzzle zusammen.

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    ANATALs avatar
    ANATALvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend und voller Wendungen bis zum Schluss.
    Öland

    Dieser Krimi ist mir eher zufällig in die Hände gefallen und als ich dann gemerkt habe, dass er eigentlich sehr gute Rezensionen hat, hab ich ihn sofort gelesen. Es geht um die Geschichte eines vor Jahren auf Öland, Schweden, verschwunden Jungen. Nach über zwanzig Jahren stellt sein Großvater mit einer kleinen Rentnertruppe neue Ermittlungen an. Dabei erinnert er mich zeitweise ein wenig an Miss Marple.  Es ist ein absolut spannender Kriminalroman, der bis zum Schluss immer wieder neue Wendungen aufweist und damit für Krimi-Fans mehr als lesenswert. Zudem ist das der Auftakt einer ganzen “Öland-Krimireihe“ und ich werde bestimmt testen, ob die folgenden Bände ebenso mitreißend sind.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Spannung bis zum Schluss

    Ein Junge verschwindet im dichten Nebel und wird nie wieder gesehen. Zwanzig Jahre später bekommt die Mutter einen Anruf von ihrem Vater. Neue Beweisstücke seien aufgetaucht und sie solle sofort nach Öland zurückkehren. Dort geht ein Gerücht, dass Nils Kant, der jedoch zu dieser Zeit schon tot war, der Mörder sei. 

    Für dieses Buch habe ich unerwartet lange gebraucht. Jedoch nicht, weil es nicht gut gewesen ist, sonder weil ich jede Sekunde genossen habe. Dies ist für mich ein Krimi der Superlative. Spannend, bissel gruselig und mit einem überraschenden Ende. Ein Buch das ich absolut empfehlen kann.

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    mercurial_minds avatar
    mercurial_mindvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Krimi, der kaum Wünsche offen lässt. Wer die Wallander-Krimis mochte, mag auch diesen.
    Guter Krimi

    Der kleine Jens verschwindet auf der Insel Öland spurlos. Zwanzig Jahre später stellen Julia, die Mutter des Jungen, und ihr Vater Gerlof auf eigene Faust Nachforschungen an, denn Gerlof hat höchst makabre und zudem anonyme Post erhalten: Eine Sandale, die Jens am Tag seines Verschwindens trug. Diesen Fingerzeig des Schicksals können die beiden nicht einfach auf sich beruhen lassen, und so kommt eine Kette von Ereignissen in Gang, die sie der Lösung des Rätsels kontinuierlich näher bringt.

    "Öland" ist der erste von vier Romanen, die auf der gleichnamigen schwedischen Insel spielen und offenbar lediglich durch die Figur des Gerlof Davidsson miteinander verbunden sind. Die Geschichten sind in sich abgeschlossen und erinnern vom Schreibstil her stark an Henning Mankells Wallander-Romane. Manchmal so sehr, dass ich einzelne Phrasen und Ausdrücke wiederzuerkennen glaubte.

    In ruhigem, unaufgeregtem Ton wird eine ausgefeilte Kriminalgeschichte erzählt, die von eben diesem angenehm zu lesenden Schreibstil getragen wird, denn mit besonderer Spannung kann - genau wie der zweite Öland-Romand, "Nebelsturm" (engl. Titel "The Darkest Room") - auch dieses Buch nicht aufwarten. Trotzdem handelt es sich um einen gut gelungenen Krimi, der eine exzellente Abwechslung zum ewigen ermittelnden Kriminalbeamten bietet. Ein solcher kommt in "Öland" zwar auch vor, aber die Geschichte ist nicht um ihn herum aufgebaut, sondern um jene Menschen, die von den schrecklichen Ereignissen damals unmittelbar betroffen sind. Sie selbst sind die Helden, auf ihrer Suche nach der Wahrheit, um  endlich Gewissheit zu bekommen und ihren Seelenfrieden zu finden. Nicht perfekt, aber allemal lesenswert.

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    Martinchenvor 3 Jahren
    Julias Albtraum

    An einem kühlen Spätsommertag verschwindet ein kleiner Junge im dichten Nebel Ölands spurlos. Nach zwanzig Jahren kehrt seine Mutter Julia, die noch immer nicht an seinen Tod glauben will, nach Öland zurück, es gibt eine neue Spur.

    Das Buch spielt auf zwei Ebenen, zum einen wird die Geschichte Nils Kants erzählt, der von den Bewohnern Ölands als Verdächtiger gilt, zum anderen die "aktuellen" Ereignisse, das, was Julia auf Öland erlebt.

    Nils Kant verschwand Ende des Zweiten Weltkriegs von der Insel und kehrte als Toter zurück. Stimmt das tatsächlich? Einige der älteren Bewohner Ölands glauben an seine Rückkehr und an seine Schuld im Fall des kleinen Jens. Der Leser erfährt, wie es Nils nach seiner Flucht ergangen ist und was tatsächlich passierte.

    Julias Vater, inzwischen ein alter und gesundheitlich angeschlagener Mann,  erhält ein Beweisstück per Post. Er glaubt zu wissen, wer es ihm geschickt hat und will nun endlich Klarheit. Dann wird einer seiner Freunde tot aufgefunden. War es ein Unfall oder steckt mehr dahinter?
    Julia selbst, die mit dem Verschwinden ihres Sohnes nicht fertig wird und psychisch sehr stark angeschlagen ist, beginnt langsam, ihr Schicksal anzunehmen.

    Der Roman beschreibt ein dunkles, ein düsteres Öland, ein Öland, das ich aus einem sonnigen Sommerurlaub so nicht kenne und wohl auch nicht kennenlernen möchte.

    Johan Theorin fängt den Krimi langsam an, es gibt Schilderungen der Insel, der Stimmungen, der Natur, der See, Charakterbeschreibungen der Handelnden, bevor die Geschichte Fahrt aufnimmt.
    Die Auflösung ist etwas überraschend, ich habe sie so nicht erwartet. Wie Julias Vater allerdings davon Kenntnis erhält, finde ich etwas konstruiert.

    Mir gefällt Johan Therions Stil sehr gut, ich habe das Buch nicht aus der Hand legen können. Ich habe den Krimi jetzt erst entdeckt und gleich den nächsten (Nebelsturm) begonnen.

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    Taluzis avatar
    Taluzivor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Es gab in der Geschichte immer wieder Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Diese Wendungen machten das Lesen spannend!
    melancholischer und guter Krimi

    Julias Sohn Jens ist vor 20 Jahren im Nebel auf Öland verschwunden. Diesen Verlust hat sie nie überwunden. Ihr Leben wird von Erinnerungen, Alkohol und ihren Depressionen beherrscht. Ihr Vater holt sie zurück nach Öland, weil eine Sandale aufgetaucht ist. Es ist eine Sandale von Jens. Julia begreift, dass sie nur abschließen kann, wenn sie aufklärt, was mit Jens damals passiert ist. Gerüchten zufolge sei Jens von Nils Kant ermordet worden. Als Jens im Nebel verschwand, war Nils aber schon mehrere Jahre tot! Was hat es mit diesen Gerüchten auf sich? Was ist mit Jens vor 20 Jahren geschehen?

    Der Klappentext beschreibt das Buch als Mischung aus Krimi und Gespensterroman. Dem kann ich nicht zu stimmen! Mit Gespenstern hat es für mich nichts zu tun gehabt. Es ist ein unglaublich spannender Krimi, der mich bis zum Schluss rätseln ließ, was mit Jens wirklich geschah.

    Ein Krimi, der fast ohne Polizeiarbeit auskommt, sondern die Hauptprotagonisten Julia und ihr Vater Gerloff lösen das Rätsel um Jens. Das ist natürlich nicht immer ungefährlich!

    Der Krimi hat eine düstere und melancholische Stimmung, und wird aus der Sicht des allwissenden Erzählers beschrieben. Gleich zu Anfang erfährt der Leser in einem Rückblick, wie Jens sich eigenmächtig aus dem Haus stiehlt und im Nebel Nils Kant trifft. Aber was dann geschah, erfährt der Leser nicht, sondern bleibt mit eigenen Mutmaßungen zurück. Die Geschichte gliedert sich in zwei Erzählstränge. Der eine Erzählstrang ist ein Rückblick auf das Leben von Nils Kant und der andere Erzählstrang erzählt Julias Suche nach Jens und der Wahrheit. Beide Erzählstränge fand ich gleichermaßen interessant und spannend. Die Spannung zog sich kontinuierlich durch die Geschichte. Ich verfolgte mit Spannung die Suche nach Jens und das Leben von Nils Kant und suchte nach Parallelen und Zusammenhängen.

    Es gab in der Geschichte immer wieder und ganz besonders am Ende Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe. Diese Wendungen machten das Lesen und den Krimi noch spannender.

    Das Ende des Krimis wurde schlüssig aufgeklärt und war, wie das gesamte Buch, spannend und auch melancholisch.

    Ich gebe dem Buch meine volle Leseempfehlung.


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    Buecherschmauss avatar
    Buecherschmausvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Atmosphärischer Thriller, der nicht auf Action und viele Leichen, sondern auf Landschaftsbeschreibungen und Innenperspektiven setzt!
    Atmosphäre

    Öland ist der erste Band der Reihe, die Johan Theorin angelehnt an die vier Jahreszeiten der schwedischen Insel Öland widmet. Für mich war Nebelsturm, der im Winter spielt, der erste gelesene Teil und ich bin nun mit Öland in den Herbst zurückgereist. Kein Problem, denn nur die karge Insel und ihre schroffe Natur sind Bindeglieder der einzelnen Bände, das Personal nicht dasselbe.
    In Öland wird der Fall des vor zwanzig Jahren verschwundenen Jungen Nils wieder aufgerührt, als seinem Großvater anonym eine Sandale des Jungen zugesendet wird. Er und einige seiner Freunde, aber auch die Mutter, die nie über den Verlust hinweggekommen und seitdem psychisch krank ist, haben nie an ein Unglück, ein Ertrinken im Meer geglaubt. Die Erinnerung an Nils Kant, der als Kind eine tragische Rolle beim Ertrinken seines kleinen Bruders und als junger Mann eine blutige während des Weltkrieges spielte, geistert über die Insel. Obwohl schon vor langer Zeit im Sarg aus seinem Fluchtort in Südamerika zurückgekehrt und auf der Insel beerdigt, glauben einige Inselbewohner nicht an seinen Tod. Großvater Gerlof und Tochter Julia versuchen mit dem einzigen Inselpolizisten Licht in die Sache zu bringen. Da verunglückt ein in die "Ermittlungen" verstrickter Freund Gerlofs tödlich... 
    Johan Theorin nimmt sich viel Zeit für seine Geschichte, für die Innenwelten seiner Protagonisten und für die Landschaft und Atmosphäre der Insel Öland. Wer einmal nach Ende der Saison Mitte August dort war, weiß,, wie meisterhaft er die Verlassenheit, Ödnis, aber auch raue Schönheit und die herrschende Atmosphäre trifft. Die große Alvar, die Heidelandschaft dort, ist einer der Hauptprotagonisten. Leser, die Action und perfide Verbrechen erwarten, die zu ungeduldig sind, um einen langsamen, sorgfältigen Spannungsaufbau zu schätzen und denen zu tiefe Innensichten der handelnden Personen eher störend vorkommen, aber auch alle, die Melancholie und eine gewisse Düsternis nicht mögen, sollten eher zu einem anderen Buch greifen. Alle anderen lernen einen atmosphärisch dichten, sorgfältig komponierten, spannenden Roman kennen, der in die Ermittlungen der Jetzt-Zeit kunstvoll die Lebensgeschichte des "Schwarzen Schafs" der Inselgemeinde, Nils Kant, von der Kindheit an einflicht. Für mich nach Nebelsturm der zweite überaus überzeugende Band der kleinen Reihe von Johan Theorin. Nun bin ich gespannt auf Blutstein.

    Kommentare: 1
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Düster, spannend, unheimlich

    As zweite Buch für mich des Autors. Genau wie in "Nebelsturm" vermag er hier eine herrlich düstere Stimmung aufzubauen. Die karge Landschaft mit dem Nebel und den verschlossenen Einwohnern tun ihr übriges. Eine spannende Krimigeschichte bis zur letzten Seite.

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