Johan Theorin Nebelsturm

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Inhaltsangabe zu „Nebelsturm“ von Johan Theorin

Ein dunkler, rauer Winter auf der schwedischen Insel Öland. Auf dem verlassenen Anwesen Åludden, einem mystischen, beladenen Ort, zieht die junge Familie Westin ein. Die tragische Nachricht vom Ertrinken der Tochter Livia scheint die schlimmsten Befürchtungen zu bestätigen.

Geheimnisvoll, mysterios und sehr spannend..

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein stiller und melancholischer Krimi, der mir gut gefallen hat.

— MsBookpassion
MsBookpassion

Sehr gutes Buch. Spannung pur bis zum Schluss. Sollte man unbedingt lesen, finde es noch besser als das Erste.

— Kilie
Kilie

Fand das erste Buch schon gut, dieses ist noch besser!

— AdrienneAva
AdrienneAva

Ein echter Page-Turner, ich habe alles stehen und liegen gelassen.

— Martinchen
Martinchen

An langen kalten Winterabenden im wohlig warmen Zimmer - ein absoluter Hochgenuss mit Gänsehautgarantie.

— guybrush
guybrush

Großartig!

— chauchat22
chauchat22

Noch besser als das Debut: Leise, schaurig, athomsphärisch. Unbedingte Empfehlung!

— HarryF
HarryF

Ein Meisterwerk der dunklen Literatur, ein moderner Schauerroman als Krimi mit perfekter Atmosphäre. Unbedingt lesen!

— BerniGunther
BerniGunther

Tragisch und geisterhaft. Für alle die sich gerne gruseln und gerne mal etwas über das Übernatürliche lesen.

— MaariSkog
MaariSkog

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    Nebelsturm
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. December 2016 um 16:10

    Inhalt "Ein dunkler, rauer Winter auf der schwedischen Insel Öland. Auf dem verlassenen Anwesen Aludden, einem mystischen, beladenen Ort, zieht die junge Familie Westin ein. Die tragische Nachricht vom Ertrinken der Tochter Livia scheint die schlimmsten Befürchtungen zu bestätigen..." Meine Meinung Ich fand den zweiten Band der Öland-Reihe ziemlich interessant. Es war ein bisschen gespenstig, da viele an die Legende glaubten. Nachdem Katrine gestorben ist, ist für Joakim eine Welt zusammengebrochen. Zuerst hat man ihm gesagt, dass seine Tochter gestorben sei und in Wahrheit wahr es seine Frau! Das muss echt hart für ihn gewesen sein. Sowas darf keinem Polizisten passieren... Ich finde Mythologien ziemlich interessant. Weswegen mich diese Legende begeistert hat. Obwohl ich zugeben muss, dass mir manchmal echt mulmig zumute war. Ich habe mit Joakim mitgefühlt und fand es tapfer von ihm, wie er weitergekämpft hat. Er hat den Hof alleine weiter umgebaut, tapeziert und alles wohntauglich gemacht. Man hat ebenfalls einen Einblick in das Leben von Katrines Mutter bekommen. Sie hat einiges durchgemacht! Sie und ihre Tochter hatten nicht gerade den besten Kontakt zueinander. Katrine starb definitiv durch die Hand einer anderen Person. Bei dieser Aufklärung ist Gerlof wieder mit an Bord. Ich mag Gerlof. Er hängt sich richtig in die Sache rein und versucht herauszufinden was wirklich passiert ist. Er hat ein sehr großes Herz. Ich bin mal gespannt, wie es in den anderen Krimis weitergeht. Ich fand die Art und Weise, wie Joakim seinen Kindern klar gemacht hat, dass ihre Mutter gestorben ist irgendwie zwiespaltend. Auf der einen Seite ist es schwierig den Kindern überhaupt klar zu machen, dass ihre Mutter gestorben ist, aber auf der anderen Seite kann man ihnen das mit den richtigen Worten schon verstädnlich machen. Er ist mit ihnen auf den Friedhof gefahren und hat so deutlich gemacht, dass Katrine tot ist... Henrik und die Brüder Serelius haben mir ganz gut gefallen. So lange, bis Henrik versucht hat sie zu täuschen. War doch klar, dass die Jungs sich das nicht gefallen lassen würden. Im Grunde genommen haben alle ihre gerechte Strafe bekommen und verdient. Joakim hat durch seine Frau herausgefunden, dass seine Schwester ebenfalls ermordet wurde. Diesen Fall konnte er aufklären und Frieden mit seiner Schwester schließen. Alles in allem hat mir der Krimi gut gefallen. Es war spannend und habe bis zum Schluss mitgerätselt, wer denn jetzt der Mörder ist und das Ergebnis hat mich sehr überrascht. Dieses Buch ist mysteriös, spannend und auf seine eigene Art und Weise gruselig.

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  • Eiskaltes Öland

    Nebelsturm
    Eliza08

    Eliza08

    01. November 2015 um 11:13

    Über das Buch:   Ausgezeichnet als bester Kriminalroman des Jahres und Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste.   Ein dunkler, rauer Winter auf der schwedischen Insel Öland. Auf dem verlassenen Anwesen Åludden, einem mystischen, beladenen Ort, zieht die junge Familie Westin ein. Die tragische Nachricht vom Ertrinken der Tochter Livia scheint die schlimmsten Befürchtungen zu bestätigen. (Quelle: www.piper.de)   Über den Autor:   Johan Theorin, geboren 1963 in Göteborg, gelang schon mit seinem ersten Kriminalroman »Öland«, ausgezeichnet als bestes Krimidebüt des Jahres, ein großer internationaler Erfolg. Als Herbst-Teil seines geplanten Jahreszeiten-Quartetts wurde es in vierzehn Sprachen übersetzt. »Nebelsturm«, dessen Filmoption bereits verkauft ist, spielt im rauen öländischen Winter. Das Buch erhielt in Schweden den Preis für den Besten Kriminalroman des Jahres und wurde mit dem Dagger Award für den besten internationalen Kriminalroman prämiert. Zuletzt erschien von ihm auf Deutsch »So bitterkalt«. (Quelle: www.piper.de)   Meine Meinung:   Es kommt selten vor, dass ich einen Krimi lese, aber ab und zu habe ich Lust dazu und dann vertraue ich meistens auf deutsche oder skandinavische Autoren. Allerdings dürfen die Krimis eines nicht sein: Und das ist blutrünstig. Ich mag sehr gerne die psychologische Spannung zwischen den beiden Buchdeckeln. Johan Theorin ist einer der wenigen Autoren die es bei mir schaffen, dass ich mich in einem Krimi absolut verlieren kann. Bei „Nebelsturm“ lag es vor allen Dingen an der genialen Erzählweise, denn neben der eigentlichen Geschichte liest man noch etwas, was man zunächst überhaupt nicht einordnen kann. Der geübte Leser vermutet natürlich sofort einen Zusammenhang zu der eigentlichen Story, aber wie und warum, dies wird erst ganz am Ende des Romans einleuchtend geschildert. Was mich bei Theorin auch immer wieder begeistert, ist seine Art die schwedische Landschaft zu beschreiben, die Kargheit und Weite, der Wind und der Schnee. Allein das Setting lässt einem einen Schauer über den Rücken jagen, wenn man sich vorstellt in dieser Gegend unterwegs zu sein. Menschliche Abgründe und ein sehr ausgefeiltes psychologisches Profil der Protagonisten sind die Werkzeuge derer sich Johan Theorin bedient um eine Story zu erzählen, die seines Gleichen sucht. Der Schreibstil von Johan Theorin ist relativ nüchtern und sachlich, er ist eher der Autor der seinen Figuren eine etwas geringere Wortwahl zuschreibt, dafür lässt er uns umso mehr an ihren Gedanken teilhaben. „Nebelsturm“ wird definitiv nicht das letzte Buch von Johan Theorin bleiben, welches ich zur Hand genommen habe, denn dieser Autor hat es verdient, dass man seinen Geschichten Aufmerksamkeit schenkt.      

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  • Die Toten von Aludden

    Nebelsturm
    Bellexr

    Bellexr

    08. October 2015 um 16:43

    Mit ihren beiden Kindern Livia und Gabriel ziehen Katrine und Joakim Westin von Stockholm auf die schwedische Insel Öland. Das verlassene Anwesen Aludden, das in früherer Zeit die Leuchtturmwärter und ihre Familie beherbergte, sanieren die Westins von Grund auf. Doch Aludden ist ein geschichtsträchtiger Ort, an dem schon viel Unglück geschehen ist. Und das Schicksal schlägt auch bei den Westins gnadenlos zu.   Praktisch mit der ersten Zeile baut Johan Theorin in seinem zweiten Öland-Band eine mystische, unheilvolle Atmosphäre auf, welche sich durch das ganze Buch zieht. Der Roman ist zum einen Familiengeschichte, zum anderen Kriminalgeschichte, wobei sich der Krimianteil erst im letzten Drittel voll entfaltet.   In einem eher ruhig gehaltenen, aber sehr kraftvollen, bildhaften Schreibstil schildert Johan Theorin das Leben der Familie Westin, welches sich vom idyllischen Familienleben schon bald zu einem verzweifelten, traurigen Bild wandelt. Der Tod eines Familienmitglieds belastet die kleine Familie schwer und immer mehr treten die Mythen, die sich um Aludden ranken, in den Vordergrund. Die Toten scheinen auf Aludden umherzugehen, gerade um die Weihnachtszeit, die sich unaufhaltsam nähert und mit ihr der gefürchtete Nebelsturm.   Doch auch der Krimianteil nimmt im Verlauf immer mehr Raum ein. Aus verschiedenen Perspektiven schildert der Autor die rätselhaften Geschehnisse auf Öland. Mal erlebt man diese aus der Sicht der neuen Polizeichefin, dann wieder aus der Perspektive einer Verbrecherbande, die es anfangs nur auf Sommerhäuser abgesehen haben und auf das Alltagsleben der Familie Westin geht der Autor ausführlich ein.   Man spürt im Verlauf der Geschichte, dass diese erbarmungslos auf ein erschütterndes Ereignis zusteuert, doch was schlussendlich passiert, wie die Geschichte endet, wer für den Tod eines Mitglieds der Familie Westin verantwortlich ist oder ob dieser doch ein Unfall war, präsentiert Johan Theorin seinen Lesern erst bei seinem fulminanten Ende. Und natürlich darf der Nebelsturm hier nicht fehlen.   Fazit: Mystisch, rätselhaft, unheilvoll … das Ganze versehen mit einer packenden Geschichte und hervorragend gezeichneten Charakteren.  

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  • Düster und voller Spannung

    Nebelsturm
    AdrienneAva

    AdrienneAva

    17. August 2015 um 15:20

    Ein dunkler, rauer Winter auf der schwedischen Insel Öland. Die Familie Westin hat gerade das verlassene Anwesen Åludden gekauft. Da geschieht eine schreckliche Tragödie. Der Autor versteht es einen Spannungsbogen aufzubauen und ihn beizubehalten. Zwischen Gegenwart und Vergangenheit erfährt der Leser das eine oder andere düstere Geheimnis. Ich habe auch schon das erste Buch (welches ausser der Insel Öland und einen alten Bekannten keine Gemeinsamkeiten aufweist) gelesen und war total begeistert. Dieses hier hat mich sogar noch mehr mitgerissen. Die Art wie der Autor auch das mystische unterbringen kann, ohne irgendwie lächerlich zu wirken, macht die Bücher zu absoluten Pageturnern. Von mir eine absolute Leseempfehlung für alle die schwedische Krimis mit mystischem Touch mögen!

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  • Düster, kalt und gewaltig - der perfekte Winterkrimi

    Nebelsturm
    guybrush

    guybrush

    Nebelsturm ist kein gewöhnlicher Krimi. Ehepaar mit 2 Kleinkindern verlässt die Großstadt und kauft einen alten Hof auf Öland. Einer Insel, wo die Menschen noch an Kobolde und Wiedergänger glauben. Wo im Moor Menschen geopfert wurden, wo die Verstorbenen hinter der Wand lauschen und die Toten zu Weihnachten zurückkommen. Wo alte Legenden noch lebendig sind und die Natur unberechenbar. Das schafft eine unheimliche Atmosphäre, die so dicht ist wie der Nebel und so kalt wie das Eis. Trotz der vielen Mystery-Elemente verbirgt sich in der Geschichte ein realer Kriminalfall und eine unglaublich traurige Familiengeschichte. Sie beginnt langsam, fast episch und steigert sich unaufhaltsam, um am Weihnachtsabend während eines Jahrhundertsturms zum spannenden Höhepunkt zu kommen. Es ist das beste Buch von Theorin, das ich bislang gelesen habe. Keins, das man im Sommer am Strand lesen sollte. An langen kalten Winterabenden im wohlig warmen Zimmer ist es jedoch ein absoluter Hochgenuss mit Gänsehautgarantie.

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    • 2
    SalanderLisbeth

    SalanderLisbeth

    04. February 2015 um 21:24
  • Finster, mystisch und enorm dicht -

    Nebelsturm
    mixtapemaedchen

    mixtapemaedchen

    Ein Buch, das mich gefesselt und getrieben hat: Ein kalter, finsterer Oktober auf Öland. Niemand sollte sich jetzt draußen aufhalten. Nebel und Schneestürme kündigen sich an. Joakim hat die Abergläubigen der Insel nicht um Rat gefragt und ist mit seiner Familie auf dem prachtvollen Hof Åludden eingezogen. Joakim und Katrine sind aus der Großstadt Stockholm aufs Land, die Insel Öland, gezogen und wollen den abgelegen Hof Aludden restaurieren. Um das Anwesen ranken Mysten und Legenden.  Joakim interessiert sich wenig dafür und bricht ein letztes Mal nach Stockholm auf, um die Reste des Umzugs abzuholen. Auf der Rückfahrt erhält er die schreckliche Nachricht, seine Tochter Livia sei ertrunken.  Doch als er endlich auf Aludden ankommt, erfährt er, dass es nicht seine Tochter ist....  Schon bald gibt es Zweifel daran, dass es ein Unfall war. In mehreren Strängen erzählt Thoerin die Geschichte des Anwesens und lässt eine unfassbare Spannung aufkommen. Was hast Joakims Schwiegermutter auf dem Anwesen erlebt, warum spricht Livia nachts mit der toten Mutter und warum glaubt auch Joakim bald, dass seine geliebte Ehefrau auch nach ihrem Tod noch anwesend ist? Soviel gesagt: Es ist spannend, es ist drückend und der Krimi entwickelt eine wahnsinnige Dichte. Man kann das Buch nicht weglegen.  Es war das zweite Buch von Theorin, das ich gelesen habe und mich wundert nicht, dass Nebelsturm 2008 in Schweden den Preis für den besten Krimi erhalten hat. Es ist kein gewöhnlicher Krimi -  er entwickelt sich zu einem Buch über Wiedergänger, Trauer und Tod  und natürlich einem Mord. Der Plot gipfelt über die Feiertage und den Jahreswechsel in einer brisanten Wende und wenn ich ehrlich bin, hätte ich niemals erraten, wer hinter dem Mord steckt.  Ich freue mich schon auf die weiteren Teile der Öland-Serie von Theorien - absolute Leseempfehlung !

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    • 5
  • Mystery-Krimi vor rauer Kulisse

    Nebelsturm
    SalanderLisbeth

    SalanderLisbeth

    17. March 2014 um 13:30

    Das junge Ehepaar Joakim und Katrine Westin ziehen mit ihren beiden Kindern aus der Stadt auf den abgelegenen Hof Aludden auf der Insel Öland. Das Anwesen ist aus dem  Holz eines Schriffswracks errichtet worden und laut Legende hat dieser Ort all seinen Bewohnern nur Unglück gebracht. Joakim interessiert sich nicht für diesen Aberglauben, aber schon kurz nach dem Einzug kommt es zu einem tragischen Todesfall innerhalb der Familie. Nebelsturm ist nach Öland der 2. Roman des Jahreszeitenquartetts von Theorin, aber der 1. den ich gelesen habe und eigentlich stehe ich nicht so auf Mystery in einem Krimi, Von diesem Roman war ich aber von der ersten Seite so geflasht, es hat mich derart gegruselt, ich hörte überall Geräusche, musste Fenster und Türen schließen. J.T. entwickelt eine ganz besondere, fast greifbare, bedrohliche Atmosphäre. Wenn zum Schluss die verschiedenen Erzählstränge auf ein spannendes Finale mitten in einem extremen Unwetter zulaufen, gibt es für alles eine rationale Erklärung. Hier geht aber auch ein bisschen die Atmosphäre verloren. Liebhaber reißerischer Krimis mit viel Blut kommen hier sicher nicht auf ihre Kosten, aber ich fand diese  Mischung aus Krimi, Familiengeschichte, Grusel und Schauermärchen großartig und Johan Theorin rutschte ganz schnell auf die Liste meiner Lieblings-Autoren. Für mich ein kleines Meisterwerk, noch einen Tacken besser als ÖLand und die optimale Lektüre für den Winter.

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  • Öland im Nebelsturm

    Nebelsturm
    Buecherschmaus

    Buecherschmaus

    16. January 2014 um 16:03

    "Nebelsturm" ist das zweite Buch aus der Öland-Reihe Johan Theorins, die als Jahreszeitenquartett angelegt ist. Und obwohl es mit dem schwedischen Krimipreis ausgezeichnet wurde und die Bezeichnung "Kriminalroman" das Cover ziert, ist es weit mehr als nur ein Kriminalroman. Es ist mindestens ebenso ein Familiendrama, ein Mysteryroman, ein Stimmungsbild der Insel Öland im Winter. Die Familie Westin zieht von Stockholm auf einen alten, renovierungsbedürftigen, sehr abgelegen liegenden Hof auf Öland, der Heimat von Katrine Westin. Dort kommt es schon bald zu einem tragischen Unglücksfall. Aber war es tatsächlich ein Unfall? Die junge Polizistin Tilda Davidsson beginnt daran zu zweifeln. Gleichzeitig beschäftigt sie eine Einbruchsserie und die Trennung von ihrem verheirateten Geliebten. Das Geschehen ist eingebettet in das winterliche Öland, eine karge, im Winter recht menschenleere Insel vor Schweden. Hier drohen immer wieder verheerende, gefährliche Nebelstürme. Durch Einsamkeit, Nebel, Kälte herrscht hier eine unheimliche Stimmung, die verstärkt wird durch die Geistergeschichten, die um den alten Hof und die nahen Leuchttürme kreisen. Viel Raum nehmen die Verstorbenen des Hofs ein, auf die in kurzen Rückblicken Bezug genommen wird, bis zum jüngsten Todesfall. Viel Raum nimmt auch die Trauer ein, die über die junge Familie hereingebrochen ist. Theorin entwickelt langsam, aber enorm eindrücklich eine gruselige Atmosphäre und Spannung, die im letzten Abschnitt rasant an Tempo zulegt und die verschiedenen Handlungsstränge am Weihnachttag zu einem Höhepunkt führt. Dabei gelingt es Theorin, die Mystery-Elemente immer so zu schildern, dass sie auch den diesem Genre ziemlich abgeneigten Lesern nicht unplausibel erscheinen. Zudem zeichnet er die Charaktere bis in die Nebenrollen sehr anschaulich und schafft eine Atmosphäre des winterlichen Ölands, die greifbar und beklemmend ist.

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  • düstere Stimmung perfekt

    Nebelsturm
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. September 2013 um 21:58

    Die düstere Grundstimmung der Geschichte wurde perfekt beschrieben. Ein Krimi der mehr ist nur ein Mordfall, eine Vergangenheit die lebendig wird und eine Spannung sich von Seite zu Seite mehr aufbaut. Man mag das Buch nicht mehr aus der Hand legen und wartet gespannt auf die Auflösung, die ganz zu Ende kommt.

  • The Fog, Nebel des Grauens...

    Nebelsturm
    rumble-bee

    rumble-bee

    30. August 2013 um 18:35

    Nein wirklich, ich finde es falsch, Johan Theorins Bücher in der Sparte "Krimi" einzuordnen. Sicher, es geht auch um ein Verbrechen. Aber erstens dauert es eine ganze Weile, bis sich herausstellt, dass hier überhaupt ein Mord vorliegt. Und zweitens hat das Buch andere Anteile, die ich persönlich viel wertvoller fand. Das Buch liest sich, als säße man mit einem alten nordischen Seemann am Kaminfeuer. Gemächlich, aber immer wieder mit Hinweisen gruseliger Natur gespickt, so dass man gebannt zuhört. Die Atmosphäre ist unglaublich dicht und überzeugend, und strotzt nur so von alten Legenden, Aberglauben, und mystischen Elementen. Noch dazu kann man das Buch als reine Familiengeschichte lesen, wenn man will. Die spannende und verflochtene Geschichte der Familie Westin nämlich. Hier gibt es so einige "Leichen im Keller", und erst durch den plötzlichen Tod der jungen Ehefrau werden Denk- und Verarbeitungsprozesse angestoßen. Sehr bewegend, und nie übertrieben! Gefreut hat mich auch, dass der Autor selbst die allerletzte Nebenfigur sehr ernst nimmt, und mit teils schrägen, aber fesselnden Details ausstattet. Zwei Einbrecher, die spiritistische Séancen abhalten, und auf den Rat von - ausgerechnet! - Alesteir Crowley hören! Eine junge Polizistin, die sich als einzige Frau auf einsamem Posten behaupten muss. Einsame alte Leute, die sich fremde Lastwagen merken. Ein rüstiger Senior, der im Altenheim über die Vergangenheit sinniert. Und so weiter... Ja, und der Nebel an der Küste... der war für mich nahezu greifbar. Erst kroch er über die Seiten, dann mir über den Rücken. Bis ich schließlich fast wie gehetzt zu Ende gelesen habe, um das Buch mit wohligem Seufzen zu schließen. Doch das Gute ist: das Buch hat eine solche Qualität, das ich es auch mit Genuss ein zweites Mal lesen könnte. Wirklich einzigartig. Und sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Nebelsturm" von Johan Theorin

    Nebelsturm
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    25. January 2013 um 16:30

    Das junge Ehepaar Westin zieht in den alten etwas heruntergekommenen Hof Aludden,der relativ einsam auf der Insel Öland liegt.Die Ehefrau möchte da leben weil sie alte Erinnerungen an ihre Kindheit hat,da ihre Mutter und Großmutter vor Jahren dort gelebt haben und die Familie möchte mit den zwei Kindern fernab vom Getriebe der Großstadt Stockholm leben.Das Ehepaar renoviert mit viel Freude das alte Gemäuer doch bevor der Ehemann endgültig seinen Schuldienst als Lehrer hinter sich bringen kann wird seine Ehefrau tot am Ufer des Meeres aufgefunden.Der arme Witwer ist nun mit den Kindern allein und versucht hinter die Geheimnisse des alten Hofes zu kommen mit den mystischen Geschichten ,die ihm erzählt werden und den geheimnisvollen Orten dort.Zudem tritt plötzlich einer der gefürchteten Nebenstürme auf der die Ermittlungen für die neue junge Polizistin sehr erschweren, die diesen Fall lösen möchte.Die geheimnisvolle winterliche Bedrohung durch den Nebelsturm und die liebevolle Beschreibung der kleinen Restfamilie haben mir sehr gut gefallen.Mit der Auflösung des Rätsels kann ich mich nicht ganz so richtig anfreunden obwohl ich diesen Krimi verschlungen habe.

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  • Rezension zu "Nebelsturm" von Johan Theorin

    Nebelsturm
    Arte-P_Buchladen

    Arte-P_Buchladen

    02. October 2012 um 10:32

    Rezi von Hofnaerrin (Mitarbeiterin): Johan Theorin schafft es durch seinen Schreibstil bereits auf den ersten Seiten seines Buches den Leser gefangen zu nehmen. Die Geschichte ist so anschaulich geschrieben, dass man die unheimliche Stimmung rund um den Ort und den Protagonisten direkt spüren kann. Da sich ein großer Teil des Buches auf die düsteren Legenden und mysteriösen Todesfälle des Hofes Aludden bezieht, würde ich dieses Buch nicht als reinen Kriminalroman einstufen. Nicht nur an kalten Winterabenden absolut lesenswert!

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  • Rezension zu "Nebelsturm" von Johan Theorin

    Nebelsturm
    Hofnaerrin

    Hofnaerrin

    19. August 2012 um 17:41

    Joakim Westin kauft mit seiner Frau gerne alte Objekte, um diese nach ihren Vorstellungen zu renovieren. Aus diesem Grund verlassen sie auch ihr behagliches Haus in Stockholm und ziehen mit ihren beiden Kindern auf den alten, verlassenen Hof Aludden auf Öland. Joakims Frau entdeckt bald das dunkle Geheimnis, das sich rund um den Hof und seine beiden Leuchttürme rankt. Doch noch bevor sie ihrem Mann davon berichten kann, geschieht ein Unglück, das nicht das erste dieser Art auf dem Hof ist. Nicht nur Joakim bekommt die Vergangenheit von nun an auf Schritt und Tritt zu spüren… Johan Theorin schafft es durch seinen Schreibstil bereits auf den ersten Seiten seines Buches den Leser gefangen zu nehmen. Die Geschichte ist so anschaulich geschrieben, dass man die unheimliche Stimmung rund um den Ort und den Protagonisten direkt spüren kann. Da sich ein großer Teil des Buches auf die düsteren Legenden und mysteriösen Todesfälle des Hofes Aludden bezieht, würde ich dieses Buch nicht als reinen Kriminalroman einstufen. Nicht nur an kalten Winterabenden absolut lesenswert!

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  • Ein Sturm im Wasserglas

    Nebelsturm
    Stefan83

    Stefan83

    03. August 2012 um 22:04

    Eigentlich hätte ich es ja besser wissen müssen. „Spiegel-Bestseller“-Aufkleber auf dem Cover, Brigitte-Lobeshymne auf der Rückseite und überschwängliche Lobeshymnen von allen Seiten – die Warnhinweise waren eigentlich gut zu erkennen. Als eifriger Krimi-Leser mit dem Riecher für das Besondere fernab des Mainstreams, macht man normalerweise um solch beworbene Bücher stets einen größeren Bogen, greift doch hier sehr oft die Formel: Außen hui, innen pfui. Da der Vorgänger „Öland“ aber, trotz einiger Längen und Schwächen, durchaus zu gefallen wusste, wanderte „Nebelsturm“, der zweite Part des geplanten Quartetts über die schwedische Insel, in mein Bücherregal. Und da hätte er letztlich ruhig auch noch etwas länger stehen und anderen Titeln aus dem Genre den Vorrang lassen können, denn über knapp 450 Seiten bietet Theorin zweites Werk vieles – allerdings nicht die vom Buchjournal erlebte „Große Kriminalliteratur“. Das liegt in erster Linie daran, dass der Geschichte über eine zu lange Distanz die Zutaten für die Zubereitung der erwarteten Spannung vorenthalten werden und Theorin sich mehr aufs Beschreiben konzentriert, als auf das Erzählen. Bis ins kleinste Detail erfährt der Leser, wo welches Möbelstück steht, wie sich welche Tapete in welchem Winkel von der Wand löst und was zwischen Frühstück und Schulbeginn bei Familie Westin sonst noch so passiert. Diese, insbesondere Familienvater Joakim, steht im Mittelpunkt der Handlung, welche sich vor allem auf das alte Gut Aludden konzentriert. Ein großes Haus, gebaut aus dem Holz eines vor langer Zeit vor der Küste gekenterten Schiffs, um das sich einige Legenden ranken und das, fernab der Zivilisation gelegen, ein durchaus stimmungsvolles Setting abgibt. Oder besser abgegeben hätte, denn Theorin weiß den leichten Grusel im Stile von „Sixth Sense“ nicht wirklich in Szene zu setzen bzw. im richtigen Maße zu dosieren. Mal kommt der schaurige Kitzel zu seicht daher, an anderer Stelle wird der Phantasie des Lesers wieder zu viel vorweggenommen. Dies ist insofern bedauerlich, da Potenzial für mehr vorhanden gewesen wäre. Theorin schöpft dieses aber, insbesondere bei der Zeichnung seiner Charaktere, nicht aus. So hat mir von allen Beteiligten die toughe, junge Polizistin noch am Besten gefallen, wenngleich ihr Beitrag an der Geschichte letztlich eher marginal ausfällt und vor allem der Beziehungsstress mit ihrem Ausbilder in Erinnerung bleibt. Überhaupt leiden, typisch skandinavisch, sämtliche Protagonisten sehr viel. Zwar ist man diese Nordlicht-Tristesse von Mankell, Indridason und Co. gewohnt – selten kam sie mir aber so überzogen vor, wie hier. Durch diese andauernde Melancholie wirkt die Geschichte erschreckend leblos und fad, hat der Krimiplot große Probleme, in die Gänge zu kommen. Die Trumpfkarte Atmosphäre, welche viele begeisterte Leser von „Nebelsturm“ zücken, zieht in meinem Fall leider nicht. Die Frage „Wie wie viel Seiten sind es eigentlich noch?“ stellte ich mir wesentlich öfter, als die nach der Identität des Mörders. So wäre das Buch fast auch in der Ecke gelandet, hätte Theorin dann nicht doch noch hundert Seiten vor Schluss endlich die Kurve bekommen. Plötzlich ist der Rhythmus dar, fügen sich die über dreihundert Seiten parallel laufenden Handlungsstränge zusammen, verleiht der namensgebende „Nebelsturm“ der so lang hinplätschernden Story etwas Tempo. Der „Showdown“ im Tiefschnee sorgt nun für Spannung, die Auflösung des Falles sogar für die ein oder andere Überraschung. Das kann aber am Ende nicht für die vielen Längen entschädigen oder gar die vielen Lobpreisungen rechtfertigen. Insgesamt ist Theorins zweiter Krimi ein gefälliger, aber auch enttäuschend unspektakulärer und biederer Skandinavien-Krimi, dessen Schauerelemente allzu oft wirkungslos verpuffen und der einfach zu wenig aus seinen Möglichkeiten macht.

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  • Rezension zu "Nebelsturm" von Johan Theorin

    Nebelsturm
    walli007

    walli007

    14. January 2012 um 12:40

    Totenhaus? Joakim und Katrine sind mit ihren beiden Kindern zusammen nach Öland gezogen. Sie haben den alten Hof gekauft, der zu den Leuchttürmen gehört, um die sich viele Legenden und Geistergeschichten ranken. Davon wissen die beiden aber nichts und mit viel Energie gehen sie an die Renovierung der Wohnräume. Katrine hat schon einen Bezug zu dem Hof, in dessen Waschhaus sie als Kind mit ihrer Mutter zusammen gelebt hat. Joakim, der noch als Lehrer in Stockholm gearbeitet hat, zieht erst etwas später ganz auf die Insel. Da tritt auch Tilda ihre erste Stelle an. Sie hat die Ausbildung auf der Polizeischule beendet und nun soll sie die Dorfpolizistin werden. Auch sie kennt die Insel schon ein wenig, da sie den Bruder ihres Großvaters des öfteren im Altersheim besucht hat, um mit ihm über die Familiengeschichte zu sprechen. Gerlof erzählt ihr gerne von den alten Zeiten und natürlich hat er auch eine Meinung, wenn Tilda von den Ereignissen auf der Polizeistation berichtet. Am Anfang war ich doch kurz davor etwas enttäuscht zu sein, beginnt der Autor doch mit einer sehr ruhigen Erzählung über Vergangenheit und Gegenwart, doch bald wird man von der winterlichen Stimmung des Buches gefangen genommen. Die Schaumkronen tanzen auf den Wellen, die Zeit der Dunkelheit rückt näher, der Wind pfeift um die Häuser. Eigentlich weniger wie ein Krimi mehr wie ein Gemälde des Nebelsturms so erschien mit dieser Roman. Mit jeder Seite, die ich las, war ich mehr im Banne der Ereignisse. Wie hängt alles zusammen, wieso geschehen Dinge. Selbst das Unheimliche, Geisterhafte hat etwas selbstverständliches. Wie kann man den Tod eines geliebten Menschen verarbeiten, kann man es überhaupt. In mehreren Erzählsträngen wird dem Leser das Leben auf der Insel näher gebracht. Der alte Volksglaube, die alten Geschichten und Legenden, haben sie Einfluss auf die Gegenwart. Kann ein Haus wirklich Unglück bringen. Oder ist es eher ein schöner Brauch, wenn der Toten auf eine eigene Art gedacht wird. Nun kommen jedoch alle Handlungsstränge zu einem furiosen Finale zusammen, das mich nach längerem mal wieder völlig der Welt entrückt hat, so in die Geschichte eingetaucht war ich. Und mal wieder von der Auflösung überrascht, die zwar völlig logisch mit wenigen Worten erklärt alles auf den Punkt bringt.

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