Johan Theorin So bitterkalt

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Lovelybooks Bewertung

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Inhaltsangabe zu „So bitterkalt“ von Johan Theorin

Kaum ein Bewerber findet den Weg nach Valla an die schwedische Westküste. Jan Hauger aber kommt, und er besitzt gute Zeugnisse. Doch es ist kein Zufall, dass er sich in dem außergewöhnlichen Kinderhort vorstellt – er braucht diese Stelle unbedingt. Denn Jan hat ein dunkles Geheimnis: Bei einer seiner früheren Stellen ging ein Kind verloren, das erst nach Tagen auf nie geklärte Weise wieder auftauchte. Und das ist nicht der einzige Fleck auf Jan Haugers Weste. Warum aber will er nun ausgerechnet in Valla arbeiten?

Nicht sein bestes Werk, aber durchaus lesenswert :)

— AdrienneAva

in die sauna gehen? nachdem ich dieses buch gelesen habe? nö!

— Buecherspiegel

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  • So bitterkalt

    So bitterkalt

    AdrienneAva

    Ein junger Erzieher in der Einsamkeit eines west-schwedischen Ortes. Ein mehrfacher Mörder mit einem irrwitzigen Plan. Und eine Liebe die niemals aufhören wird. Bei diesem Werk von Johan Theorin bin ich hin und her gerissen. Ich habe seine Ölandbücher regelrecht verschlungen, finde dieses jedoch deutlich schwächer. Die Idee und die Umsetzung gefallen mir gut, jedoch hatte es zwischendurch immer mal wieder längen, die mich nur quälend vorankommen liessen. Gefallen haben mir die starken Gefühle, welche in diesem Buch zum Tragen kommen. Die psychischen Abgründe und enormen Abhängigkeitsbeziehungen.  Im Grossen und Ganzen ein gelungener Kriminalroman, der jedoch nicht ganz an die Ölandbücher heranreicht.

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    • 2

    Pat82

    20. September 2015 um 20:24
  • opfer = täter = opfer

    So bitterkalt

    Buecherspiegel

    11. June 2014 um 20:12

    ein schwedenkrimi, der es langsam angehen lässt und man nur tröpfchenweise die bitteren wahrheiten erkennen kann. wer bestimmte weggelassene informationen vermisst, kommt allerdings schnell an die lösung des krimis heran, was den lesespaß keinesfalls schwächer werden lässt. der Autor, johan theorin, erzählt mit kleinen schritten, kurzen rückblenden, die immer stärker werden, vom leiden eines opfers, der sich entschieden hat, zum täter zu werden. traurige figuren begleiten einen jungen erzieher, um beim finale ...

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  • Lauwarm

    So bitterkalt

    AnnaChi

    27. January 2014 um 20:00

    Nachdem mich die "Öland-Reihe" von Johan Theorin begeistert hat, bin ich von diesem Buch etwas enttäuscht. Dabei beginnt es so spannend: Ein junger Erzieher mit zweifelhafter Vergangenheit, die im Laufe des Buches langsam enthüllt wird, nimmt eine Stelle in einer Vorschule an, die Kinder von Insassen der nahegelegenen psychiatrischen Klinik beherbergt ... Je deutlicher aber die Verbindungen werden, die der Erzieher Johan zu dieser Klinik hat, desto mehr flacht die Handlung ab, desto stärker häufen sich Konstruktionen, die, besonders gegen Ende des Buches, immer unwahrscheinlicher werden. Auch die Personen haben keine "Tiefendimension" und bleiben seltsam kühl und oberflächlich. Schade, dass es Theorin in diesem Buch nicht schafft, seine guten Grundideen besser und schlüssiger umzusetzen.

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  • So bitterkalt

    So bitterkalt

    Alienor

    15. September 2013 um 16:04

    Schon beim Hauptcharakter weiß man nicht so recht, woran man eigentlich ist: Jan scheint Erzieher mit Leib und Seele zu sein, der Kinder über alles liebt. Er tritt eine neue Stelle an: In der „Lichtung“, einer Vorschule für Kinder psychisch kranker Eltern, die direkt vor den Toren der Anstalt Sankt Patricia liegt. Doch schnell wird klar, dass Jan noch andere Motive umtreiben. Er ist davon besessen, in Kontakt mit einer gewissen Rami zu treten, die er als Insassin dieser Klinik vermutet. Wie weit wird er dafür gehen und was hat es mit Rami auf sich? Parallel zu diesem Erzählstrang beleuchtet Johan Theorin stückchenweise auf zwei weiteren erzählerischen Ebenen Jans dunkle Vergangenheit. Man fiebert automatisch mit. Was hat Jan mit dem kleinen William vor? Was ist ihm in seiner eigenen Jugend wiederfahren? Und was für ein Mensch ist er tatsächlich? Doch Jan ist auch bei weitem nicht der einzige in der „Lichtung“, der ein ausgeprägtes Interesse am hermetisch abgeriegelten und streng bewachten  „Sankt Psycho“ an den Tag legt… Das Ende ist überraschend und unterwegs kommt viel Gänsehaut auf, zum Beispiel wenn Jan sich nachts unerlaubt Zutritt zu den dunklen Kellern der Anstalt verschafft. Die Geschichte enthält gleich mehrere menschliche Abgründe und Theorin spielt über weite Strecken gekonnt mit Andeutungen und den Erwartungen des Lesers. Stück für Stück, fast quälend langsam, kommen die wahren Zusammenhänge ans Licht-und ehe man sichs versieht sind die 480 Seiten auch schon verschlungen. Eine klare Leseempfehlung für alle, die gerne die Untiefen der menschlichen Existenz ausloten und dabei auch ohne viel Blut auskommen.

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  • Krimi Ödland

    So bitterkalt

    Phil Decker

    04. September 2013 um 13:20

    Fällt gegenüber den Vorgängern deutlich ab. Die Wendungen sind zwar interessant, aber irgendwie ist bei mir kein Spannungsbogen entstanden. Dazu sind auch die Protagonisten ziemlich oberflächlich und spröde gezeichnet.

  • Gute Komponenten schlecht verarbeitet

    So bitterkalt

    Natalie77

    04. July 2013 um 19:55

    Inhalt: Jan ist Erzieher und hatte schon mehrere Jobs, immer als Vertretung und somit kurzzeitig. Nun bewirbt er sich in der Lichtung eine Vorschule die an eine Psychiatrie angegliedert ist. Sein Wunsch dort zu arbeiten hat nicht nur mit der Arbeit an sich zu tun sondern auch mit den Insassen der Psychiatrie, aber das sollte keiner wissen, genauso wie von seiner ersten Stelle bei der in seiner Obhut ein Junge verschwand. Meine Meinung: So Bitterkalt hat mich durch sein schlichtes Cover und den Rückentext angesprochen. Ich versprach mir fesselnde Spannung. Leider wurde ich da enttäuscht Statt Spannung gab es zunächst eine Erzählung über Jan, sein Leben wie er ers fürht wie einsam er ist. Wie sehr er für seine Jugendliebe schwärmt und wie gerne er von den Kindenr umgeben ist. Ein Mensch mit vielen Selbstzweifeln der sich nur aufrecht hält weil er seine Jugendliebe treffen will. Der sich anzupassen versucht, dem das aber nicht gelingt. Für mich ist Jan eine sehr negative Person. Anfangs undurchschaubar und mit vielen Geheimnissen. Das machte zunächst auch die Spannung aus. Erstmal weiß man nicht was mit Jan los ist, was ihm beim Vorstellungsgespräch so eine Angst macht und die Neugier ist angestachelt. Ich wollte wissen was Jan ausmacht und habe so immer weiter gelesen. Lernte ihn kennen, aber das machte ihn nicht sympathischer Auch das immer zwischen gegenwart, einem Ereignis in der Jugend und einem Ereignis bei seiner ersten Arbeitsstätte gewechselt wird machte es interessanter und baute ein wenig Spannung auf. Leider ging die mit diesem langsamen Erzählstil irgendwann flöten und kam auch erst wieder gegen Ende auf. Dabei hat dieser Krimi alles was man sich Wünschen kann. Einen undurchsichtigen Protagonisten. Geheimnisse und eine Szenerie die schon ein wenig gruselig ist. nur leider wurde hier das Potenzial nicht voll ausgeschöpft. Am Ende läuft alles zusammen und man erkennt wie alles zueinander gehört. Das entschädigt aber nicht für viele viele langweilige Seiten davor. Der Mitteteil war für mich definitiv zu langatmig. Ein wenig gekürzt wäre die Story bestimmt rasanter gewesen und die Spannung wäre damit geblieben. 

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  • Das Grauen im Kopf

    So bitterkalt

    rumble-bee

    24. May 2013 um 13:17

    Mein erster Johan Theorin - aber sicher nicht mein Letzter! Ich habe zu diesem Buch gegriffen, weil ich von Johan Theorin gehört hatte, er schreibe Thriller mit mystischen Elementen - gar nicht so unähnlich einer Fred Vargas. Doch dieses Buch fällt aus der "Öland"-Reihe heraus, und ist eine eigenständige Geschichte. Als "normalen Thriller" würde ich es aber auch nicht bezeichnen! Eher als "Psychogramm", mit sehr gemächlichem Erzählstil, wobei jedoch der "Thrill" ständig im Hintergrund, in des Lesers Kopf, abläuft. Und gerade so etwas liebe ich! Hier gibt es kaum Blut, kaum Gewalt (außer am Ende) - und dennoch ängstigt man sich fürchterlich, zumindest dann, wenn man sich in die handelnden Personen hineinversetzen kann. Worum geht es überhaupt? Um einen etwas merkwürdigen jungen Mann, Jan, von Beruf Erzieher. Der lässt sich - ausgerechnet - in eine Vorschule versetzen, die einer psychiatrischen Klinik für Schwerverbrecher angegliedert ist. Das erste Drittel des Buches beschreibt eher seinen Arbeitsalltag. Doch schon hier spürt man, dass ihn ungewöhnliche Motive zu genau diesem Job getrieben haben. Es gibt dunkle Flecken in seiner Vergangenheit. Und so langsam, aber sicher nimmt das Buch an Fahrt auf... Ich kann verstehen, dass manche Leser enttäuscht waren. Thriller-typische Action, und einen geradezu klassischen Showdown, gibt es erst auf den letzten 50 Seiten. Und doch...! Ich glaube, dies ist ein Buch für Mütter. Es geht die ganze Zeit um kleine Kinder, die gar nicht wissen, was sich genau um sie herum abspielt. Die Erwachsenen haben alle, samt und sonders, ihre eigenen Motive, an diesem gefährlichen Ort zu arbeiten. Und dann übernachten auch noch ein paar Kinder in der Tagesstätte! Mich hat das kalte Grausen gepackt, da ich selber Kinder habe. Grandios fand ich das ganze Buch über die Atmosphäre, die Beschreibungen der Umgebung. Man braucht gar nicht viel "Handlung", um sich zu gruseln. Die Klinik, im Volksmund "Sankt Psycho" genannt, steht immer düster und drohend im Hintergrund. Und natürlich gibt es einen undurchdringlichen Wald drumherum! Hat mich alles ein wenig an "Shutter Island" erinnert. Toll auch die diversen Ausflüge von Jan in den (verbotenen) Keller. Obwohl zunächst nicht viel passierte, jagte mir ein Schauer nach dem anderen über den Rücken. Da ich die Auflösung nicht verraten möchte, kann ich nur in Andeutungen über meine Meinung zum Ende sprechen. Ich persönlich fand es absolut passend. Die Vergangenheit von Jan wird aufgeklärt, mit überraschenden Resultaten. Und es kommt zu einer schicksalhaften Entscheidung. Es kann gar nicht gut ausgehen, so oder so nicht! Doch in der allerletzten Szene gibt es wieder einen Hoffnungsschimmer, und das Buch endet angenehm offen. Mich hat das Buch wirklich begeistert. Auch und gerade deshalb, weil es in weiten Teilen unblutig war. Für mich lag der Thrill in der Atmosphäre, der Umgebung, und den kuriosen Motiven, die sämtliche Leute hatten, und die erst nach und nach ans Licht kamen. Auf sachlicher Ebene, was Psychiatrie und Diagnosen betrifft, ist das Buch sicherlich angreifbar. Aber das stand für mich nicht im Vordergrund. Ich empfehle es jedem, der flüssig lesbaren und angenehm anderen, spannenden Lesestoff sucht.

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  • Ein Buch das fesselt...

    So bitterkalt

    romanasylvia

    18. May 2013 um 13:25

    Ich fand das Buch von der ersten Seite bis zur letzten Seite sehr spannend. Es war mein erstes Buch dieses Autors und ich kann das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen.

  • Hat einen zwiegespaltenen Eindruck hinterlassen

    So bitterkalt

    pelznase

    25. March 2013 um 17:30

    Dies war mein erster Krimi von Johan Theorin. Allein die Inhaltsangabe sprach mich sofort an. Geschichten um eine Psychiatrie sind meist genau mein Fall. Das muss so eine Art Sensationsgier sein Irgendwie drängt sich mir immer das Bild einer Klapsmühle auf. Mit düsteren Zellen und Patienten, die nur mit Zwangsjacke herumlaufen und für sich und jeden anderen eine lebensbedrohliche Gefahr darstellen. Da hilft es auch nicht, dass man das heute eigentlich besser weiß. Es ist trotzdem immer noch ein Ort, den die meisten Menschen nicht genauer von innen gesehen haben. Und etwas, das einem so wenig vertraut ist und über das solch grausige Vorstellungen kursieren, das ist eben immer für ein gewisses Gruseln gut. Das Buch teilt sich für mich in zwei Teile auf. Der erste Teil hat mir richtig gut gefallen, da er gleich aus mehreren Richtungen spannend ist. Da ist zunächst die Hauptperson Jan, der in einem Kindergarten nahe der Psychiatrie als Erzieher anfängt. Man lernt Jan als einen zwar netten jungen Mann kennen, allerdings auch als sehr beherrschte und ruhige Person, die soziale Kontakte eher meidet. Zudem erfährt man bald, dass es in seiner Vergangenheit einen dunklen Fleck gibt. In einer Eindrichtung, in der er früher gearbeitet hat, ist ihm bei einem Ausflug ein Kind “verloren gegangen”. Das alles führte bei mir dazu, dass ich Jan zwar schon irgendwie mochte, aber doch immer auch ein wachsames und misstrauisches Auge auf ihn hatte. Speziell als er beginnt, sich für einen kleinen Jungen in der neuen Einrichtung zu interessieren. Schließlich erfährt an erst nach und nach, was damals passiert ist, und darf somit zuvor schon böse Ahnungen haben, wie ich finde. Hin und wieder ging mir Jan allerdings auch gut auf die Nerven mit seiner Verehrung für Rami. Lange hielt ich sie für eine echte, wenn auch nicht allzu große Berühmtheit, und verstand einfach nicht, dass ein Mann in Jans Alter noch so für einen Star schwärmen kann. Er ist doch kein Teenie mehr! Wer diese Rami ist, das klärt sich erst als die Geschichte beginnt, sich aufzusplitten. Neben den Ereignissen im Kindergarten und der Psychiatrie, bekommt man dann einen Einblick in Jans Vergangenheit. Denn er selber saß ebenfalls als Jugendlicher mal in einer Psychiatrie! Und man erfährt in einem weiteren Blick in die Vergangeheit, was in der Einrichtung vor sich ging, in der Jan das Kind “verlor” und wie das geschehen konnte. Durch dieses Aufsplitten hatte ich schnell eine Ahnung, wieso Jan das Kind damals verlor, und ich war sehr neugierig, ob ich richtig lag. Entsprechend habe ich das Buch verschlungen. Doch als sich dann herauststellte, dass ich richtig lag, war für mich die Spannung raus. Hinzu kam noch, dass einem besagte schaurige Vorstellung der Psychiatrie genommen wird indem man mit Jan dorthin gelangt. Hier begann für mich der zweite Teil des Buches, und den habe ich längst nicht mehr so gebannt verfolgt. Natürlich sind hier noch Fragen offen, die geklärt werden müssen, aber die fand ich gar nicht mehr so spannend. Am Ende kommt es zum großen Showdown, bei dem man den Kopf gut zusammenhalten sollte um durchzusteigen. Da geht es plötzlich holterdipolter während die Handlung vorher schön übersichtlich verlief. Außerdem tut sich noch eine unerwartete (naja) Wendung auf. Ich fand, “So bitterkalt” liest sich super leicht. Das hat mich überrascht, aber natürlich hat es mir auch gefallen. Es ist ja schon ein dickes Buch und wenn man sich da noch vom Sprachlichen her durchquälen müsste… Nein, da ist das so viel eher mein Fall. Und spätestens als sich die Erzählung in die drei Handlungsstränge aufspaltet, wird es noch mal leichter. So etwas lockert immer auf. Im Krimi- und Thriller-Regal ist ein solch helles Cover ein echter Blickfang. Ich finde aber außerdem, dass es mit der eisigen Farbe prima zum Titel passt. Und ein dickes Lob gibt’s noch für das Lesebändchen. Sowas ist immer eine  Freude für mich! Fazit:  In meinen Augen eine zweigeteilte Geschichte. Im ersten Teil super spannend durch einen undurchschaubaren Hauptcharakter, einem Schauplatz, der vielen Menschen so unbekannt sein dürfte, dass man immer noch mit gewissen schauerlichen Vorstellungen davon lebt, und einer aufgeteilten Handlung, die Blicke in der Vergangeheit gewähren undso düstere Geheimnisse preisgeben.  Im zweiten Teil war dann durch einen leicht zu ziehenden Schluss die Spannung ziemlich raus. Zudem fand ich den Showdown geradezu überfallartig komplex. Im Vergleich zum vorigen Geschehen.

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  • Spannendes Puzzle

    So bitterkalt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. March 2013 um 09:03

    Gleich zu Beginn sei gesagt: wer einen Thriller mit Action, Blut und Leichen erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht. Theorin entwickelt die Spannung langsam und bedächtig, indem er immer mehr Puzzleteile über das Seelenleben und die Vergangenheit der Figuren, insbesondere der Hauptfigur Jan Hauger, enthüllt. Jan Hauger ist ein junger Mann, der sich um eine Vertretungsstelle in der Vorschule der psychiatrische Klinik "Sankt Patricia" bewirbt. Schon beim Einstellungsgespräch wird klar, dass Jan "anders" ist. Er ist ein Einzelgänger, unsicher, will nicht zu viel von sich offenbaren, ist vorsichtig und reserviert - und er ist mehr an den Insassen der Klinik mit dem Spitznamen "Sankt Psycho" interessiert, als er es dem Willen des Direktors und der Leiterin der Vorschule nach sein sollte. Auch trägt er ein Geheimnis mit sich herum. Ein Geheimnis, das mit einer früheren Stelle in einer anderen Vorschule zu tun hat, in der ein William, ein Kind, das sich in seiner Obhut befand, "verschwand". Als Jan die Stelle bekommt, kreisen seine Gedanken nur noch darum, wie er es schafft, in die Anstalt, die mit der Vorschule durch einen Kellergang verbunden ist, heimlich einzudringen und einem bestimmten Menschen gegenüber zu treten und er beginnt, die Regeln zu brechen. In Rückblenden erzählt Theorin, wie es zum "Verschwinden" des kleinen William kam und später auch von den Begebenheiten in Jans Kindheit. So fügen sich nach und nach die Mosaiksteine zusammen und aus den scheinbar willkürlichen und unzusammenhängenden Gedanken, Erinnerungen und Wünschen Jans ergibt sich ein komplettes, manchmal auch verstörendes Bild, das Jans Handlungen erklärt. Dabei zeigt sich, dass nicht nur Jan, sondern auch fast alle anderen Figuren nicht das sind, was sie zu sein scheinen. Gerade diese schrittweisen Enthüllungen, die kleinen Brocken, die Theorin dem Leser immer wieder hinwirft, sind es, die mich gefesselt haben. "So bitterkalt" ist kein lautes Buch mit Knalleffekten sondern eines, bei dem sich die Spannung leise anschleicht. Ein Buch, das die Abgründe der Seele, die Narben, die Verletzungen in der Seele hinterlassen und die die Menschen so (irrational) handeln lassen, ganz langsam enthüllt. Wie eine Decke, die von einem unförmigen Objekt Stück für Stück weggezogen wird und immer mehr preisgibt. Die Sprache ist schlicht im positiven Sinn. Theorin verzichtet auf Schnörkel und komplizierte Satzkonstrukte sondern schreibt so, wie Jan Hauger denkt. Einfach und geradlinig. Ich vergebe nur deshalb keine fünf Sterne, weil mir persönlich das Ende nicht hundertprozentig gefallen hat und ich manche Dinge auch nicht nachvollziehen konnte bzw. unlogisch fand, so z.B. ein Abstellraum mit allen möglichen Dingen - u.a. einer Gitarre - in einer psychiatrischen Einrichtung, zu dem auch selbstmordgefährdete Personen ungehindert Zugang haben. Dass Gitarrensaiten eine "Einladung" zum Suizid sein können, braucht eigentlich nicht extra erwähnt zu werden. Der Titel an sich gefällt mir zwar - doch ist er in meinen Augen ein perfektes Beispiel für einen konstruierten Titel, der weder mit dem Original (Sankta Psycho) noch mit dem Inhalt etwas zu tun hat. Auch was der Storch auf dem Cover zu tun hat, will sich mir nicht erschließen. Vielleicht, weil Jan in einer Vorschule arbeitet und der Storch die Kinder bringt? Ein Eichhörnchen halte ich jedenfalls für viel passender (Leute, die das Buch kennen, wissen warum). Auf Klappentexte gebe ich schon seit geraumer Zeit nichts mehr, denn würden die Klappentexte alle stimmen, gäbe es nur noch "unglaublich fantastische, unvergleichlich großartige Meisterwerke", die allesamt den größten Meisterwerken des jeweiligen Genres problemlos das Wasser reichen können. Deshalb habe ich dem Klappentext von "So bitterkalt" auch keinen Glauben geschenkt, was im Nachhinein betrachtet gut war, denn so nervenzerfetzend, wie das Buch beschrieben wird, ist es in der Tat nicht. Insgesamt hat mich das Buch aber sehr gut unterhalten und deshalb bekommt es von mir ein klares "gefällt mir".

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  • Rezension zu "So bitterkalt" von Johan Theorin

    So bitterkalt

    World_of_tears91

    05. February 2013 um 19:35

    Falls Sie auf der Suche nach einem nervenzerfetzenden, blutrünstigen Thriller sind, sollten Sie Sich lieber nach einem anderen Buch umsehen. Sollten Sie jedoch Lust auf hochspannende "Psycho-Unterhaltung" haben, dann dürfen Sie gerne weiterlesen. Am besten beginne ich bei Jan, dem Protagonisten. Dieser hat nämlich, um das mal so lapidar auszudrücken, volle Kanne einen an der Klatsche. Man stellt schon auf den ersten paar Seiten fest, dass er rein vom Verhalten und vom Charakterlichen her irgendwie total komisch ist. Und wenn dann noch seine Besessenheit für eine ominöse Sängerin und die Tatsache zum Vorschein kommen, dass er in seiner Vergangenheit mal ein Kind entführt hat, dann stellt man spätestens fest, dass er wirklich ein verdammt komischer Typ ist. Man könnte jetzt meinen, dass ihn das zu allem anderen, aber nicht zu einem Sympathieträger macht. Wenn man aber in der Geschichte fortschreitet und mehr über ihn erfährt, dann beginnt man langsam, ihn zu mögen und vor allem auch zu verstehen. Erzählt wird die Geschichte aus Jans Perspektive, allerdings fungiert er nicht als Ich-Erzähler. Aber das trägt dazu bei, dass man einen sehr detailierten Einblick in sein Leben und auch in seine Seele erhält und das macht es einem viel leichter, sich mit diesem komischen Kauz anzufreunden. In weiteren Erzählsträngen wird von den Geschehnissen im "Luchs" und in der "Klapse" berichtet, was am Ende das ganze große Puzzle zu einem Stück zusammenfügt. Vom Klappentext und den Anpreisungen her, hatte ich einen netten, blutrünstigen Schweden-Thriller erwartet, auch wenn da eindeutig "Kriminalroman" draufgedruckt ist. In dieser Hinsicht bin ich dann doch ein wenig enttäuscht worden, aber das soll beim besten Willen nicht heißen, dass ich das Buch langweilig fand - im Gegenteil! Der Spannungsbogen steigt kontinuierlich an und zeichnet sich eben nicht durch rohe Gewalt und viel Blut aus, sondern durch subtilen Grusel und jede Menge, teils anspruchsvoller, psychologischer Spannung. Die Atmosphäre in der Klinik und vor allem in ihren Kellern, ist Johan Theorin so perfekt gelungen, dass es mir immer noch kalt den Rücken runterläuft, wenn ich an die unterirdischen Kellergänge denke. Ich könnte mir jedoch gut vorstellen, dass diese Art der Spannung für den ein oder anderen schlicht weg langweilig ist, also nochmal der Hinweis: Blut und Gewalt gibt es nur in ganz kleinen Stücken und das auch erst am Ende des Buches! Meines Erachtens beherrscht Johan Theorin sein Handwerk sehr gut. Vor allem die Atmosphäre hat mir richtig gut gefallen. Den Schreibstil an sich fand ich auch recht gut zu lesen, allerdings kommen öfter mal kurze, abgehackt wirkende Sätze vor, das ist erfahrungsgemäß ebenfalls nichts für jeden Geschmack, dadurch kommt aber die ganze Verwirrung um Jans Inneres und um das, in was er sich das verstrickt hat, nochmal richtig deutlich hervor. Das Ende fand ich dann leider etwas abrupt und es wirkte auch ein wenig konstruiert, hier hätte die sonst so präsente, psychologische Spannung gut getan. Mein Fazit zu "So bitterkalt" fällt sehr positiv aus, auch wenn es durch ein paar kleinere Mankos nicht für die volle Punktzahl gereicht hat. Empfehlen möchte ich es allen Genre-Fans, die auch mal auf Blut und Co. verzichten können, denn das Buch weiß auch so auf allen Ebenen zu überzeugen.

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  • Rezension zu "So bitterkalt" von Johan Theorin

    So bitterkalt

    Crazy

    13. January 2013 um 12:52

    Ich habe bisher nur einen Roman von Johan Theorin als Hörbuch gehört und war von der Erzählweise gar nicht begeistert. Aber der Inhalt von "So bitterkalt" klang so vielversprechend, dass ich es versuchen musste. Ich wurde nicht enttäuscht. Schon nach wenigen Seiten war ich gefangen von dem Buch. Es geht um Jan Hauger, der als Jugendlicher von seinen Schulkameraden aufs übelste gemobbt wurde. Als er schließlich einen Selbstmordversuch überlebt, wird er in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und lernt Alice Rami kennen, die seine Gedanken sein Leben lang begleitet. Jahre später macht er eine Ausbildung als Erzieher und versucht Alice zu rächen. Als er sie schließlich in einer psychiatrischen Klinik wieder gefunden hat, versucht er alles um sie wieder zu treffen. Mehr möchte ich eigentlich auch nicht verraten, weil das Buch sonst an Spannung verliert. Das Buch ist auf zwei Zeitebenen geschrieben. In der Gegenwart, in Jans Jugendzeit und zu Beginn seiner Berufslaufbahn. Stück für Stück setzt sich das Wissen um ihn und was ihn gedanklich quält zusammen, so dass am Ende keine Fragen offen bleiben. Etwas gestört hat mich das Ende, da ich ein Gerechtigkeitsmensch bin und gern gewusst hätte, wie Jan sich aus allem herausredet. Alles in allem hat mir das Buch richtig gut gefallen und ich war überrascht, dass mich das Buch so mitgerissen hat. Vielleicht sollte ich mich doch noch mal an ein anderes Theorin-Buch wagen.

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  • Rezension zu "So bitterkalt" von Johan Theorin

    So bitterkalt

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. January 2013 um 20:08

    "So bitterkalt" von Johan Theorin ist ein spannender Psychothriller um einen zurückhaltenden Erzieher, der eine Stelle in der Kindertagesstätte einer psychiatrischen Klinik in der schwedischen Einsamkeit antritt. Jan Hauger, ein Erzieher mit guten Zeugnissen und Referenzen. Doch irgendein Geheimnis scheint er mit sich herum zu tragen. Was ist in seiner Kindheit und Jugend passiert, dass seinen Charakter zu entscheidend geformt hat? Was hat es mit der Frau Rami zu tun, von der er wie besessen scheint? Und was war das für ein Vorfall im Kindergarten "Luchs", den Jan gern geheim halten möchte? Die Kindertagesstätte "Die Lichtung", besucht von Kindern, deren Eltern im benachbarten Krankenhaus behandelt werden. Doch es ist kein normales Krankenhaus, es ist eine psychiatrische Klinik, in der auch mehrfach bestrafte Gewalttäter und Mörder sitzen. Durch einen unterirdischen Gang können die Kinder ihre Eltern besuchen. Doch die Klinik umgibt sich mit etlichen Geheimnissen, und die Angestellten müssen etliche Regeln zur Verschwiegenheit beachten. Doch was geschieht wirklich hinter der Mauern der Klinik? Sehr gespannt auf den Inhalt habe ich mit diesem Buch begonnen, und es hat mir wirklich gut gefallen. Der Roman beginnt recht ruhig, die Handlung entwickelt sich anfangs nur langsam, man lernt Personen, Umgebung und Hintergründe kennen. Und doch fühlte ich mich von dem Buch immer gut unterhalten, nicht gelangweilt. Die Hauptperson ist etwas eigenwillig ausgewählt, da Jan Hauger weder klarer Sympathieträger noch der klar erkennbare Böse im Roman ist. Und doch lernt man ihn mit all seinen Ecken, Kanten, Wunden und Narben aus der Vergangenheit kennen und bekommt Einblicke in sein Erleben und seine Wahrnehmung. Die Handlung spielt in drei Zeitebenen, die aber durch die Kapitelbenennung weiß der Leser immer genau, in welcher Zeit man sich gerade befindet. Der Autor schreibt einfach und klar. Kein Buch, was mich über alle Stränge begeistert hätte, aber auf jeden Fall hat es mich gut unterhalten, ist spannend, sehr interessant und mal was anderes. Ich kann das Buch empfehlen und werde bestimmt auch mal einen anderen Roman des Autors lesen.

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  • Rezension zu "So bitterkalt" von Johan Theorin

    So bitterkalt

    Bellexr

    30. December 2012 um 19:03

    Besessen . Der junge Erzieher Jan Hauger tritt eine Vertretungsstelle in der „Lichtung“ an, einer Vorschule im westschwedischen Valla. In diese Vorschule gehen Kinder, deren Eltern in der nahegelegenen psychiatrischen Klinik inhaftiert sind. Durch einen unterirdischen Gang werden die Kleinen für Besuche in die Klinik gebracht. Jan findet sich schnell mit den Routinen in dem Kinderhort zurecht, doch die psychiatrische Klinik übt auf ihn eine eigentümliche Faszination aus. Aber auch Jan hat ein Geheimnis. Vor Jahren verlor der Erzieher einen kleinen Jungen im Wald, der wenige Tage später wieder auftauchte, aber das ist nicht das einzig Merkwürdige, was Jan partout verbergen möchte. . Sankt Patricia kommt Jan vor, wie ein Berg, der bestiegen werden soll. Der unterirdische Gang könnte eine Möglichkeit bieten, in die Klinik zu gelangen, doch was zieht den Erzieher dorthin? Johan Theorin baut geschickt seine Geschichte um diese psychiatrische Klinik auf, die fast drohend auf dem Hügel liegt und ein Geheimnis verbirgt. Hat es etwas mit dem Serienmörder Ivan Rössl zu tun, der dort einsitzt? Wer ist die Frau, die Liebesbriefe an den psychopathischen Mörder schickt? Und vor allem, warum übt diese Klinik eine solche Anziehungskraft auf Jan aus? . Anfangs ist man hauptsächlich bei den Erlebnissen von Jan rund um den Kinderhort dabei. Erlebt, wie der introvertierte, ruhige Erzieher sich in Valla einlebt, wie er während der Arbeit mit den Kindern umgeht und wie Jan immer mehr Kontakt zu seinen Arbeitskolleginnen aufnimmt. Bald aber schon wechselt der Autor die Handlungsstränge und man erfährt nach und nach etwas über Jans Vergangenheit, seine Erlebnisse damals im Kinderhort Luchs, als er den kleinen Jungen im Wald verlor. Doch diese Erzählstränge geben anfangs eigentlich nur mehr Rätsel auf, als das sie Klarheit in die Geschichte bringen, welche Johan Theorin zumeist sehr beklemmend erzählt. . Sein Schreibstil ist durchweg sehr ruhig, dennoch jederzeit fesselnd und einnehmend. Gebannt verfolgt man das Leben seines Protagonisten, wobei die Spannung eigentlich immer nur zu erahnen ist. So, als wenn sie ständig im Hintergrund lauert, nur um jeden Moment in den Vordergrund zu drängen. Die Geschichte lebt von den mysteriösen Andeutungen, denn man weiß ganz genau, irgendetwas Entscheidendes ist in Jans Vergangenheit geschehen, was ihn letztendlich nach Valla geführt hat, um hier seinen Abschluss zu finden. Die Story geht immer wieder überraschende Wege, neue Perspektiven tun sich auf und das logisch aufgebaute Ende ist hochspannend und lässt schlussendlich keine Fragen mehr offen. . Gelungen sind neben der vielschichtigen Story auch die Charakterzeichnungen der einzelnen Personen. Nicht nur der unscheinbare Jan überrascht einen immer wieder, auch die weiteren Mitwirkenden sind facettenreich angelegt und agieren mitnichten so, wie man sie anfangs eingeschätzt hatte. . Fazit: Ein sehr ruhiger, dennoch nicht minder spannender Psycho-Krimi, der mit einer äußerst komplexen Story und hervorragend beschriebenen Charakteren überzeugt.

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  • Rezension zu "So bitterkalt" von Johan Theorin

    So bitterkalt

    antjemue

    12. December 2012 um 14:31

    Sankt Psycho = Psychothrill? Leider nicht! Der schwedische Autor Johann Theorin ist mir durch seine bisher erschienenen 3 Teile seines Jahreszeitenquartetts, die allesamt auf der schwedischen Insel Öland spielen, bekannt. In diesen überzeugte er mich durch seinen Schreibstil, der auf eigentümliche Art und Weise Spannung aufbaute, die durch ihre Dichte fesselten, ohne dass es dabei aktionsreich zur Sache ging. Als ich bei Amazon Vine seinen neuen Kriminalroman „So bitterkalt“ entdeckte, war ich sehr interessiert und freute mich, dass ich ihn im letzten Restenewsletter bestellen konnte. Obwohl auf diversen Internetseiten etwas missverständlich als Fortsetzung der Öland-Reihe deklariert, handelt es sich bei „So bitterkalt“ um ein eigenständiges Buch. Geheimnisse Der Erzieher Jan Hauger bewirbt sich in der „Lichtung“. Das ist eine Kindertagesstätte in Valla, an der schwedischen Westküste, die der psychiatrischen Klinik Sankt Patricia angeschlossen ist. Die dort betreuten Kinder haben weiterhin beaufsichtigten Kontakt zu dem leiblichen Elternteil, der in der Klinik behandelt wird. Hintergrund dieses Experiments ist es, dass auch als gefährlich eingestufte Patienten die Chance haben sollen, irgendwann ins „normale“ Leben zurück zu finden. Prominentester Insasse von St. Psycho, wie die Klinik im allgemeinen Sprachgebrauch von Valla genannt wird, ist der psychopathische Kindermörder Ivan Rössl. Doch dieser ist nicht der Grund, warum sich Jan um diese Tätigkeit beworben hat. Jan hofft auf Kontakt zu der von ihm idealisierten Gitarristin und Sängerin Alice Rami, deren einzige vor vielen Jahren erschienene Langspielplatte bei Jan noch immer auf und ab läuft. Über Umwege hat er erfähren, dass Rami in Sankt Patricia sein soll. Außerdem verheimlicht er seinem Arbeitgeber ein wichtiges Detail aus seiner beruflichen Vergangenheit. Doch Jan ist nicht der Einzige, der in der „Lichtung“ Geheimnisse mit sich herum trägt… So bitter enttäuscht Sicher schockierten mich die schrecklichen Dinge, die Jan als 14-jähriges Mobbingopfer erdulden musste. Diese kamen nach und nach ans Licht und ich verstand selbstverständlich, dass er irgendwie kaputt war. Doch auch die nach und nach deutlicher werdenden Zusammenhänge um Rami machten mir seine Besessenheit von ihr nicht logischer. Sein Geheimnis um den kleinen Jungen, den er vor Jahren „verlor“, schockierte mich ebenfalls. Dabei machte ich mir allerdings eher Sorgen um die Kinder, mit denen Jan so ausgelassen in der Lichtung spielte. Ich persönlich mag es in Büchern, wenn ich sympathische Hauptfiguren habe, mit denen ich fiebern kann. Leider war mir Jan Hauger weder völlig unsympathisch, noch konnte er großartig Sympathiepunkte bei mir sammeln. Durch die vielen Seiten, über die ich mich durch Längen quälte, wurde er mir fast egal. Leider hat es Johann Theorin diesmal nicht geschafft mich an sein Buch zu fesseln. Obwohl sprachlich einfach und auf mehrere Handlungsstränge verteilt, spürte ich diesmal nicht die atmosphärische Spannung, durch die mir seine anderen Bücher so gefielen. Dieses zog und zog sich einfach. Erst auf den letzten 50 von insgesamt 467 Seiten kam die ersehnte Spannung auf. Die Wendungen im Showdown kamen für mich auch überraschend, wirkten aber auf mich nach den fürchterlichen Längen dann auch viel zu konstruiert. Schade, mehr als 2 Sternchen kann ich hier wirklich nicht geben.

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