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Johann GüntherPeter Kotauczek: Ein Philosoph, Querdenker, Maler, Musiker, Schreiber, Systemtheoretiker, Unternehmer und Ingenieur
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Peter Kotauczek: Ein Philosoph, Querdenker, Maler, Musiker, Schreiber, Systemtheoretiker, Unternehmer und Ingenieur
Johann GüntherFranz Jantsch
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Franz Jantsch
Franz Jantsch
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Erschienen am 10.05.2007
Johann GüntherMensch, Technologie, Management
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Mensch, Technologie, Management
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Erschienen am 01.05.2004
Johann GüntherDer vernetzte Egoist
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Der vernetzte Egoist
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Erschienen am 25.08.2004
Johann GüntherDigital Natives & Digital Immigrants
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Digital Natives & Digital Immigrants
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Erschienen am 23.08.2007
Johann GüntherTelekommunikation in Österreich
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Johann GüntherDigitale Telefonie
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Johann GüntherVideokonferenz in der Lehre
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Rezension zu "Peter Kotauczek: Ein Philosoph, Querdenker, Maler, Musiker, Schreiber, Systemtheoretiker, Unternehmer und Ingenieur" von Johann Günther

Biografie und Kunstband einer Persönlichkeit mit vielen Talenten
awogflivor einem Jahr

Gleich vorab möchte ich Euch zu dieser Rezension eine persönliche Befangenheitserklärung abgeben: Ich kenne und schätze sowohl den Autor, meinen Ex-Chef als auch den Biografierten Peter Kotauczek. Aus diesem Grund ist mein Interesse und das Involvement bezüglich dieses Buchs auch höher anzusehen, als wenn ich eine neutrale Leserin wäre. Dennoch möchte ich versuchen, die Vorzüge und Schwächen des Buchs mit der Brille eines neutralen Beobachters zu betrachten.

Prinzipiell ist das Werk schon mal sehr innovativ in seiner Ausrichtung, denn es bewegt sich an der Grenze zwischen Biografie und Kunstband mit sehr vielen aufwändig gedruckten wunderschönen Bildern vom Künstler Peter Kotauczek. Da der Gastprofessor meiner ehemaligen Universität aber auch noch als Ingenieur, IT-Spezialist, Firmengründer und Manager eines der größten Softwarehäuser Österreichs, und in einigen anderen Bereichen tätig war, sind auch die biografischen Informationen fernab des künstlerischen Engagements nicht ganz unspannend für Jedermann. Am besten haben mir die Kapitel über die Entwicklung der Firma BEKO gefallen, die vor allem en passant auch ein Stück Computergeschichte und Entwicklung von den 70er Jahren beginnend bis zum heutigen Tag vermitteln. Weiters war ich vom Kapitel Kunst und Computerkunst restlos begeistert, denn Peter Kotauczek entwickelte auch eine Malmaschine und das CALSI® Verfahren, dessen Konzept und Siegeszug auf dem Markt sehr genau beschrieben werden. Am witzigsten und großartigsten fand ich das Potzneusiedler Manifest, das von Kotauczek entwickelt wurde und ein bisschen die moderne Kunst satirisch auf die Schippe nimmt.

Sehr persönlich skizziert Johann Günther zu Beginn des Buches auch den Menschen Peter Kotauczek - teilweise mit vielen privaten Einblicken inklusive seiner skurrilen Wohnorte wie die Burg Hartenstein, die er und seine Frau revitalisiert haben, um den Firmensitz der BEKO dort zu installieren. Stilistisch ist das Buch sehr einfach geschrieben und es gibt bedauerlicherweise ein paar Wiederholungen vor allem im Firmenbereich und in der Beziehung von Kotauczek zur Kunst. Da hätte man ein bisschen straffen können, um Redundanzen zu vermeiden.

Das Kapitel Humaninformatik mit seinem komplexen philosophischen Ansatz passt nicht zum restlichen Stil des Buches, ist meiner Meinung nach auch ein bisschen zu abgehoben und der dargestellte Inhalt benötigt zuviel Vorwissen für jemanden, der sich noch nie mit der Thematik beschäftigt hat. Insofern wirkt es - auch wenn es sehr interessant ist - wie ein Fremdkörper in diesem Werk.

Zwei andere Kapitel finde ich persönlich sehr entbehrlich. Da ist erstens die Darstellung des Geschäftsfreundes Peter Fritsch, der meiner Meinung nach in einem Kotauczek-Buch wenig verloren hat. Zweitens kann ich die Meinungen anderer über wichtige Persönlichkeiten so gut wie gar nicht leiden. Meistens kennt man den Biografierten einfach zu oberflächlich und hat entweder nur kurze gähnend langweilige Lobhudeleien von sich zu geben, oder man versteigt sich in die Präsentation von persönlichen Banalitäten und Petitessen, die mit der skizierten Berühmtheit wenig zu tun haben (ala ich habe ein Bild von ihm in meinem Büro hängen) oder man sagt gleich gar nix über die Persönlichkeit und präsentiert bzw. geriert sich selbst als extrem wichtige Person. Über solche Inhalte habe ich mich auch schon vor Jahren in einer Georg-Danzer Biografie sehr echauffiert, da sie mich gar so nerven. Persönlich muss ich gestehen, dass auch ich gefragt wurde und genau aus oben genannten Gründen abgesagt habe, weil ich Peter Kotauczek zwar kenne und mag, aber eben zuwenig mit ihm zu tun hatte, um mehr als Banalitäten zu seiner Biografie beizutragen. Diese zwei Kapitel würde ich streichen und durch mehr wundervolle Bilder ersetzen.

Ach ja im Kapitel Soziale Medien fehlen bei manchen Innovationen die Jahreszahlen der Erfindungen, um genau zu demonstrieren, wie sehr Peter Kotauczek eigentlich seiner Zeit voraus war, und über den Spazierschweberclub hätte ich gerne noch viel mehr gewusst.

Fazit: Passable interessante Biografie, die sich durch die wunderschönen Bilder und den Kunstbandcharakter auf ein sehr gutes Werk schraubt. Sehr innovative Art, eine Bio aufzuwerten.

P.S:
So und nun meine Lieben Freunde  erzähle ich Euch, die Ihr mich schon lange kennt, in meiner Rezension natürlich doch noch meine banalen Kotauczek Gschichtln (Ihr könnt ja hier mit dem Lesen aufhören 😜). Selbstverständlich habe ich auch drei spontan auf Lager.

Das erste betrifft eine Aussage im Buch, dass Kotauczeks IT-Mitarbeiter seine Kunstliebhaberei weder verstanden noch schätzten. Das wundert mich gar nicht. Ich habe im Rahmen des NETTIES Kongresses intensiv mit ihm zusammengearbeitet, als wir das Thema Telematik und Kunst bearbeiteten. Zufällig waren einmal seine künstlerischen Mitarbeiter und einer aus der Softwarefirma gleichzeitig im Raum. Zuerst gab er ganz den toughen strengen Geschäftsmann, um mit dem Mitarbeiter der IT-Firma ein Problem zu klären, dann drehte er sich zu seinen Kunstmitarbeitern um und war von einer Sekunde auf die andere völlig verwandelt, fast wie ein Freund auf Augenhöhe. Dass eine derart unterschiedliche Behandlung, auch wenn sie durch die höchst unterschiedlichen Geschäftsfelder fast zwangsläufig notwendig ist, nicht nur Verständnis hervorruft, ist für mich völlig logisch.

Auch das zweite banale Gschichtl betrifft den NETTIES Kongress. Die Sängerin Domino Blue, die zu den Bildern von Peter Kotauczek Opernarien sang, brachte durch ihre hohen Töne beim Soundcheck an der Location Minoritenkirche die mittelalterlichen Rosettenfenster zum Schwingen und Klirren. Fast erinnerte mich die Szene an die Blechtrommel. Der damalige Kremser Kulturstadtrat flippte total aus (nicht ganz unverständlich) und wollte uns alle aus der Kirche schmeißen. Ich hatte sehr viel zu tun, ihn mit Engelszungen und Charme zu überzeugen, dass wir leiser und weniger hoch singen und auf die historischen Fenster aufpassen. Der Festakt des NETTIES Kongresses war beinahe abgesagt, bevor er überhaupt begonnen hatte.

Die letzte Geschichte betrifft die Burg Hartenstein. Als ich damals dort eingeladen war und die finsteren Wege durch den Wald irrte, dachte ich, ich hätte mich hoffnungslos in der Pampa verlaufen, denn da war weit und breit nichts von einer Burg zu sehen. Plötzlich stand ich ganz unvermittelt vor dem sehr beeindruckenden Domizil, das sich innen noch viel großartiger erwies, als ich es mir jemals vorgestellt habe.

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